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Sport - Ausgabe 28.02.2018 - Frauenfelder Woche

Erleichterung und jetzt Vollgas geben Nach 4:2 im letzten Drittel eiskalt geduscht Niederlage gegen Schlusslicht Schmales SCF-Kader Spots Hafners Steigerung

Sport - Ausgabe 28.02.2018 - Frauenfelder

Frauenfelder Woche | 28. Februar 2018 11 Sport Schmales SCF-Kader Der Sportclub Frauenfeld verliert in der Finalrunde der 1.-Liga-Handballer gegen die Seen Tigers mit 27:29 (14:14). Trotzdem darf man auf das schmale Kader (nur neun Feldspieler) stolz sein. Die beiden Teams starteten mit sehr guten Torhüterleistungen. Bei Frauenfeld war es Kaj Stokholm. Auf der anderen Seite konnte sich Eric Hauser immer wieder mit Glanzparaden in Szene setzen. Bis zur 15. Minute schaffte es keine Equipe, sich abzusetzen. In der 19. Minute bot die 2-Minuten-Strafe gegen Nestor Reimann den Gästen die Gelegenheit davonzuziehen. Sie nutzten ihre Routine eiskalt aus und zogen mit vier Toren davon. In dieser Phase verletzte sich der Frauenfelder Rechtsaussen Michael Hochstrasser (Muskelzerrung). Der SCF zeigte sich danach aber kämpferisch, stand in der Deckung besser und kämpfte sich bis zur Pause wieder bis zum 14:14 heran. In die zweite Hälfte startete das Heimteam nicht gut. Mit zunehmender Dauer schlichen sich bei Frauenfeld (rot) kleine Fehler ein. Genau jene Fehler führten dazu, dass man immer wieder einem 2- bis 3-Tore-Rückstand nachlief. Der SCF verliert mit schmalem Kader und trotz kämpferischer Leistung gegen die Seen Tigers 27:29. (am) Die Red Lions Frauenfeld (rot) treffen im Playoff-Viertelfinal in einer Best-of-5-Serie auf Qualifikationssieger Chur. Erleichterung und jetzt Vollgas geben Die Red Lions Frauenfeld treffen ab diesem Samstag, 3. März, wie im Vorjahr in den NLA-Playoffs auf Chur. Und sie möchten diesmal wenigstens ein Spiel gewinnen. Die Red Lions Frauenfeld mussten bis fast zur letzten Minute der regulären Unihockey-Meisterschaft zittern, um nicht in die Playouts verwiesen zu werden. Gegen Zug drehten sie den Match erst mit einem fulminanten Schlussspurt und vier Toren in den letzten zehn Minuten. Die Erlösung in der Kantihalle war spür- und hörbar. Auch Sportchefin Diana Schönwetter wollte nichts beschönigen: «Es war ein unglaublich emotionaler Moment. Wir alle waren sehr, sehr erleichtert, dass wir die Playoffs erreicht haben.» Hätte man nämlich gegen Zug verloren, wäre man in den Playouts auf Waldkirch St. Gallen getroffen. Und gegen den Aufsteiger hat man tatsächlich gleich zweimal verloren. «Ja, wir sind schon unheimlich froh, dass wir nicht gegen unseren offensichtlich neuen Angstgegner antreten müssen,» hält auch Diana Schönwetter fest. Grundsätzlich darf sie die Saison mit dem Vermerk abbuchen: «Ziel erreicht, aber in diesem Team steckt noch viel mehr Potenzial. Und wir müssen sehr genau analysieren, warum über längere Zeit mehrere Stammspielerinnen verletzt ausfielen.» Jetzt folgen die Playoff-Viertelfinals gegen den Qualifikations-Gewinner Chur. Das war bereits in der letzten Saison so und der haushohe Favorit musste nach einem klaren Starterfolg sogar zweimal in die Verlängerung, bis der Sieg fest stand. Darum setzt man sich bei den Red Lions jetzt das Ziel, Bild: Ruedi Stettler mindestens einmal in dieser Best-of- 5-Serie zu gewinnen. Das würde dann heissen, dass es in der Kantihalle ein zweites Heimspiel gibt. «Weil nach der enormen Anspannung und dem Liga- Erhalt eine gewisse Erleichterung spürbar ist, sollte das Team befreiter auftreten können.» Also Vollgas geben und auf eine Überraschung hoffen. Das so etwas möglich ist, zeigte sich beim Endspurt mit drei Linien im Match gegen Zug. Allerdings haben die Churerinnen am Samstag ihre gute Form bewiesen, als sie im Cupfinal in Bern die Red Ants Winterthur gleich mit 8:2 (2:1, 3:0, 3:1) abgefertigt haben. Das sind die Playoff-Daten. 3. März in Chur. Sonntag, 11. März, ab 15 Uhr daheim. 17. März in Chur. Eventuell Sonntag, 18. März, ab 15 Uhr daheim. Eventuell am 24. März wieder auswärts. Ruedi Stettler Hafners Steigerung Zum dritten Male hat Sabina Hafner vom Bobclub Frauenfeld an Olympischen Winterspielen teilnehmen dürfen. Als Neunte verpasste sie in Südkorea ein Diplom lediglich um 23 Hundertstel. Platz neun gab es nach vier gleichmässigen Läufen mit den Rängen 8, 10 und zweimal neun. Das ist gegenüber Turin (2006) als Zehnte und Vancouver (2010) als Zwölfte eine Steigerung. Trotzdem war das für die 33-jährige Baselbieterin Pilotin ihre letzte Olympiade, sie wird ihre Karriere nun beenden. Zum zweiten Male. Nach einem Abstecher zum Skeleton kehrte sie erfolgreich zum Bob zurück. (rs) Spots Hugs Pech. Rollstuhl-Leichtathlet Marcel Hug (Pfyn) verpasste den Marathon in Tokio. Sein Flug wurde wegen einem medizinischen Problem an Bord über Weissrussland gewendet und kehrte in die Schweiz zurück. Diethelms dabei. An den Schützen- Europameisterschaften im ungarischen Györ nahmen auch Heidi Diethelm Gerber und ihr Sohn Dylan teil. Im Mixed-Wettbewerb mit der Luftpistole wurden Heidi Diethelm/Demierre 23. und Dylan Diethelm/Villiger 30. von 50 Teams. Trainer bleiben. Sowohl Headcoach Stephan Mair als auch Assistent Beni Winkler haben beim NLB-Eishockey- Klub HC Thurgau ihre Verträge um eine weitere Saison verlängert. Red Lions im Hoch. Im 1.-Liga-Unihockey haben die Red Lions Frauenfeld den Halbfinal erreicht. Der beginnt am Samstag auswärts in Bülach. Am Sonntag findet das zweite Spiel in der Kantihalle Frauenfeld statt. In Lengwil. Das Thurgauer Kantonal- Schwingfest findet in Lengwil statt. Und zwar bereits am 29. April. Niederlage gegen Schlusslicht Die NLB-Volleyballerinnen von Aadorf haben am vierten Spieltag der Finalrunde die zweite Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den Letzten Neuchatel unterlagen sie diskussionslos 0:3 (19:25, 16:25, 16:25). Nach der guten Vorstellung gegen Münchenbuchsee und Val-de-Travers gab es diesmal nach nur 63 Minuten enttäuschte Heim-Gesichter in der Löhracker- Halle. Die Neuenburgerinnen konnten die Thurgauerinnen mit starken Services sogleich unter Druck setzen. Bereits beim Stand von 0:4 für die Gäste, war Coach Cao Herrera gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. Das brachte nicht die erhoffte Wende, denn beim 9:16 für die Gäste, war der Satz so gut wie vorbei. Das Publikum hoffte auf eine Reaktion des Heimteams, musste diese aber bald begraben. Ein 1:8-Rückstand offenba- rte grosse Defizite im Verteidigungsspiel der Einheimischen. Die Gäste machten keine Anstalten einen Gang runter zu schalten. Noch klarer als im ersten Durchgang konnten die Neuenburgerinnen mit 25:16 gewinnen. Im dritten Satz schickte der VBCA- Coach sein Team in einer veränderten Formation aufs Feld. In der Hoffnung, neue Impulse ins Spiel zu bringen und den Lauf der Neuenburgerinnen zu brechen. Zuerst schienen die Auswechslungen sich auszuzahlen. Doch liessen sich die Gäste nur kurz beeindrucken und machten dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Neuenburg konnte zwischenzeitlich mit 16:11 und wenig später mit 21:14 davonziehen und fieberte dem ersten Sieg in der Finalrunde entgegen. Die Thurgauerinnen mussten so die zweite Niederlage in der Finalrunde einstecken. Aadorf zeigte für einmal eine dürftige Leistung. (tex) Frauenfeld (dunkel) hatte nicht alle Gegner so im Griff, vor allem Wil in den Playoffs nicht. Nach 4:2 im letzten Drittel eiskalt geduscht Bild: Judith Egloff Aadorfs Coach Cao Herrera fordert seine Spielerinnen zu mehr Konzentration auf. Der Schweizer Amateur-Vizemeister EHC Frauenfeld (3.) ist diesmal bereits in den Playoff-Viertelfinals mit 2:3 in der Best-of-5-Serie an Wil (6.) gescheitert. In der normalen Meisterschaft hat sich Frauenfeld in Wil 5:2, daheim sogar 9:2 und wieder auswärts 4:3 durchgesetzt. Jetzt im Playoff-Viertelfinal haben die Äbtestädter den Spiess umgedreht und den EHCF auswärts gleich zum Auftakt mit einem 5:1 ein erstes Mal geschockt. Auch in Wil setzte es mit einem 3:2 nach Verlängerung die zweite Niederlage ab. Ein 4:2 und ein 3:2 nach Verlängerung brachten den Gleichstand. Als im entscheidenden Match Frauenfeld daheim von der 36. bis zur 51. Minute mit 4:2 führte, schien das Weiterkommen gesichert. Doch mit einem kapitalen Blackout und einem krassen 0:4 im Schlussdrittel feierte am Schluss beim 4:6 halt doch Wil den Einzug in den Halbfinal. Das Ausscheiden für den letztjährigen Regionalmeister und späteren Vize- Schweizer-Meister ist daher unglaublich bitter. Frauenfeld hat allerdings in dieser Saison mehr als einmal einen Vorsprung noch preisgegeben. Gegen Wetzikon einmal sogar ein 3:0. Überhaupt hat man gegen den Qualifikations-Sieger alle drei Partien verloren. Je zwei Niederlagen gab es gegen das am Schluss punktgleiche zweite Bellinzona und gegen das viertrangierte Arosa (einmal erst in der Verlängerung). Bereits in der zweiten Runde musste Frauenfeld in Grüsch gegen Aufsteiger Prättigau-Herrschaft eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung akzeptieren. Insgesamt setzte es in der Qualifikation acht Niederlagen ab, dazu gab es 19 Erfolge, einen davon gegen Bellinzona in der Overtime. Eigentlich eine schöne Ausbeute. Nur kann man sich davon in den Playoffs halt einfach nichts kaufen. Darum sind die frühen Sommerferien für die EHCF- Eishockeyaner besonders schwer verdaulich. Ruedi Stettler