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E_1928_Zeitung_Nr.003

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AUTOMOBIL-REVUE V):8 —

AUTOMOBIL-REVUE V):8 — N°3 Die internationalen Rekorde nadi Klassen (Fortsetzung) Rekordstrecke Marke und Bohrung z y || n der- ^ Durch- Stunden- ( 8 .8L =stehender Start) Datum Ort Fahrer Zvlinderzahl und Inhalt i 1 1 S^ fahrene mittel (1. = Tilegender Start) Zylinderzahl Hub Inhalt M M j Mt Distanz In km KLASSE D (Ober 2000 bis 3000 ccm) 1 Kilometer 1. . 6/8/27 Friboiirg Monberger Bugatti (8) 60x100 2.263 18 695 192.564 1 Meile I. ... 26/ 4/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 31 63 183.168 5 Kilometer 1. . 20/9/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 1 37 '09 185.394 5 Meilen 1. ... 20/ 9/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 2 36 73 184.828 10 Kilometer 1. . 20,9/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 3 15 46 184.180 10 Meilen l. . . . 20/9/27 Brooklands G. E. T; Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 5 16 09 183.290 1 Kilometer s. St. 26/4/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 31 26 115.163 1 Meile s. St. . . 26/4/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 44 30 * 130.781 50 Kilometer s. St. 24/5/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 17 25 00 172.248 50 Meilen s. St. . 24/5/27 Brooklands G. E. T. Eyston Bugatti (8) 60x100 2.263 27 54 34 173.012 100 Kilometer s. St. 16/7/27 Brooklands J. R. Cobb Vauxhaii (4) 85x132 2.996 33 33 31 178.810 100 Meilen s. St. . 16' 7/27 Brooklands J. R. Cobb Vauxhall (4) 85x132 2.996 53 41 15 179.861 600 Kilometer s. St. 28/ 4/26 Montlhery Clement et Barnato Bentley (4) 75.96x149.2 2.997 2 58 43 71 167.852 500 Meilen s. St. . 28/4/26 Montlhery Clement et Barnato Bentley (4) 75.96x149.2 2.997 4 50 15 92 166.323 1,000 Kilometers.St. 1—2/ 6/26 Montlhery Clement, Barnato et Duller Bentley (4) 75.96x149.2 2.997 0 07 52 12 163.101 1,000 Meilen s. St. . 1—2/6/26 Montlbery Clement, Barnato et Duller Bentley (4) 75.96x149.2 2.997 9 50 46 57 163.446 2,000 Kilometer s. St. 1/ 4/26 Monclhery Barnato, Clement et Benjafield ßentley (4) 75.96 X'49.2 2.997 12 23 54 04 161.311 2,000 Meilen s. St. . 21—22/9/5 Montlhery John Duff et W. Barnato Bentley (4) 75.96x149.2 2.997 21 05 25 39 152.613 3,000 Kilometers. St. 21—22/ 9/25 Montlhery John Duff et W Barnato Bentley (4) 75.96x149.2 2.997 19 39 07 16 152.656 3,000 Meilen s. St. . 5—6—7/7/26 Montlhery Miss V. Cordery, Bing, Cariand, M. Inviota (6) 72.52x120.2 2.979 41 39 15 53 115.906 Farlane, Moy et Mills 4,000 Kilometers. St. 5—6—7/7/26 Montlhery Miss V. Cordery, Bing, Cariand, Far- Inviota (6) 72.52x120.2 2.979 34 31 28 28 115.878 lane, Moy et Mills 4,000 Meilen s. St. . 5—6—7/7/26 Montlhery Miss V. Cordery, Bing, Cariand, Fax- Inviota (6) 72.52x120.2 2.979 65 15 05 48 116.510 lane, Moy et Mills 5,000 Kilometer s. St. 5—6—7/7/26 Montlh&y Miss V. Cordery, Bing, Cariand, Far- Inviota (6) 72.52x120.2 2.979 43 04 46 93 116.063 lane, Moy et Mills 6,000 Meilen s. St. . 5—6—7/7/26 Montlh6ry Miss V. Cordery, Bing, Cariand, Far- Inviota (6) 72.52x120.2 2.979 70 43 01 50 113.787 iane, Moy et Mills 10,000 Kilometers. St. 20/2/26 Monza Iliprandi, M. Danieli, T. Danieli et , O. M. (6) 64.99x100.8 2.003 94 19 45 40 106.011 Alberto Dosio Miss V. Cordery, A. Cushoan, L. L. 1 Ward, A. E. Mills, F. L. Garland, Inviota (6) 72.52x120.2 2.979 177 04 16 40 90.886 10,000 Meilen s. St. . 10—21/ S/26 Monza C. Hershaw. E. C. Hatcher, H. W. Moy, J. A. Bald, D.W. Brown, Dennis Goddard ' 15,000 Kilometers. St. 20/2/26 Monza Iliprandi, Piero, M. Danieli, T. Dani61i IO.M. (6) 64.99X100.8 2.003 144 49 00 00 103.579 S. Carnelli, A. Dosio | Miss V. Cordery, A. Cushuan, L. L. "| Ward, A. E. Mills, F. L. Garland, 15,000 Meilen S. St. . 10—21/3/26 Monza C. Hershaw, E. 0. Hatcher, H. W. f Inviota (6) 72.52X120.2 2.979 268 58 27 80 89.748 Moy, J. A. Bald, D.W. Brown, j

No3 — 1928 Schluss des Artikels: „Strasse u. Schiene' Haab delegierte Herrn Ing. Hunziker, Che des Technischen Dienstes am Eisenbahnde^ partement, als Repräsentanten im Schoss des Komitees. Das Komitee anerkannte dar auf einstimmig das Eisenbahndepartement al neues Mitglied und verdankte die in Aussicht gestellte wertvolle Mitarbeit Herrn Hunzikers. Es wurde beschlossen, auch mit Herrn Generaldirektor Schrafl von den S. B. B. in Verbindung zu treten. Die Frage der Zulas sung weiterer Interessengruppen wurde au eine spätere Sitzung verschoben. Die finanzielle Grundlage des Komitees ist soweit dies die Anfänge betrifft, durch der Beitrag von einem Rappen pro Kopf der au geschlossenen Vereine sichergestellt. Das Komitee einigte sich darauf, ein von der Strassenliga verschiedenes Programm zu verfolgen; es wird sich einzig und allein auf die Konflikte zwischen Strasse und Schiene im Sinne einer Behebung derselben beschränken. Ein Schreiben von Herrn Marzohl sichert die aktive Mitarbeit der Stras senliga zu. Die nächste Komiteesitzung wird in Bern, in den von der Sektion Bern des A. C. S. freundlichst zur Verfügung gestellten Räu men am 25. Januar stattfinden. Herr Hunzi ker wird an dieser Sitzung erstmals zugegen sein. Das Eisenbahndepartement hat durch Vermittlung von Herrn Hunziker dem Komitee ein vollständiges Verzeichnis aller Niveauübergänge der Schweiz und deren Signalisierung zugesichert. Die Abordnung Herrn Hunzikers, einer der kompetentesten Autoritäten im schweizerischen Eisenbahnwesen, als Mitarbeiter des Aktionskomitee * Strasse und Schiene » zeugt für das weitsehende Entgegenkommen und die Bedeutung, die das Eisenbahndepartement, und vor allem Herr Bundesrat Haab, den modernen Verkehrsfragen entgegenbringt. Herr Hunziker amtete bis zum letzten Jahre als Kassier der Sektion Bern des A. G. S. Er verfügt also neben giossem theoretischem und praktischem Wissen im Eisenbahnwesen über wertvolle Erfahrungen als Automobilist. Man wird nicht fehlgehen, •wenn man Herrn Hunziker mit der an die Aufhebung der Niveauübergänge bedingte Begünstigung in der Verteilung des Benzinzolles in Zusammenhang bringt. Ueberflüssig zu erwähnen, dass Herr Hunziker schon immer ein ganz besonderes Interesse für dio Signalisierung der Niveauübersänge bekundet hat. So wohnte er auch den interessanten Signalversuchen in Münchenbuchsee bei. In der Person Herrn Hunzikers hat das Komitee eine Kapazität erhalten, die alle Garantien für eine erfolgreiche Aktion bietet. Wir erlauben uns, den S.B.B, noch die Delegierung des Herrn von Werdi, des Oberingenieurs der Generaldirektion, vorzuschlagen. Der durch solche Persönlichkeiten geschaffene Kreis des Komitees « Strasse und Schiene » wird einer fruchtbaren und äohen Zukunft entgegengehen und trotz dem Berg ton Hindernissen seine schwere Aufgabe erfüllen zum Wohle der Allgemeinheit! d. v. Säle u First und der „weisse Stern" Eine alte Anregung wieder im Brennpunkt des Interesses. Schon seit Jahren gären in unserem Lande die Anfänge einer umfassenden Bewegung zur Selbstdisziplinierung des Strassenverkehrs. Dieser Tage ist der glimmende Funke in Lausanne zum Flackern gekommen und hat sich an der Idee einer Verkehrsregelung unter Fühlungnahme und dem gemeinsamen Vorgehen aller Strassenbenützer entzündet. Im Juni des Jahres 1925 hatte die «Automobil-Revue » in dieser Richtung bereits einen grossangelegten Vorstoss unternommen und die Organisation des «Wcissen Sternes» ansieregt. Die Spalten unseres Blattes brachten einen sorgfältig ausgearbeiteten Vorschlag. Der Gedanke einer moralischen Organisation zur Hebung der Verkehrssicherheit fand bei der obersten Landesbehörde freudige Aufnahme; nicht woniger als fünf Bundesräte beglückwünschton uns uorsönlich. Aber auch von den Kantonen, höchsten Magistraten und selbst vom Eidg. Polizei- und Justizdepartement erhielten wir begeisterte Zuschriften. Nur die Strassenbenülzor konnten sich noch nicht entschliessen, die Idee auf ihre Fahne zu schreiben. Inzwischen ist aber der Gedanke gereift; die gute Saat beginnt, nachdem sie in der fruchtbaren Erde der öffentlichen Meinung gekeimt, aufzugehen. Dies scheint uns der Augenblick, das, was wir damals angeregt, zu wiederholen: Wer kennt sie nicht, die sieben Aufrechten mit ihrem stolzen Fähnlein, in der herrlichen Novelle von Gottfried Keller? Und wem wird es nicht warm ums Herz, wenn er die prächtigen Worte gegenseitiger Solidarität liest, die der ehemalige zürcherische Staatsschreiber den sieben aufrechten Eidgenossen in den Mund legt, jenem Trüpplein von Alten und Jungen, die in einer wunderbaren Gemeinschaft des Geistes und der Tat ihre Ideale in eine neue Zeit tragen? In der Geschichte menschlicher Zivilisation braucht jede Bewegung solche Aufrechte. Und heute, da der Automobilismus die Welt erobert und eine grosse europäische Bewegung im Begriffe steht, ein weites Band gegenseitiger Hilfe und der bewussten Solidarität um ihn zu schlingen, brauchen wir sie wieder. Doch nennen wir sie die sieben Anständigen! Und sprechen wir in Anlehnung an das berühmte Gottfried Keller-Wort vom Fähnlein der sieben Anständigen! Es ist leider eine Tatsache, dass sich der [Automobilist in vielen Fällen noch nicht zum Bewusstsem seiner hohen Pflicht und Verantwortung hindurchgerungen hat. Die Klagen mangelnder gegenseitiger Hilfe, der Missachtung bestimmter Regeln und der fehlenden Rücksicht auf das Publikum wollen nicht verstummen. Der junge Automobilfahrer hat gewiss eine unendliche Freude am Führen seines Motors, er will die vielen Schönheiten des Autofahrens voll auskosten und vergisst dabei die Rücksichten, die er anderen und schliesslich auch sich selbst schuldig ist. Obwohl jeder Automobilist weiss, dass er selber zu jeder Stunde in die Lage dringender Hilfsbedürftigkeit kommen kann und ihm vereinzelte Fälle von der Masse in einer ungerechten Verallgemeinerung oft den schweren Vorwurf des Protzentums einbringen, fehlt es dem jungen Automobilismus vielfach noch an jenem Etwas, das ihm allein die Sympathie aller einzubringen vermag. Die Notwendigkeit dieser Menschlichkeit, der tiefen inneren Solidarität und Hilfsbereitschaft, ist auch vom letzten Führer eines modernen Verkehrsmittels, das sich trotz aller Hemmungen und Hindernisse durchgesetzt hat, zu verlangen. Dies alles wird immer mehr erkannt. Zur Durchsetzung dieser geistigen Einstellung, zur Propagierung dieser Ideen, sind in den ausländischen Staaten schon mächtige Feldzüge geführt worden. In England wurde * Safety First» propagiert, die Lehre des gesunden Menschenverstandes. Eine Gesellschaft organisiert Safety-First-Feldzüge, Zeitschriften erstehen, Plakate mit amerikanischer Aufmachung kleben überall und an jedem Verkehrspunkt zu Stadt und Land leuchtet «the red triangle», ein rotes Dreieck auf weisser Stange, als stetes Mahnzeichen. Aehnliches gibt es bereits in Belgien, wo die Besitzer von Autoapotheken an ihrem Auto durch ein bestimmtes Zeichen erkennbar sind, und in Frankreich schickt sich der Automobilismus an, für die gleiche Idee eine- mächtige Kampagne zu führen. Der grosse Pariser Kollege «l'Auto» eröffnete sie in diesem Frühjahr. Eine grosse Hilfsgemeinschaft der Automobilisten auf der Strasse soll erstehen, mit der moralischen Pflicht der Rücksicht auf jedermann. Kein Mitgliederbeitrag wird bezahlt, wer mit der «Assistance mutuelle des usagers de la route» (abgek. 1YA.») einverstanden ist, zahlt lediglich ein kleines Eintrittsgeld für ein Abzeichen, das an sichtbarer Stelle am Auto oder Motorrad zu fixieren ist. Ein kontinentaler Elan wird auch den Automobilismus anderer Staaten zu einem AUTOMOBIL-REVUE Das Abzeichen für Strassenselbstdiszipiin. gleichen Vorgehen und zur Durchführung der segensreichen Idee gegenseitiger Hilfe anspornen. Wollen wir in der Schweiz zurückstehen? Ist nicht gerade unser Land, das als Reise- und Touristenziel in seinen meisten Teilen einen immensen internationalen Autoverkehr besitzt, prädestiniert zur weiteren Propagierung dieser Idee? Der schweizerische Touring-Club hat die Durchführung in Frankreich seinerzeit sympathisch begrüsst und sich für seinen Teil bereit erklärt, für die betreffenden Ideen in der Schweiz einzustehen. Er stellt sich zur Uebernahme und Propagierung des in Frankreich eingeführten Systems «A» zur Verfügung, in Form eines den Mitgliedern ausgehändigten Fähnleins will er versuchen, in der Schweiz das gleiche System PÄCKAKD l'ARLSTuORATE ÄMEliiCAiNE Wählen Sie aus der eben eingetroffenen reichen Auswahl neuester Modelle: PACKARD SIX übertrifft in Qualität, Leistung und Eleganz jeden andern Wagen seiner Preislage. PACKARD EIGHT das schönste und beste Automobil der Welt. Werner •tisch ÜÄiDB'iell Best organisiertes Spezialgeschäft. «A> einzuführen. Seit Jahr und Tag wies auch die «Automobil-Revue» auf die Notwendigkeit solcher automobilistischen Bewegung hin. Sie darf für sich in Anspruch nehmen, mitgearbeitet zu haben an der Wegbereitung dessen, was nun werden soll. Um den notwendigen Schritt vorwärts zu tun, müssten konkrete Vorschläge zur Diskussion gestellt werden. Deshalb ist auch der Vorschlag des T. G. S. zu begrüssen, und in diesem Sinne fassen wir ihn auch auf. So anerkennenswert derselbe auch ist, so leben wir nun doch der Auffassung, dass die Organisation der Durchführung in der Schweiz aus Gründen, auf die wir in diesem Aufsatz noch zurückkommen werden, bei aller Unterstützung durch die in Frage stehenden Verbände eine andere Richtung einschlagen sollte und auf alle Fälle auf eine breitere Basis gestellt werden müsste, als dies bei Annahme der sonst gut gemeinten Vorschläge des T. G. S. der Fall wäre. Wir sind auch der Ansicht, dass die Durchführung in der Schweiz sich nicht nur auf eine Uebernahme des «A», die das spezifische Zeichen der französischen Automobilisten ist und kaum auf internationale Durchführung rechnen kann (weil die einzelnen Länder alle nach ihren besonderen Bedürfnissen vorgehen) beschränken darf, sondern den schweizerischen Verhältnissen angepasst werden sollte. Wir glauben auch, dass der T. G. S. die Richtigkeit solcher Erwägungen bei einer eingehenden Betrachtung der Sachlage und der sich hieraus ergebenden Notwendigkeiten anerkennen und selbst solche Erwägungen anstellen wird. In solchem Zusammenhange mögen auch unsere Ausführungen als weitere Vorschläge aufgefasst werden. Aus diesem Grunde richten wir an den schweizerischen Automobilismus den flammenden Appell zur Bildung eines « Weissen Sternes» als Organisationszeichen und als stetes Erkennungsmal gegenseitiger Hilfe und Sicherheit, als das Zeichen entschlossener Solidarität unter den Automobilfahrern, als äusseres Signum anständiger Gesinnung. Wir stehen auf dem Standpunkt, dass keine neue Organisation notwendig ist und dass es auch am vorteilhaftesten ist, wenn keine der bestehenden als Organisator mit festem Rahmen für die Durchführung des «Weissen Sternes» bestimmt wird. Es könnten sich sonst leicht Reibungen ergeben, mit dem Resultat, dass die Mitglieder anderer Organisationen und Vereinigungen abseits bleiben. Und doch handelt es sich darum, alle zu gewinnen! Aus den ersten sieben Anständigen, nach denen wir rufen, soll eine breite und weite Schar werden, entschlossen, dieser grossen Idee zum allgemeinen Durchbruch zu verhelfen. Notwendig ist lediglich eine Zentralstelle, die die Aufnahmen annimmt und die gegen eine kleine Entschädigung denjenigen, die sich zu den Prinzipien des «Weissen Sternes » zu verpflichten verbürgen, dieses Zeichen aushändigt. Wie soll dieses selbst aussehen? Wir schlagen einen weissen Stern auf rotem Grund vor, welch letzterer die Form eines Triangels hat und aus dessen Mitte der sechszackige weisse Stern hervorleuchtet. Dieses Abzeichen hat der Besitzer an gut sichtbarer Stelle seines Autos oder Motorrades anzuheften. Und in was sollen die Prinzipien des «Weissen Sternes» bestehen? Hier sind sie: 1. Absolut korrektes Fahren. 2. Alle Rücksichten sowohl gegen das Publikum 1 wie auch gegen andere Fahrer walten zu lassen. 3. Verpflichtung zu gegenseitiger Hilfe und Sorge und Hilfeleistung an Verunglückten und Opfern des Verkehrs. 4. Beteiligung am Kampfe gegen die Missbräuche, die dem Automobilisten auf dem Gebiet des Verkehrs zur Kenntnis gelangen. 5. Diejenigen, die sich solcher Missbräuche schuldig machen, auf die Folgen ihrer Handlungen mit aller Entschiedenheit aufmerksam zu machen und besonders schwere Fälle der Zentralstelle des «Weissen Sternes » mitzuteilen. Das ist es, was wir vorschlagen. Das Zeichen des weissen Sternes, das das Zeichen der tätigen Hilfe und des Bewusstseins anständiger Gesinnung ist, soll bald im ganzen Lande bekannt sein. Wir haben in unserem Lande Zehntausende von Automobilisten. Als wir vor wenigen Wochen zur Hilfeleistung für die Unglücklichen von Süs unsere Aufforderung ergehen Hessen, sind Tausende und Tausende unserem Appell mit freudigem Herzen gefolgt. Es war eine Ehrensammlung der Automobilisten unseres Landes. Wer wollte ihren Drang nach menschlicher Hilfe und die Anständigkeit ihrer Gesinnung bezweifeln? Solche Regungen brauchen nur geweckt und der Automobilismus seiner selbst und der Aufgaben, die er hat, bewusst zu werden. Und was er ist, das wage er auch zu scheinen. * * Das ist es, was wir damals anregten. Die Saf ety-First-Bewegung hat seither alle Länder mit beispiellosem Erfolge erfasst, reift immer mehr der Vollkommenheit entgegen. Nur wir in der Schweiz haben uns noch zu keinem geeinten Schritt aufgerafft. Die Lausanner Bewegung zeigt, dass wir dafür reif sind, die Unfallstatistiken beweisen, dass die Selbstdisziplinierung not tut. Vielleicht, dass diese Idee der moralischen Solidarität auch auf den kürzlich in der «A.-R.» angeregten Auto-Hilfsdienst bei Landeskatastrophen ausgedehnt werden könnte. Fügen wir bei, dass wir damals die praktische Verwirklichung der Organisation des «Weissen Sternes» unserem Mitarbeiter Herrn Rob. d'Everstag anvertraut hatten und dass er heute noch damit beauftragt ist.