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E_1927_Zeitung_Nr.100

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müssen, dass sich zu diesen Betriebsspesen nach einer bestimmten Kilometerzahl auch •die ersten grösseren Reparaturen einstellen "werden. Die Weglassung der Feuer- und iDiebstahJversicherung kann die Betriebs- • kosten etwas vermindern, anderseits wird an deren Stelle bekanntlich recht häufig eine Kaskoversicherung abgeschlossen. Der Unterhalt eines Automobils ist also in Europa ! heute nicht so billig wie in Amerika. Der (Amerikaner, welcher beim Fiskus wesentlich 1 glimpflicher wegkommt als der Europäer und auch häufig auf eine Garage verzichtet, fährt wohl etwas billiger. Bis wir in Europa amerikanische Zustände haben, wird es wohl noch recht lange dauern! F.E. T. C. S. Sektion St. Gallcn-Appenzell. Solange unsere Sektion nicht bestand, hatten sich vereinzelte Einzelmitglieder des T. C. S. unseres nunmehrigen Sektionsgebietes mangels anderer Anschlussgelegenheit der Sektion Zürich angeschlossen. Inzwischen hat sich die Situation jedoch geändert. Es ist naheliegend, dass sich die betreffenden Mitglieder nunmehr der vor Jahresfrist gegründeten Sektion St. Gallen-Appenzell anzuschliessen wünschen. Für den UebeririH besteht keine Schwierigkeit. Die Sektion Zürich hat für die neue Sachlage gewiss volles Verständais. Es ist aber notwendig, dass sieb die betreffenden Mitglieder in Zürich abmelden und bei uns anmelden, worauf wir hiermit aufmerksam machen möchten. Auto-Sektion Zürich des T. C. S. Zu der Zugerrötelfahrt prhaJten wir, leider etwas verspätet, noch einen Bericht von einem Teilnehmer (erster Bericht auf Seite 8): Bei trübem Wetter fuhren wir am Sonntag, den 11. Dezember durchs Sihltal hinauf, um im Waldbaus Sihlbrugg-Station mit den übrigen Herren vom Vorstande noch die letzten Punkte der Organisation zu besprechen. Wenn wir an den Verkehr im Sihltal anläss- Jich der Fahrt nach Arth vor Jahresfrist dachten, 60 war vorauszusehen, dass dieses Mal kein Massenandrang zu erwarten sei, denn nur selten begegneten wir einem Wagen. Es mag das schlechte Wetter, die Bus3enpraxis von Baar oder das bevorstehende Weihnachtsfest schuld gewesen sein. Das Rötolbaukett, das gemeinsam mit der Sektion Waldstätten eingenommen wurde, war denn auch rasch erledigt und auf 15 ühr im grossen Saale des Hotels «Löwen» eine gemeinsame Zusammenkunft angesagt, nach vorangegangenem kräftigem Kaffeejass, wobei unser Präsident sogar gewonnen haben solll Um 3 Uhr füllte sich der Saal im «Löwen» rasch, und auch das Klavier stand für die Tanzlustigen bereit. Doch diese kamen nicht auf ihre Rechnung, da im Kanton Zug an diesem Sonntag ein Tanzverbot bestand. Trotzdem wollten es Einige wagen, aber es blieb beim Versuch, denn Hotelier Notter hielt ein wachsames Auge. Um aber keine trübe Stimmung aufkommen zu lassen {im T C. S. ist man sich das ja nicht gewohnt), hielt Hr. Fehr (ich möchte ausdrücklich nicht schreiben «der rührige Präsident», damit der Setzer nicht lange nach dem Stehsatz suchen muss) in bekannt gemütlicher Sprache seine Begrüssungs- Tede. Sein Gruss galt den Freunden der Sektion Luzern. dem Vertreter des Verkehrs- und Verschönerungsvereins der Stadt Zug, Hrn. Koch, sowie den Behörden von Zug, die uns speziell zur Bussenangelegenheit Baar in wohlwollender Weise geantwortet haben. Der Präsident der Sektion Wald^tätte, Hr. Helmlin, verdankte die Einladung und versicherte, dass die Waidstätter sich immer gerne mit den Zürcbern treffen, und er hofft, dass die Zürcher bald nach Luzern kommen werden. Er gab die Versicherung, dass alles aufgeboten werde, um einige gemütlicho Stunden miteinander verbringen zu können. Am Abend siedelte man noch zu einem kurzen Abschiediscboppen ins Hotel «Zugerhof» über, wo uns noch Freund Kaiser, der immer treu zu unserer Fahne hält, besuchte. Auf der Rückfahrt schaltete man noch einen Halt beim Waldhaus Sihlbrugg ein. Auch hier war's noch recht gemütlich und kam so die alte T. G. S.-Stimmung wieder zu ihrem Rechte. Die Zugerrötelfahrt gestaltete sich aber auch bei der etwas geringeren Teilnehmerzahl von ca. 130 Personen mit 35 Wagen zu einem flott verlaufenen Bummel, und diejenigen, die zu Hause geblieben sind, haben einige gemütliche Stunden im Kreise des Zürcher T. C. S. versäumt. H. Es gab noch eine Ueberraschung für ihn, ehe er die Limousine erreichte. Bill Mc Golwey, der die ganze Zeit über still dagesessen war, seine Wange gerieben und verwirrt zugehört hatte, packte Milt beim Aermel und polterte: «Leb wohl, alter Teufel. Ich will nicht hineinplatzen und dir einen Strich durch die Rechnung machen. Gott, ich hab ja nie gewusst, dass du das Zeug in dir hast, dich unter diese Elite zu mischen, aber ich seh's ein, wenn ich mich geirrt habe. Du warst zu verflucht anständig, um mich hinauszuwerfen. Ich will's selber tun. Bist mein bester Freund gewesen und — Viel Glück, alter Kamerad! Gott segne dich!> Bill rannte davon. > XXXIV. Der Anfang einer Geschichte. Anderntags fuhr Milt mit einem neuen Teal-Karren bei den Gilsons vor. «Wie gefällt Ihnen mein neuer Karren, Ciaire? Schrecklich kleines Ding. Aber ich kann fünfzig pro Stunde machen. Bitte kommen Sie, probieren Sie ihn einmal aus, Ciaire, wenn Sie können?» «Ja, aber » Ciaire war offensichtlich entrüstet durch die Unziemlichkeit des A. C. S. Sektion Hauenstein. Die Sektion steht gegenwärtig unter der Devise: Vorbereitungen für dio erste Oltener Tagung dos A. C. S. Für den Samstagabend, der voraussichtlich von keinen weiteren Verhandlungen belegt sein wird, will die Sektion den vielen anwesenden Delegierten Gelegenheit zur Pflege der Kameradschaft und der Unterhaltung bieten. Anschliessend an das gemeinsame Nachtessen findet im Saal des Hotel Schweizerhof von 20.30 Uhr an eine zwanglose gemütliche Vereinigung statt, zu der alle leitenden Persönlichkeiten und alle Delegierten freundlich eingeladen sind. Die Sektion hat für Unterhaltung sowie für Tanzgelegcnheit gesorgt. Quartierbestellungen sind direkt an dio Hotels « Schweizerhof », « Aarhof» und « Merkur » in Ölten zu richten. Bestellungen zum voraus und sektionsweise erbeten! lt. A. C. S. Sektion Luzern. Das letzte Dancing der Sektion fiel gerade mit dem Nikolaustag zusammen und wurde daher zu einem recht fröhlichen Feste. Wie lächelten alle Gesichter, als plötzlich ein leibhaftiger Sankt Nikolaus im Saale erschien und mit seinem Stabe geschäftig zu prüfen und zu werken begann. Von Tisch zu Tisch verteilte der Samichlaus hübsche Päckli mit Leckerbissen und guten Sachen und spickte seine Begleitworte mit guten Witzen aus dem Leben der Sektion. Rasch und froh verflogen die wenigen Stunden des Abends, und alle 75 Anwesendon — eine Rekordzahl! — kamen reichlich auf ihre Rechnung. Sie alle freuen sich bereits wieder auf den Tanzabend vom 20. Dezember, der wohl die letzte Veranstaltung des Jahres soin wird. lt. A. C. S. Sektion Les Rangiere. Der Vorstand der Sektion beschloss in seiner letzten Sitzung zu Delsberg (Präsidium: Herr Peter), gegen Ende Januar eine Soiree zu veranstalten. Die Mitglieder sollen frühzetig durch ein Zirkular zur Teilnahme aufgefordert werden. Zu den neuen Zentralstatuten wurde Stellung genommen und dio Ansicht vertreten, es sei besser, an den alten Statuten festzuhalten. Die Herren Froidevaux und Levy sollen als Delogierte die Sektion in Ölten vertreten. Auf Grund einer Anfrage wird der Präsident sich mit dem Kantonsingenieur in Verbindung setzen, jun über die Frage der Schneeräumung Aufschluss zu erhalten. fit. A. C. S. Sektion Waadt. Am Lottoabend von Samstag, den 10. Dezember beteiligten sich mehr als 250 Mitglieder der Sektion. Das Hotel Royal in Lausanne schimmerte im festlichen Gedränge der « Soiree dansante » Das Fest stand unter dem Zeichen der Fröhlichkeit. Es ist den Herren Sertnent. dem rührigen Präsidenten der Sektion, und Failletaz, dem nimmermüden Sekretär, zu verdanken, dass die Clubveranstaltungen immer wieder so ausgezeichnet gelingen. Das Lotto brachte den glücklichen Gewinnern hübsche Preise ein. Eine flotte Tanzmusik sorgte für Tanz. Freude und Lachen. Bis in den Morgen hinein drehten sich die Tanzlustigen auf dem so geduldigen Parkett. Die Sektion hat durch diese Veranstaltung wieder einmal mehr bewiesen, welch guten Ruf der A. G. S. in Lausanne geniesst und welche Energie in ihren Reihen steckt. (Weitere Clubnachrichten siehe Seite 8) Trajektverkehr über den Bodensee, auch für Autos. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft beabsichtigt, laut Meldung der Tagespresse, für den Verkehr Friedrichshafen-Romanshorn einen neuen Motor-Trajektkahn in Betrieb zu setzen, der auch den Transport von Autos zu übernehmen hätte. Der Kahn soll schon in der ersten Hälfte 1928 betriebsfähig werden. Trajektiert sollen sowohl Personenwagen als auch Lastautos werden. Von einer ähnlichen Automobilfähre am Ueberlingersee zwischen Staad und Meersburg ist ebenfalls die Rede. Die Trajektierung Friedrichshafen-Romanshorn erspart ausser dem Umweg durch das Verlegen der Grenzformalitäten auf das Schiff einen längeren Zeit- fit. VFRKFHR ÄUTOMOBTL-RFVLrE Vorschlags. Sie sah Frau Gilson an, sah zweifelnd drein. Da hob sie Milt einfach in seinen Wagen und gab Vollgas. Als sie vor der Stadt draussen waren, fuhr Milt den Karren an den Rand der Strasse, zog die Handbremse an und küsste Ciaire umständlichst, die sich in dem blödsinnig niedrigen, blech-umschlossenen Sitz zusammenkauerte. «Müssen wir bald nach Hause?» bat er. «Ach, mir liegt nichts daran, wenn wir auch nie mehr nach Hause kommen. Komm, wir wollen in die Berge fahren. Seitenstrassen. Wir wollen uns einreden, dass wir wieder über Land fahren.» Tannen sausten vorbei — Felsen im Sonnenschein — Wolken jagten über einen einladenden Bergpass — sogar die Furchen und Höcker und Rillen der Strassen — alles schien zu ihr zu gehören, als wäre sie ein Teil des Ganzen. Und sie konnte sie selbst sein, gut oder schlecht, klug oder unwissend, mit diesem Burschen hier an .ihrer Seite. Was alles sie in der überzeugendsten Rede, die sie je gehalten hatte, zusammenfasste, nämlich: «Oh, Milt —!» Sie waren von einem Seitenweg in einen Seiten-Seitenweg gebogen. Sie durchquerten ein hochgelegenes Tal, Regengüsse hatverlust an der deutsch-österreichischen und österreichisch-schweizerischen Grenze. = Dazu wird uns noch geschrieben: Das von einem Meersüurger-Komitee ausgearbeitete Projekt einer Autofähre zwischen Staad und Meersburg stiess s. Z. leider auf unerwartete bautechnische Schwierigkeiten. Es ist daher in letzter Zeit recht still geworden um dieses Projekt und damit schien auch die ganze Frage der Transporte von Autos über den Bodensee wieder auf einem toten Punkt angelangt zu sein. Obiger Meldung bringen die Automobilisten auf beiden Ufern des Sees natürlich ein lebhaftes Interesse entgegen, da sich das Bedürfnis nach einer derartigen regelmässigen Transportgelegenheit immer mehr bemerkbar macht. Der durch die direkte Umfahrung des Sees bedingte Zeitverlust im deutsch-schweizerischen Automobllverkehr fiel bei den Automobilisten weniger ins Gewicht. Der Wunsch nach einem Fährendienst machte sich hauptsächlich wegen der bestehenden, lästigen und mehreren orts zu erledigenden Grenzformalitäten geltend. Bei einer direkten Ueberquerung des Hindernisses würde vor allem die österreichische Grenz- und Zollrevision dahinfallen. Ferner rechnet man damit, dass die Formalitäten während der Ueberfahrt auf dem Boot erledigt werden können. Der Trajektdienst zwischen diesen beiden Uferstädten hätte zudem noch den Vorzug, einem weit grösseren Einzugsgebiet zugute zu kommen. Es ist bemerkenswert, dass gerade eine EisenbahnunternehmuTig dieses Projekt aufgreift, um sich auch auf diese Weise den Automobilverkehr zunutze zu machen. Diese Belebung der gegenseitigen Beziehungen wird sich aber bestimmt auch in günstigem Sinn auf den übrigen Verkehr auswirken und es bleibt nur abzuwarten, wie lange es dauert, bis auch die S. B. B. solche Vorteile auszuwerten versteht. Z. OiS Die Basler Taxichauffeure verlangen ein Wartelokal. In einer Eingabe an die Basler Presse stellt der Vorstand der Taxichauffeure, folgendes Begehren zur Diskussion: «Der i.Beruf der Taxi-Chauffeure hat wie jeder andere seine Licht- und Schaltenseiten. Das oft stundenlange Warten auf die Fahrgäste ist an sich nicht angenehm. Während man sich im Sommer noch damit abfinden kann, bedeutet die Wartezeit während der schlechten Witterung, besonders im „Winter, für die Chauffeure eine Qual. Es ist polizeilich verboten, die Pferde bei kalteT Witterung stundenlang draussen stehen zu lassen. Ist es da gerecht, wenn man für Menschen, in diesem Fädle für Trtxi-Chauffeure, nicht den gleichen Schutz als notwendig erachtet ? Es gibt aber keinen andern wirksamen Schutz für Leute, die stundenlang bei Tag und Nacht diesen Dienst versehen müssen, als ein heizbares Unterkunftslokal. Schon vor Jahresfrist haben die Taxi-Chauffeure das Begehren gestellt, man solle ihnen, soweit sie auf dem Centralbahnplatz stationiert sind, ein geheiztes Unterkunftslokal zur Vcrfürung stellen. Eine Eingabe an das Polizeiinspektorat wurde ablehnend beantwortet mit dem Hinweis, die Bahnhofinspektion benötige ihre Räumlichkeiten allo für bahn dienstliche Zwecke. Ein Unterkunftslokal für die Taxichauffeure auf dem Centralbahnplatz ist ein Postulat, dessen endliche Erfüllung auch die Frage der Verkehrssicherheit in hohem Masse tangiert. Wir stellen diese Angelegenheit hiermit zur öffentlichen Diskussion. Könnte diese Frajje nicht einmal im Grossen Rate behandelt werden ?> Ib. Budapest dehnt den Nachtverkehr aus! Im Gegensatz zu Bern, passt sich Budapest den erweiterten Verkehrsbedürfnissen an. Die Verkehrskommission des Budapester Gemeinderates hat beschlossen, fünf Schienenautos für den Nachtverkehr einzustellen. Es sind vorläufig vier Linien in Aussicht genommen, die das Innere der Stadt mit den Aussenquartieren verbinden und im Interesse der in der Nacht beschäftigten Arbeiter und Angestellten eingeführt werden sollen. Der Fahrpreis für eine Fahrt wurde mit 40 Heller festgesetzt. Die Schienenautos bilden wohl nur eine Uebergangsstufe zu einem regulären Nachtverkehr mit Omnibussen'. = ten sich hier mit der Zeit zu einem Bächlein gesammelt, das die Strasse allmählich überflutet, die dünne Kieselschicht ausgewaschen und die Strasse zu einem seichten, reissenden Fluss umgewandelt hatte. Milt hielt an dessen Ufer scharf an. «Hier müssen wir, fürchte ich, umkehren,» seufzte er. «Oh nein! Können wir nicht durch? 's ist ia nur vielleicht zwei Fuss tief und der Grund ist steinig,» widersprach die neuerweckte Abenteurerin. «Ja, aber schau dort den steilen Uferrand. Da kommen wir nie hinauf!» «Das ist mir egal. Versuchen wir's! Wir können hin und her drehen und werden schon irgendwie herauskommen. Ich wert um zwei Silbermünzen mit dir, dass es geht,» sagte die zarte, feine, junge Dame, die unter der Obhut von Frau Gilson stand. «Gut also. Los!» Eine Automobilbank zur Erhöhung des Absatzes in Belgien. Zwecks Erhöhung des Absatzes haben die belgischen Automobilfirmen beschlossen, eine Automobilbank zu gründen, welche den Automobilverkauf finanzieren soll. 25 Prozent dea Kaufpreises sind vom Käufer in bar zu entrichten. 75 Prozent sollen von der Automobilbank, vorgestreckt werden. lt. Steigt das Benzin im Detailpreise? Die Benzinpreisprülungskoinmission des Verbandes schweizerischer Motorlastwagenbesitzer teilt mit, dass nach soeben eingetroffenen Nachrichten aus Amerika eine Preissteigerung auf den Benzinmärkten eingetreten ist. welche auch die Zisternenpreise aui dem schweizerischen Markt erfassen dürfte. Ob dagegen die Detailpreise von dieser Hausse in Mitleidenschaft gezogen werden, bleibt vorläufig noch fraglich. Verkehrsfragen im städtischen Gemeinderat zu St. Gallen. Die Defizittramstrecke Lachen-Bruggen auf der Zürcherstrasse hat bei den Budgetberatungen zu längeren Diskussionen Anlass gegeben. Die Zürcherstrasse soll korrigiert und auf der Strecke Lerchenfeld-Schöneggen das Tram, des Beiages wegen, auf einen Geleisestreifen verlegt werden. Mit der Verlegung des Trames auf einen Streifen neben der Strasse werden ca. Fr. 50,000 an Kosten gespart In der Diskussion sind verschiedene Vorschläge gefallen, die nicht von Sachkenntnis glänzen. Schon in der Baukommission ist der Antrag gestellt worden, es möchte an Stelle des Trambetriebes oder in Gemeinschaft mit diesem, der Autobusbetrieb eingeführt werden. Diesem Projekt steht vor allem die Tramverwaltung negativ gegenüber. Auch von anderer Seite wurden Bedenken gegen einen Autobusbetrieb geäussert. Schliesslich wurde der Expertenbericht der Betriebsleitung der Berner Autobusbetriebe für Winterthur zu Ehren gezogen. Das Argument, der Autobus könne den Stossverkehr nicht in genügendem Masse bewältigen, tauchte mit Hartnäckigkeit auf und verwirrte die Köpfe. Schlussendlich wurde ein Antrag angenommen, den Fragenkomplex des Autobusverkehres einer fachmännischen Expertise zu unterwerfen. 1t verbandsfagung des Auto Schutzverbandes in Ruswil (Luzern). vom 11. Dezember 1927. Während sich bereits am Vortage der Vorstand zu einer wichtigen Sitzung versammelte, erwarteten Sonntag früh die stattlichen Postaulo-Omnibusse der Automobilgesellschaft Rottal A.-G., Ruswil, an den beiden Bahnhöfen Luzern und Wolhusen die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste. Als dann gegen 10 Uhr der GrossteiJ der Teilnehmer, welcher mit eigenen Autos erschien, zugegen war, eröffneto der Verbandspräsident Herr A. Raiser, vor 150 Personen die Tagung. Nachdem er die Anwesenden begrüsst hatte, referierte der Verbandspräsident über den heutigen Sta-nd der Autotransportfirm on. Nach dem Einleitungsrefersrt wurde das Wort Herrn Nationalrat Dr. Winiker zu einem Vortrag über die Automobilgesetzgebung in der Schweiz erteilt. In gemeinverständlicher Rede schilderte er dio Entstehung und Entwicklung der Automobilgesetzgebung in der Schweiz bia zum heutigen Tage und streifte auch zum Schlüsse das in jüngster Zeit viel von sich reden machende Berner Dekret. Sowohl dieses Dekret, als auch weitere Vorschläga zur Automobilgesetzgebung anderer Kantone, die teils schon vorliegen, fordern zur Initiative, damit solche für Handel und Gewerbe bedeutungsvolle Gesetze, ähnlich wie es der Kanton Luzern vorsieht, nur unter Mitwirkung von Fachleuten und Autoverbänden entworfen und erst hernach däm Parlament vorgelegt werden. Dass das Für und Wider solcher Gesetze auch eine Frage der Stimmung ist, auf welche z. B. strenge Fahrvorschnfteu für dio Chauffeure, so wie sie heute schon im Autoschutzverband bestehen, besserer Schutz der Strassen gegen die Staubplage, vermehrte Verteilung der Benzinzöllo an dio Kantone, straffere Haftpflichtbestimmungen, etc., etc., grossen Einfluss haben können, sei nur nebenbei erwähnt. Auch dürfe man nio vergessen, was für eine Bedeutung das Lastautomobdl für unser Land im Kriege gehabt haba und in Kriegsfällen noch haben kann, dass es weiterhin unermeßliche Vorteile für Handel und Industrio besitzt, so dass seine Existenzberechtigung vom volkswirtschaftlichen Standpunkte aus gegeben ist. Zum Schlüsse wandte sich Nationslrat Dr. Winiker an alle Anwesenden, indem er es in ihre Hände legte, alles zu tun, damit auch das Vo'k keinen Anlass mehr zu Klagen verkehrsgefährlicher Art bähen könne. Verbandspräsident Herr A. Raiser dankte für den lehrreichen, und von den Anwesenden dankbar aufgenommenen Vortrag. Hierauf begann Herr Raiser mit der offiziellen Einsetzung des Verband-Wagenzeichens und betonte, dass der Verband, als rein schweizerisches Unternehmen, das weisse Kreuz im roten Feld zur Grundlage gewählt habe, er erklärte im übrigen, die das Dreieck umrahmenden drei Devisen : Schutz unserer Fracht ; Schutz dem Publikum ; Schute dem seriösen Gewerbe. Hieraoif durchging Herr Be» triebschef C. Husistein das Verbandsfahrreglement;' es wurde in Kraft gesetzt. Mit diesem Akt ging der erste Teil der Tagung zu Ende, so dass programramässig das gemeinsame Mittagessen ein genommen, werden konnte, während welchem verschiedene Ansprachen gehalten wurden. Für den zweiten Teil des Programms versammelten sich die Mitglieder nach, dem Bankett zur offiziellen Geschäftßsitznng, di« abends gegen sechs Uhr zu Ende ging. (Schluss folgt.) H. R. B.

[$J8 f QO — 1927 AUTOMOBIL-REVUE 3 Verfassungs-Initiative zu Gunsten einer allgemeinen Strassenverkehrs-Regelung. Der Touring-Club der Schweiz richtet die folgende Eingabe ta den Bundesrat, z. H. des National- und Ständeiates : Die Bundesversammlung wird in ihrer Dezembertegung vom Ergebnis der von der Strasscnverkehrs- Xiga nach Verwerfung des neuen eidg. Automobil- Gesetzes eingeleiteten Volksinitiative Kenntnis nehmen. Im Namen seiner 27 000 Mitglieder beehrt sich 'der Touring-Club der Schweiz diese Gelegenheit zu benutzen, um Ihnen folgende Aufklärungen zu vermitteln. Von jeher hat der Touring-Club der Schweiz stets das Prinzip einer eidg. Verkehrsregelung im allgemeinen verfochten. Der am 15. Mai vom Volk verworfene Gesetzentwurf besass tatsächlich nicht die Basis für eine solche allgemeine Verkehrsregelung und wies deshalb neben undiskutierbaren Vorteilen schwere Unvollkommenheiten auf. Der T. C. S. hat es im übrigen vorgezogen, sich ^während der Befereiidums-Kampagne, in bezug auf '[welche er verschiedene Vorbehalte zu machen hatte, ilieutral zu verhalten. Seit Mai 1927 hat sich die allgemeine Lage wesentlich verändert. Die Strassenverkehrs-Liga — an deren Arbeit der Touring-Club der Schweiz aus gewissen Gründen sich bisher nicht beteiligte — hat rugunsten der Aufnahme in die Bundesverfassung eines neuen Artikels 371ns, eine allgemeine Strassenverkehrs-Regelung betreffend, eine Volksinitiative ergriffen, welche zustande gekommen ist. Der Touring-Club der Schweiz erklärt sich mit den zwei ersten Absätzen dieser Initiative bedingungslos einverstanden. Er ist auch bereit, eine Bewegung zur Bildung einer günstigen öffentlichen Meinung zugunsten des Prinzips einer allgemeinen «eidg. Verkehrsregelung zu unterstützen. Dagegen könnte sich der Touring-Club der Schweiz dem übrigen von der Strasfenverkehrs-Liga Torgeschlagenen Texte nicht anschliosson und dies ;ttus folgenden Gründen: Der dritte Abschnitt der Volksinitiative geht dahin, den Bund zu befugen, Bau und Unterhalt von Durchgangsstrassen zu übernehmen oder sich daran *u beteiligen. Der Tourinf-Club der Schwein ist der Ansicht, aass Bau und Unterhalt der Durchgangsstrassen ausschliesslich den Kantonen zu überlassen sind. Jegliche widersprechende Verfügung würde eine starke Opposition — im übrigen durch die Souveränität der Kantone begründet — zur Folge habon. In Bezug auf die Verteilung des Benzinzolles an 'die Kantone vertritt der Touring-Club der Schweiz die Meinung, dass dieselbe nicht auf dem Wege eines Verfassungsartikels vorgenommen werden kann. Diese Frage steht übrigens gegenwärtig vor den eidg. Räten in Diskussion und wird von ihnen gelöst werden. Gestützt auf die soeben aufgeführten Argumente iussert der Touring-Club der Schweiz den Wunsch, die jetzige Redaktion des Artikels 37bis der Bundesverfassung durch folgende neue Bestimmungen su «setzen: I. Der allgemeine Strassenverkihr wird durch Bundescesctz geregelt Alle Strassenbenutzer sind diesem Bundesgesetze unterstellt. II. Den Kantonen bleibt das Recht gewahrt, im Rahmen des Bundesgesetzes Vorschriften zu erlassen, in denen die örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden. Der Touring-Club der Schweiz würde es sehr begrüsaen, wenn der Bundesrat in seiner Botschaft an die eidg. Räte, auf obigen Text gestützt, einen Gegenvorschlag machen wollte, der dem Volke gleichzeitig mit dem Text der « Strassenverkehrs-Liga > IU unterbreiten wäre. Der Touring-Club der Schweiz geht noch weiter; er erachtet es nicht als unmöglich, dass die Urheber der Initiative sich einem solchen Gegenvorschlag bereitwillig anschliessen und ihren ursprünglichen Text nicht aufrechterhalten würden. Es ist in der Tat daran zu erinnern, dass gewisse Unvollkominenheiten der eidg. Gesetzesvorlage betreffend den lAutomobilverkehr direkt und ausdrücklich darauf zurückzuführen sind, dass der Bund in bezug auf eine allgemeine Verkehrsregelung nicht die nötige Kompetenz besass. Dieselbe muss ihm nun gegeben werden. Ohne diese Kompetenz würde jedes vom Bund erlassene Gesetz ungenügend sein, namentlich im Einblick auf die internationalen Uebereinkommen, welche auf diesem Gebiete notwendiger sind als auf irgendeinem andern. Das Verwerfen des eidjr. Automobiteesetzes durch das Volk war in der Tat keine Lösunz. Es bedeutet einen negativen Bescheid, aber das Bedürfnis eines besseren eidg. Gesetzes ist dringend und dies um so mehr, als dessen Aufstellung ziemlich lange Zeit in Anspruch nehmen dürfte, und zwar sowohl für die Ausarbeitung als auch für die Durchberatung in der Bundesversammlung. Die Erfahrung hat bewiesen, dass es vergebene Mühe war, ein notwendiges Bundesgesetz durch das — selbst verjüngte und angepasste — Konkordat ersetzen zu wollen. Im Gegenteil, die Kantone haben die Tendenz, eher aus dem Konkordat auszutreten statt demselben weiter treu zu bleiben. Dies sind, kurz zusammengefasst, die Gründe, welche uns veranlasst haben, uns an die Bundesbehörden zu wenden. Wir denken, dass es leicht sein wird, wenn dieselben unsere hiemil unterbreiteten Anregungen gutheissen, im Volk eine beinahe einstimmige Meinung zugunsten des abgeänderten »Initiativ-Textes zu schaffen. Dies wäre der erste Schritt zur Entspannung, welche unseres Erachtens notwendig ist und alle Interessenten befriedigen wird. Somit ist die Bahn für einen mit den heutigen Lebensbedürfnissen in Uebereinstimrrmnff stehenden Gc=etzestext geöffnet. TOURING-CLUB DER SCHWEIZ. Der Präsident • Dr. H. Henneberg. Der Generalsekretär : J. 0. Quinslef. Ein Mitglied des Verwaltungsrates : Ed. Paisant- Die Petroleumgcwinnung der rumänischen Steaua Romana sieigt in starkem Masse ! Wie die Tagespresse meldet, belief sich die Rohölgewinnung der Steaua Romana in Bukarest in dem am 30. Juni 1927 abgelaufenen Geschäftsjahr auf 483 580 Tonnen, gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme um 130 943 Tonnen. In den vier Monaten Juli bis Oktober 1927 wurden 198 983 Tonnen Petroleum gewonnen, 37 565 Tonnen mehr als in den gleichen Monaten des Vorjahres. lt IM AUSLAND Um den Weltrekord. Das Rekordfieber kennt keine Grenzen. Was vorauszusehen war, beginnt die Sportkreise in Atem zu halten: Amerika rüstet, um den Weltrekord von 333 km zu brechen — ein phantastisches Unterfangen! Die ganzo gewaltige Kraft des Motors wird in den Dienst der Rekordhascherei gestellt. Immerhin stellt sich die Frage: Wie gross wird aber — auch wenn das Unglaubliche gelingen sollte — das technische Verdienst einer solchen Tat sein? Die Amerikaner wollen die Kilometer- und Meilenrekorde, die Segrave in diesem Frühjahr mit seinem 1000-PS- Sunbeamwagen in Daytona aufstellte, im kommenden Februar auf der Strandstrecke vor Ormond in Florida mit einem eigens für diesen Zweck gebauten Riesenwagen angreifen. Dieses ungeheuerliche Gefährt besteht aus weiter nichts als einem stählernen Fahrgestell und drei zwölfzylindrigen Flugzeugmotoren, die rund 1200 PS liefern. Der Wagen hat keine Kupplung, kein Getriebe, kein Differential und keiuo Wellengelenke, denn die Hinterachse ist starr im Rahmen gelagert und wird unmittelbar von den drei Wellen der Motoren angetrieben, wozu einfache Kcgelradpaare verwendet werden. Von den Motoren liegt einer vor dem Führersitz und zwei nebeneinander hinter ihm. Die Vorderachse ist federnd oberhalb des Fahrgestells, das dadurch eine sehr tiefe Lage erhält, gelagert, und zur Verhütung von Unfällen bei Vorderradbruch oder Reifenpanne ist das Vorderende des Rahmens mit zwei starken Kufen versehen. Da der Wagen, der an vier Tonnen wiegt, keinen Anlasser hat, muss er von einem anderen Motorwagen angeschoben werden, um in Gang gebracht zu werden. Die Lenkung wird auch etwas umständlich sein, denn man hat den Lenkhebel auf die Hälfte der normalen Länge gekürzt, um dadurch eine kleinere Uebersetzung zu erzielen und das Fahrzeug mehr in der Gewalt tu haben. Es wird übrigens eine normale, in Amerika im Handel befindliche Vorderachse, ebenso wie eine normale Steuerung verwendet Das ganze Fahrzeug ist lediglich brutal stark, aber dabei äusserst primitiv. Es offenbart sich darin der ganze Unfug dieser Art Rekordjägerei, die uns keinerlei technischen Fortschritt KU bringen vermag. Und Campbell... Anch der englische Rekordfahrer Oberst Malcolm Compbell will einen neuen Spezialronnwagen bauen. Der Fahrer, der zu den internationalen Autorennen gemeldet hat, die in Daytona Beach in Florida stattfinden, hat die Erlaubnis des englischen Luftfahrtministeriums erhalten, in seinen Wagen einen Motor des Typs einzubauen, wie er von den englischen Wasserflugzeugen beim Schneiderpokal-Flug in Venedig verwendet wurde. Die Einzelheiten des leicht umgebauten 450 PS werden streng geheim gehalten. An dem im Lande des Dollars mit höchster Spannung erwarteten Rennen nehmen vier amerikanische, ein englischer und ein französischer Wagen teil; der Entscheidungstag ist auf den Februar angesetzt. T. UeDerraoende Qualil isi o Preis«: Coach 5pl. Sedan 5pl. Brougham 5pl. Phaeion 7pl. Sedan 7pl. Die VII. Coppa del Garda, welche am 7. und 8. Dezember zum Austrag gelangte, wurde durch die italienische Marke Lancia überlegen gewonnen. Massgebend war für dieses interessante Rennen mit vorwiegend touristischem ChaTarkter. die Zahl der startenden Wagen im Verhältnis derjenigen der ankommenden. Lancia gewann mit 25 startenden und 25 ankommenden Wagen. Strazza-, amf Lancia, erzielte überdies noch die beste Zeit aller Wagen auf der 125 km langen Strecke, eine Leistung, die den grossen Tagessieg der Turiner Marko vervollständigte. Klassement: 1. Lancia 1 (25 Startende, 25 Ankommende) ; 2. Chrysler (11 Startende, 11 Ankommende) ; 3. Biancbi (8 Startende, 8 Ankommende) ; 4. Alfa-Romeo (6 Startende. 6 Ankommende) ; 5. Citroen (6 Startende, 6 Ankommende). v. Der englische Rennfahrer Eldridge. der letztes Jahr auf der Autorennbahn von Montlhery schwer verunglückte, ist nun soweit hergestellt, dass er sich in absehbarer Zeit wieder vollständig seinem Sporte widmen kann. Seine Wagen werden inzwischen durch den Fahrer Keyson zu Wcltrekordversuchen verwendet. ' v Delage setzt im nächsten Jahre aus. Wie wir anlässlich des Austragas des Grossen Preises von England vermuteten, hat sich Delage nun endgültig entschlossen, sich a:n der nächsten Rennsaison nicht zu beteiligen. Vielleicht aber, dass die Delage-Werke doch einen der gefürchteten 1500 cem mit Robsrt Benoist zur Verfügung stellen... wenn sich der Weltchampion pro 1927 nicht — wie gemunkelt wird — endgültig vom Rennsport zurückzieht! v. Der A. C. von Rom hat am 16. Dezember unter reger Beteiligung der höchsten Persönlichkeiten sein neues Heim an der Via Gregoriana 54 eingeweiht. v Der neue «Deutsche Autoclub» .will für die Würde der Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold eintreten I Wie das « Berliner Tageblatt » erfährt, wurde ein neuer Automobil-Club in Deutschland gegründet, der in seinem Wappen die deutschen Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold trägt. In einem Autruf erklären die Gründer, dass alle Automobil-Clubs der Welt es als ihre erste Aufgabe betrachten, in ihren Clubwappen die Farben ihres Landes zu führen. Die deutschen Autoclubs hätten sich bisher dieser nationalen Pflicht entzogen. Der neue Club, der den tarnen € Deutscher Autoclub» führt, soll keine Kampforganisation gegenüber den bereits bestehenden Autoclubs darstellen, sondern lediglich die Forderung erfüllen, für die Würde der Reicbsfarben im In- und Ausland einzutreten. WAGF Eine grosse amerikanische Autostrasse. Präsident Coolidge hat ein Projekt einer grossen amerikanischen Autostrasse wieder aufgegriffen. Die Autostrasse soll im Norden defc Staates Maine beginnen und sich von der Mit Hilfe seiner glänzenden Eigenschaften beweist der neue Hudson-Super-Six seine Ueberlegenheit durch eine Serie uon Leistungen, die in ihrer Brillanz hoch über jeder Diskussion stehen. Die Basis dieser aussergeu>öhnlichen Leistungskraff des Hudson- Moiors ist eine Begleiterfindung zum Super-Six-Prinz'p, welche unausgenützte Hitze in Kraft ueouandelt. Diese beiden Erfindungen uereint, erzielen in der Krafterzeugung und Kraftübertragung eine Gesamtleistung, welche beispiellos dasteht. Der neue Hudson-Motor erzeugt uom Start an einen stetigen Fluss zäher Kraft, ähnlich der gewaltigen und zugleich elastischen Kraft der Dampfmaschine. Und doch ist diese Kraft, als sei sie lebendig — sofort reagiert sie auf die geringste Bewegung der Drossel. Dieser Motor uereint in Geschwindigkeit, Kraft und Leistung alle Vorteile der Hochdruckmaschine mit der weichen Elastizität des Niederdrucktyps. Fr. 11,350.- „ 13,250.- „ 14,230.- „ 14,000.- „ 15,850.- NEUES VOM eiMiflig Super~Six Grenze Kanadas bis nach Valparaiso in Chile hinunterziehen. Die Länge der Strassen soll etwa 12,000 km betragen. Sie wird zwölf Staaten der Union traversieren. Die Beschaffung der nötigen Kapitalien kann leicht durch amerikanische Finanzleute erfolgen, fit Besuch einer weifreisenden Autcmobilisfin in Zürich. Vor wenigen Taigen traf Frl.. Lial Wurmb, die Enkelin des bekannten Erbauers der österreichischen Alpenbahnen, auf ihrer Weltfalirt in Zürich ein. Die erst 18jährige Sportsdame ging eine bedeutende Wette ein, die vorgesehene Route von 100,000 km, welche sie durch mehrere Weltteile führen wird in spätestens einem Jahr zurückzulegen. Nachdem für die Ueberfahrt nach Amerika, Zeitverluste durch Reparaturen, Revisionen und event. Erkrankung der Fahrerin ca. 2 Monate als Zeitreserve in Abzug kommen, verbleiben zur Erledigung des Pensums 200 Tage, so dass die durchschnittliche Tagesleistung nicht weniger als 500 km betragen darf. Das Unternehmen wurde dem « feschen Wienerniadel > noch dadurch erschwert, dass sie die Mittel für die Fahrt und den Wagenunterhalt durch Filmvorführungen, Vorträge und journalistische Tätigkeit selbst erwerben muss, so dass die tägliche Aufgabe nach zurückgelegter Fahrt jeweilen noch nicht beendet ist. Bis jetzt wurden 30,000 km erledigt und geht die Fahrt nun über Frankreich. Spanien, Nordafrika., weiter. Die Wette hat in österreichischen Sport-skreisexi Interesse erwacki und stellten die Steyr-Werke Frl. Wurmb eines von den a-ueb bei uns wohlbekannten 8-PS-Modellen zur Verfügung. Wir hatten Gelegenheit uns mit der unternehmungslustigen Dame zu unterhalten und konnten uns davon überzeugen, dass die bisherigen Strapazen weder ihr, noch dem Wagen, etwas anhaien konnten. Sie rechnet bestimmt damit, bis Mitte September 1928 wieder in Wien zu sein, um den ausgesetzten Preis in Empfang nehmen zu können Ż. Zolländerungen für Autobestandteile In Deutschland in Aussicht. In der Sitzung vom 12. Dezember bat der Reichstag den Gesetzesentwurf über Zolländerungen für Automobilbestandteile dem handelspolitischen Ausschuss überwiesen. = Aus Industrie & Handel Die Simplex-Räder der Stahlwerke Fischer in Schaffhausen haben sich im ablaufenden Jahr wieder neue Gebiete erobert: In einer interessanten Zusammenstellung geben die Stahlwerke über die wichtigsten Eigenschaften dea ü.F.-Simplex-Rades Aufschluss unter Beifügung von zahlreichen Erfahrungen, welche die Kundschaft mit dem Rad im In- und Ausland gemacht hat; der Bericht einer Transport-Gesellschaft in Bolivien ruft geradezu Erstaunen hervor. Man macht eich hierzulande keine Vorstellung, wie in jenem süd-amerikanischen Gebiet die « Strassen > durch Sümpfe, Flüsse und Steinwildnis aussehen und welche ungeheuren Ansprüche an den Autobus, der bis auf 4300 Meter hinauf klettert and die 200 km lem» Strecke in 10—12 Stunden inruckleg*n mun, g°e*telk werden ; ohne da» Fischer-Rad wären derartig« P&rforce- Fahrtcn kaum durchzuführen. A Die Schweizerische Unfallversicherungs-Gcsellschafi in Winterthur hat ihren Geschäftsfreunden eine sinnige Gabe fürs neue Jahr gewidmet, nämlich einen kunstvoll .ausgearbeiteten Wandkalender, dessen Monatsblätter 12 Aquarelle des Winterthurer Landschaftsmalers J L. Aberli wiedergeben. Dieser Aberli war ein Künstler des 18. Jahrhunderts. Er wurde durch Rousseaus Schriften für feine Naturstimmung begeistert und war befähigt, sie mit künstlerischem Stift wiederzugeben. Prächtige zeitgenössische Landschaften aus allen Teilen unseres Landes zieren in zarten, duftigen Farben — den Original-Aquarellen in höchster Vollendung nachgebildet — die sympathische Neujahrsgabe. Der Automobilist hat im allgemeinen nicht gern mit der Vorsicherung zu tun; die Versicherungs- Momente sind für ihn mehr oder weniger kritischer Art, einmal geht's um den Geldbeutel, das andere Mal ist Leben und Gesundheit im Spiel. Dass nun die « Winterthurer > ihre Geschäftsfreunde in so aufmerksamer Weise ;v ihre unentbehrliche Existenz erinnert, ist eine besonders zarte Ausmünzung, des Satzes « Die Kunst in der Reklame >. A Der Unterhalt des Wagens im Winter. Der Winter stellt an den Automobilbetrieb vermehrte und erschwerte Anforderungen, die restlos gelöst werden müssen, wenn das Fahrzeuc auch in der kälteren Jahreszeit einen befriedigenden Dienst leisten soll... Es gibt allerdings eine ganze Reihe von Hilfsmitteln, die das Anlassen des kalten Motors erleichtern: Einspritzen von Petrol, Abachliessen der Luft durch die Starterklappen, Einfüllen von warmem Wasser, Vorwärmen des Motors durch Garageheizungen etc., aber wie viele Motorfahrer denken an. das Oel und seinen direkten Einfluss auf daa Anlassen bei kaltem Motor. In der Tat haien 9/10 der Automobilöle einen Gefrierpunkt um 0 Grad herum oder zwischen 0 Grad und —10 Grad, denn diese Paraffinöle erhärten sich bei niederer Temperatur und erhöhen ihre Klebrigkeit. Unter diesen Umständen kann das Oel von der Pumpe nicht mehr angesogen und umhergeschleudert werden, in der Folge leiden dann die Lager und bewegenden Teile unter einer unzureichenden Schmierung. Anderseits wird unter solchen Verhältnissen auch die Motorleistuns nachlassen und der Brennstoffkonsum steigen. Der Automobilist hat deshalb ein grosses Interesse daran, seinem Motor normale Betriebsbedingungen zu ermöglichen, um sich vor unliebsamen Zwischenfällen zu schützen, er wird also für den Winterbetrieb ein Oel wählen, das einen sehr niedrigen Gefrierpunkt hat Die Texaco-Motoren-Oele, Goldfarbe, erfüllen diese Bedingungen, denn sie sind aus Oelen mit einer naphtalinischen Basis gewonnen und enthalten beispielsweise keine Kohlenwasserstoffe, die sich bei —10 Grad verdicken. Das Oel garantiert auch während der grössten Kältewelle eine richtige Schmierung, da sein Gefrierpunkt zwischen —15 und —18 Grad liegt. Das Oel erlaubt dem Motor, bei jeder Temperatur sofort anzuspringen, dabei ist es ganz gleich, ob es sich um Pumpen- oder Tauchschmierung handelt. —0—'