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DEFINITION

DEFINITION Cannabisblüten bestehen aus den blühenden, getrockneten Triebspitzen der weiblichen Pflanze von Cannabis sativa L. (Cannabaceae). Das Betäubungsmittel enthält mindestens 90 und höchstens 110 Prozent der in der Beschriftung angegebenen Menge an Cannabinoiden, wie Δ9-Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol, sowie Cannabinoid-Carbonsäure, wie Δ9-Tetrahydrocannabinolsäure und Cannabidiolsäure, berechnet als Δ9-Tetrahydrocannabinol (C21H30O2; Mr: 314,5) beziehungsweise Cannabidiol (C21H30O2; Mr: 314,5), bezogen auf das getrocknete Betäubungsmittel. Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm), Bekanntmachung zum Deutschen Arzneibuch 2017, Anlage Cannabisblüten. Bonn BfArm; 05. Mai 2017 12 / Cannamedical® Pharma GmbH

THC OH CBD DIE WIRKSTOFFE H H 3 C H 3 C CH 3 O H OH CH 3 Tetrahydracannabinol-Molekühl OH H H O Cannbidiol-Molekühl Cannabis ist eine einzigartige und komplexe Pflanze, die vielseitig medizinisch einsetzbar ist. Die aktiven Bestandteile im Cannabis werden als Cannabinoide bezeichnet. Die zwei wohl bekanntesten sind das psychoaktive THC (Tetrahydracannabinol) und CBD (Cannabidiol). Erst 1964 wurde die chemische Struktur von THC aufgeklärt. 1 Die Entdeckung des Cannabinoidrezeptor 1 (CB1) im Jahre 1990 und des Cannabinoidrezeptor 2 (CB2) drei Jahre später , trugen maßgeblich zur Aufklärung der medizinischen Wirkweise von Cannabis bei. 2,3 CB1 Rezeptoren lassen sich vor allem im Zentralen Nervensystem finden, CB2 Rezeptoren vor allem in der Peripherie und auf Immunzellen. 4 Vor allem THC bindet an CB1 und CB2. CBD hat nur eine geringe Affinität. Die bekanntesten körpereigenen Endocannabinoide, Anandamid und 2-Archidonylglycerol (2-AG) binden wie THC an CB1 und CB2. Bei Bedarf aktivieren sowohl endogene Liganden wie z.B. 2-AG als auch exogene Liganden wie THC die präsynaptischen CB1-Rezeptoren. Die Folge ist eine verminderte Freisetzung von Neurotransmittern. Da die beiden Rezeptoren im ganzen Körper vorkommen, reguliert das Endocann- abinoidsystem viele weitere Prozesse wie die Schmerzwahrnehmung, kardiovaskuläre, gastrointestinale und hepatische Vorgänge. Dies erklärt die vielseitigen Indikationen von Medizinalcannabis, die in Zukunft durch klinische Studien untersucht werden müssen. Neben Cannabinoiden enthalten die verschiedenen Sorten noch viele weitere chemische Verbindungen. Wichtig ist hierbei auch das Terpenprofil der jeweiligen Sorte. Die Terpene sind nicht nur für den charakteristischen Geruch der Blüte verantwortlich, sondern verleihen jeder Sorte ihren charakteristischen „Fingerabdruck.“ Cannamedical® Pharma GmbH / 13

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