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E_1927_Zeitung_Nr.102

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•D»BaaHHH!aHHnEBrjBcinH«c$B«nE*cfl-!raHBnD Gegenüber dem Stand von sind in den kantonalen 38,048 Nummernsch Idern Kontroliregistern am vom 30. November 1926 30. November 1927 45,391 Personen-Wagen eingetragen Eine einfache statistische Feststellung, wenn man will. Aber wieviel Werte wurden in Bewegung geseizt! Dabei hat es mit der Jahreszunahme von 7343 Wagen nicht einmal sein Bewenden, denn diese Ziller siellt nur den Ueberschuss der Zugänge über die Abgänge dar. Wagenverkäule, sowie Firmenund Domizi änderungen geben dem Besitzerverzeichnis von einem Jahr zum anderen auch ohne das Auftreten neuer Wagennummern ein vollständig verändertes Bild, wie aus nachstehenden Korrekturen auf einer Seite des Nummernverzeichnisses im neuen Automobil-Kalender hervorgeht: früher 23, rue UerUvAubigni • früher 23. Corraterie frmer 6, nie de Rite • früher Queue iTArve • neu • neu - neu - neu - früher 3, Pl. Clayiaride - früher 4, nie du iihdne - neu • neu • neu • neu • friilier i, Tour de Vlle • früher 6, rue du ChMeau • - 8810 C 8811 C 8812 C 8M3C RsU C S81SC 8816 C 8817 C - 8818 C 8820 C 8821 C 8822 C 8823 C 8824 C 8S25C 8826 C 8M7 C 8S2S C 8830 C 8S31 C - 8832 C 8834 C - 8836 C S8.37 C 8838 C 8839 C 8840 C 8H4I C 8S42C 8843 C 8S47C • 884S C 8849 C 8SS0C 8851 C • 8852 C 8SS3 C - 8SS4 C 8SÖ5C - 8836 C • 8SS7 C 885^0 . 8859 C . 8S6OC 8861 C SS63C 8864 C - 8867 C 8.%8C - 8869 C 8870 C 8871 C - 8872 C - 8873 C 8S75C • 8876 C - 8877 C 8878 C 8S79 C 8880 C 8881 C Borgeand. Fernand. 10 Rue du Jnra. Geneve Pellet, Alfred, boucher, 44 Terrassiere. Geneve Crozet. Eugene. Industrie!, 3 Ch. des Colombettes, Geneve Weber. Charles, nezociaot. Pl. Kleberz, Geaeve Clermont Jean, negociant, 18 Rue de la Confederatlon, Geneve Bocquet, Jules, laltier, 75 Rue de Lyon, Geneve Br ghentl, Con-ad. 24 Av. de la Servette. Genfer« Chan.et, Joseph. 28 Rue de Lancy. Geneve Tinituely, Alfred. 22 Rue Alfr. Vincent. Geneve de Zpubaloff, Dimitri, 15 Ch. de Contamines, Geneve Lambert, EugÄne, 9 Rue des Eaux Vives. Geneve Magnet S. A„ 2 Rue de la Rötisserie. Geuevo Koch. Jacaues. 8 Rue ßautte. Geneve Corthay Felix 3 Rue Jean Charles Geneve Pradervand. James, a^ricultenr. Chane-1 bonex Fischer. L., 9 Quai des Bergues. Geneve Kv>mrz. Adrier 114 Route de Florissant. Geneve ßnumann. Ernest. commis, 1 Rue Carteret, Geneve Chaillot, Ern°st. näsociant, Vandoeuvres P';IOUA Georges, architecte, 12 Ch. de l'Eglfse, Pt-Saconnei Froidevaux, Maicel, 33 rue du Rhone, Geneve Soci&te d'Eclairage Dufaux, 7 bis, Rue de Savoie, Geneve Lenoir, Jacoues, 10 Taconnerie, Geneve de Loriol. Gabriel. Ch Le Fort Frontenex, Geneve Fischer. Frediric. londä de oouvoiis. 15 Rte de Ch£ne, Genera Lenoir. Pierre, ingdnieur. 3 Ch. Malombre. Genev« Van Gessel-Hubert. Henry. Bellerire Griot, Marcel. Vernler Dusselier Marius. directeur. La Pallanterie, Choutex Erivmann & Cie. Carouge Burnet, Alfred, nagt.. 29 rne du Rh5ne, Genev« Chollet. lu'len. 5 Gotenbere. Ceneve .lonneret. Francis, mäcanicien, Oueo d'Arve, Geneve Widler Germaine. 21 Rue Malaznon Geneve Martin, Gustave, notaire, 3 rue Michel Chauvet, Genere Pchmidt-van Gelder Pierre. Malaeny. Versolx Haller. Ren«, 17 Bld des Philosophen. Ceneve Mever-Cottin, Henri, negociant. Chene-Botirg Trottet, Henri, 17 rue Versonnex. Geneve Bnuqinv Jean, lardinier. Av. du Cimeti6re St-Georges, Geners Raymond. Albert, 1 Carrefour de Villereuse. Geneve Sarbach Th£o Rue du Prieurfi, Geneve Weber. Edmond. 6 Rne St-Le^er. Genftve Cornioley. Charles, docteur, 12 Rue Cgtigral-Dufour. Genere Hanauer Samson. negt, Quai du Mt. Blanc, Geneve Vaucher Louis, banqnier, 2 Rue du Nant, Geneve Berthoud. Claudius, negociant, 17 Place Longemalle, Geneve Benasres. Jacaues, 76 Rue Chandieu. Geneve Bocauei Henri, Usine ä eaz, Chätelalne. Genere Jasmsky, Leon.das. reprCseiitant, 8 Bld. du Pont d'Arve, Genev« Roch, Adrien. Gtand Lancy Van Berchem, Victor. Satleny Deonna Waldemar Tissot. Charles. 7 Bld Carl-Vogt, Geneve Keller. Ott". 3 Av Weber. Geneve Gupfert, Louis, Petlt-Lancy Drofesseur. Ch. de la Gradelle, Cologny Patry, Andre, medecin 18, rue de Candolle, Geneve Sartorino Alexandre, 31 Route de Malagnou, Geneve Imhoi, Joseph, dentiste, 18 Bld. Georges Fpvon, Genere Angelvy. Emile, peintre. 20 Rue Plantamour Genere Bonna. Jean, 6 Av. de la Grenade. Geneve Uldry. Leon, 1 Rue de St-Jean. Geneve Auf einer Seile also nicht weniger als 10 neue Besitzer und 8 Firmen- und Dom ziländerungen! Nun umfasst das neue Verzeichnis im soeben erschienenen Automobil- Kalender für das Jahr 1923 nicht weniger als 738 Seiten. Wer also ein zuverlässiges Nachschlagewerk besitzen will, schafft sich rechtzei ig die Meu-Ausgabe des Automobil-Kalenders an. Sie ist mit dem neuesten Stand der kantonalen Register in Einklang gebracht worden. Preis nur 6 So ? ort (1 li. 73Q3 meür als ut einem Jalre • 8846 C Fr., /Abonnenten lieferbar in der erhallen 20% Re henfolc*e Rabatt. In Zürich kann der Kalender bei unserm Durcau, Löwenstrasse 51, abgeholt werden. Der neue Automobil-Kalender hat trotz Erhöhung der Seitenzahl wieder das frühere handliche Format (ca 2 cm dick) erhalten. d ot 5 Verlag: ÄUTOMOBIL-REVUE, BERN BBBnKianuaaBUHEHBEBBBnaHHBBHU AUTOMOBTL-REVUt — N°102 m Immer noch die Ruppenbalin! Es ist ein eigen Ding um die kleinen Bahnen! Während man jahraus jahrein über die üble Rendite der bereits bestehenden jammert, rückt man anderseits immer wieder mit hartnäckig verfochtenen Projekten auf. So war's mit dem Surbtalbähnchen, nicht anders nun mit der Ruppenbahn ! In der letzten Bürgerversammlung der Gemeinderäte des Rheintals ist die Diskussion über die Ruppenbahn wieder neu aufgetaucht. Herr Nationalrat Biroll hat seine Vorschläge einer eingehenden Prüfung unterzogen und der st. gallischen Verkehrskomtnission unterbreitet. Man ist im Rheintal über das Projekt sehr geteilter Ansicht. Die einen unterstützen es warm, andere aber hegen Zweifel und glauben nicht an eine Verwirklichung. Einen neuen Vorschlag, dem man eine gewisse Originalität nicht absprechen kann, hat, wie wir schon kurz erwähnten, ein Altstätter gemacht. Er ist der Ansicht, man solle durch den Ruppen einen Strassentunnel bauen, wobei durch den Autoverkehr eine Bahn überflüssig würde. Dadurch käme auch das geplagte Altstätten wieder zu einem grösseren Verkehr. V. Polizei und Verkehrsunfälle in Bern. Kürzlich hielt Herr Polizeikommissär Müller im Schosse des Samaritervereins, Sektion Länggass-Brückfeld in Bern einen Vortrag mit Lichtbildern über «Verkehrsunfälle». Herr Müller hat in einem vortrefflichen Referat über die veschiedenen Verkehrsunfälle und deren Verhütung die zahlreichen Hörer orientiert. Die Verhütung von Verkehrsunfällen kann in zwei grosse Abschnitte geteilt werden: in die Verkehrssanierung und in die Verkehrsregelung. Unter Verkehrssanierung versteht man die Wegschaffung von Verkehrshindernissen, wie Bauten, Verbreiterung von Strassen usw. Verkehrsregelung bedeutet die Regelung des Verkehrs bei den bestehenden Verkehrsverhältnissen. Herr Müller verlautete ferner lehrreiche Winke über das Verhalten der Fussgänger auf öffentlichen Plätzen und Strassen und zeigte sodann eine Anzahl gut gelungener Aufnahmen übeT die in den letzten Jahren in Bern vorgekommenen Unfälle. = Durch die Raupenbandautomobile der eidg. Postverwaltung wurde bisher zwischen St. Moritz und Maloja auch im Winter eine regelmässige Verbindung aufrecht erhalten. Nun ist die Kursstrecke verlängert worden und die Postautomobile verkehren regelmässig zwischen St. Moritz und Castasegna im Anschluss an die italienischen Automobilkurse nach Chiavenna. Nach wie vor verkehren im Winter die Raupenbandwagen auf den Strecken Chur-Lenzerheide und Reichenau-Waldhaus Flims. r*- erstellt würde, wäre das Beste! xi. Infolge dichten Nebels... Dieser Tage ging eine ganze Reihe Meldungen von Strassenunfällen, welche durch den schweren, undurchdringlichen Nebel verursacht wurden, durch die Presse. Wir führen nur zwei schwere Fälle an: Kürzlich geriet bei der Heimkehr nach Oberburg das Auto dea Arztes Dr. H. zwischen Bolligen und Kraucht!)«] bei der Kiesgrube oberhalb Hub infolge des dichten Nebels über das Straesenbord hinaus und überschlug sich. Während Dr H. mit leichten Verletzungen davon kam. wurde seine mitfahrende Frau vom Wagen erdrückt und war sofort tot. Ausserhalb Binningen fuhr der 32 Jahre alte Elektriker St. mit eeinem Motorrad bei dichtem Nebel gegen eine Telephonstange Er wurde vom Rad geschleudert und blieb tot liegen. Es bedarf wohl keines besonderen Hinweises auf die erhöhte Verantwortung, deren sich der Fahrer bei dichtem Nebel bewusst sein muss. Aeusserste Vorsicht und nur vollständige Beherrschung des Wagens sind erfolgreiche Waffen gegen diesen grössten Feind des Verkehrs. v. Konzessionsänderung der Burodorf-Thun-Bahn infolge Autokonkurrenz? In den eidg. Räten wurde die Konzession dieser Bahn in einigen Punkten geändert. Die wichtigste Aenderung besteht darin, dass die Bahn ihre Personentarife um 20 Prozent erhöhen darf. Die Bahn sei ein typisches Opfer der Automohilkonkurrenz, sagen solche, die nichts Gescheiteres zu schwatzen wissen. Der Ausgabenverminderung sei schon bisher alle Aufmerksamkeit geschenkt worden, so dass auf diesem Wege eine wesentliche Verbesserung der Finanzlage nicht mehr zu erzielen sein wird. Da anderseits neue srosse Belastungen (erhöhte Mitbenützungsentschädiimngen für die Gemeinschaftsbahnhöfe, Umbau der elektrischen Traktionsoinrichtungen auf das Einühasenstromsystem) in naher Aussicht stehen, müsse danach getrachtet werden, die Einnahmen zu vermehren, wenn das finanzielle Gleichgewicht wieder hergestellt werden solle Für den Güterverkehr besteht bereits ein Distanzzuschlag von 34 Prozent; dessen weitere Erhöhung sei jedoch wegen der Automobilkonkurrenz nicht möglich. Für die Erzielung besserer Einnahmen fällt daher einzig noch eine Erhöhung der Personal- und Gepäcktaxen in Betracht. = US DEM {LESERKREIS Das Berner Automobildekret Ist verfassungswidrig! Wir erhielten von einem liebenswürdigen Leser, der sich eifrig um die Bekämpfung des verfassungswidrigen Berner Automobildekretes bemüht, eine längere Zuschrift, der wir folgendes entnehmen: « Dieses Dekret ist nichts anderes als verfassungswidrig. Die Strassen gehören dem Publikum, wie auch den Motorfahrzeugführern Sie sind daher ganzjährig zu öffnen und auch nachts. Sowohl im Kanton Graubünden (Durchgängsverbot der Motorfahrer), wie auch im Kanton Bern (Durchgangund Nachtverbot). Angenommen, diese Verbote seien durchführbar, geben uns die betreffenden Kantonsregierungen einen gewissen Steuerbetrag zurück ? und wie verhält es sich betreffend dem langersehnten Benzingeld für die Durchgaiigstrassen ? Also . Strasse frei für jedermann. Warum bezahlen die Pferdegespanne, seit Jahrzehnten keine Steuern ? und zerstören doch die Strassen ? Man schaue nur die Strassen an und beobachte, wie die Pferdegespanne den Asphaltstrassen kilometerweit Rad- sowie auch Hufeisenspuren einfahren. Und alle diese Chikanen nur wegen unsern Schweizerbarhnen und den sogenannten Dekretsbahnen 1 Hätten dieselben direkt nach Kriegsschluss eine andere weitsichtigere Politik geführt, so würden dieselben heute nicht so schlecht da stehen. Eine löbliche Ausnahme bilden die weitsichtigen Greyerzerbahnen, die heute einen grossen Autopark unterhalten. Es ist wünschenswert, dass die Schulung der Verkehrsbeamten, resp. Polizisten, in der Schweiz Fortschritte macht. Es sollte eine einheitliche, schweizerische Verkehrspolizei geschaffen werden mit der gleichen Theorie und Praxis. « Lärmende Motoren und Gewichtsbelastungen 1 > In Paris, New-York, Berlin, selbst noch in Tokio wickelt sich der Straßenverkehr ohne Gebrüll ab. Lärm gibts fast nicht... trotz «lärmender Motoren » und dies kommt nur daher, weil die Verkehrspolizei dort in diesen Millionenstädten den Verkehr ruhig und überlegt abschiebt, also nicht wie in der Schweiz, sei es in Städten und Dörfern, in Schnekkentempo von 6—18 km in der Stunde aufhält. Dort in der Fremde wird man gebüsst. wenn man mit 6—18 Kilometertempo fährt und hier in der Schweiz ist daa umgekehrte der Fall. Dort in Millionenstädten hört man keine Klagen wegen « lärmenden Motoren >, trotzdem die Motoren knattern, und über das Hupen hört man auch nichts. Wenn man aber hier nicht tutet, so wird man bestraft, ist das nicht ein Unsinn ? > E. H. Rechtsungleichheit. Aus Glarus wird uns geschrieben: « In Nummer 101 der € Automobil-Revue i vom 20. Dezember 1927 wird im Artikel « Die Rechtsgleichheit bleibt Verfassungs-Grundsatz i behauptet, da*ss im Kanton Glarus bezüglich des Sonntagsfahrverbotes zweierlei Recht bestehe, indem die Einheimischen ihre Fahrzeuge am Sonntag unbehindert benützen könnten. Diese Beharuptung ist unrichtig. Die Landsgemeinde vom 2. Mai 1920 hatte erstmals dais Sonn- Die Rheinbrücke, die zurzeit den alten Rhein bei Diepoldau überspannt, soll in nächster Zeit abgetragen und durch eine breitere Fahrbrücke ersetzt werden. In Verbindung mit diesem Projekt ist die Erstellung eines tagsfahrverbot erlassen und in ihrem damaligen neuen Zollamtes in Schmitter geplant + Beschlüsse diejenigen Besitzer von Motorfahrzeugen, die seit mindestens 3 Monaten ihren gesetz- Die Barriere... Jurassischen Zeitungsmeldungen zufolge fuhr am 17. Dezember, Verbot ausgenommen. lichen Wohnsitz im Kanton Glarus hatten, vom um 17.30 Uhr, der schwere Camion einer Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid vom 17. Berner Firma in die bereits geschlossene März 1922 musste diese Ausnahmebestimmung aufgehoben werden, was durch die Landsgemeinde vom Barriere beim Niveauübergang von Renan hinein. Obwohl jene Stelle gut beleuchtet 7. Mai 1922 geschah ! Seit dem Landsgemeindebe- Sfihluss vom 7. Mai 1922 besteht im Kanton Glarus sei (so behauptet wenigstens die betreffende bezüglich des Sonntacgsverkehrs mit Motorfahrzeugen keinerlei Rechtsungleichheit mehr 1 jurassische Zeitung — ? ? Die Red.), bemerkte der Chauffeur die Schranke nicht, Uebertretungen des heutigen, auf völlig verfassungsmässigem Boden steinenden Verbotes werden und zerstörte sie. vom Richter bestraft, gleicherweise, ob es «Einheimische » oder € Auswärtige » betreffe I Dass sie gar nicht mehr ersetzt, sondern an ihrer Stelle eine Ober- oder Unterführung Die Landsgemeinde des Jahres 1928 wird über das Verbot weiter entscheiden. Regierung und Landrat werden wiederum, wie anno 1925. tatkräftig für die Aufhebung des Verbotes eintreten. Der Entscheid aber liegt beim stimmberechtigten Volke, von dem die Behörden erwarten, dass es dieses unzeitgemässe Verkehrshindernis beseitige. Gegen die Bergstrassengebühr einzelner Kantone ist ja bekanntlich beim Bundesgericht ein Rekurs eingereicht worden. Der bundesgerichtliche Entscheid, der von grosser Tragweite ist. wird für die nächsten Tage erwartet. Die Meinungen über die verfassungsmässige Zulässigkeit dieser Gebühren gehen a'iich bei unsern Rpchtsgelehrten erheblich auseinander und es steht noch nirgends geschrieben, ob das Bundesgericht ohne weiteres gegen diese < Strassenzölle » entscheide ». V. Ueber die Bussenpraxis in Moosseedori berichtet uns ein Leser aus Solothurn noch folgendes: « Ich fuhr letzten Sommer, eines Nachmittags, gegen Bern. In Moosseedorf stand mitten auf der Strasse ein Landjäger und verhandelte mit einem Motorfahrer; ich war der Meinung, dass er kontrollieren wolle und stoppte ab Der Landjäger winkte mir weiter zu fahren, was ich auch ganz ahnungslos tat. Zirka 200 Meter weiter stand plötzlich ein zweiter Polizist, der mir Halt gebot und mir nach erfolgter Kontrolle sehr höflich mitteilte, ich sei jetzt mit 34 Kilometer, also zu schnell gefahren. Auf meinen Einwurf, dass dies nicht gut möglich sei, da ich ja beim ersten Landjäger angehalten hätte, erklärte er. da33 seine Meldung so laute und er mich anzeigen müsse. Zirka 30 Fr. Busse inkl. Kosten waren die Folge dieses merkwürdigen Abenteuers. F. I* in S.

Strasse und Schule. Es ist sehr begrüssenswert, dass man sich nun auch in Lehrerkreisen vermehrte Mübe gibt, die Jugend über Verkehrsprobleme aufzuklären und sie zur Strassendisziplin zu erziehen. In dieser Richtung kann die Schule noch sehr viel Nützliches leistenl Die Red. Darin sind wir alle einig, dass ein Grassteil der Bevölkerung sich dem modernen Verkehr noch nicht angepasst hat, und dass die junge Generation planmässig zur Strassendiszipiin erzogen werden muss, wenn es besser werden soll. Die Schule muss da mithelfen, die Lehrerschaft muss gewonnen werden, damit sie -sich für das Verkehrsproblem erwärmt. Es bieten sich im Unterricht viele Gelegenheiten zur Besprechung von Verkehrsfragen und die Kinder haben grosses Interesse daran, denn sie merken, dass es zu ihrem unmittelbaren Nutzen dient. An einigen Schulen werden schon planmässig Verkehrsregeln besprochen; aber wir wollen dahin wirken, dass auch in der hintersten Schule in dieser Hinsicht etwas getan wird. Die Stiftung «Pro Juventute» hat eine Sondernummer des «Schweizer Kameraden», die ausschliesslich dem Verkehrsproblem gewidmet ist, herausgegeben und an die Schüler der obern Schuljahre verteilen lassen. In einer Bekanntmachung der Unterrichtsdirektion wird nun die Lehrerschaft ersucht, aus diesem Verkehrsheft einzelne Fragen zu besprechen. Es geht also etwas in dieser Richtung! In einem Referat (gehalten vor der Lehrerschaft des Amtes Schwarzenburg) sprach kürzlich Herr Fr. Gusset, Lehrer in Sangernboden, auch über das Verkehrswesen. Er führte dabei folgendes aus: «Als Autoführer möchte ich Sie, meine Kollegen, noch um etwas bitten. Es gibt im Geographieunterricht viele Gelegenheiten, wo Sie über Strassendisziplin sprechen können. Versäumen Sie keine Gelegenheit, dies im Interesse aller zu tun. Sprechen Sie über vorsichtiges Strassenbenützen als Fussgänger, Velofahrer, Fuhrmann. Machen Sie die Kinder aufmerksam auf Unarten, etwa das Aufspringen auf fahrende Fuhrwerke, Hantieren an stehenden Autos, Gefährdung des Verkehrs durch Spielen auf der Strasse. Fortwerfen von Fruchtschalen oder gar durch Nägelstreuen, nachts «Toggeli» auf die Strassen legen usw. Hier liegt eine neue Aufgabe der Schule, die wir nicht vergessen dürfen.> AUTOfr SPORT IM AUSLAND Der Grand Prix Bugatti Wie wir im August ankündigten, hat der M0I9- heimer Konstrukteur die Austragung eines Grand Prix Bugatti für die nächste Saison ausgeschrieben. Der Leser wird sich inzwischen überzeugt haben, dass sich diese neue Veranstaltung unter den Sportveranstaltungen des internationalen Automobilkalenders 1928 befindet, und zwar unter dem Datum des 24. Juni in Mans. Das Reglement ist ausgearbeitet und wird demnächst der Sportkommission des A. I. A. C. R. zur Genehmigung unterbreitet. Einige Einzelheiten über die interessante Veranstaltung dürften allgemein interessieren: Das Rennen ist allen Bugattiwagen-Typen offen. Ein Final-Handicap ist demnach obligatorisch. Constantini, der berühmte Rennfahrer und Sieger aller grossen Rennen von 1926, hat folgende vier Kategorien aufgestellt: 1. Zweiliter-Kompressorwagen und 2 Liter 300 mit Kompressor: 2. 1500 ccm, 8 Zylinder mit Kompressor, 2-Liter-Serien und 2300 ccm Serienwagen; 3. 1500 ccm und i Zylinder mit Kompressor; 4. 1500 ccm ohne Kompressor. Die drei ersten jeder Kategorie — d h. 12 Wagen vom Total — kommen in den Final über 15 Runden des Circuit von Mans (zirka 200 km). Für die Klassierung des Finals tritt das durch Constantini ausgearbeitete Handicap in Kraft. Die Vorläufe der vier Kategorien sind auf sechs Runden dos Circuit von Mans (zirka 140 km) angesetzt. Bugatti erklärt, dass dieses Rennen ausschliesslich den Wagen seiner Kunden offen steht. Diese vollständig neuartige Bedingung wird durch zwei Punkte näher definiert: 1. Vom Tage des Nennungsschlusses an — 30. April 1928 — werden die Bugatüwerke iede Arbeit für einen eingeschriebenen Wagen verweigern. 2. Sämtliche Wagenbesitzer, alle Fahrer. Amateure oder Professionnels, welche in Beziehung mit den Bugattiwerken stehen, dürfen sich am Grand Prix Bugatti nicht beteiligen. Die Veranstaltung ist mit 225 000 Fr. dotiert, welche sich wie folgt verteilen: a) dem Ersten des Finals: 105 000 Fr, b) dem Zweiten des Finals: 60 000 Fr.; c) dem Dritten des Finals: 30 000 Fr. Diese Preise werden dem Sieger in Form einer gleich hohen Auslage in den Bugattiwerken. sei es für den Ankauf eines Wagens, sei es für Reoaraturarbeiten etc. verrechnet. Der erste Preis korrespondiert z. B. mit einem 2-Liter-300-Rennwagen mit Kompressor, der zweite mit einem neuen 3- Liter-Chassis, der dritte mit einem Vierzylinder 1500 ccm. v. Die Tourenwagen im italienischen Sportregiement Die Sportkommission des R. A. C. I. gibt dieser Tage ein besonderes Reglement für sportliche Veranstaltungen der Touren wagen heraus. Damit ist auch in Italien die Kategorie Tourismus offiziell anerkannt. Durch diesen Schritt tritt der gesamte italienische Automobilsport in eine neue und erfolgreiche Phase, öffnet doch die Zulassung der Tourenwagen-Kategorie, welche übrigens in unserem nationalen Reglementc einen hervorragenden Rang einnimmt,, sowohl den Organisatoren als auch den Fahrern und den Konstrukteuren ungeahnte Möglichkeiten. Eine spürbare Belebung der nächsten Sportsaison, der man in Italien nach den Erfahrungen der letzten Jahre vorerst nicht ohne berechtigte Befürchtungen entgegensah, wird nicht ausbleiben können, wenn es der Sportkommission des R. A. C. I. gelingt, technische Kommissäre zu ernennen, die für die Kontrolle der Serienwagen — ein Punkt, mit dem die neue Kategorie steht oder fällt — ein gewisses Minimum an erforderlichen Garantien bieten können. Nach diesem neuen Triumph der Tourenwagen- Kategorie dürften wir der internationalen Anerkennung der Dreieinheit Touren-, Sport- und Rennwagen wieder näher stehen. v. Bugatti kündet sich für 1928 an! Ettore Bugatti, der geniale Molsheimer Konstrukteur, erklärte in einem Interview, dass sich seine Wagen an den meisten internationalen Rennveranstaltungen der Saison 1928 beteiligen werden. Er sagte wörtlich: c Das Rennen, d. h. die auf Tag und Stunde festgesetzte Generalprobe, bedingt eine intensive Einstellung der ganzen Fabrik auf eine konzentrierte Arbeit, bedingt die Forderung an jeden einzelnen, das Beste zu leisten. Nur durch einen objektiven Vergleich zwischen meinen Lösungen und denjenigen der Konkurrenz weiss ich mich auf dem richtigen Wege. > Ettore Bugatti bedauert des weitern die Nicbtabhaltung des Grand Prix de France 1928, um so mehr, als er schon die Konstruktion eines neuen Rennwagens mit Kompressor-Motor von weniger als 750 kg hiefür in Angriff genommen hatte. Nun gedenkt Bugatti mit diesem neuen Typus alle Grands Prix, sowohl in Deutschland wie in San Sebastian, in Monza und Brooklands — vielleicht sogar in Indianapolis — zu beschicken. v. Dar welirekordelnde Ehenaar! Trotz den kalten Winterwinden fährt das englische Ehepaar Bruce seit letzten Freitag vor 8 Tagen auf der Pariser Automobil-Rennbahn mit einem Sechszylinder-Zweiliter-Wagen um die Weltrekorde bis 15,000 Meilen zu verbessern. Bis jetzt ist die Fahrt von 'gutem Erfolg begleitet gewesen; es wurden folgende Rekorde verbessert: 3000 Meilen in 37:51:18,01 (alter Rekord Delalande 47:05:15.48). 5000 Kilometer in 39:16:39,96 (48:51:19.96V 4000 Meilen in 50:44:36,89 (Frl. Corderr 55:15: 05,48). 5000 Meilen in 64:00:52,41 = 125,7 km/St. (Cordery 70:43:01). 10,000 Kilometer in 80:18:31,78 = 124.5 km/St. (Hibrandi 94:19:45). In den letzten Tagen herrschte auf der Rennbahn schlechtes Wetter. Regen, Nebel und eine eisige Kälte machten die Fortsetzung der Rekordfahrt recht unangenehm. Die Ungunst der Witterung, sowie ein glücklicherweise schadlos abgelaufener Unfall scheinen vorläufig auf das fahrende Ehepaar keinen Einfluss zu haben. Sie haben nur ihre Fahrordnung geändert, indem sie einander nunmehr in der Steuerung des Wagens alle sechs Stunden ablösen, anstatt wie bisher, alle drei und neun. v. Vor der XIX. Targa Florio. In unseren Spalten ist schon auf die Bedeutung dieser grossen internationalen Veranstaltung, welche am 6. Mai 1928 auf dem Circuit von Madonien wiederum zum Austrag gelangt und jetzt schon viel von sich reden macht, hingewiesen worden. Bereits heute kann mit einem ausserordentlich spannenden Rennen gerechnet werden, sind doch die Zusagen von Bugatti, Mercedes und Steyr ito tut wie «icher. Bagatü wird mit rler oder fünf, Mercedes nnd Sterr mit je drei Wagen ins Feuer gehen. Ueber die Beteili(runf der italienischen Marken herrscht noch Unjevrissheit. Aus Industrie & Handel A.-G. Adolf Saurer, Arbon. In der dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung hat Herr Hippolyt Saurer über den Geschäftsgang der Werke folgendes ausgeführt: « Die wenn auch langsame Besserung in den Erwerbsverbältnissen unseres Unternehmens scheint im laufenden Geschäftsjahr 1927/28 anzuhalten. Unsere Lastautomobilbranche war in den letzten 5H Monaten befriedigend beschäftigt. Die uns aus dem Inland zugekommenen Bestellungen weisen gegenüber denjenigen in der entsprechenden Vorjahrsperiode eine erhebliche Steigerung auf. Durch die mit Wirkung ab 1. November 1927 erfolgte allgemeine Erhöhung der schweizerischen Automobilzölle dürfte unser einheimisches Lastwagengeschäft namentlich in den leichten Typen eine weitere Förderung erfahren. Der Absatz unserer Automobilprodukte im Export bewegt sich nach wie vor in bescheidenem Rahmen. Wir haben Mühe, uns mit unsern qualitativ hochwertigen, relativ teuren Lastwagen und Omnibussen in den die nationale Produktion mit allen Mitteln begünstigenden ausländischen Staaten durchzusetzen. Gewisse Erfolge auf verschiedenen Märkten lassen uns indessen hoffen, dass unsere zähe Einführungsarbeit und die grossen Opfer, die wir in den letzten Jahren zur Aufrechterhaltimg unserer auswärtigen Verkaufsorganisationen gebracht haben, in absehbarer Zeit ihre Früchte zeitigen werde. » Der Reingewinn des letzten Geschäftsjahres betrug Fr. 65,504.—; er wurde vollständig zu Abschreibungen benützt. Bekanntlich hatte die Firma Saurer aus früheren Jahren her noch ein erhebliches Defizit; die vorzüglichen technischen Errungenschaften im Automobilbau der Saurer- Werke lassen mit Bestimmtheit erhoffen, dass die Marke wieder ihre frühere Geltung auf dem Weltmarkt finden wird; in diesem Zeitpunkt wird auch die längst angestrebte Reorganisation der Bilanz im wohlverstandenen Interesse der Aktionäre liegen. Ein Werk, das unter so bewährter technischer und kaufmännischer Leitung steht, wird sich aus den Schwierigkeiten der Weltwirtschaftskrise nach und nach herausarbeiten; das ist die feste Ueberzeugung aller derjenigen, die als Aktionäre und Geschäftsfreunde den Saurer-Werken nahestehen. A AUTOMOBIL-REVUE m m m m im m m für 800 bis 1000 kg Nutzlast, mit elektr. Licht und Anlasser Bosch, 6fach bereift, tadellos erhalten, 3 Monate Garantie, 6867 Fr. 4500.— Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Zürich Die Zollerhöhung vom 1. November hat den Preis eines grösseren Wagens um Fr. 1500.— gesteigert. Wir haben noch folgende Modelle vor dem Zollauf- Bchlag hereingebracht und verkaufen solche zum alten Preis: Big Slx, 7-P1., de Luxe Sedan, 6 Drahtspeichenräder, kompl. Ausrüstung Fr. 17,000.—. Big Slx, 7-P1., Berline mit Glaswand hinter dem Führersitz, 6 Drahtspeichenräder, Koffer, komplette Ausrüstung Fr. 18,000 . Royal Eight, 5-P1., de Luxe Sedan, der fabelhafte 8 Cylinder in Linie Fr. 19,000.—, Bitte besichtigen Sie die Wagen in unserem Ausstellungslokal REÜR Autovertriebs A.-G. MERCEDES Lieferungswagen Badenerstrasse 119. — Tel Uto 1693. ehJtnalien einen kpmpljQüen Sat^ Qeferi^e -Jhmpen und find für alle gebräuchlichen hnachts* Geschenk Faikenstrasse 6, beim Stadt - Theater. CHANDLER- Generalvertretungfür die Schweiz: EieHiro-Reparaiureo an SUTOS s Kaeg uenraueiissochei Wenden Sie sioh im Bedarttt&lle an &Eg ZUR dlo Ihnen abtotal fachkundig«, rasche n. billige Bedienung msic hem. CH «• •••••••••••••••••••••••••••••••«•••••••••••••••llllllllllllllllllltllilUllUlillUliUlIllllilJlliUlllIIlIliUlIIUliU SbenMpn Sie an &fai$-Jhjripen -für Öhre