Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1927_Zeitung_Nr.103

E_1927_Zeitung_Nr.103

12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1927 - N° 1H8 mecon/ciens la DlMtr Ruorik «erCftentiicht« Objekte ?.hicn ein« ueuulir »oi> Fr. 10.— für ein einspaltiges bO mm hohes Feld; Oopp«l?eii)w maispaitig, Fr. 20.—, dreispaltig Fr. 30.—, groscere Inserate 4a CU. pro einspaltig* 2-mm-Zeile. Bei dreimaliger Wiederholung der nämlichen Ameise 10% Ratsi Zu verkaufen in gr., industriereichem Ort mit über 100 Autos u. pour epogue a convenir Motorrädern ein Wohnhaus mit GARAGE and 27 ar Umschwung, an gr. Strassenkreuzung gelegen, sehr geeignet als ZW* Automobilwerkslätte Konkurrenz keine am Platz. Zu sehr billig. Preis. Anz. Fr. 7000.— Offerten tmt. Chiffre 33380 an die Automobil-Revue, Bern. 19 fr. dedebours pour vendre une MAISON avec GARAGE! C'est absolument authentique I Voici ce que nous ecrivait un proprietaire des environs de Zurieb «J'ai fait paraitre ä plusieures reprises une annonce dans divers quotidiens pour tacher de vendre ma maison avec garage; malheureu- Bement sans räsultat. J'ai passfi ensuite deux petitea annonces ä la Revue Automobile, dix jours plus tard ma maison etait vendue I» Or les frais de ces annonces s'elevaient ä 19 fr.! !— Qu'est-ce que cela prouve, sinon que les petites annonces de la R. A. sont une garantie de succes pour toutes transactions de ce genre. Ceux qui en ont fait l'essai le eavent Ecrivez donc aujourd'hui encore a la Revue Automobile, 12, Croii d'Or. Geneve. (Tel St 15.86.) Soira cstte rulirlqu« .es ODJeu tont .nseres au pns ie m. 10.- tnr une colonne de 60 mm de hau:eur, sur devx colonnes trs. 20.— et tur troi> colonnes Ire. 30.—. Annonce] d'iin plus granö formal 45 Cts. la ugne de 2 mm de haut Pour trois parutioni un rabais de 10% Botier GüfiKIDS LOCAUX ayant servis comme atelicr de reparation et garage, comprenant en outre un magasin. des boxes, tanks et un logement moderne de 4 chambres, cuisine et salle de bain. situes ä Neuveville en fac.e de la route principale Neuchätel—Bienne — Pour renseignement s'adresser ä M. J. Kurth, Neuveville. ä remeftre GARAGE k remettre dans petite ville industrielle; commerce marchant bien. Situation avantageuse en bordure de mit grossem Cafe-Restaurant, Magazine, zahlreichen Wohnungen und Zubehören Sehr einträgliches unternehmen, sehr vorteilhafte Bedingungen. — Offerten unter Chiffre H 3913 U an Publicitas, Biel. 33490 Zu verkaufen herrlich geleg. mit 10 Hektar Wiesen und Wald, Nähe v. Dättingen. Offerten unter Chiffre 33435 an die pour cause de eante, belle cu kaufen gesucht installation. Situation excellente, bonne clientele, Besitzer von Villen, Herr route cantonale; bonne clientele assuree; entreprise de transports. etc. Ct. de Vaud. rascb ereignete, eahlungsfähige VVVVAVWSVSWWV. Liebhaber In vielen Fäl len bat sieb die Ankündi Zu eung derartiger Objekte «rosse Werkstätte für beide Teile mit bestem Erfolg bewährt Schreiben mit Wohnhaus u. Lagerschuppen Sie sofort an den Verlap in automobilistisch aufblühender jjegend der Innerschweiz, sehr geeignet als JSB?~ Karosseriebauder c Automobil-Revue » Werkstätte. ~^st_ Verkäufer würde sich ev. am Unternehmen finanziell beteiligen, sofern seriöser VILLA und fachtüchtiger Käufer in Frage kommt. Kaufpreis und Zahlungsbedingungen .günstig. Anfragen unter Chiffre 33220 an die Automobil-Revue. Bern. Liegenschaft WWUWWWWW\i Zu verkaufen m BIEL prächtige Automobil-Revue. Bern. üita mit Garage mit gross. Park in erhöhter, sonniger Lage, solid gebaut, 8 Zimmer, 3 Mansarden, Garage, in nächster Nähe von Kantons-Hauptstadt der Zen tralschweiz billig 7ii verkaufen Offerten unter Chiffre 33411 an die . 1 Automobil-Revue. Bern. Basel Hammerstrasse 46 Telephon Safran 52.36 Garage. Kep.-Werkst. Bern Ginge mreM dinier dem Blrenmtien. KtnstellliaUe Reparaturen Oele. - Telephon - denzin Ch. 36.54 und K. »leyor A Mohn. Bäreneraben ». Vertreter der Cbandler-Antomoblle BERN Ajortei. Buchs (St. Gallen} Union-Garage Installation de Camions et Camionnettes transformables a Prix modgres. Hteller m£canique Reparaturen - Auto-Taxi Tel. 113 tähie *• Bermtti Neueingerichtete Anto-Ilo. pnralur-VVerkslütte übernimmt sämtl. Rep., sowie Generalrev. von Motoren. Schnellste u. fachg ßedie nung Eig. Ladestat. Tel. 76 Fritz Weber, Qarage Reparatur-Werkstätte FIAT-Vertretung Tel 53. lak Iff Boxen, sämtl, ZuDehflr — Ta

N.• ^ •neh» nioiite^Carlo -A.iatl©j7 Und wenn Aberhunderte jährlich nach Monte-Carlo reisen, so werde ich auf keinen Fall mehr mit von der Partie sein. Nicht dass mir seine natürlichen Reize nicht zugesagt hätten, aber eine tragikomische Erinnerung wird mich immer davon abhalten. Heute kann ich's ja erzählen, nachdem schou mancher Lenz seither ins Land gezogen. Da sassen wir damals beide im Rauchzimmer des Hotels Esperance in Monaco, jedes seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Trotz der eindringlichen Ermahnungen, die uns der Herr Papa mit auf den Weg gab, hatten wir der Versuchung nicht widerstehen können und besuchten den Spielsaal des öftern und leider nicht nur als Zuschauer. Und das Resultat? Schon seit einer Stunde kritzelte ich Zahlen auf all das zur Verfügung stehende Papier und nachdem auch der letzte Zeitungsrahd mit Additionen dekoriert war, machte ich die letzte schwerwiegende Subtraktion auf der bis dahin noch unbeschriebenen Manchette. Dort stand es nunmehr unzweideutig, dass meine Reisebarschaft sich bereits umso manche blaue Note gelichtet hatte, dass mir kaum mehr genügend «Kleingeld» übrig blieb, um die ansehnliche Hotelrechmmg zu begleichen. Sie sehen also, die Situation grenzte ans Äschgraue, und vergeblich hatte ich nunmehr seit Stunden versucht abwechslungsweise mit Hilfe einer meiner letzten Cigaretten, oder mit einem Wisky die grosse Idee zu erhaschen, welche mir helfen sollte, diese Finanzmisere mit einem Schlage zu beheben. Das war zum vorherein klar, dass 'mein alter Herr auch auf die rührendsten Botschaften nicht reagiren würde, sintemal unsere S.O.S. *— Rufe den verräterischen Poststempel von Monaco getragen hätten, sodass auch die raffinierteste Begründung unserer katastrophalen Pleite kaum auf grosses Verständnis gestössen wäre, denn was lag doch näher als der Verdacht, des Spielverlustes, sobald man in diesem verführerischen Nest ohne Geld vor Anker lag. Zudem war der Barbestand bereits derart dezimiert, dass an eine Verlegung der Operationsbasis gar nicht mehr zu denken war. Nachdem wir nun Papas Ratschläge derart missachtet hatten, war aus jener .Quelle nichts anderes zu erwarten als ein recht bodenständiges Donnerwetter und mit diesem hätten wir unsere Rechnung sicherlich nicht begleichen können und mein junges Frauchen! Wie konnte die nur noch sorglos im Fauteuil vertieft, meine letzten Cigaretten zu Asche werden lassen, während sie ja doch an allem schuld war. Da pflichten im> ja sicher alle Herren bei, dass wir jeweiler das Opfer unserer Bereitwilligkeit werden. Zu dieser Ueberzeugung gelangte ich auch damals wieder und beinahe hätte ich mich zu einer gewaltigen Moralpäuk aufgeschwungen, aber das hätte schliesslich die Situation nur In der Kurve yon Eva von Bandissin. Eine tragikomische Auto-Geschichte! (8. Fortsetzung) Bei dem Doktor, da war es ihr gar nicht so sicher gewesen, dass es ihm ganz ernst sei. Sehr deutlich hatte sie ihm zeigen müssen, dass er auch nicht den kleinsten Beweis ihrer Gunst erhielte, bevor sie nicht von dem überzeugt war, was man in anständigen Kreisen «ehrliche Absichten> nannte. Und noch immer hatte sie leider das Gefühl, sie nähme ihr Versprechen, die Seine zu werden, sobald der Prozess beendet sei, gewissenhafter als er. Ja, warum hörte sie auch gar nichts mehr von den gerichtlichen Terminen? Weshalb ging die Sache nicht vorwärts? Sie hatte sich in der letzten Zeit nicht viel mehr darum bekümmert, aber dem Doktor musste doch daran liegen, dass endlich das Urteil gesprochen würde. Ihr selbst auch, sie war eigentlich etwas müde von dem Hin und Her: der Doktor und sie hatten beschlossen, dass es besser sei, sie verliesse München, bis sie sich öffentlich verloben durften. Sie wollten nicht zusammen gesehen werden und am Ende den Scheidungsprozess komplizieren. Zwar hatte sie gesagt, dass es Hans van der Feldt niemals einfallen würde, irgend etwas Unfaires gegen sie zu tun, aber nun noch mehr umflort und so begnügte ich mich mit der banalen Frage, "Welche mir wohl zuin hundertsten Male automatisch entfuhr: «Ja', Primmy, was beim Zeus soll nur geschehen?» Ich erwartete eigentlich gar keine Antwort, denn von meiner naseweisen und sorg»oseii Kleinen war wohl kaum auf einen seriösen Vorschlag zu rechnen, der zur Abklärung der sehr nebelhaften Lage beigetragen hätte. Umso überraschter war ich, als sie sich plötzlich genau nach dem verbliebenen Saldo erkundigte, der sich laut Angaben auf meiner Manchette noch auf Fr. 200 belief. «Was ist denn Pop eigentlich wert?» fragte die Mitsünderin weiter. Pop, das möJite ich noch rasch beifügen, war damals unser Zweiplätzer-Rennwägeli, das uns schon seit verschiedenen Jahren treue Dienste geleistet hatte, trotzdem wir nicht immer alizu iiebevoll mit ihm umgegangen waren. «Pop kannst Du kaum als ein Guthaben ansehen», erwiderte ich. «An ihm sind die Zeit und alle unsere lustigen Fahrten nicht spurlos vorübergegangen. Die Kupplung stösst schon jetzt ganz gehörig und auch die Bremsen wollen gar nicht mehr mittun. Wir könnten uns gratulieren, wenn uns ein Neuling noch 300 Franken dafür geben würde.» «Ja freilich, wenn wir ihn jetzt verkaufen,» meinte Primm gedehnt, «aber ich dachte soeben ...» Da lehnte sie plötzlich über den Tisch und flüsterte mir ins Ohr: «Und wenn Pop z. B. nun verbrennen: würde?» Ich war sprachlos vor Entsetzen und bevor ich nur in meinem gemarterten Hirnkasten eine weitere Ueberlegung zurecht legen konnte, drang schon die nächste schwerwiegende Frage an mein Ohr: «Wie hoch ist der Wagen eigentlich versichert?» «Wenn ich nicht irre, für zirka 4000 Franken,» meinte ich zögernd, «aber es hat 3a mit der Sache nichts...» «Also, mach keine Flausen,» unterbrach sie mich mit einer Bestimmtheit, die mich komplett aus der Fassung brachte, «wenn ich nur noch 200 Franken in der Tasche hätte und daneben nur einen Kahn besässe, weicher nicht viel mehr gilt, dann würde ich meine Finanzlage als verzweifelt ansehn, und der kommst Du nur mit verzweifelten Mittein bei. Im Garten besprachen wir die Sache weiter im angeregtesten Flüsterton, und je iänger wir darüber referierten, umso einfacher erschien mir der Vorschlag und umso geringer meine Bedenken. Die Ausführung war doch derart simpel, einfach ein Kinderspiel! Wir holen Pop aus der Garage, fahren die Düne entlang, an einem abseits gelegenen Ort, helfen etwas mit Benzin nach, zünden eine Cigarette an, unser Pop wird zu Asche und wir kassieren 4000 Franken ein. Diese 4000 Franken, die hatten es mir angetan, und von der Vorstellung dieser Summe konnte ich hatte Dr. Lewaldt vielleicht doch Recht gehabt: Hans schien jedes Mittel genehm, um ihre Geduld zu reizen und sie in Aergernisse zu verstricken. Weshalb hatte sie denn eigentlich von München fortmüssen und ihre reizende, kleine Wohnung, aus der Hans nach ihrer Flucht sofort ausgezogen war, verlassen und an fremde Menschen vermieten? Unter ihrem Baldachin schlief nun eine Polin, die zwar ihre Anhänglichkeit an Deutschland betonte, am derentwillen man sie vertrieben habe —, die sehr wenig auf Reinlichkeit hielt, und das letztemal, als Gertrud sich nach der Wohnung umsah, unsagbares Unterzeug auf den Lehnen ihrer blauen Damastsessel trocknete, was ja allerdings sonst nie vorkommen solle und heute mal Zufall wäre. Aber Gertrud hatte viel Zweifel angesichts der übrigen Zustände in ihren lustigen Zimmern, die Hans und sie mit all ihren Verrücktheiten doch so schrecklich gern gehabt hatten. Dass er seine Villa mit lauter Kunstschätzen statt mit Verrücktheiten Fremden überlassen sollte, das war bei dem Doktor natürlich ausgeschlossen gewesen. Ach du mein Gott, ihr kam's nicht auf den Wert an, sondern darauf, ob man seine Sachen wirklich liebte! Mechanisch liess sie die Hupe Zeichen geben, denn es kam eine Kurve; aber es war wohl nicht gerade jemand in der Biegung oder hinter der Ecke. Ach was, sie stel'te mal den Motor ab und fuhr mit Leerlaufstsllung bergab statt mit eingeschaltetem Gang. So konnte sie auch die Kurve schneiden. GF'e±e:rsi''fc> exx