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E_1927_Zeitung_Nr.104

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Aus Industrie & Handel

Aus Industrie & Handel Auszüge aus dem Handelsregister. Nr. 288, 8. Dezember 1927. Merkur Auto-Ver- Irlebs A.-G. In Zürich. In ihrer außerordentlichen Generalversammlung vom 15. November haben die lA-ktionäre die Volleinzahlung ihres 100.000 Fr. betragenden Aktienkapitals konstatiert. Im fernem iwurtle die Erhöhung des Aktienkapitals auf 250.000 Franken beschlossen. Sodann wurden neue Gesell- •chaflsstatuten festgelegt. Ausser der Firma in deutscher Sprache bedient sich die Gesellschaft «uch der französischen Bezeichnung, lautend auf »Merkur, Societe de vente d'automobiles S. A. Zweck Sder Gesellschaft ist der Handel in Automobilen und j^utomobilbestandteilen, sowie der Betrieb einer Regiaraturwerkstätte. Die Organe der Gesellschaft sind: die Generalversammlung, der aus 3—5 Mitgliedern gestehende Verwaltungsrat, die Direktion und die JKontrollstelle. Erich Burgheimer ist aus dem Ver- •raltungsrat ausgetreten; dessen Unterschrift in dieser Eigenschaft wird anmiit gelöscht. Der Verwal- •tungsrat besteht zurzeit aus: Dr. Hans Weyermann, Rechtsanwalt, von und in Bern. Präsident, neu; Bali Thalmessinger, Kaufmann, württembergiseber ßtaatsangehöriger, in Friedrichshafen. Vizepräsident und Delegierter; Hermann Bugheimer. Kaufmann, *on und in Zürich (letztere beide bisherige Mitflieder), und Carlo Mayser, Kaufmann, von Mocogno. in Locarno (neu). Als Direktor ist gewählt. Erich Bugheimer, Kaufmann, von und in Zürich. Der Präsident, deT Vizepräsident-Delegierte und der Direktor führen rechtsverbindliche Unterschrift namens der Gesellschaft je durch Einzelzeichnung. Wilhelm. Klinger, von Gossau (St. Gallen), in •Zürich 4. und Bruno Picco. italienischer Staatsangehöriger, in Zürich 4. haben unter der Firma Klinger & Picco, in Zürich 5. eine Kollektivgesellechaft eingegangen. Automobil-ReparaturwerksläMe, Josephstrasse 200. Aus dem Verwaltungsrat der Aktiengesellschaft Automobilgesellschaft Hochwald A.-G.. mit Sitz in Hochwald ist Josef Vögeli ausgetreten; seine Zeichnungsberechtigung ist erloschen. Als neues Mitglied des Verwaltungsrates wurde gewählt: Emil Vogtli, Schreiner, von und in Hochwald. Die Verhalt ungs rate zeichnen kollektiv zu zweien. Die Kollektivgesellschaft unter der Firma Wipf & Ruh, Taxameter, in Schaff hausen hat sieb infolge Austrittes des Gesellschafters Arnold Ruh aufgelöst. Aktiven und Passiven gehen über an die Firma *Hans Wipf, Taxameter». Am 14 NovembeT wurde die Marmon-Automoklle Import Aktiengesellschaft (Societe Anonyme pour l'importation des Automobiles Marmon) konstituiert. Zweck der Gesellschaft ist der Handel in Automobilen und Betätigung in verwandten Branchen, besonders der Import und Verkauf von Marmon-Automobilen, Sitz der Gesellschaft ist Genf Das Aktienkapital beträgt 5000 Fr. Der Verwaltungtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern, heute aber aus den Mitgliedern Emile-Henri Reh, Bücherexperte in Genf und Charles Albert Huber, Garagiste in Aarau. Geschäftssitz: 12 Place de la Fusterie. Genf. Nr. 290, 10. Dezember 1927. Anton Steffen und Emil Steffen, wohnhaft In Luzerij. haben unter der Firma HIE, Steffen, in Luzern. ein« Kolleküvgesellschaft eingegangen, Autoreparaturwerkstätte. St, Kaxlietrasse Nr. 51. Die Firma Carl Staub, jun., in Thalwil. hat ihren Geschäftebetrieb reduziert und verzeigt ala Geschäftsnatur lediglich noch Autobetrieb. Nr. 293, 14. Dezember 1927. Inhaber der Firma- Ernst Schaffroth, in Dübendorf, ist Ernst Schaffroth. Generalvertretung der* Gardner-Automobile, Automobil-Handel und -Werkstätte. Zürichstr. 803. Die Kollektivgesellschaft unter der Firma Moser & Cie., mit Sitz in Langnau, hart sich aufgelöst. Aktiven und Passiven gehen auf die neu« Kommanditgesellschaft t Moser & Cie. » üher. Ernst Moser und Margaritha Moser, beide von Rüderswil und wohnhaft in Langmut, haben unter der Firma 1 Moser & Cie., mit Sitz in Langnau, eine Kommanditgesellschaft eingegangen, welche am heutigen Tage begonnen und Aktiven und Passiven der bisherigen Kollektivgesellschaft mit gleicher Firma übernommen hat Ernst Moser ist unbeschränkt haftender Gesellschafter; Margaritha Moser ist Kommanditärin mit dem Betrage von Fr. 10.000.—. Moiorwagendienst, Handel mit Motorfahrzeugen und Betrieb einer zudienenden Reparaturwerkstätte. Zusammenstoss zwischen Bahn und Auto. Letzter Tage ereignete sich auf der unübersichtlichen Strassenkurve bei Liebegg (Kanton Aargau) ein grösserer Unfall, der sehr leicht noch schwerere Dimensionen hätte annehmen können. Unseren Informationen zufolge lässt sich der Hergang des bedauerlichen Zwischenfalles wie folgt rekonstruieren: Ein Garagist aus Reinach fuhr in Begleitung eines Passagiers mit seinem Wagen in massigem Tempo, Richtung Aarau. Bei der erwähnten absolut unübersichtlichen Biegung bemerkte der Lenker einen herannahenden Zug der Wynentalbahn, deren Trace neben der sonst schon schmalen Strasse verläuft, und ausgerechnet in der gefährlichen Biegung kreuzt der Schienenstrang die Strasse. (Also eine in höchstem Masse verkehrsgefährdende Anlage.) Der Autolenker zeigte sich sofort als Herr der Situation und stoppte sein Fahrzeug augenblicklich ab. doch kam der Wagen infolge der glitschigen Strassenoberfläche ins Gleiten und rutschte gegen die Schiene. Auch in dem höchst kritischen Moment behielt der Führer seine Geistesgegenwart und schaltete rasch den Rückwärtsgang ein. Allein, das Züglein fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit auf das Auto zu und schob dieses noch ungefähr 25 bis 30 Meter rückwärts. Ein Mitfahrender erlitt durch den heftigen Anprall einen Schädelbruch Wollen S'e ohne Gefahr "m undurchsichtigsten Nebel fahren? Befestigen Sie an Ihren Autolampen die.. Einziger patentierter Apparat, der in den Londoner« Nebeln Beweise seiner Wirkung abgelegt hat- Warten Sie nicht einen tödlichen Unfall ab, bevor Sie sich die ROYAL DlSQUES,Pat., verschaffen, die für Ihre, sowie die Sicherheit anderer unentbehrlich sind. Verlangen Sie sie bei Ihrem Lieferanten. Es werden Agenten für alle Gebiete der Schweiz gesucht Auskünfte und Referenzen bei Royal Dispes, Bassin 4, Neue nimm Telephon 12.90 AUTOMOBIL-REVUE N» und musste sofort ins Spital Aarau überführt werden; der Chauffeur kam mit leichteren Verletzungen davon. Das Auto wurde arg demoliert. Natürlich fand dieser Unfall wieder unter dem Titel e Automobilunglück» in der Tagespresse Eingang; offensichtlich liegt aber die primäre Schuld eindeutig bei der Bahn und dem Zugführer. Hoffentlich zieht man massgebenden Ortes die Konsequenzen und veranlasst die Verlegung des Traces aus der unüberblickbaren Kurve. Das Lehrgeld ist nun schon teuer genug bezahlt! mo Wieder das unbeleuchtete Fuhrwerk! Letzter Tage, abends zwischen 5 und 6 Uhr, passierte bei Täuffelen ein Autounfall, der leicht schwerere Folgen hätte haben können. Ein von Täuffelen her in gemässigtem Tempo nach Biel fahrendes Auto sah sich etwas unterhalb der Strassenkurve zwischen Gerolfingen und Mörigen plötzlich einem ohne Licht daherkommenden Fuhrwerk gegenüber. Beim Ausweichen geriet der Autoführer zuviel rechts an das Strassenbord. Der Wagen kam ins Rutschen, überstürzte sich und blieb im Graben liegen. Feig und rücksichtslos machte sich der fehlbare Fuhrmann davon, ohne sich um den Verunfallten zu bekümmern. Diesem gelang es inzwischen, sich aus seiner unbequemen Lage zu befreien- Er holte in einem Bauernhaus Hilfe. Durch tatkräftiges Zugreifen einiger Automobilisten und Passanten gelang es, den Wagen auf die Strasse hmaufzubefördern, wo es sich herausstellte, dass abgesehen von einer zerbrochenen Scheibe, kein grösserer Sachschaden entstanden war. Der Autofahrer konnte seine Reise fortsetzen. Der besinnliche Bürger aber fragt sich, wie manches Unglück wohl noch passieren rrtuss, bis die bekanntlich schlecht unterhaltene und viel zu schmale Strasse. die ja auch von der Biel-Täuffelen-Ins-Bahn noch mitbenutzt wird, dem zunehmenden Verkehr entsprechend korrigiert und instandgestellt wird. Und man kann auch noch fragen, wie lange es noch dauern wird, bis ein eidgenössisches Verkehrsgesetz auch dem Fi/hrwerkverkehr die kleinsten Pflichten als Strassenbenützer auferlegt und damit endlich die be- cuia/xe KCIC devore la cöfe 59 mm 3t Une 10 cv vous passe en cote a grande allure pt parce qu'elle est munie de qui lui donne la souplesse d'une 6-cyhndres tous les avantages d'une grosse voiture et qui est la meilieur marche. rechtigten Klagen über schlafende Fuhrlente und unbeleuchtete Pferdegespanne einmal verstummen. J—J Automobilkontrollbureau in Oranbünden. Der Regierungsrat beschloss, als neue Atnwstelle eine kantonale Automobilkontroue zu schaffen. Die Organisation eines zentralen Amtes wurde notwendig durch die Zunahme des Motorfahrzeugverkehrs im Kanton und durch die Genehmigung des Strassengesetzes. In den Ausführungsbestimmungen zum Gesetz wurden der Verwaltung zahlreiche Aufgaben zugewiesen, welche diese auf die Dauer nur dann mit Erfolg bewältigen kann, wenn ein unabhängiges Bureau zu" deren Erledigung organisiert wird. Z. Strassenausbau im Innern bündnerischer Gemeinden. Die Automobilisten und Ortseinwohner werden beide mit Befriedigung davon Kenntnis nehmen, dass die Hauptstrassen im Innern der Gemeinden Thusis und Roveredo gepflastert werden. An die dadurch entstehenden Kosten gewährt der Regierungsrat einen kantonalen Beitrag. Der zunehmende Motorfahrzeug-Verkehr wird künftig in beiden Gemeinden reibungsloser und frei von jeder Staubbelästigung durchgeführt werden können. Z. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ein rührendes Höflichkeitsmanöver wird gegenwärtig um die viel umstrittene und in unsern Spalten eingehend besprochene Gandriastrasse geführt. Nach der Besichtigung des Geländes durch die Bundesräte Motta und Chuard kam der gesamte Bundesrat zum Schluss, dass das oberste Trasse (es handelt sich bekanntlich um drei Projekte; die unterste Variante kommt aber nicht mehr In Betracht!) jedem andern Projekt vorzuziehen sei — indessen, man wird sich auch mit der Ausführung des mittleren Projektes, das laut einem Beschluss vom tessinischen Grossen Rate bevorzugt wird, abfinden können. Aber auch die Tegsiner Regierung ist zum Entgegenkommen bereit, seit man das Gefühl habe, in der Wahl unbeeinflusst zu sein. Wenn sich die etwas langfädige Angelegenheit jetzt nur nicht noch aus lauter Entgegenkommen verzögert! xi. Brand bei Isotta-Fraschini in Mailand. Durch eine Feuersbrunst sind das Zeichenatelier und das LageT der grossen Auto-mobilfabrik Isotta-Fraschini zerstört worden. Kostbare Modelle und technische Zeichnungen sind verbrannt. Der Schaden soll eine halbe Million Lire betragen. , = Ecenom'e so la raouvelle culasse w Detmandetz un Agence exclusive pour la Suisse: Bnreans: Rue Leopold-Robert 76 Telephone 2.73 TPBS nomüreuses Piiissance Henry Ctaandj^ciBi BBBBBBBB@B9iraülfiQttaBBa na us CftälUSE de SG Atelier de montase: Rue des Cretets 92 et 92a Telephone 19.22 Gneises asences encore fi&res. Diesse F®nds • ippttminifliimiiinimra V„r\..„ SA BKEHHHJiKEiBnaBaJBnBaaEHiBOfanEsanaHBna

N° 104 II. Blatt BFRN 30 Dez. 1927 Das Basler Musikgehör ist bekanntlich besonders fein entwickelt. Wer dies nicht weiss, möge einmal an nächster Fastnacht die schweizerische Rhein-Metropole besu- Schen und die Virtuosität der Trommler bewundern. Etwas neueren Datums ist das Musikgehör der Basler Polizei. Artikel 31 des Konkordats, dem der löbllfche Kanton Baselstadt ebenfalls angehört, bestimmt, dass jeder Motorwagen mit einem Hörn von tiefem Tone versehen sein muss und dass der Gebrauch von Mundpfeifen, mehrtönigen Hupen und Sirenen ausserhaib von Ortschaften gestattet ist. Die Polizei der Stadt Basel scheint nun der Auffassung zu sein, dass ein «Hörn von tiefem Ton» einzig und allein eine Hupe mit Qummiball sein könne, eine Auffassung, mit der sie jedenfalls völlig vereinzelt dasteht. Das Konkordat schreibt die Konstruktion des in den Ortschaften zu verwendenden «Hornes mit tiefem Ton» nicht vor, es beschränkt sich vielmehr darauf zu bestimmen, dass es einen «tiefen Ton» haben müsse. Dieser «tiefe Ton» ist nun aber bei einer Menge heute u» Betriebe stehender elektrischer Signalapparate vorhanden. Die Automobile, welche noch mit dem alten Gummiballhorn versehen sind, dürften immer seltener werden. Alle andern Schweizer Behörden sowie das ganze Ausland machen nicht den fetnabgestimmten Unterschied zwischen dem »tiefen Ton», der sich als Folge des LuftdTuckes aus einem Gummiball auf einer Membrane auslöst, und dem «tiefen Tou», den ein elektrisches Signal hervorbringt; letzteres ist ausserhaib Basel-Stadt, wie gesagt, überall, ohne Ausnahme, anstandslos gestattet. Kein kantonaler Experte landauf, landab beanstandet ein elektrisches Signalhorn mit tiefem Ton, nirgends im Ausland erregt der Schweizer Fahrer mit «elektrischen Hörnern» Anstoss. Kommt aber ein Zürcher, Berner, Genfer oder Waadtländer ahnungslos mit seiner Normalhupe nach Basel, so riskiert er eine Busse; eine ganze Reihe derartiger Anzeigen sind bereits gemeldet worden. Wir sind der Auffassung, dass der Art. 31 sehr vernünftig ist; er verlangt ein Signal mit «tiefem Ton», damit nicht im städtischen Strassenverkehr ein Chaos von Lärminstrumenten zur Anwendung gelange. Neun Zehntel aller Autosignale entsprechen den Konkordatsanforderungen; sie besitzen jenen tiefen sonoren Klang, der seinen Zweck erfüllt, ohne störend aufzutreten. Viele Automobilisten haben sogar extra noch für den Stadtverkehr eine Sordine, welche den lauten Ton dämpft. Die Basler Verkehrsverbände sollten sich energisch dafür bemühen, dass das Musikverständnis ihrer Behörden sich mehr auf die normale Tonleiter einstellt. Das, was in der ganzen Eidgenossenschaft herum recht ist tmd im Ausland als gut und brauchbar befunden wird, könnte wohl auch den Baslern passen, sonst sieht die Sache nach Schikane, Willkür und Bussenjägerei aus. Basel mit seiner international bevorzugten Lage bewirbt sich mit Recht immer mehr um internationale Geltung; seine Ausstellungen und Messen für Verkehr und Wirtschaft sind vorbildlich. Man sollte derartige Bestrebungen nicht durch überflüssige Verkehrsschikanen trüben. A Ein Wagen von 1900, für ein Automobil gewiss ein patriarchalisches Alter, zirkuliert heute noch, wie auf unserem Bilde ersichtlich ist, in Paris. Es handelt sich um einen sogenannten gelungenen cKonstruktionsversuch> der Werke de Dion Bouton. Dieser automobilistische Greis ist Gegenstand des Erstaunens, aber auch des Gaudiums aller Passanten. Ob die Verkehrspolizei über diesen «neuen> Strassenbenützer besonders erbaut ist, sei dahingestellt... Uebrigens soll ein Amerikaner Frs. 30,000 für diesen alten Pionier unserer modernen Motorfahrzeugkultur geboten haben. Das Geschäft kam aber nicht zustande, da der heutige Besitzer des Wagens denselben dem Museum de la Voäture in Compiegne vermachen will. Die Auto-Hysterie. Knapp vor Monatsfrist brachten die Tageszeitungen die Meldung, dass in Basel in der Lindenhofstrasse ein Mann verletzt von der Strasse aufgelesen und in den Spital geschafft wurde. Der Verunglückte gab an, von einem Auto über den Haufen gefahren worden zu sein. Die Blätter ergänzten ihre Meldung durch dementsprechende Kommentare. Nun bringt aber die «National-Zeitung» Einzelheiten, die den ganzen Fall in ganz anderem Lichte erstehen lassen. Die Verschiedenartigkeit der Angaben des Verletzten Hessen berechtigte Zweifel aufkommen, die durch die Untersuchung der Kleider und laut dem gerichtsärztlichen Bericht, die körperlichen Verletzungen seien jedenfalls nur durch den Fall zu Boden entstanden, bekräftigt wurden. Die Schlussfolgerung ergab, dass der betreffende Fussgänger aus irgend einem andern Grunde umgefallen sein muss und die Bewusstlosigkeit sich erst nachträglich einstellte. Die Vermutung, dass der Verletzte an Hysterie leidet und sich zur Zeit des Unfalles in einem Dämmerznstand befand, lässt sich nicht von der Hand weisen, umsomehr, als diese Annahme durch die Tatsache, dass der Betreffende früher schon in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war, als erwiesen erachtet werden darf. Der vorliegende Fall erhellt neuerdings, mit welcher Vorsicht Zeitungsmeldungen dieser Art aufgenommen werden müssen. Wenn es auch schon leider geschehen ist, dass vereinzelte Automobilisten aus Feigheit, oder noch eher durch Kopflosigkeit, nach einem Ein Automobil von Anno dazumal ... das aber immer noch in Betrieb ist! \%^W$£&'* Der „Vis-a-vis", von "de Dion Bouton 1900 Das älteste Auto der Welt, das gegenwärtig noch im Betrieb steht, dürfte das Vehikel des Seelenhirten in der kleinen nordfranzösischen Gemeinde Belloy-St.-Leonard sein. Pfarrer Gavois erregte bei der Anschaffung seines ehrwürdigen Panhardwagens im Jahre 1891 kein geringes Erstaunen, umso mehr, als er dadurch seinen geistigen Stand mit einer seltenen Fortschrittlichkeit In Einklang brachte. lieber dreieinhalb Dezennien ist er nun seinem 1 PS, den er damals zu 1800 Franken zum Neidwesen seiner priestenichen Kollegen erstanden, treu geblieben. Auch die zahllosen Pannen, die er jedesmal selbst behob, haben ihn bis heute von der lustig lärmenden Rumpelmaschine nicht trennen können, mit der er die Seelen seiner weitverzweigten Gemeinde besucht. xi. IL Blatt BERN. 30 Dez. 1927 Unfall die Flucht ergriffen — Ereignisse, die das Gros der Automobilisten übrigens schärfstens verurteilt — so muss auf der andern Seite der Art und Weise, wie alles, was mit Strassenunfällen zusammenhängt, heute noch dem Automobilisten rücksichtslos zudiktiert wird, mit aller Entschiedenheit entgegengereten werden. Die Fälle, bei denen sich Fussjänger absichtlich der hohen Entschädigung willen, und erfrecht durch die Zuversicht, vor dem Richter Recht zu bekommen, absichtlich anfahren Hessen, haben uns gemahnt, die Objektivität» gewisser Unfallberichte mit igenen Augen anzusehen. Ein Kapitel, dem bei der Schaffung eines allgemeinen Verkehrsgesetzes grundlegende Bedeutung zufällt! V. Das Postauto passt sich dem Winter an ! Eine erfreuliche Tatsache in der Geschichte des schweizerischen Verkehrs ist die Crtahrung des Winterbetriebes im Postautodienst Wir haben darüber schon mehrmals berichtet. Die schweizerische Postverwaltung hat nun in den letzten Monaten für die technische Durchführung des Winterbetriebes folgende Fahrzeuge bereitgestellt: Eine Schneeschleudermaschine, sechs Pflugwagen, zehn Personenwagen mit Allwetterkarosserien und Raupenbandantrieben und zwei Gepäckcamkmetten. Die Personenwagen mit Raupenbandantrieben entsprechen den Fahrzeugen, wie sie bereits letztes Jahr im Dienste gestanden haben, mit Ausnahme der Abänderungen,- die am Antrieb und an den Bändern getroffen wurden- Die Personenwagen mit Normalantrieb dienen für den Stossverkehr auf vollständig gebahnter Strasse zwischen St. Moritz und Maloja. Die Postverwaltung leistet durch diese Versuche — im rühmlichen Gegensatz zu anderen Staatsbetrieben! — wertvolle Pionierarbeit für den Winterdienst durch Automobile. Wollten doch auch andere dieses Beispiel befolgen! go. Um die « rechtswidrige > Klausengebühr. Bekanntlich war seinerzeit von der staatsrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes in Aussicht gestellt worden, dass der Rekurs betreffend Klausengebühren noch vor Neujahr zur Erledigung gelangen werde. Eine neue Verzögerung ist nun dadurch eingetreten, dass das Bundesgericht beschlossen hat, vor Behandlung des Rekurses die Frage abzuklären und darüber die Meinung des Bundesrates einzuholen, ob die Entscheidung über die Verfassungswidrigkeit der beanstandeten Gebühren nicht der obersten administrativen Behörde zustehe. Die Frage ist zurzeit besonders aktuell, da die Vorlage über die Verteilung des Benzinzolles bei Erhebung von cbundesrechtswidrigen Gebühren» der Kantone die Berechtigung zum Bezüge des Zollanteiles ausschliesst Der Ständerat hat, wie wir bei der Behandlung des Benzinzolles darlegten, den gordischen Knoten damit durchhauen, dass er, aus richtiger Erkenntnis der heutigen Verkehrsverhältnisse, alle Durchgangsgebühren für den Autoverkehr untersagt, ohne auf ihre bundesrechtliche Zulässigkeit abzustellen. Würde der Entscheid des Ständerates durch den Nationalrat ratifiziert — woran heute wohl kaum zu zweifeln ist — und dadurch Gesetzeskraft erlangen, dann könnte der Rekurs als gegenstandslos abgeschrieben werden. Aufgehobene Vorschrift für Postautomobile. Die Oberpostdirektion teilt uns mit, dass nach einer Verfügung des Postdepartements vom 27. Dezember die Vorschrift, wonach im Winter die Postautomobile auf der Strecke St. Moritz-Maloia stets bergseits auszuweichen haben, aufgehoben worden ist. ne fera aussi plaisir que le pentomelre « INDI » & fr. 16.— au Heu de fr. 38.—% Cet Instrument, au möcanisnie de prteision et d'un fini exterieur Lrr6- prochable, non seulement contribue a l'embellissement de la planche de bord, znals en donnant au condueteur l'indication siacte du degrö des montees et des descentes, il lui procure la eatisfaction de conduire constamment au rögime le meilleur. , Menage votre töte, le moteur, les freins, le changement de vitesse. Ce prix de fr. 16.— (pour janvier seulement). franco remboursement, na ee reverra jamais pour un Instrument de cette valeur. Notice franco. wird soviel Freude bereiten wie der Sfelgungsmesser «INDI» zu Fr. 18.—« anstatt Fr. 38.—. 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