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E_1927_Zeitung_Nr.102

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sondern 20 Jahre Velie

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Herr Geel (St. Gallen) unterbreitete den Voranschlag der Bundesbahnen und hob die langsam einsetzende Besserung der Lage hervor. Zur Zeit sei ein weitgehendes Projekt für den Taxabbau in Vorbereitung, welches zur Bekämpfung der Automobilkonkurrenz — ein in Ratsherrenkreisen immer noch mit besonderer Betonung ausgesprochenes Wort — beitragen werde. Auf acht bis zehn Millionen sollen sich die aus dem geplanten Taxabbau resultierenden Einnahmeverluste beziffern — das stellt an die Sparmassnahmen grosse Anforderungen! Der Beamtenapparat der Bundesbahnen darf aber noch ruhig vereinfacht werden, solange man sich bei den S. B. B. mit solchen Schildbürgerstücklein abgeben kann, wie mit dem dieser Tage in der gesamten Tagespresse zu einer seltsamen Berühmtheit gelangten neugeborenen Kalb! Herr Brügger (Graubünden) kritisierte, nachdem ohne weitere Diskussion Eintreten beschlossen worden war, die prachtvollen Hochbauten gewisser Bahnhöfe, wohl eine hübschere Zier für den betreffenden Ort, als für das Budget. Herr Winiger (Luzern) berührte die zweite Etappe des Elektritikationsprogramms. Bundesrat Haab gab ausserdem interessante Aufschlüsse über den Automobilbetrieb im Surbtal, für den vorzügliche Wagen in Auftrag gegeben worden seien. Die bisherigen Erfolge müssen als ausgezeichnet betrachtet werden! Dem Auto wohnt eine Ueberzeugungskraft inne, die jeden, der praktisch damit in Berührung kommt, für dessen eminenten Vorteil gewinnen muss. Der langatmige Surbtalstreit um den Entscheid «Bahn oder Auto» ist hiefür geradezu ein Schulbeispiel. v. Die Oberpostdirektion verteidigt das zollfreie Benzin! Wiederholt schon ist der eidgen. Postverwaltung in der Tages- und Kaninn Fachpresse der Vorwurf ungleicher Betriebsbedingungen durch die Befreiung vom Benzinzoll zum Vorwurf gemacht worden. In einer ausführlichen Zuschrift an den Verband schweiz. Motorlastwagenbesitzer stellt 8t. Gallen nun die Oberpostdirektion fest, dass das ttnuwa * H « von ihr benötigte Benzin bei der ddjen. Militärverwaltung bezogen werden muss. Dieses Benzin wird der Post nicht zum Ankaufspreis abgegeben, wie man dies allgemein anzunehmen scheint. Sie muss der Militärverwaltung in Form eines Preiszuschlages einen erheblichen Teil an die nicht geringen Kosten der Lagerung und Verwaltung der Benzinvorräte bezahlen. Dazu kommt, dass sie eigene Tankwagen und Transportgefässe anschaffen und unterhalten muss und die Speditionskosten des Benzins zwischen den Armeetanks und den Postgaragen zu tragen hat. Diese allein betrugen im Jahr 1926 rund 4,3 Prozent der Gesamtausgaben für Brennstoff. Die Postverwaltung macht weiter darauf aufmerksam, dass sie sich als weitaus grösster Benzinverbraucher des Landes, bei direktem Einkauf ganz erhebliche Vorteile gegenüber dem privaten Kleinbezüger sichern könnte. Werden alle diese Umstände in Berücksichtigung gezogen, so ergibt sich, daw die Postverwaltung für das zollfreie Benzin nahezu gleichviel bezahlen muss. wie wenn sie im freien Markt verzolltes und franko in den Tank der Garagen geliefertes Benzin kaufen würde. Endlich wird erwähnt, dass die Post Lasten tragen muss. die der private Motorfahrzeugbesitzer nicht kennt. Sie hat ferner an zahlreiche konzessionierte Automobilunternehmungen Defizitbeiträge auszurichten, damit diese überhaupt lebensfähig sind. Im* Jahre 1926 erreichten diese Beiträge die Summe von rund Franken 200.000.—. Die Ausführungen der Oberpostdirektion tragen gewichtige Argumente in den Streit um das zollfreie Benzin. Wir sind aber der Auffassung, dass sich auch in der Privatwirtschaft die Kostenberechnung für die Renzinbeschaffung anders stellt, als man gemeiniglich anzunehmen pflegt. Eine Gegenäiissenmg aus den Kreisen des Autogewerbes wäre von grossem Interesse. go. Weihnachtsstiramung bei der Sesa. In der Tagespresse macht dieser Tage folgende Notiz die Runde: In einer Sitzung des VerwaltunKsrates der Sesa wurde festgestellt, dass man sowohl in Kreisen der Camionneure und Spediteure, als auch in den übrigen schweizerischen Verkehrskreisen von der Tätigkeit der Sesa befriedigt ist. Es wurde sodann der Vertrag zwischen der Sesa und den übrigen schweizerischen Transportanstalten genehmigt Das klingt ja sehr friedlich und schön! Die Sesa hat ihre Lebensberechtigur.g erwiesen, aber gerade dadurch auch den Beweis für den Satz gebracht, den Ständerat Bolli diese Woche anlässlich seines Referates über die Verteilung des Benzinzolles prägte. Das Land, das sich dem Automobil nicht anpasst, gerät in Nachteil. Nun, wenn es die Sesa sagt, dürfte sich auch von Seiten der S. B. B. ein friedlicherer Ton nicht schlecht machen. Ein Neujahrswunsch, dem eine gewisse Berechtigung nicht abgesprochen werden darf. Die Sesa hat am 17. Dezember in Lyss eine neue Agentur eröffnet und den Camionnagedienst des Bahnhofs Herrn Fuhrhalter Fritz Bleuer übertragen. v. vnAssxviFmcFHn Eine besonders übersichtliche Stelle scheint sich am Stollenrain in Dornach bei der Kreuzung mit der neuen Landstrasse zu befinden. Letzten Sonntag knallten nämlich an dem erwähnten Punkte ein von Dornach kommendes Personenauto mit einem auf der neuen Landstrasse nach Basel fahrenden zweiten Personenauto zusammen. Wie es sich herausstellte, konnten sich die beiden Fahrer nicht sehen, da das mitten in der Kreuzung stehende Dornacher Tram jede Uebersicht verunmö'glichte. Ein Passagier des von Dornach kommenden Wagens wurde durch die Scheibe auf die Strasse geschleudert. Hat man beim Dornacher Tram von der ganzen Verkehrsregelung so wenig kapiert, dass man die Tramwagen ausgerechnet mitten in einer Kreuzung zum Halten bringen muss? Näheres über diese Frage zu erfahren, dürfte nicht uninteressant sein. xL Die Strasse Orsieres-Champex wird nächstes Frühjahr dem Verkehr geöffnet Brückenabsperrung. Wie uns der Oberingenieur des vierten Kreises mitteilt, wird die Aarebrücke tn Wangen a/A. wegen Belagserneuerung am 26., 27. und 28. Dezem« ber 1927 für jeden Verkehr gesperrt. :h Kontrollierte Stras^en Slrvck» zwisctwn Baut and Bin* leiden WaiuenBOTf ZttrchentruM, twlKhen Brnggon und Krlxun

- nn Erhebliche Gefährdung der Sicherheit des Strassenbahnverkehrs durch Autos. Im April ereignete sich in Basel an der Ecke Kiutlertrasse-Austrasse ein eigenartiger Zusamirienstoss zwischen einem Auto und einem Tram. Die «National-Zeitung» berichtet über den Hergang des Unglücks: Gegen 2 Uhr nachmittags steuerte der stadtkundige Chauffeur J. durch die Kütlistrasse einen Lieteruugswagen, beladen mit schweren Eisenstangen, die zirka zwei Meter über die j hintere Ladebrücke hinausragten, vorschriftswidrig auf der linken Strassenseite, in der Meinung, dadurch besser nach rechts in die Austrasse einbiegen zu können; dieses Manöver versperrte ihm jedoch den Ausblick nach dem Brausebad hin, so dass er den herannahenden Tramzug der Linie 6 erst erblickte, als er das Tramgeleise bereits kreuzte. Trotzdem er Vollgas gab und der Wagenführer sofort bremste, war der Zusammenstoss unvermeidlich: das Auto wurde vom Motorwagen erfasst, um 90 Grad gedreht und in dieser Lage ein paar Meter weit geschoben. Der Chauffeur konnte nicht verhindern, dass sein Wagen auf die linke Strassenseite abgedrängt wurde und dort einen in entgegengesetzter Richtung fahrender Velofahrer, einen älteren Lehrer, auf das Trottoir schleuderte. Der Radfahrer wurde zwischen Auto und Hausmauer eingeklemmt, er erlitt eine Verrenkung des Hüftgelenkes mit Absprengung eines Knochensplitters. Trotz dreimonatigem Spitalaufenthalt ist er heute noch nicht ganz wiederhergestellt, die gestellte Entschädigungsforderung von 1600 Fr. wird auf dem Zivilweg geltend gemacht. Sowohl das eidg. Justiz- und Polizeidepartement als auch die Bundesanwaltschaft erblickten im Verhalten des angeklagten Chauffeurs eine erhebliche Gefährdung der Sicherheit des Strassenbahnverkehrs und wiesen die hiesige Staatsanwaltschaft an, Klage zu erheben, während die B. St. B. die Frage der Erheblichkeit verneinten und lediglich eine Schadenersatzforderung von 87 Fr. für den am Motorwagen entstandenen leichten Schaden geltend machten. Der Verletzte stellte Strafantrag wegen fahrlässiger Körpefverletzun-g. Nach dem Gutachten Lt. Somtriers trägt der Angeklagte die Schuld am Unglück: 1. weil er links und 2. zu schnell (ca. 15 lern pro Stunde) fuhr und 3. das Geleise kreuzte, ohne sich zu überzeugen, ob die Fahrbahn frei war. Das Gericht verneinte die Klage der Erheblichkeit UIKI verurteilte den Angeklagten lediglich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Busse von 80 Fr. Ein anderer Fall lautet: Am 25. August versuchte der Angeklagte G. mit seinem Luxuswagen am Spalenring einen Richtung Kannenfeld fahrenden Möbelwagen, der von einem Traktor gezogen wurde, zu überholen. Als sich der Automobilist ungefähr auf gleicher Höhe mit dem Möbelwagen befand, schwenkte der Traktorführer plötzlich nach links ab. Um von dem schweren Möbelwagen nicht erdrückt zu werden, steuerte der Autofahrer seinerseits seine Limousine nach links — und kollidierte dabei mit einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Tramwagen, dessen Trittbrett verbogen wurden (Schaden 71 Fr.), weiter geschah nichts, denn sowohl der Tramwagen als auch das Luxusauto stoppten augenblicklich — nur der Möbelwagen fuhr fröhlich weiter. Wiederum hatten die Bundesbehörden den Fall wegen erheblicher Gefährdung den hiesigen Gerich- '' ten überwiesen, der Staatsanwalt hielt aber einen Notstand für vorliegend (der Automobilist handelte in unverschuldeter gefahrvoller Situation) und beantragte deshalb Freisprechung, welchen Antrag das Gericht bestätigte, indem es den Angeklagten kostenlos freisprach. In beiden Fällen zeigt sich das Bestreben des eidg. Justiz- und Polizeidepartementes, der Strassenbahn auf der Strasse ein Sonderrecht zu wahren, das früher einmal angebracht sein mochte, heute aber nicht mehr in gleichem Umfang geduldet werden darf! Der Spiess kann, wenn man die intensive Entwicklung des Strassenverkehrs der letzten Jahre berücksichtigt, mit Fug und Recht umgedreht werden. Denn die Strassenbahnen bilden mit ihrer starren Linienführung schon für die Automobilisten einer Stadt, vielmehr aber noch für den Stadtfremden eine ganz erhebliche Gefährdung. Jeder Autofahrer weiss ein Geschichtlein zu erzählen von einer unerfreulichen Ueberraschung durch einen Tramwagen. Es ist aber noch keinem eingefallen, aus diesem Grunde eine Strassenverwaitung wegen erheblicher Gefährdung der Sicherheit im Strassenverkehre einzuklagen. Die Klagen des Justiz- und Polizeidepartementes wegen erheblicher Gefährdung der Strassenbahnen dürften in diesen Fällen füglich unterbleiben! lt. Der schlafende Chauffeur von Sempach.» In letzter Zeit haben mehr als einmal Geschichten von schlafenden Chauffeuren die Runde durch einige Tageszeitungen gemacht. Wir haben es vermieden, nach jenen unglaubwürdigen Angaben die Meldung wiederzugeben und sind damals in unseren Vermutungen, es könne sich um eine Berichterstattung handein, die sich den Konsequenzen nicht voll bewusst oder tendenziös ist, nicht fehlgegangen. Der Autoschutzverband in Basel hat sich in verdienstvoller Weise um die Aufklärung der Angelegenheit von Sempach bemüht: Die Firma Odermatt & Cie. gibt eine Erklärung über den angeblich schlafenden Chauffeur von Sempacb ab: Der betreffende Autozus hatte eine Bemannung von zwei Chauffeuren Beide Führer hatten einen vollständigen Ruhelast (Sonntag) und einen ausgesprochen leichten Arbeitstag (Montag) hinter sich Am frühen Abend des Montag sind die Chauffeure mit ihrem Motorzua von Basel abgefahren und haben in einer Ortschaft oberhalb Liestal den Wagen eingestellt und sich zur Ruhe begeben. Einer Strassensperre wegen, welche einen Umweg von ca. 30 km bedingte, entschlossen sich die Fahrer zum baldigen Aufbruch in der Frühe des Dienstag, um angesichts der passierbaren schlechten und engen Fahrbahn Kollisionen mit andern Fahrzeugen zu vermeiden. Zur Verhütung von Zeitverlust tinterliessen die Chauffeure absichtlich die Benzinfassunj» an unserer Streckentankstelle, und setzten dafür die Benz:nre3erve ein. welche bis Luzern hätte reichen sollen Durch den abgefahrenen Umweg stellte sieb dsr Benzinverbrauch aber etwas höher als sie angenommen, und die Leute mussten bei Sempach-Neuenkirch gezwungenerweise nachfassen. Nachdem der Wagen vorschriftsgemäss nach der rechten Strassenseite gestellt, die Ladung, alle Lichter und Bremsen kontrollier! waren, begab sich der eine Chauffeur nach der nächsten Tankstation. Sein Kamerad setzte sich nichts Böses ahnend, harmlos auf den Führersitz und nickte, weil alles vollständig in Ordnung war für wenige Augenblicke ein. In diesem Momente muss der Ankläger am Wagen vorbeigegangen sein Der im Wagen befindliche Chauffeur glaubte, es sei sein Kamerad, der sich am Wagen mit der Ben zineinfüllung zu schaffen machte. Hätte der Chauffeur die leiseste Ahnung von dem. was vorging, gehabt, so hätte er sich nicht nach dem Führersitz begeben, sondern hätte Schildwacbe gestanden Dieser Sempacher-Fall ist schlechterdings 'nichts anderes als eine illoyale Handlung und unverantwortliche Entstellung der Wahrheit durch den Einsender. Die gleiche Firma war Gegenstand einer Anklage nach einem Verkehrszwischenfal! bei Reiden. Darüber äusserte sich die Firma mit folgenden Worten: Im weitern gehen wir eine Erklärung für den Fall auf der Strecke bei Reiden Der betreffende Wagen von uns war ebenfalls mit einem zuverlässigen Chauffeur besetzt. Dieser Chauffeur hat anno 1923 die Fahrprüfung gemacht und ist gelernter Mechaniker, sowie Militärchauffeur. Er hat bis heute noch keinerlei Busse und UnfaU gehabt; Dieser Mann fuhr am Montag den 21. November: zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags von Luzern herkommend auf der rechten Strassenseite. Richtung Reiden. Zwischen Dagmersellen und Reiden sah er auf der Strasse ein Mädchen im Alter von ca fünf Jahren, welches in entgegengesetzter Richtung ging und sich auf der andern Strassenseite befand. Wenige Meter vor dem Lastwagen begann das Kind zu laufen und kreuzte plötzlich die Strasse Der Chauffeur hatte die Geistesgegenwart, das Steuerrad auf die Seite zu werfen, um das Unglück zu verhüten. Zufälligerweise stand am selben Orte eine Telegraphenstange. welche dureb die starke Abschwenkung des Wagens angerannt wurde. Der Chauffeur hat sich also zur Verhütung eines Unglückes einwandfrei benommen und es ist eine gewissenlose Anschuldigung des Einsenders, wenn diesem Manne Unachtsamkeit oder Schlaf vorgeworfen wird Wir protestieren gegen die verleumderische Art des Einsrnders und erwähnen, das dieser Chauffeur ebenfalls vollständig ausgeruh war, denn tags zuvor war Sonntag. Das «Luzerner Tagblatt», dem wir diese Erwiderung der Firma (vermittelt durch den Autoschutzverband Basel) entnehmen, mach zu den beiden Fällen folgende Bemerkungen, die wir zusammenfassend wiedergeben: Wir hielten es für angezeigt, diese Erklärung von einigen unwesentlichen Kürzungen abgesehen im Wortlaut zu publizieren. Nach der plausiblen Darstellung, die hier gegeben wird, wickelten sich die beiden Fälle bedeutend harmloser ab. als sie in den fraglichen Pressenotizen geschildert worden waren. Im Falle von Reiden würde der Chauffeti sogar eine Auszeichnung und nicht eine Herunter machnng verdient haben, vorausgesetzt, dass der in der Erklärung enthaltene Tatbestand richtig ist. Den Einsender aus Sempach müssen wir allerdings gegen den Vorwurf der Gewissenlosigkei entschieden in Schutz nehmen. Er hat ganz ohn Zweifel in guten Treuen gehandelt. Es handelt sich um ednpn gewöhnlichen Bürger, der in früher Morgenstunde zufällig an diesem Lastwagen vorbei ging und dabei seine Beobachtungen anstellte, di er an sich richtig wiedergegeben hat, wenn anc die von ihm vermuteten Voraussetzungen z. T. of fenbaT unzutreffend waren. Wir halten dafür, dass Einsendungen obi ger Art immer Zweifel entgegengesetzt wer den müssen, da derartige Beschuldigungen die Stimmung der Oeffentlichkeit gegen da Auto aufhetzen helfen. Den Schaden muss in solchen Fällen das Autogewerbe tragen während der Berichterstatter, der sich seine Aufgabe nicht voll bewusst war, ungeschoren davonkommt. Es Ist zu wünschen, das solche Nachrichten zum voraus auf den Wahrheitsgehalt hin charakterisiert werden, so dass der Leser weiss. wieviel Bedeutung er der Meldung beizulegen hat. zo. AUTOMOBTL-REVUt AB LAGER lieferbar: COACH 5-Plätzer, 2 Türen SED AN 5-Plätzer, 4 Türen 2 inklusive fünffache 4-Plätzer, Bereitung Ufo-Garage Automobil A.-G. Tel. 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