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E_1927_Zeitung_Nr.103

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16 AUTOMOBIL-REVUE 103

16 AUTOMOBIL-REVUE 103 Im Segelboot über das Weltmeer. Eisenbahn, Auto und Flugzeug eroberten sich den Landverkehr, die von zartbesaiteten Romantikern besungene Poesie der Postkutsche lebt nur noch in der Erinnerung fort Anders die Schiffahrt, die wetterfesten Ge- Endlich war das Schiff nach Hoehnes Ansicht völlig reisefertig, nur noch Proviant sellen von der Waterkant hängen noch — wie nachstehende Skizze illustriet — mit unbriichiger Treue am alten, stolzen Segler fest, eine Sammlung, aus deren Ergebnis sie ihm fehlte. Freunde seiner Sache veranstalteten den die rauchenden und fauchenden Maschinendämonen noch nicht restlos verdrängen Beisein einer ungeheuren Menschenmenge Verpflegung für 3 Monate beschafften. Im konnten. wurde Hoehnes kleiner Kutter vor Providenze R. J. in Nordamerika aufs Meer ge- In dem gemütlichen Rauchsalon des Norddeutschen Lloyd-Dampfers «Arucas» sitzt schleppt, und die abenteuerliche Fahrt nahm der aus Gera stammende Hugo Hoehne und ihren Anfang. erzählt, wie die «Berliner Zeitung am Mittag> Seine einzige Begleitung bildeten ein Hund berichtete, den Offizieren des Dampfers in und eine Katze, doch gind die Katze schon so schlichten Worten, also ob es sich um die nach 10 Tagen infolge Seekrankheit ein. Auch einfachste Sache der Welt gehandelt hätte, der Hund, ein deutscher Schäferhund, litt von seiner abenteuerlichen, 59 Tage dauernden Alleinfahrt über den sturmbewegten Atheit, überstand aber schliesslich die 59 Tage zeitweilig stark an den Folgen der Seekranklantischen Ozean. Hugo Hoehnes echtes, hartes Seemannsgesicht mit dem dunklen Knebel- Hoehne teilen, der sich stundenlang mit ihm währende Fahrt. Er musste alle Sorgen mit bart verrät, dass er mehr ist als ein leichtherziger Abenteurer: eine ganz ungewöhn- Hund jedes seiner Worte verstand. unterhielt und fest überzeugt ist, dass der liche Energie, ein eiserner Zielwille — ein Die Ausrüstung Hoehnes war äusserst pri- dämonisch Besessener des Meeres. Mit 14 Jahren ging Hugo Hoehne, der jetzt im 40. Lebensjahr steht, zur See. Der Krieg verschlug ihn mit vielen anderen deutschen Schiffen und Seeleuten nach Gran Canaria, wo er von den neutralen Spaniern interniert werden musste. Er hatte nach dem Kriege zunächst die Absicht, an Land zu bleiben, denn er heiratete in Las Palmas eine Spanierin. Ein kleines Schiffahrtsunternehmen, das er gründete, gedieh jedoch nicht, und so nahm Hoehne wieder Stellung auf verschiedenen Schiffen. Da er nie das nötige Geld besessen hatte, um ein seemännisches Examen zu machen, fuhr er als Matrose und später als Bootsmann. Im Laufe der Jahre setzte sich bei ihm immer mehr der Wunsch durch, ein eigenes Schiff zu besitzen, um als sein eigener Kapitän über das Weltmeer zu fahren. Dieser Gedanke wurde schliesslich so stark, dass er vor etwa zwei Jahren in Amerika abheuerte, als sich Gelegenheit bot, einen kleinen alten Kahn für 75 Dollar zu erwerben. Zwar hatte er auch diesmal nicht genügend Geld, aber sein Kapitän borgte ihm 25 Dollar, und damit wurde der Kairf perfekt. In zäher zweijähriger Arbelt baute Hoehne dieses alte Fahrzeug zu einem kleinen Zweimast-Kutter um, immer unter grössten Geldschwierigkeiten. Stets war er auf der Lauer, wenn sich irgendwo die Möglichkeit zeigte, einen Ausrüstungsgegenstand für sein Schiff zu erlangen. Brach z. B. bei einer Regatta ein Mast, war Hoehne sofort zur Stelle, um sich die unbrauchbaren Teile geben zu lassen. mitiv. Der Baum des Grosseglers war nur 35 Fuss lang, sein Kutter dürfte höchstens 150 Quadratmeter Segelfläche besitzen. Seine nautische Ausrüstung bestand aus einem einfachen Kompass, einer Pilotenkarte, Parallel- Lineal, Zirkel und einer ganz gewöhnlichen amerikanischen Eindollar-Taschenuhr. Drei Anker, darunter ein Treibanker, eine Harpune und Angeln zum Fischfang, zwei Ankerlampen und Petroleum-Positionslampen vervollständigten die Ausrüstung. Hoehne besass weder für sich noch für sein Schiff irgendwelche Papiere. Auch führte er keine Flagge, so dass er nach internationalem Recht überall als Pirat hätte behandelt werden können. Die einzige Flagge, die er hatte, war die gelbe Quarantäneflagge des Internationalen Signalbuches, die Hoehne jedesmal hisste, wenn ein Dampfer in Sicht kam. Er erreichte damit, dass die Dampfer, die an einen Unglücksfall auf dem Schiff glaubten, auf ihn zuhielten. Er liess sich dann die Position geben, da er ohne Instrumente seinen Schiffsort nicht selbst bestimmen konnte. Zwei englische und ein deutscher Dampfer wiesen ihm so seinen Weg. Eine unangenehme Begegnung mit einem Dampfer hatte Hoehne in einer sternklaren Nacht, in der er keine Positionlampen gesetzt hatte. Er wäre beinahe von einem englischen Dampfer gerammt worden. Als der Kapitän des Dampfers sah, dass er ein unbeleuchtetes Schiff vor sich hatte, stellte er durchs Sprachrohr die Frage nach der Nationalität des Schiffes. Hoehne antwortete kurz und bündig: «Keine!» Als darauf der Kapitän des Schiffes verlangt wurde und Hoehne antwortete, dass #er Kapitän und Mannschaft in einer Person sei, fuhr das Schiff schleunigst weiter, da man offenbar glaubte, einen Geistesgestörten oder den Klabautermann vor sich zu haben. Auf die Frage, wie Hoehne den Kurs so genau einhalten konnte, dass er fast ohne Abweichung die Azoren erreichte, sagte er: «Ich habe mich immer in dem Golfstrom gehalten. Als alter Seemann habe ich an der Färbung und Bewegung des Wassers den Golfstrom erkannt.» Die wichtige Frage des Schlafes löste Hoehne dadurch, dass er bei ruhigem Wetter nachmittags von 1—5 Uhr ein kleines Segel setzte, das Steuer festband und neben dem Steuer schlief. Oft wurde auch diese Ruhepause durch heftigen Seegang gestört. Sieben schwere Stürme hatte das kleine A.XXS Boot auszuhalten, und mehrmals war es Hoehne tagelang nicht möglich, in seine Kajüte zu gelangen, um sich auf dem kleinen Ofen eine warme Speise zu bereiten. Er ertrug alles, wie er sagte, gern, so lange er zu rauchen hatte. Als ihm aber einmal bei schwerem Seegang der ganze Tabak mit allen Streichhölzern so durchnässt wurde, dass er fünf Tage hindurch nichts zu rauchen hatte, war er der Verzweiflung nahe. Er benutzte den ersten Sonnenschein, um den Tabak wieder zu trocknen, der ihm dann trotz des salzigen Geschmackes vorzüglich schmeckte. Schliesslich waren alle Fährnisse überstanden und nach Zwischenlandungen an den Azoren und in Madeira langte Hoehne in Las Palmas an, wo fast die ganze Stadt zu seiner Begrüssung am Hafen versammelt war. So sehr er sich auch auf das Wiedersehen mit Frau und Kindern gefreut hatte, ganz kann er sein geliebtes, selbstgebautes Schiff nicht vernachlässigen. Jeden Abend kehrt Hoehne auf seinem im Hafen liegenden Kutter zurück, um dort zu übernächtigen, da ihm an Land das Rauschen des Meeres fehlt. aller -\Welt Was In Brasilien anders Ist als bei uns. I chen zu heiraten, bekommt zwei Jahre Qe- Unter diesem Titel zieht Werner Beak in ! fängnis oder muss das Land fluchtartig verlassen. Wer Geld hat, kann, wenn die Sa- der «B. Z. am Mittag» nachstehende, amüsante Vergleiche : che noch nicht bekannt ist, mit 1000 bis 2000 Die Hausschweine sind schwarz. Mark Zahlung an die Eltern gutmachen. Alle Türen gehen links. Die Schlösser stehen mit dem Schlüsselbart nach oben und gewachsen. Sie sind «bildschön». Wunder- Die Mädchen sind mit zwölf Jahren aus- werden rechtsum geöffnet. bare grosse Augen und gute Figuren. Mit Der Brasilianer springt entgegengesetzt 20 Jahren aber sehen sie aus wie deutsche der Fahrtrichtung von jedem Fahrzeug und Frauen mit 40 Jahren. fällt nie. Es gibt kaum einen Arbeiter, der lesen Der Skorpion ist ein Haustier und wird oder schreiben kann. Meine Bedienung, ein täglich totgeschlagen. Vampyre sind jede Indianerweib, kennt kein Geld, keine Uhr, Nacht am Moskitonetz. Man gewöhnt sich rein gar nichts. Sie isst jeden Tag dasselbe. daran. Das Leitungswasser hat ungefähr 28 Grad Die Kinder haben ganz dicke Bäuche. Sie Wärme. bekommen nur Farinha — Mehl. Es soll Der Brasilianer kennt selbst seinen besten Freund nur nach seinem Vornamen. Das Es regnet fast nie. Fürchterlich, der ewig sehr nahrhaft sein. Telephonregister ist nach Vornamen geordnet und ist nur nach halbstündigen Verstän- Die Mondsichel liegt wagerecht* blaue Himmel. digungsversuchen bis zu vier Kilometer zu Die Spatzen sind gelb. benutzen. In den Vorderwagen der Strassenbahn Mit einem Panamahut wird man ausgelacht. bessere Brasilianer und der kleinere An- dürfen nur beschuhte Leute einsteigen. Der Wer ein Mädchen (Mossa) auf der Strasse gestellte hat immer neue Schuhe und oft belästigt, anspricht oder mit ihr allein sich einen zerrissenen Anzug. Er will von Un* trifft, wird gesetzlich gezwungen, das Mäd- beschuhten nichts wissen. Man sieht auch bil-Kalender mit dem neuen Verzeichnis der Wagenbesitzer für das zum Versand bereit. Drei feile ein Werk 1 2 3 Altg. Informationen Technische fabelten Notizenvordrucke Lexikon der wichtigsten Grundsätze für den Fahrer. Revidiertes und nachgetragenes Besitzerwerateidinis II ÜIU Abonnenten II . 1.011 Interessenten in Zürich and Umgebung können ihre Bestellung be! unserm Bureau, Löwenstrasse 51, abgeben, um das Buch nach Erscheinen dort abzuholen ueriag: fluiomo ü Reu je, Bern Mit der Auslieferung der bereits nach Tausenden zählenden Bestellungen ist begonnen worden. Ford ern Sie sofort ein Exemplar, I sofern noch nicht bestellt | wurde. I 3XTuL:r noch. so dielt nämlich 22 mm, ist die neue Ausgabe. Durch besondere technische Anordnungen konnten trotz wesentlicher Inhaltsvermehrung die Wünsche der Benutzer nach Formatbeschränkung berücksichtigt werden. Bücherzetlel Senden Sie sofort naoii Erscheinen per Nachnahme! Ex. Automobil-Kalender 1928 mit Personenwagenverzeichnis Zum regulären Preis von Fr. 6.— zum Abonnentenpreis von Fr. 4.80 J _ _ * Nicbtzutretfendfs streichen

N« 103 — 192? gleich, wer nur Sonntags Schuhe trägt. Sie können kaum gehen. Fast alle Massenartikel kommen aus Deutschland, einige aus Nordamerika. Es gibt Schmetterlinge bis zu 30 Zentimeter Durchmesser. Alles rostet oder schimmelt. Bis auf Baumwollsachen. Ein Leder-Museum. Als vor zehn Jahren der Leiter der Technischen Lehranstalten der Stadt Offenbach, Professor Hugo Eberhardt, das Ledermuseum ins Leben rief, gab es genug Anzweiflungen auch bei Museumfachleuten, ob sich auf einer so «ledernen» Grundlage etwas Wertvolles und Interessantes aufbauen lasse. Heute werden alle bekehrt sein, denn was Eberhardt innerhalb dieser Zeit aufgebaut hat, ist so bedeutsam, dass man, nach einem Bericht der «Kölner Zeitung», dem wir hier folgen, diese einzigartige Sammlung in der Welt besichtigen muss, wenn man die wichtigsten deutschen Museen kennenlernen will. Eine Jubiläumsausstellung von Neuerwerbungen gibt ein lebhaftes Bild der Mannigfaltigkeit des Museums, wenn sie auch nur einen Bruchteil des Besitzstandes alten, berühmten Kulturstätten Ober-Italiens sind del, eine lederne Kronenkapsel aus dem 15. vor allem mein Ziel, z. B. Venedig, Bologna, Florenz, Genua, Turin etc. Wie stelle ich nun meine Jahrhundert seien hier nur als hervorstechendste Stücke unter den zahllosen Gegen- besuchen zu können? Ausgangspunkt Mailand. Wer Reiseroute am besten zusammen, um alle diese Städte ständen genannt. Sehr interessant ist eine war schon dort? Wer weiss Rat? O. R. in M. Leihgabe der Pfarrkirche Dieburg, eine grosse mittelrheinische Pietä aus dem 15. Tourlng-Frage 13. Routes des Alpes. Wo führt zeigt. Während die altern Bestände vor allem besonders Erzeugnisse der Renaissance Jahrhundert, völlig aus Leder hergestellt. die Routes des Alpes durch? Schon oft habe ich davon sprechen hören, weiss aber nicht genau, wo Es sind Pietäs dieser Art nur vier oder fünf diese Route durchführt, denn die Ausdehnung der und des Barocks umfassen, gehen die Neuerwerbungen zu einem guten Teil auf frü- bekannt; man wählte hier Leder als dauerhaftes, aber zugleich leichtes Material für und ich stelle mir vor, dass unter der Routes des Alpen von Nizza bis Wien ist doch ziemlich gross, here Zeiten zurück, zu einem Teil beziehen Prozessionszwecke. Zahlreich sind die Le-Alpederarbeiten für kirchliche Zwecke; ganz nur eine bestimmte Strecke gemeint ist. Dr. S. ü—r. in St.M. sie sich auf Erzeugnisse der Naturvölker. Dabei zeigt sich das Eigenartige, dass wir prächtige Pluviale (Chormäntel), Altarbilder bei Gegenständen gleicher Art mehr Anregungen für neuzeitliche Schöpfungen aus den Arbeiten der Primitiven als aus denen der Kulturvölker empfangen. Der heutigen Geschmacksrichtung liegt das Schaffen der ersteren näher. Es ist erstaunlich, in welchem Umfang die Naturvölker kunstgewerblich wertvolle Lederarbeiten herstellen. Hier sind besonders stark vertreten: Hereros, Haussa- und Man- vollsten Stücke nur Leihgaben, so z. B. Schuhe aus der Zeit Konstantins oder Justinians vom vierten oder sechsten Jahrhundert; aber auch der Eigenbesitz des Museums an solchen Dingen ist sehr gross. Man findet da Sandalen aus Theben von der 18. Dyna- noch folgende dritte Antwort zugestellt: c) Die beste Route Bern-Dolomiten-Wien ist folgende: Bern-Ragaz oder Engadin. Ragaz-Davosstie (13. Jahrh. v. Chr.), römische Legionärssandalen, byzantinische Pantoffeln und zahl- Ofenberg-Sta. Maria im Münstertal-Vintschgau- Flüela-Pass nach Zernez oder Engadin-Zernezdingoneger von der Goldküste, Kongoneger reiches Schuhwerk aus dem Mittelalter und Meran-Bozen. Von dort Beginn der Dolomiten: und Bewohner des Crossflussgebietes in Kamerum. Es handelt sich nicht nur um dieaus dem fünften Jahrhundert. Schliessiich stertal) -Innichen, Grenze Italien-Oesterreich, Lienz- Karerseehotel - Karerpass -Pordoijoch -Falzaregopass der spätem Zeit, sowie Stiefel der Kopten nach Cortina d'Ampezzo-Schluderbach-Toblach (Pumannigfaltigsten Gebrauchsgegenstände wie müssen noch die Lederarbeiten der Eskimos Greif enburg-Spital. Von. dort entweder via Klagenlurt-St. Veit-Friesach nach Judenburg oder Spital- Wasserbehälter, Reitausrüstimgen und um erwähnt werden, bei denen die Ledergerbung Waffen (z. B. Schilde aus Elephanten- und Gmund-Tamsweg-Murau-Judenburg. Von dort Loeben-Bruck-Murzzuschlag - Seinmeringpass - Wiener- ausschliesslich den Frauen zufällt, die die, Nilpferdhaut, Köcher für Pfeile, Pulvertaschen, Messer- und Säbelscheiden, Helme aus müssen, bis der Gerbprozess vollendet ist. Die Strassen bis an die österreichische Grenze Lederstücke so lange durch den Mund ziehen Neustadt-Baden nach Wien. Löwenhaut), sondern auch um Kultgegenstände, namentlich Tanzmasken, die aus den sind ca. 2000 m hoch, wunderbare Strasse. Der sind gut, von dort weniger. Zwei Dolomitenpässe verschiedensten Lederarten, u. a. auch aus Semmering ist 1520 m ü. M. Affen- und Menschenhaut hergestellt sind. Ich bin gerne bereit, mündlich über diese Route, Die Sammlung der Tanzmasken gehört mit Bilanz der Spielbank Monte Carlo. Vor die mir sehr gut bekannt ist, Auskunft zu geben. zu dem Interessantesten, was das Museum kurzer Zeit veröffentlichte der Vorstand des Auch kenne ich Welsch-Tirol speziell gut wie überhaupt die ganze Gegend in Oberitalien und Oester- aufzuweisen hat. Hierhin gehört auch ein echter Menschenkopf, den die Kopfjäger am nen beliebt, der Societe des Bains de Merde Kasinos, oder, wie er sich verschämt zu nenreich. A. H. in L. Amazonenstrom in ganz raffiniertem Gerbverfahren herstellen, indem sie die Schädelsene Geschäftsjahr ergab, Blättermeldungen Monaco seinen Jahresbericht. Das verflos- Touring-Antwort 7. Holland. Beneidenswert, knochen des erschlagenen Feindes sorgsam zufolge, einen Reingewinn von 180 Millionen entfernen und alle übrigen Knorpel- und Franken, wovon 40 Prozent in die Hofstaats- Fetteile durch glühende Steine, die sie immer wieder von neuem in das Schädelinnere bringen, vertilgen, wodurch eine regelrechte Gerbung der Haut erreicht wird. Der Kopf schrumpft dabei auf ein Viertel seines Umfanges ein, dem Gesicht bleiben aber die Züge erhalten, sowie die Haare in ihrer ursprünglichen Länge, wodurch das Ganze einen unheimlichen Eindruck macht. — Sakralgefässe aus dem Sudan, aus Kamelhaut, lederne Musikinstrumente aus den verschiedensten Gebieten Afrikas, wie Harfen, Leiern und dergleichen, Schädeltrommeln, Gewehre von Rifkabylen mit reicher Ledereinlage, reich geschnitzte Ledersttihle der Achantis, ein kunstgewerblich wertvoller Häuptlingssitz aus Leder aus Dahome zeigen, welche hohe Entwicklungsstufe die Lederverarbeitung bei diesen Völkern erreicht hat. Besonders schöne Arbeiten findet man auch unter den Sammlungen aus Mexiko. Verschiedene alte Schattenspiele sind zu sehen, so z. B. solche aus Büffelleder aus Java und wieder andere aus Auiotrunsporie aller Art, speziell Möbeltransporte mit gutgcpolstertem, luftbereiften Wagen GEISER ap / ÖLTEN A ÜE flnnrnarimon Kai ltiilirrA*» Aarfourgersfr. 1O4 Foiwäiirend gfelise KAi*Annnnn« l'el. SSS and-HotCi, THE-DflNSÄNT. ER & Cie., Autoiransporte, oiten Retoinirachten nach allen Meinungen. idealer Winter-Sportplatz Täglich ftutolahiten n. Seelibüh) PPdcni p3 Eis-u schiiueioaiift betten. HUI m U. AI. Eigenes Künstlerorchester Hutoverbindimg mit Bern H.B. Bern ab 11.20 u. 18 Uhr. China, ferner Lederlichtschirme aus China aus dem 15. Jahrhundert, wie überhaupt in China und Japan die Lederverarbeitung besonders weit vorgeschritten ist. Wunderbare Stücke sind z. B. altjapanische Lacklederkoffer, ferner eine prunkvolle chinesische, silbertauschierte Sattelausrüstung aus dem 17. Jahrhundert. Die Scheiden japanischer Richtschwerter sind ebenso sorgsam bearbeitet wie die zierlichen Behälter der Essbestecke, Stäbchen usw. Unter den europäischen Teilen der Sammlung sind Ledertapeten, namentlich spanische aus dem 17. Jahrhundert, zu sehen; fernet portugiesische und andere Koffer, so z. B. ein grosser Reisekoffer Ferdinands II. von Medici um 1650 und ein Dokumentenkasten Admiral Colberts, der den viel späteren Empirestil vorahnen lässt. Die Spielzeugfiguren aus Leder, die der Hofbuchbinder Antoine Michel im Auftrag Ludwigs XIV. 1715 für den spätem Ludwig XV. herstellte, ein venezianischer Prunksessel für eine Gon- und andere Ledergemälde. Eine ganz besonders eigenartige Unterabteilung bildet die Schuhsammlung. Leider sind einige der wert- kasse des Fürsten von Monaco flössen. In Verbindung mit diesen Zahlen ist es nicht uninteressant zu erfahren, einen Rückblick auf einige « grosse Ereignisse » am grünen Tisch des Kasions zu werfen. Einer der besten Kunden war der Holländer van Keepen, der in wenigen Wochen die runde Summe von zwei Millionen Franken verlor. Zum Schluss bekam er einen Nervenschock und beschloss, sich an der Spielbankverwaltung zu rächen. In einem Auto verstaute er mehrere Bomben, die er auf das Kasino werfen wollte- Van Keepen hatte jedoch die Rechnung ohne die allwissende Polizei gemacht, die die Bomben rechtzeitig beschlagnahmte. Nicht immer verlaufen solche Zwischenfälle so sang- und klanglos. Vor einigen Jahren verlor Lionel Cecil, der Chef eines englischen Torpedogeschwaders im Mittelmeer, den Inhalt der Schiffskasse in der Höhe von 130,000 Franken an der Roulette. Eine Stunde später sprach der Seeoffizier bei der Kasinoverwaltung vor und verlangte die Herausgabe seines Geldes, da er sonst seinen 15-Zentimeter-Geschützen eine kleine Schiessübung mit dem Ziel: Kasino von Monte Carlo, befehlen würde. Die Direktion zögerte nicht einen Augenblick die Summe zu ersetzen, sandte aber gleichzeitig ein Protesttelegramm an die Admiralität in London, in welchem sie gegen diese Vergewaltigung Einspruch erhob. Als der Kapitän davon erfuhr, entleibte er sich in der gleichen Nacht. Anderseits lässt die Kasino-Verwaltung auch Gerüchte über märchenhafte Gewinne von Spielern aussprengen. Mindestens ein dutzendmal in der Saison wird die Bank gesprengt, d. h. muss frisches Geld aus den Safes der Verwaltung herbeigeholt werden. Bekanntlich lässt die Kasinodirektion ihr Geld zinslos liegen, da der enorme Verlust an Zinsen um ein Vielfaches durch die Spielgewinne der Gesellschaft ausgeglichen wird- AUTOMOBTL-REVUE Toiiring-Frage 11. Aegypten. Ich beabsichtige im Januar-Februar eine Reise nach Aegypten mit einem Aufenthalt von 3—4 Wochen und Besuch von Ober-Aegypten zu unternehmen. — Da ich mich, in bezug auf die Unterkunft in Hotels und die Ausflüge nicht ohne weiteres binden möchte (Abmachung a forfait mit Reisebureaux), gestatte ich mir die höfliche Anfrage, ob ein freundlicher Leser in der Lage wäre, mir mit diesbezüglichen nützlichen Winken an die Hand zu gehen? Besonders würde es mich interessieren zu vernehmen, ob man ausser den bekannten Luxushotels auch gute Gaststätten zweiten Ranges findet und ob solche empfohlen werden können. Sollte die Möglichkeit bestehen, mich mit diesem .geschätzten Abonnenten direkt in Verkehr setzen zu -können, dann wäre ich für die Adressenangabe ganz besonders dankbar. Für gütige Antwort zum voraus besten Dank. A. G. in B. Tourlng-Frage 12. Oberitallen. «Europa Touring » ! Das scheint mir endlich das Richtige zu sein, nun weiss ich doch, wo ich mir den so oft gewünschten Rat holen kann. Wenn's draussen wieder etwas freundlicher wird und der Frühling kommt, fahre ich auf Reisen. Nächstes Jahr nun zieht es mich nach Italien. Die Touring-Frage 14. Korsika. Ist es empfehlenswert, Korsika einmal aufs Reiseprogramm zu nehmen? Wie sind die Strassen? Ist das Land nicht eintönig? Wie sind die Unterkunfts- und Garagierungsverhältnisse? R. O. in La. , Touring-Antwort 6. Dolomiten-Wien. Es ist uns wer eine Hollandtour unternehmen kann. Nicht vergessen sind die Eindrücke, die ich vor 2 Jahren bei einer Fahrt mit gleichem Ziel erhielt. Ich möchte meine damalige Reiseroute angelegentlich empfehlen. Von Basel auf dem rechten Rheinufer nach Freiburg i. B., Offenburg, Karlsruhe, Heidelberg nach Frankfurt, von hier nach Mainz aufs linke Rheinufer über Bingen, Koblenz nach Köln. Bei Neuss aufs rechte Rheinufer nach Düsseldorf und über Duisburg nach Wesel. Emmerich, Arnhem, Utrecht nach Amsterdam (830 km). Für die Rückfahrt rate ich zu folgender Route: Amsterdam, Utrecht, Thilborg, Anvers, Bruxelles, Namur, Charleville, Sedan, Verdun, Metz, Nancy, Epinal, Beifort, Basel (835 km). R. Seh. in L. Touring-Antwort 8. Normandie. Von Rouen aus lassen sich unter anderm folgende drei sehr empfehlenswerte Tagestouren ausführen: 1. Rouen, Grd. Couronne, Bourg, Achard nach Pont-Audemer (ausgezeichnetes altes normannisches Hotel: Vieux Puits). Dann weiter bis ans Meer nach Honfleur, malerischer Ort vis-a-vis von Le Havre. Von Honfleur z. T. dem Meer entlang, z. T. auf der Höhe an prachtvollen Villen und Parks vorbei nach dem berühmten und hochmodernen Badeort Trouville und dem anschliessenden, ebenfalls fashionablen Deauville. Rückfahrt über Pont l'Eveque, Pont-Audemer, von hier nordöstlich über Bourville, La Mailleraye, über die Seine und von Duclair zurück nach Rouen (188 km). 2. Rouen, Elbeuf, Le Neubourg, Conches, Evreux, Paey, Vernon, Gaillon, Louvres, Pont de l'Arche, Rouen (144 km). Landschaftlich grösstenteils sehr schöne Tour mitten durch das reiche Korngebiet Frankreichs. 3. Rouen, Barantin, Yvetot, Bolbec, Harfleur, L e Havre, Montivüliers, Goderville, Fecamp, St- Valeryen, Caux, Veules, Dieppe und über Totes zurück nach Rouen (215 km). M. Z. in B .. 1. orka 12 Sorten, nur das Beste, von rein Eier and Naturbutter bei Bestellt. Makrönli. Waffeln, Haseluuät-biakaits, Basterleckerl* nsw., versendet in Büchjen von 2 kg gegen Nachnahme v. Fr. 10.— tranko. Wer einmal bezogen, best eilt wieder I Die gewinnst Du doch doppelt und dreifach wieder! 1. am Küchengeld, 2. an Dienstboten. 3. an Deiner Gesundheit und 4. hast Du auch einmal etwas freie Zeit. Ein Touring-Antwort 9. Prag. Als kürzeste Route von St. Gallen nach Prag kann ich Ihnen folgende empfehlen : St. Gallen, Rorschach, Bregenz, Lindau, Münsingen, Landsberg, München, Freising, Landshut, Straubing, Cham, Furth, Domazlice (Taus). Plzen (Pilsen), Zebräk, Beroun, Praha (Prag), total 586 km. Die Strassen sind durchwegs gut. Wenn die Reise in zwei Tagen gemacht werden soll, dürfte sich Straubing als erstes Reiseziel empfehlen. Wer 3 Tage Zeit hat, übernachtet das erste Mal in München, das zweite Mal in Pilsen. K. F. in Ch. ZENT- BOILER istdocb eine Anlage auf Lebenszeit. 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