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E_1928_Zeitung_Nr.002

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1928 N»2 Bekommt Basel eine Verkehrskommission? Die Diskussion im Basler Pressverein Zufall war, der zur Nennung der Banken als über unsere Verkehrsverhältnisse hat end-Versuchshelfelich Klarheit darüber gebracht, wie die ver- Staatsbetrieben den Anfang machen? Aber führte; warum nicht bei den schiedenen Behörden und Interessentenkreise sich zu den Forderungen weitester leben zu sehr ineinander verflochten ist, als es ist zu bemerken, dass unser Wirtschafts- Kreise, die nicht zuletzt auch in der Presse dass solch verschiedene Arbeitszeiten neben- zu Wort gekommen sind, stellen. Sie war sozusagen eine Präliminarbesprechung der Verkehrskommission, an derem endlichen Zustandekommen wir auch trotz der ihr ungünstigen Stellungnahme des Vorstehers des Polizeidepartements noch glauben. Wir glauben daran, weil uns scheint, dass die Differenzen zwischen Regierungsrat Dr. Nieder- " hauser — dessen Voten eine Mittelstellung zwischen den modernen Anschauungen von Leutnant Sommer und den einer vergangenen Zeit angehörigen von Polizeinspektor Müller einnehmen — und den Sprechern der Verkehrskreise auf Missverständnisse zurückzuführen sind. Es sei dies an drei Beispielen gezeigt. Regierungsrat Dr. Niederhauser ist, wie auch wir, Gegner einer Kommissionsregiererei. Was wir wollen, ist nicht eine mit grossen Kompetenzen ausgestattete und entsprechend schwerfällige Kommission, sondern ein Bindeglied zwischen Oeffentlichkeit und Polizei, wo man in Ruhe und gegenseitigem «good will» sich über unsere Verkehrsnöte von Zeit zu Zeit ausspricht. Diese Kommission wird nicht nur der Verkehrspolizei Ratschläge zu geben haben, sondern wird auch ihrerseits die Beschwerden der Behörden den Verkehrskreisen zur Kenntnis bringen und versuchen, Abhilfe zu schaffen. Ein derartiger Einfluss, z. B. auf die in den Qubs organisierten Motorfahrer, ist nicht zu unterschätzen. Trotz der beachtenswerten Interpretation der betr. Konkordatsbestimrmmgen durch Leutnant Sommer, die nach übereinstimmender Ansicht zwar veraltet, aber nicht abgeändert sind, scheint es nicht möglich, die allgemeine Einführung des Schlusslichtes bei Motorrädern zu erzwingen. Wenn man aber zu den Clubs nicht in einem gewissermassen gespannten Verhältnis steht, sondern mit ihnen zusammenarbeitet, dann dürfte es ein Leichtes sein, dieselben zu veranlassen, diese Neuerung als obligatorisch für ihre Mitglieder zu erklären. Der Chef des Polizeidepartements hat sodann eine Besserung der Verkehrsverteilung vorgeschlagen. Es scheint uns, dass dieselbe — wiewohl wir sie ebenfalls für wünschenswert halten — sehr schwer durchführbar ist. Wir wollen annehmen, dass es ein einander ohne grössere Reibungen bestehen könnten. Zugegeben ist, dass die Verkehrsspitze in Basel nur eine Dauer von etwa zehn Minuten hat; aber diese Tatsache ist ohne grössere Bedeutung, weil die hauptsächlich davon betroffenen Punkte auch sonst unserem Verkehr Schwierigkeiten bieten. Schliesslich erwähnte Herr Dr. Niederhauser, dass die Polizei nicht zuviel reglementieren dürfe. Auch hierin gehen wir durchaus mit ihm einig; nur beurteilen wir den gegenwärtigen Zustand etwas anders. Wir behaupten, dass man heute vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen kann, dass wir in so vielen Gesetzen und Verordnungen zerstreute Bestimmungen haben, dass es für einen Laien schlechterdings unmöglich ist, sich hierin auszukeimen. Deswegen wüiiV sehen wir an Stelle der Reglementerei ein einfaches, klar umschriebenes Reglement für sämtliche Strassenbenützer (inkl. Fussgänger und Strassenbahnen!) das durch eine .einheitliche und umfassende Aufstellung von Verkehrstafeln ergänzt werden soll. So ergibt sich aus einer vorurteilslosen Prüfung, dass keinerlei Anlass vorliegt, Polizei und Verkehr hätten sich als Vertreter entgegengesetzter Interessen zu betrachten; ziehe man diese Konsequenz heraus und setzte man sich an einen Tisch zu gemeinsamer Beratung. Die Befürchtung, dass eine solche Kommission zu gross würde, scheint uns deshalb unbegründet, weil der Grossteil der privaten Interessenten in der Verkehrsliga eine Spitzenorganisation hat, die eine Einzelvertretung der diversen Sektionen erübrigt. Schliesslich ist auch nicht zu übersehen, dass aus diesen Kreisen, die mit der Verkehrsregelung anderer Städte, wie mit manchen speziellen Fragen der Basler Verhältnisse naturgemäss oft noch besser vet> traut sind als die Amtsstellen, die ihre Tätigkeit zumeist in den Bureaux zurückhält, wertvolle Anregungen kommen können. Zum Schluss noch einige wenige Worte über die Aufgabe der Presse. Man hat ihr vorgeworfen, sie kritisiere zuviel und zupft.' Wir können die Betroffenen versichern: Eis : ist kein Vergnügen, immer wieder dieselben Binsenwahrheiten zu verkünden. Wenn man von der Presse — mit Recht — erwartet, dass sie den Hauptanteil zur Erziehung des Publikums zur Strassendisziplin beiträgt, so muss man ihr auch das Recht zugestehen, eine solche Verkehrsregelung zu fordern, bei der Strassendisziplin möglich ist. Wie soll man z. B. die bei uns in einem Verkehrsfilm gezeigte Regel für das Ueberschreiten der Fahrbahn «Erst Augen links, dann Augen rechts!» propagieren, wenn selbst auf de« breitesten Strassen links vorgefahren werden darf? — Die Journalisten halten ihre Vorschläge nicht für alleinseligmachend und lassen sich gerne eines Bessern belehren; aber sie verlangen, dass man sich ernsthaft damit auseinandersetze. Wenn dies in Zukunft statt durch Zeitungspolemik durch Pressekonferenzen geschieht, so werden dies auch die Zeitungen begrüssen; damit wären «wir ja wiederum bei der Verkehrskommission angelangt, deren Schaffung damit als Kernpunkt unserer Diskussion zu bezeichnen ist. D.S. i Kesselstein Im Kühler. Im gewöhnlichen Brunnen- oder Quellwasser befinden sich gewesene mineralische Bestandteile in gelöstem Zustand, der sogenannte Kesselstein, welcher sich mit der Zeit in den Rohrleitungen, in den Wassermänteln der Zylinder oder Kühler selbst niedersetzt und dort eine feste, graue, steinhärte Kruste ansetzt. Der Kesselstein ist einerseits ein sehr schlechter Wärmeleiter, wodurch er die Kühlwirkung ganz ausserordentlich beeinträchtigt, und anderseits stört er in den Leitungen auch die ungehemmte Zirkulation des Wassers, so dass Motoren mit stark belegtem Kühlungssystem gern heiss werden und oft aus unerklärlicher Ursache zum «Kochen» kommen. Ein radikales Mittel zur Beseitigung dieses Uebelstandes existiert bis heute noch nicht, obschon sich die Dampfkesselingenieure, die unermüdlich gegen diesen Feind ankämpfen, sich seit Jahrzehnten mit dem Problem befassen, ohne dass es ihnen bis jetzt gelungen wäre, hier völlige Remedur zu schaffen. Wenn man die Leitungen des Kühlsystems periodisch mit einer gewöhnlichen Sodalösung durchspült, kann man die Kesselsteinbilduiig etwas beseitigen. Bei dieser' Prozedur sollte natürlich der Motor etwas laufen, damit die Lösung in alle Ecken gelangt, nachher ist der Kühler aber mit frischem Wasser gut durchzuspülen, da die Soda auf die Dauer das Metall angreifen würde. In stark kalkhaltigen Gegenden empfiehlt sich die Verwendung von Regenwasser oder gekochtem Wasser, welches — wie sich der Chemiker ausdrückt —weich ist, d.h. keinen Kalk enthält, o. Schützen des Relais vor Feuchtigkeit Bei vielen Wagen ist das Relais der Beleuchtungsdynamo an der dem Motor zugekehrten Seite der Spritzwand angeordnet. Trotzdem es oft mit einer Kapsel verschlossen ist, besteht dennoch die Möglichkeit, dass bei Fahrten, in strömendem Regen oder beim Waschen des Wagens Wasser in die Kontaktstellen tritt, wodurch leicht Störungen verursacht werden. Um diesem Uebel abzuhelfen ist es zweckmässig, oberhalb des Relais an der Spritzwand eine Blechrinne anzubringen, die alles zwischen Motor und Windschutzscheibe durchsickernde Wasser auffängt und an einer Stelle abtropfen lässt, wo es nicht mehr schadet. Unser Bild zeigt wie man mit einfachen Mitteln selbst eine solche Vorrichtung herstellen kann. se. Bücher und Zeitschriften Braunbecks « Motor» hat sich mit der Dezember- Nummor recht festlich präsentiert. Diese deutsche Zeitschrift hat infolge ihrer vornehmen, fachmännischen, insbesondere illustrativen Führung längst internationale Bedeutung gewonnen. Früher war der amerikanische «Motor» in dieser Richtung führend; seit einigen Jahren darf aber füglich behauptet werden, dass der in Berlin erscheinende «Motor >, von Gustav Braunbeck herausgegeben, nunmehr an die Spitze getreten ist. Hinsichtlich vornehmer Aufmachung, wohldurchdachtem, vielseitigem Text und erstklassiger Illustration ist dieses Blatt vorbildlich. Herr A. Saurwein, Zürich, hat die Vertretung des Blattes für die Schweiz inne. Thermoline minus 40° C Prospekte terlangen Tel. Uto 29.64 Das beste und billigste Kühlerwasser tut alle Zündmotoren, in aOsn Teilen absolut onachädlioh. Für Kuhierf Msnng von 15 Litt* Ft. 16.—. H.BRUNNER L ' ZÜRICH •••^•••••••••••••••••••H Automobil-Salon Genf 6-Plätzer. offen, 8/20 PS, nur 8. resp. 11 Steuer-PS, äusserst solid gebaut, auch für Lieferungszwecke geeignet, elektr. Licht und Anlasser Bosch, Ofacb bereift, tadellos erhalten, S Monate Garantie, 6867 Fr. 4500.— Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Zürich Baderierstrasse 119. — TeL Uto 1693. 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- 1928 AUTOMOBIL-REVUE 13 . Frage 6844. Ballonreifen. Zuschrift weitergeleitet. Frage 6658. Steigerung der Rasse. Ist eine äolcbe bei folgenden Verhältnissen möglich? Prinzipiell soll doch ein Motor 80/130. 14 HP., einen besetzten Wagen von ca. 1800 kg auch da mit dem dritten Gang heraufbringen, vto andere dies mit Leichtigkeit tun (z. B. Platte-Kirche Fluntern in Zürich) und auf der Ebene nicht erst durch «kitzeln» zum Anziehen, gebracht werden. Habe schon alle Düsenvariaüonen versucht: 110—120/85 verrusst die Kerzen, braucht zu viel Benzin (18—20 Liter) und ergibt nur wenig mehr Rasse. Sehr schönes Kerzenbild, ohne Rückschläge, gibt 115/80 (löi—16 Liter), 120/80 msst wieder und zieht nur wenig bosser an. Kolben und Ventile sind dicht; die Oelung funktioniert gut; die Uebcrsctzung ist verhältnismässig klein (Höchstgeschw. ca. 85 km); Kardan ist in Ordnung und die Räder laufen auf ausgezeichneten Kugellagern. Wo fehlts? Ist es möglich, dass der Vergaser (ein älteres Modell) die Zylinder zu wenig rasch und vernebelt füllt? Könnte eventuell der neue Zenith mit dem dreif. Lufttrichtcr abhelfen? Hat jemand eine entsprechende Erfahrung gemacht? M. A. inL. Antwort: Machen Sie noch einen Versuch mit einer grösseren Hauptdüse als Sie sie bisher ausprobiert haben, dafür aber einer kleineren Kompensatordüse. Die grössere Haruptdüse wird jedenfalls da-s Anziehvermögen des Wagens verbessern, wobei aber die kleine Kompenssrtordüse verhindert, dase der Motor bei höheren Tourenzahlen ein zu benzinreiches Gemisch bekommt. Der Benzinverbrauch soll durch diese Kombination nicht grösser werden als normal. Neben einer ungünstigen Vergasereinstellung können natürlich noch viele andere Sachen die Ursache der wirklich ungenügenden Motorleistung sein. Eine Kontrollo des Wagens ist aber zu ihrer Feststellung das einzig richtige. R. Frage 6659. Stärkemessung. Woleh ein Unterschied besteht zwischen den Ausdrücken: 1. Pferdekräfte am Rad gemessen: 2. Pferdekräfte am Motor gemessen: 3. Brems Pferdestärke. und auf welche Art wird jede dieser drei Arten berechnet? S. &, B. in S. Antwort: Die Stärke des Motors wird in der Fabrik auf dem Bremsstand gemessen, indem der laufende Motor dabei einfach abgebremst wird. Wie viel Kraft dazu erforderlich ist. das sind dio Bremspferde, die entweder in Kilogramm-Meter oder bei elektrischen Bremsen in Watt festgestellt werden. Viele Automobilfabriken verwenden hydraulische Bremsen, bei denen das Bremsprinzip das sleiehe ist. An den Hinterrädern des Wagens wird der Motor abgebremst, um den Kraftverlust festzustellen, der durch dio Reibungen in der Kraftübertragung und sonstige Verluste entsteht. Das Verfahren kann sich der gleichen Mittel bedienen wie beim Abbremsen des Motors allein. Der normale Kraftverlust eines Durchschnittsmotorwagens beträgt, wenn alles an ihm in Ordnung ist. ungefähr 10 bis 12%. Stark gebrauchte Fahrzeuge weisen einen Kraftverlust bis zu 20% auf. Vor etwa 30 Jahren betrug dieser Kraftverlust bei normalen Motorwagen noch 30%, um dann von Jahr zu Jahr durch die Verbesserungen so tief zu sinken. Besonders gepflegte Konstruktionen haben nur noch einen Kraftverlust von 1V< bis 8% bo. Frage 6660. Mercedes-Kompressormotor. Ich habe noch nie einen Mercedcs-Kompressormotor gesehen, zumal ich auf dem Lande wohne und nur selten in die Stadt komme. Der Motor interessiert mich aber söhr, und ich möchte gerne wissen, ob er komplizierter als andere Motoren ist und wie er eigentlich aussieht. Könnten Sie vielleicht gelegentlich eine Abbildung dieses Motors bringen ? Es sind noch andere Interessenten dafür hier. A. B. in J. Meroedes -Kompressormotor. Antwort: Wunschgemäss bilden wir hier einen Mercedes-Kompressormotorblock ab. aus welcher Abbildung Sie ersehen, dass der Motor durchaus nicht kompliziert ist und, abgesehen von seinem Kompressor, ganz das Aussehen eines normalen Motors hat. Der Kompressor ist vor dem Motor unterhalb des Ventilators an das Kurbelgehäuse angebaut und wird von der Kurbelwelle durch eine Kuppelung angetrieben, die ans- und einschaltbar ist. Unser Bild zeigt den Motor von der Auspuffseite. Die Ansaugleitung befindet sich also auf der anderen Seite, ist aber auch ebenso gen, mit Schleifen der Bremsen oder Nachzündung. Am Motor selber wurde nichts verstellt. W. K. in Z. Antwort: Ein 7 Steuer-PS-Wargen mit normaler offener Karosserie sollte nicht mehr als höchstens 10 Liter Benzin auf 100 km mittleren Geländes verbrauchen. Beträgt sein Verbrauch aber, wie Sie sagen, 15i Liter, so möchte man annehmen, dass es sich um einen schweren Wagen mit geschlossener Karosserie handelt, wenn am Motor alles in Ordnung ist. Leider haben Sie uns darüber keinen Aufschluss gegeben. Die Umstände, die einen übermässigen Benzinverbrauch herbeiführen, sind so zahlreich, dass wir sie hier vorerst nicht alle aufführen wollen, zumal der normale Oelverbrauch darauf schlicssen lässt, dass die Kolbenringe gut sitzen und Ihr Zylinder nicht unrund ist. Eine falsche Zünd- oder Ventileinstellungg wurden Sio ja auch am Erhitzen des Motors und an dessen geringer Kraft erkennen. Geschlossene Wagen sind, einfach wie die Auspuffleitunsr. te. Frage 6661. UebErm assiger Benzinverbrauch. Mein Wagen 7 PS, italienische Marke, verbraucht auf 100 km mehr als 15 Liter Brennstoff. Diese anormale Erscheinung wurde erst seit Juli 1927 festgestellt, als neue Leichtmetallkolben eingebaut wurden. Der Originalvergaser wurde durch einen solchen italienischer Provenienz ersetzt, aber infolge negativen Erfolges nahm ein französischer Vergaser den Platz desselben ein. Der Verbrauch blieb stets 15—17 Liter. Gusskolben wurden eingebaut, um zu kontrollieren, ob die Ahiminiumkoltoen an der Anormsiität schuldig seien. Der Benzinverbrauch vorgrösserte sich noch um 2 Liter. Der Oelverbrauch ist normal. Da ich mit diesem Wagen schon 50,000 Ion zurücklegte, kenne ich das ratjonelje Fahren, also nicht häufiges Fahren in kleinen Gänwenn sie von der Fabrik geliefert werden, häufig kleiner übersetzt als offene, so dass dadurch schon der Brennstoffverbrauch ein höherer wird, wozu noch das grössere Wagengewicht kommt. Endlich könnte noch ein aussergewöhnlicher Kraftverbrauch in der Kraftübertragung, d. h. im Wechselgetriebe und in der Hinterachse, der Grund zu hohem Benzinverbrauch sein. Dieser tritt auf bei verbogenen Wellen oder verschobenen Getriebe oder Hinterarchse. Teilen Sie uns also, bitte, noch mit, ob Ihr Wagen ein offener ist, was er wiegt, ob die Kompression des Motors eine gute ist und. wenn möglich, wie die Uebersetzung in der Hinterachse ist, z. B. 6 zu 1 oder 5 zu 1. bo. Juristischer Sprechsaal Anfrage 362. Unfall bei Passfährt. Ein Freund fragte mich letzten Sommer, ob ich bereit wäre, mit ihm zusammen eine Vergnügungsfahrt nach seiner Familie Sommeraufenthalt zu unternehmen und lud mich zugleich für einige Tage zu eich ein. Ich war im Besitze einer Fahrbewilligung und war schön seit einem Jahre auf verschiedenen gemieteten Wagen gefahren; m,ein Freund war Nichtfahrer.. Selbst besass ich keinen Wagen. Ich erklärte mich bereit, diese Passfahrt zu machen, vorausgesetzt, dass mir ein weiterer Freund von uns beiden seinen Wagen dazu zur Verfügung stellte. Wir fragten den Dritten, ob er seinen Wagen zu der genau beschriebenen Fahrt überlassen wolle. Er sagte nach Rücksprache mit seinem Bruder zu, und die Fahrt wurde bei aufheiterndem Wetter angetreten. Mein. Freund lud noch zwei Bekannte ein, mitzufahren, die ich nicht kannte. Mir war der Wagen bereits bekannt. Auf dem Pass kamen wir jedoch unerwartet in einen Schneesturm. Beim Hospiz war mein Freund auf meine Frage, ob wir weiter fahren sollten oder nicht auch meiner Meinung, weiterzufahren, um nicht eingeschneit zu werden, da dort kein Telephon war, womit wir die uns erwartenden Familien benachrichtigen hätten können. Eine uns nicht bekannte gefährliche Stelle verursachte durch Gleiten einen Unfall, bei dem die Karosserie Schaden nahm, der mit dem Anstrich ca. Fr. 1000 ausmachte. Der Wagenbesitzer verlangte eine Entschädigung oder Instandstellung des Wagens. Nun fragt es sich, wer die Reparaturkosten tragen soll, ob ich allein, zu zweit oder zu drltt. Da keiner von uns etwas verlangen will, was sich nicht gehört, ebenso nichts verweigern will, was sich gehört, bleiben uns folgende Fragen offen, die Sie vielleicht vom rechtlichen oder moralischen Standpunkte aus beantworten können. 1. Ist der Wagenbesitzer mitverantwortlich an dem Unfall, weil er die Schneeketten nicht im Wagen hatte, sondern in seinem Keller? 2. Soll der Fahrer allein die Kosten tragen, obwohl er nicht auf Bestellung gefahren ist und ohne Entgelt, sondern nur einen Freundschaftsdienst geleistet hat? 3. Sollen der Wagenbesitzer und die beiden Entlehnor die Kosten tragen? 4. Sollen nur die beiden Entlehner die Kosten tragen nnd in welchem Verhältnis? Der Initiant zur Fahrt hat ausdrücklich erklärt, dass der Fahrer nach seinem Ermessen keinen Fehler gemacht habe und langsam gefahren sei. M. M. Antwort: Es handelt sich hier um eine Gebrauchsleihe, indem Ihr Freund einem andern Freunde einen Wagen lieh, den Sie zu führen hatten. Durch die Gebrauchsleihe wird der Verleiher verpflichtet, dem Entlehner eine Sache zu unentgeltlichem Gebrauche zu überlassen, und der Entlehner dieselbe Sache nach gemachtem Gebrauch dem Verleiher zurückzugeben. Leidet nun die Sache an einem Mangel, hat der Entlehner selbstverständlich dafür aufzukommen. Primär haftet jedenfalls Ihr Freund, der Entlehner, für den Schaden. Wenn derselbe erklärt, dass Sie kein Verschulden trifft, so haftet der Entlehner allein für den Schaden. Der Verleiher wird dadurch, dass sich im Wagen keine Schneeketten befanden, jedenfalls nicht verantwortlich, denn wohl die wenigsten Passfahrer haben im Sommer Schneeketten bei sich. Am gerechtesten wäre wohl dio Lösung, wenn sämtliche Mitfahrenden sich in den Sehaden teilen würden. Wollen sie dies nicht, dann bleibt unzweifelhaft der Entlehner haftbar, der einerseits den Wagen geliehen und andererseits Sie mit der Führung desselben beauftragt hat. * ieferungs- und ast~Autos Neu und Occasion zu vorteilhaften Preisen! Stets auf Laßer. SOLLER A.-G.. BASEL Zwingerstrasse 25 — Verlangen Sie Offerten. — Tel. Safran 2700 Ballon auf satz mit Ciel ouvert oder mit festem Dach DAS HEUESTE UND KOMFORTABELSTE Garantie für absolute Stabilität. Kein Klappern — hermetisch abschhessend. — Ihr offener Wagen wird die angenehmste Limousine. Referenzen: Aus allen Gegenden der Schweiz. Karosseriewerke A. RUCKSTUHL Telephon 749 LUZERN Telephon 749 Spezialgeschäft für den Bau von Ballon-Aufsätzen Rasche Lieferung. — Konkurrenzlose Preis«. Zu kaufen gesucht: Hispano Suiza oder Isotta Fraschini Off. mit Preis u. ErsteUungsiahr unt.Chiff. 33566 an die Automobil-K«vue. Bern. 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