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Anfang des achtzehnten

Anfang des achtzehnten Jahrhunderts ging der Fernwehturm in den Besitz der Musikerfamilie Telemann über, die mit ihren Kompositionen reichlich Geld gescheffelt hatte und nunmehr mit dem Fernwehturm ein weiteres lukratives Geschäft witterte. Die Besuche des Fernwehturms gehörten ab jetzt zum sonntäglichen Pflichtprogramm der Bürger wie Frühschoppen, Kirchgang und Sonntagsbraten, wobei Mitglieder der Telemann-Familie mit Streichquartetten für die musikalische Untermalung des Fernwehvergnügens sorgten und begannen, Eintritt zu verlangen. Mitte des achtzehnten Jahrhunderts wanderte Anton Telemann, ein Sohn der Familie Telemann nach Amerika aus und gründete im heutigen Staate Visconsin die Siedlung Telemann-City. Anton Telemann hatte eine große Vision. Die Errichtung eines riesigen Fernwehturms in der Mitte der von ihm gegründeten Siedlung. Das Bauwerk erhielt den stolzen Namen Telemanns-Vision-Turm, bzw. Telemann-Vision-Tower. Jeden Sonntag stiegen die Farmer mit ihren Familien auf den Telemann-Vision-Tower und linderten ihr Fernweh bei Bacon Beans mit Coffee. Als Ende des achtzehnten Jahrhunderts die Fotografie erfunden wurde, erübrigte sich das mühsame Besteigen des Telemann-Vision-Tower, der inzwischen kurz und bündig Tele-Vision-Tower hieß. Musste man vorher die Ferne nicht unbedingt mehr bereisen, um etwas von ihr zu sehen, so sparte man sich jetzt auch den mühsamen Aufstieg. Man kaufte und begaffte Fotos, die der städtische Fotograf oben auf dem Tele-Vision-Tower bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit und in jede Himmelsrichtung machte. Eine wahre Revolution im Fernwehwesen ereignete sich allerdings, als die Bilder laufen lernten. Der Fotograf oben auf dem Tele-Vision- Tower war Kameramann geworden. Die Bilder wurden, weil man sie in den Salons und Stuben der Bürger nicht betrachten konnte, in Licht- 6

spielhäusern gezeigt – Häuser, in denen zuvor lediglich Lichtspiele veranstaltet worden waren, wo als Elfen verkleidete Bürgerstöchter mit Sturm- und Teelichtern über die ansonsten dunkle Bühne getanzt waren –. Jetzt stand dort ein riesiger Apparat, der die Bilder vom Tele- Vision-Tower abspielte und auf eine Leinwand projizierte. Nicht lange dauerte es, da wurde die Leinwand so groß gebaut, dass die Bürger sie durch die Fenster ihrer Salons sehen konnten. Aus dieser Zeit stammen die erstaunlichen Berichte von Siedlungen, in welchen die Häuser nicht um die Kirche, sondern um das Lichtspielhaus herum gruppiert waren, allesamt mit dem Wohnzimmerfenster zur großen Leinwand des Lichtspielhauses. Es dauerte nicht lange, bis die Techniker kamen und begannen, das Leid und Sehnen des Menschen mit Maschinen zu lindern. Die Bilder des Kameramannes auf dem Tele-Vision-Tower wurden nun mittels Bildschläuchen – erste frühe Glasfaser-Leitströme – in kleine Kisten gesendet, welche reich verziert und kunstvoll aus Mahagoni- oder Nussbaumholz gefertigt, in den Salons der Bürger standen. An der Vorderseite dieser Kisten waren feine Leintücher gespannt, welche die Bilder wiedergaben. Ab jetzt mussten die Bürger und ihre Familien ihre Nasen nicht mehr an ihren Wohnzimmerfenstern platt drücken, um auf die Leinwand des Lichtspielhauses zu schauen. Mit diesen primitiven Bildkisten hatten die Techniker es endlich geschafft, die beiden elementaren Sehnsüchte des Menschen – Heimweh und Fernweh – unter einen Hut, unter ein Dach, bzw. in eine Kiste zu bringen. 7 In ihren behaglichen Salons, im Schoß ihrer Familie konnten die Bürger mit den Augen in die Ferne schweifen, ohne die weichen Hände ihrer Ehefrauen zu lassen oder Entbehrungen anderer Art zu erdulden. Man sah staunend die aus der Ferne an den Tele-Vision-Tower heran galoppierenden Indianer und saß dabei im heimischen Ledersessel. Man beobachtete Blizzard, Taifun und Dürrezeiten um den Tower herum, aß dabei Gänsebraten und trank Portwein.

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