Landkreis Ravensburg

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Wo der Süden am schönsten ist.
Informationen, Daten und Fakten

Landkreis


Ra ensburg

Wo der Süden

am schönsten ist.

DER

LANDKREIS

AUF EINEN

BLICK

INFORMATIONEN, DATEN UND FAKTEN

Der Landkreis Wirtschaftsstandort Bildungsregion Energie und Klimaschutz

Infrastruktur Landwirtschaft und Umwelt Gesundheit und Soziales Kultur und Tourismus


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ist einfach.

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und


LANDKREIS RAVENSBURG

3

Herzlich Willkommen

im Landkreis Ravensburg

Der Landkreis Ravensburg ist in vielerlei Hinsicht eine besonders lebenswerte Region. Er

bietet eine große Vielfalt unterschiedlicher Landschafts- und Lebensräume mit urbaner

Betriebsamkeit auf der einen Seite und malerischen Landschaften auf der anderen. Im

Süden reicht der Landkreis fast bis an den Bodensee heran, den Norden prägt eine voralpine

Hügel- und Moorlandschaft, bis es im östlichen Teil in das Hügelland des oberschwäbischen

Allgäus übergeht. Im Südwesten wiederum findet man durch das Bodenseeklima

begünstigte Obst- und Weinbaugebiete.

Neben dem einzigartigen Erholungswert gibt es eine Menge Faktoren, die den Landkreis

Ravensburg auch als Arbeitsstätte und Wirtschaftsstandort mit einzigartigen Zukunftsperspektiven

auszeichnen. Hier finden Sie traditionsbewusstes

oberschwäbisches Unternehmertum in Form von klassischen

Handwerksbetrieben und international agierenden Unternehmen,

darunter nicht selten sogenannte „Hidden Champions“.

Reizende Gemeinden und attraktive Städte mit historischen

Zentren überzeugen durch ihr Ambiente, einem Mix aus kultureller

Vielfalt und einem bunten Lifestyle-Angebot.

Diese Lebensqualität verdanken wir dem Zusammenspiel unterschiedlicher

Kräfte, zu denen auch das Landratsamt gehört, indem

es bestimmte Prozesse steuert, begleitet und anstößt oder

dafür Rahmenbedingungen schafft. Nicht immer ist das für die

Bürgerinnen und Bürger auch ersichtlich. Wo genau treten wir

als öffentliche Verwaltung in den verschiedensten Bereichen

Ihres täglichen Lebens in Erscheinung, wo lenken und fördern

wir und was können wir sichern und bewahren? Und – hätten Sie

es gewusst?

Die vielbeschworene Bürgernähe ist ein wichtiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses!

Wir orientieren uns bei unserer Arbeit – neben den rechtlichen Vorgaben – an den Bedürfnissen

und Interessen der Menschen, die hier leben. Auf den nun folgenden Seiten möchten

wir Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern unserer Region, aber auch anderen Interessierten,

das Landratsamt und einige unserer Arbeitsfelder näher vorstellen. Dabei konzentrieren

wir uns auf Bereiche, mit denen Sie in Ihrem Alltag häufig in Berührung kommen. Ergänzend

finden Sie auf Seite 13 eine Übersicht über alle Ämter des Landratsamts.

Ich wünsche ich Ihnen einen interessanten „Rundgang“ durch die verschiedenen Lebensbereiche

des Landkreises Ravensburg und aufschlussreiche Einblicke in die Arbeit der

Landkreisverwaltung.

(Harald Sievers)

Landrat


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Landkreis im Überblick

Inhalt


Landkreis Ravensburg im Überblick

Urbane Lebendigkeit in ländlichem Idyll 7

Landschaft mit Profil 8

Das Wappen des Landkreises 9

Zur Geschichte des Kreisgebiets 10

Der Landkreis und seine Verwaltung 12

Bürgerbüro und Bürgerportal 15

Der Landkreis als Arbeitgeber 16

Organe des Landkreises – Landrat und Kreistag 18

Zahlen, Daten und Fakten 19

Bürgerstiftung Kreis Ravensburg 22

Wirtschaftsstandort Landkreis Ravensburg

Bewusstsein für Traditionen ist Motor für Innovationen 23

Wirtschaftsregion mit Profil 24

Wirtschaft ist wichtig 25

Standortentwicklung für die Zukunft 35

IHK Bodensee-Oberschwaben 38

Vierländerregion Bodensee 40

Bildungsregion Landkreis Ravensburg

Impulsgeber in Sachen Bildung 50

Berufliche Schulen des Landkreises 51

Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Landkreises 52

Gesundheitsakademie Bodensee-Oberschwaben 53

Standortfaktor Hochschulen 59

Fachschule für Landwirtschaft 60

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren 61

Medienzentrum des Landkreises 62

Energie und Klimaschutz im Landkreis Ravensburg

Energieagentur Ravensburg 63

Leitstern Energieeffizienz 67

European Energy Award 68


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

5

Infrastruktur im Landkreis Ravensburg

Kreisstraßen und Radwege 77

Mobil mit dem ÖPNV 78

Abfallwirtschaft 82

Landwirtschaft und Umwelt im Landkreis Ravensburg

Zukunftsbranche Landwirtschaft 84

Leitbild Umwelt- und Naturschutz 86

Das Forstamt 88

Gesundheit im Landkreis Ravensburg

Die Oberschwabenklinik 90

Kur und Erholung 98

Das Gesundheitsamt 99

Tierwohl und Verbraucherschutz 100

Soziales im Landkreis Ravensburg

Jobcenter Landkreis Ravensburg 101

DiPers GmbH 102

Das Sozial- und Inklusionsamt 104

Das Jugendamt 109

Amt für Migration und Integration 110

Beratungsdienste des Sozial- und Inklusionsamtes 112

Übersicht über die Beratungsstellen 113

Kultur im Landkreis Ravensburg

Kulturarbeit im Landkreis Ravensburg 115

Das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben 118

Kreiskulturzentrum Schloss Achberg 120

Denkmäler im Landkreis Ravensburg 121

Das Kreisarchiv 122

Tourismus im Landkreis Ravensburg

Oberschwaben-Tourismus GmbH (OTG) 125

Impressum / Inserentenverzeichnis 126


6 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Der Kaufkraft-Index im

Landkreis Ravensburg liegt

mit 102 Punkten über dem

Durchschnitt von 100

Punkten.

Der Landkreis Ravensburg bietet mit seinen 39 Gemeinden – von der

ländlichen Minigemeinde mit gerade mal einigen hundert Bürgerinnen

und Bürgern bis hin zum pulsierenden Oberzentrum (der ganzen Region

Bodensee-Oberschwaben) Ravensburg-Weingarten mit über 75.000

Einwohnern – die besten Bedingungen für jeden Anspruch.


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

7

Urbane Lebendigkeit

in ländlichem Idyll

Verteilt auf 39 Kommunen zwischen 200 und 50.000 Einwohnern

leben in dem 163.200 Hektar großen Landkreis Ravensburg

281.700 Menschen. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte

von 172 Einwohnern pro Quadratkilometer. So viel Lebensqualität

ist rar in Baden-Württemberg.

Im Vergleich mit dem Bundesland Baden-Württemberg ist die

Bevölkerungsdichte im Landkreis Ravensburg damit deutlich

niedriger. Landesweit drängen sich im Durchschnitt 305 Menschen

auf einem Quadratkilometer. Rund um die Landeshauptstadt

liegt der Wert nach den Berechnungen der Statistiker

sogar mehr als 2,5 Mal so hoch.

Der Wirtschaft im Herzen Oberschwabens tut die Mischung

aus ländlicher Idylle und urbaner Lebendigkeit keinen Abbruch.

Sie wächst und gedeiht und steht den Ballungszentren

an Rhein und Neckar kaum nach. Der Kaufkraft-Index im

Landkreis Ravensburg liegt mit 102 Punkten über dem Durchschnitt

von 100 Punkten. Damit liegen die Oberschwaben

punktgleich mit der Region Heilbronn-Franken und der Region

Rhein-Neckar.

Zwei Drittel der Bruttowertschöpfung

erbringen im Landkreis

Ravensburg die Dienstleistungsbereiche.

Sie erzielen laut Statistischem Landesamt knapp 9,83 Milliarden

Euro. Mehr als 2,7 Milliarden Euro steuert das produzierende

Gewerbe bei. Der Bereich Land- und Forstwirtschaft

und Fischerei ist zwar nur mit 89 Millionen Euro beteiligt. Sein

Anteil an der Bruttowertschöpfung liegt im Landkreis Ravensburg

aber rund doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt.

Mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent liegt Oberschwaben

weit unter den Landes- und Bundeswerten von 3,3 beziehungsweise

5,4 Prozent. Umgerechnet auf je 1.000 der 15- bis

65-Jährigen zählt der Landkreis Ravensburg nur 24 Arbeitslose.

Bei der Agentur für Arbeit Ravensburg kennt man den

Grund: „Unser Landkreis ist Standort für Unternehmen, die

einerseits technisch sehr anspruchsvolle Produkte entwickeln

und herstellen und andererseits hochwertige Dienstleistungen

anbieten.“

Die bessere Konjunktur und die damit verbundene stärkere

Arbeitskräftenachfrage haben den oberschwäbischen Arbeitsmarkt

weiter beflügelt. Besonders gefragt waren Metall- und

Elektroberufe. Im Dienstleistungsbereich gab es die meisten

Angebote für Kaufleute sowie für Menschen mit Organisations-,

Verwaltungs- und Büroberufen. Von der guten Entwicklung

profitierten sowohl die Bevölkerungsgruppen am

unteren als auch am oberen Ende der Alterspyramide erwerbsfähiger

Arbeitnehmer. Der Anteil der unter 25-Jährigen liegt

aktuell bei 14 Prozent und der Anteil der über 50-Jährigen beträgt

knapp 31 Prozent.


8 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Von sanft bis schroff:

eine jugendliche Landschaft mit Profil

Der Besucher erlebt das Kreisgebiet als alte Kulturlandschaft. Auf Schritt und Tritt begegnet

er Schlössern, Kirchen und Stadtanlagen aus Barock, Renaissance und Mittelalter.

Geschichte und Tradition werden hier gepflegt, das kirchliche und weltliche Brauchtum

mit all seinen Festen bestimmt den Jahreslauf.

Die berühmten Barock-Kirchen in Weingarten und Ravensburg-Weißenau

versetzen den Besucher in ihre Zeit zurück.

Die Erben einer alten Klosterhochkultur wissen aber nicht nur

das Geistige und das Geistliche zu schätzen: In zahlreichen

Gastwirtschaften wird ebenso hochwertig für das leibliche

Wohl gesorgt. Nicht von ungefähr besagt ein altes Sprichwort

„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“.

Geschichte und Tradition

werden im Landkreis gepflegt,

das kirchliche und weltliche

Brauchtum mit all seinen

Festen bestimmt den

Jahreslauf.

Kultur ist aber nicht nur, was Baumeister und Künstler kreiert

haben. Die gesamte Landschaft mit ihren Feldern, Wäldern,

Weihern und Torfstichen gehört dazu, in Jahrhunderten geschaffen

und gepflegt vor allem von bäuerlichen Familien – im

Zeitalter des „Bauernsterbens“ und der High-Tech-Landwirtschaft

ein allzu oft vergessener Aspekt.

Gemessen an den Zeitläufen der Evolution ist das Gebiet des

heutigen Landkreises Ravensburg noch jung. Erst spät siedelten

sich hier die Alemannen an und noch heute bezeugen viele

Ortschaftsnamen mit den Endungen „-hofen“ und „-weiler“,

dass ihre Ursprünge „nur“ bis zur fränkischen Herrschaft in

das 8. Jahrhundert zurückreichen. Auch erdgeschichtlich gehört

das Kreisgebiet zu den allerjüngsten in Deutschland.

Anders als beispielsweise das 175 Millionen Jahre alte Kalkge-

Schon gewusst?

Schon im MERIAN-Heft „Oberschwaben“ von 1957

steht schwarz auf weiß: „Oberschwaben ist die

geheime europäische Mitte. Wenn man sich einmal

den Atlas vornimmt und Verbindungslinien zieht

zwischen den Haupt- und Weltstädten unseres

Kontinents, etwa zwischen Paris und Istanbul,

Madrid und Moskau, London und Athen, Rom und

Amsterdam, Oslo und Mailand, so kreuzen sich

diese Linien wahrhaftig alle ungefähr im schwäbischen

Oberland.”


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

9

stein der Schwäbischen Alb oder die 70 Millionen Jahre alten

Alpen entstand das hier vorherrschende Moränenland erst

während der letzten beiden Eiszeiten vor rund 150.000 bzw.

10.000 Jahren.

Sanft und schroff

Wasser und Eis waren es, die während der Riss- und der

Würm eiszeit die Oberfläche des Kreisgebiets im Wesentlichen

gestalteten. Die Gletschermassen hobelten alle größeren Erhebungen

des Alpenvorlands ab und sorgten so für den eher

sanften, ausgeglichenen Charakter dieser Landschaft. Der

Rheingletscher formte vor allem die weiten Tallandschaften

des Argenbeckens und der Schussenniederung als unmittelbare

Fortsetzung des Bodenseebeckens. Hier, südlich von Ravensburg,

wo die Schussen in den Bodenseekreis übergeht,

befindet sich auch die tiefste Stelle des Kreisgebiets (413 m

über NN).

Nicht nur bei Föhn unübersehbar ist der Einfluss der Alpen,

welche die Bodengestalt und das Klima ebenso mitprägen wie

die Wirtschaft und die Kultur. Dies ist nicht weiter verwunderlich,

wenn man weiß, dass der 1.118 Meter hohe Schwarze Grat

bei Isny im Allgäu bereits zu den bewaldeten Voralpen zählt.

Eher verborgen und dementsprechend mühsam aufzuspüren

ist dagegen ein weiteres, schroffes Landschaftselement, die so

genannten Tobel. Diese tief eingeschnittenen, schluchtartigen

Täler sind durch die mitreißende Kraft des Wassers entstanden.

Das Schmelzwasser des Rheingletschers hat im Landkreis aber

auch noch weitere, typische Spuren hinterlassen: die Schüttebenen

des Wurzacher Beckens und der Leutkircher Heide, die

unruhige Hügellandschaft des Westallgäus mit ihren zahllosen

Drumlins und Seen. Kaum ein Landkreis in Baden-Württemberg

verfügt über eine so große Vielfalt stehender Gewässer.

Vom so genannten Toteisloch, als dem letzten Relikt gletscherzeitlicher

„Eiswürfel“, über die großen natürlichen Seen wie

beispielsweise Rohrsee, Ursee und Schreckensee, die vielen,

zumeist im Mittelalter zur klösterlichen Fischzucht angelegten

Weiher (Altshauser Weiher, Guggenhauser Weiher, Wuhrmühleweiher)

bis hin zu den ehemaligen Torfstichen finden

Sie im Landkreis Ravensburg ein Drittel aller stehenden Gewässer

des gesamten Landes Baden-Württemberg.

Weit und eng

Die vielen Gegensätze, die die Natur bietet, setzen sich in der

Siedlungsstruktur fort. Die Statistik liefert dafür anschauliche

Beispiele. So steht der Großen Kreisstadt Ravensburg mit über

50.000 Einwohnern die selbstständige Gemeinde Guggenhausen

mit gerade mal rund 180 Einwohnern gegenüber. Während

zur Gemarkung Bad Wurzach 182,26 Quadratkilometer gehören,

was die Kurstadt zu einer der größten Flächengemeinden

in Baden-Württemberg macht, nennt die Gemeinde Unterwaldhausen

gerade mal 4,11 Quadratkilometer Fläche ihr Eigen.

Bemerkenswert ist auch eine weitere Zahl: Vom einzeln

gelegenen Gehöft bis zur großen Stadt finden sich rund 2.500

so genannter Wohnplätze im Landkreis Ravensburg (zum Vergleich:

Landkreis Biberach 500 Wohnplätze). Auch die Besiedlungsdichte

zeigt diese Extreme auf: Leben in Weingarten statistisch

gesehen mehr als 2.000 Menschen auf einem

Quadratkilometer, sind es in Guggenhausen gerade mal 22

Einwohner.

So unterschiedlich wie die Besiedlungsstrukturen sind auch

die Anforderungen an die Kreispolitik: Im Ballungsraum stehen

soziale Aufgaben und das Verkehrswesen im Vordergrund,

während in den ländlichen Gebieten vor allem Themen wie

Abwasserentsorgung, Baurecht und die durch den Strukturwandel

in der Landwirtschaft ausgelösten Probleme anstehen.

Das Wappen des Landkreises

„Corporate Identity“ ist keine Erfindung der Neuzeit.

Seit dem Mittelalter sind Wappen die traditionellen

Kennzeichen von Adligen, freien Bürgern,

Ländern, Städten und Gemeinden. Als allgemein

anerkannte Symbole dienten sie zur Visualisierung

von Besitz- und Hoheitsrechten auf Grenztafeln und

Amtsschildern. Der aufgerichtete Löwe im Landkreiswappen

ist ursprünglich das Wappentier der

Welfen, deren oberschwäbische Herrschaft mit den Zentren

Ravensburg und Altdorf-Weingarten um das Jahr 1191 durch

Verkauf an die Hohenstaufen überging. Die im Landkreiswappen

gewählte Farbverbindung Gold und Blau ist als Hin-

weis auf die Welfen zu verstehen. Ein sehr ähnliches

Wappen führt daher auch der niedersächsische

Landkreis Celle: „In Gold (Gelb) ein rot bezungter

blauer Löwe, zwischen den Vorderpranken ein

schwebendes rotes Herz“. Bereits am 6. November

1952 hatte der frühere Kreis Ravensburg sein Wappen

durch Kreistagsbeschluss angenommen. Nach

der Kreisreform von 1973 wurde es dem neu gegründeten

heutigen Landkreis Ravensburg in gleicher Form,

aber leicht abgewandelter Stilisierung am 20. Januar 1975 erneut

verliehen. Das Recht zur Führung einer Kreisflagge in den

Farben Gelb/Blau besteht seit dem 24. November 1988.


10 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Zur Geschichte des Kreisgebiets

Welfen, Staufer, Waldburg, Württemberg

Die ersten geschichtlichen Zeugnisse im Landkreis Ravensburg reichen bis in die Stein- und

Bronzezeit zurück. Über Jahrhunderte – bis in die Gegenwart hinein – wurde die Region

durch den Adel geprägt.

Die Leinenproduktion und der Fernhandel der „Großen Ravensburger

Handelsgesellschaft“ verhalf den Reichsstädten im

späten Mittelalter zu Reichtum und Wohlstand, der aber größtenteils

den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs wieder zum

Opfer fiel. In der napoleonischen Zeit kam das gesamte heutige

Kreisgebiet mit Ausnahme von Achberg (Hohenzollern),

Adelsreute und Tepfenhardt (Baden) nach und nach an das

Königreich Württemberg.

In der Stein- und Bronzezeit war das Gebiet des heutigen

Landkreises nur wenig besiedelt. Aus der Hallstattzeit sind

Grabhügel um Altshausen und im Schussenbecken bei Ravensburg

erhalten. Unter römischer Herrschaft erlangte die vom

Bodensee über Ravensburg zur Donau führende Straße große

Bedeutung. Beim Rückzug der Römer hinter den Iller-Limes

entstand um 275 n. Chr. bei Isny das Kastell Vemania. Ein

Schwerpunkt der anschließenden alemannischen Besiedlung

lag, wie ein Friedhof mit über 800 Gräbern aus dieser Zeit belegt,

bei Altdorf-Weingarten. Nach der Unterwerfung der Alemannen

durch die Franken begann im Schussental die Herrschaft

der Welfen, die im 11. Jahrhundert als Hauptsitz die

Ravensburg erbauten. Dieser folgten später zahlreiche weitere

Burgen für den Dienstadel, wie beispielsweise die Burg Aulendorf,

die Waldburg und der Hatzenturm. Der reiche Welfenbesitz

ging zwar 1191 geschlossen an die Staufer über, nach deren

Untergang im 13. Jahrhundert gelang es jedoch keinem der

nachfolgenden Adelshäuser mehr, einen ähnlich großen Besitz

aufzubauen. Lediglich die Reichserbtruchsessen und späteren

Reichsgrafen von Waldburg konnten im Laufe der Zeit nochmals

ein größeres Herrschaftsgebiet aufbauen, das aber auf verschiedene

Linien aufgeteilt war. Charakteristisch für das südliche

Oberschwaben vom Mittelalter bis zur Barockzeit war

deshalb ein politischer „Fleckerl-Teppich“, auf dem mittlere,

kleinere und kleinste weltliche und kirchliche Herrscher, Klöster,

die reichsunmittelbaren Freien Reichsstädte Ravensburg,

Wangen, Leutkirch, lsny und die Reichsritterschaft mit-, neben-

und allzu oft auch gegeneinander lebten.

Den Beginn einer grundlegenden Neuorganisation markierte

der Reichsdeputationshauptschluss von 1803, durch den die

Reichsstädte ihre Selbstständigkeit verloren und die Reichsklöster

säkularisiert wurden. Mit dem Frieden von Preßburg

1805 verlor Österreich seinen schwäbischen Besitz und die

Landvogtei Schwaben fiel mit Ausnahme des Amtes Gebrazhofen

an Württemberg, das damit erstmals im Kreisgebiet Fuß

fassen konnte. Bereits ein Jahr später konnte das zwischenzeitlich

zum Königreich ernannte Württemberg seinen Gebietsanteil

durch die Übertragung der Souveränität über die zahlreichen

Fürstentümer, Graf- und Herrschaften nochmals

erweitern. Die Verträge von Paris und Compiègne 1810 brachten

einen Gebietsaustausch vor allem mit Bayern, dessen

Grenzen im Wesentlichen noch heute gelten.

Vom Oberamt zum Landkreis

Mit dem „Königlichen Manifest, die neue Einteilung des Königreichs

betreffend“ gliederte König Friedrich von Württemberg

bereits am 27. Oktober 1810 sein Königreich in zwölf

Landvogteien mit einem Einzugsbereich von jeweils rund

100.000 Einwohnern. Ihnen nachgeordnet waren für jeweils

etwa 20.000 Einwohner die so genannten Oberämter. Als Vorbild

für diese Verwaltungsreform dienten die französischen

Departements und wie diese wurden die Landvogteien nach

Flüssen und Seen benannt – nichts sollte mehr an die früheren

Herrschaften erinnern. Das Gebiet des heutigen Landkreises

Ravensburg gehörte zur Landvogtei Bodensee mit Sitz im

Schloss Weingarten. Der Landvogtei nachgeordnet waren die

Oberämter Tettnang, Ravensburg, Wangen, Leutkirch, Waldsee

und Saulgau. Von diesen sind die Oberämter Ravensburg

und Wangen vollständig und die Oberämter Leutkirch und

Waldsee zum größten Teil im heutigen Landkreis Ravensburg

aufgegangen. Abgesehen von einigen Grenzbegradigungen im


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

11

Jahre 1842 bestanden die Oberämter unverändert bis zum Jahr

1938, während die Mittelinstanz der Landvogteien bald als

überflüssiger Briefträger zwischen Regierung und Oberamtsverwaltung

empfunden und deshalb am 1. Januar 1818 durch

Kreise ersetzt wurde. Der heutige Landkreis Ravensburg gehörte

ab dieser Zeit zum Donaukreis, dessen Regierung ihren

Sitz bis zur Auflösung im Jahre 1924 in Ulm hatte.

Bereits nach dem Ende des Ersten Weltkriegs tauchten immer

wieder Pläne zur Zusammenlegung von Oberämtern auf, die

1938 mit der Aufhebung von 27 Oberämtern realisiert wurden.

Im Gebiet des heutigen Landkreises Ravensburg waren davon

die Oberämter Leutkirch und Waldsee betroffen, die im Wesentlichen

in den Kreis Wangen bzw. den Kreis Ravensburg

eingegliedert wurden. Zusätzlich erhielt der Kreis Ravensburg

vom früheren Oberamt Saulgau die Gemeinden Blönried und

Pfrungen sowie der Kreis Wangen vom Oberamt Tettnang die

Gemeinde Schomburg. Die ehemals hohenzollerische bzw.

preußische Exklave Achberg ging 1969 vom Kreis Sigmaringen

an den Landkreis Wangen, im gleichen Jahr kam auch die vormals

badische Gemeinde Adelsreute vom Kreis Überlingen

zum Kreis Ravensburg. Die letzte Kreisreform trat am 1. Januar

1973 in Kraft und formte den heutigen Landkreis Ravensburg

aus den Gemeinden der Altkreise Ravensburg und Wangen,

Teilen des aufgelösten Kreises Saulgau (Altshausen, Boms,

Ebenweiler, Ebersbach, Eichstegen, Fleischwangen, Guggenhausen,

Hoßkirch, Königseggwald, Musbach, Riedhausen und

Unterwaldhausen) und des Altkreises Biberach (Dietmanns

und Unterschwarzach). Bei einer Grenzbereinigung 1976 wurden

die Furtgemeinden Herretsweiler, Geusenweiler, Hagnaufurt

und Wattenweiler an den Landkreis Biberach abgegeben.

Die Kreisreform

von 1973 formte den heutigen

Landkreis Ravensburg aus den

Gemeinden der ehemaligen Kreise

Ravensburg und Wangen, Teilen

des aufgelösten Kreises Saulgau

und des ehemaligen Kreises

Biberach.


12 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Der Landkreis und seine Verwaltung

Kommunalbehörde und Staatsbehörde – im Landratsamt sind genau genommen

zwei Einrichtungen unter einem Dach vereint.

Einerseits ist das Landratsamt als die kommunale Kreisbehörde

des Landkreises Ravensburg mit dem Hauptsitz in der Kreisstadt

Ravensburg und Außenstellen in Bad Waldsee, Leutkirch

im Allgäu, Wangen im Allgäu und Weingarten Teil der „kommunalen

Familie“. Zugleich ist das Landratsamt aber auch eine

staatliche Einrichtung und in dieser Funktion als untere Verwaltungsbehörde

„verlängerter Arm“ der Landesregierung von

Baden-Württemberg. Der Landrat leitet also genau genommen

zwei Einrichtungen unter einem Dach: Die Landkreisverwaltung

wird bei bestimmten Aufgaben als Kommunalbehörde unter

Aufsicht des Kreistages in eigener Sache aktiv. Bei anderen

Aufgaben vertritt sie als Staatsbehörde die Belange des Landes.

Auf kommunaler Ebene unterstützt das Landratsamt die kreisangehörigen

Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und

trägt zu einem gerechten Ausgleich der Lasten bei. Dabei übernimmt

es Aufgaben, für die die einzelnen Gemeinden zu klein

sind, wie etwa bei der Müllabfuhr oder den Berufsschulen. So ist

der Landkreis Ravensburg Träger von insgesamt fünf beruflichen

Schulen, zwei Sonderschulen und drei Fachschulen für

Landwirtschaft. Weiterhin obliegen dem Landkreis zum Beispiel

die Sicherstellung der stationären Krankenhausversorgung,

die Sozialhilfe sowie die Jugendhilfe und Unterhaltssicherung.

Der Landkreis stellt zudem sicher, dass das gesamte

Kreisgebiet möglichst flächendeckend mit öffentlichen Ver-

kehrsmitteln angefahren wird und er sorgt für Bau und Unterhaltung

der Kreisstraßen.

Als untere Verwaltungsbehörde des Landes ist das Landratsamt

für die Einhaltung staatlicher Gesetze verantwortlich und hat

die Rechtsaufsicht über die Gemeinden im Kreisgebiet auszuüben.

Zu dem Aufgabenkomplex gehören beispielsweise die

Einbürgerung, das Waffenrecht, das Baurecht, der Natur- und

Gewässerschutz, die Wohnraumförderung, das Gesundheitsund

Veterinärwesen mit Tier- und Verbraucherschutz und

Lebensmittelüberwachung, die Landwirtschafts- und Forstverwaltung,

der Bundes- und Landesstraßenbetrieb, das Vermessungswesen,

die Flurbereinigung, die Inklusion von Menschen

mit Behinderung, die Verwaltung der Kreisschulen und die Gewerbeaufsicht.

Die Trennung in kommunale und staatliche Aufgabenbereiche

macht sich im organisatorischen Aufbau des Landratsamts nicht

bemerkbar – das Landratsamt ist vielmehr nach funktionalen

Zusammenhängen gegliedert und dreistufig aufgebaut:

– Verwaltungsvorstand: Gesamtleitung

– Vorstandsbereiche (Dezernate): Zusammenfassung von

Ämtern

– Ämter: Zusammenfassung mehrerer Sachgebiete oder

Aufgabenbereiche

Der Landkreis Ravensburg beschäftigt rund 1.400 Beamte,

Angestellte und Arbeiter sowie rund 90 Auszubildende (Stand

November 2017).

Dienststellen

Der Landkreis beschäftigt

derzeit ca. 1.550 Beamte,

Angestellte und Arbeiter sowie

rund 85 Auszubildende

(Stand Januar 2019).

Der Landkreis Ravensburg ist nach dem Ortenaukreis mit

seinen 1.631,86 km² der zweitgrößte Landkreis in Baden-

Württemberg. Entsprechend weit sind die Wege. Um diese für

die Bürgerinnen und Bürger zu verkürzen, hat die Kreisverwaltung

mehrere Außenstellen des Landratsamts eingerichtet, in

denen sie viele Angelegenheiten in der Nähe ihres jeweiligen

Wohnortes erledigen können. Neben den Haupthäusern in

Ravensburg – dem Kreishaus I und dem Kreishaus II – befinden

sich Außenstellen des Bürgerbüros in Bad Waldsee, Leutkirch

im Allgäu und Wangen im Allgäu.


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

13

Landrat und Erste Landesbeamtin

– Stabsstelle des Landrats Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Kommunal- und Prüfungsamt Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Gleichstellungsbeauftragte Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Stabsstelle Regionales Bildungsbüro Verwaltungsgebäude Schützenstraße 69, Ravensburg

– Amt für Migration und Integration Verwaltungsgebäude Schützenstraße 69, Ravensburg

Außenstelle, Ottmannshofer Straße 44, Leutkirch im Allgäu

Dezernat I: Allgemeine Verwaltung, Kultur und Bürgerservice

– Hauptamt Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Personalservice Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Bürgerbüro Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

Außenstelle, Robert-Koch-Straße 52, Bad Waldsee

Außenstelle, Liebigstraße 1, Wangen im Allgäu

Außenstelle, Wangener Straße 70, Leutkirch im Allgäu

– KULTUR!RV Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

Dezernat II: Finanzen, Schulen und Infrastruktur

– Finanzverwaltung Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Abfallwirtschaftsamt Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Straßenbauamt Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Amt für Kreisschulen Verwaltungsgebäude Am Engelberg 33a, Wangen im Allgäu

– Eigenbetrieb Immobilien, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude Am Engelberg 33b, Wangen im Allgäu

Pflegeschule (IKP)

Dezernat III: Arbeit und Jugend

– Stabsstelle Sozialplanung Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

– Jugendamt Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

Außenstelle, Liebigstraße 1, Wangen im Allgäu

Außenstelle, Robert-Koch-Straße 52, Bad Waldsee

– Jobcenter Außenstelle, Sauterleutestraße 34, Weingarten

Außenstelle, Bahnhofstraße 50, Wangen im Allgäu

Außenstelle, Ottmannshofer Straße 44, Leutkirch im Allgäu

Dezernat IIIa:

– Sozial- und Inklusionsamt Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

Außenstelle, Liebigstraße 1, Wangen im Allgäu

Dezernat IV: Kreisentwicklung, Wirtschaft und ländlicher Raum

– Wirtschaftsbeauftragte Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

– Bau- und Umweltamt Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

– Vermessungs- und Flurneuordnungsamt Verwaltungsgebäude Friedhofstraße 3, Ravensburg

– Forstamt Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

Verwaltungsgebäude, Karlstraße 6, Leutkirch im Allgäu

Dezernat V: Recht, Ordnung und Landwirtschaft

– Rechts- und Ordnungsamt Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Verkehrsamt Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

– Gesundheitsamt Kreishaus II, Gartenstraße 107, Ravensburg

Außenstelle, Ottmannshofer Straße 44, Leutkirch im Allgäu

– Veterinäramt Kreishaus I, Friedenstraße 6, Ravensburg

Außenstelle, Ottmannshofer Straße 44, Leutkirch im Allgäu

– Landwirtschaftsamt Verwaltungsgebäude, Frauenstraße 4, Ravensburg

Verwaltungsgebäude, Schillerstraße 34, Bad Waldsee

Verwaltungsgebäude, Wangener Straße 70, Leutkirch im Allgäu


14 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Für eine funktionierende Verwaltung bedarf es zahlreicher gut

funktionierender Rädchen, die ineinandergreifen. Darunter

finden sich auch Ämter, mit denen der Bürger im normalen

Alltag kaum oder gar nicht in Berührung kommt, die jedoch

für bestimmte Verfahren und reibungslose interne Abläufe

oder die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen wichtige

Aufgaben übernehmen.

Dazu gehören

- die Stabsstelle des Landrats mit Pressestelle

- das Kommunal- und Prüfungsamt

- das Hauptamt

- der Personalservice

- die Finanzverwaltung

- das Amt für Kreisschulen

- der Eigenbetrieb Immobilien, Krankenhäuser

und Pflegeschule (IKP).

Ich verstehe uns als modernes

Dienstleistungsunternehmen mit dem

Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern

und Unternehmen wie auch den

Kommunen im Landkreis Ravensburg

einen zeitgemäßen und hervorragenden

Service an allen Standorten der

Kreisverwaltung zu bieten.

Landrat Harald Sievers

Geschäftsverteilung im Verwaltungsvorstand (Organisationsplan) - Stand 15.05.2018

Verwaltungsvorstand

Landrat

Herr Sievers

ständige allgemeine Vertreterin:

Fr. Meschenmoser

Erste

Landesbeamtin

Fr. Meschenmoser

Vertreter: Herr Hägele

Dezernat I

Allg. Verwaltung, Kultur

und Bürgerservice

Herr Simon

Vertreterin: Fr. Meschenmoser

Dezernat II

Finanzen, Schulen

und Infrastruktur

Kreiskämmerer

Herr Baur

Vertreter: Herr Simon

Dezernat III

Arbeit und Jugend

Frau Raedler

Vertreter: Herr Urbaniak

Dezernat IV

Kreisentwicklung, Wirtschaft

und ländl. Raum

Herr Sieger

Vertreter: Herr Hägele

Dezernat V

Recht, Ordnung und

Landwirtschaft

Herr Hägele

Vertreterin: Frau Raedler

01 Stabsstelle

des Landrats

Herr Hirth

KP Kommunal- und

Prüfungsamt

Herr Hagg

Gleichstellungsbeauftragte

Frau Fietz

Verwaltungsrat

Kreissparkasse

Verwaltungsrat

OEW

Aufsichtsrat

OSK GmbH

Aufsichtsrat

WIR GmbH

02 Stabstelle

Regionales

Bildungsbüro

Herr Baum

MI Amt für Migration

und Integration

Herr Preisinger

Beirat

OTG GmbH

Vorstand

Stiftung KOB

Steuerungsgruppe

Bildungsregion

HA Hauptamt

Herr Riesch

PE Personalservice

Herr Dreher

BÜ Bürgerbüro

Frau Schädler

KU Kultur!RV

Herr Dr. Eiden

- Kulturförderung und

Archiv

- Schloss Achberg

(kom. Fr. Rossmann)

- Bauernhaus-Museum

Allgäu-Oberschwaben

Wolfegg

FI Finanzverwaltung

Frau Schuh

AB Abfallwirtschaftsamt

Herr Nitz

ST Straßenbauamt

Herr Gehringer

KR Amt für

Kreisschulen

Herr Ebenhoch

-------------------------

IKP Eigenbetrieb IKP

Herr Meßmer

03 Stabsstelle

Sozialplanung

N.N.

JO Jobcenter

N.N.

JU Jugendamt

Herr Gutemann

Aufsichtsrat

Dipers GmbH

Co-Dezernat IIIa

Soziales

SI Sozial- und

Inklusionsamt

Herr Urbaniak

Vertreterin: Frau Raedler

04 Stabstelle

Wirtschaftsbeauftragte

Frau Funk

BU Bau- und

Umweltamt

Frau Steger

VF Vermessungsund

Flurneuordnungsamt

Herr Gut

FO Forstamt

Herr Gogic

RO Rechts- und

Ordnungsamt

Frau Ebnet

VE Verkehrsamt

Frau Wucherer

VET Veterinäramt

Herr Dr. Gayer

LA Landwirtschaftsamt

Herr Siegel

GE Gesundheitsamt

Herr Dr. Föll


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

15

Viele Tausend Bürgerinnen und Bürger besuchen im Jahr das Bürgerbüro des Landkreises

Ravensburg. Verschiedene Dienstleistungen der Kreisverwaltung werden hier gebündelt und

können aus einer Hand und an einem Ort in Anspruch genommen werden. Die publikumsintensiven

Bereiche wie Kfz-Zulassung, Führerscheinstelle, Abfallwirtschaft, allgemeine

Informationsschalter und Call-Center sind hier zusammengefasst, um den Bürgerinnen und

Bürgern größtmöglichen Service zu bieten.

Um auch für Berufstätige besser erreichbar zu sein und um die

Wartezeiten zu verkürzen, gelten im Bürgerbüro erweiterte

Öffnungszeiten. Und sollte es doch einmal länger dauern, stehen

in den Wartebereichen des Bürgerbüros kostenloses

WLAN, eine Kinderspielecke sowie am Hauptstandort in

Ravensburg eine Cafeteria zur Verfügung. Damit die Bürgerinnen

und Bürger ihr Anliegen möglichst wohnortnah erledigen

können, finden sich unsere Bürgerbüros an mehreren Standorten

im Landkreis. Neben der Zentrale im Foyer des Kreishauses

I in Ravensburg gibt es Außenstellen in Bad Waldsee,

Leutkirch im Allgäu und Wangen im Allgäu. Neben der Erledigung

aller Vorgänge rund um die Kfz-Zulassung werden in

Bad Waldsee, Leutkirch und Wangen auch Führerscheinanträge

angenommen und Führerscheine ausgehändigt. Bei der Kfz-

Zulassung und bei der Führerscheinstelle können die Kunden

online ihre Termine selbst festlegen – eine weitere Möglichkeit,

Wartezeiten zu vermeiden.

Zur Bürgerfreundlichkeit gehört es auch, stets auf dem neuesten

Stand der Technik zu sein. Mit einem hochmodernen

Fototerminal im Bügerbüro können die Kunden der Führerscheinstelle

in Ravensburg direkt vor Ort und selbstständig ein

elektronisches Passbild anfertigen und zugleich ihre Unterschrift

erfassen. Die Daten werden von dem Terminal direkt

ins Fachverfahren übernommen.

Der Start des Bürgerportals bedeutet einen weiteren Schritt in

Sachen Bürgernähe und E-Government. Das Landratsamt

Ravensburg ist damit virtuell rund um die Uhr für seine Einwohner

geöffnet. Unter der einprägsamen Internetadresse

www.onlinedienste.rv.de können ausgewählte Verwaltungsdienstleistungen

online genutzt werden.

Den Auftakt machen Dienstleistungen aus dem Bereich der

Abfallentsorgung. So können beispielsweise Sperrmüllkarten

bestellt, Abfallbehälter an- oder umgemeldet und anfallende

Verwaltungsgebühren direkt auf elektronischem Weg beglichen

werden – dies alles selbstverständlich mittels verschlüsselter

Datenübertragung.

Dass Bürgerbüro und Bürgerportal in vergleichsweise kurzer

Zeit realisiert werden konnten, hat einen einfachen Grund:

Bürgernähe und die Nutzung moderner Medien sind im Ravensburger

Landratsamt Chefsache. Landrat Harald Sievers

will den Menschen Zeit und kostenintensive Wege ersparen.

Das schont, so Sievers, nicht nur Nerven und Geldbeutel, sondern

ist auch ein intelligenter Beitrag zum Klimaschutz.

www.onlinedienste.rv.de


16 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Der Landkreis als Arbeitgeber

Gute Arbeit? Gute Mitarbeiter!

Das Landratsamt sorgt durch ein ganzes Bündel von Angeboten, durch flexible Arbeitszeiten,

familienfreundliche Regelungen und eine den Menschen zugewandte Haltung für attraktive

Arbeitsbedingungen für die rund 1.400 Mitarbeiter/innen.

Der Servicegedanke sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung

der Landkreisverwaltung zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen

haben hierbei hohe Priorität. Und wir wissen:

Wer gern zur Arbeit geht, wird dem Bürger gegenüber die

beste Dienstleistung erbringen können. Daher ist unser Anspruch,

dass sich die Mitarbeiter bei uns gut aufgehoben, richtig

eingesetzt und wertgeschätzt fühlen.

Neben einer durchgehend professionellen und freundlichen

personalwirtschaftlichen Betreuung sind insbesondere die

Personalbedarfsdeckung, die Personalplanung und das Personalcontrolling

Steuerungsinstrumente, die wir mit Freude anwenden

und weiterentwickeln. Unsere Lohnbuchhaltung sorgt

seriös und fair für die finanzielle Gegenleistung der vielen

Arbeit unserer Mitarbeiterschaft.

Der Personalservice bewegt eine Vielzahl innerbetrieblicher

Themen, gestaltet Rahmenbedingungen des Arbeitens und

kümmert sich um ein professionelles und zeitgemäßes Management

rund um die Belegschaft.

Personalentwicklung

Als Arbeitgeber wissen wir um das „Geheimnis“ motivierter

Mitarbeiter. Zum gut Arbeiten gehört, sich insgesamt wohlzufühlen.

Daher legen wir großen Wert auf die Vereinbarkeit

von Privatleben und Beruf. Leben ist unteilbar. Unsere Mühen

haben einen sichtbaren Ausdruck gefunden: Wir sind vom

Kompetenzzentrum Beruf & Familie Baden-Württemberg als

familienbewusster und demografieorientierter Arbeitgeber

ausgezeichnet worden. Das spornt uns weiter an.

Praktika und Ausbildung

Wir sind eine junggebliebene Verwaltung und wollen das bleiben.

Daher verstärken wir uns Jahr für Jahr mit jungen Menschen

und begeistern sie für unsere Aufgaben für das Gemeinwesen

unseres Landkreises. Praktika ermöglichen erstes

Schnuppern und Ausprobieren. Nicht selten staunen die jungen

Leute, wie vielfältig unsere Dienstleistungen, wie modern

unser Herangehen und wie spannend unsere Herausforderungen

sind. Die Ausbildung bildet einen Schwerpunkt unseres

Konzeptes, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten.

Qualifizierung

Stetes Lernen hat bei uns System. Wir bieten allen Mitarbeitern

breite Fort- und Weiterbildungswege an. Wir wissen einfach:

Stehenbleiben wird rasch zum Rückschritt. Unser Fortbildungsangebot

ist vorbildlich. Wir entwickeln es stets weiter

und passen es an, denn jede Zeit hat ihre besonderen Heraus-


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

17

studIum &

AusbIldung

im landratsamt

bewirb dich jetzt

Bachelorstudiengänge

unter

www.landkreis-ravensburg.de

Handwerkliche Berufe

Verwaltungsberufe Technische Berufe Soziale Berufe

forderungen. Bei der Planung des Programms macht es uns

Freude, künftige Anforderungen im Berufsleben mit Unterstützungsangeboten

zur gerne angenommenen Herausforderung

werden zu lassen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Klar doch: Gesund und mit Freude schafft es sich am besten.

Dass die Mitarbeiter gesund bleiben, dafür haben wir ideenreich

ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert.

Durch gezielte präventive und einzelfallbezogene Maßnahmen

wird die Gesundheitsförderung aktiv und konkret gestärkt.

Der Landkreis Ravensburg strengt sich permanent und mit

Engagement an, ein guter Arbeitgeber zu sein und zu bleiben.

www.rv.de/stellen

www.rv.de/Newsletter


18 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Organe des Landkreises

Landrat und Kreistag

Die Organe des Landkreises sind der Kreistag und der Landrat. Beide Organe wirken

partnerschaftlich zusammen. Sie entscheiden und handeln in gemeinsamer Verantwortung.

Der Kreistag

Als Kreis-Parlament bestimmt der Kreistag die Richtlinien der

Kreispolitik und trifft alle für die kommunalen Aufgaben des

Landkreises maßgeblichen Entscheidungen. Die auf fünf Jahre

gewählten Mitglieder des Kreistags (Kreisräte) haben die Aufgabe,

den Freiraum, den die Selbstverwaltung den Landkreisen

bietet, im Rahmen der Gesetze nach ihrer freien, nur durch das

öffentliche Wohl bestimmten Überzeugung auszufüllen.

Harald Sievers

Landrat

Der Landrat

Eva-Maria Meschenmoser

allgemeine Vertreterin

Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter des Landkreises, Leiter

des Landratsamts und Vorsitzender des Kreistags und seiner

Ausschüsse. Damit ist für eine enge Verbindung zwischen den

beiden entscheidenden Organen des Landkreises gesorgt. Das

Landratsamt bereitet die Sitzungen des Kreistags und der Ausschüsse

vor und vollzieht deren Beschlüsse. Daneben ist der

Landrat als Leiter der Unteren staatlichen Verwaltungsbehörde

der Landesregierung für die ordnungsgemäße Erledigung der

Verwaltungsgeschäfte verantwortlich. Seit dem 1. Juni 2015 ist

Harald Sievers Landrat des Landkreises Ravensburg. Seine

ständige allgemeine Vertreterin ist die Erste Landesbeamtin

Eva-Maria Meschenmoser.

Dem Verwaltungsvorstand mit sieben Vorstandsbereichen

gehören neben Landrat Harald Sievers und seiner ständigen

allgemeinen Vertreterin Eva-Maria Meschenmoser folgende

weitere Mitglieder an:

- der Leiter des Dezernats 1 „Allgemeine Verwaltung, Kultur

und Bürgerservice“, Joachim Simon

- der Leiter des Dezernats 2 „Finanzen, Schulen und

Infrastruktur“, Franz Baur

- die Leiterin des Dezernats 3 „Arbeit und Soziales“,

Diana E. Raedler

- der Leiter des Dezernats 4 „Kreisentwicklung, Wirtschaft

und ländlicher Raum“, Walter Sieger

- der Leiter des Dezernats 5 „Recht, Ordnung und

Landwirtschaft“, Gerd Hägele

Die „Kreisgesetze“ nennt man Satzungen. Die wichtigsten

Satzungen, die der Kreistag zu verabschieden hat, sind die

Hauptsatzung und die jährliche Haushaltssatzung mit dem dazugehörigen

Haushaltsplan. In regelmäßigen Sitzungen werden

im Kreistag und in seinen Ausschüssen die entsprechenden

Beschlusse gefasst. Die Kreisräte stellen sich für diese

umfangreiche Aufgabe ehrenamtlich zur Verfügung. Der 2014

gewählte und bis 2019 amtierende Kreistag des Landkreises

Ravensburg umfasst 30 Kreisräte der CDU, 15 Kreisräte der

FWV, 11 Kreisräte der Grünen, 7 Kreisräte der SPD, 5 Kreis räte

der ODP sowie zwei Kreisräte der FDP und zwei Kreisräte der

Linken, insgesamt also 72 Kreisräte. Zur Vorbereitung seiner

Entscheidungen hat der Kreistag aus seiner Mitte verschiedene

Ausschüsse gebildet, welche für den Kreistag alle Angelegenheiten

vorberaten. Durch die Hauptsatzung des Landkreises

hat der Kreistag diesen Ausschüssen außerdem bestimmte

Aufgaben zur abschließenden Entscheidung anstelle des Kreistags

übertragen.

Im Landkreis Ravensburg hat der Kreistag folgende Ausschüsse

gebildet:

– Verwaltungsausschuss, 20 Mitglieder

– Ausschuss für Umwelt und Technik, 20 Mitglieder

– Kultur- und Schulausschuss, 20 Mitglieder

– Sozialausschuss, 20 Mitglieder

– Betriebsausschuss Eigenbetrieb Immobilien, Krankenhäuser

und Pflegeschule, 19 Mitglieder

Zusätzlich besteht kraft Bundesrecht (SGB VIII – Kinder- und

Jugendhilfe) als weiteres beschließendes Gremium der Jugendhilfeausschuss.

Neben 9 Kreisräten sitzen in diesem Ausschuss

6 stimmberechtigte und 7 beratende Vertreter von verschiedenen

Organisationen und Verbänden.

www.rv.de/KT


LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

19

Zahlen, Daten und Fakten

über den Landkreis

Fläche und Einwohner

Größe des Kreises

1.631,8 qkm

Gemeinden

39 (davon 4 Große Kreisstädte)

tiefster Punkt ü. NN 413 m (Schussental südl. Ravensburg)

höchster Punkt ü. NN 1.118 m (Schwarzer Grat bei Isny im Allgäu)

Einwohner (09/2016) 281.734

Bevölkerungsdichte

172,65 Einwohner/qkm

Ausländeranteil (09/2016) 9,8 %

Verkehr

Verkehrserschließung (2017)

– Bundesautobahnen 64 km

– Bundesstraßen 147 km

– Landesstraßen 469 km

– Kreisstraßen 645 km

Kraftfahrzeuge (31.12.2016)

– zugelassene Kraftfahrzeuge 254.848

– Kraftfahrzeugdichte 912/1.000 Einwohner

Öffentlicher Personennahverkehr

– Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben (bodo)

(in Kooperation mit dem Bodenseekreis und dem

Landkreis Lindau)

Natur- und Landschaftsschutz

– Landschaftsschutzgebiete: 31.059 ha

– Wasserschutzgebiete: 23.812 ha

– Naturschutzgebiete: 6.338 ha

– Biotope: 11.402 ha

– Flächenhafte Naturdenkmale: 465 ha

Wirtschaft

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2016)

– Gesamt * 111.457

– Produzierendes Gewerbe 40.397

– Handel, Gastgewerbe und Verkehr 21.904

– sonstige Dienstleistungen 41.433

(*einschließlich Fälle ohne Angaben

zur Wirtschaftsgliederung)

Land- und Forstwirtschaft

Schienenstrecken

– 751 (Ulm –) Aulendorf – Ravensburg (– Friedrichshafen) (Südbahn)

– 752 Aulendorf – Bad Waldsee – Bad Wurzach (Moorbahn)

– 753 Aulendorf – Kißlegg – Wangen im Allgäu (– Hergatz)

– 754 Aulendorf – Altshausen (– Ostrach – Pfullendorf) (Räuberbahn)

– 766 Aulendorf – Altshausen (– Sigmaringen – Tübingen)

– 971 (Augsburg – Memmingen –) Leutkirch im Allgäu –

Wangen im Allgäu – Kißlegg (– Lindau)

Der Landkreis Ravensburg

erstreckt sich über 1.631,8

Quadratkilometer, davon sind

87.387 Hektar landwirtschaftlich

genutzte Fläche und 48.957

Hektar sind Wald.

– Betriebe 2.859

– landwirtschaftlich genutzte Fläche (in ha) 87.387

– Wald (in ha) 48.957

– Viehbestand

Rindvieh 143.995

davon Milchkühe 71.147

Bedienstete des Landkreises

(Stand 11/2017)

– Beamte 393

– Beschäftigte 1.029

– Auszubildende, Praktikanten, BFD, FSJ 91

– Bedienstete gesamt

(einschl. Landesbedienstete) 1.513


20 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Partner für die Menschen und den Mittelstand:

Nachhaltig und regional orientiert

Kreissparkasse Ravensburg „Wir machen Geschäfte, die wir verstehen – mit Kunden,

die wir kennen.“ Dies ist ein Leitsatz, den die Kreissparkasse Ravensburg in den knapp

200 Jahren seit ihrer Gründung beherzigt.

Foto: Deutscher Sparkassenverlag

Dies gilt heute mehr denn je: in Zeiten von Finanz- und

Bankenkrisen, fortschreitender Digitalisierung und weiter zunehmender

Regulatorik aus Brüssel. Gerade als regionales Kreditinstitut

mit intensivem Kontakt zu mehr als 192.000 Gewerbe-

und Privatkunden weiß die Kreissparkasse Ravensburg,

wie elementar wichtig es ist, verlässliche, vertrauenswürdige

und gut bekannte Partner zu haben. Um den Anforderungen

von morgen gewachsen zu sein, reflektiert die Kreis sparkasse

Ravensburg ihre Kunden und deren nachhaltige Bedürfnisse.

Alles außer mittelmäßig: der Mittelstand

Zu den Vorteilen und den Chancen im Landkreis Ravensburg

zählt der bodenständige und zugleich hoch innovative Unternehmensmix,

der zu einer hohen Beschäftigungslage im Landkreis

beiträgt. Die Aufrechterhaltung und der Ausbau dieser

erfolgreichen Wirtschaftsstrukturen ist eine Herausforderung

für alle Akteure.

Jeder kennt die Großen Player wie Daimler, IBM oder Bosch.

Wer aber diese Firmen mit innovativen Produkten, Materialien

oder Systemen beliefert und zusätzlich attraktive Arbeitsplätze

sichert, ist den Wenigsten bekannt – nämlich Unternehmen aus

Ravensburg und Umgebung. Dem Mittelstand in der Region ist

die Kreissparkasse Ravensburg sehr verbunden – durch ihr regionales

Engagement und durch umfangreiche Beratungsangebote

wie z. B. Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite, Existenzgründung,

stationärer und elektronischer Zahlungsverkehr,

Leasing oder ihre Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand.

Es gibt aber auch auf Wissen und Service aufgebaute Ressourcen.

Neben der jährlichen „Diagnose Mittelstand“ und dem

„Agrarforum“ bietet die Kreissparkasse Ravensburg Plattformen

zu aktuellen Themen wie z. B. Unternehmensnachfolge

und Kapitalanlage in Zeiten negativer Zentralbankzinsen an

und unterstützt so auch den Dialog und das Netzwerken untereinander.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Landkreis im Überblick

21

Karriere hoch zwei

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen engagiert sich die

Kreissparkasse Ravensburg, genauso wie ihre Partner aus dem

Mittelstand, qualifizierten Nachwuchs aus dem regionalen Arbeitsmarkt

zu rekrutieren. Mit rund 50 Auszubildenden ist die

Kreissparkasse Ravensburg einer der größten kaufmännischen

Ausbilder in der Region. Teamgeist, Engagement, Weiterbildungsmaßnahmen

und Aufstiegsmöglichkeiten sind wichtige

Themen, die zwei junge Sparkässler zu ihrem persönlichen

Karrierestart auf der Website der Kreissparkasse Ravensburg

unter „Karriere“ präsentieren.

Hinter jeder Zahl steht eine Geschichte

Bezahlen, vorauszahlen, abbezahlen. Zahlen lügen nicht. Zahlen

sind unbestechlich. Zahlen sind Fakten und das Fundament

für jeden Kaufmann. Aber der Finanzdienstleister ist

nicht einfach irgendeine Bank, sondern die Sparkasse. Als

Kreissparkasse Ravensburg weiß man um den verantwortungsbewussten

Umgang mit Zahlen. Mehr als 192.000 Kunden, 40

Filialen, rund 844 Mitarbeiter und nachhaltig mit über sechs

Millionen Euro Bilanzgewinn. Das ist aussagekräftig, aber hinter

diesen Zahlen steht noch viel mehr: Ideen, Herausforderungen,

Erfolge und manchmal auch Träume. Daher zählt für

die Kreissparkasse Ravensburg nicht nur eine erfolgreiche Bilanz,

sondern das, was am Ende eines jeden Geschäftsjahres

mit den Mitarbeitern und Kunden gemeinsam und ganz individuell

auf den Weg gebracht wird.

Jeder Kunde hat seine eigenen Bedürfnisse, Anforderungen

und Möglichkeiten. Deswegen verkaufen die Mitarbeiter der

Kreissparkasse Ravensburg nicht einfach Finanzprodukte, sondern

beraten die Kunden verständlich und nachhaltig auf allen

verfügbaren Kanälen: im Online- und Mobile-Banking, bei

Konten und Karten, beim Sparen und Anlegen, bei Wertpapieren

und an der Börse, bei der Altersvorsorge und Versicherungen,

bei Immobilien und Krediten, beim Erben und Vererben.

Für jeden Kunden entwickelt die Kreissparkasse Ravensburg

eine persönliche Strategie und begleitet ihn ganz individuell

auf seinem Weg. Flexibilität hat dabei hohe Priorität. Denn

Menschen ändern sich und damit auch ihre Bedürfnisse.

Vertrauen, Zuverlässigkeit und

Solidität sind auch noch in der

heutigen Zeit drei extrem wichtige

Eckpfeiler für funktionierende

Kundenbeziehungen. Wir

sind stolz darauf, für rund 10.000

mittelständische Unternehmen

und über 190.000 Kunden der

Partner in Sachen Finanzen zu

sein. Genau wie unsere Kunden

sind wir in der Region stark verwurzelt

und engagieren uns für

unsere Heimat.

Heinz Pumpmeier

Vorstandsvorsitzender der

Kreissparkasse Ravensburg

Kreissparkasse Ravensburg

Meersburger Straße 1, 88213 Ravensburg

Tel. +49 751 84-0

info@kreissparkasse-ravensburg.de

www.kreissparkasse-ravensburg.de


22 Landkreis im Überblick LANDKREIS RAVENSBURG

Bürgerstiftung Kreis Ravensburg

Bürgerschaftliches Engagement

für den Kreis Ravensburg

Die Bürgerstiftung Kreis Ravensburg ist eine gemeinnützige und rechtsfähige

Stiftung, politisch unabhängig und konfessionell ungebunden.

2005 gegründet, lebt die Stiftung von den Spenden und Zustiftungen

aller Art, sowie von dem persönlichen Engagement vieler

Bürgerinnen und Bürger.

Viele wichtige Projekte können heute nicht begonnen oder

nicht zu Ende geführt werden, weil die dazu erforderlichen

Mittel nicht ausreichen oder nicht regelmäßig fließen. Neben

der sofortigen Einzelfall-Nothilfe fördert die Bürgerstiftung

Kreis Ravensburg insbesondere Projekte in der Jugend- und

Familienarbeit, Kulturprojekte sowie die Hilfe zur Selbsthilfe

(z. B. bei der Hospizarbeit und in Kooperation mit der Schuldnerberatung

des Landkreises).

Daneben ist aber auch das persönliche Engagement der Bürgerinnen

und Bürger bei den vielfältigen Aufgaben und Projekten

als „Mitmach-Stiftung“ notwendig, im Sinne „Bürger engagieren

sich für Bürger“.

Haben Sie Interesse an unserer Arbeit? Melden Sie sich, wir

freuen uns auf Sie.

Bürgerstiftung Kreis Ravensburg

Stiftungsbüro

Meersburger Straße 1

88213 Ravensburg

Telefon 0751 84-1637

Telefax 0751 84-1104

www.buergerstiftung-kreis-rv.de

info@buergerstiftung-kreis-rv.de


LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

23

Bewusstsein für Traditionen

ist Motor für Innovationen

Das Nebeneinander von Innovationen und jahrhundertealten Traditionen steht

im Landkreis Ravensburg nicht in einem Widerspruch. Ganz im Gegenteil!

Erfindergeist und Forschungseifer entfalten sich hier aus einer Mentalität heraus, die dank ihrer Bodenständigkeit

auch in besonderem Maße nachhaltig ist. Zahlreiche mittelständische Unternehmen – oft bereits seit

mehreren Generationen – entwickeln inmitten der ländlichen Idylle ihre Produkte, sei es im kleinen, aber

feinen Handwerksbetrieb oder in der Hightechfirma mit weltweit einmaligem Angebot. Bemerkenswert dabei

ist das hohe Maß an Spezialisierung, aufgrund derer viele Firmen in ihrer jeweiligen Branche eine führende

Rolle spielen und nicht selten zu den so genannten „Hidden Champions“ zählen.

Für das Gedeihen dieser Unternehmen sind ein idealer Standort, nicht minder aber auch ein attraktives

Wohn- und Arbeitsumfeld Grundvoraussetzung. Hier bietet der Landkreis Ravensburg mit seinen 39 Gemeinden

– von der Minigemeinde mit gerade mal einigen hundert Bürgerinnen und Bürgern bis hin zur pulsierenden

Schussental-Metropole Ravensburg – für jeden Anspruch hervorragende Bedingungen. Dazu zählen nicht

nur Gewerbe- und Industrieflächen zu günstigen Preisen. Hohe Arbeitsqualität ist hier noch Ehrensache und

gute Zusammenarbeit Teil des Selbstverständnisses, sowohl zwischen den Unternehmen selbst wie zwischen

den Unternehmen und Verwaltung.


24 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsregion

mit Profil

Der Landkreis Ravensburg gehört zwar nicht zu den großen und bekannten Industrieregionen

in Deutschland, wohl aber zu den interessantesten Wirtschaftsräumen.

20.000

Die arbeitsintensivste Branche im Landkreis

Ravensburg ist der Gesundheitssektor.

20.000 Beschäftigte sind im Landkreis

Ravensburg in 1.250 verschiedenen Gesundheitseinrichtungen

tätig. Damit liegt

die Branche noch vor dem Handel (15.000

Beschäftigte) oder dem Maschinenbau

(7.600 Beschäftigte).

110

In der Prognos-Studie „Zukunftsatlas 2016 –

Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb“

wurde erneut bestätigt: Der Landkreis

Ravensburg ist zukunftsfähig. Der Landkreis

Ravensburg landete auf Platz 110 von insgesamt

402 Land- und Stadtkreisen bzw. kreisfreien

Städten in Deutschland. Er bietet eine hohe

Lebensqualität, attraktive Arbeitsplätze in der

Industrie, bei unternehmensnahen Dienstleistern

oder im Gesundheitsbereich, ein gutes

Bildungs- und Hochschulangebot sowie vielfältige

Freizeitmöglichkeiten.

Der Kaufkraft-Index im Landkreis

Ravensburg liegt mit 102 Punkten

über dem Durchschnitt von 100

Punkten. Damit liegen die Oberschwaben

punktgleich mit der

Region Heilbronn-Franken und

der Region Rhein-Neckar.

2,8 %

Mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 %

liegt Oberschwaben weit unter dem Landesund

Bundesdurchschnitt von 3,3 bzw. 5,4 %. Bei

der Agentur für Arbeit in Ravensburg kennt man

den Grund: „Unser Landkreis ist Standort für

Unternehmen, die einerseits technisch sehr

anspruchsvolle Produkte entwickeln und

herstellen und andererseits hochwertige Dienstleistungen

anbieten.“


LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

25

Mehr als nur ein Wort

Wirtschaft ist wichtig!

Mit dem von Landrat Sievers unmittelbar nach seinem Amtsantritt neu strukturierten

Dezernat für Kreisentwicklung, Wirtschaft und ländlichen Raum macht es sich die

Landkreisverwaltung zur Chefsache, diese Bedingungen zu erhalten und die

Voraussetzungen für hiesige Unternehmen stetig zu verbessern.

Das heißt vor allem, am Puls der Zeit und damit attraktiv zu bleiben, sowohl als Wirtschaftsstandort

wie auch als Lebensraum. Die Kreisverwaltung versteht sich dabei als

wichtiger Partner für Wirtschaft und Kommunen. In dem alle zwei Jahre durchgeführten

„Zukunftsforum Landkreis Ravensburg“, bei dem es um die Zukunft von

Kommunen, Infrastruktur und Wirtschaft im Kreis geht, befassen sich Experten

mit einem jeweils aktuellen Topthema der Kreisentwicklung. Auch erfolgreiche

Pioniere und Vordenker erhalten hier Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch

und zu wertvollen Impulsen. Partner des Zukunftsforums sind der Gemeindetag

Baden-Württemberg - Kreisverband Ravensburg, die Kreissparkasse Ravensburg

und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiR GmbH.

Im „Zukunftsforum Landkreis

Ravensburg“ befassen sich Experten

mit einem für Bürger, Wirtschaft und

Kommunen relevanten Topthema

der Kreisentwicklung.

www.zukunftsforum-rv.de


26 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG

Von der Apotheke zum Weltmarktführer

Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG Als international tätiger Pharmadienstleister arbeitet

Vetter sowohl für die Top 20-Unternehmen der Branche als auch für zahlreiche kleine und

mittlere Firmen. Das Unternehmen aus Ravensburg füllt Medikamente in Spritzen und andere

Injektionssysteme ab. Die Arzneimittel werden zur Behandlung von Krankheiten wie Multiple

Sklerose, schwere rheumatische Arthritis und Krebs eingesetzt.

Typisch Vetter: Der internationale Pharmadienstleister

schafft zahlreiche Perspektiven in der Region.

Mit seinen aktuell über 4.300 Mitarbeitern unterstützt der

Pharmadienstleister seine Kunden von der frühen Entwicklung

neuer Wirkstoffe bis zur behördlichen Zulassung und

anschließenden Marktversorgung. Die Branche zählt auf

Vetter, wenn es um innovative Technologien und Know-how

geht, da das Unternehmen aus Ravensburg seit jeher seinen

Beitrag zu neuen Trends und Standards leistet – und so Patienten

auf der ganzen Welt zu einer besseren Lebensqualität

verhilft. Um dies zu ermöglichen, steht Qualität und Präzision

bei Vetter seit mehr als sechs Jahrzenten an oberster Stelle.

Jeder im Unternehmen ist sich bewusst, dass die Arbeit mit

Medikamenten eine besonders verantwortungsvolle ist.

Global denken, lokal handeln

Nur wer weiß woher er kommt, kann zeigen, in welche Richtung

es zukünftig gehen kann. Vetter weiß, dass es seine Mitarbeiter

sind, die das Unternehmen mit ihrem Können und

Wissen täglich nach vorne bringen. Das Unternehmen investiert

daher beständig in seine Belegschaft, deren Anzahl in

den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt werden konnte.

Der Pharmadienstleister agiert in einem weitgehend konjunkturunabhängigen

Marktumfeld und bietet seinen Mitarbeitern

ein stabiles und zukunftsträchtiges Arbeitsumfeld,

das von einem nachhaltigen Wachstum geprägt ist.

Das Unternehmen, welches noch heute in Familienbesitz ist,

besitzt in Oberschwaben vier hochmoderne Fertigungsstätten

für die Abfüllung und Verpackung von Medikamenten.

Das Stammwerk und wichtige Bereiche der Entwicklung

befinden sich direkt in Ravensburg. Eine zweite Fertigungsstätte

liegt im süd lichen Industriegebiet Ravensburg Mariatal,

eine dritte unmittelbar am Bodensee in Langenargen.

Darüber hinaus hat Vetter in der Region weitere Betriebsstätten

für Logistik und Qualitätskontrolle. Das Unternehmen

bekennt sich klar zu einem schonenden Ressourceneinsatz

an allen Standorten, beispielsweise durch die

Einbindung von Sonnenenergie, Geothermie oder einem

Blockheizkraftwerk. Internationalisierung ist für Vetter keine

Vision mehr, sondern Realität: Die weltweite Zusammenarbeit

mit Pharma- und Biotech-Unternehmen gehört für die

Mitarbeiter zum Tagesgeschäft. Wichtigste Absatzmärkte

sind neben Europa auch die USA und Asien. In Chicago

(USA) verfügt der Pharmadienstleister über einen Standort,

an dem wichtige Entwicklungsschritte für die spätere Abfüllung

der Wirkstoffe in Ravensburg und Langenargen stattfinden.

In Singapur und Tokio (Japan) ist Vetter zudem mit

Vertriebsbüros vertreten, um die Präsenz sowie die Wahrnehmung

seines Serviceportfolios auch auf dem asiatischen

Markt weiter zu stärken.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

27

Erfahrung für die Zukunft

1950, vor mehr als 65 Jahren, wurde das Unternehmen von

Helmut Vetter als Apotheke in Ravensburg gegründet. Während

der 50er-Jahre entwickelte er neue Verpackungstechniken

für Medikamente. In der Folge baute Helmut Vetter seine

Firma zu einem Dienstleister für die Verpackung von

Arzneimitteln aus. Ende der 70er-Jahre spezialisierte sich das

Unternehmen auf die Abfüllung von Medikamenten in

Fertigspritzen. Durch zahlreiche Innovationen wie beispielsweise

die Doppelkammerspritze Vetter Lyo-Ject® entwickelte

sich Vetter zu einem innovativen Partner für die Pharmaindustrie

und zu einem Weltmarktführer in seinem Segment.

Bis heute schlägt das Herz des Unternehmens für Ravensburg

und die Region: Hier ist es verwurzelt, hier sieht es sich

besonders in der Verantwortung gegenüber Menschen und

der Umwelt.

Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG

Schützenstraße 87, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 3700-0

info@vetter-pharma.com

www.vetter-pharma.com

Spitzentechnologie aus Oberschwaben: In Ravensburg und Langenargen

füllt Vetter für seine internationalen Kunden Medikamente keimfrei in

Spritzen, Vials und andere Injektionssysteme ab.

Für Vetter sind internationaler

Erfolg und regionales Wachstum

eng miteinander verknüpft. Dabei

arbeiten wir nachhaltig. Und das

von Anfang an: Derzeit bilden wir

ca. 80 Nachwuchskräfte in naturwissenschaftlich-technischen

und

kaufmännischen Berufen aus. Als

größter Arbeitgeber Ravensburgs

sowie einer der größten der Region

fördern wir die individuelle Entwicklung

und Karrieregestaltung unserer

Mitarbeiter, wo wir können.

Peter Sölkner

Vetter Geschäftsführer


28 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Nummer eins

in der Premiumklasse

Carthago Reisemobilbau GmbH Der europäische Marktführer für Reisemobile der Premium klasse

heißt Carthago. Seine Heimat ist Aulendorf in Oberschwaben. Hier werden Urlaubsträume wahr:

qualitativ hochwertige Reisemobile für anspruchsvolle Kunden in ganz Europa.

Vom Ein-Mann-Unternehmen des Jahres 1979 zu einer europaweit

agierenden Firmengruppe mit über 1.200 Mitarbeitern

– die Erfolgsgeschichte von Unternehmensgründer Karl-Heinz

Schuler und der Carthago Gruppe ist beeindruckend. Carthago

ist ein Aushängeschild der Branche, fertigt im Jahr rund

5.000 Reisemobile. Das Unternehmen ist regional verwurzelt

und handelt international, jedes zweite Reisemobil wird innerhalb

Europas exportiert.

Sichtbarer Meilenstein der Erfolgsstory ist der 2013 eröffnete

Firmensitz Carthago City in Aulendorf. Hier hat das Unternehmen

Produktionswerk, Service-Center, Verkaufsausstellung

und die Unternehmenszentrale komplett neu errichtet.

Mit seiner hochmodernen Infrastruktur ist Carthago ein

attraktiver Arbeitgeber: In Carthago City entwickeln, fertigen

und vermarkten rund 500 Beschäftigte die Reisemobile der

Marke. Hier starten auch die Mitarbeiter von morgen durch:

Carthago pflegt Bildungspartnerschaften mit Schulen, bildet

Nachwuchskräfte in kaufmännischen und gewerblichen

Berufen aus, arbeitet eng mit der Dualen Hochschule Baden-

Württemberg zusammen.

Hinter dem Erfolg steht das Gespür für das richtige Reisemobil

zur richtigen Zeit, für die Interessen und Wünsche der Kunden.

Carthago ist nahe dran an ihnen, das zeigen der gut fre-

quentierte Stellplatz für Besucher mit Reisemobil auf dem

Werksgelände und viele Aktionen. Und Carthago ist Dynamik:

Die Idee von heute wird morgen entschieden und umgesetzt.

So wird man Trendsetter. Im Mittelpunkt stehen immer die

Produkte: Premium-Reisemobile, komfortabel, sicher und

praktisch, für anspruchsvolle Kunden.

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Mit der jungen Tochtermarke

Malibu dringt die Firmengruppe in neue Marktsegmente

vor und bietet Reisemobile in der oberen Mittelklasse und

hochwertige Vans im boomenden Kastenwagenmarkt.

Carthago Reisemobilbau GmbH

Carthago Ring 1, 88326 Aulendorf

Tel: +49 7525 92000

info@carthago.com

www.carthago.com


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

29

3,6 Milliarden Mal Glas

Verallia Deutschland AG Glas ist der nachhaltige, gesunde Verpackungswerkstoff, der

Lebensmittel und Getränke attraktiv vor Augen führt. In Deutschland ist die Verallia

Deutschland AG einer der führenden Hersteller von Behälterglas.

Verallia Deutschland ist Teil der weltweit agierenden Verallia-

Gruppe und stellt Gläser und Flaschen für die Lebensmittel- und

Getränkeindustrie her. 3,6 Milliarden Gebinde pro Jahr, vom

Standardprodukt bis zur preisgekrönten Individuallösung mit

Gravuren und hochwertiger Ausstattung.

Verallia arbeitet im Verbund mit Schwesterunternehmen in der

ganzen Welt. In Deutschland produziert das Unternehmen an

vier verschiedenen Standorten: in Bad Wurzach, in Essen, in

Wirges im Westerwald sowie in Neuburg an der Donau. Zusammen

mit Verallia in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Russland,

der Ukraine und Südamerika ist der Behälterglashersteller

auf vielen Gebieten international führend. Globale Stärke, hohe

Kompetenz im Bereich Glastechnik und Nähe zum Kunden vor

Ort zeichnen Verallia aus.

In den hochmodernen Produktionsanlagen werden bei rund

1.600° Celsius Flaschen und Gläser in vielfältigsten Form- und

zahlreichen Farbvarianten gefertigt. Maschinelle Verfahren in

dieser Umgebung zu verfeinern und zu optimieren, fordert starkes

Know-how und ausgeklügelte Lösungen. Zusätzlich sind

heute beständig Produktinnovationen gefragt, die die Möglichkeiten

von Glas bezüglich Design und Wirtschaftlichkeit zur

Geltung bringen.

In Bad Wurzach forschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im

Technischen Zentrum laufend an energetischen, an steuerungstechnischen

oder Effizienz steigernden Verbesserungen. Sie sind

dabei auf vielen Gebieten Piloten einer weltweiten Entwicklung,

die auf Nachhaltigkeit und Gesundheit zielt. Glas gilt als Zukunftswerkstoff,

auch im Verpackungsbereich. Als praktisch

inertes Material, ist Glas die gesunde Hülle für Lebensmittel und

Getränke. Hinzu kommt, dass Glas unendlich oft recyclebar ist

– und zwar mit immer wieder gleich hoher Qualität.

Eine hohe Gesamtzufriedenheit der Belegschaft und eine starke

Identifikation mit den Produkten und dem eigenen Unternehmen

machen das gute Betriebsklima aus. Das zeigt sich in vielen

langjährigen Beschäftigungen, genauso wie flexible Entwicklungsmöglichkeiten

in einem internationalen Gesamtkonzern.

Verallia Deutschland AG

Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach

Tel. +49 7564 18-0, info.deutschland@verallia.com

www.verallia.de


30 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG

Logistik,

die Freu(n)de macht

Lebert & Co. GmbH Als mittelständischer Logistikdienstleister gemeinsam mit

Netzwerkpartnern logistische Dienstleistungen für Europa auf höchstem Niveau

zu bieten – dies ist der Anspruch der internationalen Spedition Lebert.

Standort Lebert Baienfurt (Ravensburg)

Die Anforderungen der Unternehmen an einen Speditionsbetrieb

gehen heute weit über die klassischen Speditionsdienstleistungen

hinaus. Die Lebert & Co. GmbH versteht sich

daher als Komplettdienstleister für den Logistikbereich, für

den die Bedürfnisse der Kunden immer die oberste Messlatte

für den Erfolg sind.

Lebert bietet das komplette Leistungsspektrum eines modernen

Logistikanbieters. Stückgut, Teil- und Komplettladungen,

Expressprodukte, Supply-Chain-Management, Logistik,

Warehousing und Consulting sind dabei nur einige Stichworte.

Vor allem geht es immer darum, die Anforderungen

der Kunden zu erkennen und spezielle, innovative Lösungen

zu bieten, die ganz individuell auf ihn zugeschnitten sind.

Die Geschichte des Unternehmens als Familienunternehmen,

die Unternehmensphilosophie, die hohe Motivation der Mitarbeiter

und auch die starke Einbindung in das CargoLine-Netzwerk

bilden dafür ausgezeichnete Voraussetzungen.

Gegründet wurde das Familienunternehmen, das heute rund

420 Mitarbeiter beschäftigt, in Kempten 1954 von Franz

Lebert. Neben dem Stammsitz hat es heute Niederlassungen in

Baienfurt (Ravensburg) sowie im schweizerischen Kreuzlingen.

Im Verbund der CargoLine kann Lebert auf 80 CargoLine

Partner in 43 Ländern in West- und Osteuropa, den GUS-

Staaten, im Nahen und Mittleren Osten sowie Nord-Afrika

(Maghreb) zugreifen.

Die Wünsche der Kunden zügig, unbürokratisch und flexibel

umzusetzen, darin sieht man bei Lebert die besondere Stärke

des Unternehmens. Oder wie des Peter Steidle, Geschäftsführer

bei Lebert, formuliert: „Wir vertreiben unsere Dienstleistungen

lieber über den Qualitätsaspekt, statt uns an einem

Preiskampf zu beteiligen.“ Die mittelständische Struktur des

bodenständigen Familienunternehmens sieht Steidle dabei

durchaus als Vorteil, zum Beispiel in einer Unternehmenskultur,

in der die Motivation, das Engagement und die Qualifikation

der Mitarbeiter einen sehr großen Stellenwert haben.

Fortlaufend etwas für die Qualifizierung der Mitarbeiter zu

tun, ist wesentlicher Teil dieses Leitbildes.

Die Wünsche der Kunden zügig, unbürokratisch

und flexibel umzusetzen, darin

sieht man bei Lebert die besondere Stärke

des Unternehmens.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

31

Unter dem Motto „Logistik macht Freu(n)de“ geht es bei

Lebert immer um die rasche Umsetzung der Kundenwünsche

und darum, sich flexibel deren Anforderungen zu stellen. „Wir

passen uns der Struktur des Kunden an und nicht umgekehrt“,

erläutert Peter Steidle, „so beispielsweise bei der An passung

der IT-Systeme, die fernab von starren Standard-Tools abläuft.“

Das Team aus der Lebert Consulting kümmert sich in

der Kundenbetreuung vor allem um Aufgaben, die weit über

den reinen Transport hinausgehen. Dazu zählen Warehousing

VAS-Dienstleistungen und die Optimierung der Inhouselogistik.

Trotz der Bodenständigkeit: Auch bei Lebert weiß man, dass

man heute als Logistikunternehmen ohne ein Speditionsnetzwerk

nicht auskommt. Das CargoLine-Netzwerk bietet für

Lebert die ideale Lösung, die Eigenständigkeit zu wahren, andererseits

auf das Know-how einer Gemeinschaft zurückzugreifen.

Von Beginn hat Lebert dies Netzwerk aktiv mitgestaltet.

CargoLine eröffnet nicht nur bestimmte Prozess- und

IT-Strukturen, sondern ein Terrain bis in den eurasischen

Raum. Außerdem lassen sich so die Verkehrsaktivitäten besser

strukturieren. Andererseits garantiert CargoLine jedem Partner

Gebietsschutz und sorgt bei allen für einen einheitlichen

Marketingauftritt. Im Verbund mit CargoLine kommt Lebert

heute auf über 80 Standorte.

Lebert & Co. GmbH

Internationale Spedition

Eisenbahnstraße 4, 88255 Baienfurt

Tel. +49 751 4001 0

info@lebert.com

www.lebert.com


32 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Partner und Wegbereiter

der Papierindustrie

Voith Paper GmbH & Co. KG Als Technologieführer setzt Voith Maßstäbe in den Märkten

Energie, Öl und Gas, Papier, Rohstoffe sowie Transport und Automotive. Vom Standort Ravensburg

aus liefern die Voith-Mitarbeiter das Know-how für die Papiermaschinenherstellung und

einen nachhaltigen Papierherstellungsprozess.

Gegründet 1867 in Heidenheim, ist Voith heute mit rund

19.000 Mitarbeitern, 4,3 Milliarden Euro Umsatz und Standorten

in über 60 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen

Europas. Ein großer Teil der weltweiten

Papierproduktion wird auf Voith-Papiermaschinen hergestellt.

Ein Viertel der weltweit aus Wasserkraft gewonnenen

Energie wird mit Turbinen oder Generatoren von Voith

Hydro erzeugt. Antriebselemente von Voith Turbo finden

ihren Einsatz rund um den Globus sowohl in industriellen

Anlagen als auch auf Schiene, Straße und auf dem Wasser.

Zudem entwickelt der neue Geschäftsbereich Digital Solutions

zusammen mit bestehenden und neuen Kunden innovative

Produkte und Services, um das Internet der Dinge

voranzutreiben und die Digitalisierung im Maschinen- und

Anlagenbau maßgeblich mitzugestalten.

Am Standort Ravensburg dreht sich alles um den Papierherstellungsprozess,

insbesondere um die Stoffaufbereitung, die

Spezialpapiermaschine sowie um Umbauten. Voith ist führender

Partner und Wegbereiter der Papierindustrie. Durch

ständige Innovationen optimiert Voith den Papierherstellungsprozess.

Denn die Herstellung von Papier unterliegt

vielen Herausforderungen. Ständig zunehmende Betriebs-

kosten beeinträchtigen die Produktivität der Anlagen. Steigende

Energiekosten und höhere Preise für Frischwasser tragen

ihren Teil dazu bei. Zudem steigt der Wettbewerb um

Holz und Altpapier. Das wirkt sich über kurz oder lang auf

die Rohstoffverfügbarkeit aus. So legt Voith einen Schwerpunkt

auf die Entwicklung von ressourcenschonenden

Produkten, um den Einsatz von Energie, Wasser und Faserstoffen

zu reduzieren. In Ravensburg stellen sich täglich rund

360 Mitarbeiter diesen Aufgaben und bieten gleichzeitig ein

breites Service-Portfolio für alle Sektionen des Papierherstellungsprozesses

an.

Voith Paper GmbH & Co. KG

Escher-Wyss-Straße 25, 88212 Ravensburg

Tel. + 49 751 8301

paper@voith.com

www.voith.com


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

33

Maschinenbau

mit Tradition und Zukunft

Schuler Pressen GmbH Was vor 150 Jahren mit einer Werkstatt begann, ist

heute ein bedeutender Standort des weltgrößten Pressen-Herstellers.

Auf den Produktionslinien von Schuler, die ganze Fabrikhallen

füllen können, formen Autobauer wie Daimler, BMW oder

Tesla Türen, Motorhauben oder komplette Seitenwände – und

das im Sekundentakt. Das 1839 gegründete Unternehmen, das

mehrheitlich zur österreichischen ANDRITZ-Gruppe gehört,

fertigt aber auch zum Beispiel Maschinen zur Herstellung von

Eisenbahnrädern, Großrohren für Pipelines, Hausgeräten,

Elektromotoren, Getränkedosen, Batteriegehäusen bis hin zu

Münzen und Medaillen.

In der Umformtechnik ist Schuler mit einem Umsatz von 1,2

Milliarden Euro im Jahr nicht nur Weltmarkt-, sondern auch

Technologieführer. Derzeit liefert das Unternehmen seinen

bislang größten Gegenschlaghammer für China mit einer

Höhe von mehr als sieben Metern und einem Gesamtgewicht

von rund 650 Tonnen. Auf der Maschine – eine Entwicklung

des Standorts Weingarten – werden Großkurbelwellen für

Lkw-, Lok- und Schiffsmotoren geschmiedet. Schuler ist der

einzige Anbieter für Anlagen in dieser Größenordnung, auch

der weltweit größte Gegenschlaghammer stammt aus Weingarten.

Der Standort geht auf eine 1866 gegründete Werkstatt von

Johannes Michael Schatz zurück, der sich auf die Fabrikation

von Blechbearbeitungsmaschinen spezialisierte. 1925 entstand

die erste mechanische Großpresse, 1982 folgte der Zusammenschluss

mit der Maschinenfabrik Fritz Müller zur Maschinenfabrik

Müller Weingarten AG und 2007 die Integration in den

Schuler-Konzern.

In Weingarten arbeiten heute über 600 der rund 6.600 Schuler-

Beschäftigten. Dort sind unter anderem die Bereiche „Auto mot

ive New Markets“ (Automobilindustrie mit Schwerpunkt Asien

und Nordamerika), „Industry“ (Automobilzulieferer weltweit),

„Intelligent Tooling Solutions“ (Werkzeugbau) und „Service“

(Instandhaltung und Modernisierung) angesiedelt. Regelmäßige

Veranstaltungen wie etwa ein kürzlich organisierter Familientag

stärken den Zusammenhalt zwischen den Beschäftigten.

Schuler Pressen GmbH

Schussenstraße 11, 88250 Weingarten

Tel. +49 751 401-01

info.weingarten@schulergroup.com

www.schulergroup.com


34 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Mineralwasser mit

dem Geschmack des Allgäus

Mineralbrunnen Krumbach GmbH Seit 1831 ist bereits eine eisenhaltige Quelle des Weilers

Krumbach belegt, aus der sich die Menschen bedienten. Heute verlassen jährlich rund

150 Millionen Flaschen mit Mineralwasser und fruchthaltigen Erfrischungsgetränken das

Betriebs gelände der Mineralbrunnen Krumbach GmbH.

Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit – diesen Werten hat

sich die Mineralbrunnen Krumbach GmbH verschrieben.

„Mineralwasser, das schmeckt wie die Heimat und das Allgäu“,

so formuliert es Andreas Gaupp, der Geschäftsführer des Unternehmens.

Dort, wo viele kleine Wasserläufe der Wolfegger Ach zustreben,

entspringt die Krumbachquelle und verleiht dem Wasser

seinen ganz eigenen, ausgewogenen und milden Geschmack.

Insgesamt sprudelt das Mineralwasser heute aus 12 Quellen,

Hauptquelle ist aber immer noch der Brunnen, der 1924 entstand.

Insbesondere in den 1970er-Jahren und auch 2005 wurden

mit Bohrungen, die bis zu 1.000 Meter ins Erdinnere reichen,

weitere Quellen erschlossen. Mit ihrem Engagement und

Wissen sorgen die rund 140 Mitarbeiter in Kißlegg dafür, dass

die Qualität und Besonderheit des Krumbacher Wassers jederzeit

sichergestellt ist. Zuletzt wurden zudem 4,2 Millionen

Euro in eine moderne, vollautomatische Glasabfüllanlage investiert.

Insgesamt können so heute stündlich 88.000 Flaschen

verschiedener Gebindegrößen abgefüllt werden.

Investiert wurde auch in ein neues, effizientes Blockheizkraftwerk,

das dazu beiträgt, einen beträchtlichen Teil des benötigten

Stromes selbst zu erzeugen. Dies ist nur ein Beispiel für das

Bestreben der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, nachhaltig,

regional, sozial und im Einklang mit Natur und Mensch zu

wirtschaften. Stolz ist Andreas Gaupp daher darauf, dass sein

Unternehmen den flachsblauen „Allgäuwürfel“ als Qualitätsmarke

für Regionalität und Nachhaltigkeit tragen darf.

Qualität, die man in den Produkten der Mineralbrunnen

Krumbach GmbH schmecken kann: in den vier Sorten Mineralwasser

– von Classic über Medium und Fein Perlend bis

Naturell, der Kisslegger Allgäuquelle, den acht Erfrischungsgetränken,

den drei Limonaden und Colagetränken sowie den

drei Schorlen, die ausschließlich vegane Inhaltsstoffe enthalten.

Mineralbrunnen Krumbach GmbH

Krumbach 1, 88353 Kißlegg

Tel. +49 7563 9102-0

info@krumbach-mineralwasser.de

www.krumbach-mineralwasser.de


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

35

Standortentwicklung

für die Zukunft!

Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg mbH

Wirtschaftlich steht er hervorragend da, der Landkreis Ravensburg. Viele innovative

kleine und mittelständische Unternehmen, häufig im Familienbesitz, prägen das Bild, aber

auch Unternehmen, die am Weltmarkt längst keine Unbekannten mehr sind.

Um auch die Produkte und Leistungen vieler weiterer „Hidden

Champions“ bekannt zu machen, wurde 2001 die Wirtschaftsund

Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg

mbH, kurz WiR, gegründet. Ihre Aufgabe als Tochterunternehmen

des Landkreises ist es, die Botschaft vom „Spitzen-

Standort Landkreis Ravensburg“ hinaus in die Welt zu tragen

und die kreisansässigen Unternehmen projektorientiert bei

ihren Innovationsvorhaben zu unterstützen. Die Bandbreite

reicht dabei von rein technischen Ansätzen bis hin zu organisatorischen

oder betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

WiR-Geschäftsführer Hans-Joachim Hölz und sein Team allein

könnten wohl den vielfältigen Anforderungen aus den regionalen

Betrieben nicht nachkommen, hätten sie nicht mit

6.000

praxisorientierte Experten

verschiedenster Fachrichtungen

stehen den regional ansässigen

Unternehmen als Ratgeber

zur Verfügung.

der Steinbeis-Stiftung und den Hochschulen im Landkreis

starke Netzwerkpartner an ihrer Seite, die in Sachen Technologietransfer

nicht nur landes- und bundesweit, sondern auch in

der Region Bodensee-Oberschwaben auf einen großen Expertenpool

in Wissenschaft und Wirtschaft zurückgreifen können.

Als „Schaltfläche“ in einem Netzwerk verschiedenster

Leistungsanbieter berät und begleitet die WiR Unternehmen

im Landkreis Ravensburg von der Entwicklung bis zur Umsetzung

und Markteinführung von Innovationen und modernen

Technologien. Die Frage: „Wie können wir Sie unterstützen?“,

stellt für Hölz daher keine Höflichkeitsformel dar, sondern

bringt seine Aufgabe auf einen kurzen Nenner. In seiner täglichen

Arbeit besucht er die zahlreichen, überwiegend kleinen

und mittleren Betriebe und informiert sich über Produkte,

Dienstleistungen, Herstellungsverfahren oder Vertriebsstrukturen,

um dann gemeinsam mit den Betrieben auszuloten, welche

Servicedienstleistungen oder welcher Experte aus dem

WiR-Netzwerk im jeweiligen Fall weiterhelfen könnte. „Viele

Patricia della Monica (Projektmanagerin Stadtmarketing Ravensburg)

und Hans-Joachim Hölz (Geschäftsführer WiR GmbH) bei der

Fachkräfte akquise im Rahmen von „Karriere im Süden“


36 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG

Auch zukünftig wird die WiR ihre Servicedienstleistungen für

Unternehmen bereitstellen, wobei das Angebot, das von der Technologieberatung

über die Förderprogramminformation bis hin zu

betriebswirtschaftlichen Fragestellungen reicht, laufend ergänzt

und weiter verbessert wird.

unserer KMU´s haben häufig eingeschränkte oder gar keine

Möglichkeiten, Innovationen und technische Entwicklungen

mit eigenen Mitteln systematisch voranzutreiben“, beschreibt

Hölz die Situation. Mehr als 90 Prozent dieser Betriebe haben

weniger als 50 Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund wird die

WiR als Mittler aktiv, schafft Kontakte zu Hochschulen und/

oder organisiert Unterstützung durch Experten. Mittlerweile

sind auf diese Weise mehr als 800 aktive Firmenkontakte mit

weit über 11.000 Beratungsstunden zustande gekommen.

„Ohne die tatkräftige finanzielle Unterstützung insbesondere

durch die Kreissparkasse Ravensburg und den Landkreis

könnten wir das alles nicht leisten“, sagt Hölz, der mit der Einwerbung

von projektbezogenen Landes- und EU-Mitteln über

ein drittes finanzielles Standbein verfügt.

Projektorientiert arbeitet die WiR auch auf regionaler Ebene

mit anderen Institutionen, Wirtschaftsförderungen und den

Kammern eng zusammen. Unter dem Slogan „Karriere im

Süden“ wirbt sie regelmäßig bundesweit mit dem Ziel, qualifizierte

Nachwuchskräfte auf die attraktiven Arbeitsplätze der

hiesigen Unternehmen aufmerksam zu machen.

Seit 2006 ist zudem die Kontaktstelle Frau und Beruf Ravensburg

bei der WiR angesiedelt. Operatives Oberziel der vom

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft geförderten Kontaktstelle

ist die Erschließung von weiblichen Fach- und Führungskräften

für die Wirtschaft. Durch individuelle Beratung,

Veranstaltungen, Initiativen und Kooperationen wird die

gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben

vorangebracht. Die Kontaktstelle ist Anlaufstelle sowohl für

Frauen als auch für Unternehmen bei Fragen zu Berufsorientierung,

Weiterbildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf,

Karriereplanung, Existenzgründung und vielem mehr.

Im Rahmen eines Kooperationsvertrags mit der Steinbeis-

Stiftung bietet die WiR den Unternehmen im Landkreis den

exklusiven Zugriff auf deren Expertennetzwerk. Mit Hilfe der

regionalen Steinbeishochschultransfergesellschaft (HTrans) an

der Hochschule Ravensburg- Weingarten, deren operative Geschäftsführung

bei der WiR liegt, soll den Unternehmen im

Landkreis die Verfügbarkeit von praxisorientierten Forschungsressourcen

an der Hochschule Ravensburg-Weingarten

noch transparenter dargestellt werden. Andererseits soll mit

Hilfe der neuen Gesellschaft jungen Unternehmen eine einfach

nutzbare Informationsplattform für die ersten Unternehmensjahre

angeboten werden. Über 6.000 praxisorientierte Experten

verschiedenster Fachrichtungen stehen so den regional

ansässigen Unternehmen als Ratgeber zur Verfügung.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

37

Über die einzelbetriebliche Förderung hinaus bildet die WiR

auch eine Plattform zur Umsetzung von städte- und gemeindeübergreifenden

Wirtschaftsförderungsvorhaben. Dabei stehen

der Nutzen für die Unternehmen sowie die Schaffung und der

Erhalt von Arbeitsplätzen für die Bürgerinnen und Bürger im

Landkreis Ravensburg im Mittelpunkt.

Standortentwicklung für die Zukunft

Auch zukünftig wird die WiR ihre Servicedienstleistungen für

Unternehmen bereitstellen, wobei das Angebot, das von der

Technologieberatung über die Förderprogramminformation

bis hin zu betriebswirtschaftlichen Fragestellungen reicht, laufend

ergänzt und weiter verbessert wird. Jüngstes Kind im

Portfolio ist ein Standortangebot für junge Unternehmen und

Start-ups, das die WiR zukünftig in Zusammenarbeit mit weiteren

Netzwerkpartnern (PRISMA GmbH, Stiftung Liebenau,

Steinbeis, Stadt Ravensburg, Hochschule Ravensburg-Weingarten

sowie bwcon) im kup.Ravensburg anbietet. Das kup.

Ravensburg, im Herzen von Ravensburg, versteht sich als moderne

Impulsplattform für innovative, technologieorientierte

und kreative Unternehmen. Als zukunftsorientierter Arbeitsund

Lebensraum bietet das kup.Ravensburg maßgeschneiderte,

hochflexible und moderne Raumprogramme sowie einen

450 qm großen Co-Working-Bereich. In diesem stehen den

Unternehmen Tages-, Wochen- oder Monatsmiettickets für

voll ausgestattete Arbeitsplatze im Rahmen einer hybriden Arbeitswelt

zur Verfügung. Ergänzt wird dieses, mit einer zeitlich

befristeten Anschubforderung hinterlegte Mietangebot durch

begleitende Workshops und Weiterbildungsseminare rund um

das Themenfeld „Junge Unternehmen“. Ziel ist es, die Interaktion

zwischen Menschen aus verschiedenen Bereichen zu

fördern, wovon letztlich jeder Einzelne profitieren kann – auf

unterschiedliche Weise und doch gemeinsam mit anderen, wobei

die Nutzung stets zeitlich flexibel und unverbindlich bleibt.

WiR – Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft

Landkreis Ravensburg mbH

Parkstraße 40, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 3590660

info@wir-rv.de

www.wir-rv.de


38 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG

IHK Bodensee-Oberschwaben:

Wegbegleiter der Wirtschaft seit 150 Jahren

Interview mit Prof. Dr. Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben

Die IHK Bodensee-Oberschwaben besteht seit 150 Jahren. Eine bewegte Zeit der Wirtschaftsgeschichte

liegt hinter der Region und der Blick in die Zukunft zeigt viele neue

Herausforderungen, die gemeistert werden wollen.

Die IHK wurde 1867 in Ravensburg gegründet. Was war damals

der Anlass?

Mit dem raschen Ausbau des Schienennetzes und zunehmender

Gewerbefreiheit war die Industrialisierung auch im

ländlich geprägten Oberschwaben angekommen. So entstand

der Wunsch, auch hier eine Kammer als Vertreterin

der Interessen des Handels und der Gewerbetreibenden zu

gründen. Hinsichtlich ihres Sitzes wurde das Königliche Ministerium

des Innern von den „bürgerlichen Kollegien“ der

Stadt Ravensburg überzeugt, die 1866 in einem Schreiben

„unterthänigst um die Wahl dieser Stadt zum Sitz der im Donaukreis

neu zu errichtenden Handels- und Gewerbekammer“

baten. Die Gründung war vor ihrem historischen Hintergrund

auch ein Zeichen für den Anbruch eines neuen

Zeitalters.

Spannende Zeiten auch in der Region Bodensee-Oberschwaben?

Ja. Die Faszination des Neuen und des Machbaren zieht sich

wie ein roter Faden auch durch die regionale Wirtschaftsgeschichte.

Die rasante Entwicklung von einer landwirtschaftlichen

hin zu einer wirtschaftlich vielseitig aufgestellten,

prosperierenden Industrieregion. Heimat bis heute für

Technikbegeisterte, Tüftler und Erfinder mit dem Geschick,

aus einer Idee ein international agierendes Unternehmen

entstehen zu lassen.

Und wie haben sich die Aufgaben der IHK in den letzten 150

Jahren gewandelt?

Die IHK teilt die bewegte Geschichte mit ihren Mitgliedsunternehmen.

Sie erlebte viele Höhen und Tiefen politischer

und wirtschaftlicher Entwicklungen: Kriege, Inflation, Wirtschaftskrisen,

Konjunkturschwankungen, Gesetze, Neuordnungen

und Aufgabenänderungen. Ihre Kernaufgaben sind

aber über all die Zeit gleich geblieben: die Interessen der gewerblichen

Wirtschaft zu vertreten, hoheitliche Aufgaben

Wir bieten unseren Unternehmen

ein breit gefächertes Beratungsangebot,

aktuelle Informationen und

passgenaue Dienstleistungen. Unser

Angebot ist dabei an den Bedürfnissen

der Unternehmen ausgerichtet

und wird entsprechend laufend

angepasst.

Prof. Dr.-Ing. Peter Jany, Hauptgeschäftsführer

IHK Bodensee-Oberschwaben

Bildnachweis: IHK/Anja Köhler


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

39

anstelle des Staates zu erfüllen und eine Vielzahl von Dienstleistungen

für die Unternehmen zu leisten. Aus den anfänglich

400 Mitgliedern sind heute 34.000 geworden. Sie zu fördern

und so zur positiven Entwicklung dieses erfolgreichen

Wirtschaftsstandorts beizutragen, ist das Ziel all unserer Anstrengungen.

Welche Dienstleistungen im Bereich Mitgliederservice bieten

Sie konkret?

Wir bieten unseren Unternehmen ein breit gefächertes Beratungsangebot,

aktuelle Informationen und passgenaue

Dienstleistungen. Dabei geht es um Rechts-, Steuer- und

Finanzierungsfragen, Existenzgründungs-, Unternehmensnachfolge-,

Fördermittel-, Export-, Technologie-, Innovations-,

Energie- und Umweltberatung, Fort- und Weiterbildungsangebote

und -beratung, aber auch um aktuelle

wirtschaftliche und politische Entwicklungen. Unser Angebot

ist dabei an den Bedürfnissen der Unternehmen ausgerichtet

und wird entsprechend laufend angepasst.

und freuen uns, unseren Teilnehmern ein angenehmes, modernes

Lernumfeld bieten zu können. Mit dem Weiterbildungsanbau

ist nun endlich wieder alles unter einem Dach

und das IHK-Bistro rundet das Angebot ab.

Gibt es besondere Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort?

Da gibt es die Altbekannten, wie zum Beispiel das Thema

Verkehrsinfrastruktur, knappe Gewerbeflächen, mangelnder

bzw. teurer Wohnraum oder die Breitbandversorgung, um

nur einige zu nennen. Als Mega-Thema aber treibt die Digitalisierung

die Arbeitswelt in all ihren Facetten – angefangen

von neuen Produkten oder Prozessen bis hin zur Ausbildung

der Fachkräfte von morgen – um. Wir stecken hier mitten in

einem Veränderungsprozess, der sich auf all unsere Lebenswelten

auswirkt und noch auswirken wird.

Passend zum Jubiläum wurde der IHK-Anbau eingeweiht.

Grund zur Freude?

Ja, sehr. Wir sind einer der größten Weiterbildungsanbieter

der Region. Die Nachfrage an Qualifizierungsmaßnahmen

ist weiterhin hoch und differenziert sich zunehmend. Vor

dem Hintergrund des „lebenslangen Lernens“ wird die Weiterbildung

eine Schlüsselrolle für die Menschen – vom Auszubildenden

bis hin zum Quereinsteiger mit großer Berufserfahrung

– einnehmen. Derzeit haben wir im Bereich der

Weiterbildungsangebote jährlich rund 6.500 Teilnehmer –

die meisten davon kommen zu uns ins Haus. Nach vielen

Jahren knapper räumlicher Kapazitäten atmen wir nun auf

IHK Bodensee-Oberschwaben

Lindenstraße 2, 88250 Weingarten

Tel. +49 751 409-0

info@weingarten.ihk.de

www.weingarten.ihk.de

Bildnachweis: IIHK/Derek Schuh

Bildnachweis: IIHK/Derek Schuh

Moderne Lernatmosphäre: neuer IHK-Weiterbildungsanbau

mit Bistro

Jubiläum: Seit 150 Jahren begleitet die IHK Bodensee-Oberschwaben

die regionale Wirtschaft


40 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG

Vierländerregion Bodensee

Eine starke Region im Herzen Europas

Die Welt hört jenseits des Landkreises Ravensburg nicht auf und auch

die besten Voraussetzungen können durch starke Partner und Synergieeffekte

nur profitieren. Daher gilt es, weit über die Kreisgrenzen

hinauszublicken.

Regionen stehen heute in vielerlei Hinsicht im Wettbewerb zueinander.

Es geht um die Ansiedlung von Unternehmen, die

Anwerbung von Fachkräften und um die Attraktivität als Urlaubsdestination.

Die Region rund um den Bodensee punktet

in diesem Standortwettbewerb vor allem dann, wenn sie sich

als ganzheitliches Angebot und unverwechselbare Marke positioniert.

Erforderlich dafür sind ein hohes Maß an Identifikation

aller Beteiligten mit der gesamten Bodenseeregion sowie

eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der verschiedenen

Akteure aus Wirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und Bildung,

Kunst und Kultur, Politik, Sport und Naturschutz.

Die Marke Vierländerregion Bodensee steht für das besondere

Potenzial eines Landstrichs, der sich über vier Nationalstaaten,

verschiedene Kantone, Landkreise und Bundesländer erstreckt.

Hier leben und arbeiten über drei Millionen Menschen.

Um auf die zahlreichen Vorzüge der Region als Wirtschaftsstandort,

Urlaubsziel und als Kulturraum aufmerksam

zu machen, arbeiten 15 Projektpartner aus Deutschland, Österreich,

der Schweiz und Liechtenstein seit 2011 an einem

starken gemeinsamen Auftritt, um diese spannende Vielfalt

nach außen zu tragen und sie der Bevölkerung

ins Bewusstsein zu rufen.

Der Landkreis Ravensburg ist von Beginn

an einer der Partner des Projekts.

Weitere Partner auf der deutschen Seite

sind die Landkreise Konstanz, Sigmaringen

und Lindau sowie der Bodenseekreis.

Sie findet mittlerweile großen Anklang bei Unternehmen,

Kommunen und Organisationen in der Region. Das belegen

eine große überregionale Resonanz und die stetig wachsende

Nachfrage nach Lizenzen zur Verwendung des Logos. Gegen

einen geringen Markenpflegebeitrag kann die Marke von Firmen,

Gebietskörperschaften, Institutionen und Organisationen

aus der Region verwendet werden. Insgesamt gibt es in der

Vierländerregion mittlerweile rund 300 Lizenzunternehmer.

www.vierlaenderregion-bodensee.info

Die Regionenmarke Vierländerregion

Bodensee steht damit auf einer breiten

Basis und kann sich als Einheit positionieren

und behaupten – bereichsübergreifend,

national und international.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

41

IGP Baienfurt:

Der neue Industrie- und Gewerbepark boomt

KARL-Gruppe / IGV Wie man einem stillgelegten Industrieareal neues Leben einhaucht und es

erfolgreich neu entwickelt? Die Antwort darauf kennt die KARL-Gruppe, ein Familienunternehmen

aus Niederbayern, das sich auf die Revitalisierung von Industriebrachen spezialisiert hat.

IGP Baienfurt im Frühjahr 2017

Günther Karl jun., Geschäftsleitung der KARL-Gruppe

Was vor ein paar Jahren noch als Vision für das ehemalige

Werksgelände des Papierherstellers Stora Enso galt, ist heute

Realität: Ein moderner Industrie- und Gewerbepark, der IGP

Baienfurt, ist hier innerhalb kürzester Zeit entstanden. So ist

es gelungen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Wirtschaftsstandort

Baienfurt zu erhalten.

Die Firma KARL erwarb mit ihrer Tochtergesellschaft IGV

Industrie- und Gewerbeverwaltungs GmbH das stillgelegte

Areal 2010, mit dem Ziel, das Gelände zukunftsorientiert zu

entwickeln. Bei KARL erfolgt die gesamte Projektentwicklung

stets aus einer Hand – Abbruch, Planung, Erschließung und

Vermarktung – so dass schnelle und flexible Lösungen umgesetzt

werden können. Durch die sehr gute Zusammenarbeit

mit dem Landratsamt Ravensburg und der Gemeinde Baienfurt

konnte so in nur 18 Monaten ein neuer Bebauungsplan

aufgestellt werden, 2013 siedelten sich bereits die ersten Firmen

wieder an.

Heute sind über 20 Unternehmen unterschiedlichster Branchen

am Standort vertreten, rund 210 Arbeitsplätze sind entstanden

und nahezu alle Flächen sind schon vermietet oder

verkauft. KARL investierte selbst im IGP Baienfurt und wird

noch länger in der Region vertreten sein.

Seriosität, Verlässlichkeit, Schnelligkeit und das seit über 50

Jahren – das sind die Werte, für die der Name und das Unternehmen

KARL stehen. Firmengründer Günther Karl leitet

zusammen mit seinen Söhnen und Mitgesellschaftern Günther

Karl jun. und André Karl das Familienunternehmen bis heute,

welches in den vier Geschäftsbereichen Bau, Energie, Industrie

und Immobilien tätig ist. Derzeit sind rund 400 Mitarbeiter

bei KARL beschäftigt.

KARL-Gruppe

Deggendorfer Str. 15, 94548 Innernzell

Tel. +49 8554 9610-0

info@karl-gruppe.de

www.karl-gruppe.de


42 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Individuelle und flexible Lösungen

für die Automobilindustrie

EBZ Gruppe Automotive. Challenge Accepted! So lautet das Versprechen der

EBZ Gruppe. Innovativ und qualitätsbewusst, flexibel und zielstrebig stellt sich

die EBZ Gruppe gemeinsam mit den Kunden jeder Herausforderung.

Der Bereich Anlagenbau ist ein Teil des Leistungsspektrums der EBZ Gruppe

Die EBZ Gruppe gehört zu den Top-Zulieferern der Automobilbranche.

Dank der außergewöhnlichen Qualität der Arbeit

in den Bereichen Engineering, Werkzeug- und Anlagenbau ist

das Unternehmen seit Jahrzehnten erster Ansprechpartner für

anspruchsvolle Werkzeuge, Karosserie- und Montagetechnik.

Das breite Leistungsangebot über die komplette Prozesskette

hinweg ist auf dem Markt einmalig. Mit seinen Kernkompetenzen

Planung, Konstruktion und Simulation von Anlagen

entwickelt das inhabergeführte Unternehmen für die großen

Automobilhersteller individuelle und flexible Lösungen.

Gelebte Professionalität und ein partnerschaftliches Kundenverständnis

sind Werte, die das Unternehmensleitbild der

EBZ Gruppe prägen. Daneben steht eine gewachsene, mit Vernunft

und Verstand aufgebaute Leistungsfähigkeit, die sich

auch in Kundenauszeichnungen wie dem „Daimler Supplier

Award 2012“ widerspiegelt.

Neben der globalen Präsenz, der hohen Kompetenz und dem

breiten Leistungsspektrum ist das umfassende Know-how der

Mitarbeiter ein wichtiger Erfolgsfaktor der EBZ. Ein innovativer

Entwicklungsgeist prägte das Unternehmen in all den 90

Jahren seiner Firmengeschichte, auf die es insgesamt zurückblicken

kann. Rund 1.250 Mitarbeiter arbeiten für die Unternehmensgruppe,

davon 800 in Ravensburg.

Stillstand ist bei der EBZ Gruppe keine Option. Hohe Investitionen

fließen daher regelmäßig in Anlagen und Maschinen,

in neue Software sowie in Standort- und Werkserweiterungen.

So vergrößerte sich die Fläche der Gruppe in Ravensburg im

Jahr 2016 durch die Übernahme eines rund 90.000 Quadratmeter

großen Geländes von Voith Paper auf das Dreifache. In

Werk 2 sind auf diesem Gelände heute die Unternehmensbereiche

Anlagenbau, Modellbau und Teile der Engineering-

Einheiten angesiedelt. Ebenfalls 2016 übernahm die EBZ

Gruppe die NHC Kunststofftechnik GmbH im oberschwäbischen

Schemmerberg bei Biberach a. d. Riß und erweiterte

damit das Produktportfolio. Heute fertigt die EBZ NHC

Composites GmbH dort Teile und Formen in Faserverbundtechnologie.

EBZ Gruppe

Bleicherstraße 7, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 886-0

info@ebz-group.com

www.ebz-group.com


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

43

Umformung in Konsequenz:

Werkzeugbau mit Zukunft

Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau GmbH Höchste Präzision und Know-how aus Oberschwaben

in die ganze Welt – dafür steht die Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau GmbH. Das Unternehmen

zählt zu den führenden Anbietern im Bereich des Präzisionswerkzeugbaus in Deutschland.

Geschäftsführer Markus Gebhardt (Mitte) im Gespräch

mit Mitarbeitern des Führungsteams

Unternehmenszentrale am Entwicklungszentrum

und Werk 1

Gegründet wurde die Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau

GmbH 1964 durch den Werkzeugmachermeister Erwin

Gebhardt. Unter der Leitung seines Sohnes Markus Gebhardt,

der nach der Ausbildung zum Diplomingenieur (FH) 1992 in

die Geschäftsführung eintrat, erfolgte die konsequente Ausrichtung

hin zur Automobilbranche. Das 2015 auf einer Fläche

von mehr als 1.700 qm in der Dr.-Haug-Straße in Baienfurt

neu errichtete Fertigungszentrum mit seinem hochmodernen

Maschinenpark gewährleistet, dass die Kundenwünsche noch

präziser umgesetzt werden können. So stehen am Entwicklungsstandort

in der Löwenstraße z. B. fünf Pressen bis 15.000

kN für den Tryout der Werkzeuge bis zu 6.000 mm Länge.

Die Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau GmbH mit ihren

aktuell ca. 100 Mitarbeitern ist heute etabliert als A-Lieferant

in der Automobilzulieferindustrie. Auch namhafte Kunden wie

Daimler, BMW oder Audi setzen auf „Umformung in Konsequenz“

aus Baienfurt. „Umformung in Konsequenz“ bedeutet,

dass alle Aufgabenstellungen rund um das Werkzeug konsequent

aufeinander abgestimmt sind und das Unternehmen

eine Kette an Leistungen und Lösungen für den Kunden bietet

– angefangen vom Prototyp bis zum Einfahren von Serienwerkzeugen.

Sichergestellt wird dies durch eine konsequente

Planung, über hausintern einheitlich abgestimmte Prozesse

und die Vernetzung der weiterverarbeitenden Abteilungen, die

hohe Fertigungstiefe und eine umfassende Qualitätssicherung.

Der Schlüssel, um all dies erfolgreich umzusetzen, sind kompetente

Mitarbeiter, die langfristig und nachhaltig denken und

arbeiten. An einem Strang zu ziehen und konsequent als geschlossenes

Team das Beste zu geben zum Kundennutzen, ist

Basis der Unternehmensphilosophie – quer durch alle Abteilungen,

vom Auszubildenden bis zur Geschäftsleitung. Konsequent

setzt die Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau

GmbH daher auch auf die Ausbildung junger Mitarbeiter – ob

im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung oder eines Dualen

Studiums in der Fachrichtung Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung

„Konstruktion und Entwicklung“.

Gebhardt Werkzeug- und

Maschinenbau GmbH

Löwenstraße 4-8, 88255 Baienfurt

Tel. +49 751 56163-0

info@gebhardt-gmbh.de

www.gebhardt-gmbh.de


44 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG

Ein echter Global Player

aus Wangen im Allgäu

WALDNER Unternehmensgruppe Verpackungsmaschinen, Einrichtungen für Labore und

naturwissenschaftliche Unterrichtsräume – WALDNER ist auf vielfältigste Weise in der

gesamten Welt präsent. Gleichzeitig ist WALDNER der größte Arbeitgeber in Wangen und

einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region.

Das Laborprojekt CJ Suwon in Korea

Mit WALDNER Dosomaten werden viele Produkte in passende

Behältnisse abgefüllt

So erforscht der Pharmakonzern Novartis in Singapur neue

Wirkstoffe gegen Tropenkrankheiten in einem Labor von

WALDNER, Dosomat-Verpackungsmaschinen füllen auf 48

Bahnen Kaffee in Portionsdosen für Kraft-Foods weltweit ab

und Schüler in Shanghai lernen chemische Reaktionen im

Chemiesaal, den WALDNER ausgestattet hat.

Als Hermann Waldner im Jahr 1908 in Wangen eine Flaschnerei

eröffnete, ahnte wohl niemand, dass daraus einmal eines

der größten Unternehmen der Region mit über 1.440 Beschäftigten

weltweit, zahlreichen in- und ausländischen

Tochtergesellschaften/Liaison Offices sowie einem weltweiten

Vertriebsnetz entstehen würde. Am Standort Wangen werden

inzwischen u. a. Verpackungsmaschinen, Behälter und Containment

Systeme für die lebensmitteltechnische, chemische

und pharmazeutische Industrie genauso hergestellt wie komplette

Laborraumlösungen und Schuleinrichtungen für die

ganze Welt.

Zur Unternehmensgruppe WALDNER gehören unter dem

Dach der WALDNER Holding GmbH & Co. KG die Hermann

WALDNER GmbH & Co. KG, die WALDNER Laboreinrichtungen

GmbH & Co. KG, die Hohenloher Spezialmöbelwerke

in Öhringen sowie die eretec Laborplanung GmbH & Co. KG

in Gummersbach. Ein echter Global Player aus dem Allgäu.

Kochanlagen, Verpackungsmaschinen und

Containments

Jeder von uns kennt sie, die Becher in verschiedensten Formen,

die mit süßen, herzhaften oder auch kosmetischen Produkten

gefüllt sind. Milchprodukte, Marmeladen, Kräuterbutter,

Wurst oder auch Tiernahrung sind Produkte, die durch Dosomat-Maschinen

der Hermann WALDNER GmbH & Co. KG in

passende Behältnisse abgefüllt und haltbar versiegelt werden.

Bis zu 100.000 Becher in der Stunde können WALDNER Dosomaten

abfüllen. Weltweit sind rund 3.000 Dosomaten im

Einsatz. Ob im Supermarkt oder Reformhaus: Von Dosomaten

abgefüllte Produkte sind in fast jedem Regal präsent.

Doch die Hermann WALDNER GmbH & Co. KG stellt nicht

nur Verpackungsanlagen her. Die rund 350 Mitarbeiter bauen

zudem Kochanlagen für Fruchtmittelzubereitungen für die Lebensmittelindustrie,

sowie Containments und Isolatoren für

die Chemie- und Pharmaindustrie.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

45

Labore für die ganze Welt

Jedes dritte Labor in Deutschland hat WALDNER eingerichtet

– Tendenz weiter steigend. Auch im übrigen Europa gilt ein

Drittel Marktanteil als realistisches Ziel für die „Wangener“.

Doch eigentlich sind die Absatzmärkte der WALDNER Laboreinrichtungen

längst ganz woanders: Asien, der Nahe Osten sowie

Russland und die USA. Heute werden täglich Laboreinrichtungen

auf über 1.000 Quadratmetern Fläche montiert; über

100 eigene Monteure sind hier bei WALDNER beschäftigt.

Der ganz große Vorteil der WALDNER Laboreinrichtungen:

Man produziert selbst. Die hochmoderne Laborfertigung ermöglicht

es WALDNER, die große Nachfrage zu erfüllen. Man

fertigt im Fluss und bleibt dabei hochflexibel. Millionen von

Produktvarianten werden konfiguriert. Mit DIMENSIONS bietet

WALDNER zudem eine All-in-One-Lösung, die es ermöglicht,

die technische Raumausstattung als flexible Open-Space-

Version zu konzipieren, zu entwerfen und zu bauen. Damit

bleiben die Räume wandelbar und so auch zukünftigen Anforderungen

gerecht. Mit der eretec Laborplanung ist seit 2017 die

Planungskompetenz im Hause WALDNER stark gewachsen.

Multifunktionale naturwissenschaftliche

Unterrichtsräume für Schulen

Die Hohenloher Spezialmöbelwerke haben sich mit der Einrichtung

multifunktionaler, naturwissenschaftlicher Unterrichtsräume

an Schulen weltweit einen Namen gemacht. Die

Schüler finden dabei Arbeitsbedingungen wie in modernen

Unternehmen vor – Computernetzwerk inklusive.

Arbeiten und Ausbildung bei WALDNER

Die WALDNER Unternehmensgruppe zeichnet sich vor allem

durch eine hohe Innovationskraft aus. Optimal ausgebildeten

Mitarbeitern, die begeisterungsfähig und engagiert den

Erfolgsweg mitgestalten möchten, bieten sich daher bei

WALDNER vielfältige Chancen. Um für die Zukunft gewappnet

zu sein, bildet WALDNER selbst in hohem Maß qualifiziertes

Fachpersonal aus: derzeit etwa 80 Auszubildende und Studierende

der Dualen Hochschule in über 16 Berufen.

WALDNER ist damit einer der größten Ausbildungsbetriebe in

der Region.

WALDNER bietet ein attraktives Umfeld, in dem Mitarbeiter

gerne Leistung bringen – für den gemeinsamen Erfolg.

WALDNER Unternehmensgruppe

Anton-Waldner-Straße 10-16

88239 Wangen im Allgäu

Tel. +49 7522 986-0

info@waldner.de

www.waldner.de

Headquarter in Wangen im Allgäu


46 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Spielerische Entwicklung

als Mission

Ravensburger AG Die Ravensburger AG ist eine moderne internationale Unternehmensgruppe mit langjähriger

Tradition und gewachsenen Werten. Unter ihrem Dach vereint sie mehrere Marken, die einer

Mission folgen: Angebote zu entwickeln, welche die spielerische Entwicklung von Menschen fördern.

Ein Ravensburger Mitarbeiter überprüft Puzzlemotive

an der Kaschieranlage

Das „verrückte Labyrinth“,

ein Ravensburger Spieleklassiker

Diese Ausrichtung von Ravensburger prägte bereits Otto

Maier, der das Unternehmen vor über 130 Jahren in Ravensburg

gründete. Von hier aus entwickelte sich der ehemals

kleine Verlag zu einer großen Unternehmensgruppe, die international

expandiert und ihren Kunden Produkte auf Höhe der

Zeit anbietet.

Die bedeutendste Marke der Gruppe, das blaue Dreieck, steht

für Kernwerte, die in unserer Gesellschaft hohe Bedeutung haben:

Freude, Bildung, Gemeinsamkeit. Bücher, Spiele und Beschäftigungsangebote

mit dem blauen Dreieck bieten Spaß und

Sinn, sie bilden Herz und Geist. Doch schätzen Käufer die Produkte

nicht nur wegen ihrer inhaltlichen, sondern auch wegen

ihrer hohen materiellen Qualität. Auch deshalb setzt das Unternehmen

auf Eigenfertigung und stellt 85 Prozent seiner

weltweit verkauften Spielwaren in eigenen Werken her – am

Hauptsitz in Ravensburg und im Werk Polička, Tschechien. So

gilt Ravensburger als Vertrauensmarke und zählt zu den renommiertesten

Markenzeichen in Deutschland.

Heute ist Ravensburger eines der führenden Unternehmen für

Puzzles, Spiele und Beschäftigungsprodukte in Europa und für

Kinder- und Jugendbücher im deutschsprachigen Raum. Das

Angebot schließt aber auch digitale Angebote ein – webbasierte

Unterhaltung und Apps für Smartphones und Tablets, die

die haptischen Produkte sinnvoll begleiten.

Die Innovationsquote ist hoch: Jährlich erscheinen mehrere

Hundert Neuheiten bei Ravensburger. Deshalb ist eine kreative,

agile Denk- und Arbeitsweise – von der Ideenfindung über die

Entwicklung und Gestaltung bis hin zur Fertigung – bei Ravensburger

ein Muss. Ebenso wie Menschen mit Erfahrung, Kompetenz

und hohem Qualitätsanspruch. Über 2.100 Mitarbeiter erwirtschafteten

2016 einen Umsatz von 474 Millionen Euro. Mit

rund 1.100 Mitarbeitern am Standort Ravensburg zählt Ravensburger

zu den größten Arbeitgebern der Stadt.

Ravensburger AG

Robert-Bosch-Straße 1, 88214 Ravensburg

Tel. +49 751 86-0

info@ravensburger.de

www.ravensburger.de


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

47

Partner für individuelle

Automatisierungslösungen weltweit

PAVIS Engineering GmbH „Jede unserer Anlagen ist ein Unikat“, betont Peter Kubalek,

„und damit immer auch eine neue Herausforderung.“ Und für die Mitarbeiter die

Chance, die Automatisierungslösungen kreativ im Team mitzugestalten.

„Solutions in Automation“, so heißt es bei der PAVIS Engineering

GmbH. Weltweit, aber auch in der Region vertrauen die Kunden

auf die Automatisierungslösungen und die Qualitätsarbeit

aus Ravensburg. 1993 gründete Dipl.-Ing. Peter Kubalek das

Unternehmen zunächst als Ein-Mann-Ingenieurbüro. Ein Jahr

später wurde daraus die PAVIS Engineering GmbH; 1995

wurden die ersten Projekte für Brauereien und Molkereien erfolgreich

umgesetzt.

Heute entwickeln, konstruieren, simulieren und testen rund 40

Mitarbeiter an der Zuppingerstraße 8, wo man seit 2003 zu

Hause ist, komplette Automatisierungslösungen für Prozessanlagen

in der Verfahrenstechnik, montieren diese und setzen

sie schließlich beim Kunden in Betrieb. Die Kunden sind vor

allem in der Lebensmittelbranche und Getränkeindustrie sowie

in den Bereichen Pharmazie und Chemie zu Hause. „Wenn

der Joghurt, das Bier oder der Hustensaft nicht schmecken, will

der Produzent wissen, wieso. Die Software von PAVIS gibt die

Antworten über die Zusammensetzung der Zutaten und deren

Verarbeitung“, erläutert Peter Kubalek. Zu den Kunden gehören

regionale Betriebe in Ravensburg, große deutsche oder

Schweizer Kunden ebenso wie internationale Konzerne weltweit.

„Die Qualitätsarbeit und die hohe Flexibilität sind die

Gründe dafür, dass die Großen in den Branchen uns als doch

recht kleiner Firma vertrauen“, unterstreicht der Firmeninhaber

und Geschäftsführer.

Dabei setzt Peter Kubalek voll und ganz auf seine qualifizierten

und engagierten Mitarbeiter. In Projektteams konstruieren sie

die Automatisierungslösungen, entwickeln die Software und

bauen seit 2016 auch die Schaltschränke. Eine intensive Kommunikation,

Kreativität, Ideen und Teamgeist sind dabei besonders

gefragt. Angesichts der stetigen Aufwärtsentwicklung

des Unternehmens hält Peter Kubalek auch ständig Ausschau

nach neuen Fachkräften, insbesondere Ingenieuren der

Elektro- und Automatisierungstechnik sowie Technikern und

Elektrikern. „Die Chancen, sich unmittelbar einzubringen, gerade

auch bei den vielfältigen Kontakten zu Kunden in aller

Welt, sind bei PAVIS ausgezeichnet“, betont Peter Kubalek.

PAVIS Engineering GmbH

Zuppingerstraße 8, 88213 Ravensburg

Tel. +49 751 36353-0

info@pavis-engineering.de

www.pavis-engineering.de


48 Wirtschaftsstandort LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Innovative Produktionslösungen

aus Oberschwaben für den Weltmarkt

TOX ® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG Technologien, Verfahren, Prozess-Know-how und Kompetenz

für Systemlösungen – damit punktet die Firma TOX ® PRESSOTECHNIK aus Weingarten in

vielen Bereichen der industriellen Blechverarbeitung und der Baugruppen-Montage.

In knapp 40 Jahren hat sich TOX® PRESSOTECHNIK vom

kleinen Konstruktionsbüro zum weltumspannenden Global

Player entwickelt. Einst in Baienfurt gegründet, werden heute

im Stammhaus in Weingarten und in 18 Tochterfirmen mehr

als 1.200 Mitarbeiter/Innen beschäftigt. Zu den Kunden zählen

alle Automobil- sowie deren Zulieferbetriebe, die Weißwaren-,

Lebensmittel-, Verpackungsindustrie sowie Industrie-, Handwerks-

und Montagebetriebe des Apparate-, Geräte-, Lüftungsund

Klimaanlagen-Baus. Auf Basis eines modularen Baukastensystems

und dank hoher Fertigungstiefe sind für die

Kunden praxisgerechte Lösungen, ein optimales Preis-/

Leistungsverhältnis, kurze Lieferzeiten und eine zertifizierte

Produktqualität gewährleistet. Die Fertigungsstandorte Weingarten

und Taicang (China) sind im Verbund eng vernetzt, und

die weiteren Standorte über eine zentrale Software-Architektur

miteinander verbunden. Als elementarer Erfolgsfaktor hat sich

über die Jahre der persönliche Mitarbeiter- und Anwenderaustausch

in den Ländern sowie das jährlich in der Zentrale Weingarten

stattfindende internationale Vertriebs- und Strategietreffen

erwiesen.

Mit der Entwicklung des pneumohydraulischen Presskraftantriebs

„TOX®-Kraftpaket“ – der bis heute einen wichtigen

Bestandteil des Produktprogramms darstellt – nahm die weltweite

Erfolgsstory ihren Lauf. Und mit dem innovativen Blechverbindungssystem

TOX®-Clinchen – Nieten ohne Niet –

konnte die globale Präsenz mit vielen Kunden stetig ausgebaut

werden. Heute ist TOX® PRESSOTECHNIK der kompetente

Partner für innovative Produkte und Lösungen im Bereich

Blechverbindungen, für Pressantriebe, Pressen und Sondermaschinen.

Die Power für nationales/internationales Wachstum

geht direkt vom gegenseitigen Vertrauen der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in die jeweiligen Fähigkeiten aus.

Unterstützt durch flexible Entscheidungsspielräume und die

Bereitstellung von Hightech-Tools entstehen kundenorientierte

Produkte und wirtschaftliche Prozesslösungen. In diesem

Rahmen sind in allen Fachbereichen hochinteressante

Arbeitsplätze mit aussichtsreichen Entwicklungsmöglichkeiten

vorzufinden.

TOX ® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG

Riedstraße 4, 88250 Weingarten

Tel. +49 751 5007-0

info@tox-de.com

www.tox-pressotechnik.com


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LANDKREIS RAVENSBURG

Wirtschaftsstandort

49

Natur und Technik

im Einklang

Assfalg Gaspard Partner Ingenieurgesellschaft mbH / Ingenieur-Gesellschaft der Bauwerkserhaltung

mbH AGP ist ein unabhängiges Planungsbüro für Industrie, Gewerbe, öffentliche Hand

und private Bauherren, bei dem Natur und Technik ganz eng zusammengehören.

Das Leistungsspektrum der AGP reicht von der Planung bis

zur Umsetzung u. a. in den Bereichen Kabelbau, Erschließung,

Entsorgung & Recycling, Energetisches Bauen, Verkehrsanlagen

und Wasserversorgung. Mit derzeit 60 Köpfen

ist das Büro klein genug für kurze Wege, schnelle Entscheidungen

und ein persönliches Miteinander – aber auch groß

genug für professionelle Strukturen, eine moderne Personalentwicklung

und sichere Arbeitsplätze. Auch das neue, energetisch

effiziente Hauptsitz-Gebäude in Bad Waldsee sorgt für

ein ansprechendes Arbeitsklima.

Gute Planung setzt eine intensive Auseinandersetzung mit

dem Thema voraus. Der Recherche widmet man bei der AGP

ebenso hohe Aufmerksamkeit wie der detaillierten Ausarbeitung

von Lösungen. Auf diese Weise entsteht eine Planungsqualität

auf hohem Niveau, die zertifiziert ist nach DIN EN

ISO 9001:2008. Doch damit gibt man sich nicht zufrieden.

Die Mitarbeiter arbeiten täglich daran, diese Standards weiter

zu verbessern. Die Wünsche der Kunden stehen dabei im

Mittelpunkt. Engagierte Ingenieure erarbeiten sowohl technische

als auch fundierte wirtschaftliche Problemlösungen, denen

das Budget der Kunden ständig im Auge bleibt. Schon

seit der Gründung der AGP sehen alle Mitarbeiter ihre Aufgaben

im verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen.

Deshalb geschieht die Planung stets nach den neuesten

Maßstäben und auf höchstem Niveau. Aufgrund der 50-jährigen

Erfahrung und der ständigen Weiterbildung der Mitarbeiter

ist die Assfalg Gaspard Partner Ingenieurgesellschaft

mbH jederzeit ein kompetenter und zuverlässiger Partner für

Bauvorhaben – egal ob für Industrie, Gewerbe, öffentliche

Hand oder private Bauherren.

Die Ingenieur-Gesellschaft der Bauwerkserhaltung mbH ist

eine Tochter der AGP und deckt den Bereich der Bauwerkssanierung

im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau ab. Im Bereich

der Instandsetzungsplanung führt die IGB alle Bauwerksuntersuchungen

selbst durch und erstellt anhand der Untersuchungsergebnisse

zielgenaue Instandsetzungskonzepte. Diese

sind Grundlage für die weiteren Planungen, welche von IGB

durchgeführt werden, wie auch die Ausschreibung, Vergabe

und Bauüberwachung. Somit deckt die IGB die Betreuung von

der Erstuntersuchung bis zur Umsetzung komplett ab.

Assfalg Gaspard Partner

Ingenieurgesellschaft mbH

Robert-Bosch-Straße 9

88339 Bad Waldsee

Tel. +49 7524 9726-0

info@a-g-p.de

www.a-g-p.de

Ingenieur-Gesellschaft der

Bauwerkserhaltung mbH

Robert-Bosch-Straße 9

88339 Bad Waldsee

Tel. +49 7524 9726-40

info@igb-sued.de

www.igb-sued.de


50 Bildungsregion LANDKREIS RAVENSBURG

Bildungsregion Ravensburg

Impulsgeber in Sachen Bildung

„Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf.“ Was in diesem Sprichwort zum

Ausdruck kommt, beschreibt auch das Bildungsverständnis in der Bildungsregion Ravensburg:

Vielfältigkeit, Durchgängigkeit, Qualität, gute örtliche Verteilung, Multi-Professionalität

und enge Zusammenarbeit sind nur einige wenige Stichworte.

Was 2006 hier modellhaft für Baden-Württemberg entstanden

ist, nämlich die Gründung einer Bildungsregion als eine staatlich-kommunale

Verantwortungsgemeinschaft, ist inzwischen

ein stabiles und allgemein anerkanntes Programm im ganzen

Bundesland. Das Regionale Bildungsbüro im Landratsamt Ravensburg

als „Geschäftsstelle“ der Bildungsregion Ravensburg

ist seitdem Impulsgeber für unterschiedliche Entwicklungen in

der regionalen Bildungslandschaft, Moderator vieler übergreifender

Netzwerkaktivitäten und Projekte sowie Autor der

Bildungsberichterstattung für den Landkreis.


Bildungsverständnis in

der Bildungsregion Ravensburg:

Vielfältigkeit, Durchgängigkeit,

Qualität, gute

örtliche Verteilung, Multi-

Professionalität und enge

Zusammenarbeit

Beauftragt durch die Regionale Steuergruppe – bestehend aus

Vertretern der Stadt- und Gemeindeverwaltungen, des Staatlichen

Schulamts Markdorf, des Regierungspräsidiums Tübingen,

Schulleitern und des Landratsamtes – ist das Regionale

Bildungsbüro in unterschiedlichen Handlungsfeldern aktiv.

Diese sind: Abbau von Bildungsbenachteiligungen, Förderung

der Sprachbildung und Integration, Gestaltung guter Übergänge,

vor allem von der Schule in den Beruf, Entwicklung der

regionalen Schullandschaft, z. B. durch Förderung von Ganztageskonzepten,

Förderung der Unterrichtsentwicklung in allen

Schularten, Unterstützungsangebote zum Schulmanagement

sowie außerschulische und kulturelle Bildung. Dabei nutzt

das Regionale Bildungsbüro als Einrichtung des Landkreises

seine einmalige Möglichkeit, über Schularten, Altersgruppen,

Träger- und Angebotslandschaft hinweg zu initiieren,

zu vernetzen, zu koordinieren und zu moderieren.

Mit den Initiativen, die vom Bildungsbüro heraus in die

Bildungsregion streuen, werden Schülerinnen und Schüler,

Eltern, Pädagogische Fachkräfte in den Bildungseinrichtungen,

Verantwortliche in den Kommunen sowie Vertreter der

Wirtschaft und der Kammern erreicht.

www.bildungsbuero-ravensburg.de


LANDKREIS RAVENSBURG

Bildungsregion

51

Berufliche Schulen des Landkreises

Für die Zukunft der Jugend

Wer heute im Arbeitsprozess bestehen will, muss sich durch fachliche Qualifikation,

umfassendes Wissen und berufliches Können auszeichnen. Dieses Rüstzeug soll unsere

Jugend vor allem durch eine gute Ausbildung in den beruflichen Schulen erhalten.

Eine Schule kann aber Ausbildung nur so fortschrittlich gestalten,

wie Lehr- und Lernmittel es erlauben. Gut ausgestattete

Räume und Maschinen auf dem neuesten Stand der Technik

sind deshalb Grundvoraussetzung für eine zeitgemäße Ausbildung.

Der Kreistag hat dem Rechnung getragen und beizeiten

die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, damit die kreiseigenen

beruflichen Schulen an vier Standorten im Landkreis

(Ravensburg, Aulendorf, Leutkirch im Allgäu und Wangen im

Allgäu) eine aktuelle, breit angelegte Ausbildung auf dem neuesten

Stand der Technik anbieten können. Dies gilt vor allem

im EDV-Bereich, bei CNC (Computerized Numerical Control),

CAD (Computer-Aided Design), Medien-, Informations-

und Kommunikationstechnik sowie im Hinblick auf die

Einrichtung einer Lernfabrik 4.0, die im Aufbau und in der

Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht

und in der Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse erlernt

werden können, um dadurch Fach- und Nachwuchskräfte auf

die Anforderungen der Industrie 4.0 vorzubereiten.

Gerade die Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg bieten

wie kaum eine andere Schulform zahlreiche Möglichkeiten, auf

verschiedenen Wegen den angestrebten Bildungsabschluss zu

erreichen. Derzeit ist es möglich, in 16 verschiedenen Ausbildungsfachrichtungen

Berufe zu erlernen, wie etwa in der Elektro-

und Metalltechnik, im Gesundheitswesen, im kaufmännischen

Bereich und in der Landwirtschaft. Auch im Vollzeitbereich

gibt es ein breites und dezentrales Angebot. An den Standorten

in Ravensburg, Leutkirch und Wangen können alle Bildungsabschlüsse

– vom Hauptschulabschluss über den Mittleren Bildungsabschluss

und die Fachhochschulreife bis zur Hochschulreife

– erworben werden, in Aulendorf die Hochschulreife und

in Isny der Mittlere Bildungsabschluss. Die Jugendlichen haben

damit im gesamten Kreisgebiet die Möglichkeit, berufsbegleitenden

Unterricht in gut ausgestatteten Schulen zu besuchen.

Aber nicht nur für die geistige Ertüchtigung der Schüler bietet

der Landkreis ideale Bedingungen; auch der Sport kommt in

den beruflichen Schulen nicht zu kurz.

www.rv.de/KR

Berufliche Schulen des Landkreises Ravensburg

Edith-Stein-Schule Aulendorf und Ravensburg

Geschwister-Scholl-Schule Leutkirch

Kompetenzzentrum Soziales West

• Sozialwissenschaftl. Gymnasium Profil Sozial

und Gesundheit

• Berufskolleg Sozialpädagogik

Kreisweites Kompetenzzentrum Gesundheit

• Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen (z.B.

Kaufleute im Gesundheitswesen, med.

Fachangestellte, zahnmed. Fachangestellte)

• Berufsfachschulen Gesundheit und Pflege,

Haus- und Familienpflege

• Berufskolleg Ernährung und Erziehung,

Gesundheit und Pflege

Kreisweites Kompetenzzentrum Ernährung und

Hauswirtschaft

• Ernährungs- und biotechnologisches

Gymnasium

• Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung

Aulendorf

Kompetenzzentrum Gewerbe Allgäu

• Technisches Gymnasium Profil Mechatronik, GMT,

Informationstechnik

• Ausbildungsberufe (Metall-, Fahrzeug- und

Bautechnik)

• Berufsfachschule Elektro (Grundstufe) und Elektround

Metalltechnik (zur Fachschulreife führend)

Kompetenzzentrum Soziales Allgäu

• Sozialwissenschaftl. Gymnasium Profil Sozial

• Berufskolleg Sozialpädagogik

Kreisweites Kompetenzzentrum Pflege

• Berufsfachschulen Altenpflege und Altenpflegehilfe,

Gesundheit und Pflege (zur Fachschulreife führend)

• Fachschule mit Schwerpunkt Leitung einer Pflegeund

Funktionseinheit, Gerontopsychiatrie

Berufliches Schulzentrum Wangen und Isny

Humpisschule Ravensburg

Kompetenzzentrum Handel und Kaufleute West

• Wirtschaftsgymnasium

• Ausbildungsberufe (Kaufmann, Lagerlogistik,

Steuerwesen, Spedition, Tourismus, Einzel- und

Großhandel, Industrie, Verwaltung und

Kurierdienste)

• Berufskolleg

Gewerbliche Schule Ravensburg

Kompetenzzentrum Gewerbe West

• Technisches Gymnasium (3- und 6-jähriges)

• Ausbildungsberufe (Metall-, Elektro-, Fahrzeug-,

Holz-, Druck- und Farbtechnik, Friseur)

• Berufskolleg

• Meisterschule für Schreiner und Tischler

Wangen

Leutkirch

Gewerbe

• Technisches Gymnasium Profil Technik /

Management und Umwelttechnik

• Ausbildungsberuf in Holztechnik

• Berufsfachschule Elektro- und Metalltechnik

(Grundstufe)

Kompetenzzentrum Handel und Kaufleute Allgäu

• Wirtschaftsgymnasium

• Ausbildungsberufe (Bankkaufmann, Einzel- und

Großhandel, Industrie)

• Berufskolleg

Kreisweites Kompetenzzentrum Land- und

Milchwirtschaft

• Agrarwissenschaftliches Gymnasium

• Ausbildungsberufe Milchtechnologie und

Agrarwirtschaft

• Berufsfachschule Zusatzqualifikation Agrar

Gesundheitsakademie Bodensee-Oberschwaben

GmbH in Weingarten

Krankenpflegeschule Wangen

Gesundheit und Pflege

• Bachelor Pflege – Ausbildungsintegrierter

Studiengang Pflege

• Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

• Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in

• Operationstechnische Assistent/in (OTA)

• Anästhesietechnische Assistent/in (ATA)

Pflege

• Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in


52 Bildungsregion LANDKREIS RAVENSBURG

Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Fachwissen und soziale Kompetenz

Gesundheits- und Krankenpflege ist ein anspruchsvoller und vielseitiger Beruf. Bei der Arbeit

für und mit gesunden und kranken Menschen werden hohe Ansprüche an das Fachwissen

und die soziale Kompetenz gestellt.

Gesundheits- und Krankenpfleger sind erste Ansprechpartner

der Patienten und unentbehrlich für die Ärzte. Sie verantworten

die Pflege der Patienten, assistieren bei Untersuchungen

und übernehmen Verwaltungsaufgaben. Das Spektrum der

Einsatzbereiche reicht von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

über Wohnheime für Menschen mit Behinderungen

und Altenwohnheimen bis hin zum ambulanten Pflegedienst.

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Landkreises

hat ihren Sitz in Wangen im Allgäu. Sie bietet 86 Ausbildungsplätze,

verteilt auf vier Kurse. In Anlehnung an das duale Ausbildungssystem

findet die Ausbildung in Theorie- und Praxisblöcken

statt, dauert drei Jahre und schließt mit einem Examen

ab. Sie erfolgt am OSK Westallgäu-Klinikum in Wangen und

an den Fachkliniken Wangen des Klinikverbundes Waldburg-

Zeil. Externe Einsätze gibt es zudem im Zentrum für Psychiatrie

Weißenau sowie bei verschiedenen ambulanten Pflegediensten.

Einsatzorte sind alle Fachbereiche der kurativen,

stationären Versorgung: Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie,

Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege.

Zudem erfolgen Einsätze in mindestens zwei

Bereichen der rehabilitativen und palliativen Pflege. Die Auszubildenden

haben weiterhin die Möglichkeit, einen vierwöchigen

Auslands einsatz zu absolvieren.


Die Gesundheits- und

Krankenpflegeschule Wangen

bietet 86 Ausbildungsplätze.

In Anlehnung an das duale Ausbildungssystem

findet die Ausbildung

in Theorie- und Praxisblöcken

statt.

Der theoretische Unterricht beinhaltet über das rein Fachliche

hinaus auch mehrtägige Seminare, etwa im Bereich „Teambildung“

sowie „Begleitung in Krisensituationen und in der Endphase

des Lebens“. So werden Eigenverantwortung und soziale

Kompetenz der Auszubildenden gefördert. Exkursionen in

verschiedene Einrichtungen des Gesundheitswesens ermöglichen

zudem immer wieder Einblicke in das weite Feld der beruflichen

Praxis.

Sowohl die Planung als auch die Durchführung der Ausbildung

erfolgt durch die Schule und in enger Zusammenarbeit

mit den Kliniken. Träger der Schule ist der Eigenbetrieb IKP

des Landkreises Ravensburg.

www.pflegeschule-wangen.de


LANDKREIS RAVENSBURG

Bildungsregion

53

Gesundheitsakademie

Bodensee-Oberschwaben

Chancen in einer Zukunftsbranche

Qualifikation und Qualität sind untrennbar miteinander verbunden. Was unser Gesundheitswesen

zu leisten vermag, hängt entscheidend vom Können seiner Beschäftigten ab. Eine

fundierte Ausbildung ist wichtig, aber längst nicht alles.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheitseinrichtungen

müssen ihr Wissen ständig auf der Höhe der Zeit halten

und offen sein für den Fortschritt in Medizin und Pflege. Die

Gesundheitsakademie Bodensee-Oberschwaben in Weingarten

ist eine im weiten Umkreis einzigartige Bildungseinrichtung

speziell für die Gesundheitsberufe. Sie bietet beide Säulen

der beruflichen Bildung, sowohl die Ausbildung einschließlich

der Möglichkeit zum ausbildungsintegrierten Studium als auch

die Fort- und Weiterbildung. Die beiden Gesellschafter der

Gesundheitsakademie, die Oberschwabenklinik gGmbH (74,8

%) und die Klinikum Friedrichshafen GmbH (25,2 %), stellen

sich damit einer der Zukunftsaufgaben des Gesundheitswesens

schlechthin.

Der hohe Stellenwert zeigt sich schon an der Liste der kooperierenden

Einrichtungen. Die Kliniken in den Landkreisen

Biberach, Sigmaringen, Alb-Donau, Konstanz und Oberallgäu

gehören genauso dazu wie das Klinikum Memmingen, das

Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg, die Waldburg

Zeil-Kliniken, die Asklepios-Klinik Lindau oder die Helios-

Klinik in Überlingen. Kaum ein renommiertes Haus der näheren

Umgebung fehlt, dazu kommen viele ambulante Dienste

und Sozialstationen.

Rund 3000 Teilnehmer besuchen alljährlich Kurse, Vorträge

und Seminare des Fortbildungsprogramms. Es hat eine Breite,

die ihresgleichen sucht. Großen Raum nimmt seit Gründung

der Akademie im Jahre 2009 das Fachwissen in der Pflege ein.

Mittlerweile enthält der Katalog auch ein umfangreiches

Bildungsprogramm für Ärzte. Ethik, Recht, Kommunikation,

Beratung und vor allem die Persönlichkeitsbildung sind weitere

Gebiete. Die Akademie veranstaltet Kurse für Führungsaufgaben

im Gesundheitswesen, darunter auch ein Führungsseminar

speziell für Oberärzte.

Die Resonanz ist hervorragend. Fast täglich brennt bis spätabends

das Licht in den Räumen in der Hähnlehofstraße 5 in

Weingarten. Tagsüber prägen junge Menschen das Bild. Die

Akademie unterrichtet 380 Schülerinnen und Schüler im theoretischen

Teil ihrer Berufsausbildung. Den praktischen Teil

absolvieren die Auszubildenden an den Kliniken, an denen sie

auch angestellt sind.

Die meisten Auszubildenden streben einen Beruf als Pflegefachkraft

an, entweder in der Gesundheits- und Krankenpflege

oder aber Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Beides sind

dreijährige Ausbildungsgänge. Wer die Pflegeausbildung mit

einem Studium kombinieren will, liegt beim Bachelor Pflege

richtig. Das viereinhalbjährige Studium mit integrierter Ausbildung,

die dann bereits nach drei Jahren abgeschlossen ist,

bietet die Akademie in Kooperation mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten

an. Die einjährige Ausbildung zur Gesundheits-

und Krankenpflegehilfe stellt einen niederschwelligen

Einstieg in die Gesundheitsberufe dar. Neben den

Pflegeberufen werden Operationstechnische Assistenten

(OTA) und Anästhesietechnische Assistenten (ATA) unterrichtet.

Diese Spezialisten sind auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt.

In der Gesundheitsakademie sind die Zukunftsthemen

zu Hause. Wer seine Chancen in den Gesundheitsberufen

sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

www.ga-gesundheitsakademie.de


54

Bildungsregion LANDKREIS RAVENSBURG

Der Anfang einer guten Verbindung

Zoller + Fröhlich GmbH Ausbildung steht bei der Zoller + Fröhlich GmbH mit Sitz in

Wangen im Allgäu ganz weit oben auf der Liste: Das Unternehmen setzt darauf, junge

Menschen bestmöglich auf das Berufsleben vorzubereiten – und im Idealfall auf eine

anschließende Festanstellung im eigenen Haus.

Zoller + Fröhlich gibt es inzwischen seit über 50 Jahren. Die

Firma hat sich vom reinen Elektrotechnik-Unternehmen zu

einem Betrieb mit mehreren Standbeinen gewandelt. Heute

entstehen in Wangen Aderendhülsen, Werkzeuge und Maschinen

für verschiedenste Anwendungen der Kabelkonfektionierung

sowie Produkte in den Bereichen Schaltschrankbau und

Lasermesstechnik. Für Auszubildende und Mitarbeiter bedeutet

das eine große Spannbreite an Möglichkeiten.

Aktuell sind 27 junge Menschen in verschiedenen Bereichen

der Zoller + Fröhlich GmbH in Ausbildung. Das sind die Fachkräfte

von morgen – und qualifizierte Mitarbeiter, die das Unternehmen

bereits in allen Bereichen kennengelernt haben. Sie

können ohne lange Einarbeitungszeiten nahtlos von der Ausbildung

ins Berufsleben wechseln. Möglichst früh versucht die

Zoller + Fröhlich GmbH, die jungen Menschen für das Unternehmen

zu interessieren und Kontakte zu knüpfen. Der eine

Weg führt über Messen und Berufsorientierungstage. Der andere

Weg setzt in den Schulen an, aus denen Jugendliche für

Berufspraktika ins Haus kommen.

Die Wertschätzung für die Mitarbeiter und Auszubildenden ist

im gesamten Unternehmen sehr hoch und gehört zur Philosophie

der Inhaberfamilie. Die Geschwister Christoph und

Cathrin Fröhlich leiten das Unternehmen mit 250 Mitarbeitern

seit dem Jahr 2009 gemeinsam.

„Anerkennung hat derjenige verdient, der das Beste aus sich

herausholt und sich anstrengt, sein Leben zu meistern.“ Dieses

Zitat stammt von Firmengründer Hans Fröhlich, der 2005 den

„Zoller + Fröhlich Preis“ mit ins Leben rief. Der Preis geht jedes

Jahr an vier Schüler, die eine duale Ausbildung erfolgreich

durchlaufen haben. Auch hier nutzt das Unternehmen die

Die Wertschätzung für die Mitarbeiter

und Auszubildenden ist im gesamten

Unternehmen sehr hoch und gehört zur

Philosophie der Inhaberfamilie.


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Bildungsregion

55

Chance, herausragende Schülerinnen und Schüler direkt anzusprechen

und eventuell für eine Zukunft bei Zoller + Fröhlich

zu begeistern. Denn die Förderung der Region durch attraktive

Arbeitsplätze gehört ebenfalls zu den Grundsätzen des Unternehmens.

Damit will Zoller + Fröhlich eine Verbindung zwischen

Hightech und weltweiten Märkten auf der einen und

Menschen und dem Allgäu auf der anderen Seite schaffen. Die

Region, so ist man sich im Unternehmen einig, ist ein attraktiver

Standort für Mitarbeiter und bietet eine große Lebensqualität.

Wenn Jugendliche hier die Chance auf gute Ausbildung

und sichere Arbeitsplätze haben, bleiben sie nach dem Schulabschluss

und stärken die Region.

Wer sich zwischen Studium und Ausbildung nicht entscheiden

kann, profitiert von einem Studium an der Dualen Hochschule

Baden-Württemberg (DHBW). Zoller + Fröhlich arbeitet mit

den Standorten Ravensburg und Friedrichshafen zusammen

und ermöglicht das Studium zum Bachelor of Engineering in

den Bereichen Elektrotechnik oder Maschinenbau sowie zum

Bachelor of Arts im Bereich Industrie oder International Business.

Denn auch im Ausland ist das Unternehmen mit eigenen

Standorten in den USA und Großbritannien vertreten.

Im Leitbild des Unternehmens heißt es: „So haben wir es uns

als Elektrotechnik-Unternehmen von Beginn an zur Aufgabe

gemacht, Innovatives zu fördern, Neues zu entwickeln und

kreative Lösungen zur Reife zu bringen. Innovative Märkte

brauchen kreative Produkte, wobei der Weg an die Spitze oft

unkonventionell ist.“ Doch wie entstehen die Innovationen

eigentlich? Zum einen dadurch, dass viele junge Menschen ins

Unternehmen geholt werden und dann auch Zeit bekommen,

zu tüfteln und neue Lösungen zu entwickeln: Die Innovationskultur

ist im Ausbildungskonzept fest verankert. Zum anderen

dadurch, dass die Ideen aller Mitarbeiter gehört und bewertet

werden.

Zoller + Fröhlich GmbH

Simoniusstraße 22, 88239 Wangen im Allgäu

Tel. +49 7522 9308-0

www. zofre.de | www.zf-laser.com

info@zofre.de | info@zf-laser.com

Die Zoller + Fröhlich GmbH

beschäftigt weltweit mehr als

250 Mitarbeiter


56 Bildungsregion LANDKREIS RAVENSBURG

Ein vertrauensvoller Partner

für Unternehmer und Bewerber

Schmieder GmbH „Dienst und Leistung werden bei uns zusammengeschrieben“, so lautet das

Credo von Anne Schmieder. Das war schon so, als Anne Schmieder 1986 begann, in einem Keller

mit ihrer Schreibmaschine Schreibbänder abzutippen, und ein kleines Schreibbüro gründete.

Ulrike Kemm ist die erste Ansprechpartnerin

beim Personal- und Projektservice

Anne Schmieder, Unternehmensgründerin und

Geschäftsführerin der Schmieder GmbH

Heute finden Firmen bei der Schmieder GmbH unkompliziert

und schnell qualifizierte Mitarbeiter, Bewerber ebenso schnell

einen attraktiven Arbeitsplatz. Seit 2014 unterstützt das Unternehmen

seine Kunden zudem mit dem Kunden-Kontakt-

Center.

Gute Leute in gute Firmen

„Auf der Suche nach einer beruflichen Herausforderung oder

beim Einstieg in die Arbeitswelt – bei uns sind Bewerber immer

richtig“, betont die Unternehmensgründerin und Geschäftsführerin.

„Denn viele Schlüsselpositionen werden heute

gar nicht mehr öffentlich ausgeschrieben“, ergänzt sie. Vor allem

der enge persönliche Kontakt von Anne Schmieder zu den

Geschäftsführern und Vorstandsvorsitzenden ist der Grund

dafür, dass so viele Firmen aus der Region – große Industrieunternehmen

ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen

– auf die Dienste der Schmieder GmbH zurückgreifen

und gut damit fahren.

Die Vorteile einer Bewerbung bei der Schmieder GmbH liegen

auf der Hand – für den Bewerber, aber auch die Unternehmen.

Für die Fachkraft finden die Personaldisponenten im Hause

Schmieder schnell die passende Stelle, wenn sie ihre Bewer-

bungsunterlagen mit offenen Stellen abgleichen. Der Vorteil

für die Unternehmen: Der Personalservice Schmieder stellt

dem Unternehmen eine Auswahl geeigneter Bewerber für eine

Stelle vor, die in ihrer Qualifikation und Persönlichkeit zum

Unternehmen passen. „Qualifiziert, das bedeutet, dass nicht

nur die Zeugnisse stimmen, sondern auch die sozialen Fähigkeiten“,

betont Anne Schmieder. Gemeinsam treffen Kunde

und die Mitarbeiter der Firma Schmieder am Ende die Entscheidung.

Insgesamt vier Personaldisponenten/-innen und

fünf Sachbearbeiter/-innen kümmern sich im Personal- und

Projektservice der Schmieder GmbH mit viel Engagement um

über 300 Unternehmen und rund 1.000 Bewerber.

Vor allem der enge persönliche Kontakt

von Anne Schmieder zu den Geschäftsführern

und Vorstandsvorsitzenden ist der

Grund dafür, dass so viele Unternehmen

aus der Region auf die Dienste ihres

Unternehmens zurückgreifen und gut

damit fahren.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Bildungsregion

57

Der Schwerpunkt der Vermittlungstätigkeit liegt heute im

kaufmännischen Bereich, bei Ingenieuren und Technikern sowie

Führungskräften. Ob Buchhaltung und Controlling, ob

Einkauf und Marketing, ob Export und Logistik, ob Personal,

Sekretariat oder Wirtschaftsingenieurwesen – als kaufmännische

Fachkraft findet sich bei Schmieder immer das Richtige.

Das gute Gespür für die Bedürfnisse der Unternehmen war im

Jahr 2008 Ausgangspunkt für das Projekt „Ingenieure für

Oberschwaben“. Viele Unternehmen suchen qualifizierte Ingenieure,

diese Erfahrung hatte Anne Schmieder gemacht. So lag

es auf der Hand, dass ihr Unternehmen sich des Themas annahm.

„Denn in Oberschwaben gibt es für die Bewerber attraktive

Stellen in namhaften Betrieben in einer Region mit

hoher Lebensqualität“, betont die Geschäftsführerin.

Neben der Arbeitsvermittlung unterstützt die Firma Schmieder

die Kunden auch, wenn kurzfristig ein erhöhter Personalbedarf

besteht oder „Lücken“ im Personal für eine begrenzte Zeit

geschlossen werden müssen. Im Rahmen der Zeitarbeit stellt

die Schmieder GmbH dann die passenden Arbeitskräfte zur

Verfügung. In mehr als 80 Prozent der Fälle wird daraus ein

festes Arbeitsverhältnis.

Die Datenflut in die richtigen Bahnen lenken

Der enge Kontakt zu den Kunden war auch der Anstoß für die

Einrichtung des Kunden-Kontakt-Centers bei der Schmieder

GmbH. Vertrauensvolle und erfolgreiche Geschäftsbeziehungen

basieren heute mehr denn je auf einer engen, freundlichen

und kompetenten Kommunikation mit den Kunden. Immer

öfter stoßen die Unternehmen aber bei der Vielzahl der Anfragen

– ob persönlich, per Telefon und vor allem auch per E-Mail

– an ihre Grenzen. Hier werden nun die engagierten und flexiblen

Schmieder-Mitarbeiter für das Management von Kundenkommunikation

aktiv. Sie unterstützen die Kunden im Online-

Geschäft, nehmen Telefonate entgegen, bearbeiten täglich

rund 2.000 E-Mails und leiten diese an die jeweiligen Ansprechpartner

im Unternehmen weiter. So helfen sie, die Reaktionszeiten

zu verkürzen, und lenken die Datenflut in die

richtigen Bahnen.

Schmieder GmbH

Schussenstraße 14

88273 Fronreute

Tel. + 49 7502 9449-0

Ulrike Klemm: personal@schmiedergmbh.de

Anne Schmieder: schmieder@schmiedergmbh.de

www.schmiedergmbh.de

Unterstützen die Partner beim Kontakt mit dem Kunden: die Mitarbeiterinnen des Kunden-Kontakt-Centers


58 Bildungsregion LANDKREIS RAVENSBURG

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Beste Chancen und Perspektiven

für die Mitarbeiter

Kiesel GmbH Für Schulabgänger ist die Baubranche heute meist nicht die erste

Wahl. Die Firma Kiesel investiert daher mit der Kiesel Akademie gezielt in seine

Mitarbeiter und damit in die eigene Zukunft.

Die Kiesel GmbH ist Systemlösungsanbieter für neue und gebrauchte

Baumaschinen, Umschlagmaschinen und Anbaugeräte.

Über 950 Mitarbeiter arbeiten europaweit für das mittelständische

Familienunternehmen, davon 850 in Deutschland.

Um zukunftsfähig zu sein, muss ein Unternehmen seinen Mitarbeitern

heute mehr bieten als ein angemessenes Gehalt, geregelte

Arbeitszeiten und ausreichend Urlaub. Vor allem umfassende

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten stehen auf

der Wunschliste. Daher gründete man bei Kiesel bereits im

Jahr 2010 die Kiesel Akademie.

Das Konzept der Akademie basiert auf drei Säulen. Eine Säule

ist die fundierte, flächendeckende Ausbildung in ganz Deutschland.

„Die Azubis lernen bei uns genau das, was sie in den

Betrieben später benötigen“, unterstreicht Julia Sabelfeld, Ausbildungsleiterin

bei Kiesel. So werden die technischen Auszubildenden

zentral in einer Berufsschule in Köln-Hürth unterrichtet.

Außerdem gehen schulische Theorie, innerbetrieblicher

Unterricht, praktische Arbeit in Büro und Werkstatt und die

Online-Lernplattform von Kiesel Hand in Hand. Etwa 80 Prozent

der Auszubildenden bei Kiesel lernen Land- und Baumaschinenmechatroniker

oder studieren an der Dualen Hochschule

Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen. Der

Rest durchläuft eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann/frau

oder D.H.-Student für Vertriebsmanagement.

Säule zwei ist die gezielte Weiterbildung im Bereich Technik

und Service, die im Rahmen eines Train-the-Trainer-Konzepts

vor allem „High Potentials“ Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet.

Auch Kaufleute haben bei Kiesel gute Chancen voranzukommen.

Für sie wurde als dritte Säule eigens die Ausbildung zum

Kiesel-Vertriebsspezialisten ins Leben gerufen und von der

IHK zertifiziert.

„Die Kiesel Akademie ist aber nur der erste Schritt, um als herausragende

Arbeitgebermarke wahrgenommen zu werden“,

betont Kathrin Kiesel, Leiterin der Akademie. Aktuell entsteht

daher die Kiesel Welt, ein 50.000 qm großes Areal mit Musterbaustellen,

Test- und Trainingsgelände und einem modernen

Ausstellungs- und Trainingsgebäude.

Kiesel GmbH

Baindter Straße 29, 88255 Baienfurt / Ravensburg

Tel. +49 751 5004-0

info@kiesel.net

www.kiesel.net


LANDKREIS RAVENSBURG

Bildungsregion

59


Standortfaktor Hochschulen

Der Landkreis Ravensburg verfügt mit der Hochschule Ravensburg-

Weingarten, der Pädagogischen Hochschule Weingarten, der Dualen

Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg und der privatwirtschaftlich

geführten Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie

Isny über hervorragende tertiäre Bildungseinrichtungen. Die hier

aus- und weitergebildeten jungen Menschen bleiben der Region

oftmals treu, sie schätzen ihre Vorzüge und finden einen entspannten

Arbeitsmarkt mit qualifizierten Stellen vor.


60 Bildungsregion LANDKREIS RAVENSBURG

Berufliche Weiterbildung

Fachschule für Landwirtschaft

Die Fachschule für Landwirtschaft des Landratsamtes versteht sich als Unternehmerschule

und vermittelt entsprechende Fähigkeiten und Kenntnisse. Sie ist unterteilt in die Fachrichtungen

Landbau am Standort in Ravensburg und Hauswirtschaft an den Standorten in Bad

Waldsee und Leutkirch im Allgäu.

Fachrichtung Landbau

Die an der Fachschule vermittelten beruflichen Qualifikationen

orientieren sich eng an den Erfordernissen der beruflichen

Praxis. In drei Winter- und zwei Sommerhalbjahren werden

die Studierenden auf ihre Tätigkeit als Unternehmer und Betriebsleiter

vorbereitet. Der erfolgreiche Fachschulbesuch

führt zum Berufsabschluss „staatlich geprüfte Wirtschafterin

oder staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“ und ist mit

Voraussetzung für eine einzelbetriebliche Investitionsförderung.

Der Unterricht erfolgt in enger Verzahnung mit der Vorbereitung

auf die Meisterprüfung.

Voraussetzung für die Aufnahme ist der Abschluss im Ausbildungsberuf

Landwirt. Darüber hinaus werden in die Fachschule

auch so genannte Quereinsteiger aufgenommen, die einen

nichtlandwirtschaftlichen Beruf erlernt haben und

dennoch beabsichtigen, künftig einen landwirtschaftlichen

Betrieb zu führen. Quereinsteiger müssen eine entsprechende

Berufstätigkeit in der Landwirtschaft nachweisen.

Der Einzugsbereich der Fachschule umfasst den Landkreis Ravensburg

und reicht darüber hinaus bis nach Bayern, in den

Bodenseekreis und einen Teil des Landkreises Sigmaringen.

Im Regierungsbezirk Tübingen gibt es für die Fachrichtung

Landbau neben Ravensburg noch einen weiteren Standort in

Biberach sowie eine Technikerschule für Landwirte (Vollzeit)

in Sigmaringen. Landesweit sind insgesamt sieben landwirtschaftliche

Fachschulen vorhanden.

die Studierenden innerhalb von zwei Jahren den Meisterbrief

erwerben können. Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft

sind in Altenpflegeheimen, Tagungshäusern, Einrichtungen

für Kinder und Jugendliche oder Menschen mit Handicap,

in Kurklinken, in der Gastronomie und Hotellerie oder in

gehobenen Privathaushalten in verantwortlichen und leitenden

Positionen in der Hauswirtschaft tätig.

Zulassungsvoraussetzungen sind die Berufsabschlussprüfung

in der Hauswirtschaft oder in einem anderen verwandten Beruf

sowie der Nachweis von einschlägiger Berufserfahrung.

Der Unterricht erfolgt als Teilzeit-Ausbildung mit zwei Schultagen

pro Woche, die Ausbildung ist also berufsbegleitend

möglich. Die Unterrichtsfächer sind Unternehmensführung

und Betriebswirtschaftslehre, Hauswirtschaftliche Versorgungs-

und Betreuungsleistungen, Betriebliche Kommunikation

und Einkommenskombinationen. Für die Meisterprüfung

kommt noch das Fach „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“

dazu.

www.rv.de/

fachschule-landwirtschaft

Fachrichtung Hauswirtschaft

Die Fachschule mit der Fachrichtung Hauswirtschaft führt zur

Berufsabschlussprüfung „staatlich geprüfte/-r Wirtschafter/-in

der Hauswirtschaft“. Damit eng verzahnt schließt sich die Vorbereitung

zur Meisterprüfung in der Hauswirtschaft an, sodass


LANDKREIS RAVENSBURG

Bildungsregion

61

Sonderpädagogische

Bildungs- und Beratungszentren

Geistig behinderte Kinder mit ihren besonderen Lernvoraussetzungen sollten so früh wie

möglich sonderpädagogisch gefördert werden. Kompetente Gesprächspartner können hier

den betroffenen Eltern in ihrer schwierigen Situation eine wichtige Hilfe sein.

Die beiden Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren

(Schulen für Geistigbehinderte) des Landkreises, die

Martinusschule in Ravensburg und die Albert-Schweitzer-

Schule in Kißlegg, sind solche Partner im Landkreis Ravensburg.

Insgesamt werden hier rund 200 Kinder und Jugendliche

betreut.

Die Schulen bieten Beratungsstellen für Frühförderung an,

die sich um behinderte und entwicklungsverzögerte Kinder

bis zu sechs Jahren kümmern, und arbeiten mit Fachärzten,

Universitätskliniken und anderen Spezialeinrichtungen

zusammen. Werden behinderte oder von einer Behinderung

bedrohte Kinder in allgemeine Kindergärten aufgenommen,

werden sie auf Wunsch sonderpädagogisch begleitet. Der

Schulkindergarten wird von entwicklungsverzögerten und

geistig behinderten Kindern ab dem dritten Lebensjahr

besucht. Dort werden sie in kleinen Gruppen spielerisch in

allen Bereichen ihrer Persönlichkeit gefördert.

Mit dem sechsten Lebensjahr beginnt für jedes Kind die

Schulpflicht, die in der Schule für Geistigbehinderte jeweils

drei Jahre für den Besuch der Unter-, Mittel- und Oberstufe

vorsieht. Im Anschluss daran besuchen die Jugendlichen

mindestens drei Jahre die so genannte Werkstufe. Dort

werden sie auf das Leben als Erwachsene und die Arbeitswelt

vorbereitet.

Meistens nehmen die Entlassungsschüler dann das Angebot

auf Beschäftigung in einer der zahlreichen Werkstätten für

Behinderte in der Region an. Soweit es die Fertigkeiten

erlauben, wird in Zusammenarbeit mit Fachdiensten und

der Agentur für Arbeit versucht, sie in den allgemeinen

Arbeitsmarkt einzugliedern.

Beide Schulen stellen sich der Herausforderung, Kinder mit

und ohne Behinderung gemeinsam zu unterrichten. Eine

enge Zusammenarbeit mit Nachbarschulen, Therapeuten,

ärztlichen Diensten, Freizeiteinrichtungen der Lebenshilfe,

Die Martinusschule in Ravensburg

und die Albert-Schweitzer-

Schule in Kißlegg stellen sich

der Herausforderung, Kinder mit

und ohne Behinderung gemeinsam

zu unterrichten.

Werkstätten und Wohnheimen, Integrationsfachdienst,

Beratungsstellen, Gesundheitsamt und Jugendamt, aber auch

mit Ausbildungsstellen für unterschiedliche pädagogische

Berufe sowie Fortbildungseinrichtungen gestalten das

Schulleben lebendig und lassen die Kinder gebender und

nehmender Teil einer allgemeinen pädagogischen Bemühung

und Entwicklung sein.

www.http://martinusschule-rv.de

www.ass-kisslegg.schule


62 Bildungsregion LANDKREIS RAVENSBURG

Medienzentrum des Landkreises

Medien und mehr

In unserer digitalisierten Zeit haben die audio-visuellen Medien eine wichtige bildungs- und

gesellschaftspolitische Bedeutung. Auf diese sich ständig verändernden Anforderungen

stellt sich auch das Kreismedienzentrum Ravensburg immer wieder aufs Neue ein.

Vor allem die digitale Medientechnik steht heute im Mittelpunkt

der Kompetenz des Kreismedienzentrums. Das Dienstleistungsangebot

gilt nicht nur für Schulen, sondern auch für

Vereine und Organisationen der Bildungsarbeit. Neben Videos,

DVDs und audiovisueller Schulsoftware können auch die dazu

notwendigen Geräte ausgeliehen werden.

Das Kreismedienzentrum hilft bei der Planung und Durchführung

von Medienprojekten. Es hat eine gut ausgestattete Werkstatt

mit Multimedia-Rechner für Tonaufnahmen, Bildbearbeitung,

Bildschnitt und vielem mehr. Das Scannen von

erhaltenswerten Dias und die anschließende digitale Archivierung

gehören zum weiteren Angebot. In wöchentlichen Fortbildungen,

Workshops und Projekten bietet das Kreismedienzentrum

eine breite Palette von mediendidaktischen Themen an.

Ein Unterrichtsschwerpunkt ist die Nutzung von Software und

Internet im Unterricht.

Einen weiteren zentralen Schwerpunkt bildet die Unterstützung

durch einen Schulnetzberater am Kreismedienzentrum Ravensburg.

Er unterstützt Schulen und Schulträger aller Schularten im

Landkreis zu Fragen der Medienentwicklungsplanung, der Neueinrichtung

und Konfiguration von Schulnetzwerken sowie des

Umbaus vorhandener pädagogischer Schulnetze.

Im Wissen, dass Medienverleih ohne Medienpädagogik nicht

zukunftsfähig ist, wurde ein deutlicher Schwerpunkt auf die Arbeit

mit den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern gelegt.

Eine Vielzahl von erfolgreichen Unterrichtsprojekten an

Schulen im Landkreis zeigt die Notwendigkeit der Arbeit in einer

von Medien geprägten Welt.

www.kreismedienzentrum.de

Medienvielfalt

Das Kreismedienzentrum hilft bei

der Planung und Durchführung von

Medienprojekten. Es hat eine gut

ausgestattete Werkstatt mit Multimedia-Rechner

für Tonaufnahmen,

Bildbearbeitung und vielem

mehr.


LANDKREIS RAVENSBURG

Energie und Klimaschutz

63

Das Modell der Ravensburger Energieagentur gilt landesweit als vorbildlich

in Sachen Energie- und Klimaschutz. Die Dienstleistungen der

Energieagenturen gehen weit über die Energieberatung hinaus: So

bietet die Energieagentur Fortbildungen und Informationsveranstaltungen

an und führt Schulprojekte durch, um Schüler früh für Themen wie

Umweltschutz und Energiesparen zu interessieren.


64 Energie und Klimaschutz LANDKREIS RAVENSBURG

Energieagentur Ravensburg

Unabhängig und kompetent

Die Energieagentur Ravensburg hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1999 rasend schnell zu

einer festen Institution weit über die Landkreisgrenzen hinweg entwickelt. Sie berät private

Haushalte, Kommunen und Gewerbebetriebe hinsichtlich ihrer Energie- und CO 2

-Einsparmöglichkeiten

an bestehenden Gebäuden und Neubauten. Die Beratung verläuft unabhängig,

neutral und gewerksübergreifend.

Acht Gesellschafter aus Kommunalpolitik und Wirtschaft

schlossen sich im Jahr 1999 im Landkreis Ravensburg zusammen,

um die Energieagentur aus der Taufe zu heben: der Landkreis

Ravensburg, die Städte Ravensburg und Weingarten, die

Technischen Werke Schussental, die EnBW, die Kreishandwerkerschaft

Ravensburg, der BUND und die Thüga; Sponsor der

gemeinnützigen Einrichtung ist die Kreissparkasse Ravensburg.

Der Gedanke dahinter war, eine Brücke zu schaffen zwischen

Ökologie und wirtschaftlicher Stärkung der Region.

Heute unterhält die Energieagentur Ravensburg als einzige

Energieagentur in Baden-Württemberg 35 Beratungsstellen in

den örtlichen Gemeinden. Wie erfolgreich das Konzept der

Energieagentur ist, belegen auch folgende Zahlen: In den vergangenen

Jahren wurden die Energieagenturen Biberach, Bodenseekreis

und Sigmaringen gegründet sowie 35 Beratungsaußenstellen

in vier Landkreisen eröffnet. Seit der Gründung

der Energieagentur Sigmaringen im Jahr 2007 steht die Energieagentur

Ravensburg damit rund 810.000 Einwohnern mit

unabhängiger und kostenloser Energieberatung zur Seite. Das

Modell der Ravensburger Energieagentur gilt landesweit als

vorbildlich in Sachen Energie- und Klimaschutz.

Die Dienstleistungen der Energieagenturen gehen jedoch weit

über die Energieberatung hinaus: Sie beinhalten unter anderem

die Koordination kommunaler oder staatlicher Bestrebungen

bezogen auf effektive Energienutzung sowie Auskünfte

über aktuelle Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten bei

Investitionen im Bereich der Energieeinsparung. Außerdem

bietet die Energieagentur Fortbildungen und Informationsveranstaltungen

an und führt Schulprojekte durch. Im Rahmen

des europäischen Qualitäts- und Zertifizierungssystems European

Energy Award betreut die Energieagentur zudem 51 Städte

und Gemeinden sowie vier Landkreise, darunter auch den

Landkreis Ravensburg, der im Jahr 2016 bereits zum zweiten

Mal als bester Landkreis in Süddeutschland mit dem European

Energy Award in Gold ausgezeichnet worden ist.

Einstieg in die Gewerbeberatung

Alleine beim Gebäudebestand lassen sich im Landkreis

Ravensburg durch energetische Sanierungsmaßnahmen

mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden Wärme einsparen

Seit sieben Jahren werden jährlich landkreisweite Energiewirtschaftsforen

veranstaltet, um Unternehmen im Bereich der

Energieeffizienz zu informieren und motivieren. Außerdem

wurden mehrere Unternehmer-Energieeffizienz-Netzwerke

gegründet sowie die von der EU und dem Land geforderte

Kompetenzstelle Energieeffizienz für Unternehmer neu bei der

Energieagentur eingerichtet.

Zahlreiche europäische, Bundes- und Landesmittel flossen

durch die Unterstützung der Energieagentur in den Landkreis


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LANDKREIS RAVENSBURG

Energie und Klimaschutz

65

Start der gemeinsamen Heizungspumpenaktion der Städte

Ravensburg und Weingarten sowie der Gemeinden Baienfurt,

Baindt und Berg im Rahmen der gemeinsamen Erklärung zum

CO 2

-neutralen Schussental im Jahr 2012

1. „Fifty-Fifty-Projekt“ des Gymnasiums Bad Waldsee.

Im Jahr 2016 konnten dadurch im Gymnasium 3.500 Euro

Energiekosten eingespart werden, die Hälfte davon erhielten

die Schüler für ihr Projekt.

Seinen Ursprung findet der nun landkreisübergreifende Klimaschutzmasterplan im

Landkreis Ravensburg. Hier hat die Energieagentur erstmals für den Landkreis eine

Klimaschutzstrategie entwickelt. Im Zuge dieser Klimastrategie des Landkreises

Ravensburg wurde 2015 von der Energieagentur Ravensburg ein Energie- und Klimaschutzkonzept

mit einer Maßnahmenplanung bis 2050 zur Umsetzung der energieund

klimapolitischen Klimaziele erstellt.

Ravensburg, von denen Kommunen und Unternehmen profitieren

– sichtbar in vielen herausragenden Projekten.

Die Energieagentur verfolgt laufend die Entwicklungen auf

dem Markt der erneuerbaren Energien und erhebt die Daten

von regenerativ erzeugtem Strom in den betreuten Landkreisen.

Diese Erhebungen bringen aufschlussreiche Informationen.

Ein Beispiel: Der Landkreis Ravensburg deckt inzwischen

rund 35 Prozent seines Strombedarfs über regenerative

Energien ab.

Klimaschutzmasterplan als

Infrastrukturplanungsinstrument

Im Zeitalter sich ständig ändernder Gesetze, neuer Technologien

und Förderprogramme wachsen die Anforderungen an

die Kommunen und die Energieversorger. Deshalb wurde die

Energieagentur Ravensburg vom Zweckverband Oberschwäbische

Elektrizitätswerke (OEW) im Jahr 2016 mit der Entwicklung

eines „digitalen und fortschreibbaren“ landkreisübergreifenden

Klimaschutzmasterplans für alle neun

OEW-Landkreise – den Alb-Donau-Kreis, den Bodenseekreis,

den Zollernalbkreis sowie die Kreise Biberach, Freudenstadt,

Ravensburg, Reutlingen, Rottweil und Sigmaringen

– beauftragt.

Bereits im Jahr 2013 wurde die Energieagentur Ravensburg damit

betraut zu untersuchen, ob die Energiewende in der OEW-

Region überhaupt machbar ist. Zeitgleich wurde auch ein

Energie-und Klimaschutzkonzept von der Energieagentur für

diese Region erstellt.

Im Klimaschutzmasterplan sind kreisübergreifende Energieströme,

industrielle Abwärmepotenziale, erneuerbare Ener-


66 Energie und Klimaschutz LANDKREIS RAVENSBURG

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Fußballmädchen des FV Bad Waldsee wurden durch die Energieagentur zu den ersten

„Junior-Klimaschutzmanagerinnen im Sportverein“ in der Region Oberschwaben ausgebildet

gien-Potenziale, Gewerbegebiete und deren Erweiterungen,

Wohnraumerweiterungen, Breitbandausbau, energierelevante

Landkreisliegenschaften und Leuchtturmprojekte der einzelnen

Landkreise enthalten. Er kann zudem jederzeit mit Mobilitätsdaten

zur Umsetzung der Verkehrswende ausgebaut werden.

„Der Klimaschutzmasterplan ist ein Infrastrukturplaner,

den es in dieser Form in Deutschland bisher noch nicht gibt“,

betont Walter Goppel, Geschäftsführer der Energieagentur

Ravensburg und Leiter dieses Projektes. „Der Klimaschutzmasterplan

zeigt Schnittstellen zu den einzelnen Städten und

Gemeinden auf und ist ein gutes Werkzeug für deren Stadt-,

Gemeinde- bzw. Quartiersentwicklungen“, erläutert er.

Die ersten Verknüpfungen mit den Quartierskonzepten gibt es

bereits in den Städten Bad Waldsee, Bad Wurzach und der Gemeinde

Bodnegg. Bis Mitte 2019 wird der Klimaschutzmasterplan

voraussichtlich fertiggestellt sein und kann dann „auf

Knopfdruck“ fortgeschrieben werden.

Ravensburg ein Energie- und Klimaschutzkonzept mit einer

Maßnahmenplanung bis 2050 zur Umsetzung der energie- und

klimapolitischen Klimaziele erstellt. Vom Kreistag wurde die

Maßnahmenplanung zur Umsetzung der Energieeffizienzsteigerung

und des erneuerbaren Energien-Anteils der Landkreisliegenschaften,

der Ausbau der Radwege- und Elektroladeinfrastruktur,

der ÖPNV-Optimierung, usw. beschlossen und

wird jährlich fortgeschrieben. Somit ist der Landkreis Ravensburg

in Sachen Energie- und Klimawende wieder einmal bundesweit

Vorbild. Und da Klimaschutz und Energiewende nicht

an der Kreisgrenze aufhören, lag es gewissermaßen auf der

Hand, den Masterplan auf jene neun Landkreise, die dem

Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke angehören,

auszuweiten.

Klimaschutz und Energiewende enden nicht

an der Kreisgrenze

Seinen Ursprung findet der nun landkreisübergreifende

Klimaschutzmasterplan im Landkreis Ravensburg. Hier hat

die Energieagentur erstmals für den Landkreis eine Klimaschutzstrategie

entwickelt. Im Zuge dieser Klimastrategie des

Landkreises Ravensburg wurde 2015 von der Energieagentur

Energieagentur Ravensburg gGmH

Zeppelinstraße 16, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 764707-0

info@energieagentur-ravensburg.de

www.energieagentur-ravensburg.de

Ravensburg


LANDKREIS RAVENSBURG

Energie und Klimaschutz

67

Leitstern Energieeffizienz

Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit

Die vorbildlichen Ergebnisse im Energie- und Klimaschutz brachten dem Landkreis Ravensburg

im Jahr 2016 neben der Rezertifizierung des European Energy Awards in Gold auch die

Auszeichnung „Leitstern Energieeffizienz Baden-Württemberg“ ein.

Als neuem Teilnehmer im Wettbewerb gelang es dem Landkreis

Ravensburg auf Anhieb, den ersten Platz von insgesamt 27

teilnehmenden Landkreisen zu erreichen. Mit diesem Preis

zeichnet das baden-württembergische Ministerium für Umwelt,

Klima und Energiewirtschaft Stadt- und Landkreise für

besondere Anstrengungen und Erfolge in den Sektoren Wärme,

Strom und Verkehr aus. Der Wettbewerb wurde im Jahr 2014

vom Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung

initiiert, in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Landesverbänden

entwickelt und im Auftrag des Umweltministeriums

vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung

Baden-Württemberg (ZSW) umgesetzt.

Das beste Ergebnis erzielte der Landkreis Ravensburg vor allem

aufgrund seiner vorhandenen Konzepte zu Energie- und

Klimaschutz und zum Radwegenetz. Auch das Energiemanagement

des Landkreises wurde belohnt, das jährliche Energieberichte,

ein monatliches Energie-Controlling für die eigenen

Liegenschaften sowie regelmäßige Schulungen umfasst.

Eine wichtige Funktion hat in diesem Zusammenhang die

Energieagentur Ravensburg, die kostenlose und objektive

Energieberatungen für private Haushalte, Unternehmen und

Kommunen anbietet.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs dienen allen Teilnehmern als

Diskussionsgrundlage und Anregungen auf dem Weg zu größerer

Energieeffizienz. Stadt- und Landkreise sollen darin bestärkt

werden, bestehende Aktivitäten in diesem Bereich weiterzuführen

und neue Projekte anzustoßen.

ausgezeichnet

Die vorbildlichen Ergebnisse

im Energie- und Klimaschutz

brachten dem Landkreis

Ravensburg auch die Auszeichnung

„Leitstern Energieeffizienz

Baden-Württemberg“

ein.


68 Energie und Klimaschutz LANDKREIS RAVENSBURG

European Energy Award

Klimaschutzmanagement im Landkreis

Der Landkreis Ravensburg erhielt 2016 mit 81,2 von 100 möglichen Punkten den „European

Energy Award (eea)“ in Gold und wurde damit als bester Landkreis in Baden-Württemberg

erfolgreich zertifiziert.

Das Forum European Energy Award e. V. zeichnet Landkreise,

Städte und Gemeinden für herausragende Aktivitäten und

Maßnahmen in der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik

aus. Bundesweit nehmen 34 Landkreise am European

Energy Award teil. Mit den bemerkenswerten 81,2 Prozentpunkten

erhielt der Landkreis beim internationalen Energieund

Klimaschutzwettbewerb nicht nur die Goldauszeichnung,

sondern landete deutschlandweit auf dem 2. Platz.

Bereits 2008 trat der Landkreis Ravensburg dem Qualifizierungsprozess

des European Energy Award bei und nahm somit

als einer der ersten Landkreise in Deutschland das europaweite

Energie- und Klimaschutzmanagement in Angriff. Seitdem

wurden die Ergebnisse kontinuierlich verbessert. Bei der ersten

Zertifizierung 2010 startete der Landkreis mit einer Erfüllungsquote

von 72 Prozent, im Jahr 2012 erfolgte mit 79,4 Prozent

bereits die Gold-Zertifizierung, die im Jahr 2016 trotz

verschärfter Bewertungskriterien erneut übertroffen wurde.

Damit erreicht der Landkreis Ravensburg im Bereich Energieeffizienz

und Klimaschutz sowohl in Baden-Württemberg als

auch im bundesweiten Vergleich ein Spitzenergebnis. Eine weitere

Besonderheit ist, dass 22 der insgesamt 39 Städte und Gemeinden

im Landkreis Ravensburg selbst am eea teilnehmen

und zertifiziert (darunter fünf mit der eea-Gold-Auszeichnung)

sind. Somit ist der Landkreis Ravensburg der Landkreis

mit der größten eea-Teilnahme Deutschlands.

Die einzelnen Maßnahmen, die während eines Audits vom Forum

European Energy Award e. V. bewertet werden, lassen sich

in die folgenden sechs Handlungsfelder eingliedern:

• Entwicklungsplanung und Raumordnung

• Kommunale Gebäude und Anlagen

• Versorgung und Entsorgung

• Mobilität

• Interne Organisation

• Kommunikation und Kooperation

Die Handlungsfelder entsprechen dem Aufbau eines energiepolitischen

Arbeitsprogramms und wurden vom Landkreis

Ravensburg auch in das 2015 von der Kreisverwaltung ausgearbeitete

und vom Kreistag verabschiedete Energie- und Klimaschutzkonzept

übernommen. Insbesondere mit diesem

Konzept und mit dem Radwegenetzkonzept konnte der Landkreis

Ravensburg bei der aktuellen Gold-Zertifizierung punkten.

Des Weiteren wurde eine SWOT-Analyse* für den Landkreis

erstellt, um Stärken und Schwächen in den Bereichen

Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiewende

aufzuzeigen.

Das im Zuge des European Energy Awards entstandene Leitbild

des Landkreises Ravensburg zielt darauf ab, die aktuellen

Klimaschutzziele der Bundesregierung und des Landes Baden-

Württemberg zu übertreffen: Bis zum Jahr 2050 soll der Strom

im Landkreis nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien

abgedeckt und dadurch die Treibhausgasemissionen um 80 bis

95 Prozent reduziert werden. Bereits jetzt konnten die Treibhausgasemissionen

im Landkreis Ravensburg gegenüber dem

Jahr 1995 um mehr als 20 % und im Industriebereich sogar um

rund 35 % verringert werden. Dies ist der höchste Wert in ganz

Baden-Württemberg, und darauf darf der Landkreis zu Recht

stolz sein.

Erfolgreiches Klimaschutzmanagement

Das Klimaschutzkonzept des

Landkreises sieht vor, dass bis

2022 knapp die Hälfte und bis

2050 bis zu 100 Prozent des

Strombedarfs im Kreis aus

regenerativen Energien

gedeckt werden.

Um diesen Zielen gerecht zu werden, bedarf es eines erfolgreichen

Energie- und Klimaschutzmanagements, das Bedarfe erkennt

und Verbesserungsmaßnahmen umsetzt. Der Landkreis

Ravensburg beschäftigt daher seit Dezember 2016 eine Klimaschutzmanagerin,

welche das vom Kreistag im Jahr 2015 beschlossene

Energie- und Klimaschutzkonzept sowie die darin

enthaltenen Maßnahmen begleitet. Beispielhaft seien hier der

weitere Ausbau des Radwegenetzes oder das Mobilitätsmarketing

genannt.


LANDKREIS RAVENSBURG

Energie und Klimaschutz

69

Ausblick

Klimaschutz und Energiewende hört nicht an den Kreisgrenzen auf.

Die Energieagentur erstellt bis 2019 einen digitalen landkreisübergreifenden

Klimaschutzmasterplan für alle neun OEW-Landkreise, in

dem Energieströme, industrielle Abwärmepotenziale, erneuerbare

Energien-Potenziale, Gewerbegebiete, Wohnraumerweiterungen,

Breitbandausbau, eea-Indikatoren der einzelnen Handlungsfelder

usw. abgebildet werden. Der Klimaschutzmasterplan zeigt Schnittstellen

zu den Städten und Gemeinden auf und ist ein gutes Werkzeug für

deren Stadt-, Gemeinde- bzw. Quartiersentwicklungen.

*Die SWOT-Analyse ist ein Instrument der strategischen Planung.

SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen),

Opportunities (Chancen) und Threats (Bedrohungen).

Gold-

Zertifizierung

Mit dem Energie- und Klimaschutzkonzept

und mit dem Radwegenetzkonzept

sowie den Aktivitäten der

Energieagentur konnte der

Landkreis bei der aktuellen Gold-

Zertifizierung punkten.


70 Energie und Klimaschutz LANDKREIS RAVENSBURG

Mehr Energieeffizienz im Interesse

von Unternehmen und Umwelt

Kompetenzstelle Energieeffizienz Bodensee-Oberschwaben Die Regionalen Kompetenzstellen

Energieeffizienz (KEFF) unterstützen vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei, Energieeffizienzmaßnahmen

erfolgreich umzusetzen – zum Vorteil für die Unternehmen und die Umwelt.

Der KEFF-Fachmann berät beim Vor-Ort-Check über individuelle Energieeinsparmöglichkeiten beziehungsweise

Optimierungen von Anlagen und Maschinen sowie des gesamten Energieverbrauchs

Landesweit informieren und unterstützen zwölf Kompetenzstellen

im Netzwerk Energieeffizienz (KEFF) kleine und mittlere

Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung

dabei, Potenziale für Energieeffizienz und Kostensenkung

zu identifizieren und Energieeffizienzmaßnahmen erfolgreich

umzusetzen. Hierfür stehen Effizienzmoderatoren den Unternehmen

beiseite: vom ersten Gespräch über die Vermittlung

eines fachspezifischen Energieberaters, hin zur Umsetzung

durch Fachexperten im Unternehmen bis zur Feststellung der

konkreten Effizienzerfolge. Die KEFF-Angebote sind unverbindlich

und kostenfrei.

Die KEFF-Region Bodensee-Oberschwaben erstreckt sich

über die Landkreise Ravensburg, Sigmaringen sowie den Bodenseekreis.

Standort der KEFF-Stelle Bodensee-Oberschwaben

ist bei der Energieagentur Ravensburg. KEFF bietet folgende

kostenfreien Leistungen insbesondere für kleine und

mittelständische Unternehmen aller Branchen:

• Durchführung eines Vor-Ort-KEFF-Checks im Unternehmen

• Individuelle Vor-Ort-Gespräche mit Beratungen zu Energieeffizienzpotenzialen

in den Betrieben

• Information über aktuelle Förderprogramme

• Unterstützung bei der Einbindung in Unternehmensnetzwerke

• Organisation von Fachveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten

Die regionalen Kompetenzstellen Netzwerk Energieeffi zienz

(KEFF) werden durch Mittel des Umweltministeriums Baden-

Württemberg sowie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

(www.efre-bw.de) gefördert. Die Koordination des

Netzwerks und die Betreuung der zentralen Informationsplattform

www.keff-bw.de liegt bei der Umwelttechnik Baden-

Württemberg.

KEFF-Check – Worum geht es dabei?

Das Angebot richtet sich vor allem an kleine und mittlere

Unternehmen, die noch keine gesetzliche Verpflichtung zur

Steigerung ihrer Energieeffizienz haben. Das Ziel ist es, gemeinsam

mit dem jeweiligen Unternehmen energetische

Schwachstellen und somit Effizienz- und Kostensenkungspotenziale

zu identifizieren und Wege der Umsetzung zu skizzieren.

Der Blick hinter die Kulissen zeigt meist, dass hier bedeutende

Potenziale schlummern und Effizienzsteigerungen

möglich sind.

Mit dem kostenlosen KEFF-Check werden folgende Themengebiete

der Energieeffizienz erfasst:

• Betriebliches Energiemanagement

• Produktionsprozesse im Betrieb

• Gebäudehülle


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LANDKREIS RAVENSBURG

Energie und Klimaschutz

71

• Technische Gebäudeausrüstung

• Querschnittstechnologien wie Pumpen, Druckluftkompressoren,

elektrische Antriebe, etc.)

Darüber hinaus bietet KEFF Informationen und Zugänge zu

hochwertigen und individuellen Energieberatungsangeboten.

Diese, zum Unternehmen passenden Experten, führen dann

eine detaillierte Analyse des energetischen Ist-Zustandes

durch, um spezifische Energieeffizienzmaßnahmen empfehlen

zu können. Gerne begleitet die Kompetenzstelle Energieeffizienz

diesen Prozess auf Wunsch von außen ebenfalls mit.

Unter dem Strich profitieren die Unternehmen auf zwei Ebenen.

Einerseits lassen sich durch umgesetzte Energieeffizienzmaßnahmen

zum Teil beträchtliche Energiekosten einsparen.

Dadurch kann der Gewinn steigen oder mindestens die Wettbewerbsfähigkeit

und Marktposition verbessert werden. Andererseits

unterstützt die verbesserte Energieeffizienz in der Region

die Energiewende und Erreichung der Klimaschutzziele

– wovon jeder Einzelne profitiert.

Der Effizienzmoderator für die Region Bodensee-Oberschwaben

steht als Ansprechpartner bei der Energieagentur Ravensburg

zur Verfügung und berät die Unternehmen zum Beispiel

im Rahmen eines kostenlosen und unverbindlichen KEFF-

CHECK.

Das Angebot richtet sich vor allem an kleine

und mittlere Unternehmen, die noch keine

gesetzliche Verpflichtung zur Steigerung ihrer

Energieeffizienz haben. Das Ziel ist, Effizienzund

Kostensenkungspotenziale zu identifizieren

und Wege der Umsetzung zu skizzieren.

Gefördert durch

Kompetenzstelle Energieeffizienz Bodensee-Oberschwaben

c/o Energieagentur Ravensburg gGmbH

Zeppelinstraße 16, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 76470-70

bodensee-oberschwaben@keff-bw.de

www.keff-bw.de

Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie, wie Photovoltaik-Anlagen, sind bei Unternehmen gut

sichtbar, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz wie LED-Beleuchtung, effiziente

Kälteanlagen oder Wärmerückgewinnung meist nicht


72 Energie und Klimaschutz LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Starker Partner

vor Ort

Thüga Energienetze GmbH Sicher, sauber, zuverlässig und unsichtbar – so soll Energieversorgung

sein. Daher ist ein verlässlicher Energieversorger vor Ort unverzichtbar. Die Thüga

Energienetze GmbH ist beides: starker, überregional verbundener Partner und Experte vor Ort.

„Gerade weil wir in der Region präsent sind und die Gegebenheiten

kennen, können wir schnell und präzise reagieren“, betont

Markus Gute, Geschäftsführer der Thüga Energienetze

GmbH. Die Thüga Energienetze GmbH hat als starker Partner

der Kommunen im Netzwerk der Thüga-Gruppe die Region

Allgäu-Oberschwaben vernetzt und weit über 100 Ortsnetze

aufgebaut. Mit großem Know-how und Fingerspitzengefühl

sorgt sie seit Jahren für möglichst geringe optische Beeinträchtigungen

durch die Energieversorgung und so für den Schutz

des einzigartigen Landschaftsbildes. Wichtigstes Ziel der

Thüga Energienetze GmbH ist eine sichere Energieversorgung.

Von einer hochmodernen Leitstelle aus sind alle Leitungen

und Stationen rund um die Uhr im Blick. Unabhängige Prüfer

haben den Erdgas- und Stromnetzen der Thüga Energienetze

GmbH wiederholt das TSM-Zertifikat erteilt – mit Bestnoten

in allen Bereichen.

„Durch unsere enge Zusammenarbeit mit den Kommunen

fällt es uns leicht, gemeinsam einen optimalen Versorgungsauftrag

zu gestalten“, so Markus Mischke, Kommunalmanager

der Thüga Energienetze GmbH. Dabei profitiert das Unternehmen

von der Einbindung in Deutschlands größtes kommunales

Netzwerk von Energieversorgern. Als 100-prozentige Tochter

der Thüga AG herrscht ein ständiger Erfahrungsaustausch

mit Experten des gesamten Versorgungspektrums: Gas-, Wär-

me-, Strom-, Wasser- und Datentransport. Mit Erfahrung,

Know-how und der Einbindung in das Thüga-Netzwerk meistert

sie auch außergewöhnliche Großprojekte souverän, z. B.

die Erdgasversorgung des Center Parcs Park Allgäu mit einer

Zuleitungslänge von 4.800 Metern.

Besonders am Herzen liegt der Thüga Energienetze GmbH ein

verantwortungsvoller Umgang mit regenerativen Energien.

„Es wird nur dann eine gute Energiewende, wenn der Mix aus

Wind-, Solar- und Wasserenergie stimmt“, so Markus Mischke.

Als starker Partner will und wird die Thüga Energienetze

GmbH die Zukunft des Landkreises Ravensburg verantwortungsvoll

mitgestalten und sich für eine erfolgreiche Energiewende

stark machen.

Thüga Energienetze GmbH

Beim Ried 7, 88339 Bad Waldsee

Tel. + 49 7524 9781-0

info@thuega-netze.de

www.thuega-energienetze.de


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LANDKREIS RAVENSBURG

Energie und Klimaschutz

73

Energiewende auf der Straße:

EnBW treibt die Elektromobilität voran

EnBW Energie Baden-Württemberg AG Beim Klimaschutz setzt Deutschland stark auf

erneuerbare Energien, aber auch das Fahren mit Elektroantrieb leistet einen wichtigen

Beitrag, Emissionen zu reduzieren und die Lebensqualität zu steigern.

Die EnBW macht immer mehr Watt aus Wind: Die Windparks

auf See und auf dem Land produzieren für immer mehr Menschen

CO 2

-freien Strom. Solarenergie von Dächern und anderen

Flächen integriert die EnBW mit smarten Lösungen ins

Energiesystem und gestaltet die Selbstversorgung mit Energie

einfach und attraktiv. Komplexe Infrastruktur beherrscht das

Unternehmen, seitdem es Baden-Württemberg mit Strom, Gas

und Wasser versorgt. Jetzt startet es in eine neue Ära und

macht die Elektromobilität fit für den Alltag.

Strom laden an 1.000 Standorten

Elektroautos werden nicht nur über Nacht an der heimischen

Ladebox geladen. Unterwegs in der Stadt und bei der Fahrt

übers Land muss das „Stromtanken“ genauso einfach funktionieren

wie in der eigenen Garage. E-Mobilisten finden heute

laut einer Studie in Stuttgart die besten Bedingungen vor. Hier

hat die EnBW bereits 2012 begonnen, eine öffentliche Ladeinfrastruktur

aufzubauen. Zu Hause und überall, wo Autos

länger abgestellt werden — in Parkhäusern oder auf Firmengeländen

— reichen niedrige Ladeleistungen aus. Für die Fahrt

quer durch Deutschland brauchen Fahrer Ladestationen mit

hoher Leistung, wo schnell geladen werden kann. Beim Ausbau

der Ladeinfrastruktur setzt die EnBW daher auf das

Schnellladen. Ende 2017 betreibt das Unternehmen in Südwestdeutschland

an 119 Autobahntankstellen Schnellladesäulen,

deutschlandweit werden es bis 2020 1.000 Standorte sein.

Elektrisch unterwegs: einfach bezahlen,

grenzenlos fahren

Elektromobilität mit der EnBW heißt: entspannt durchs Land.

Die EnBW mobility+ Ladekarte erlaubt Tanken an mehr als

8.000 Ladepunkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Eine App findet die nächste Ladesäule und testet, ob und welches

E-Auto zum eigenen Fahrbedarf passt. Diese und weitere Angebote

entwickelt die EnBW dank ihrer Erfahrung mit vernetzten

Systemen, wie Abrechnung und Roaming. Als großer Energiekonzern

mit eigenen Netztöchtern steht die EnBW zudem dafür

ein, dass Elektroautos immer zuverlässig laden können.

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Durlacher Allee 93, 76131 Karlsruhe

www.enbw.com

EnBW Shop Ravensburg

Eisenbahnstraße 8

88212 Ravensburg

Tel. +49 751 977-14320


74 Energie und Klimaschutz LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Partner für saubere

und erneuerbare Energie

ANDRITZ HYDRO GmbH Mehr als 70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt. Die

Wasserturbinen der ANDRITZ HYDRO GmbH in Ravensburg sorgen rund um den Globus,

von Iller und Rhein bis nach Angola und Brasilien, für jede Menge Energie.

Bild links: Vier komplett vormontierte Compact Francis-Turbinen in der Fertigung; Bild rechts: Francis-Turbinenlaufrad für das

Wasserkraftwerk Foz do Areia in Brasilien mit einem Durchmesser von 5,8 m, 104 Tonnen Gewicht und einer Leistung von 436 MW

Seit mehr als 160 Jahren entwickelt, konstruiert und fertigt das

Unternehmen in Ravensburg Komponenten für Wasserkraftwerke.

Aber auch zahlreiche Megayachten und Marineeinheiten sind

mit den Hochleistungspropellern dieser Firma ausgerüstet.

ANDRITZ HYDRO verfügt in Ravensburg über den wichtigsten

und größten Engineering- und Fertigungsstandort für Wasserturbinen

in Europa. Seit 2006 gehört das Unternehmen zum Produktbereich

HYDRO der ANDRITZ AG in Graz/Österreich.

ANDRITZ HYDRO steht für saubere Energiegewinnung. Das

Energiepotenzial der leistungsstärksten Turbinen ist mit dem

eines Atomkraftwerkes vergleichbar. 2016 verzeichnete die Ravensburger

Firma mit rund 450 Mitarbeitern einen Umsatz von

fast 200 Millionen Euro. Ein aktuelles Projektbeispiel ist das Wasserkraftwerk

Laúca in Angola mit 2.100 MW Gesamtleistung.

Hier wurden die kompletten Turbinen geliefert. Die erste von

sechs Maschinen ging im Juni 2017 erfolgreich in Betrieb. Dieses

Wasserkraftwerk wird eines der größten in Afrika sein. Auch in

Portugal hat ANDRITZ HYDRO einen bedeutenden Beitrag zur

Nutzung erneuerbarer Energien geleistet: In den letzten 12 Jahren

hat das Unternehmen unter Ravensburger Führung fünf von

neun Projekten im internationalen Wettbewerb gewonnen. Vier

davon sind bereits erfolgreich in Betrieb gegangen. 2016 erhielt

ANDRITZ HYDRO den Auftrag zur Lieferung von vier Hoch-

druckpumpturbinen mit je 220 MW Leistung und 660 m Förderhöhe

im Norden Portugals. Die Inbetriebsetzung ist für Anfang

2022 geplant.

In Ravensburg werden vor allem die großen Francis-, Kaplanund

Peltonlaufräder hergestellt. Bei kleineren Anlagen erfolgt die

Montage der gesamten Einheit hier im Werk. Die Montage vor

Ort benötigt dadurch nur sehr wenig Zeit. 2016 wurde die Fertigungskompetenz

um Einrichtungen zum automatischen Schweißen

großer Bauteile und für widerstandsfähige Spezialbeschichtung

gegen Sanderosion erweitert. Für die Wasserkraftanlagen in

Deutschland und Umgebung stellt das Werk einen wichtigen

Stützpunkt für Modernisierungs- und Servicearbeiten dar.

ANDRITZ HYDRO GmbH

Escher-Wyss-Weg 1, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 29511-0

contact-hydro.de@)andritz.com

www.andritz-hydro.de


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LANDKREIS RAVENSBURG

Energie und Klimaschutz

75

Anlagentechnik für eine

moderne Abfallwirtschaft

STADLER Anlagenbau GmbH Clevere Lösungen für die Entsorgungs- und Recyclingindustrie – dafür

steht die STADLER Anlagenbau GmbH. Damit leistet das Unternehmen einen wertvollen Beitrag zum

Aufbau einer Kreislaufwirtschaft und zur Schonung der natürlichen Ressourcen.

Moderne Hausmüllsortieranlage in Milton Keynes, England

Die Mitarbeiter der STADLER Anlagenbau GmbH anlässlich des

225-jährigen Firmenjubiläums

Weltweit plant, fertigt und montiert die STADLER Anlagenbau

GmbH Sortieranlagen und Komponenten für die Entsorgungsund

Recyclingindustrie. Die Unternehmensgeschichte reicht

zurück bis ins Jahr 1791, als Antonius Stadler, der vierfache Urgroßvater

des jetzigen Firmeneigentümers Willi Stadler, eine

kleine Dorfschmiede gründete. Aus den bescheidenen Anfängen

wurde längst eine international agierende Unternehmensgruppe

mit über 340 Mitarbeitern. Seit Anfang der 1990er-Jahre

konzentriert sich das Unternehmen auf den Bau moderner

Sortieranlagen. Die Investition von rund 20 Millionen Euro in

den Bau neuer Produktionshallen am Standort Altshausen und

der geplante Neubau eines Bürogebäudes sind Ausdruck der

kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Ganz gleich ob Hausmüll, Papier, Kunststoff oder Gewerbeabfall

– mit umfassendem Know-how und jahrelanger Branchenerfahrung

entwickelt das Stadler-Team passgenaue Anlagenkonzepte

für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche.

Dabei stehen die individuellen Anforderungen der Kunden

nach einem optimalen Sortier- und Förderkonzept immer im

Vordergrund. Zum Erfolg des marktführenden Anlagenbauers

trägt nicht zuletzt ein engmaschiges Netz von Service- und

Vertriebsstützpunkten bei, das Kunden auf der ganzen Welt unterstützt.

In sieben Ländern ist das Unternehmen mit eigenen

Vertriebsgesellschaften vertreten, aktuelle Projekte finden sich

weltweit. So entsteht in Spanien momentan die größte bisher

von STADLER gebaute Sortieranlage, in der eine Million Tonnen

Hausmüll jährlich sortiert werden können.

Regelmäßige Weiterbildungen, eine wertschätzende Mitarbeiterkultur

und Familienfreundlichkeit – das zeichnet die

STADLER Anlagenbau GmbH aus. Auch jungen Menschen

bietet STADLER beste Perspektiven: Die Ausbildungsquote

liegt bei 16 Prozent – und alle Auszubildenden erhalten in der

Regel auch ein Jobangebot. Außerdem wurde das Unternehmen

2016 mit Silber in der Kategorie Handwerk beim Wettbewerb

„Ausbildungs-Ass“ ausgezeichnet.

STADLER Anlagenbau GmbH

Robert-Bosch-Straße 4, 88361 Altshausen

Tel. +49 7584 9226-60

info@w-stadler.de

www.w-stadler.de


76 Energie und Klimaschutz LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

Energiezukunft

als Ganzes im Blick

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) Die Energiezukunft treibt die

TWS stetig voran. Als umfassender Energieanbieter und -dienstleister legt das

Unternehmen besonderen Wert auf ökologisches und nachhaltiges Handeln.

Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung und Demokratisierung

sind Entwicklungen in der Energiewirtschaft,

die auch von der TWS konsequent mit vorangetrieben werden.

Das Unternehmen stellt sich zunehmend breiter und damit zukunftsfähig

auf. So investiert das Unternehmen selbst in regenerative

Energien und bietet seinen Kunden ausschließlich

Ökostrom an. Es entwickelt konsequent neue Produkte und

Geschäftsfelder im Sinne des Klima- und Umweltschutzes und

arbeitet mit wachsendem Erfolg weiter an neuen Ideen. Neben

Energie- und Trinkwasserversorgung sowie der Stromerzeugung

aus regenerativen Anlagen bietet die TWS weitere Dienstleistungen

für Kommunen, Geschäfts- und Privatkunden an –

sie reichen vom Wärmenetz über maßgeschneiderte

Energielieferung und Effizienzberatung bis hin zum Mieterstrom

und der Direktvermarktung. Denn die Dezentralisierung

der Energieversorgung ist in Deutschland in vollem Gange.

Möglich machen dies lokale Stromerzeugung und die

enorme Dynamik der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

In diesen Themenfeldern engagiert sich die TWS maßgeblich.

Mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien und in einem

zunehmend flexibilisierten Energiesystem müssen die Themen

Strom, Wärme und Mobilität stärker als bisher zusammen gedacht

werden. Diese so genannte Sektorkopplung geht die TWS

schrittweise an und setzt sich auch im Bereich Mobilität für

intelligente Lösungen ein. Je enger Verbrauch, Erzeugung und

Speicher miteinander verknüpft werden, desto flexibler und

belastbarer wird das System. Mit der Digitalisierung soll das

große Potential für eine hohe Versorgungssicherheit und die

optimale Nutzung erneuerbarer Energien einhergehen. Als Betreiber

von Versorgungsnetzen leistet die TWS Netz GmbH,

die Tochtergesellschaft der TWS, einen wichtigen Beitrag und

treibt die Digitalisierung der Stromversorgung voran.

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG

Schussenstraße 22, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 804-0

info@tws.de

www.tws.de


LANDKREIS RAVENSBURG

Infrastruktur

77

Kreisstraßen und Radwege

im Einklang mit Natur- und Landschaftsschutz

Im Landkreis Ravensburg umfasst das überörtliche Straßennetz 1.325 km. Neben 48 km

Bundesautobahn sind dies 147 km Bundes-, 469 km Land- und 645 km Kreisstraßen. Damit hat

der Landkreis Ravensburg das zweitlängste Kreisstraßennetz in Baden-Württemberg.

Es ist Aufgabe des Landratsamtes, das Kreisstraßennetz zu unterhalten

und zu erhalten. Der Kreistag legt fest, welche Straßen

zu welchem Zeitpunkt saniert oder neu gebaut werden. Nahezu

3 Millionen Euro werden jährlich in die Erhaltung und weitere

1,5 bis 2 Millionen Euro in den Um-, Aus- und Neubau von Straßen

und Brücken investiert.

Der Landkreis Ravensburg ist daneben auch für den Betrieb und

die Unterhaltung der Bundes- und Landesstraßen sowie teilweise

für deren technische Verwaltung zuständig. Vier Straßenmeistereien

sorgen mit rund 100 Mitarbeitern dafür, dass die

Straßen im Kreis ganzjährig den Bedürfnissen der Verkehrsteilnehmer

gerecht werden. Im hügeligen Oberschwaben ist dies

vor allem im Winter eine große Herausforderung. Die Unterhaltung

des gesamten Straßennetzes schlägt mit rund 6,5 Millionen

Euro zu Buche. Der Bund beteiligt sich mit 21 Prozent und das

Land mit 41 Prozent an den anfallenden Kosten. Die restlichen

38 Prozent trägt der Landkreis. Neben der Straßenunterhaltung

ist der Straßenbau eine wichtige, aber auch kostspielige Aufgabe.

Dafür erhält der Landkreis jährliche Zuweisungen vom Land

Baden-Württemberg. Mit diesen und eigenen Geldern werden

die Straßen im Landkreis stetig und bedarfsgerecht ausgebaut.

Daneben spielt auch der Bau von Radwegen eine wichtige Rolle.

Eine im Jahr 2015 aufgestellte Radwegenetzkonzeption wird regelmäßig

fortgeschrieben. Ziel ist es, ein sicheres und attraktives

Radwegenetz im Landkreis Ravensburg zu schaffen. Anfang des

Jahres 2017 betrug die Streckenlänge der Radwege entlang von

Kreisstraßen 109 km, entlang der Bundes- und Landesstraßen

weitere 203 km. Um das sichere Radeln durch den ganzen Landkreis

zu ermöglichen, wird das Radwegenetz auch zukünftig

weiter ausgebaut.

Ob Straßen- oder Radwegebau, damit ist immer auch ein Eingriff

in die Natur verbunden. Der Landkreis Ravensburg ist sich

seiner Verpflichtung zu einem schonenden Umgang mit der Natur

bewusst. Im Bereich der Kreisstraßen und Radwege werden

daher die Interessen der Verkehrsteilnehmer und die des Naturund

Landschaftsschutzes bei der Planung und Durchführung

von Baumaßnahmen sorgfältig gegeneinander abgewogen.

www.rv.de/ST


83

7375

78 Infrastruktur LANDKREIS RAVENSBURG

Mobil mit dem ÖPNV

22 Unternehmen, über 70 Buslinien, ein Verbund

In einer überwiegend ländlich strukturierten Region mit über 2000 Wohnplätzen, wie dem Landkreis

Ravensburg, ist es kein leichtes Unterfangen, einen einwandfrei funktionierenden öffentlichen

Personennahverkehr (ÖPNV) mit einem guten Angebot für alle Bürger zu organisieren.

Insgesamt 22 Verkehrsunternehmen betreiben über 70 Buslinien

im Landkreis Ravensburg. Aufgrund der Siedlungsstruktur

sind trotzdem einige Wohnorte lediglich durch Schülerbeförderungsverkehre

mit der nächst größeren Gemeinde oder

Stadt verbunden. Auf den Regionallinien mit Verbindungsfunktionen

zwischen den überörtlichen Zentren fährt der

OPNV dagegen zum Teil im Stundentakt. Wo große Fahrgastpotenziale

vorhanden sind, wie beispielsweise im Oberzentrum

Ravensburg-Weingarten, ist das Angebot entsprechend

noch dichter.

Das Engagement des Landkreises Ravensburg für den ÖPNV

ist vielfaltig. Basis des gesamten Busverkehrs ist der vom Kreistag

beschlossene mehrjährige Nahverkehrsplan. Der Landkreis

ist zudem Mitgesellschafter der „Bodensee-Oberschwaben-

Bahn“ (BOB) sowie Initiator und Geldgeber eines ganzen Bündels

von ÖPNV-Fördermaßnahmen. So wurden unter anderem

400 Buswartehäuschen mit Zuschüssen des Landkreises

gebaut.

Zusammen mit dem Bodenseekreis, dem Landkreis Lindau

und den Verkehrsunternehmen ist der Landkreis Ravensburg

Gesellschafter der Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbundgesellschaft

mbH (bodo), die für ein Gebiet mit mehr als

576.000 Einwohnern einen einheitlichen Tarif mit vielen attraktiven

Fahrscheinangeboten bietet. Der Verkehrsverbund

ist auch die Plattform, auf der das Angebot des ÖPNV von den

beteiligten Gesellschaftern zukunftsgerichtet weiterentwickelt

wird. Aktuell stehen dabei Themen wie das elektronische Fahrgeldmanagement

oder die Möglichkeit einer kostenlosen

ÖPNV-Nutzung für Übernachtungsgäste mit einer elektronischen

Gästekarte ganz oben auf der Agenda.

Zwar nicht in seiner eigenen Aufgabenträgerschaft, aber dennoch

wichtig ist dem Landkreis Ravensburg auch ein gutes

Schienenverkehrsangebot. Unter anderem durch die Beteiligung

an der Bodensee-Oberschwaben-Bahn, aber auch durch

die finanzielle Unterstützung bei der Planung der Südbahnelektrifizierung

leistet er hierzu einen Beitrag.

nach Herbertingen

Bad Saulgau

nach

nach Ulm/Biberach

Bad Buchau

nach Biberach

nach Ulm

nach Buchloe

und München

Liniennetzplan

Legende

Bahnlinie mit Kursbuchnummer

Bahnlinie verkehrt nur an

bestimmten Tagen

Buslinie mit Liniennummer

Buslinie an Markt- oder

Messetagen

Linien (grau) außerhalb des

Tarifgebiets

Schiffsverkehr ab 10000.1

außerhalb des Tarifgebiets

Ort

Bürgerbus-, Stadtbusoder

Ortsbusverkehr

Tarifgebiet

Stahringen

nach Singen/

Offenburg

Stockach

Espasingen

731

Hohenfels

Bonndorf

Kogenbach

Bodman

Radolfzell

nach

Sentenhart

500

500

Mahlspüren

nach Sigmaringen

Ruhestetten

5

6

5

5

Wallhausen

106

Owingen

Wald

500

Aach-Linz

Herdwangen

Lippertsreute

Bambergen

Deisendorf

Überlingen

Gewerbegebiet

500

500

Salem

Affenberg

UM-Mühlhofen

nach

Sigmaringen

Pfullendorf

Staad-Fähre

676

731

739

Konstanz

500

Schönach

Taisersdorf

682

640

Wattenreute

Frickingen

Denkingen

Heiligenberg

Salem

Beuren

Salem

754

Burgweiler

Bermatingen

Daisendorf

nach Kreuzlingen/Weinfelden

Liniennetzplan

7383

100

Ahausen

Ostrach

7558

640

Illmensee

Spöck

731

739

685

Deggenhausen

685e

Wittenhofen

40

685e

Markdorf

Ittendorf

Tafertsweiler

Königseggwald

Ruschweiler

Riedhausen

Pfrungen

Kluftern

7395

N1

7398

638

685

685

11

N4

12

731

739

45

685e

16

754 754

9

Hoßkirch

638

640

Fleischwangen

Rubacker

(Höchsten)

Urnau

Raderach

Zußdorf

Berg

Esenhausen

Hasenweiler

16

Haid

Boms

Eichstegen

Kappel

Altshausen

Bitzenhofen

Löwental

Romanshorn (Richtung Zürich)

Zogenweiler

Horgenzell

8

Fronhofen

Dürnast

Oberteuringen

Ettenkirch

Ailingen

Messe

Weiler

751

739

626e

N3

638

626e

We itere Schiffslinien:

10500; 10501; 10502;

10503; 10504; 10506;

10507

Blitzenreute

Aichach

Bavendorf

Brochenzell

Straß

Boos

Schmalegg

Taldorf

Kehlen

751

739

621e

Gohren

Blönried

Ebersbach

Weilerhalde

Berg

Weststadt

751

739

Gießenbrücke

Oberdorf

Oberzell

Weißenau

Liebenau

(Ravensburger

Spieleland)

7587

N2

Bad Schussenried

Aulendorf

Kümmerazhofen

Mochenwangen

Gullen

Obereschach

229

Bodensee

752 / 753

Baindt

Krumbach

Siggenweiler

Tettnang

Hiltensweiler

Schlier

Grünkraut

Gornhofen

Rosenharz

Gattnau

635

Laimnau

Reute

Baienfurt

Weingarten

634

Ravensburg

Notzenhaus

Obereisenbach

Tannau

Bodnegg

Hattnau

21

Neukirch

Hengnau

Bodolz

Allwind

Waldburg

Hannober

4

Gwigg

Michelwinnaden

2

Gaisbeuren

Enzisreute

Bergatreute

Rotheidlen

Engelitz

Neuravensburg

Esseratsweiler

Aeschach

Amtzell

Haslach

Achberg

Oberreitnau

Enzisweiler

Unterreitnau

Doberatsweiler

Niederwangen

Schomburg

3

4

Lindau

ZUP

Alttann

Wolfegg

Mosisgreut

Geiselharz

Primisweiler

105

Bad

Waldsee

105

752

753

Schwarzenberg

Rehlings

Berliner 3

Platz

101

Roßberg

Gaishaus

18

1

Haisterkirch Bad

Wurzach

753

971

752

Rötenbach

Wangen

Oberessendorf

Vogt

Herfatz

Karsee

Schwarzensee

Schlachters

Zech

17

Haidgau

111

Eintürnen

15

13

Bösenreutin

753

Leupolz

18

101

Unterschwarzach

Allewinden

Hergatz

Opfenbach

Niederstaufen

Geisgau

Arnach

131

151

163

nach

Dornbirn

Immenried

Maria

Thann

16

161

132

111

Kißlegg

Deuchelried

Großholzleute

Dettishofen

Wohmbrechts

Kinberg

Scheidegg

Bregenz

Truilz

Lindenau

Edelitz

133

Meckatz

Mellatz

Scheffau

111

Waltershofen

Siggen

Staudach

18

Ellwangen

Dietmanns

Diepoldshofen

Gebrazhofen

Göttlishofen

Argenbühl

Eglofstal

970

181

11

Hauerz

Baierz

Seibranz

Starkenhofen

Wolfertshofen

Niederhofen

Leutkirch

Reichenhofen

Merazhofen

Lindenberg

Neuhaus

Heimenkirch

Weiler

731

733

122

18

Steinental

Unterzeil

Beuren

Neutrauchburg

Oberreute

Sulzberg

Gestratz

Röthenbach

Bahnhof

Hinterschweinhöf

Altmannshofen

Riedhirsch

Ellhofen

12

Simmerberg

162

Ried

Stiefenhofen

Steibis

731

Mooshausen

Menelzhofen

9795

732

733

75

9795

Aichstetten

Adrazhofen

Urlau

Isny

74

bodo-

Geschäftsstelle

Mobilitätszentrale

Ludwigshafen

Wilhelmsdorf

Ebenweiler

Wolpertswende

Danketsweiler

Ober-/Unterwaldhausen

Ziegelbach

Untermöllenbronn

Mittelurbach

Ehrensberg

Gospoldshofen

Marstetten-

Aitrach

Herlazhofen

Ratzenried

Christazhofen

74

Tannheim

970

74

Oberhochsteg

Hergensweiler

Rothkreuz

Unterankenreute

Wetzisreute

Erbisreute Oberankenreute

Niederbiegen

Wilhelmskirch

Untereschach

Meckenbeuren

Salem

Mimmenhausen

Gebhardsweiler

Ferienwohnpark

Flughafen

Mariabrunn

Weißensberg

Bremenried

Schüttentobel

Röthenbach

Ort

733 Ebratshofen

9796

Hochgratbahn

Talstation

Schönau

Grünenbach

Harbatshofen

9796

Oberstaufen

Maierhöfen

Kalzhofen

Trabers

Hofs

Friesenhofen

Rohrdorf

Memmingen

Eisenbach

Kleinhaslach

Überruh

Kleinweilerhofen

Immenstadt

Ratzenhofen

nach

Kempten

nach

Kempten

nach

Kempten/

Oberstdorf

1318; Stand 2017; © www.d-werk.com


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LANDKREIS RAVENSBURG

Infrastruktur

79

Mobil mit Bus & Bahn in der

Region Bodensee-Oberschwaben

Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund / Bodensee-Oberschwaben-Bahn Innovation lebt

vom Austausch. Oder anders gesagt: von der Mobilität. Was ist also wichtiger für einen innovativen

Landkreis als ein hervorragend funktionierendes Verkehrssystem?

Dafür sorgen im Landkreis Ravensburg der Bodensee-Oberschwaben

Verkehrsverbund (bodo) als Mobilitäts-Manager

und die Bodensee-Oberschwaben-Bahn als „Lebensader“.

Schnelle Verbindungen, kurze Umsteigezeiten und passgenaue

Fahrten – dafür steht bodo. Der Verkehrsverbund verbindet

Stadt und Land, Bus- und Bahnlinien, Menschen mit Menschen.

Rund 35 Millionen beförderte Fahrgäste profitieren von

einem einheitlichen Tarifsystem und damit der Möglichkeit,

mit einem durchgehenden Fahrschein ein Netz von über 140

Bus- und Bahnlinien zu nutzen. Informationen bietet der Verkehrsverbund

auf vielen Kanälen. Digital per App, im Web, auf

facebook sowie mit modernen Auskunftsmedien. Analog mit

handlichen Minifahrplänen, Infobroschüren sowie persönlich

auf Messen und Infoveranstaltungen. Mit seinen Verkehrsunternehmen

und Partnern arbeitet bodo an innovativen Projekten

im Tarif- und Angebotsbereich. Denn Mobilität mit Bus

und Bahn soll einfach und attraktiv sein. In jüngster Zeit dazugekommen:

bargeldloses Bezahlen via HandyTicket oder

eCard. Einchecken – Auschecken – Einfach fahren!

Und die Bodensee-Oberschwaben-Bahn? Sie ist seit einem

Vierteljahrhundert das Rückgrat der Verkehrsverbindungen

im Landkreis Ravensburg. Im Stundentakt fährt sie von Aulendorf

über Ravensburg nach Friedrichshafen und zurück, in den

Hauptverkehrszeiten noch öfter. Die Fahrgastzeitschrift Geißenpeter

mit immer aktuellen und zeitlosen Themen ist seit

Anfang an Bord, ebenso wie die Regionalzeitungen. Rund

1,5 Millionen Fahrgäste schätzen Komfort und Pünktlichkeit

der „Geißbockbahn“, wie sie frei nach dem Lied „Auf der

Schwäbsche Eisebahne“ liebevoll genannt wird. Schon lange

gilt sie als „unsere eigene Bahn“, fährt sie doch nicht nur durch

die schöne oberschwäbische Landschaft, sondern ist auch tatsächlich

ein Teil von ihr. Und mit dem Haltepunkt am Flughafen

und dem direkten Anschluss an den Katamaran sorgt sie

sogar für den Anschluss an die weite Welt.

Bodensee-Oberschwaben

Verkehrsverbund

Bahnhofplatz 5

88214 Ravensburg

Tel. +49 751 3614141

info@bodo.de

www.bodo.de

Bodensee-Oberschwaben-Bahn

Kornblumenstraße 7/1

88046 Friedrichshafen

Tel. +49 7541 372717

info@bob-fn.de

www.bob-fn.de


80 Infrastruktur LANDKREIS RAVENSBURG

Eine starke Verbindung

zwischen Alb und Bodensee

DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH 36 Millionen Fahrgäste im Zugverkehr,

54 Millionen Menschen, die jährlich die Busse der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee

GmbH nutzen: Das Unternehmen sichert als bedeutendster Anbieter in der Region

zwischen Alb und Bodensee die Mobilität von insgesamt 1,75 Millionen Menschen.

Basel

Netz 2 - Südbahn:

Stündliche IRE-Züge

Stuttgart - Ulm - Ravensburg - Friedrichshafen - Lindau

Auszug aus Netz 5 - Donau-Ostalb:

2-stündlicher IRE-Sprinter

von Ulm u.a. über Ravensburg bis Basel

Waldshut

Singen

Schaffhausen

Stuttgart

Friedrichshafen

Lindau

Ulm

Aulendorf

Ravensburg

Bildnachweis: DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH

Das Verkehrsgebiet der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-

Bodensee GmbH (RAB) umfasst das stark ländlich geprägte

Gebiet mit den Städten Ulm und Pforzheim sowie den Landkreisen

Biberach, Reutlingen, Tübingen, Calw, Sigmaringen,

dem Enzkreis, dem Alb-Donau-Kreis, dem Zollernalbkreis,

dem Bodenseekreis und auch dem Landkreis Ravensburg. Mit

den Bussen befördert das Unternehmen rund 35 Prozent aller

Fahrgäste im Buslinienverkehr in der Region Alb-Bodensee

und ist damit der größte Anbieter in dieser Region. Dafür stehen

259 firmeneigene Busse zur Verfügung. Regionale Partnerunternehmen

decken darüber hinaus einen Teil des Busverkehrs

ab. 140 Linien mit 7.100 Haltestellen erschließen auf

5.300 Kilometern die Region. Allein die Busse, die der Niederlassung

Friedrichshafen zur Verfügung stehen, legen im Jahr

auf 58 Linien ca. 14 Millionen Kilometer zurück. Rund 250

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen bei der Niederlassung

Friedrichshafen mit den Betriebsstandorten Bad Saulgau,

Friedrichshafen, Überlingen, Waldburg und Weingarten für

den reibungslosen Betrieb und befördern die Kunden als Busfahrer

sicher durch die Region. In der Mobilitätszentrale am

Bahnhofsplatz in Ravensburg und im KundenCenter Weingarten

in der Bahnhofstraße erhalten die Kunden Antworten bei

allen Fragen rund um Fahrkarten, Tarife, Fahrpläne und Fundsachen.

Neben dem Busverkehr sorgt die DB ZugBus Regionalverkehr

Alb-Bodensee GmbH auf einem Netz von rund 950 Kilometern

mit 700 Zugfahrten täglich für die Mobilität der Einwohner.

Der Landkreis Ravensburg ist im Schienenbereich der

RAB mit dem Netz 2, der Südbahn, und dem Netz 5, Donau-

Ostalb, eingebunden. Im Netz 5 verkehrt ein IRE-Sprinter im

Zwei-Stundentakt von Ulm u. a. über Ravensburg nach Basel.

Die IRE-Züge der Südbahn pendeln stündlich zwischen Stuttgart

und Lindau mit Stationen u. a. in Ulm, Ravensburg und

Friedrichshafen. Waren bisher Lokomotiven der Baureihe 218

im Einsatz, verkehren dort ab Dezember 2017 nur noch Loks

der Baureihe 245 mit Doppelstockwagen. Die Fahrzeuge mit

dieselelektrischem Antrieb sind leistungsstärker als die Vorgänger,

sorgen daher für eine erhöhte Pünktlichkeit und sind

zudem ökonomischer und ökologischer.

Darüber hinaus wird die Südbahn in den

nächsten Jahren „fit“ gemacht für die

Zukunft. Denn in den Jahren 2018 bis 2021

wird die gesamte Strecke zwischen Ulm

und Lindau elektrifiziert.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Infrastruktur

81

Darüber hinaus wird die Südbahn in den nächsten Jahren „fit“

gemacht für die Zukunft. Denn in den Jahren 2018 bis 2021

wird die gesamte Strecke zwischen Ulm und Lindau elektrifiziert.

Damit entfällt im Anschluss der Lokwechsel in Ulm, sodass

sich die Fahrtzeit zwischen Stuttgart und Lindau insgesamt

verkürzt. Gleichzeitig ist dies auch ein Beitrag zum Schutz

des Klimas.

Die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH sorgt

aber nicht nur für die Mobilität der Menschen zwischen Alb

und Bodensee, sie ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Als

größtes regionales Verkehrsunternehmen sichert die Gesellschaft

mehr als 1.900 Arbeitsplätze: 1.320 Arbeitsplätze bei der

RAB selbst, rund 450 bei 110 mittelständischen Busunternehmen,

die teilweise schon seit vielen Jahren im Auftrag der RAB

unterwegs sind. Während die RAB sich z. B. um die Planung,

Steuerung und Qualitätssicherung kümmert, führen die Partnerunternehmen

den Verkehr durch.

Außerdem investiert die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-

Bodensee GmbH jährlich Millionenbeträge in Fahrzeuge und

die Organisationstechnik. So werden neue Arbeitsplätze geschaffen

und die Wirtschaftskraft der Region gestärkt. Vor allem

aber ist es das Ziel der RAB, den wachsenden Verkehrsmarkt

aktiv mitzugestalten und dabei eine zentrale Rolle zu

übernehmen. In erster Linie geht es darum, eine ökologisch

sinnvolle Alternative zum Auto zu schaffen und für die Bürger,

aber auch für die Wirtschaft mit den Partnern in den Kreisen

und Kommunen attraktive lokale, regionale und überregionale

Verkehrsverbindungen mit Bus und Bahn anzubieten. Die

Zusammenführung von Zug und Bus in der DB ZugBus

Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH war nur ein Schritt auf

diesem Wege.

DB ZugBus Regionalverkehr

Alb-Bodensee GmbH (RAB)

Karlstaße 31-33

89073 Ulm

Tel. + 49 731 1550-0

www.bahn.de/rab

Mobilitätszentrale Ravensburg

Bahnhofsplatz 5, 88241 Ravensburg

KundenCenter Weingarten

Bahnhofstraße 15

88250 Weingarten

Tel. +49 751 50922-0

Bildnachweis: DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH, Fotograf: Alexander Wöhrle


82 Infrastruktur LANDKREIS RAVENSBURG

Abfallwirtschaft

Im Dienste der Umwelt

In insgesamt 27 Städten und Gemeinden und dem Gemeindeverwaltungsverband

Altshausen kümmert sich der Landkreis um das kommunale Abfallwirtschaftsgeschäft.

Seit dem 1. Januar 2016 werden dabei auch die Bioabfälle separat erfasst.

Nur die Städte Isny im Allgäu und Wangen im Allgäu haben noch eigene Systeme für

das Einsammeln und Transportieren von Haus-, Sperr- und Biomüll.

Vermeiden von Abfällen

Durch regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit informiert der Landkreis

Ravensburg die Bürgerinnen und Bürger, wie sie Abfall

vermeiden können. Wer zum Beispiel seine Garten- und Küchenabfälle

selbst kompostiert und auf Einwegerzeugnisse verzichtet,

reduziert den privaten Müllberg erheblich. Unter anderem

durch diese Aufklärungsarbeit ist das Abfallaufkommen

auf rund 27.000 Tonnen pro Jahr gesunken – nicht einmal

mehr ein Viertel der Menge Anfang der 90er-Jahre.

Verwerten von Abfällen

Trotz intensiver Bemühungen Abfälle zu vermeiden, wird stets

noch ein Rest übrigbleiben. Vieles davon ist allerdings verwertbar,

wie etwa Bioabfälle, Altpapier, Altglas, Metalle und Kunststoffe.

Für private Haushalte wie auch für Handwerks- und Industriebetriebe

gilt, dass Wertstoffe vom Müll getrennt und

separat erfasst werden. Wertstoffe aus Privathaushalten werden

über Containersysteme, die Papiertonne und Wertstoffhöfe

(kreisweit insgesamt 30) erfasst. An den Entsorgungszentren

des Landkreises, den Deponien Ravensburg-Gutenfurt und

Wangen-Obermooweiler, können Wertstoffe ebenfalls abgegeben

werden. Grünabfälle können kreisweit bei den Annahmestellen

der Gemeinden sowie bei den Entsorgungszentren in

Gutenfurt und Obermooweiler abgegeben werden.

Problemstoffe aus Haushaltungen

Zweimal im Jahr lässt der Landkreis eine Sammlung von so genannten

„Problemstoffen“ durchführen. Hier können die Privathaushalte

Stoffe wie Farben, Lacke, Batterien kostenlos (bis

15 kg) abgeben.

Abfall-App Landkreis Ravensburg

Mit der Abfall-App Ravensburg kann sich jeder zuverlässig

über die Abfuhrtermine von Restmüll-, Biotonne und über die

Termine der Altpapiertonne informieren und daran erinnern

lassen. Wer die App bereits nutzt, hat nun automatisch auch

Zugriff auf die Termine der Papiertonne.

Die Abfall App Ravensburg kann im Google Play Store sowie

im App Store von Apple kostenlos herunter geladen werden.

Da die Städte Isny im Allgäu und Wangen im Allgäu nicht am

landkreisweiten Abfallsystem teilnehmen, gilt die Abfall App

nicht für diese beiden Städte. Informationen über die Abfall

App gibt es auch auf der Internetseite des Landkreises unter

www.rv.de in der Rubrik Abfallwirtschaft.

Entsorgungszentrum Ravensburg-Gutenfurt:

Die Entstehungsgeschichte des Entsorgungszentrums Gutenfurt

reicht bis in das Jahr 1975 zurück. Seitdem wurden bis

zum heutigen Tag über 22 Millionen Euro in das Entsorgungszentrum

investiert. Während der unmittelbare Mülleinbau –

im Schwerpunkt Schlacken aus der Hausmüllverbrennung –

von einem Tiefbauunternehmen bewerkstelligt wird, erfolgen

die Kontrolle der technischen Einrichtungen und die Betriebsleitung

durch ein privates Ingenieurbüro. Die Deponie befindet

sich in der Betriebsphase.


LANDKREIS RAVENSBURG

Infrastruktur

83

Entsorgungszentrum Wangen-Obermooweiler:

Das Entsorgungszentrum Obermooweiler befindet sich seit

1975 in der Obhut des Landkreises Ravensburg. Nahezu 15

Millionen Euro wurden bis heute in das Zentrum investiert.

Seit Juni 2005 befindet sich die Deponie in der Stilllegungsphase

und musste bis 31.12.2017 mit einer endgültigen Oberflächenabdichtung

versehen werden.

Verwertungs- und Entsorgungsanlagen

Bioabfallvergärungsanlage in Vorarlberg

Der gesamte Biomüll aus dem Landkreis Ravensburg wird in

einer modernen Biogasanlage im benachbarten Österreich

verarbeitet. In einem Vergärungsprozess entsteht daraus Biogas.

Die Power aus der Biotonne bietet somit eine umwelt- und

klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen fossilen

Energieträgern. Pro Jahr werden damit mehrere Tausend Tonnen

CO 2

eingespart.

Müllheizkraftwerk in Kempten

Der gesamte Restmüll aus dem Landkreis Ravensburg wird im

Müllheizkraftwerk des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft

Kempten (ZAK) energetisch verwertet. Die dabei erzeugte

Wärme versorgt im ZAK-Fernwärmenetz zahlreiche Industrieund

Gewerbebetriebe, Kliniken und Wohnanlagen.

www.rv.de/AB

Mülldeponie und Wertstoffzentrum Ravensburg-Gutenfurt


84 Landwirtschaft und Umwelt LANDKREIS RAVENSBURG

Zukunftsbranche Landwirtschaft

Ein starker Wirtschaftsfaktor

Die Landwirtschaft hat im Landkreis Ravensburg einen hohen Stellenwert. Hier gibt es noch

etwa 2.500 landwirtschaftliche Betriebe, die vielfältig strukturiert sind und zu mehr als 60

Prozent im Haupterwerb bewirtschaftet werden. Der Landkreis nimmt damit im Land Baden-

Württemberg eine absolute Spitzenposition ein.

Obwohl die Zahl der Milchkühe auch hierzulande rückläufig

ist, ist die Milchviehhaltung im Landkreis von großer Bedeutung.

So steht jede fünfte baden-württembergische Milchkuh

im Landkreis Ravensburg und stellt damit auf vielen hiesigen

Höfen immer noch die Haupteinnahmequelle dar. Der Ackerbau

mit Mais, Getreide und Raps sowie der Anbau von Sonderkulturen

(Kern- und Beerenobst) spielen im Landkreis ebenfalls

eine wichtige Rolle. Einen Spitzenplatz im landesweiten

Vergleich nimmt der Landkreis Ravensburg auch im Bereich

des biologischen Anbaus mit etwa 300 Betrieben ein.

In den vergangenen Jahren hat die Erzeugung von Energie aus

Biomasse stark an Bedeutung gewonnen. So sind im Landkreis

Ravensburg derzeit (Juli 2017) rund 120 Biogasanlagen in Betrieb,

die pro Jahr etwa 200.000 MWh Strom erzeugen. Zusätzlich

werden zahlreiche Dächer auf Bauernhöfen über Photovoltaikanlagen

zur Stromerzeugung genutzt. Dank der

reizvollen Landschaft sowie des großen Freizeit- und Erholungswertes

bietet der Betriebszweig „Ferien auf dem Bauernhof

“ einigen Familien ein weiteres Einkommensstandbein.

Das Landwirtschaftsamt

Die Anforderungen im Bereich der Landwirtschaftsverwaltung

sind einem ständigen Wandel unterworfen. Daher gilt es

vor allem flexibel zu sein. Denn neben den immer umfangreicheren

Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit der Agrarreform

ist auch der Bedarf an Beratung gestiegen. Ziel ist es,

die bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen, die Standorte

zu festigen, die Umwelt durch fachgerechte Produktion zu

schützen und dabei die wirtschaftliche Existenz der Familien

zu sichern, damit die Landwirtschaft auch weiterhin ihren hohen

Stellenwert im Landkreis behält.

Um das zu erreichen, bietet das Landwirtschaftsamt den Landwirten

eine zeitgemäße und nachhaltige landwirtschaftliche

Beratung an. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte sind die Ausund

Weiterbildung, die Ernährungsberatung und die Fördermaßnahmen

für die Landwirtschaft.

Förderung und Beratung der Landwirtschaft

Zur allgemeinen Förderung gehört in erster Linie die Umsetzung

von Fördermaßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik

der EU. Die Landwirte werden bei der Antragstellung unterstützt

und beraten, um in den Genuss der jährlichen EU-Aus-

gleichszahlungen zu kommen. Die EU-Agrarreform hat durch

die Kopplung an rechtliche Vorgaben (Cross Compliance) eine

Fülle von Kontrollen vorgeschrieben, die vom Landwirtschaftsamt

durchzuführen sind. Von diesen Kontrollen hängt letztlich

auch ab, ob ein Betrieb die beantragten Fördergelder bekommt

oder nicht. Auch im Bereich der Investitionsförderung, insbesondere

bei Stallbau- und Moder nisierungsmaßnahmen, steht

das Landwirtschaftsamt den Betrieben beratend zur Seite. Darüber

hinaus ist das Landwirtschaftsamt Ratgeber in den unterschiedlichsten

Sparten: von der Produktionstechnik, über den

Pflanzenbau bis hin zur Tierhaltung und der Betriebswirtschaft.

Dabei sind vor allem der Schutz von Wasser und Boden, die artgerechte

Tierhaltung und die wirtschaftliche Betriebsführung

wichtige Themen. Im Rahmen des Einzelbetrieblichen Förderprogramms

werden Betriebe auch bei Stallbaumaßnahmen oder

im Bereich der Diversifizierung beraten und durch staatliche Zuschüsse

unterstützt.

Hoheitliche Aufgaben

Das Landwirtschaftsamt hat daneben auch hoheitliche Aufgaben,

beispielsweise als Träger öffentlicher Belange im Bereich

der Bauleitplanung bei Bebauungsplänen, Flächennutzungsplänen

und bei Baugesuchen. Ferner ist es auch für Genehmigungen

nach dem Agrarstrukturverbesserungsgesetz, dem Landpachtverkehrsgesetz,

bei Aufforstungsanträgen und für

Genehmigungen zum Umbruch von Dauergrünland zuständig.

Aus- und Fortbildung

Beim Landwirtschaftsamt ist auch die Fachschule für Landwirtschaft

angesiedelt. Sie ist unterteilt in die Fachrichtungen

Landbau am Standort Ravensburg und Hauswirtschaft am

Standort Bad Waldsee. Die Fachschule bildet einen wichtigen

Baustein im Rahmen der Meisterprüfung (nähere Informationen

unter www.rv.de/fachschule-landwirtschaft). Auch die berufliche

Ausbildung im „dualen System“ im Bereich der Landund

Hauswirtschaft wird vom Landwirtschaftsamt koordiniert.

Neben der Fachpraxis auf den landwirtschaftlichen Betrieben

und der Theorie in den Berufsschulen arbeitet das

Landwirtschafts amt die Ausbildungspläne aus und führt die

Zwischen- und Abschlussprüfungen durch. Im Rahmen der

Erwachsenenfortbildung bietet das Landwirtschaftsamt Vorträge,

Seminare und Lehrgänge zu verschiedenen Themen an,

wie etwa Sachkundelehrgänge im Pflanzenschutzbereich und

Fachwartekurse im Streuobstbau.


LANDKREIS RAVENSBURG

Landwirtschaft und Umwelt

85

Zahlen und Fakten

Land- und Forstwirtschaft (2016)

Landwirtschaftliche Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe 2.834

Landwirtschaft, genutzte Fläche

87.708 ha

davon Grünland

58.734 ha

Wald (2015)

49.304 ha

Rinderbestand 114.974

davon Milchkühe 71.147

www.rv.de/LA


86 Landwirtschaft und Umwelt LANDKREIS RAVENSBURG

Leitbild Umwelt- und Naturschutz

Schutz unserer Lebensgrundlagen

Sauberes Trinkwasser, intakte Natur, unbelastete Böden zur Nahrungsmittelproduktion – das

sind elementare natürliche Lebensgrundlagen und wir brauchen sie nicht nur heute, sondern

auch noch morgen und übermorgen. Um leben zu können, hat die Menschheit zu allen Zeiten

die Umwelt genutzt und dementsprechend verändert.

Inzwischen wissen wir um die Endlichkeit unserer natürlichen

Ressourcen und die damit verbundenen Folgen für die wirtschaftliche

und gesellschaftliche Entwicklung. Wir sind daher

aufgefordert, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um mit

diesen so sparsam und schonend wie möglich umzugehen,

denn auch unsere Kinder und Enkel sind darauf angewiesen.

Auf eine einfache Formel gebracht heißt dies: ohne Natur kein

menschliches Überleben.

Naturschutz

Unsere über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft ist in

besonderem Maß geprägt durch die Verzahnung der unterschiedlichsten

Lebensräume. Für unseren Landkreis typisch

sind vor allem inzwischen in Mitteleuropa selten gewordene

wasserbeeinflusste Lebensräume wie Riede und Moore sowie

Streuobstwiesen, naturbelassene Bäche und eine große Zahl an

Seen mit ihren speziell an die jeweiligen Lebensbedingungen

angepassten Tier- und Pflanzenarten. Ziel des Naturschutzes

ist es, diese Lebensräume zu schützen und damit für nachfolgende

Generationen zu erhalten. Gleichzeitig engagiert sich

der Naturschutz im Rahmen des Leitbildes zur Landschaftsentwicklung

auch für eine naturverträgliche Entwicklung unserer

Kulturlandschaft.

Im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes arbeitet das

Landratsamt eng zusammen mit dem Landschaftserhaltungsverband

Landkreis Ravensburg (LEV). Mitglieder des LEV

Im Landkreis gibt es

1.400 Seen und Weiher.

Das ist ein Drittel aller badenwürttembergischen

Seen!


LANDKREIS RAVENSBURG

Landwirtschaft und Umwelt

87

sind neben den kreisangehörigen Gemeinden auch der

Bauernverband und die privaten Naturschutzverbände.

Aufgabe des LEV ist die Durchführung der Landschaftspflegemaßnahmen

im Landkreis insbesondere in den NA-

TURA 2000 Gebieten.

Eine besondere Verantwortung hat der Naturschutz für die

rund 1.400 Seen und Weiher im Landkreis. Seit mehr als 25

Jahren betreibt der Landkreis deshalb zusammen mit den

Gemeinden sehr erfolgreich das Programm zur Sanierung

Oberschwäbischer Seen.

Bodenschutz

Der Boden gehört neben Luft, Wasser und Sonnenlicht zu

den unverzichtbaren Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere

und Pflanzen. Aus diesem Grund verpflichtet das Bundesbodenschutz-

und Altlastengesetz jedermann, Bodenbelastungen

möglichst gering zu halten. Das Bau- und

Umweltamt des Landratsamtes überwacht die Einhaltung

der Vorschriften zum Schutz des Bodens, erfasst und bewertet

die Lage und die Schädlichkeit von Altlasten und

koordiniert notwendige Sanierungsmaßnahmen.

Gewässerschutz

Sauberes Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Für 99

Prozent der Bevölkerung im Landkreis Ravensburg wird

das Trinkwasser durch 55 Unternehmen der öffentlichen

Wasserversorgung aus Grund- und Quellwasser aufbereitet;

etwa 1 Prozent der Kreisbewohner bezieht sein Trinkwasser

aus eigenen Brunnen. Um die Qualität des Trinkwassers

dauerhaft gewährleisten zu können, wurden im

Landkreis Ravensburg 83 Wasserschutzgebiete ausgewiesen,

die rund 8 Prozent der Landkreisfläche abdecken. Aber

auch außerhalb der Wasserschutzgebiete muss das Grundwasser

vor Verunreinigungen oder dem Eintrag von schädlichen

Stoffen geschützt werden. Chemikalien, Heizöl oder

Abwasser gehören nicht in Gewässer oder ins Grundwasser.

Schließlich trägt auch eine moderne Abwasserentsorgung

zum Erhalt unserer Lebensgrundlage Wasser bei. Im Landkreis

Ravensburg werden derzeit 30 kommunale Kläranlagen

und knapp 1.000 private Kleinkläranlagen betrieben.

Saubere und ökologisch intakte Seen laden zum Baden ein.

Sie sind – ebenso wie die vielen Fließgewässer im Landkreis

– Lebensraum für zahlreiche Organismen. Auch diese verdienen

unser Interesse, nicht zuletzt deshalb, weil die Oberflächengewässer

mit dem Grundwasser in Verbindung stehen.

Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre

haben gezeigt, dass es sehr wichtig ist, sich nicht nur um

den biologisch-chemischen, sondern auch um den ökologischen

Zustand der Bäche und Flüsse zu kümmern. So tragen

natürliche oder naturnah gestaltete Gewässer ebenso

zur Vermeidung von Hochwasserspitzen bei, wie eine sachgerechte

Ableitung und Behandlung von Regenwasser.

Für 99 Prozent der Bevölkerung im

Landkreis Ravensburg wird das

Trinkwasser durch 55 Unternehmen

der öffentlichen Wasserversorgung

aus Grund- und Quellwasser aufbereitet;

etwa 1 Prozent der Kreisbewohner

bezieht sein Trinkwasser

aus eigenen Brunnen.

Zahlen und Fakten

Natur- und Landschaftsschutz

Landschaftsschutzgebiete

Wasserschutzgebiete

Naturschutzgebiete

Biotope (nach § 32 NatSchG geschützt)

Flächenhafte Naturdenkmale

www.lev-ravensburg.de

30.834 ha

23.705 ha

5.856 ha

11.866 ha

471 ha


88 Landwirtschaft und Umwelt LANDKREIS RAVENSBURG

Das Forstamt

Wald erhalten, pflegen und nutzen

Fast ein Drittel der Fläche des Landkreises Ravensburg ist mit Wald bedeckt. 23 Prozent der

Waldfläche gehören dem Land Baden-Württemberg, weitere 10 Prozent den Städten und

Gemeinden. Damit sind 33 Prozent in öffentlichem Eigentum.

Der Großteil (67 Prozent) ist Privatwald, davon knapp die

Hälfte so genannter Kleinprivatwald von zusammen rund

6.000 Waldeigentümern. Im Landkreis finden sich zwei große

zusammenhängende Waldgebiete: Im Herzen des Landkreises

der „Altdorfer Wald“ zwischen Aulendorf und Vogt mit 8.000

Hektar und im Allgäu die „Adelegg“ mit 3.000 Hektar. In der

Region überwiegt das Nadelholz. Zwei Drittel sind Nadelhölzer

mit der dominierenden Fichte, aber auch Tanne, Lärche

und Douglasie sind häufig anzutreffen. Ein Drittel sind Laubhölzer

mit Buche, Eiche, Esche, Ahorn und sonstigen Laubhölzern.

Der Wald erfüllt wichtige Funktionen für Boden, Grundwasser

und Klima sowie als Rückzugs- und Lebensraum für viele

Pflanzen- und Tierarten. Für den Menschen stellt der Wald

eine besondere Erholungs- und Ruhezone dar. Zugleich ist er

Lieferant für die örtlichen und regionalen holzverarbeitenden

Betriebe sowie für die Brennholzversorgung der Bevölkerung.

Zwischen diesen zahlreichen verschiedenen Ansprüchen an

den Wald sorgt das Forstamt des Landratsamtes für einen ausgewogenen

Interessenausgleich. Das Forstamt hat seine Zentrale

in Ravensburg und eine Außenstelle in Leutkirch im Allgäu;

der Landkreis ist in insgesamt 20 Forstreviere aufgeteilt.

Die Beschäftigten des Kreisforstamtes bewirtschaften im Auftrag

der Eigentümer den Staats- und Kommunalwald. Für alle

Waldbesitzer gibt es kostenlose Beratungen. Auf besonderen

Wunsch betreut und bewirtschaftet das Forstamt auch private

Wälder als Dienstleister gegen Kostenersatz.

Waldpädagogik

Praktisches Erleben und Entdecken im Wald ist für eine verantwortungsbewusste

Umwelterziehung unserer Kinder von

besonderer Bedeutung. Über neugieriges Erkunden und bewusstes

„Natur-Erfahren“ können sie ökologische Zusammenhänge

und Abläufe der Natur erkennen lernen, um so ein

Problembewusstsein und ein verantwortungsvolles Handeln

für unsere Umwelt zu entwickeln. In der Novellierung des

Landeswaldgesetzes wurde 1995 die „Waldpädagogik“ als Bildungsauftrag

erstmals gesetzlich verankert. Die Aufgabe der

Forstverwaltung liegt nun darin, in Kooperation mit den

Schulen, den Kindern und allen weiteren Interessierten das

Ökosystem Wald anschaulich zu vermitteln. Das Forstamt bietet

nach Rücksprache ein vielfältiges Wald pädagogik-Angebot

rund um den Wald für Schulklassen, Kindergärten, Vereine

und Privatgruppen.

www.rv.de/FO


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LANDKREIS RAVENSBURG

Landwirtschaft und Umwelt

89

Spezialisten für

natürliche Tiergesundheit

SaluVet GmbH Die SaluVet GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das

homöopathische und heilpflanzenhaltige Präparate zur Heilung, Futterergänzung und

Pflege von Nutztieren, Pferden und Heimtieren entwickelt und vertreibt.

Das Wohlbefinden und die Gesundheit von Tieren nachhaltig

und natürlich zu fördern, das ist der Leitgedanke der Firma

SaluVet, die für ihre vielfältigen Produkte nur ausgewählte

Heilpflanzen, traditionelle Kräuter, Spurenelemente, Mineralien

und natürliche Rohstoffe verwendet.

Die SaluVet GmbH ist 2015 durch den Zusammenschluss der

Dr. Schaette GmbH und deren Tochtergesellschaft PlantaVet

GmbH unter dem Dach der WALA-Gruppe entstanden. Seit

ihrer Gründung im Jahr 1919 war die Dr. Schaette GmbH ein

familiengeführtes Unternehmen, das als Pionier auf dem Gebiet

der Herstellung natürlicher Tierarznei-, Pflege- und Futtermittel

für Nutztiere gilt. Die PlantaVet GmbH wurde vor 25

Jahren als Tochterfirma gegründet, um biologische Arzneimittel

an Tierärzte zu vertreiben. 2007 wurden die Unternehmensanteile

der WALA-Gruppe übertragen.

Das Unternehmen SaluVet unter der Geschäftsführung von Dr.

Sandra Graf-Schiller und Volker Schwarz widmet sich der

natürlichen Tiergesundheit. Das Produktportfolio umfasst biologische

Arzneimittel, heilpflanzenhaltige Ergänzungsfuttermittel,

Biozide und Pflegemittel. Die Produkte der Marke Dr.

Schaette werden direkt an Landwirte und Pferdebesitzer vertrieben,

die biologisch-pharmazeutischen Präparate der Marke

PlantaVet exklusiv an niedergelassene Tierärzte.

Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter, davon fertigen

knapp 70 Beschäftigte am Unternehmensstandort Bad

Waldsee die hochwertigen und innovativen Produkte, die sowohl

prophylaktisch als auch therapeutisch eingesetzt werden.

Am Firmensitz befinden sich alle relevanten Abteilungen – angefangen

bei Forschung und Entwicklung, über Herstellung

und Qualitätskontrolle bis hin zu Marketing und Vertrieb.

Die Präparate auf rein pflanzlicher Basis zeichnen sich durch

hohe Wirksamkeit, gute Verträglichkeit und äußerst geringe Belastung

für die Umwelt aus. Zudem werden Pflanzenessenzen

für die Naturkosmetiklinie Dr. Hauschka hergestellt. Die Firma

SaluVet überzeugt mit der erfolgreichen Verknüpfung von traditioneller

Pflanzenheilkunde mit modernster Fertigungstechnologie

und garantiert so die hohe Qualität ihrer Rezepturen.

SaluVet GmbH

Stahlstraße 5, 88339 Bad Waldsee

Tel. +49 7524 4015-0, E-Mail: info@saluvet.de

www.saluvet.de


90 Gesundheit LANDKREIS RAVENSBURG

Die Oberschwabenklinik

Daseinsvorsorge aus kommunaler Hand

Gesundheitsversorgung ist ein elementares Stück Daseinsvorsorge. Mit der Oberschwabenklinik

(OSK) und ihren Krankenhäusern nimmt der Landkreis Ravensburg diese Aufgabe auf

wichtigen Feldern selbst in die Hand.

Die OSK stellt eine hoch qualifizierte medizinische wie pflegerische

Versorgung im Landkreis sicher. Die OSK ist leistungsstarker

Partner aller Akteure in einem eng geknüpften Gesundheitsnetzwerk.

Die als gemeinnützige GmbH geführte

OSK gehört zu 98,2 Prozent dem Landkreis und zu 1,8 Prozent

der Stadt Ravensburg. Die Krankenhäuser sind ein großer Investitionsschwerpunkt

des Landkreises. Das St. Elisabethen-

Klinikum (EK) in Ravensburg ist für rund 270 Millionen Euro,

davon 115 Millionen Euro Zuschuss vom Land Baden-

Württemberg, komplett neu strukturiert und in weiten Teilen

neu gebaut worden. Es ist das größte Infrastrukturprojekt, das

der Landkreis in seiner Geschichte angepackt und vollendet

hat. Mit 542 Betten sowie dem umfangreichsten Fächerspektrum

zwischen Bodensee und Ulm ist das EK Rückgrat der

klinischen Versorgung in der Region.

Das Westallgäu-Klinikum in Wangen im Allgäu, mit 228 Betten

zweitgrößtes Haus im OSK-Verbund, hat der Landkreis in mehreren

Schritten auf den Stand der Zeit gebracht. Das Klinikum

gewährleistet mit einem Einzugsgebiet von rund 100.000 Menschen

die wohnortnahe Versorgung im oberschwäbischen Allgäu.

Das Krankenhaus Bad Waldsee, das dritte Akuthaus der

OSK, genießt einen hervorragenden Ruf unter anderem als Zentrum

für den Gelenkersatz. Mit der Neugestaltung von Foyer,

Eingang und Vorplatz hat der Landkreis auch dieses Haus aufgewertet.

Über großformatiges helles Pflaster geht es auf der Magistrale

Richtung der gebäudehohen Glasfassade und des Haupteingangs

des St. Elisabethen-Klinikums. Zwischen Baumreihen

hindurch, vorbei an einem Teich mit naturnah gestalteten

Randbereichen. Betritt man das Klinikum, befindet man sich

in einer großen 20 Meter hohen und rund 100 Meter langen

Halle. Sie strahlt nicht nur Atmosphäre aus, sondern ist vor allem

Ort vieler Serviceeinrichtungen und zugleich belebte

Drehscheibe auf allen Wegen zwischen den vier Häusern des

neuen EK. Das St. Elisabethen-Klinikum entspricht ganz und

gar nicht mehr dem alten Klischee von einem Krankenhaus.

Klar gegliedert liegt das Klinikum wie ein vierblättriges Kleeblatt

vor Patienten und Besuchern. Überall in den Warte- und

Gangbereichen befinden sich Kunstwerke – Originale von

Künstlern aus der Region. An den Wänden der Krankenzimmer

sowie gegenüber den Aufzügen des Hauses A schmücken

großformatige Aufnahmen der herrlichen Landschaften in

Oberschwaben und am Bodensee die Wände. In den Häusern

C und D ist in vielen, auch bewegten Formen der Baum als ein

Symbol des Lebens dargestellt.


LANDKREIS RAVENSBURG

Gesundheit

91

Auch die Atmosphäre macht gesund. Im St. Elisabethen-Klinikum

ist dieser Gedanke beispielhaft umgesetzt. Alle Patienten

liegen ausschließlich in modernen Zwei- und Einbettzimmern.

Die Zimmer sind ringförmig um die Stationsstützpunkte angeordnet.

Das spart Pflegekräften und Ärzten Zeit. Patienten und

Besucher erfahren das EK trotz seiner Größe in ihrem jeweiligen

Bereich als ein überschaubares und heimeliges Haus.

Ortswechsel ins Westallgäu mit dem gleichen Thema, einer zukunftsfähigen

Krankenhausversorgung. Der Landkreis hat über

ein Jahrzehnt hinweg Schritt für Schritt das Westallgäu-Klinikum

in Wangen zu einem Haus entwickelt, das die Versorgung

für die gesamte Region gewährleisten kann. Durch den weitläufigen,

in den Abendstunden ansprechend illuminierten Außenbereich

geht es zum Eingang, dessen Vorplatz ein Zeltdach

überspannt. Foyer, Stationen und Außenfassade sind renoviert

worden. Intensivbereich, Labor, und zuletzt die Geburtshilfe

mit Nofallsectio sind nur einige Beispiele dafür, wie umfassend

erneuert oder neu gebaut wurde.

Ein ganz eigenes Flair hat das Krankenhaus Bad Waldsee. Es

liegt idyllisch in einer weitläufigen Parkanlage unweit des

Stadtsees. Die aus dem Gründungsjahr 1907 stammende historische

Fassade ist Richtung See vollständig erhalten. Dahinter

verbirgt sich auch an diesem Standort eine moderne Klinik.

Eine besondere Rolle im Verbund spielt schließlich das Heilig-

Geist-Spital in Ravensburg. Seit dem Jahre 1498 ist es für die

Gesundheitsversorgung in Stadt und Region von Bedeutung.

Heute ist es Sitz der Geriatrischen Rehabilitation der OSK mit

44 Betten.

Nicht nur vor, sondern auch hinter den Kulissen haben die

OSK-Häuser Vorbildcharakter: zum Beispiel bei der Energieversorgung.

Im Westallgäu-Klinikum erzeugt eine Hackschnitzelanlage

Wärme und Dampf. Im St. Elisabethen-Klinikum

setzt man auf die Geothermie. In beiden großen Häusern laufen

Blockheizkraftwerke. Der Landkreis investiert in seinen

Krankenhäusern in jeder Hinsicht in die Zukunft.


92 Gesundheit LANDKREIS RAVENSBURG

Auf die Oberschwabenklinik

können sich die Menschen verlassen

Oberschwabenklinik gGmbH Persönlich. Innovativ. Kommunal. Das ist die Oberschwabenklinik.

Mit leistungsstarken stationären und ambulanten Einrichtungen ist die OSK ein Eckpfeiler der

Gesundheitsversorgung in Landkreis und Region.

Das St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg, das Westallgäu-

Klinikum in Wangen sowie das Krankenhaus Bad Waldsee

stellen die akutstationäre Versorgung im Landkreis sicher. In

der Geriatrie im Heilig-Geist-Spital Ravensburg bereitet die

OSK ältere Menschen nach Erkrankungen auf den Alltag vor.

Mit ihren Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) nimmt

die OSK an der ambulanten Versorgung teil. Über 170.000 Patienten,

davon 42.000 stationär, vertrauen jedes Jahr dem Wissen

und dem Können der 2.700 OSK-Beschäftigten. Die Notaufnahmen

in den Akuthäusern suchen über 55.000 Patienten

pro Jahr auf. Für viele Schwerkranke oder -verletzte ist die Notfallversorgung

der OSK überlebenswichtig.

Die Einrichtungen der OSK sind eng miteinander vernetzt.

Jede hat ihr eigenes Profil im Verbund. Das St. Elisabethen-

Klinikum in Ravensburg ist überregionales Traumazentrum

zur Versorgung Schwerstverletzter. Weitere Bereiche mit einem

überregionalen Einzugsgebiet behandeln Patienten nach einem

Schlaganfall oder Herzinfarkt sowie Patienten mit Gefäßerkrankungen.

Unter dem Dach des Onkologischen Zentrums

arbeiten Brustzentrum, Darmzentrum, Gynäkologisches

Zentrum und Prostatakarzinomzentrum. Die Radiologie, die

Neuroradiologie und die Strahlentherapie können sich auf

hochmoderne Geräte stützen. Nicht zuletzt ist das EK als größ-

te Klinik für Kinder und Jugendliche in der Region ein

Zentrum für Frühgeborene.

Im Westallgäu-Klinikum in Wangen hat die OSK neben Innerer

Medizin, Allgemeinchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

sowie Gynäkologie mit Geburtshilfe weitere hoch

spezialisierte Leistungen etabliert. Schwer Übergewichtige

werden im Adipositaszentrum behandelt. Das Klinikum ist

größtes bettenführendes Schmerzzentrum in Baden-Württemberg.

Es verfügt über einen großen Intensivbereich und ist lokales

Traumazentrum.

Das Krankenhaus Bad Waldsee versorgt das westliche Kreisgebiet

und die angrenzenden Gemeinden. Es verfügt über eine

Innere Medizin mit einem umfassenden Versorgungsspektrum.

Als Zentrum für den Gelenkersatz ist das Haus eingebettet

in die vielfältige Kur- und Rehalandschaft der Stadt.

Gelenkpatienten finden in Bad Waldsee eine komplette Versorgungskette

auf denkbar kurzen Wegen.

Eine Besonderheit ist das Endoprothetikzentrum der OSK.

Alle drei Akuthäuser sind gemeinsam als Zentrum für den Gelenkersatz

an Knie und Hüfte zertifiziert. Darüber hinaus gibt

es innerhalb der OSK Spezialisten für Erkrankungen der Fuß-,


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LANDKREIS RAVENSBURG

Gesundheit

93

Die persönliche Note in der Versorgung, innovative Konzepte in Medizin und

Pflege sowie der Rückhalt der kommunalen Trägerschaft begründen die

Stärken der Oberschwabenklinik. Die Menschen im Landkreis und weit

darüber hinaus wissen: Rund um die Uhr und in jeder Lage können sie sich

auf die Oberschwabenklinik verlassen.

Hand- oder Schultergelenke. In allen Häusern und insbesondere

in den ambulanten Medizinischen Versorgungszentren

sind auch konservative Methoden etabliert. Operiert wird in

den Einrichtungen der OSK nur dann, wenn es medizinisch

unbedingt geboten ist.

Zukunft wird bei der Oberschwabenklinik groß geschrieben.

Wer gut gewappnet für kommende Herausforderungen sein

will, muss sich um die Fachkräfte von morgen kümmern. Die

OSK gehört mit 230 Ausbildungsplätzen zu den größten Ausbildungsbetrieben

im weiten Umkreis. Es gibt Ausbildungsoder

Studienplätze in allen Bereichen der Pflege sowie für

Operationstechnische und Anästhesietechnische Assistenten.

Die praktische Ausbildung erfolgt an den OSK-Häusern, der

theoretische Unterricht an den Pflegeschulen in Weingarten

und in Wangen.

Die OSK ist Hauptgesellschafter der Gesundheitsakademie

Bodensee-Oberschwaben in Weingarten, der größten Ausund

Weiterbildungseinrichtung für Gesundheitsberufe in

weitem Umkreis. Die Akademie stellt die ständige berufliche

Weiterqualifizierung nicht nur der Beschäftigten der OSK,

sondern auch vieler weiterer Kliniken sicher. Zudem sind das

St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg und das Westallgäu-Klinikum

Akademische Lehrkrankenhäuser der Universität Ulm,

an denen angehende Ärzte ihr letztes Studienjahr verbringen

und auch ihr 2. Staatsexamen ablegen.

Die persönliche Note in der Versorgung, innovative Konzepte

in Medizin und Pflege sowie der Rückhalt der kommunalen

Trägerschaft begründen die Stärken der Oberschwabenklinik.

Die Menschen im Landkreis und weit darüber hinaus wissen:

Rund um die Uhr und in jeder Lage können sie sich auf die

Oberschwabenklinik verlassen.

Oberschwabenklinik gGmbH

Elisabethenstraße 17, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 87-0

info@oberschwabenklinik.de

www.oberschwabenklinik.de


94 Gesundheit LANDKREIS RAVENSBURG

Erstklassige Diagnostik

dank innovativer Labormedizin

MVZ Labor Ravensburg, Labor Dr. Gärtner Das MVZ Labor Ravensburg, Labor Dr. Gärtner,

zählt mit dem kompletten Spektrum der modernen medizinischen Diagnostik zu den

leistungsfähigsten Laboratorien Süddeutschlands.

Das MVZ Labor Ravensburg, Labor Dr. Gärtner kann auf nunmehr

70 Jahre bewegte Geschichte zurückblicken. Mit seinen

über 400 Mitarbeitern präsentiert es sich heute als modernes

Institut und als qualitätsbewusste labormedizinische Einrichtung,

die für erstklassige Diagnostik und für eine breite Vernetzung

in der gesamten Region steht.

Mitte des 20. Jahrhunderts war das Thema Labormedizin vielerorts

noch Neuland, als Dr. med. Kurt Gärtner den Schritt

wagte und im Jahr 1947 in einer Einzimmerwohnung in Weingarten

das erste Privatlabor Deutschlands gründete. Ein wenig

erfreulicher Schicksalsschlag – gleich in den ersten Wochen

nach der Eröffnung brach in Bad Waldsee eine Paratyphus-

Epidemie aus – verhalf dem jungen Labor zu erstem bescheidenem

Wachstum. Das Labor entwickelte sich schnell und schon

drei Jahre später konnte das erste eigene Laborgebäude bezogen

werden. Heute ist das MVZ Labor Ravensburg auf dem

Campus des St.-Elisabethen-Krankenhauses der Oberschwabenkliniken

in Ravensburg angesiedelt. Der Umzug von Weingarten

nach Ravensburg im Jahr 2005 war für das Labor ein

wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Stets im Blick, den Ansprüchen

an eine zeitgemäße medizinische Analytik gerecht zu

werden, hat das Labor hier die besten Arbeitsvoraussetzungen

und mit der Oberschwabenklinik einen starken Partner an seiner

Seite. Mit baulichen Erweiterungen des Laborgebäudes

Der hervorragende Ruf des Labors

basiert auf der erfolgreichen Kombination

von höchster analytischer

Qualität, kompetenter Beratung und

innovativer Diagnostikverfahren.

bleibt das MVZ Labor Ravensburg auch weiterhin auf Wachstumskurs,

um zukünftige Aufgaben und Herausforderungen

bestens gerüstet zu bewältigen.

Nach dem Tod von Dr. med. Wolfgang Gärtner († 2013), dem

Sohn des Laborgründers, der die Entwicklungen des Labors

über viele Jahre entscheidend mitgestaltete, firmiert das Labor

nun unter dem Namen MVZ Labor Ravensburg, Labor Dr.

Gärtner, und wird von Dr. med. Diethard Müller als Geschäftsführer

geleitet. Als Teil der Limbach Gruppe SE gehört das

Labor seit 2014 dem bundesweit größten ärztlich getragenen

Laborverbund für Medizinische Diagnostik an. Mit 220 Fachärzten

an über 30 Standorten verfolgt die Limbach Gruppe das

Ziel einer flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung in

Deutschland.


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LANDKREIS RAVENSBURG

Gesundheit

95

Zwischen Schwarzwald und Allgäu, Hohenlohe und Bodensee

vertrauen über 3.000 niedergelassene ärztliche Kolleginnen

und Kollegen aller Fachrichtungen der Labordiagnostik des

MVZ Labor Ravensburg. Darüber hinaus werden auch für

mehr als 100 Krankenhäuser die unterschiedlichsten Untersuchungen

des gesamten Spektrums der Laboratoriumsmedizin,

Mikrobiologie und Hygiene durchgeführt.

Damals wie heute steht das Wohl des Patienten im Mittelpunkt

der Labormedizin. Die Labordiagnostik ist ein wesentlicher Bestandteil

der ärztlichen Diagnosefindung sowie der Verlaufsund

Behandlungskontrolle. Viele Krankheiten, von Blutbildveränderungen,

Funktionsstörungen an Organen bis hin zu

Stoffwechselkrankheiten, können durch die Laboruntersuchungen

erkannt werden. Im MVZ Labor Ravensburg wird dazu eine

Vielzahl von Parametern mit modernsten Methoden und Verfahren

von exzellent ausgebildeten Mitarbeitern untersucht. Ein

gut funktionierendes EDV-gestütztes Logistiknetz sorgt darüber

hinaus dafür, dass Laborwerte umgehend übermittelt werden.

Die täglich eingehenden Untersuchungsanfragen und Proben

werden in kürzester Zeit, rund um die Uhr bearbeitet, sodass die

Befunde den behandelnden Ärzten schnellstmöglich zur Verfügung

stehen – im Notfall auch direkt telefonisch.

Leistungsspektrum:

Das MVZ Labor Ravensburg bietet labordiagnostische

Leistungen des gesamten Spektrums

der Humanmedizin und Hygiene mit den

Schwerpunkten:

• Labormedizin

• Endokrinologie

• Mikrobiologie

• Virologie

• Parasitologie

• Mykologie

• Praxis- und Klinikhygiene

• Transfusionsmedizin

• Immunologie

• Hämostaseologie

• Molekularbiologie

Das MVZ Labor Ravensburg erbringt nicht nur klassische

Laborleistungen nach höchstem Standard, sondern bietet

durch die Bündelung zahlreicher Fachrichtungen auch Komplettlösungen

an. Durch Kooperationen mit klinischen Laboratorien

konnte zudem die Krankenhausversorgung in den

letzten Jahren wesentlich ausgebaut werden. Managementund

Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Erbringung

labormedizinischer Leistungen werden von Krankenhäusern

immer stärker nachgefragt.

Der hervorragende Ruf des Labors basiert auf der erfolgreichen

Kombination von höchster analytischer Qualität, kompetenter

Beratung und innovativer Diagnostikverfahren – dies

wissen die Kunden weit über die Grenzen der Region zu schätzen.

Seine Stärken beweist das MVZ Labor Ravensburg auch in

punkto Qualitätssicherung. Das etablierte Qualitätsmanagement

ist ein wichtiges Instrument zur Einhaltung der gesetzlichen

Vorgaben und höchster Qualitätsstandards – die Akkreditierungen

nach den europaweit gültigen Normen DIN EN

ISO 17025 und 15189 sind dafür ein wichtiger Beleg.

Seit seiner Gründung fühlt sich das Labor der Region und

ihren Menschen verbunden. Als beständiger Arbeitgeber ist

das MVZ Labor Ravensburg stetig auf der Suche nach engagierten

Mitarbeitern aus Medizin und Naturwissenschaft, die

das Wohl der Patienten in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.

So arbeiten Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten,

Biologisch-technische und Chemisch-technische Assistenten

an der Seite von Naturwissenschaftlern aus den Bereichen Biologie

und Chemie sowie Ärzten der Fachrichtungen Laboratoriumsmedizin,

Mikrobiologie, Hygiene oder Transfusionsmedizin.

MVZ Labor Ravensburg GbR

Elisabethenstraße 11, 88212 Ravensburg

Tel. +49 751 502-0

info@labor-gaertner.de

www.labor-gaertner.de


96 Gesundheit LANDKREIS RAVENSBURG

Ein starker Gesundheitspartner

für ein Stück Leben

Waldburg-Zeil Kliniken Wer in einem der baden-württembergischen oder bayerischen Krankenhäuser

behandelt oder operiert wird, kommt oft in eine Waldburg-Zeil Rehabilitationsklinik zur

weiteren Therapie. Auf 60 Jahre Kompetenz in der medizinischen Rehabilitation können die

„Waldburg-Zeiler“ zurückblicken.

In den Fachkliniken, zum Beispiel in Wangen, werden

Patienten auf universitärem Niveau wohnortnah behandelt.

Dabei kooperieren die Waldburg-Zeil Kliniken mit

allen umliegenden Krankenhäusern.

Chancen nutzen und Potenziale fördern. Bei den Waldburg-

Zeil Kliniken ziehen alle Berufsgruppen an einem Strang: zum

Wohle der Patienten.

In mehreren Fachkliniken behandeln und operieren Waldburg-Zeil

Spezialisten außerdem seit mehreren Jahrzehnten

mit dem Schwerpunkt auf Lungenerkrankungen und Rheumaorthopädie.

Räumliche Nähe ist eine wesentliche Stärke, gepaart

mit medizinischem Know-how. Denn alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter wissen, welchen Stellenwert die Familie

für den Genesungsprozess hat, und setzen deshalb auf die

wohnortnahe Betreuung von Patienten in der wohltuenden

Umgebung des Allgäus. Diese schätzen auch Gäste und Patienten,

die von weiter her in die Gesundheitsregion kommen.

Die Waldburg-Zeil Kliniken nehmen sich Zeit für die Gesundheit.

Als privater Klinikverbund mit Schwerpunkt in Oberschwaben

arbeitet man in den Waldburg-Zeil Kliniken Hand

in Hand, wenn es darum geht, die medizinische Versorgung im

ländlichen Raum sicherzustellen und weiterzuentwickeln.

Schwerpunkte sind Orthopädie, Innere Medizin, Kardiologie,

Onkologie, Pneumologie, Neurologie, Psychosomatik für

Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Entscheidend für den

Gesundheitsverbund ist dabei, dass private und öffentlichrechtliche

Strukturen für die Genesung der Patienten miteinanderwirken.

Partnerschaften wie mit dem Klinikum Friedrichshafen oder

der Oberschwabenklinik, Allianzen und Kooperationen mit

Universitätskliniken, zum Beispiel in Ulm, nutzen die Waldburg-Zeil

Kliniken, um hier vor Ort auf höchstem Niveau

behandeln zu können. Viele Auszeichnungen der Fachgesellschaften

unterstreichen den Erfolg der medizinischen Arbeit.

Entlastung und Distanzierung vom Alltag bieten den richtigen

Rahmen, dass sich Menschen erholen und Kräfte tanken,

damit sie beruflich und privat ihr Leben wieder genießen können.

Das sehen Patienten, Selbsthilfegruppen und Krankenhäuser

auch so. Sie haben die Waldburg-Zeil Kliniken deshalb

2018 wieder unter die besten deutschen Rehakliniken des

„Focus Gesundheit“ gewählt.

Zu den Waldburg-Zeil Kliniken gehören zwei Fachkliniken,

neun Rehabilitationskliniken und ein Therapeutisches Bewegungszentrum.

Nimmt man alle zwölf Einrichtungen zusammen,

dann stellen sie 2.888 Klinikbetten bereit. Insgesamt beschäftigen

sie rund 3.000 Mitarbeiter. Auszeichnungen wie

„Great Place to Work“ zeigen, dass sich Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter im Waldburg-Zeil Klinikverbund wohlfühlen.

Hier zu arbeiten, bedeutet Zeit für gemeinsame Erfolge zu ha-


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LANDKREIS RAVENSBURG

Gesundheit

97

ben, regelmäßige Arbeitszeiten mit (in Rehakliniken) überwiegend

freien Wochenenden, flexible Zeiteinteilung, intensive

Betreuung von Patienten und genügend Zeit dafür. Mitarbeiter

aller Gesundheitsberufe, ob aus dem medizinischen Bereich, in

der Therapie, Pflege oder auch aus dem pädagogischen, kaufmännischen

beziehungsweise hauswirtschaftlichen Umfeld,

helfen, dass die den Kliniken anvertrauten Menschen bestmöglich

behandelt werden.

Begeisterte und motivierte Mitarbeiter sind maßgeblich am

Erfolg des Verbundes beteiligt. Er bietet Mitarbeitern den notwendigen

Freiraum, um ihre Potenziale voll entfalten zu können.

Zielgerichtete Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen

unterstützen Mitarbeiter dabei, den wachsenden

Anforderungen gerecht zu werden. Denn: Sich um kranke

Menschen zu kümmern, ist eine besondere und erfüllende

Aufgabe, die mitunter sehr fordernd sein kann. Die Strukturveränderungen

im Gesundheitswesen haben dazu geführt,

dass die physischen und psychischen Arbeitsbelastungen immer

mehr zunehmen. Mit betrieblichem Gesundheitsmanagement

und einer Vielzahl von Angeboten wie beispielsweise der

Heimatcard, der betrieblichen Altersvorsorge oder Unterstützung

bei Zahnersatz bieten die Waldburg-Zeil Kliniken ihren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein anspruchsvolles, inspirierendes

und „gesundes“ Umfeld.

Eine stationäre Rehabilitation bringt Entlastung

und Distanzierung vom Alltag – der richtige

Rahmen, um gesund zu werden.

Waldburg-Zeil Kliniken in Zahlen

Standorte: Isny-Neutrauchburg, Wangen im

Allgäu, Bad Wurzach, Bad Waldsee, Bad Saulgau,

Aulendorf, Oberammergau, Bad Füssing, Bad

Salzelmen

Versorgte Patienten: 61.504

Betten: 2.888

Mitarbeiter: rund 3.000

Ausbildungsberufe m/w: Koch, Hotelfachkraft,

Gesundheits- und Krankenpfleger, Heilerziehungspfleger

Weiterbildung: Praktika für Ergo, Physio- und

Sporttherapeuten, Ernährungsberater, FSJ/Bufdi,

(angehende) Ärzte in verschiedenen

Fachrichtungen

Waldburg-Zeil Kliniken

Riedstraße 16, 88316 Isny

Tel. + 49 7562 71-1135

info@wz-kliniken.de

www.wz-kliniken.de


98 Gesundheit LANDKREIS RAVENSBURG

Kur und Erholung

Ein bisschen wie im Paradies

Es ist kein Geheimnis, dass der Landkreis Ravensburg zu den

besonders reizvollen und erlebnisreichen Kur- und Erholungslandschaften

im Land gehört. Das zeigt die Zahl der jährlichen

Übernachtungen von derzeit rund 1,65 Millionen.

Traditionsgemäß entfällt der größere Teil dieser Übernachtungen

auf die Heilbäder und Kurorte Bad Waldsee, Bad Wurzach, heilsame Bäder

Isny im Allgäu, Aulendorf und Wolfegg. Doch die steigende

Zahl der Urlauber in Luftkur- und Erholungsorten wie Wangen

im Allgäu, Kißlegg oder Waldburg beweist, dass der

Kurorte bieten beste Voraus-

Fünf Heilbäder und

Landkreis Ravensburg immer mehr zum beliebten Reise- und

setzungen für Rehabilitation,

Erholungsziel wird. Kein Wunder, denn die abwechslungsreiche

Landschaft Oberschwabens und des Allgäus hat – als un-

Gesundheitsvorsorge und

mittelbarer Nachbar des Bodensees und der Alpen sowie als

Erholung.

Heimat der „Oberschwäbischen Barockstraße“ – auch einiges zu

bieten. Wo sonst findet man so viele Burgen, Schlösser, barocke Kirchen

und Klöster, so viele liebevoll renovierte mittelalterliche Städte auf

so engem und leicht „erfahrbarem“ und erwanderbarem Raum? Dazu die

unzähligen romantisch und versteckt liegenden Seen, Flüsse und Bäche mit ihren

vielseitigen Möglichkeiten für die Freizeitbetätigung. Gerade für Familienferien

bietet der Landkreis Ravensburg einen idealen Ausgangsort, der seine Attraktivität

aus dem bekannten „Ravensburger Spieleland“ ebenso bezieht, wie aus

dem vielfältigen Besichtigungs- und Betätigungsangebot und den nicht minder

breit gefächerten kulturellen Angeboten.

www.schwaebische-baederstrasse.de

Zur Gesundheit trägt nicht nur

die medizinische Behandlung,

sondern bereits im Vorfeld von

Erkrankungen oder im Rahmen

von Vorsorge und Rehabilitationsmaßnahmen

eine positive

Lebenseinstellung bei. Sie wird

durch die Vielfalt der oftmals

gesundheitsorientierten Freizeitangebote

in den Heilbädern und

Kurorten vermittelt.


LANDKREIS RAVENSBURG

Gesundheit

99

Gesundheitsamt

Von der Impfaufklärung bis zur Aidsberatung

Prävention und Gesundheitsförderung haben die Aufgabe, Krankheiten zu verhüten bzw.

krankmachende Faktoren auszuschalten oder vorhandene Krankheiten zu mildern. Neben

Impfaufklärung und Schuluntersuchungen ist dabei der Schutz des Einzelnen und der Allgemeinheit

vor Infektionen eine zentrale Aufgabe.

Das Gesundheitsamt ist neben den Hausärzten Ansprechpartner

bei allen Fragen rund um das Thema Impfungen und deren

Nutzen. Ein weiteres Angebot ist die Beratungsstelle für sexuelle

Gesundheit/HIV-Beratung, die alle Bürgerinnen und Bürger

anonym und kostenfrei in Anspruch nehmen können.

Der Gesundheits- und Infektionsschutz des Gesundheitsamtes

umfasst

• Prävention durch Information und Aufklärung

• die Beobachtung der epidemiologischen Situation, insbesondere

durch das Meldewesen

• die Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten

• die Erfassung und Bewertung von Krankheiten

• die Überwachung von Wasserversorgungsanlagen, Hallenbädern

und Badegewässer

Das Gesundheitsamt überwacht zudem die Hygiene von Krankenhäusern,

(Kur-)Kliniken, Gemeinschaftseinrichtungen wie

Kindergärten und Schulen sowie Camping- und Zeltlagerplätzen.

Es ist weiterhin Aufsichtsbehörde über Alten-, Pflegeund

Behindertenheime.

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst ist neben Praxen und

Kliniken die „dritte Säule“ des Gesundheitswesens für Kinder

und Jugendliche. Hierunter fallen vor allem die Einschulungsuntersuchungen

und das Angebot der Zahngesundheitsförderung.

Das Gesundheitsamt Ravensburg gehört seit 1992 zu den vier

speziellen Beobachtungsgesundheitsämtern in Baden-Württemberg,

die Informationen über die Auswirkungen der Umweltbelastung

auf die menschliche Gesundheit sammeln.

Neben den genannten „klassischen“ Aufgaben gewinnen neue

Herausforderungen zunehmend Bedeutung. So erstellt das Gesundheitsamt

Gesundheitsberichte, koordiniert und moderiert

die Zusammenarbeit der gesundheitlich relevanten Akteure im

Landkreis in der kommunalen Gesundheitskonferenz und bekämpft

die Gefahr multiresistenter Erreger (MRE) in einem

Netzwerk. Auch in Präventionsfragen spielt Zusammenarbeit,

insbesondere überregionale Zusammenarbeit, eine immer größere

Rolle. Das Gesundheitsamt engagiert sich hier als internationaler

Projektkoordinator im Rahmen von EU-Förderungen.

Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt „Kinder im seelischen

Gleichgewicht“ mit dem Ziel, in der Bodenseeregion die psychische

Gesundheit von Kindern zu fördern, psychischen Erkrankungen

bei Kindern entgegenzuwirken, bestehende Angebote

über die Grenzen hinweg zu vernetzen und die Zusammenarbeit

im Bereich psychische Gesundheit zu verbessern.

www.rv.de/GE

Neben den genannten „klassischen“

Aufgaben gewinnen

neue Herausforderungen an

Bedeutung. So bekämpft das

Gesundheitsamt die Gefahr

multiresistenter Erreger (MRE)

in einem Netzwerk.


100 Gesundheit LANDKREIS RAVENSBURG

Tierwohl und Verbraucherschutz

Gesunde Tiere – sichere Lebensmittel

Die Einsatzbereiche der Amtstierärzte und der Lebensmittelkontrolleure des Veterinäramtes

des Landratsamtes sind vielfältig und anspruchsvoll. Regelmäßige amtliche Kontrollen und

Probennahmen garantieren höchste Sicherheit in Bezug auf Tiere und Lebensmittel auf

regionaler wie auf internationaler Ebene.

Für Tiere und Lebensmittel gelten sowohl enge nationale als auch

umfangreiche europäische Regelungen. Ihre Einhaltung zum

Wohl von Mensch und Tier sicherzustellen, ist Aufgabe des Veterinäramtes.

Das Landratsamt Ravensburg hat das größte Veterinäramt in Baden-Württemberg.

Unser Veterinäramt betreut aktuell über

11.000 Betriebe. Neben der Überwachung von mehr als 6.000

Tierhaltungen ist das Veterinäramt wichtiger Ansprechpartner

insbesondere für exportorientierte Molkerei- und Fleischbetriebe.

Gerade die Käsereien im oberschwäbischen Allgäu erfreuen

sich einer starken regionalen und internationalen Nachfrage. Da

die Rinder- und Milchviehhaltungen den Schwerpunkt der Nutztierhaltungen

im Landkreis bilden, kümmern sich auch zahlreiche

Viehhandels- und Transportunternehmen um die Vermarktung

von Zucht- und Nutzrindern. Gerade im Tiertransport sind

hohe Tierschutzstandards zu erfüllen, deren Einhaltung von den

Mitarbeitern der Veterinärbehörde zu überwachen ist.

Die Kernaufgaben der Veterinärbehörde sind:

• Betriebsregistrierung, Tierhalterregistrierung

• Tierkennzeichnung

• Tierschutz zum Schutz des Lebens und Wohlbefindens der

Tiere

• Tierhandel- und Tiertransport-Kontrollen

• Untersuchungen, Impfungen und Routinediagnostik in

Tierbeständen

• Verhütung übertragbarer Tierkrankheiten und Sanierung von

Beständen

• Bekämpfung gefährlicher Tierseuchen, Krisenmanagement

• Sichere Entsorgung von Tierkörpern und tierischen Nebenprodukten

• Lebensmittelüberwachung und Verbraucherschutz (Qualität,

Sicherheit und Hygiene)

• Vorbeugender Gesundheitsschutz durch Schlachttier- und

Fleischuntersuchung

• Zulassung von Lebensmittel- und Schlachtbetrieben nach

EU-Standards

• Warenproben, Rückstandskontrollen

• Beratung von Tierhaltern und Lebensmittelunternehmern

• Vor-Ort-Kontrollen im Rahmen der Förder- und Ausgleichsleistungen

landwirtschaftlicher Betriebe

Gesunde Tiere, artgemäße Tierhaltung und einwandfreies

Tierwohl

Als berufene Tierschützer kümmern sich die Amtstierärzte des Veterinäramtes

um das Wohlbefinden der Tiere und schützen Tierbestände

und Menschen vor allerlei übertragbaren Tierkrankheiten.

Das Veterinäramt berät über artgerechte Tierhaltung, erstellt Stellungnahmen

für den Bau von Ställen und wirkt darüber hinaus

regelmäßig bei fachspezifischen Schulungen von Landwirten,

Heimtierhaltern, Zoofachverkäufern und Tiertransporteuren mit.

Neben diesen Aufgaben wacht die Behörde zugleich auch darüber,

dass alle Vorschriften, die mit Tierverkehr, Tierarzneimitteln und

tierischen Produkten zusammenhängen, eingehalten werden.

Dazu gehören auch die Zulassung und Überwachung von Biogasanlagen

sowie der Schutz der Umwelt vor schädigenden Einflüssen

durch Tiere, tierische Erzeugnisse oder Abfälle. Bei Bedarf werden

auch neue Kontrolleure und Hygienefachkräfte ausgebildet.

Qualität und Sicherheit für Verbraucher – Anlaufstelle

für Beschwerden

Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nehmen in der breiten

Öffentlichkeit einen sehr hohen Stellenwert ein. Das Veterinäramt

sorgt als untere Lebensmittelüberwachungsbehörde dafür,

dass die Anforderungen einer modernen Gesellschaft an Nahrungsund

Genussmittel, aber auch an kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände

eingehalten werden. In regelmäßigen Abständen werden

deshalb alle Betriebe, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder

verkaufen, unangemeldet kontrolliert. Gesundheitlicher Verbraucherschutz,

aber auch der Schutz vor Täuschungen und Irreführungen,

beispielsweise durch falsch gekennzeichnete, wertgeminderte

oder verdorbene Erzeugnisse, stehen hierbei an oberster Stelle. Die

Kontrolleure nehmen amtliche Proben, gehen dabei auch Verbraucherbeschwerden

nach und gewährleisten – speziell auch bei lebensmittelbedingten

Erkrankungen – durch Einleitung fachspezifischer

Untersuchungen den Verbraucherschutz. Beschwerden über

Hygienemängel in Lebensmittelbetrieben, Verstöße gegen lebensmittelrechtliche

Bestimmungen oder gesundheitliche Beschwerden

nach dem Verzehr eines Lebensmittels können telefonisch, persönlich

oder schriftlich erfolgen. Vor diesem Hintergrund ist ein hoch

qualifiziertes Personal für das breit gefächerte und anspruchsvolle

Tätigkeitsgebiet erforderlich. Die Qualifikationen der Lebensmittelkontrolleure

reichen von Lebensmittelhandwerksmeistern aus

allen Sparten bis hin zu Ökotrophologen und Diplomingenieuren

für Ernährungs- und Hygienetechnik.

www.rv.de/VET


LANDKREIS RAVENSBURG

Soziales Leben

101

Jobcenter Landkreis Ravensburg

Leistungen für Arbeitsuchende

Der Landkreis Ravensburg ist als kommunaler Träger für die Leistungen der Grundsicherung

für Arbeitsuchende (SGB II) zuständig. Das Jobcenter bietet sämtliche Leistungen nach dem

SGB II aus einer Hand an. Dazu zählen:

Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II

Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende

haben alle erwerbsfähigen hilfebedürftigen Personen

im Alter von 15 bis unter 65 Jahren, die ihren gewöhnlichen

Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben. Leistungen

können auch Personen erhalten, die mit einem erwerbsfähigen

Hilfebedürftigen im gleichen Haushalt zusammenleben

und den Haushalt wirtschaftlich gemeinsam

betreiben. Man spricht dann von einer so genannten Bedarfsgemeinschaft.

Erwerbsfähigkeit

Erwerbsfähig ist, wer unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen

Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig

sein kann und nicht wegen Krankheit oder Behinderung

auf absehbare Zeit daran gehindert ist.

Hilfebedürftigkeit

Hilfebedürftig ist, wer seinen Lebensunterhalt oder den der

Mitglieder seiner Bedarfsgemeinschaft nicht oder nicht ausreichend

aus eigenen Kräften und Mitteln, vor allem durch Einsatz

der Arbeitskraft oder durch anrechenbares Einkommen

oder Vermögen bestreiten kann bzw. die erforderliche Hilfe

nicht durch Dritte oder von Trägern anderer Sozialleistungen

erhält.

Ausländische Mitbürger

Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger können Leistungen

erhalten, wenn ihnen die Aufnahme einer Beschäftigung

in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt ist oder diese Erlaubnis

möglich wäre.

Geldleistungen

Alle erwerbsfähigen Menschen, die ihren Lebensunterhalt

nicht aus eigenen Mitteln und Kräften decken können, erhalten

eine einheitliche Grundsicherung. Sie umfasst die Regelbedarfe,

etwaige Mehrbedarfszuschläge sowie angemessene Kosten

für die Unterkunft.

Regelbedarfe

Die Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst

Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie,

Bedarfe des täglichen Lebens sowie Beziehungen zur Umwelt

und Teilhabe am kulturellen Leben.

Mehrbedarfszuschläge

In Fällen der Schwangerschaft oder Alleinerziehung, für Menschen

mit Behinderung sowie für Menschen, die aus medizinischen

Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen,

kann monatlich ein Mehrbedarf zusätzlich zum Regelsatz

gewährt werden.

Kosten der Unterkunft

Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen

Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen

sind. Die Höhe der angemessenen Unterkunftskosten richtet sich

nach dem Wohnort und der Anzahl der Haushaltsmitglieder.

Einmalige Beihilfen

Bei Bedarf können einmalige Leistungen zur Erstausstattung der

Wohnung und für Bekleidung sowie zur Miete und Reparatur von

therapeutischen Geräten und Ausrüstungen gewährt werden.

Bildungs- und Teilhabepaket

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeitslosengeld

II, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

erhalten oder deren Eltern den Kinderzuschlag

oder Wohngeld beziehen, haben einen

Rechtsanspruch auf Leistungen des Bildungspakets. Das Bildungs-

und Teilhabepaket umfasst die Mehraufwendungen für

Mittagessen in Kindertagesstätte, Schule und in der Kindertagespflege,

die Lernförderung, die Bereiche Kultur, Sport und

Mitmachen (z. B. Mitgliedschaft im Sportverein), den persönlichen

Schulbedarf, die ein- und mehrtägigen Ausflüge sowie

die Schülerbeförderung.

Unterstützung bei der Integration in Arbeit

Für die Beratung und Unterstützung bei der Integration in Arbeit

sind Fallmanager verantwortlich. Die Kernelemente des

Fallmanagements sind „Fördern und Fordern“. Das Jobcenter

unterstützt dabei erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit dem

Ziel der Eingliederung in Arbeit. Darüber hinaus müssen erwerbsfähige

Leistungsberechtigte alle Möglichkeiten zur Beendigung

oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen.

Arbeitgeberservice

Der Arbeitgeberservice unterstützt die Unternehmen bei der

Stellenbesetzung und bietet eine schnelle und passgenaue Vermittlung

qualifizierter Bewerber sowie eine Beratung über

mögliche Eingliederungsleistungen an.

www.rv.de/JO


102 Soziales Leben LANDKREIS RAVENSBURG

Perspektiven für Arbeitsuchende

in der Region

DiPers GmbH Arbeitsuchende Menschen, vor allem diejenigen, die bereits von längerer Erwerbslosigkeit

betroffen sind, benötigen Hilfe und Unterstützung. Ihnen neue Perspektiven zu eröffnen und den

Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen, ist die Kernaufgabe der DiPers GmbH.

Angefangen hat die Geschichte der DiPers bereits im Jahr

1995, als Mitarbeiter des Landratsamtes und andere sozial

engagierte Personen den Verein „DiPers – Die Perspektive“

gründeten. Ziel des Vereins war es, damalige Bezieher von Sozialhilfeleistungen

möglichst dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu

integrieren. Es folgte im Jahr 1998 im Zuge der Ausweitung des

Hilfsangebots die Gründung einer gemeinnützigen GmbH in

der alleinigen Trägerschaft des Landkreises als Gesellschafter.

Ziel: die erfolgreiche Arbeit für und mit Arbeitslosen im Landkreis

Ravensburg weiter zu intensivieren. Bis heute steht die

Durchführung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für

langzeitarbeitslose Menschen im Fokus der DiPers GmbH. Am

Standort Weingarten und der Außenstelle in Leutkirch finden

in ansprechenden Schulungsräumen arbeitsmarktpolitische

Maßnahmen zur Hinführung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

statt.

Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches II, der Grundsicherung

für Arbeitsuchende, erweiterten sich die Tätigkeitsfelder

der DiPers GmbH um die Schaffung von und die Vermittlung

in Arbeitsgelegenheiten, die so genannten 1-Euro

Jobs. Bereits zuvor etablierten sich das Bistro im Foyer des

Kreishauses I in der Ravensburger Friedenstraße 6 und ein Bekleidungsservice

für Asylbewerber und Flüchtlinge als innovative

Sozialprojekte.

Als der Landkreis Ravensburg am 01.01.2012 die Zuständigkeit

als kommunaler Träger für die Leistungen der Grundsicherung

für Arbeitsuchende nach dem SGB II erhielt und zur

Wahrnehmung dieser Aufgabe das Jobcenter Landkreis

Ravensburg einrichtete, änderte sich einmal mehr das Firmenportfolio:

Im Rahmen einer bürgerfreundlichen und serviceorientierten

Arbeitsvermittlung wurde die Gesellschaft in die


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LANDKREIS RAVENSBURG

Soziales Leben

103

strategische arbeitsmarktpolitische Ausrichtung des Jobcenters

konzeptionell eingebunden und zum Beschäftigungs- und

Maßnahmenträger weiterentwickelt, der sich am arbeitsmarktund

sozialpolitischen Auftrag des Landkreises Ravensburg

orientiert. Die DiPers GmbH ist seither ein zertifizierter

Bildungsträger, dessen Unternehmensfelder die Standards der

neuen Norm ISO 9001:2015 erfüllen.

Je nach persönlicher Ausgangslage bietet die DiPers GmbH

ihren Klienten gezielte Unterstützung und Förderung, um Vermittlungsbarrieren,

wie etwa lange Arbeitsentwöhnung oder

mangelnde Qualifikation, zu überwinden. Im niederschwelligen

Bereich ist die Maßnahme MoVe (Motivation und Veränderung)

beispielsweise primär dazu da, die Arbeitsfähigkeit zu

erhöhen und an die reale Arbeitswelt anzupassen. Auch die

soziale Situation der Teilnehmer wird dabei mitberücksichtigt

und stabilisiert. Durch den Erwerb feinmechanischer und

holzbearbeitender Grundkenntnisse sowie Qualifikationselemente

aus dem Dienstleistungssektor werden strukturierte

Arbeitsprozesse eingeübt und soziale Kompetenzen verbessert,

die für den Arbeitsmarkt von Bedeutung sind. Weitere Maßnahmen

beinhalten intensives Einzelcoaching mit differenzierten

Eignungsanalysen, um eine passgenaue Integrationsstrategie

zu entwickeln. Mit Hilfe des jeweils dazugehörigen

Bewerbungstrainings und des Erlernens erfolgreicher Matchingstrategien

gelingt erfreulich vielen die Wiedereingliederung

in Arbeit und Ausbildung.

Flankierende Leistungen in Form der aufsuchenden Sozialarbeit

und der Unterstützung bei der Suche nach kostengünstigem

Wohnraum bei drohender Obdachlosigkeit ergänzen

dieses Leistungsspektrum. Gemeinsam mit allen in der Region

tätigen Bildungseinrichtungen, den sozialen Dienstleistern,

den Arbeitgebern der Region und der Öffentlichen Hand tragt

die DiPers GmbH mit dazu bei, Menschen in unserem

Landkreis nachhaltig in Arbeit, Beruf und Gesellschaft zu integrieren.

DiPers GmbH

Sauterleutestraße 34, 88250 Weingarten

Tel. +49 751 35450-0

info@dipers.de

www.dipers.de

Alle Programme und Maßnahmen tragen den unterschiedlichen

Zielgruppen Rechnung und sind dementsprechend individuell

für Jugendliche und junge Erwachsene (U25), Alleinerziehende,

Menschen mit Migrationshintergrund, Langzeitleistungsbezieher

oder Ältere konzipiert. Das Grundkonzept, das diesen Menschen

die Gestaltung ihres Erwerbslebens aus eigener Kraft ermöglichen

soll, steht für Peter Kneisel, Geschäftsführer der

DiPers GmbH, und seine Mannschaft immer im Vordergrund

des täglichen Handelns und überzeugt mit hohen Vermittlungsquoten:

Jährlich können rund 200 bis 300 Personen ihre Arbeitslosigkeit

unmittelbar beenden. Für viele andere sind die Eingliederungschancen

nachhaltig gestiegen.

Darüber hinaus ist die DiPers GmbH seit dem Jahr 2015 Träger

der freiwilligen Jugendhilfe und betreut benachteiligte Schülerinnen

und Schüler im Rahmen der Jugendberufshilfe an den

Beruflichen Schulen des Landkreises Ravensburg mit dem

Ziel, diese in eine Ausbildungsstelle oder ein Beschäftigungsverhältnis

zu integrieren. Ein weiteres, wichtiges Ziel ist Präventionsarbeit,

um Schulabbrüche zu vermeiden.

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg


104 Soziales Leben LANDKREIS RAVENSBURG

Sozial- und Inklusionsamt

Vielfältige Hilfen für die Menschen

Durch die Einführung der Grundsicherung für Arbeitssuchende (Arbeitslosengeld II und

Sozialgeld) zum 1. Januar 2005 und die Übertragung der Eingliederungshilfe auf die

Landkreise hat sich die Ausrichtung der Sozialhilfe deutlich verlagert.

Trotzdem stellt die eigentliche Sozialhilfe weiterhin einen gewichtigen

Schwerpunkt im Aufgabenspektrum der Kreisverwaltung

dar. Zentrale Aufgabe der Sozialhilfe ist es, alten oder behinderten

Menschen sowie Menschen, die nicht mehr

erwerbstätig sein können, ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen,

wenn andere Sicherungssysteme wie etwa Renten

nicht ausreichen. Folgende Leistungen können Personen, die ihren

notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend

aus eigenen Mitteln und Kräften beschaffen können, erhalten:

• Hilfe zum Lebensunterhalt für Personen, die wegen Krankheit

oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande sind, unter

den üblichen Bedingung des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens

drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein,

• Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung für Personen,

die das 65. Lebensjahr vollendet haben oder Personen,

die das 18. Lebensjahr vollendet haben und auf Dauer voll erwerbsgemindert

sind,

• Hilfe zur Gesundheit,

• Hilfe zur Pflege,

• Hilfe zur Weiterführung des Haushalts,

• Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten,

• Hilfe in anderen Lebenslagen.

Leistungen gibt es in unterschiedlichen Formen:

• in Form von Geld, sowohl als laufende monatliche Zahlungen,

als auch als einmalige Leistungen,

• seltener in Form von Sachleistungen,

• als persönliche Hilfe durch Unterstützung, Beratung und

Betreuung.


Zentrale Aufgabe der

Sozialhilfe ist es, alten oder

behinderten Menschen sowie

Menschen, die nicht mehr

erwerbstätig sein können, ein

menschenwürdiges Dasein

zu ermöglichen.

Hilfe zum Lebensunterhalt bzw. Grundsicherung im Alter und

bei Erwerbsminderung kann bezogen werden, wenn Einkommen

oder Vermögen nicht für das Existenzminimum reichen. Abgedeckt

werden Grundbedürfnisse wie Ernährung, Unterkunft,

Kleidung, Hausrat und persönliche Bedürfnisse. Außerdem können

Zuschläge für Alter, Schwangerschaft oder Ernährung hinzukommen.

Die Kosten der Wohnung werden in tatsächlicher Höhe

bzw. in angemessenem Umfang übernommen.

Hilfe zur Pflege wird gewährt, wenn diese besonderen Lebenslagen

vom Betroffenen nicht selbst bewältigt werden können.

Hauptursachen sind Pflegebedürftigkeit und Krankheit. Im Vergleich

zur Hilfe zum Lebensunterhalt ist hier die Anrechnung

von Einkommen und Vermögen weniger streng.

Weitere Sozialleistungen

Neben der Sozialhilfe werden vom Sozial- und Inklusionsamt

des Landratsamtes folgende Sozialleistungen gewährt:

Wohngeld

Zur sozialen Absicherung des Wohnens erhalten Mieter und Eigentümer

von Wohnraum Miet- bzw. Lastenzuschuss. Dieses ist

abhängig von Einkommen, Familiengröße und Belastungen.

BAföG und AFBG

Das BAföG sichert die qualifizierte Ausbildung von Schülern,

Studenten und Personen in Meistervorbereitung.

Unterhaltssicherung

Wehr- und Zivildienstleistende sowie Teilnehmer an Wehrübungen

erhalten Leistungen im Rahmen des Unterhaltssicherungsgesetzes.

Zuschüsse an andere Träger

Das Sozial- und Inklusionsamt leistet Zuschüsse an eine Vielzahl

anderer Träger, von der Caritas über das Frauenhaus bis zur

Telefonseelsorge, um deren Arbeit zu finanzieren bzw. mitzufinanzieren.

www.rv.de/SI


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LANDKREIS RAVENSBURG

Soziales Leben

105

Ein modernes Sozialunternehmen

„erfüllt mit Leben“

Die Zieglerschen Vor etwa 180 Jahren begann die diakonische Arbeit der Zieglerschen im

kleinen Wilhelmsdorf mit einer „Taubstummenanstalt“. Heute nehmen rund 7.000 Menschen an

60 Standorten in Baden-Württemberg die Dienstleistungen der Zieglerschen in Anspruch.

Das moderne Sozialunternehmen beschäftigt aktuell insgesamt

mehr als 3.000 Mitarbeitende: Pflegefachkräfte und Sonderschullehrer,

Gebäudereinigerinnen und Psychologen, Erzieherinnen

und Hauswirtschaftskräfte und noch viele Berufsgruppen

mehr. Unterstützung bei der diakonischen Arbeit erhalten

sie von Freiwilligen, Auszubildenden und Ehrenamtlichen. Etwa

2.000 Arbeitsplätze im Landkreis Ravensburg sind „erfüllt mit

Leben“. Denn bei den Zieglerschen arbeiten Menschen für Menschen.

Im Landkreis Ravensburg sind die Zieglerschen in fünf Bereichen

vertreten: zum Beispiel mit der Behindertenhilfe, zu der

auch die bundesweit bekannte Haslachmühle bei Horgenzell

gehört. Die Altenhilfe der Zieglerschen betreibt im Landkreis

Ravensburg insgesamt vier Seniorenzentren und eine Diakonie-

Sozialstation, wovon die Seniorenzentren Aitrach und Bad

Waldsee mit dem Prädikat Familienbewusstes Unternehmen

ausgezeichnet worden sind. Bekannt sind auch die Hör-Sprachzentren

in Ravensburg, Wilhelmsdorf und Altshausen. Die Jugendhilfe

bietet in Kleintobel bei Ravensburg – zum Teil bundesweit

einmalige – Bildungsangebote der Erziehungshilfe an.

Und auch die Suchthilfe ist hier verwurzelt: Die Fachklinik

Ringgenhof in Wilhelmsdorf blickt auf eine 110-jährige Tradition

zurück. Darüber hinaus sind die Zieglerschen auch Mitveranstalter

der Vesperkirche Ravensburg/Weingarten, eine der

größten im Land, die 2018 bereits zum zehnten Mal stattfindet.

Wilhelmsdorf, der Hauptstandort der Zieglerschen, wird von

den örtlichen Akteuren gerne als „Inklusionsgemeinde“ bezeichnet.

Denn hier gelingt, wie an kaum einem anderen Ort,

ganz selbstverständlich das Miteinander von Menschen mit und

ohne Behinderung, Senioren, Suchtpatienten, Asylbewerbern

und vielen anderen.

Das diakonische Fundament ihrer Arbeit haben die Zieglerschen

in ihrem Leitbild, das unter intensiver Mitarbeiterbeteiligung

erarbeitet wurde, benannt: „Diakonie ist gelebte Nächstenliebe

im Sinne Jesu. Wir vertrauen auf sein Wirken in unserem

Handeln.“ Auf Grundlage dieser Gewissheit haben sich die

Zieglerschen aus einer langen Tradition zu einem modernen,

dynamischen Sozialunternehmen entwickelt.

Die Zieglerschen e. V.

Pfrunger Straße 2, 88271 Wilhelmsdorf

Tel. +49 7503 929-0

info@zieglersche.de

www.zieglersche.de


106 Soziales Leben LANDKREIS RAVENSBURG

Umfassende Behandlung

für Körper und Seele

ZfP Südwürttemberg Aufgabe des ZfP Südwürttemberg ist die psychiatrische Versorgung für

die Menschen der Region. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit seinem sozialen und

familienfreundlichen Leitbild einer der attraktivsten Arbeitgeber im Landkreis Ravensburg.

Qualifizierte Mitarbeitende zählen zu den wichtigsten

Ressourcen des ZfP Südwürttemberg. Daher setzt sich das

Unternehmen in besonderem Maße für deren fachliche und

persönliche Entwicklung ein.

Die Schussental-Klinik verfügt über ein umfangreiches,

differenziertes und störungsspezifisches Angebot an psychosomatischen

Therapie- und Behandlungsangeboten.

Das ZfP Südwürttemberg bietet zwischen Stuttgart und dem

Bodensee ein differenziertes und flächendeckendes Hilfesystem

für psychisch Kranke. In Fachkliniken und regionalen

Kompetenzzentren werden spezialisierte Angebote vorgehalten.

Zahlreiche Satellitenstationen, Tageskliniken, Ambulanzen

und Medizinische Versorgungszentren an verschiedenen

Standorten ermöglichen eine gemeindenahe psychiatrische

Versorgung. Das ZfP Südwürttemberg behandelt jährlich mehr

als 17.000 Patienten stationär und rund 40.000 ambulant.

Versorgungsregion Ravensburg Bodensee

Der größte Standort der drei Zentren ist, neben Bad Schussenried

und Zwiefalten, Weissenau. Die Klinik für Psychiatrie und

Psychotherapie in Weissenau hält über 400 Betten in den Bereichen

Allgemeine Psychiatrie, Alterspsychiatrie, Suchterkrankungen

sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie vor. Darüber

hinaus ist sie Akademisches Lehrkrankenhaus der

Universität Ulm mit entsprechenden Aufgaben in Forschung

und Lehre. Ebenfalls in Weissenau angesiedelt sind die Abteilungen

Epileptologie und Neurologie, die SINOVA Klinik für

Psychosomatik und Psychotherapie und die Klinik für Forensische

Psychiatrie. Neben Wohn- und Pflegeheimen gibt es auch

Tages- und Kurzzeitpflege. Der Bereich Arbeit und Rehabilitation

für Menschen mit Behinderung ergänzt das Angebot.

Schussental-Klinik

Die psychosomatische Klinik am Standort Aulendorf befasst

sich mit den Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele.

Sie verfügt über ein umfangreiches, differenziertes und störungsspezifisches

Angebot an psychosomatischen Therapieund

Behandlungsangeboten. In den Abteilungen und Fachbereichen

des Zentrums werden Patientinnen und Patienten mit

unterschiedlichsten psychosomatischen Erkrankungen interdisziplinär

behandelt. Das Behandlungsangebot umfasst dabei

unter anderem Depressionen, Angststörungen und Essstörungen.

Die Schussental-Klinik arbeitet eng in multiprofessionel-


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LANDKREIS RAVENSBURG

Soziales Leben

107

len, interdisziplinären Teams zusammen. Es werden Menschen

in Krisensituationen und bei akuten und chronischen seelischen

Erkrankungen behandelt. Ziel über die Genesung hinaus

ist die Teilhabe und Wiedereingliederung in das gesellschaftliche,

soziale und berufliche Leben der Betroffenen.

einen hohen Stellenwert. Die akademie südwest ist die Bildungseinrichtung

des ZfP Südwürttemberg und leistet für alle

Berufsgruppen ein umfassendes Bildungsmanagement. Zwei

Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege bilden qualifizierten

Nachwuchs aus.

ZfP Südwürttemberg als Arbeitgeber

Das ZfP Südwürttemberg ist auch einer der größten Arbeitgeber

der Region. Insgesamt beschäftigt das moderne Gesundheits-

und Sozialunternehmen mehr als 4.000 Mitarbeitende

und bietet mehr als 250 Ausbildungsplätze in medizinischpflegerischen,

aber auch in den sozialen, gewerblichen und

kaufmännischen Berufen. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist

die Mitarbeiterorientierung: Hier steht der Mensch im Mittelpunkt

– ein Führungsstil, der auf Achtung und sachlicher Diskussion

beruht, soziale Sicherheit und Maßnahmen zur Chancengleichheit

zeichnen das ZfP aus. Durch Teilzeitmodelle,

Kinderbetreuung, Betriebliches Gesundheitsmanagement und

Unterstützung beim Wiedereinstieg ins Berufsleben engagiert

sich das Unternehmen für seine Mitarbeitenden und deren Familien.

Kontinuierliche Aus-, Fort- und Weiterbildung haben

ZfP Südwürttemberg

Pfarrer-Leube-Straße 29, 88427 Bad Schussenried

Tel. + 49 7582 33-0

info@zfp-zentrum.de

www.zfp-web.de

www.zfp-karriere.de

Eine Kommunikationskultur auf Augenhöhe und Wertschätzung jedes

Einzelnen sind besonders wichtig – denn nur wenn alle zusammenarbeiten,

kann beste Qualität in der Behandlung erzielt werden.


108 Soziales Leben LANDKREIS RAVENSBURG Anzeige

„Wir sind da und helfen,

wenn Menschen uns brauchen“

St. Elisabeth-Stiftung Ob es um Kinder geht, um alte oder kranke Menschen oder um Menschen mit

Handicap – die St. Elisabeth-Stiftung bietet in vielen Lebensbereichen Unterstützung. Derzeit werden

4.500 Menschen regelmäßig betreut und gefördert. Die Stiftung ist aber auch ein moderner Arbeitgeber.

„Wir sind da und helfen, wenn Menschen uns brauchen.“ Dieser

Leitsatz der St. Elisabeth-Stiftung bestimmt die Arbeit von 2.500

Mitarbeitenden der katholischen Stiftung. Vor 150 Jahren begannen

die Franziskanerinnen von Reute mit ihren karitativen

Werken in Oberschwaben. Sie haben 1999 die St. Elisabeth-Stiftung

gegründet, ihre soziale Ordensarbeit in weltliche Führung

gegeben und damit die Zukunft der Einrichtungen gesichert.

Unter dem Dach der St. Elisabeth-Stiftung finden sich soziale

Einrichtungen und Dienste überwiegend zwischen Ulm und

Bodensee. Zusammengefasst sind dies die Behindertenhilfe im

Heggbacher Wohnverbund und im Heggbacher Werkstattverbund,

die Altenhilfe in den Wohnparks, die Hilfe für schwerstkranke

Menschen in Hospizen, die zahlreichen Angebote für

Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten, einer Schule

oder im Bereich Wohnen. Hinzu kommt ein breites Spektrum

zu den Themen Arbeit und Berufsausbildung sowie im Bereich

Gesundheit und Entwicklung, unter anderem das Jordanbad mit

Therme, Saunalandschaft, Akademie und Sinn-Welt.

Innovativ ist die St. Elisabeth-Stiftung nicht nur in ihren fachlichen

Bereichen, sondern auch in der Personalpolitik. Die Stiftung

ist ausgezeichnet als familienfreundlicher Arbeitgeber mit

dem Zertifikat „audit berufundfamilie“. So unterstützt die Stiftung

ihre Beschäftigten dabei, die passende Kinderbetreuung zu

finden. Das innovative Lebensarbeitszeitmodell „zeitWERT“

macht es den Mitarbeitenden möglich, ihre Arbeitszeit individuell

zu planen. Sie können sich eine Auszeit nehmen.

Dank der Zugehörigkeit zum Deutschen Caritasverband ergeben

sich für die Beschäftigten zahlreiche Sozialleistungen des

AVR, zum Beispiel die Garantie einer Zusatzrente.

Einen Beruf zu haben, der eine sinnstiftende Tätigkeit ermöglicht,

bedeutet außerdem ein großes Stück Lebensqualität. Zahlreiche

Auszubildende haben dies bereits erkannt: 135 Frauen

und Männer lassen sich bei der St. Elisabeth-Stiftung derzeit

ausbilden. Näheres dazu unter www.social4u.de

St. Elisabeth-Stiftung

Steinacher Straße 8, 88339 Bad Waldsee

Tel. +49 7524 906-100

service@st-elisabeth-stiftung.de

www.st-elisabeth-stiftung.de


LANDKREIS RAVENSBURG

Soziales Leben

109

Das Jugendamt

Unterstützung für Kinder, Jugend und Familie

Das Jugendamt des Landratsamtes fördert positive Lebensbedingungen für junge

Menschen und Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt. Die

Aufgaben des Jugendamts sind im Einzelnen:

Soziale Dienste

Die Sozialen Dienste beraten bei Fragen zu Erziehung, Trennung

und Scheidung, bei Familienproblemen sowie bei der

Entwicklung eines einvernehmlichen Konzepts für die Wahrnehmung

der gemeinsamen elterlichen Sorge nach einer Trennung.

Sie unterstützen die Familiengerichte bei der Regelung

der elterlichen Sorge. Weiterhin beraten sie Jugendliche bei

Problemen und schützen Kinder und Jugendliche vor Kindeswohlgefährdungen.

Sollten mit dem Ziel, dass die Erziehung in

der Familie wieder gelingen kann, Hilfen zur Erziehung notwendig

sein, werden diese gemeinsam mit den Familien geplant

und umgesetzt.

Weitere Aufgaben der Sozialen Dienste sind die Beratung und

Begleitung bei einer Adoption, die Beratung und Begleitung

von Jugendlichen in der Jugendgerichtshilfe, die Kindergartenfachberatung,

die Unterstützung von Alleinerziehenden im

Programm „Tandem“, die frühen Hilfen in den ersten Lebensjahren,

die Familienbildung zur Stärkung der Erziehungskompetenz

sowie die Unterstützung von Familien, bei denen die

Eltern psychisch belastet sind im Projekt „KiP – Kinder psychisch

kranker Eltern“.

Beistandschaften – Pflegschaften – Vormundschaften

Fragen zur Feststellung der Vaterschaft, die rechtliche Wirkung

der Vaterschaftsstellung, Unterhaltsansprüche eines Kindes sowie

Fragen zur gemeinsamen elterlichen Sorge stehen im Mittelpunkt

dieses Beratungsangebots.

Wirtschaftliche Jugendhilfe

Finanzielle Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien, wie

beispielsweise die finanzielle Umsetzung von Jugendhilfemaßnahmen

und Beiträge für die Kindergärten, Kindertageseinrichtungen

und Kindertagespflege, wenn das eigene Einkommen

nicht ausreicht.

Unterhaltsvorschusskasse


Sollten mit dem Ziel,

dass die Erziehung in der

Familie wieder gelingen kann,

Hilfen zur Erziehung notwendig

sein, werden diese gemeinsam

mit den Familien geplant und

umgesetzt.

Das Jugendamt gewährt alleinerziehenden Eltern von Kindern

unter 12 Jahren Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz,

wenn vom anderen Elternteil kein oder zu wenig Unterhalt

gezahlt wird.

Förderung positiver Lebensbedingungen für Familien

Die Jugendhilfe im Landkreis Ravensburg setzt auf die präventive

Nutzung von Ressourcen im Sozialraum der Familien.

Dementsprechend fördert das Jugendamt über die Programme

wie „Kinder, Jugend und Familie“ und „Förderrichtlinie Schulsozialarbeit“

verschiedene Projekte, Angebote und die Schulsozialarbeit

im Landkreis Ravensburg.

www.rv.de/JU


110 Soziales Leben LANDKREIS RAVENSBURG

Amt für Migration und Integration

Anlaufstelle für Ausländer

Im Amt für Migration und Integration des Landratsamtes sind die Bereiche Aufenthalt,

Beschäftigung und Integration für alle Ausländer sowie Leistungsgewährung, Unterbringung

und soziale Betreuung von Asylbewerbern zusammengefasst.

Um diesen gerecht zu werden, wurde Ende 2015 das Amt für

Migration und Integration neu gebildet.

Asylbewerber benötigen zunächst ein Dach über dem Kopf. Im

Landkreis Ravensburg ist die so genannte vorläufige („erste“)

Unterbringung dezentral organisiert. Momentan noch 46 Unterkünfte

in 12 Kommunen werden derzeit vom Amt für Migration

und Integration betrieben und betreut.


Unterstützt wird die

Sozialarbeit durch

zahlreiche Ehrenamtliche. Ihre

Unterstützung als Brückenbauer

zu den Bürgern und Unternehmen

ist unverzichtbar.

Asylbewerber können nach Abschluss des Asylverfahrens aus

den landkreiseigenen Unterkünften der vorläufigen Unterbringung

ausziehen und im Landkreis eine eigene Wohnung anmieten.

Sollte das Asylverfahren länger dauern, ist ein Auszug

aus der vorläufigen Unterbringung nach zwei Jahren möglich.

Wer keine Wohnung auf dem privaten Wohnungsmarkt findet,

wird nach einem festgesetzten Schlüssel auf die Städte und Gemeinden

des Landkreises verteilt, die für die so genannte Anschlussunterbringung

zuständig sind.

Leistungsgewährung an Asylbewerber

Asylbewerber, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst sicherstellen

können, erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Soziale Betreuung von Asylbewerbern und Ehrenamt

Ausländerrecht

Alle ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die außerhalb

der dafür selbst zuständigen Großen Kreisstädte Ravensburg,

Weingarten, Leutkirch im Allgäu und Wangen im Allgäu

im Landkreis Ravensburg leben, kommen über kurz oder lang

mit der Ausländerbehörde des Amtes für Migration und Integration

in Kontakt. Hier werden Entscheidungen zur Einreise,

zum Aufenthalt und zur Erwerbstätigkeit von Ausländern, die

in den Gemeinden im Landkreis Ravensburg leben, getroffen.

Unterbringung von Asylbewerbern

Asylbewerber, die in Deutschland ankommen, werden von den

Erstaufnahmestellen des Landes auf die einzelnen Landkreise

verteilt. Der große Zugang von Migranten seit dem Jahr 2015

stellt die Kreisverwaltung vor erhebliche Herausforderungen.

Die neuzugewanderten Menschen, die in der vorläufigen Unterbringung

leben, benötigen weitere Unterstützung, damit sie

sich an ihrem neuen Wohnort und in einer ihnen fremden Gesellschaft

zurechtfinden können. Daher stehen ihnen Sozialarbeiterinnen

und Sozialarbeiter des Landkreises, der Kommunen

und der freien Träger der Wohlfahrtspflege bei vielen

Fragen des Alltags zur Seite.

Unterstützt wird die Sozialarbeit durch zahlreiche Ehrenamtliche.

Ihre Unterstützung als Brückenbauer zu den Bürgern, den

Unternehmen, den örtlichen Vereinen und als Integrationspaten

ist unverzichtbar.

In der so genannten Anschlussunterbringung wird die soziale

Betreuung und Begleitung von Neuzugewanderten durch Integrationsmanager

in der Regel in Trägerschaft der Kommunen,

erbracht. So wird die Integration auf örtlicher Ebene fortgesetzt.


LANDKREIS RAVENSBURG

Soziales Leben

111

Sprachbildung von Migranten

In der Regel sprechen die Menschen kein Deutsch und können

auch oftmals das lateinische Schriftsystem nicht lesen. In Zusammenarbeit

mit dem Regionalen Bildungsbüro des Landkreises

werden deshalb individuell und bedarfsgerecht Sprachund

Alphabetisierungskurse vermittelt. Den Kindern der

Neuzugewanderten sowie Jugendlichen und jungen Erwachsenen

bis 19 Jahre wird zudem schnellstmöglich der Besuch von

Kindergärten und Schulen ermöglicht. Dies alles geschieht in

dem Wissen, dass Sprache der erste Schritt zur Integration ist.

Integration im Landkreis Ravensburg

Neben den oben beschriebenen Bereichen hat das Amt für Migration

und Integration die Aufgabe, die Integration aller Menschen

mit Migrationshintergrund im Landkreis Ravensburg zu

fördern und zu unterstützen.

Hierfür gibt es im Amt eine Integrationsbeauftragte. Sie koordiniert

die Integrationsarbeit im Landkreis und vernetzt alle

relevanten Partner der Integrationsarbeit. Damit sorgt sie für

Transparenz und sichert den Zugang der Neuzugewanderten

zu Hilfsangeboten, Bildungsmaßnahmen und zum Arbeitsmarkt.

Bereits im Jahr 2008 wurde erstmals ein Integrationsplan erstellt.

Auf diesem aufbauend wurde 2017 unter Beteiligung

vieler Partner der Integrationsarbeit im Landkreis ein Integrationskonzept

erstellt, das für die wichtigen Handlungsfelder

wie Sprache, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Gesellschaft und

Beratung Handlungsempfehlungen und Maßnahmen aufzeigt.

Helferkreise in der Migrantenarbeit, Initiativen und Institutionen

können für Integrationsprojekte eine finanzielle Förderung

erhalten und insbesondere für Engagierte in der Asylbewerberarbeit

werden Fortbildungen und Supervision

angeboten. Über einen Sprach- und Kulturmittlerpool können

beim Landratsamt von Institutionen, Behörden und Ärzten

ehrenamtliche Übersetzer angefordert werden.

www.rv.de/MI

Koordination

Eine Integrationsbeauftragte

koordiniert die Integrationsarbeit,

vernetzt alle relevanten Partner

und sichert damit den Zugang zu Hilfsangeboten,

Bildungsmaßnahmen

und zum Arbeitsmarkt.


112 Soziales Leben LANDKREIS RAVENSBURG

Beratungsdienste des Sozial- und Inklusionsamtes

für Bürgerinnen und Bürger

Die Beratungsdienste informieren und helfen Menschen, die Rat suchen oder in

Schwierigkeiten unterschiedlichster Art geraten sind. Ziel der Beratung ist es, dass diese

Menschen ihr Leben wieder selbst meistern können.

Schuldnerberatung

Die Schuldnerberatung berät überschuldete Privatpersonen.

Die Beratung ist individuell, freiwillig und kostenlos.

Hilfe für Menschen mit Behinderung

Behinderte Menschen werden in allen Lebensbereichen beraten

und informiert.

Pflegestützpunkt / Zuhause-Leben-Stellen

Der Pflegestützpunkt und die Zuhause-Leben-Stellen sind zentrale

Anlaufstellen im Landkreis Ravensburg, in denen über das

Angebot an Pflege, medizinischer Versorgung und Sozialleistungen

beraten wird. Konkret geht es dabei um Fragen bei Pflegebedürftigkeit,

Krankheit und Behinderung, altersgerechtem

Wohnen und sonstigem Unterstützungsbedarf sowie Hilfen bei

Klärung von Kostenfragen für medizinische, pflegerische und

soziale Leistungen. Damit sollen pflegebedürftigen Menschen

und ihren Angehörigen alle vorhanden Angebote unter einem

Dach zugänglich gemacht werden.

Altenhilfefachberatung

Die Altenhilfefachberater bieten fachliche Unterstützung und

entwickeln Konzepte, beispielsweise für die altersgerechte

Gestaltung von Wohnungen.

Kommunale Suchtbeauftragte

Sucht ist in allen Gesellschaftsschichten und in verschiedensten

Formen und Arten zu finden, vom überhöhten Konsum von

Alkohol und Zigaretten, über Drogen und Essstörungen bis hin

zur Flucht in die Arbeit. Der „Kommunale Suchtbeauftragte“

organisiert Veranstaltungen zum Thema Suchtvorbeugung und

koordiniert Maßnahmen, die Süchtigen helfen sollen, die Sucht

zu überwinden.

Modellprojekt Inklusionskonferenz

Befristet bis Anfang 2019 wird im Landkreis Ravensburg das

Modellprojekt Inklusionskonferenz umgesetzt und vom Ministerium

für Soziales und Integration Baden-Württemberg sowie

aus Kreismitteln finanziert. Ziel ist es, die Bevölkerung zum

Thema Inklusion zu sensibilisieren, die Beteiligung und Einbeziehung

von Menschen mit Behinderung zu stärken und verschiedene

Projekte zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen

mit Behinderung umzusetzen. So gibt es unter anderem

Mobilitätsschulungen mit Busfahrern und mobilitätseingeschränkten

Personen, Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche

zum Inklusionsbegleiter sowie Kurzfilme, bei denen Menschen

mit Behinderungen über ihr Leben und ihre Erfahrungen eindrücklich

berichten. Ein Begleit-Arbeitskreis mit Vertretern von

Behindertenverbänden unterstützt das Projekt mit Ideen und

Erfahrungen aus der Praxis.

Kommunale Behindertenbeauftragte

Im Jahr 2015 wurde im Landkreis Ravensburg erstmals ein ehrenamtlicher

Kreisbehindertenbeauftragter bestellt, seit April

2018 teilen sich diese Funktion nun zwei ehrenamtliche Kreisbehindertenbeauftragte.

Zu ihren Aufgaben gehören die Beratung

des Landkreises in Fragen der Politik für Menschen mit

Behinderung, die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sowie

die Funktion einer Ombudsfrau/ eines Ombudsmannes.

Stabsstelle Sozialplanung für eine bedarfsgerechte

soziale Infrastruktur

Die Stabstelle Sozialplanung ist zuständig für ambulante, teilstationäre

und stationäre Angebote für Menschen mit Behinderung,

psychischen Erkrankungen, Suchtproblematiken und ältere

Menschen. Insbesondere werden mit den Trägern der freien

Wohlfahrtspflege und sozialen Einrichtungen Angebote geschaffen

oder weiterentwickelt, die zur bedarfsgerechten Versorgung

dieser Personen im Landkreis Ravensburg erforderlich

sind. Zur Stabsstelle gehören auch die Kontakte für Selbsthilfe

und der Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements.

www.rv.de/SI


LANDKREIS RAVENSBURG

Soziales Leben

113

Übersicht über die Beratungsstellen

im Landkreis Ravensburg

Kreiseigene Beratungsstellen

Beratungsstelle Zielgruppe Kontakt

Adoptionsberatung Personen mit Adoptionswunsch Jugendamt

Telefon 0751/ 85-3213

Freiwilliger Wohnungssuchdienst Benachteiligte Wohnungssuchende, DiPers GmbH

Kunden des Dezernates für Jugend und Telefon 0751/ 35450-16

Arbeit der Landkreisverwaltung

Jugendberufshilfe Beratung und Betreuung von Schülern Edith-Stein-Schule: Telefon 0751/ 368-358

der beruflichen Schulen im Gewerbliche Schule: Telefon 0751/ 368-136

Landkreis Ravensburg Geschwister-Scholl-Schule: Telefon 07561/ 9811-338 oder -337

Berufliches Schulzentrum: Telefon 07522/ 7073-135 oder -255

Kindergartenfachberatung Kommunen und Träger von Kindergärten Jugendamt

Telefon 0751/ 85-3214

KiP - Hilfe und Unterstützung für Kinder Kinder mit psychisch erkrankten Jugendamt

mit psychisch erkrankten oder oder belasteten Eltern Telefon 0751/ 85-3216

belasteten Eltern

Kontaktstelle für Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen Stabsstelle Sozialplanung

Bürgerschaftliches Engagement Telefon 0751/ 85-3119

Pflegestützpunkt/ Zuhause-Leben-Stellen Ältere Menschen und deren Angehörige Stabsstelle Sozialplanung

Telefon 0751/ 85-3318 oder -3319

Schuldnerberatung Überschuldete Privatpersonen und Sozial- und Inklusionsamt

Haushalte Telefon: 0751/ 85-3181 oder -3182

Tagesmüttervermittlungsstelle Eltern, die eine flexible Jugendamt

Kinderbetreuung suchen Telefon 0751/ 85-3217


114 Soziales Leben LANDKREIS RAVENSBURG

Vom Kreis geförderte Beratungsstellen

Beratungsstelle Zielgruppe Kontakt

Beratungsstelle gegen sexuellen Sexuell Missbrauchte und Betroffene Brennessel e.V.

Missbrauch „Brennessel“ Telefon 0751/ 3978

Beratungsstelle Grüner Turm Frauen, Paare, Jugendliche Pro Familia Ravensburg

(Beratung in Schwangerschaft und Elternzeit, 0751/ 24343

psycho-soziale Begleitung, Schwangerschafts-

Konfliktberatung, Sexualberatung,

sexuelle Bildung)

Betreuungsverein St. Martin Privatpersonen und Betreuungsgerichte Betreuungsverein St. Martin im Kreis Ravensburg e.V.

Telefon 0751/ 17870 oder 0751/ 9771978-0

Betreuungsverein Wilhelmsdorf Privatpersonen und Betreuungsgerichte Die Zieglerschen

Telefon 07503/ 929-522

Erziehungsberatung Eltern und Kinder Caritas Bodensee-Oberschwaben: Telefon 0751/ 3590150

Diakonisches Werk: Telefon 0751/ 29590410

Fachberatungsstelle für Wohnungslose Obdachlose

Dornahof, Württemberger Hof

Telefon 0751/ 35962-0

Familienentlastende Dienste Eltern von behinderten Kindern Stiftung Liebenau

Körperbehindertenzentrum Oberschwaben (KBZO)

Die Zieglerschen

Oberschwäbische Werkstätten für Behinderte (OWB)

St. Jakobus Behindertenhilfe

Frauenhaus und Beratungsstelle Frauen mit Gewalterfahrung Frauen und Kinder in Not e.V.

Frauenhaus: Telefon 0751/ 16365

Beratungsstelle: Telefon 0751/ 23323

Interdisziplinäre Frühförderstelle Eltern von Kindern Mobile gGmbH

mit Entwicklungsdefiziten Standort Ravensburg: Telefon 0751/ 33413

Standort Kisslegg: Telefon 07563/ 92055

Kontaktladen die Insel Anlaufstelle für Abhängige illegaler Drogen ZfP Südwürttemberg

Telefon 0751/ 17859

Kontaktstelle Frau und Beruf Frauen, die den Wiedereinstieg in den Kontaktstelle Frau und Beruf Ravensburg -

Beruf oder die Selbständigkeit planen Bodensee-Oberschwaben, c/o WiR GmbH

Telefon 0751/ 35906-63

Ökumenische Telefonseelsorge Personen in seelischer Notlage Katholisches Verwaltungszentrum Ravensburg

Telefon 0800/ 1110-111 oder -222

Opferberatung Weißer ring Opfer von Gewalt und Missbrauch Weisser Ring e.V.

Telefon 0172/ 2582400

Psychologische Beratungsstelle (PBS) Personen mit Fragen zur Erziehung und Diakonisches Werk Ravensburg

Entwicklung ihrer Kinder, ihrer Partnerschaft Standort Ravensburg: Telefon 0751/ 3977

und Familie Standort Wangen i.A. und Isny i.A.: Telefon 07522/ 3552

Suchtberatung Personen mit Suchterkrankung oder Caritas Zentrum Ravensburg: Telefon 0751/ 36256-80

Suchttendenzen Caritas Zentrum Wangen i.A.: Telefon 07522/ 70751-0

Wohnberatung für Senioren Senioren Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Ravensburg e.V.

0751/ 56061-55


LANDKREIS RAVENSBURG

Kultur

115

Kulturarbeit im Landkreis Ravensburg

Impulse für ein vielfältiges Kulturleben

Über Jahrhunderte hinweg war Oberschwaben und mittendrin der Landkreis

Ravensburg von kleinen und kleinsten Herrschaftssitzen beeinflusst. Kultivierte Klöster,

stolze Adelshäuser und vier selbstbewusste Reichsstädte prägen bis heute diese

geschichtsträchtige Landschaft und ihr kulturelles Leben.

Heute bietet der Landkreis Ravensburg eine Vielzahl kultureller

Einrichtungen und Kulturdenkmale, die es zu unterstützen und

zu pflegen gilt. Kulturarbeit, Heimatpflege und Denkmalschutz

haben deshalb einen zentralen Platz im Aufgabenspektrum des

Landratsamtes. Der Landkreis garantiert mit seiner Kulturarbeit

im Zusammenwirken mit und ergänzend zu den Städten und

Gemeinden die Teilhabe an einem vielfältigen Kulturangebot,

das einen wichtigen Standortfaktor und einen Beitrag zur sozialen

Integration darstellt. Er verstärkt damit die Attraktivität der

Region, unterstützt den öffentlichen Bildungsauftrag und sichert

ein menschliches Grundbedürfnis seiner Bürger. KULTUR!RV,

der Kulturbetrieb des Landkreises Ravensburg, unterhält zwei

eigene Kultureinrichtungen zur Entwicklung und Erhaltung regionaler

Identität mit überregionaler Wirkung, das Bauernhaus-

Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg und das Kreiskulturzentrum

Schloss Achberg. Es sind viel besuchte und lebendige

Orte, an denen Kultur und Geschichte nicht nur mit hohem Anspruch

gesammelt und erforscht, sondern insbesondere über

weithin wahrgenommene Ausstellungen, Veranstaltungen und

pädagogische Angebote einem breiten Publikum vermittelt wird.

Die Kulturlandschaft Oberschwabens und des Allgäus ist außergewöhnlich

reich an sakralen Kunstwerken wie Skulpturen, Gemälden

und Altartafeln. Viele von ihnen haben einen besonderen

künstlerischen oder kulturgeschichtlichen Wert. Sie finden

sich in den Pfarr- und Filialkirchen, an Hausfassaden, in den

Hunderten von kleinen Kapellen und in Bildstöcken. Oft können

die Pfarrgemeinden, Kapellengemeinschaften oder Privatleute,

die diese Schätze hüten, Restaurierung, Erhaltung oder Sicherung

nicht alleine bezahlen. Soweit die Kleinode sich im Landkreis

Ravensburg befinden und öffentlich zugänglich sind, bemüht

sich der „Verein zur Erhaltung sakraler Kulturgüter e.V.“,

im Volksmund „Heiligenverein“ genannt, auf Antrag, einen Zuschuss

zu leisten. Er wird seit seiner Gründung von der Kreissparkasse

großzügig unterstützt. Die Entscheidung hängt von

der Bedeutung des Objekts, der Dringlichkeit der Maßnahme

und der Streuung der geförderten Projekte im Landkreis ab; eine

gewisse Eigenleistung und die Ausführung durch Fachleute sind

Bedingung.

Ohne Musik in ihren

unterschiedlichsten Spielarten

wäre das Leben im Landkreis

kaum vorstellbar. An die

9.000 Musiker spielen

allein in den 114 Blasmusikkapellen

mit.


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®

116 Kultur LANDKREIS RAVENSBURG

Weitere eigene Akzente setzt der Landkreis mit seiner Kunstsammlung

zur Dokumentation und Förderung regionalen

Kunstschaffens und dem Kreisarchiv als öffentlichem Informationsspeicher.

Das Kreismagazin „Oberland“ als Plattform der

Regionalkunde bietet zweimal im Jahr ein Kaleidoskop aus Geschichte,

Kultur und Naturkunde. Der Landkreis beteiligt sich an

der Arbeit des Museums auf der Waldburg, neben dem Bussen

die zweite große Landmarke Oberschwabens. Nicht minder aktiv

ist der Landkreis bei der Förderung des ehrenamtlichen Engagements

gerade im Bereich von Kultur und kultureller Bildung.

Der Ausbau der vielfältigen Musikarbeit im hiesigen Raum gehört

dazu. 2011 bis 2016 wurde durch eine Qualitätsoffensive die

Arbeit der vier vom Landkreis mitgetragenen Musikschulen auf

eine zukunftsfähige Grundlage gestellt. Auch erhält etwa der

Blasmusikkreisverband, der über 114 Musikkapellen repräsentiert,

finanzielle Unterstützung für seine Jugendarbeit.

Musikvereine, Chöre, Bands und nicht zuletzt die vier großen

Jugendmusikschulen leisten Jugendarbeit auf hohem Niveau

und sorgen für aktive Gemeinschaften in Stadt und Land, seit

Jahrzehnten vom Landkreis stark gefördert.

Zahlreiche weitere, oft von großem bürgerschaftlichen Engagement

getragene Initiativen und Projekte haben im Landkreis

einen Partner für finanzielle Unterstützung und öffentliche

Sichtbarkeit. Mit seiner Projektförderung unterstützt er kulturelle

Vorhaben und Ereignisse von überörtlicher Bedeutung und

herausgehobener Qualität. Flaggschiff ist der 2017 von Landrat

Harald Sievers ins Leben gerufene „OEW-Kultursommer im

Landkreis Ravensburg“, bei dem vier überregional ausstrahlende,

ehrenamtlich getragene sommerliche Kulturhöhepunkte gemeinsam

unterstützt und beworben werden; ein fünftes Highlight

wird jährlich über einen Wettbewerb ermittelt.

www.rv.de/KU


LANDKREIS RAVENSBURG

Kultur

117

Freilichtschauspiele

wie die Wangener

Festspiele und 42

Museen sind Teil des

umfangreichen kulturellen

Angebots im

Landkreis Ravensburg.

Juni bis August 2018

Schirmherr Landrat Harald Sievers

Isny Opernfestival –

15. bis 24.

Internationale Wolfegger Konzerte – 29.

Juni 2018

Juni bis

Juli 2018

1.

füenf

auf der Seebühne, Kißlegg

im Gras – 31. August 2018

Bauernhaus Museum Wolfegg: Brass

- 5. August 2018

Einhaldenfestival – 26. bis 29.

Juli 2018

www.kultursommer-rv.de


118 Kultur LANDKREIS RAVENSBURG

Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben

Geschichte und Natur hautnah

Bereits vor 40 Jahren war es den Gründern des Bauernhaus-Museums Allgäu-Oberschwaben

in Wolfegg ein Anliegen, der Region einen Teil ihrer Geschichte zu erhalten und so begann das

Sammeln von Häusern, die an ihrem Originalstandort nicht mehr zu erhalten waren.

Diese bauhistorischen Denkmäler wurden sorgsam abgebaut

und auf dem Museumsgelände wieder originalgetreu aufgebaut.

Der Grundgedanke des Bewahrens und Sammelns hat

sich bis heute erfolgreich fortgesetzt: 16 Häuser und zahlreiche

Nebengebäude stehen derzeit auf dem 12 Hektar großen Museumsgelände

Menschen aus nah und fern zur Besichtigung zur

Verfügung. Mittlerweile zählt das Museum jährlich über 80.00

Besucher.

Wissenschaftliches Arbeiten, freudvolles Vermitteln

Wissenschaftlich fundiert und recherchiert, wird im Bauernhaus-Museum

seit der Museumsgründung die Geschichte von

jedem Haus und jedem Objekt festgehalten und den Besuchern

mit Freude vermittelt. Ein fester Stamm an Angestellten, etwa

50 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mehr als 100 Ehren-

amtliche und zahlreiche lokale Vereine tragen dazu bei, eine

große Bandbreite des ländlichen Kulturguts erlebbar zu machen:

Führungen, Mitmachprojekte, Ferienprogramme sowie

Feste und Veranstaltungen bieten vielfältige Möglichkeiten,

sich mit der Geschichte der Region zu beschäftigen und lassen

die Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Genau das,

wozu die Deutsche Forschungsgemeinschaft als Kontrapunkt

zur Digitalisierung der Museumswelt aufruft: Man solle den

Menschen das Wesen und die Zusammenhänge hinter den

Dingen erfahrbar machen.

Verbindungen schaffen

Von Beginn an gab es ein großes Bewusstsein um die Bedeutung

des Museums: Die Menschen sollten einen Ort erhalten,

in dem sie ihrer eigenen Geschichte begegnen können. Zum

Alle Häuser auf dem Museumsgelände erzählen ihre eigene Geschichte, so auch die vollständig eingerichtete

Schuhmacherwerkstatt, die bei verschiedenen Veranstaltungen sogar in Betrieb ist.


LANDKREIS RAVENSBURG

Kultur

119

Das Museumsgelände umfasst eine Fläche von 12 ha und bietet

neben den Häusern und Ausstellungen schöne Möglichkeiten,

um in der sorgsam gepflegten Kulturlandschaft zu verweilen.

Besonders Kinder dürfen bei Mitmachprojekten

die Geschichte sehr lebendig erleben, z. B. beim

„Huizenmachen“ auf den Museumswiesen.

einen waren es schon immer die Menschen aus der Region, die

in Wolfegg einen Teil der Geschichte ihrer Vorfahren oder teilweise

auch ihrer eigenen Zeitgenossen wiederfinden konnten.

Beim Abbau und Wiederaufbau, der so genannten Translozierung,

des „Blaserhofs“, dem bis dato neuesten Bauvorhaben auf

dem Museumsgelände, war eine große Schar an Nachbarn,

Freunden und Verwandten der ursprünglichen Besitzerfamilie

beim Eröffnungsakt mit dabei. Jeder der Gäste wusste seine eigene

Geschichte zum Haus und zu den darin lebenden Menschen

zu erzählen. Spätestens seit der 2012 eröffneten Dauerausstellung

um „Die Schwabenkinder“ sind es immer mehr

Menschen, die weit über die Grenzen Oberschwabens hinaus

den Weg nach Wolfegg finden: Die Ausstellung hat zum grenzüberschreitenden

Austausch mit Menschen aus Österreich, der

Schweiz, Italien und Liechtenstein geführt. Von dort kamen

seit Anfang des 17. Jahrhunderts die so genannten „Schwabenkinder“

über die Alpen, um sich im wohlhabenden Oberschwaben

als kleine Knechte und Mägde zu verdingen.

Großer Veranstaltungskalender

Mit einem großen Veranstaltungskalender, Führungen und

vor allem den Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene

bietet das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben

Wolfegg vielfältige Möglichkeiten, sich mit der Geschichte

der Region auseinanderzusetzen und diese vor

dem eigenen Lebenshintergrund zu betrachten.

www.bauernhaus-museum.de

Groß ist der Veranstaltungskalender

während der Museumssaison.

Das traditionsreichste

Fest im Reigen ist das

Museumsfest, bei dem selbstverständlich

der Zauberer auch

nicht fehlen darf.


120 Kultur LANDKREIS RAVENSBURG

Kreiskulturzentrum Schloss Achberg

Vom Prunkschloss zum kulturellen Highlight

Hoch über dem Argental, eingebettet in die Bilderbuchlandschaft des Voralpenlandes

zwischen Wangen im Allgäu und Lindau (Bodensee) liegt das ehemalige Deutschordensschloss

Achberg.

Ein Blick in das stattliche Gebäude lohnt sich: Von Etage zu Etage

steigert sich die Pracht der barocken Stuckdecken und findet ihren

Höhepunkt im Rittersaal. Um das Jahr 1700 ließ der damalige

Schlossbesitzer, Deutschordens-Landkomtur Franz Benedikt

von Baden, den Festsaal mit einer der aufwendigsten und

detailfreudigsten Stuckdecken in Süddeutschland schmücken.

Nachfolger des Deutschen Ordens als Herr auf Schloss Achberg

wurde in der Napoleonischen Zeit das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen.

Im Besitz des Fürstenhauses verblieb Schloss

Achberg bis 1982. Es folgte eine mehr als sechsjährige Phase der

Bauspekulationen, bis der Landkreis Ravensburg 1988 das vom

Verfall bedrohte Schloss erwarb und es in den Folgejahren nach

den Vorgaben des Landesdenkmalamtes sanierte. Seit dem Frühjahr

1995 ist es für die Öffentlichkeit zugänglich.

sondern dient als Kulturzentrum des Landkreises den Bürgern

und Gästen als Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Lernort.

Jährlich rund 15.000 Besucher aus nah und fern finden hier ein

abwechslungsreiches und interessantes Angebot: Ausstellungen,

Konzerte, Lesungen, standesamtliche Trauungen und ein buntes

Programm für Familien, Kinder und Jugendliche sowie Schulklassen

beleben das anmutige Gebäude in einer auch zum Wandern

tollen Umgebung.

In diesen bald 25 Jahren ist Schloss Achberg nicht nur ein attraktives

Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer geworden,


LANDKREIS RAVENSBURG

Kultur

121

Heimatgeschichte

Der Landkreis unterstützt die Erhaltung

und Pflege von Kulturlandschaft

prägenden Bauwerken, die

von überörtlicher und heimatgeschichtlicher

Bedeutung

sind.

Denkmäler im Landkreis Ravensburg

Ausgedient, unnütz und doch wertvoll

Kirchen, Kapellen, Schlösser, Bauernhöfe, Zehntscheuern, Mühlen, Schmieden, Backhäuser,

Brücken und Brunnen, aber auch Kleindenkmale wie Feldkreuze, Wegkapellen und Sühnezeichen

prägen das Bild oberschwäbischer Städte und Dörfer.

Rund 2.200 dieser Bau- und Kulturdenkmale finden sich im

Landkreis Ravensburg und dokumentieren die Entwicklung

von vor- und frühgeschichtlicher Zeit bis zur Gegenwart. Diese

Denkmale sind wertvolle, erhaltenswerte Zeugen der Vergangenheit,

verlangen vom Besitzer aber oft auch einen beträchtlichen

Sanierungsaufwand. Der Landkreis unterstützt die Erhaltung

und die Pflege von die Kulturlandschaft prägenden

Bauwerken, die von überörtlicher und heimatgeschichtlicher Bedeutung

sind. Dabei können auch Objekte unterstützt werden,

die nicht unter Denkmalschutz stehen. Bereits 1979 beschloss

der Kreistag das so genannte „Kapellenprogramm“, seit 2004

weitergeführt unter dem Namen „Kreisdenkmalprogramm“

zur Erhaltung dieser Kulturgüter. Im Rahmen dieses damals

bundesweit einzigartigen Programms werden bis heute Sanie-

rungszuschüsse für Denkmäler gewährt, die besonders landschaftstypisch

sind. Dazu zählen insbesondere Kapellen, Backhäuser

und Schmieden, aber auch Feldkreuze, Brücken und

Brunnen. So wurden dafür bisher Zuschüsse in Höhe von

mehr als 1,4 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere Unterstützung

darf der Eigentümer solcher Kleinodien aus entsprechenden

Programmen der Landesregierung und durch eine erhöhte

steuerliche Abschreibung erwarten. In besonderen Fällen gewährt

auch die Denkmalstiftung entsprechende Zuschüsse.

Neben diesen baulichen und kulturellen Schmuckstücken am

Wegesrand finden sich im Landkreis Ravensburg auch die beiden

überregional bekannten Denkmäler Schloss Achberg und

Schloss Aulendorf, die nach mustergültigen Sanierungen heute

wieder besichtigt werden können.


122 Kultur LANDKREIS RAVENSBURG

Das Kreisarchiv

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Archive sind Fundgruben mit historischen Schätzen und erfüllen einen kommunal- und

kulturpolitischen Auftrag. Die Kreisarchivare sorgen dafür, dass historische Quellen gepflegt,

die Orts- und Kreisgeschichte aufgearbeitet und das historische Interesse der Bevölkerung

geweckt wird.

Als Informations- und Kommunikationszentrum für Geschichte

nimmt das Archiv von KULTUR!RV zudem Dienstleistungsfunktionen

wahr: Es steht jedem Bürger nach vorheriger Anmeldung

offen und ist Anlaufstelle für Schüler, Studenten,

Wissenschaftler und Privatforscher ebenso wie für Vereine,

Redaktionen und Verwaltungen. Entsprechend breit gefächert

ist das Fragespektrum, das heimatkundliche, familiengeschichtliche

und wissenschaftliche Themen umfasst. Zum Kreisarchiv

Ravensburg gehören:

– rund 3.900 laufende Meter Schriftgut von 1513 bis heute.

– 29 Sammlungen, darunter herausragende Sammlungen zur

Volksfrömmigkeit in Oberschwaben sowie eine große

Sammlung historischer Ansichten aus dem Landkreis.

– eine Handbibliothek mit rund 10.000 Bänden.

Neben Lexika, Handbüchern und Zeitschriften stehen für Besucherinnen

und Besucher grundlegende Veröffentlichungen

zur Orts-, Kreis- und Landesgeschichte bereit. Die Nutzung

des Archivs ist in der Regel gebührenfrei.

Neben der Betreuung des Landratsamtarchivs ist das Kreisarchiv

Ravensburg auch zuständig für alle nicht von eigenen

Archivaren verwalteten Stadt- und Gemeindearchive des

Landkreises. Etwa 70 Gemeindearchive gehören zu seinem

Sprengel. Derzeit teilen sich eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter

die Stelle der Gemeindearchivpflege und sind Ansprechpartner

der Kommunen. Darüber hinaus betreut das Kreisarchiv

mehrere große Adelsarchive im Landkreis Ravensburg.


LANDKREIS RAVENSBURG

Tourismus

123

Die abwechslungsreiche Landschaft Oberschwabens und des Allgäus hat – als unmittelbarer

Nachbar des Bodensees und der Alpen sowie als Heimat der „Oberschwäbischen Barockstraße“

– einiges zu bieten. Wo sonst findet man so viele Burgen, Schlösser, barocke Kirchen

und Klöster, so viele liebevoll renovierte mittelalterliche Städte auf so engem und leicht

„erfahrbarem“ und erwanderbarem Raum?


124 Tourismus LANDKREIS RAVENSBURG

Bad Wurzach punktet mit seinem europa-diplomierten Ried, dem

größten intakten Hochmoor Mitteleuropas und dem dazugehörigen

Naturschutzzentrum MOOR EXTREM. Während im Naturschutzzentrum

die Geologie der von den Eiszeiten geformten

voralpinen Landschaft anschaulich vermittelt wird, informiert das

von einer Bürgergemeinschaft initiierte und betriebene Torfmuseum

mit seinem Torfbähnle über die früher wirtschaftlich und für

Gesundheitszwecke genutzten Torfvorkommen.

www.wurzacher-ried.de


LANDKREIS RAVENSBURG

Tourismus

125

Marketing für die Region

Oberschwaben-Tourismus GmbH (OTG)

Eine touristische Destination braucht eine sinnvolle Größe für ein

effektives Marketing, damit Gäste aus Nah und Fern von der Attraktivität

eines Feriengebietes, aber auch von den Schönheiten der Heimat überzeugt

werden können.

Im Dreieck Bodensee-Allgäu-Donau, in den drei Landkreisen

Ravensburg, Biberach und Sigmaringen, hat dies die Oberschwaben

Tourismus GmbH als Destinationsmanagementorganisation

für das Reisegebiet Oberschwaben-Allgäu übernommen.

Im Jahr 2006 wurden die Zielgebietsagentur Allgäu-Oberschwaben

der Internationalen Bodensee-Tourismus GmbH

(IBT) und die damals hauptsächlich für den Landkreis Biberach

tätige Tourismusgesellschaft Oberschwaben (TGO) zur

neuen Oberschwaben Tourismus GmbH (OTG) zusammengeführt.

Seither wird unter der Marke „OberschwabenAllgäu“

erfolgreiche touristische Arbeit für das Ferienland zwischen

Donau und Bodensee geleistet.

Die Gesellschaft mit Sitz in Bad Schussenried hat insgesamt 67

Gesellschafter, ist ihrerseits als Gesellschafterin mit der IBT

verbunden, arbeitet aber auch eng mit Tourismus-Marketing

Baden-Württemberg (TMBW) und anderen benachbarten

Tourismusorganisationen zusammen.

Arbeitsgrundlage ist ein Touristischer Masterplan, der aktuell

für die Jahre 2016 bis 2020 in insgesamt fünf strategischen Geschäfts-und

Entwicklungsfeldern umgesetzt und weiterentwickelt

wird. Projekte von besonderem Rang sind beispielsweise

die „Oberschwäbische Barockstraße“ und die beiden zertifizierten

Radfernwege „Donau-Bodensee Radweg“ und „Oberschwaben-Allgäu

Radweg“. Die vielfältige Thermen- und

Bäderlandschaft sowie einzigartige Moorgebiete prägen die

Säule „Gesundheit & Wellness“ und das „Ravensburger Spieleland“

ist ein Highlight für das Geschäftsfeld „Familienferien“.

Immer größere Bedeutung erfährt auch das strategische Entwicklungsfeld

„Reisemobil & Camping“, was mit den Heimatstandorten

der drei bekanntesten Reisemobilhersteller, sozusagen

als „Wiege des Reisemobils“, aber auch mit qualifizierten

Stellplatzangeboten auf der Hand liegt.

Die OTG ist kompetenter Ansprechpartner für touristische

Anfragen, präsentiert die Ferienregion OberschwabenAllgäu

auf den wichtigsten Tourismusmessen und im Internet, initiiert

touristische Projekte und verantwortet die Presse-und

Öffentlichkeitsarbeit. Sie tritt dabei über neue digitale Plattformen

und Kommunikationsräume sowie etablierte Fachtagungen

und Netzwerkertreffen in engen inhaltlichen und

fachlichen Austausch mit den beteiligten Akteuren und erreicht

es so, die Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu optimieren

und zugleich die Identifikation als einheitliche Reiseregion

zu fördern.

Für die Destination Württembergisches Allgäu und Oberschwaben

wurden 2017 rd. 2,9 Mio. Übernachtungen statistisch

erfasst. Deutschland ist mit rd. 80 % Hauptquellgebiet der

Gäste. Der stärkste ausländische Quellmarkt ist die Schweiz,

gefolgt von den Niederlanden, Österreich und Italien. Diesen

starken Wirtschaftsfaktor gilt es auch für die Zukunft weiter

auszubauen.

Oberschwaben Tourismus GmbH

Neues Kloster 1, 88427 Bad Schussenried

Tel. +49 7583 3310-60

info@oberschwaben-tourismus.de

www.oberschwaben-tourismus.de

www.facebook.com/oberschwabenallgaeu

www.instagram.com/oberschwabenallgaeu


126 LANDKREIS RAVENSBURG

Impressum

HERAUSGEBER + VERLAG

neomediaVerlag GmbH

48653 Coesfeld, Industriestraße 23

Tel.: + 49 2546 9313-0

Fax: + 49 2546 9313-33

info@neomedia.de

www.neomedia.de

REDAKTION

Landratsamt Ravensburg,

Pressestelle, Franz Hirth

Friedenstraße 6

88212 Ravensburg

Tel.: +49 751 85-0

www.rv.de

In Zusammenarbeit mit dem

neomediaVerlag, Günter Poggemann

BILDNACHWEIS

Landratsamt Ravensburg, Energieagentur Ravensburg,

Bauernhaus-Museum Wolfegg, Oberschwabenklinik, WiR –

Wirtschafts- und Innovationsgesellschaft Landkreis Ravensburg

mbH, H. Baur, G. Brauchle, F. Hirth, F. Hofmann, R. Leser, M.

Maier, C. Morlock, P. Schmidli, A. Trautmann, K. Volz,

© AYAimages – Fotolia, © goodluz – Fotolia, © karelnoppe –

Fotolia, © Robert Kneschke – Fotolia, © Monkey Business

– Fotolia, © Christian Schwier – Fotolia, © YakobchukOlena

– Fotolia, © Konstantin Yuganov – Fotolia

Die beteiligten Unternehmen und Einrichtungen

PROJEKTLEITUNG

Matthias Kurz

GRAFIK/LAYOUT

Kerstin Katemann

DRUCK

SATZDRUCK GmbH

48653 Coesfeld-Lette

Die photomechanische und elektronische Wiedergabe bedarf

der ausdrücklichen Genehmigung des Verlages. Die Gesamtherstellung

der Druckauflage erfolgt mit der gebotenen

Sorgfaltspflicht, jedoch ohne Gewähr. Der Verlag kann keine

Haftung für etwaige Fehler oder Differenzen übernehmen.

Schadenersatz ist ausgeschlossen. Korrekturen und Verbesserungsvorschläge

sind ausdrücklich erwünscht!

Alle Rechte vorbehalten

Gedruckt auf 100% chlorfrei gebleichtem Papier.

Auflage 2019

Artikel Nr. 1200

Unternehmensporträts und Inserenten

ANDRITZ HYDRO GmbH 74

Assfalg Gaspard Partner Ingenieurgesellschaft mbH/

Ingenieur-Gesellschaft der Bauwerkserhaltung mbH 49

Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund/

Bodensee-Oberschwaben-Bahn 79

Carthago Reisemobilbau GmbH 28

DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH 80-81

Die Zieglerschen e. V. 105

DiPers GmbH 102-103

EBZ Gruppe 42

EnBW Energie Baden-Württemberg AG 73

Energieagentur Ravensburg gGmbH 64-66

Gebhardt Werkzeug- und Maschinenbau GmbH 43

KARL-Gruppe 41

IHK Bodensee-Oberschwaben 38-39

Kiesel GmbH 58

Kompetenzstelle Energieeffizienz

Bodensee-Oberschwaben 70-71

Kreissparkasse Ravensburg 2, 20-21

Lebert & Co. GmbH 30-31

Mineralbrunnen Krumbach GmbH 34

MVZ Labor Ravensburg GbR 94-95

NetCom BW GmbH 127

Oberschwabenklinik gGmbH 92-93

PAVIS Engineering GmbH 47

Ravensburger AG 46

SaluVet GmbH 89

Schmieder GmbH 56-57

Schuler Pressen GmbH 33

St. Elisabeth-Stiftung 108

STADLER Anlagenbau GmbH 75

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG 76

Thüga Energienetze GmbH 72

TOX ® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG 48

Verallia Deutschland AG 29

Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG 26-27

Voith Paper GmbH & Co. KG 32

Waldburg-Zeil Kliniken 96-97

WALDNER Unternehmensgruppe 44-45

WiR Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft

Landkreis Ravensburg mbH 35-37

ZfP Südwürttemberg 106-107

Zoller + Fröhlich GmbH 54-55


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Flexibel. Innovativ.

Vor Ort.

NetCom BW Telekommunikation und Internet – diese beiden unverzichtbaren

Pfeiler einer zukunftsorientierten Kommunikationstechnik bietet die NetCom BW

GmbH, mit Firmensitz in Ellwangen, für Baden-Württemberg und Teile Bayerns an.

Geschäftsführer Bernhard Palm

Neben der EnBW ODR AG sind die Oberschwäbischen

Elektrizitätswerke und die Netze BW GmbH Anteilseigner der

NetCom BW. Mit dem unternehmenseigenen Daten- und

Sprachnetz per Lichtwellenleiter von rund 10.700 Kilometern

und zusätzlich mehreren tausend Kilometern Kupferfernmeldekabel

stehen den Kunden alle Möglichkeiten offen.

Mit ihren innovativen Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern

Datenkommunikation, Standortvernetzung, Telefonie

und Services ist die NetCom BW eine anerkannte Größe im

heimischen Telekommunikations- und IT-Markt. Faire Preise,

langjährige Erfahrung und flexible Handhabung der Kundenwünsche

sind ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg.

Zu den Kunden der NetCom BW zählen Privathaushalte, kleine

und mittlere Unternehmen, Konzerne, Banken und Sparkassen

sowie kommunale Einrichtungen. Das Produktportfolio umfasst

für Gewerbe- und Industriekunden Vernetzungen von Firmenstandorten,

Dienstleistungen im IT-Umfeld, E-Mail, Webspace,

Router, Domains, IP-Adressen, Serverhousing und

-hosting, Firewalls, Telefonie und Vermietung von Glasfaserkapazitäten

und Bandbreite; für Privatkunden Internet, Telefonie

und IPTV etc.; für Kommunalkunden Breitbanderschließungen

auf Basis der Technologien FTTC (Fiber to the Curb),

FTTB (Fiber to the Building) und FTTH (Fiber to the Home).

Für alle ist ein leistungsfähiger Breitbandanschluss heute ein

maßgebliches Kriterium für die Standortwahl. Die Geschwindigkeit

des Datenaustauschs entscheidet immer öfter über

Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit – und somit auch

über die Attraktivität einer Region. Selbst Privatpersonen erkundigen

sich heutzutage bei der Wahl des Wohnorts zuerst nach

dem Stand des Internets. Daher ist schnelles Internet vor allem

für Kommunen nahezu überlebenswichtig. Das hat auch der

Zweckverband Ravensburg erkannt, der mit dem großflächigen

Ausbau des schnellen Internets eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg

übernommen hat. Dank des großen Engagements

des Zweckverbandes und der guten Zusammenarbeit mit

dem Netzbetreiber NetCom BW werden auch die 35 Kommunen

in den nächsten Jahren mit höheren Bandbreiten versorgt werden.

NetCom BW GmbH

Unterer Brühl 2, 73479 Ellwangen

Tel. 0800 3629 266

kontakt@netcom-bw.de

www.netcom-bw.de


In unserem Landkreis steht

mit rund 70.000 Kühen die

größte „Milchviehherde“

Baden-Württembergs.

Die Basilika St. Martin in

Weingarten ist die größte

Barockkirche nördlich

der Alpen.

Der Blasmusikkreisverband

Ravensburg hat mit

114 Mitgliedern die

meisten Musikkapellen

im Land.

Wissenschaft³: In der

Hochschulstadt Ravensburg /

Weingarten studieren über

10.000 junge Menschen an

drei Hochschulen in 77

Studiengängen.

Nach den Bewertungskriterien

des „European Energy Award“

sind wir in Sachen kommunaler

Klimaschutz bester Landkreis in

Baden-Württemberg – und

sogar auf Platz zwei in

Deutschland!

Ein Drittel aller Seen und

Weiher, die es in Baden-

Württemberg gibt, liegt bei

uns im Landkreis. Viele dieser

1.300 Gewässer bieten

wunderbare Bademöglichkeiten.

Der neue Park Allgäu

von Center Parcs in Leutkirch

ist die größte Tourismusinvestition,

die es in Deutschland

in den letzten Jahren

gegeben hat.

SCHON

GEWUSST?

Mit dem Stammsitz der

Erwin-Hymer-Gruppe sowie

den Unternehmen Carthago und

Dethleffs ist unser Landkreis

das Zentrum der deutschen

Reisemobil- und

Wohnwagenindustrie.

Unsere Kreissparkasse

Ravensburg mit ihren 190.000

Kunden ist die eigenkapitalstärkste

in ganz Baden-

Württemberg und damit

wirtschaftlich bestens

gerüstet.

Der Ritt zu Ehren der

Heilig-Blut-Reliquie in

Wein garten am Freitag vor

Christi Himmelfahrt ist die

größte Reiterprozession

Europas.

Unsere bäuerlichen Familienbetriebe

treiben die meisten ökologisch

bewirtschafteten Flächen in

Baden-Württemberg um. Die Biolandund

Biolebensmittelwirtschaft bei

uns im Landkreis wurde als

erste Biomusterregion im Land

ausgezeichnet.

Die intensive Deutschsprachförderung

für

Neuzugewanderte, die

unser Landkreis betreibt,

sucht bundesweit

Ihresgleichen.

In der ZDF-Deutschlandstudie

2018 „Wo lebt es sich

am besten?“ belegt unser

Landkreis in der Kategorie

„Gesundheit und Sicherheit“

Platz drei von allen 401 Landund

Stadtkreisen.

Das Wurzacher Ried mit

seiner wunderschönen

Landschaft ist das größte

intakte Hochmoor

Mitteleuropas.

www.rv.de

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