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E_1927_Zeitung_Nr.100

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La cGorse e*f IWe t'u Grand Prix de France Grand Prix d'Espagne Grand Prix d'Italie Grand Prix d'Angleterre Grand Prix d'Europe CONCESSIONNAIRE POUR LA SUISSE: II taut vous en Souvenir avant de decider de votre choix ::: Albert GOY,Grand Sarap du Kürsaal. Geiieve AGENCEIS: LAUSANNE: Garage de l'Ours. BOHRBACH: Hans LANZ. VVERl»Oi\: L. SPAETH. BIEiMVE: V. ROSENBERGER. 9», m» d'lirWg. NfclJCHATEL: Alfred UORLN. Clo» Brechet, G. PORREJVTRUY: Luc BRO.SSARD. LA CHAUX-DE-FONDS: PKTKR & Co., S.A. BALK: SOLLER S. A.. Zwinserstrasse. 25. BEKKE: Grand Garage Monbtiou S. A. ZÜRICH: Gnst. BÄUERLELS,Waldmannstr.8. STANDARD MOTOR OIL aus der geeichten Literflasche wird überalt da verkauft, wo Ste dieses Schild sehen. Rieh- Uges Mass and stets gleich, bleibende Qualität getel der Bezug von STANDARD MOTOR OI L AUTOMOBIL-REVUE 1«27 Der Automobilaussenbandel der Schweiz im November 1927. Unvermeidlicher Rücksdi ae nadi den Rekordzahlen vom Die Entwicklung des schweizerischen Automobilaussenhandels im letzten Quartal 1927 wird hinsichtlich der Einfuhr völlig bestimmt durch die am 1. November in Kraft fiktofter. getretene Automobilzollerhöhung: Fr. 14,8 Millionen im Oktober, Fr. 3,7 Millionen im November. So wenigstens lauten die nackten Zahlen, während in Wirklichkeit die Diskrepanz noch viel stärker ist. Wenn im November 1927 598 Motorfahrzeuge im genannten Wert von Fr. 3,7 Millionen importiert wurden, so erfahren wir in einer Anmerkung des statistischen Monatsberichtes, dass davon 343 Stück im Wert von Fr. 2,756,656 schon im Monat Oktober zu den alten Ansätzen verzollt wurden, so dass also in runden Zahlen der Einfuhrwert des Oktobers Fr. 15,8 Millionen, der des Novembers eigentlich bloss Fr. 1,0 Mill. betrüge. Was zu erwarten war, ist also eingetreten, und es dürften wohl mehrere Monate vergehen, bis sich die Zollerhöhung für den Fiskus augenscheinlich auswirkt. Für die ersten zehn Monate 1927 war ein etwas höherer Einfuhrwert als für die ersten zehn Monate 1926 festzustellen, 71,6 gegen 71,4 Millionen Franken. Nachdem der Novemberwert von 1927 hinter dem von 1926 zurückgeblieben ist, steht der Einfuhrwert der ersten elf Monate 1927 (Fr. 75,4 Mill.) um Fr. 0,3 Mill. hinter dem der ersten elf Monate 1926 zurück. Es hat also nicht den Anschein, dass der volle Jahreswert von 1927 den des Rekordjahres 1926 (Fr. 80,3 Mill.) erreichen wird. Das Wunder müsste denn schon Ford vollbringen, falls die angekündigte Invasion der neuen Modelle noch im Dezember einen solchen Umfang erreichte, dass der letztjährige Dezemberwert um etwa eine'halbe Million überschritten würde. Man wird das in der Dezemberstatistik aus der den Vereinigten Staaten zukommenden Quote herauslesen können. Für die ersten elf Monaite 1927 lauten die Zahlen im Vergleich mit denen für dieselbe Periode von 1926 folgendermassen: Einfuhr Januar bis November. Einfuhr 1927 1926 ranuar—Oktober Fr. 71.677 695 Fr 71468.906 NWrnber Fr 3.774.845 Fr. 4.319.862 Januar—November Fr 75.452 540 .Fr 75.788.708 Abnahme der Einfuhr: Fr. 336.228. Ausfuhr Januar bis November. Ausfuhr 1927 1926 Januar—Oktober Fr. 8.573.280 Fr. 3.676.491 November Fr 600.567 Fr. 452.355 Januar—November Fr. 4.173.847 Fr. 4.128.846 Zunahme der Ausfuhr: Fr. 45.001. Betrachten wir den Aussenhandel des Monats November für sich allein, so ist die Einfuhr von 4,3 Millionen Fr. im Jahre 1926 auf 3,7 Millionen Franken im Jahre 1927, also um Fr. 0,6 Mill., zurückgegangen; nach der Stückzahl von 785 auf 598, also um 187 Stück. Die Ausfuhr dagegen ist von Fr. 452,000 auf 600,000 Franken, also um Fr. 148,000 gestiegen. Um dieses Gesamtbild zu erhalten, muss man die Einzelheiten aus acht getrennten Darstellungen der Monatsberichte zusammensuchen, eine gegenüber früher noch gesteigerte Kompliziertheit, die durch die neue Einteilung, im Anschluss an die Zollerhöhung bedingt wird. Wir haben nun zwei Kategorien für Motorräder, vier für Wagen und Chassis, eine für Karosserien, eine für Traktoren ohne Karosserie. Für die sechs letztgenannten wird ein Zusammenzug der Stückzahl, des Gewichtes und des Wertes im Vergleich mit den Ziffern des Vorjahres gemacht, dabei aber noch die Position 1914 h «Flugzeuge» mitgerechnet, so dass man diese bei der Berechnung für die Strassenfahrzeuge erst wieder ausscheiden muss. Es ist doch sehr zu bezweifeln, ob auch nur einem einzigen Benutzer der statistische Bericht mit dieser weitern Komplikation gedient ist. Damit die folgenden Tabellen für den Leser einen Sinn haben, müssen wir die genaue Kategorieneinteilung vorausschicken. Es werden jetzt unterschieden: a Motorzwei- und -dreiräder ohne Lederüberzng; b andere (also solche* mit Lederiiberzue): c Automobile und Chassis im Stückgewicht von wenieer als 800 ktr; d Automobile und Chassis im Stückeewicht von 800 bis und mit 1200 kg; e Automobile und Chassis im Stückgewicht von über 1200 bie und mit 1600 ks>: f Automobil und Chassis im Stückgewicht von mehr als 1600 ks: s Karosserien aller Art für Automobile; h Traktoren ohnp Karosserie Fassen wir sämtliche Gruppen zusammen. so ergibt sich für die Finfuhr folgendes Bild: Einfuhr im November 1927. Wert in Fr. Zusammen Deutschland a 5019 b 2.866 c 1.529 e 277 f 31.573 X 209 OÖsterreich a 650 d 28 ofa 18.005 26.945 Frankreich 12.583 b 131 cdofgacdefabcdofaofabcdfg 88 802 648.565 712.956 282 152. 3.328 Italien 390 47.706 143 850 91.460 37.817 Belgien 17.192 460 3.550 22 500 200 5.089 Holland 190 1.016 415 Großbritannien 85.282 1.035 68 5 358 5.030 150 Dänemark e 109 Vereinigte Staaten a 20.135 cdof 9.369 302.400 697.558 434.517 3 731 e 2.650 N° l(!0 45.628 1.748.517 321.223 48.991 1.621 06.923 109 h 1.470.360 November 1927 a 141.441 b 4.492 c—h 3.628.912 3.774.845 November 1926 a 168.279 b 10 288 c—h 4.141.295 4 319.862 Abnahme der Einfuhr 545.017 Alles ausser Rand und Band! An erster Stelle steht Frankreich vor den Vereinigten Staaten, England, Belgien, Oesterreich und Deutschland. In letzter Zeit war das Quartett U. S. A., Frankreich, Italien und Deutschland stets unser Grosslieferant gewesen und hat neun Zehntel bis 19 Zwanzigstel der importierten Fahrzeuge geliefert. Es hat keinen- Zweck, über diese Verschiebung Reflexionen zu machen. Wie schon oben erwähnt, entfallen fast drei Viertel des Importwerts eigentlich noch auf den Oktober sub beneficio der alten Zollansätze, und von dieser Vergünstigung scheint Frankreich jedenfalls am ausgiebigsten Gebrauch gemacht zu haben, während die U. S. A. nur hereinbringen konnten, was in europäischen Häfen lag. Wenn wir nicht in gewohnter Weise über das Betreffnis der einzelnen Kategorien im Vergleich zum Vorjahre berichten können, so rührt das von der neuen Kategorieneinteilung her. Die Motorradeinfuhr ist ziemlich gleichgeblieben. Die Ausiuhrbewegung lässt sich in folgender Aufstellung übersehen: Ausfuhr im November 1927. Wert in Fr. Zusammen Deutschland .. a 30 071 f a474 S 6.427 39.972 Oesterreich a 9 655 f 1.157 10.812 Frankreich a 5.571 f 2.494 8.065 Italien a 218 f 10.112 10.330 Belgien. a 50 f 60 110 Holland a 30 t 261 291 Grossbritannien a 2.210 f 58 057 60.267 Spanien a 1040 f 174.978 176018 Portugal f 348 348 Dänemark f 1.070 1.070 Polen f 95 95 Tschechoslowakei b 1.776 f 150 1.926 Ungarn f 1.446 1.446 Jusoslavien f 130 130 Niederländisch Indien f 1.110 1.110 Vereinigte Staaten f 26 26 Brasilien f 286 851 g 1.500 288.351 Bolivia f 26 26 Australischer Bund _f 174 174 November 1927 a 48.845 b 1776 f 542.019 S 7.S27 600.567 November 1926 a 19 467 b 3.000 c—h 429.888 452.355 Zunahme der Ausfuhr 148.212 Der beste Abnehmer war nicht, wie sonst in der Regel, Spanien, sondern Brasilien vor Spanien, beide mit Bezügen von mehr als Fr. 100,000. Es folgen England, Deutschland, Oesterreich und Italien mit Bezügen von mehr als Fr. 10.000. Erfreulich ist die anhaltende Steigerung der Motorradausfuhr. Elf Zwölftel des Exportes entfallen auf die Kategorie der Motorfahrzeuge von mehr als 1600 kg Gewicht. Nach der genauen Kategorieneinteilung lässt sich leider nicht mehr erkennen, wie stark dabei die Lastwagen einerseits, die Autobusse und Gesellschaftswagen anderseits vertreten sind. 0

N" 100 - TflZ? AUTOMOBIL-REVUE ZtlET F*äa^e Ueber das Verhalten des Fahrers bei Kreuzungen sind bis heute noch keine einheitlichen Regeln aufgestellt. Hier heisst es, der von rechts kommende Wagen habe den Vortritt, dort heisst es, der Wagen auf der Hauptstrasse habe das Vorrecht. Dass eine Einigung getroffen werden muss, liegt auf der Hand, und es zeigt sich, dass es höchste Zeit ist, eine feste Ordnung über das Kreuzen von Fahrzeugen aufzustellen. Der Entscheid ist nicht leicht. Beide obengenannten Kreuzungsregeln, im Extrem betrachtet, wirken grotesk. Die Vorschrift, dass der Wagen auf der Hauptstrasse den Vorzug hat, scheint gerechtfertigt und praktisch, solange der Unterschied zwischen Haupt- und Nebenstrasse in die Augen springend ist; sie wird sinnlos, wenn man in unbekannter Gegend eine Kreuzung zweier gleichwertiger Strassen vor sich hat, vielleicht noch bei Nacht und Nebel. Die Regel, dass dem von rechts kommenden Fahrzeug der Vortritt zu gewähren sei, hat für sich den Vorteil der Konsequenz und der Klarheit; man denke aber daran, dass für jeden in einer grossen Hauptstrasse Fahrenden jedes aus einem Seitensträsschen kommende Fahrzeug von rechts kommt und daher den Vorrang haben soll. Es entsteht das, was man nicht beabsichtigt: eine besonders starke Behinderung des Verkehrs auf der Hauptader durch die Nebenlinien. ra/f des Herr Ing. R. Geisshüsler, Mitglied des A-C.S. Lozero, sandte uns folgende, zur Lösung dea aktuellen Kreuzungsproblemes höchst wertvolle Anregung. Die Red. engert und die Nebenstrasse so stark verbreitert denken, dass sich die Rollen vertauschen, der möge sich an Hand der beigegebenen Skizze überzeugen, dass es eben doch nicht dasselbe ist, ob man dem von rechts oder dem von links kommenden Fahrzeug den Vortritt lässt. Wohl werden auch bei der Linksvorschrift die Wagen der Hauptader gehemmt werden, jedoch nur von solchen Wagen aus den Nebenstrassen, die die Hauptstrasse ganz durchqueren, was wohl die Minderzahl sein dürfte. Ausserdem tritt die Hemmung vor der Nebenstrasse und nicht erst auf derselben ein. Die in die Haupt- und in die Nebenstrassen abbiegenden Fahrzeuge sollen hier nicht besonders behandelt werden; sie bringen keine prinzipielle Aenderung in das System. Wo man rechts ausweicht, d. h. rechts fährt, da ist es also besser, dem von links kommenden Fahrzeug den Vortritt zu geben. Durch den Vortritt des von rechts kommenden Fahrzeuges wird der Kreuzungspunkt, das Verkehrszentrum, belastet und es entsteht dort eine Stauung. Durch den Vortritt des von links kommenden Fahrzeuges wird das Verkehrszentrum entlastet und die Stauung vom Zentrum weg an die Peripherie verlegt, was entschieden vorzuziehen ist. Die Wagen im Kreuzungsmittelpunkt haben stets freien Abzug. ///