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E_1928_Zeitung_Nr.003

E_1928_Zeitung_Nr.003

• Ein neuer

• Ein neuer automobilgewerblicher Beruf in England. London, Januar 1928. In den zahlreichen Vororten Londons, in welchen vorwiegend besser situierte Kreise niedergelassen sind, gibt es wohl wenig Familien, welche nicht über ihr eigenes Automobil verfügen. Die Wagen dienen vor allem den in der Metropole arbeitenden Familienmitgliedern als Verkehrsmittel, um zweimal täglich den Weg von und zum Geschäftshaus zurückzulegen. Die meisten dieser Automobilisten haben aber abends nach der Heimkehr wenig Lust, sich noch mit der Besorgung des Wagens mehr als gerade dringend notwendig ist abzugeben. Das Weekend dagegen ist für die sportliche Betätigung reserviert, so dass auch während jener Freizeit wenig Gelegenheit vorhanden ist. sich Reinigungsarbeiten zu widmen. Vielfach fehlen auch die Kenntnisse und das allernötigste Werkzeug und Hilfsmaterial. Manchen erscheint es zudem umständlich, nur wegen geringeren Arbeiten den Wagen einem Garagisten zu überlassen, und doch würde man gerne über ein stets sauberes imd fahrbereites Fahrzeug verfügen. Diese Umstände haben sich findige Handwerksleute zunutze gemacht und verfielen auf das ver-Zollwesen, entstand eine Opposition gegen die ternationalen Kommission für Verkehrswesen und altete System der Störarbeit. Sie besuchen in regelmässigen Zeitabständen, wöchentlich oder alle 14 Tage, ihre Kunden, bringen ihr eigenes Werkzeug mit und besorgen für den Eigentümer all die üblichen Reinigungs- und Instandstellungsarbeiten. Diese fahrenden Erwerbsleute konkurrenzieren die Garagisten nur teilweise, da die Mehrzahl von ihnen grössere Reparaturen und Revisionen nicht selbständig vornehmen, sondern alle umfangreicheren Arbeiten den dazu eingerichteten Garagen überlassen. Die Vertreter dieser modernen Gewerbegruppe rekrutieren sich meistenteils aus auseedienten Soldaten der englischen Armee, welche gute Dienstreferenzen besitzen. Es handelt sich vor allem um solche Leute, welche bei der Motorwagen- oder Fliegertruppe tätig waren und deshalb über mehrjährige praktische Kenntnisse und eine genügende technische Vorbildung verfügen. Um ihr Berufsansehen nicht zu diskreditieren, haben sich die Betreffenden bereits etwas zusammengeschlossen und lassen zweifelhafte Elemente nicht aufkommen. Die Idee fiel auf fruchtbaren Boden, und schon lassen sich manche Autobesitzer diese Annehmlichkeit zugute kommen. Die so auf der « Stör » arbeitenden Mechaniker sind gut beschäftigt und finden ein Techt befriedigendes Auskommen. Man nimmt an, dass ähnliche Berufsgruppen auch in andern Städten aufkommen und sich zu einer dauernden Institution entwickeln werden. Bi. Um das Touristikbureau der A. I. A.C.R. Ein internationales Bureau. In der offiziellen Zeitschrift des Automobil-Clubs von Italien finden sich interessante ergänzende Mitteilungen aus der Generalversammlung der A. I A. C. R.. die im letzton Herbst in Paris stattgefunden hatte. Wir wir seinerzeit berichteten, wurde von der Versammlung die Schaffung eines internationalen Touristikbureaus beschlossen. Wir geben die Vorschläge, die damals von der internationalen Touristikkommission ausgingen, in der Form wieder, wie sie die italienische offizielle Zeitschrift veröffentlicht: 1. Schaffung eines internationalen Touristikbureaus mit Sitz in Genf, geleitet von einem Generalsekretär. 2. Publikation einer Karte von Europa im Masstab von 1 2 Millionen mit Spezialkarten im Masstabe von 1 :500.000 für die Gebiete der Alpen, der Vogesen und der Pyrenäen. 3. Herausgabe eines Europaführers, der alle automobil-touristischen Informationen enthält, die gewöhnlich in den verschiedenen Jahrbüchern zu finden sind. 4. Veröffentlichung von Iüneraire-Mustern, die den nationalen Automobil-Clubs auf Verlangen gratis abzuliefern sind. Die Durchführung des Programmes verlangt in erster Linie die Schaffung eines internationalen Touristikbureaus in Genf und die Aeufnung eines Fonds von ca. 300.000 französischen Franken. Verschiedene Länder haben sich bereits mit Beträgen von 2000 Schweizerfranken verpflichtet. Ueber diesen Punkt entwickelte sich eine recht lebhafte Diskussion. Ausgehend vom belgischen Delegierten, Herrn Hansez, dem Präsident der in- Schaffung eines selbständigen Sekretariates für Touristik, das vom Sekretariat des A.I.A.C.R. losgelöst sein soll. Der Widerstand richtete sich auch gegen die Ueberbindung einer Verpflichtung an die nationalen Automobil-Clubs, an das neue Sekretariat, ausserhalb des regulären Budgets Beiträge leisten zu müssen. Trotz der starken Opposition gelangte die Versammlung zu folgenden Beschlüssen : a) Publikation eines Strassenführers, b) Publikation einer Europakarte 1 :2 Millionen ; b) Publikation von Itineraires. Die Schaffung eines internationalen Bureaus in Genf für die Dauer eines Jahres wurde angenommen und der Präsident der internationalen Touristikkommission beauftragt, an seine Spitze einen Leiter zu entsenden, der für ein Jahr für den Gang der Geschäfte im Bureau die Verantwortung zu tragen hat. Mam genehmigte schlussendlich die Bereitstellung eines Fonds von 50.000 Schweizerfranken zugunsten des neuen Bureaus, für welchen die Delegierten in der Versammlung die Verpflichtung für das Zustandekommen übernahmen. Die genaue Verteilung der Beitragsanteile wird erst später festgesetzt. Sie richtet sich nach der Entwicklung des Autotourismus und nach den Bewegungen der Zollpassierscheine in den betreffenden Ländern. fit. Winterliches Automobil-Bergrennen in San Martino di Casirozza. Am 26. Februar findet in San Marüno di Castrozza (dem bekannten Wintersportplatz in den Dolomiten) ein Bergronnen für Automobile und Motorräder über die Strecke von 15 km statt. Dieses Rennen, das international ausgeschrieben ist, wird sich aus dem Grunde besonders interessant gestalten, weil es das erste grosse Automobilrennen ist, welches im Winter im Hochgebirge ausgefahren wird. Der Grossteil der Rennstrecke bewegt sich zwischen bis zu 2 m hohen Schneemauern. Das Rennen wird eine starke internationale Beteiligung und beste Klasse von Fahrern aufweisen. AUTOMOBIL-REVUE — N"3 einer äusserst lebhaften Aufnahme begegnen. Dem um ca. 20.30 Uhr beginnenden Vortrag geht um 19.15 Uhr ein gemeinsames Nachtessen Der A. C. S. zieht um ! Ein Ereignis, das manvoraus. schon über ein Jahr voraussah, verwirklicht sich Erwähnt sei noch, dass die für den 26. Januar dieser Tage. Obwohl der Weg vom Gebäude Nr. 3 vorgesehene ausserordentliche Generalversammlung der Rue du Mont Blanc in Genf — das der A. C. S. auf Montag den 23. Januar, 20 Uhr, vorgeschoben..? bekanntlich verlassen muss — bis zum neuen Heim wurde. Sie findet im * Hotel St. Gotthard » in Zürich statt und sind folgende Traktanden vorge- in Nr. 16 derselben Strasse, an der Ecke der Rue Levrier, kein weiter ist, so bringt er doch verschiedene Veränderungen mit sich. Der Umzug des sehen : A. C. S. hat schon an der vielgenannten Churer 1. Protokoll der außerordentlichen Generalver* Tagung seine besondere Szene gehabt: Wie man Sammlung vom 10. November 1927, sich erinnern wird, wurde ausgerechnet zur selben 2. Bericht des Vorstandes übet die Generalversammlung des A.G.S. vom 18. Dezember 1927 Zeit auf dem Gebäude Rue Mont Blanc 16 eine Hypothek im Wert von 100 000 Fr. aufgenommen, in Ölten und Beschlussfassung über die Mitarbeit der Sektion Zürich des A.C.S, im Zen- deren Ratifizierung die Churer Versammlung verweigerte. Das Zentralkomitee 1 musste sich verpflichten, den Gegenwert nachzuweisen, was auch in Spozialkommissionen des A.C.S. tral- und Direktionsvorstand, sowie in dea OHen geschehen ist. Damit dürfte die Besitzungsfrage nach allerlei langwierigen Bemühuneen end- 3. Anregungen und Mitteilungen. —n. ' lich doch zum Guten gelöst sein, wofür besonderer Dank Herrn Zentralpräsident A. Dufour gebührt. Im neuen Heim des A. C. S. hatte die Sektion Genf des A. C. S., wie wir dereinst kurz erwähnten, ein touristisches Bureau eingerichtet, dessen Bedeutung aber die Grenzen eines Sektionsbureaus in Das Auto steigert die Besuchsziffern der Amen- Tat und Wahrheit längstens überschritten hat. Mit dem Einzug des A. C. S. verlässt nun die Sektion Genf ihre Räumlichkeiten, um, einem alten Wunsche gemäss, ebenfalls unter ein eigenes Dach zu kommen, um aber dann dort nur ein Triptyk-Bureau zu installieren. Das bis anhin durch Herrn Dr. Wehrli, Präsident der Sektion Genf und Generalsekretär des A. C. S., geleitete (und übrigens auch gegründete) touristische Bureau würde also demnach bedauerlicherweise aufgehoben. Immerhin ist zu hoffen, dass der A. C. S. sich in Anbetracht der grosszügigen Dienste, die Herr Dr. Wehrli als Leiter dieses Bureaus dem gesamten Club seieistet hat, sich dessen Mitarbeit in irgendeiner Form weiterhin sichern wird Die Sektion Genf ihrerseits schlägt ihr neues Heim in zentralster Lage der Stadt auf. Man hofft, dass die Umzugsarbeiten bis zum 30. Januar, dem Tag der Generalversammlung, beendet sein werden. Der Generalversammlung fällt besondere Bedeutung zu, stehen doch die Ausarbeitung der neuen Statuten in Harmonie mit den frischgebackenen Zentralstatuten, verschiedene Wahlen und die Neuwahl des Präsidenten sowie des Kassiers auf der Tagesordnung. Am 13. Januar findet ein Diner im Restaurant du Nord statt, woran sich die Vorführung einiger Filme aus der letzten schweizerischen Rennsaison anschliessen wird, die durch Herrn J. Decrauzat, Präsident der nationalen Sportkommission, erläutert werden. f. v Sektion Zürich des A. G. S. Es sei auch an dieser Stelle nochmals a-uf die Monatsversammlung der Sektion Zürich des A.C.S. vom nächsten Donnerstag den 12. Januar 1928 im « Grand Hotel Dolder» in Zürich aufmerksam gemacht. An dieser Versammlung wird Herr Präsident H. Wundorly-Volkacrt, Meilen, einen Lichtbildervortrag über « Von Wa-lrossen und weissen Bären, Jagden im nördlichen. Eismeer » halten, wodurch den Mitgliedern eine besondere Attraktion geboten wird. Die interessante Schilderung der Erlebnisse des Referenten in den unbekannten Polargegenden, sowie die zahlreichen Lichtbilder dürften überall kaner! Die grosszügigo Propaganda der europäischen Eisenbahnen, Reisebureaux und Schifffahrtslinien in ganz Amerika ist nicht ohne Erfolg geblieben : die Fremdensaison 1928 kündet einen Rekordbesuch amerikanischer Eurc-pareisender an. Von ganz ausserordentlichern Erfolg ist dio Propaganda gewisser Dampferlinien, welche die Mitnahme der Automobilo ermöglichen. Dadurch •wird es dem Amerikaner, der bekanntlich ein passionierter Automobilist ist, ermöglicht, ganz Europa in seinem eigenen Wagen zu bereisen. Diese durch weitestes Entgegenkommen gebotene einzigartige Gelegenheit wird für die Fremdenindustrie, vornehmlich dio schweizerische, von noch nicht abzuschätzenden Gewinn sein. Hoffen wir nur, dass man den amerikanischen Automobilisten auch in unserem Lande im ureigenen Interesse grösstes Entgegenkommen zeigt, auf dass sich das Schlagwort eines Amerikaners erneut bewahrheiten möge: Once in Europa — once in Switzerland ! v. Eine Ergänzung der Verordnung über das Strassenwesen hat der Kantonsrat von Schwyz im Dezember angenommen, welche bestimmt: < Jedes Fahrzeug, einschliesslich der Hand-i wagen, das auf öffentlichen Strassen verkehrt, muss nach Eintritt der Dämmerung beleuchtet sein. Als Beleuchtung sind für Fuhrwerke wenigstens eino gut sichtbare Laterne mit weissem Licht vom links und ein Schlusslicht vorgeschrieben. Bei Fuhrwerken von weniger als 7 Meter Gesamtlänge und wenn sie von hinten gut sichtbar ist. kana dieselbe Lichtquelle für das weisse Licht und für das rote Schlusssignal verwendet werden. Bei Langholz- oder andern Transporton von erosser Länge hat ein zweiter Begleiter das Fuhrwerk am Schluss durch eine Handlaterne zu sichern. Nichtbeachtung dieser Polizeivorschriften hat eine Busse von Fr. 5 bis Fr. 20 zur Folge, nebst persönlicher Haftbarkeit lt. Obligationonrecht » :-: Preins sur 4 roues, ap electriQue 12 polte, 4 amortisseurs empattement 2 m. 45, Pole 1,25 Prix du Chassis 13.900 fr. francais tooooocooooooooooooooooooooooooooooooorj Agences locbies disponibles, ßonnes conditions lOOOOOOOOOOOi 57 et 58, TERRASS1ERE AGENCE GENERALE TELEPHONE STAND 64.02 Lokaipenretun^en zu günstigen Bedingungen zu pergeben Q X OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO« BOWIFÜF, üürär Brennstolfzosolz in Eisenkonstrnktion und Mauerwerk, ein- und zweiteilig, teoersichtr, wet.erbesti.miig mit praktiscüen und leichtgeäenden Türen. Äusserst kurze Bauzeit. 0 Krause & Sohn, Eisenkonstruktion, Männedorf. Wellblech-Garagen für Autos u. Motorräder. 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An? 3 — 1Q9Ö Stvassensi^nal für Xfozw^a^un^en Seit einiger Zeit kann man auf unseren ist, bei richtiger Propoftionierung seine Wir- W AUS (JNS£EiEN%^—~~^ß -T^Z, Strassen Tafeln anzutreffen, die indemobli- kung nicht verfehlen dürfte. W jgy ^rv*» /cw mTfJzrti, mfrafäf gaten Verkehrsdreieck die Worte «Achtung: Wir sind begierig, die Ansicht unserer Le- \*_^W ^^j^^^J^^^WfMt' Ausfahrt!» tragen. DiePraxis des Fahrers hat ser in dieser Hinsicht kennen zu lernen und Um fl| e Eisenbahll£?