Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1927_Zeitung_Nr.102

E_1927_Zeitung_Nr.102

%CRENZ- VFQKFHR Im

%CRENZ- VFQKFHR Im deutsch-schweizerischen Grenzverkehr Sind zurzeit verschiedene Probleme hängig, die autotouristisch von besonderem Interesse sind. So z. B. der längst projektierte Bau einer Rheinbrücke oberhalb Waldshut bei Koblenz. Sowohl auf Aargauer als auf badischer Seite ist man sich über die Notwendigkeit dieser Verbindung längst einig, sie war schon vor dem Krieg geplant. Die Finanzierung auf Schweizerseite wäre sichergestellt; nur der badische Nachbar kommt nicht recht vom Fleck. Eine kürzlich in Karlsruhe von schweizerischen und badischen Interessenten geführte Verhandlung hat die Finanzierung auf badischer Seite noch nicht zuwege gebracht. Es besteht aber doch begründete Hoffnung, dass der Bau im nächsten Jahr beschlossen und hoffentlich auch — in Angriff genommen werden kann! Diese Brücke •würde den deutsch-schweizer Automobilverkehr nach der Zentralschweiz sammeln, sie käme besonders dem Verkehr Schwarzwald lind Mittelschweiz zu statten. Das nächste Problem auf der Tagesordnung 'des Automoibilverkehrs ist die Fähre von Ueberlingen nach Konstanz. Wer den Verkehr am Ueberlinger-Seezipfe] aus eigener Erfahrung etwas kennt, weiss, wie lästig diese 40—50 km Umweg sind, um von der Schweiz her über Konstanz ans jenseitige Seeufer zu gelangen. Die Strassen sind am den Ueber- Jiogersee herum lediglich auf Lokalverkehr zugeschnitten: eng, kurvenreich, bergauf, bergab, vielfach minderwertig und in schlechtem Zustand. Die Strecke kostet 1K—2 Stunden Zeitverlust Mit der beabsichtigten Fähre Würde der Seezipfel abgeschnitten. Ueberlingen und Konstanz nehmen wichtige Verkehrsstrassen auf, man käme mit dieser Fähre bedeutend rascher vom Fleck, die Fahrzeit würde etwa 20—25 Minuten betragen; die paar Mark für die Uebersetzung lohnten sich gewiss. !Kls drittes Problem taucht mm neuerdings ein neues Trajektschiff Friedrichshafen-Romanshorn auf. Die deutsche Reichsbahnverwaltumg will, wie wir bereits in Nummer 100 der « A. R.» ausführten, ein grosses Motorschiff in Dienst stellen, das hauptsächlich Personen- und Lastautomobile zwischen den beiden Uferstädten befördern soll. Dieser Plan kommt zweifellos einem starken Verkehrsbedürinis entgegen. Der Automobilverkehr von der deutschen Siidostecke. herüber nach der Schweiz wird je länger desto.mehr das langausgedehnte Seebecken als Verkehrshindernis empfinden. In Friedrichshafen laufen grosse Durchgangsstrassen von Ulm, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt etc. her an. Bisher musste der Bodensee bei Bregenz umfahren werden; abgesehen von der grossen Distanz bringt die Durchfahrt durch österreichisches Gebiet auch noch eine «langfädige » Grenzbehandlung für Fahrer und Fahrzeug. Mit dem neuen Trajektboot wird man inskünftig in einem halben Stündchen diesen umständlichen Grenzübertritt erledigen können, demnach würde die deutsche und schweizerische Zollerledigung an « Bord > und in aller Gemütlichkeit vor sich gehen. Beim Betreten des Ufers könnte sich der Fahrer sofort ans Lenkrad setzen und weiterfahren. Man rechnet mit einer Ueberfahrtstaxe von zirka 10 Reichsmark per Wagen, dazu kämen für die Bahn- bzw. Schiffsgesellschaft noch die Billetteinnahmen. Diese Hand-in-Hand-Arbeit zwischen Bahn und Auto, wie sie von der deutschen Reichsbahn geplant ist, dürfte mit der Zeit recht rentabel werden, Hunderte von Fahrern werden das Jahr hindurch von dieser abgekürzten Verbindung Gebrauch machen! Für den sommerlichen Week-End-Verkehr brächte dieser Bodenseeübergang eine lebhafte Verkehrszunahme, dadurch können zahlreiche deutsche Automobilisten vom jenseitigen Seeufer her einen grossen Teil der Ostschweiz, insbesondere das St. Galler-, Appenzeller- und Glarner-Bergland über den Sonntag besuchen. Bei dem jetzigen grossen Umweg um den See herum ist dies nicht so einfach! P.Z. AUTOMOBIL-REVUE 1927 - N»10 2 Eine afrikanische Ueberlandstrasse Ceuta- Melilla für Automobile, welche durch die Spanier konstruiert worden ist, verbindet, durch das Riffgebiet führend, Ceuta (an der Meerenge von Gibraltar) mit Melilla- Die Strasse ist dem Verkehr übergeben worden und steht dem Automobilfahrer Tag und Nacht offen. Die Verkehrssicherheit darf ruhig derjenigen der zivilisierten Länder gleichgestellt werden. Eine Autofahrt erschliesst Naturschönheiten von seltenem Reiz: gebirgige Gegend mit schönen Wäldern, in den niedern Regionen Olivenhaine und Weinberge. Die Arbeiter für die Instandhaltung der Strasse — Berber — sind mit den modernsten Werkzeugen ausgerüstet, ein englischer Journalist, der diese mitten durch die ehemalige Kampfzone der erbitterten Riffkriege führende Strasse befuhr, erzählt, dass ihm'während der Nacht, acht Kilometer von der früheren Residenz Abd-El-Krims entfernt, ein Pneu geplatzt sei. Die Eingeborenen des nahen Ortes erhoben sich um 1 Uhr morgens von ihrem Nachtlager, um ihm Obdach und Tee anzubieten. xi. i Bücher und Zeitschriften ; Der neue «Stutz» stellt sich den Automobilisten soeben in hübscher Beschreibung vor, welche das Haus Schlotterbeck Basel- Zürich-Bern seinen Geschäftsfreunden zustellt. Der «Sicherheits-Stutz> ist in verschiedenen Typen in naturgetreuen Farben abgebildet, von der hochherrschaftlichen sieben plätzigen Sedan-Limousine bis zum rassigen zweiplätzigen Speedster sind alle Spielarten dieser amerikanischen Elite- Marke vertreten. Die technische Darstellung ist ebenfalls sehr sinnenfällig. Die wichtigsten Einzelheiten der Konstruktion, z. B. die Lagerung der Kurbelwelle, die Steuerung der verschiedenen Aggregate, wie Dynamo, Verteiler, Pumpen, Ventilator und Nockenwelle, die Veranschaulichung der Zentralschmierung, der Bremsen — all das ist überzeugend in Wort und Bild vorgeführt Wir haben schon vor Jahren, als dieser Amerikaner erstmals in der Schweiz auftauchte, behauptet, dass an diesem «Stutz» mancher hängen bleiben werde; dies hat sich buchstäblich erfüllt! Wer einmal zu diesem «Stutz» kommt, bleibt an ihm hängen, es bildet sich bei dem Besitzer die Erfahrungstatsache heraus, dass selten ein Wagen höhere technische und touristische Befriedigung bieten kann. A «Das ABC der Gesundheit». Von Dr. med." Krauthammer. Verlag der Hallwag A.-G., in Bern. Preis nur Fr. 6.—, Dieses stattliche Werk, das nahezu 400 Seiten umfasst und mit sehr vielen Abbildungen versehen ist, enthält alles, was der Mensch von seinem Körper, von den verschiedenen Krankheiten und ihren Symptomen, den Vorkehren und den Mitteln, um die Krankheiten zu bekämpfen, von der ersten Hilfe bei Unglücksfällen wissen muss Es muss als wirklich schweizerisches Volksbuch, das dem Wohl and der Gesundheit unseres Volkes wertvolle Dienste leistet, bewertet werden. Möge es überall Eingang finden, denn der kleine Preis sollte jeder Familie die Anschaffung dieses wertvollen Hausärztebuches ermöglichen. Es eignet eich auch vortrefflich als Festgeschenk. Zu beziehen ist es durch den Verlag HalTwae A.-G., in Bern. rh Herrn Jakobs Vaterfreuden an Weihnachten sind nicht alltäglicher Natur, denn er ist ein Mensch,' der weiss, was er will und der den Blick in die Zukunft gerichtet hat. Deshalb schenkt er seinem Sohne, wie seiner Tochter, die Grand'schen Sprachwerke «Französisch in 100 Stunden», oder «Englisch in 100 Stunden» oder «Italienisch in 100 Stunden», deren 8. Heft nun erschienen ist. Auch diese Fortsetzung der Grand'schen Selbstunterrichtswerke zeichnet sich in der Stoffauswahl durch sprudelnde Lebendigkeit aus, sodass es für Lernende ein wahrer Genuas ist, sieb mit der Lektüre dieser meisterhaft bearbeiteten Hefte'zu befassen, die durch graphische Mittel, durch Zusammen- oder Gegenüberstellung ähnlicher oder entgegengesetzter Fälle, durch gutgewählte Beispiele aus allen Gebieten der Kunst, des Verkehrs und Handels die Aufgabe — eine Fremdsprache durch eine gründliche, rasche, billige und auf die Praxis des Lebens gerichtete Art selbst zu erlernen — »ehr erleichtert Man verlange sofort ein Gratis-Probeheft durch den Verlag Hallwag A.-G. Bern, Der sparsame Unterhalt von Lastwagen durch eine rationelle Schmierung betitelt sieb eine von der « Mobiloil » herausgegebene Broschüre. Sie führt den Chauffeur des Camions an Hand eines äusserst lehrreichen Textes, der durch deutliche und instruktive Schnittzeichnungen illustriert ist, in die richtige und zweckmässige Behandlung seines Fahrzeuges durch rationelle Schmierung — ein Hauptpunkt im Unterhalt eines Wagens 1 — ein. In verschiedenen Kapiteln wird das Wesen und die Wichtigkeit der Schmierung, die Verwirklichung der richtigen Schmierung, die regelmässige Entleerung und die Verdünnung des Oeles behandelt. Spezielle Abschnitte orientieren uns weiter über die Schmierung des Getriebes, der Chassisgelenke und der Federn. In einer separaten Ausführung werden die Vorteile, wie verminderte Reparaturkosten, geringerer Zeitaufwand für den Unterhalt, bessere Ausnützung des Brennstoffes, geringere Investierung und Abschreibung, die aus einer rationellen Schmierung resultieren, in knappen Sätzen klar zusammengefasst Dem Büchlein ist als Anhang eine übersichtliche Schmiertabelle für Last- und Lieferungswagen fast aller Fabriken beigegeben. lieber des Autofahrers erste Hilfe bei UnalOcksfällen hat Herr P. D. Dr. Walthard letzthin in der Sektion Bern des A. C. S. einen dankbar aufgenommenen Vortrag gehalten, mit dessen Veröffentlichung wir in Nummer 99 der «A.-R.» begonnen haben. Leider ging diese Arbeit, infolge eines Missverständnisses, zu früh in Druck und das Manuskript, das ursprünglich nicht ZUT Veröffentlichung bestimmt war — wurde vom Verfasser nicht so durchgearbeitet, wie das geplant worden war. Auch wurde wäh-i rend des Vortrages nicht alles gesagt, was hier wiedergegeben ist, anderseits wurde während des Vortrages noch manches erwähnt, da« hier nicht an-* geführt wird. Immerhin findet diese Arbeit, wie man uns versichert, in weiten Automobilkreisen erosse Beachtung. Die Red. PHAIMN A vofcure „Vste" — Phares „Loin fi Eclaire le PLUS Le seul Phare ä röglage integral Leuchtet am weitesten Der einzige allseitig regulierbare Scheinwerfer NSS JEIIBS NAMI Dem schnellen Wasen weitreichende Scheinwerfer Eclaire le MIEUX ELEGANCE — QUALITE JPuissancc inegalSe Leuchtet am besten ELEGANZ - QUALITÄT Unerreichte Leistungsfähigkeit PHARINTENSS No. 4250 Deinandez catalogue tdustre et renseiqnements Verlangen Sie illustrierten Katalog und Auskünfte. Projecfcur mobile No. 3190 Drehbarer Suchscheinwerfer. Nr. 3190 Tu us modeles en magatän En emaille noir ou nwkele Alle Modelle vorrätig Schwarz emailliert oder vernickelt Un seul Phanntenss, de type strictement commerciai, eoiaire puissamment la troisieme platefonne de la Tour Eiffel. — Puissanoei 265.000 bougies. — Distance: 625 metrea Ein einziger Pharintenss, ausschiiessllcher Handelstyp, beleuchtetausserordentlich stark die 3. Plattform des Eiffelturmes. — Leistungsfähigkeit: 265.000 Kerzen. — Distanz 025 Meter GENEVE 104, EÜE DU RHONE Ml •) 1 ^^mX' ZÜRICH NEUMÜHLBQDAl 38 Verlag. Administration, Druck und Clichgrie : HALL WAG A.-U. Hallersche Buchdrucker ei und Wagnerische Verlagsanstalt, Bern

102 II. Blatt BFRK 23. Dez: 1927 Unsere humoristische Seite II. Blatt BERN. 23 D»z 1927 Wenn ich am Abend an der Wärme sitz' Freu' ich mich gern an einem guten Witz... Herr und Tfran Hebrecht konnten sieb nie darüber einigen, wer den Wagen lenken dürfe. So kauttea sie sich ein Auto mit zwei Volants , ,, Lebensverslehernnijsagent: Sie sagten gestern, Ihr Mann sei eines natürlichen Todes gestorben, und heut« erfahre ich von anderer Seite, dass er durch ein Auto utn's Leben kam ! Witwe: Nun, ist das heutzutage nicht ein ganz natürlicher Tod! Der Tarlchanffenr: Ich soD nicht die Herrsohaft über den Wagen ve.lieren . . Quatsch ! Wenn ich nur nicht die Herrschaften im Wagen verlieret Antlert Der Wagen steckt im Sohlamm! Können Sie mir sagen, woher ich Hilfe bekomme, bevor er ooeh tiefer einsinkt t Sing*borner« Das hat gäng no Zyt . . . ea laoh e andere drnnderzne! Der'gute Samariter: Wollen Sie ein Stück weit mitkommen? Der Strolch: Zu gütig I Aber ich will doch lieber auf eice Limousine warten — ea sieht so nach Besen aus i Un beau Cadeau I Ein schönes Geschenk iigiisr ä fr. 16.— au neu de fr. 38.- Notre modele perfectionn§, avec glace incassable, est livre avec sa bague de reglage, pret ä poser, pose rapide et facile. Jusqu'au 15 janvier, dans le seuJ but de faire connaltre ce merveilleux instrurnent de precision, garanti 2 ans, U sera e6de a fr. 16.— au lieu de fr. 38.—, franco contre remboursement. Cet instrument qui indique d'une facon exacte le pourcentage des dectivites de la route, cst aussi necessaire qac le compteur kilomctrique. II a dejä fait la joie de centaines d'automobilistes. Promez des fetes pour vous le procurer. zu Fr. 16.— anstatt Fr. 38.- Unser verbessertes Modell, mit unzerbrechlichem Glas und mit dem Regulierungsring geliefert, bereit zum Anbringen, Montage leicht und rasch. Um dieses wunderbare Präzisions- Instrument (2 Jahre Garantie) gut einzuführen, wird es bis zum 15. Januar zu Fr. 16.— anstatt Fr. 38.—, franko gegen Nachnahme abgegeben. Dieses Instrument, das den Prozentsatz des Strassengefalles absolut genau angibt, ist ebenso notwendig wie der Kilometerzähler. Es hat schon Hunderten von Automobilisten Freude gemacht. Benützen Sie die Festzeit, um es anzuschaffen. Bestellungen an l caEBDET, fiy. fllalll12, LÄüSflHH