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E_1928_Zeitung_Nr.004

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Platzverhältnisse

Platzverhältnisse bringen werden, deutlich hervor. Einmal wird die Hauptinsel mit der Halle in die Mitte des Platzes verlegt, wodurch beidseitig der Tramgeleisc 7,5 m breite Fahrbahnen entstehen, welche für den tramfreien Verkehr reserviert bleiben. Die Kremfi AUTOMOBIL-REVUE irs — Die verkehrstechnische Modernisierung des Paradenlatzes in Zürich. lasse man nie zuviel Zeit verstreichen. Sie wissen z. das3 £ Die städtischen Behörden Zürichs sind im Begriff, einen grossen Schritt vorwärts zu machen in der Anpassung ihrer Strassen und Plätze an die veränderten Verkehrsbedingungen. Vor wenigen Tagen überwies der Stadtrat die Pläne und Kostenberechnungen zur Umgestaltung des Paradeplatzes an den Grossen Stadtrat, begleitet von einer ausführlichen Weisung, in welcher die dringende Notwendigkeit der vorgeschlagenen baulichen Veränderungen wohl begründet ist Wir hatten bereits Gelegenheit, im vergangenen Mai (Nr. 35 der « A. R. >) die Grundzüge des nunmehr ausgearbeiteten Projektes darzulegen, die im wesentlichen unverändert beibehalten wurden. Der Umbau wird mit einem minimalen Kostenaufwand zu Lasten des Baukontos durchgeführt werden können, da die Arbeiten in Verbindung mit der Er- in gegen den Bahnhof hin erhöhten. Der ?©• schlossene Bau der Wartehalle verunmb'glichte die Uebersicht über den ganzen Platz, und der darin untergebrachte Zeitungskiosk, die Telephon- und Abortanlage veranlassten neben dem tramfahrenden Publikum noch zahlreiche weitere Fitssgänger den Platz und damit die Fahrbahnen zu überqueren — alles Elemente, welche die Verkehrsabwicklung be~ deutend erschwerten. Aus der bildlichen Darstellung der zukünftigen Anlage gehen die hauptsächlichste« Aenderungen, welche eine Besserung der VerzDlohnla der Automobilbesitzer dar öohweli Die heutige Gestaltung des Paradeplatzes ... =+= 1928 Januar 31 Tage An diesem Tag hört unsere Lieferungsgarantie auf. =+= =+= neuerung der dortigen Geleisanlage der zung der Geleise wird nach der Rückseite Strassenbahn vorgenommen werden, für gegen den Bleicherweg zu verlegt, so dass welche deren Verwaltung selbständig aufzukommen hat. doppelten Ausfahrtsgeleisen auskommt und man gegen die Bahnhofstrasse hin mit zwei Das jetzige Geleisenetz der Strassenbahn, zudem eine Kreuzung derselben vermieden sowie die bisherige Aufteilung des Platzes wird. Dadurch wird auch genügend Raum selbst verunmöglichten eine hemmungslose frei, um beidseitig der in der Längsrichtung Verkehrsabwicklung sowohl auf dem Platze der Bahnhofstrasse führenden Tramlinie, Inselperrons zu erstellen. Durch diese wird als auch in den Zufahrtsstrassen, hauptsächlich aber in der Bahnhofstrasse! Durch die nicht nur die Bahnhofstrasse in zwei Fahrstreifen von je 5 m Breite unterteilt, sondern einseitige Lage der bestehenden Wartehalle im südlichen Teil des Platzareals wurden sie bilden auch gleichzeitig gesicherte Ausund Einsteigstellen für die Linie 10, deren zwei ganz ungleiche Fahrstreifen geschaffen, von welchen der nach dem Bleicherweg führende viel zu schmal bemessen war. In dem- werden. Die Geleise längs dem Zentralper- Haltestellen nunmehr dort zusammengelegt selben wurde der gewaltige Verkehr von Motorfahrzeugen und verschiedene stark fre- gegen die beiden Fahrbahnen im Platze abgeron sind durch langgezogene Verkehrsinseln quentierte Tramwaylinien zusammengepresst, trennt. Diese Refugien für die Fussgänger der noch dadurch gefährdet wurde, dass sich schmiegen sich der Geleiseführung eng an die Haltestelle der betreffenden Strassenbah- und weisen so den übrigen Verkehr in ganz Verzeichnis der Automobiibesltzer dop Sohweiz sniui Der neue utomoUi! - Kaicnisr hat wieder das frühere schmale Taschenformat. Preis für Abonnenten Fr. A.SO BERN In Zürich können Sie das Buch auf unserm Bureau Löwenstras se 51 abholen. Bücherzetiel. Senden Sie sofort per zum Abonnentenpreis Name: Ex. Rutomobil-Hslsoäer 1928 mit dem revidierten Verzeichnis der Personenwagenbesitzer • Ort u. Adresse:, Nachnahme _... ... und wie der Paradeplatz in Zukunft; aussehen wird! Die hauptsächlichsten Aenderungen, welche eine bedeutende Besserung der Platzverhältnisse bringen werden, gehen aus der Skizze deutlich hervor. Die Pteile zeigen die Richtung des Kreisel Verkehrs. übersichtlichkeit und der Ueberlastung des östlichen Platzareals waren die Haltestellen der einen Tramlinie (Nr. 10) sehr ungünstig gewählt, wobei die seewärts fahrenden Wagen bei ihrem Halt die Sicht auf die Einfahrt von der oberen Bahnhofstrasse zum Paradeplatz in der Richtung Bleicherweg versperrten, während die Wagen bei der zweiten Haltestelle die Stauung in der Strassenflucht nen in diesem engen Strassensektor befand. bestimmte Bahnen. Als weitere Stützpunkte Die Ausfahrt in die Bahnhofstrasse und derdes Passantenverkehrs und zur Bildung getrennter Fahrbahnen gegen den Talacker und Längsverkehr in dieser Hauptader waren enorm beengt durch die vom Paradeplatz die Poststrasse hin werden auch dort Inseln her einmündenden drei Doppelgeleise, wovon erstellt werden. zwei sich noch in dem besonders intensiv befahrenen Raum gegen die Bahnhofstrasse hin lem dem Bestreben des Fussgängers, eine Die Verkehrspolizei möchte damit vor al- kreuzten. Zur Vervollständigung der Un-Strassenkreuzung oder Platzanlage au! möglichst gestrecktem, direktem Wege zu überqueren, entgegenkommen. Durch den Inseleinbau wird das Verweilen der Passanten au! den Fahrbahnflächen auf ein Minimum reduziert, und da diese Perrons jeweilen die Abgrenzung zwischen den Streuen entgegengesetzter Fahrrichtung bilden, so braucht der Fussgänger auf einem Gang von einer Insel zur andern nur dem Fahrzeugverkehr, der

Wi — ms AUTOMOBTL-REVUE aus einer Richtung kommt, seine Aufmerksamkeit zu widmen. Die Polizei hofft airch dadurch die Passanten zu einer ständigen Be- 1 obachtung des Verkehrs zu erziehen. Die Trottoirrandsteine wurden so verlegt, dass eine möglichst ausgeglichene Breite der Fahrstreifen erzielt werden konnte. Bemer» kenswert ist insbesondere die Zurücksetzung des Trottoirs beim Gebäudekomplex rechts der Poststrasse um zirka 5 m, um für die Bahnhofstrasse den so dringend benötigten zweiten tramfreien Fahrstreifen zu erhalten. Die Randsteinbögen erfahren allseitig eine Abflachung, wodurch eine günstigere Ausfahrt vom Platz gegen die verschiedenen Strassen gewährleistet wird. Die Wartehalle im Zentrum des Platzes wird auf Antrag der Polizeibehörde nach allen Seiten hin offen bleiben, damit die Uebersicht über das gesamte Areal ungehindert ist. Die nämliche Instanz hat sich mit Recht für die Aufhebung der Telephon- und Toilettekabinen in diesem Bau eingesetzt. Leider schien es nicht möglich, diese anderswo unterzubringen, so dass auch künftighin eine unnötig gesteigerte Benutzung der Hauptinsel und damit eine unerfreulich starke Ueberquerimg der Fahrstreifen durch das Publikum bestehen bleibt. Entsprechend dem Antrag der Polizeiverwaltung wird eine besondere Markierung der Streifen, auf welchen die Fussgänger die Fahrbahn überqueren sollen, erfolgen. Man darf füglich gespannt sein, ob diese Massnahme, sofern mir auf den guten Willen abgestellt wird, zum erhofften Ergebnis führt. Wie wir vernehmen, steht diese Angelegenheit vorläufig noch zur Diskussion und ist von der Verkehrspolizei diesbezüglich noch kein endgültiger Entscheid gefällt worden. Es wird ein durchgehender Belag von Gussasphalt erstellt werden, dessen Oberfläche durch Beimengung von Sand rauh bleiben wird, wodurch sich die Gefahr des Gleitens der gummibereiften Fahrzeuge auf ein Minimum reduziert. Während der etwa drei Monate in Anspruch nehmenden Umbauperiode muss der Verkehr zum grossen Teil umgeleitet werden. Von diesen Massnahmen, auf welche wir später zurückkommen, werden allerdings einige Strassenbahnlinien nicht berührt, da diese nach wie vor, wenn auch auf teilweise provisorischen Geleisen, über den Platz führen. Die neue Platzanlage eignet sich zweifellos besser für den Kreiselverkehr, für dessen Durchführung nach dem Umbau die Polizei -bereits Dispositionen getroffen hat. Danach soll ein durchgehender Verkehr in der Flucht der Bahnhofstrasse nur während den ruhigeren Tageszeiten gestattet sein- Während den Stosszeiten wird der Verkehrsstrom aus der Richtung Bahnhof gegen den Bürkliplatz um die Zentralinsel geleitet. Diese Anordnung ist vorläufig nur temporär. Es besteht die Möglichkeit, dass der Kreisverkehr, zu dessen Ueberwachung übrigens zwei Verkehrspolizisten beauftragt werden, konsequent zu jeder Tageszeit durchgeführt wird. Das obige Projekt ist die Frucht langwieriger Vorstudien und gemeinsamer Beratungen durch das Bauamt, die Strassenbahnverwaltung und Polizeibehörde. Wenn die Lösung auch keine endgültige Klärung des Verkehrsproblemes an diesem stadtzürcherischen Verkehrsbrennpunkt gebracht hat, so wird sie doch auf Jahre hinaus den Anforderungen größtenteils genügen und kann als bemerkenswerter Fortschritt gegenüber dem heutigen Zustand gebucht werden! B. Um die Interessen der Westschweiz an einem schweizerischen Automobilstrassennetz wird sich in nächster Zeit ein Kampf entspinnen. Wir haben die interessanten Probleme des Automobil-Strassen-Baues nach verschiedenen Richtungen eingehend erörtert und auch erwähnt, dass nur durch eine sorgfältige Erfassung der Interessen aller Gaue der Schweiz rasch auf eine annehmbare Lösung hingearbeitet werden kann. Im Februar des vergangenen Jahres sandte die Sektion Waadtland an den Präsidenten des Regierungsrates des Kantons Waadtund an den Gemeindepräsidenten von Lausanne ein Schreiben, in dem schon damals um eine Vertretung der westschweizerischen Interessen ersucht wurde. Wir entnehmen demselben folgendes: «Wir fragen Sie am, ob für den Fall, dass der Kanton in der Studienkommission der Hafraba nicht vertreten ist, nicht doch kantonale Vertreter oder Vertreter der Stadt Lausanne an den Verhandlungen teilnehmen könnten. Es scheint uns, dass das Projekt des bernischen Baudeparrtementes (Lötschbergroute) besser den allgemein-schweizerischen Interessen dienen könnte, sowohl in •wirtschaftlicher als auch touristischer Beziehung! Das Gotthardprojekt würde sowohl die Zentralschweiz als auch die Westschweiz isolieren und dem internationalen Verkehr Hamburg—Mailand keine grossen Vorteile verschaffen, In absehbarer Zeit wird auch das Projekt einer Ost-Weststrasse auf den Plan treten, das Buchs öder St. Gallen via Bern mit Genf verbinden wird. Indem wir an eine Verwirklichung dieses Planes denken, müssen wir auch erwähnen, dass die Lötschbergroute in Verbindung mit diesem Trace bessere Dienste, touristischer und wirtschaftlicher Natur, leisten kann. Sollte der Kanton, in dieser Organisation nicht vertreten sein, möchten wir Ihnen die Wichtigkeit einer waadtländischen Vertretung durch dieses Schreiben dartun. Es ist allerdings bedauerlich, wenn schon heute der Gotthard gegen den Lötschberg ausgespielt würde, statt die Fra'go zuerst im allgemein schweizerischen Interesse zu prüfen.» lt. Um den A. C. S.-Beitrag. Ein Mitglied des A. C. S. schreibt uns: Wie kommt es, dass wir auch weiterhin 40 Fr. nach Genf einzuzahlen habon? Besitzen wir nicht seit dem 1. Januar 1928 neue Statuten, welche das Recht der Bestimmung der Beiträge und deren Verfügung den Sektionen zugestehen? Dass dio neuen Statuton in Kraft sind, ist richtig. Aber da man bereits im November 1937 mit der Erhebung der Beiträge pro 1028 begonnen hatte, war man genötigt, das alte System noch für ein -weiteres Jahr beizubehalten. — Die Oltener Statuten treten also erst 1929 vollständig in Kraft. + Der internationale Salon von New York (man verwechsle ihn nicht mit dem in diesem Monat stattfindenden Salon der amerikanischen Marken!), fand im Hotel Gomodoro (Statt und hat dieser Tage seine Tore geschlossen. Da den amerikanischen Konstrukteuren, die alle der «National Automobile Chamber of Commerce> angehören, verboten ist, am internationalen Salon persönlich auszustellen, lassen sie — um den Rank zu finden — ihre Wagen durch die Karosseriewerke ausstellen. Der New YorkeT Salon brachte keine epochemachenden Neuerungen, hielt also mit dem in gewissem Sinne «revolutionärem Pariser Salon keinen Vergleich aus. Die ausgestellten Wagen fielen durch Luxus und eine nicht abzuleugnende europäisch beeinflusste Eleganz auf. Sechs Nationen waren vertreten: Frankreich. Italien, Belgien, Deutschland, England und die Vereinigten Staaten. Bei den Innenausstattungen dominierten bunte Farben; die Schlangenhaut gab, wie in Paris, den Modeton an. Das Urteil über den letzten New Yorker Salon ist mit dem kurzen Satz gefällt: Mehr IAIXUS, Prunk und Schönheit als technische Sensationen! xi. Ein italienischer Automobilsalon. Die Union italienischer Automobilfabrikanten hat in ihrer letzten Versammlung, im vollen Einverständnis mit den grossen Turiner Fiatwerken, die Schaffung eines ausschliesslich italienischen Automobilsalons beschlossen. Dieser Beschluss ist für die italienische Autom.obilindustrie von eminenter Bedeutung, kommen ihr doch dadurch die Begünstigungen des internationa-len «Bureau Permanent» zu, was sowohl für die Entwicklung des nationalen Salons, als auch für die Beteiligung der italienischen Industrie an ausländischen Ausstellungen von bedeutsamem Vorteil ist. Ueber das Datum und den Ort des Salons ist noch nichts näheres bekannt. Mit dem laufenden Jahr wird aber noch nicht zu rechnen sein, da Italien bekanntlich vor Jahresschluss beschlossen hat, im Jahre 1928 keinen Salon zu organisieren, ein Beschluss, der noch nicht rückgängig gemacht worden ist. xi. Eine internationale Grossisten-Union. Die schweizerische Fahrrad-, Motorrad- und Automobil-Grossisten- und Fabrika-nten-Union hatte im Oktober 1927 die führenden Persönlichkeiten der korrespondierenden Verbände verschiedener Länder zu einer Zusammenkunft in Frankfurt eingeladen. Zweck der Tagung war die Prüfung der zu unternehmenden Schritte, um dem Grossisten die Ahsataorganisation zu erleichtern und alle der Branche schädlichen Einflüsse zu eliminieren. Die Versammlung, der mehrere ausländische Organisationen beiwohnten, äusserte den Wunsch, dass sich alle Grossisten nur bei den Fabrikanten eindecken sollen, die an diejenigen Händler liefern, welche von der Symdikalkammer als Grossisten anerkannt sind. Ein internationales Komitee wurde gebildet, bestehend aus den Herren Baumgartner (Schweiz), Präsident; Vincart (Belgien), Vizepräsident; Dr. B. Cohn (Deutschland); Watling (England) und Wynberg (Niederlande). Frankreich ist der Union ebenfalls beigetreten. Die nächste Tagung findet sehr wahrscheinlich in Brüssel startt. xi. EU USSTELLUNCEN JNTERESSANTES AUS ALLE* WELT NACHRICHT® Das Berner Dekret in Kraft getreten ! Wie wir vernehmen, hat das Bundesgericht gestern beschlossen, das Suspensionsgesuch, das mit dem Rekurse gegen das Berner Dekret eingereicht wurde, abzuweisen. Solche Suspensionen werden nur in ausserordentlichen Fällen bewilligt, die beim Berner Dekret nicht vorhanden seien; das Dekret trete deshalb in Kraft! = Eine Revision der Gütertarife der S. B. B. für 1929 in Aussicht. Die Bundesbahnen halten seit einiger Zeit eine Gütertarifreduktion in Vorbereitung. Die Reduktion soll sich besonders auf Distanzen unter 100 km erstrecken. IlW* Die Automobilkonkurrenz soll dazu den Ansporn gegeben haben. Das Mass der Reduktion und der Zeitpunkt des Inkrafttretens sind der weiteren Entwicklung der Finanzlage der S. B. B. unterworfen. Als frühester Zeitpunkt kann indessen das Jahr 1929 betrachtet werden. Die Ideen der Tarifreduktion worden, bevor der Verwaltungsrat Beschluss fasst, den massgfibenden wirtschaftlichen Verbänden zur Begutachtuns unterbreitet werden. = v rln? bl&ndßri nicht GARACE W^KZEUCEN CjM es eine fass&e ünfißdunq* uLrdgeJSon J%h(BrudppQ6{ßm. konischen ffakage chbdtd man nut: Ve'ilannenSit ffhespekk od&VcfölVuuip GENERAimTRETUHO FÜR DIE SCHWBZ ZÜRICH BERN GENF