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kunst:stück Magazin c/o Bremen/Oldenburg Ausgabe 32, März + April 2018

Ausgabe für März + April 2018 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

. bremen Delia Nordhaus

. bremen Delia Nordhaus Kleines gross 01. März bis 07. April 2018 Galerie Wallerie | www.wallerie.de Nordhaus manifestiert imaginäre Lebensräume im Bild und als Plastiken. Jenseits des uns irdisch Bekannten, macht die Künstlerin malerisch neue Räume sichtbar. In diesen vereint sie wissenschaftliche und philosophische Elemente. – – – Dazu setzt sie die, um ein vielfaches vergrößerten Insekten in eine unwirkliche, mit Symbolen versetzte künstliche Umgebung. Vermeintlich Kleines, das gross dargestellt ist. Kleine Wesen, die Nordhaus „die Huuties“ nennt, bevölkern wie eine Art Lebensgeister (spiritus animales) neue Räume. So entwachsen sie einem verrotteten Baumstumpf oder befinden sich in Kommunikationslexika von 1910. Nordhaus spielt in ihren Arbeiten mit den Dimensionen, Sichtweisen und Ansichten von Raum und Leben. Diese Ausstellung ist das aktuelle Ergebnis der Weiterentwicklung zweier Werkserien der Bremer Künstlerin. Farbstarke Acrylbilder treffen auf Objekte. Übergroße, fotorealistisch dargestellte Insekten treffen auf kleine Kopfplastiken. – – – Die Ausstellung zeigt Werke des 2002 verstorbenen Bildhauers Bruno Unkhoff. Seine Bronzen und Skulpturen zeugen durch ihre unmittelbare Formsprache von seinem Können. Klare Linienführungen, die Wechselbeziehung zwischen konvex und konkav, grob konturierten Formen und die filigrane Ästhetik erzeugen schlichte und zugleich ausdrucksstarke Arbeiten. Bruno Unkhoff, Torso, Bronze Bruno Unkhoff Um der Freude willen, Sammlung Unkhoff 12. April bis 26. Mai 2018 Galerie Wallerie | www.wallerie.de Unkhoff studierte Bildhauerei an der Folkwangschule in Essen bei Prof. Adolf Wamper und an der Kunstakademie in München bei Prof. Anton Hiller. Unkhoff´s Werke befinden sich an öffentlichen Gebäuden, Kirchen, Museen und in Privatsammlungen. Seine Arbeiten sind noch immer von großem Interesse. 2016 z.B. erweitere der Skulpturenparks Herne, bei den Flottmann-Hallen seine Ausstellung um 5 Werke, darunter auch Atlas“ und „Körper“ von Bruno Unkhoff. „Um der Freude willen“ wird nun ein Teil der Sammlung Unkoff der Öffentlichkeit gezeigt, denn verkäuflich sind die Werke nicht. – – – Geöffnet: Mo. + Do: 12-15 Uhr, Samstag: 12-18 Uhr und nach Vereinbarung Galerie Wallerie Waller Heerstraße 101, 28219 Bremen 18 kunst:stück

. bremen Josef Scharl, Armenlese/Kartoffellese, 1931 Lenbachhaus, München © Susanne Fiegel Josef Scharl Zwischen den Zeiten 18. Februar bis 03. Juni 2018 Museen Böttcherstraße, Bremen | www.museen-boettcherstrasse.de Vor rund 100 Jahren begann mit dem Ende des Ersten Weltkriegs eine Zwischen-Zeit. Traumatisiert von den Erlebnissen des verlorenen Kriegs, stürzte sich die neue Republik in die „Goldenen Zwanziger“ – bis mit den 1930ern ein unheilvolles Jahrzehnt begann. Viele Kunstschaffende gaben dieser zerrissenen Gesellschaft ein Gesicht – so auch Josef Scharl. Der Münchener zählte zu den vielversprechendsten Talenten seiner Zeit, bis die Nationalsozialisten ihn mit einem Ausstellungsverbot belegten. Nach der Migration in die USA geriet sein außergewöhnliches Werk in Vergessenheit. Die Museen Böttcherstraße widmen Josef Scharl erstmals nach fast 20 Jahren wieder eine umfassende Schau mit 45 Gemälden aus allen Schaffensphasen. Josef Scharls Biografie ist untrennbar verbunden mit seinem künstlerischen Schaffen. Kurz nachdem er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München abgebrochen hat, findet er in Vincent van Gogh ein wichtiges Vorbild. Bilder dieser Jahre zeugen von dem großen Einfluss des Niederländers auf den jungen Künstler. Doch neben Landschaften und Porträts konzentriert er sich fortan zunehmend auf Motive aus dem Leben der „einfachen“ Menschen, den Armen, Alten und von der Gesellschaft vernachlässigten. Scharls außergewöhnliche Kunst trifft einen empfindlichen Nerv seiner Zeit. Er wird von Kritikern gelobt, findet Förderer und neue Freunde, ist deutschlandweit gemeinsam mit Otto Dix, Emil Nolde und anderen Künstlern in Ausstellungen präsent. Mit den politischen Entwicklungen der 1930er Jahre werden Scharls Werke jedoch immer gesellschaftskritischer. Selbst gezeichnet von Verletzungen aus dem Ersten Weltkrieg, begegnet er dem wachsenden Militarismus mit Abscheu; seine Bilder von Zerstörung, Trauer und Armut weisen nahezu prophetisch auf den Zweiten Weltkrieg hin. Während er sich mit den Opfern solidarisch zeigt, stellt er die Funktionäre und Verantwortlichen maskenhaft und seelenlos dar. 1935 wird er schließlich mit einem Ausstellungsverbot belegt. Motiviert durch die Freunde, die bereits in die USA ausgewandert sind, verlässt Josef Scharl 1938 ohne Frau und Kind Deutschland, um in New York frei von Restriktionen an den Erfolg der früheren Jahre anzuknüpfen. Überwältigt von den neuen Eindrücken, verändern sich seine Malweise und die Motive sichtbar. Gegen den Siegeszug der aufkommenden Abstraktion kann sich Scharls Kunst jedoch nicht behaupten. Auch in der Rezeption spielt sein Spätwerk eine untergeordnete Rolle. Die Ausstellung zeigt daher bewusst bisher nur selten gesehene Arbeiten aus den 1940er und 1950er Jahren. Deutlich wird hier vor allem eines: Die Distanz zu Deutschland und den damit verbundenen seelischen Belastungen nehmen Scharls Werken die Schärfe. Inhalte treten gegenüber einer malerischen und formalen Reduktion und Verdichtung zurück. 1954 stirbt Josef Scharl nahezu mittellos in den USA. Museen Böttcherstraße, Böttcherstraße 6-10, 28195 Bremen kunst:stück 19

kunst:stück magazin c/o Bremen/Oldenburg + Hannover, issue 33
kunst:stück Magazin | Osnabrück & Münsterland | issue 72
kunst:stück Magazin | Osnabrück & Münsterland | issue 73
Oldenburg Magazin, Ausgabe 2/2012 - CMO
April bis Juni 2012 - c/o Kunst in und aus Mönchengladbach
Download der aktuellen Ausgabe als pdf - Kunsthalle Bremen
FREE-MAGAZIN NR. 2 / 2007 | MÄRZ / APRIL | AUSGABE 30
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Altlandkreis Ausgabe März/April 2018 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel
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