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E_1928_Zeitung_Nr.005

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12 AUTOMOB1L-REVUL

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Ein Konstruktive Einzelheiten. In Bälde wird das rohe Gerippe des neuen Zeppelinluftschiffes in Friedrichshafen fertig dastehen. Die Arbeiten werden kräftig gefördert, umso mehr, als man vor den Engländern, die bekanntlich ein noch grösseres Schiff im Bau haben, fertig sein will. Das Schiff, das einen Gasinhalt von 105,000 Kubikmetern haben wird, besteht aus Tragringen quer zur Längsachse angeordnet und Längsträgern, die die Ringe miteinander verbinden und vom Bug zum Heck laufen. Die Ringe sind in Haupt- und Hilfsringe gegliedert; die ersteren sind stärker ausgeführt, da ihnen zum grössten Teil die Aufgabe obliegt, die auftretenden Kräfte aufzunehmen. Sie folgen sich in Abständen von je 15 m, dazwischen liegen 2 Hilfsringe in Abständen von je 5 m. Zwischen 2 Hauptringen, also auf eine Länge von 15 m, befindet sich eine Traggaszelle, die mit Wasserstoffgas gefüllt sein wird. Das in bezug auf Feuer völlig ungefährliche Helium, das das ideale Traggas darstellt, kann wegen seinen hohen Gestehungskosten nicht verwendet werden. Zirka 60% des ganzen Schiffvolumens nimmt das Traggas ein, während das zum erstenmal angewandte Brenngas die übrigen 40% anfüllt; die Traggaszellen sind über den Brenngaszellen angeordnet. Dieses Brenngas, das die Motoren speisen wird, hat annähernd das gleiche spezifische Gewicht wie die Luft, so dass sich daraus der unschätzbare Vorteil ergibt, dass man das in den Motoren verbrannte Gas einfach durch Lufteinlassen in die Brenngaszellen ersetzen kann. Damit bleibt das Schiffsgewicht andauernd dasselbe, so dass es nicht nötig sein wird, den durch Gewichtsverlust an verbrauchtem flüssigem Brennstoff relativ zu gross gewordenen Auftrieb durch Ablassen von Traggas zu reduzieren. Es ist klar, dass diese Neuerung eine grosso Ersparnis und eine einfachere Führung des Schiffes bedeutet. Etwas unter der Längsachse des Schiffes befindet sicn der obere Laufgang, der vom Bug zum Heck des Schiffes läuft und zu Kontrollgängen dient. Längs des Schiffskieles läuft der untere Gang, der es gestattet, von der Hauptgondel zu den Motorgondeln zu gelangen. Die Motorgondeln sind ausserordentlich solid konstruiert und machen dennoch den Eindruck grosser Leichtigkeit. Die in Betracht kommenden Maybachmotoren, 5 Stück zu je 530 PS, sind eigens für das Luftschiff konstruiert worden und geben ihm eine maximale Geschwindigkeit von 128 km/h. Im folgenden mögen noch einige struklive Einzelheiten angeführt sein: (11. Fortsetzung) Mit zusammengebissenen Zähnen jagte sie durch die Stadt. Vorbei an der Strasse, in der die Polin ihre Wohnung verdarb. Was galt es? Auf und hinter dem Flüchigen her. Ueber Landesgrenzien, Gebirge und Flüsse ihm folgen, bis sie ihn erreichte und ihre Wut an ihm kühlen konnte. IV. Kapitel Es ging ihnen gleich anfangs nicht gut. Woran lag es? Hätte das Auto doch einer gründlichen Durchsicht bedurft, wie der Chauffeur des Schlosses gemeint hatte? Oder teilte sich ihre innere Aufregung dem Motor mit? Schon als sie, im Münchner Burgfrieden noch, an der Theresienwiese entlangrollten und sie nach Hans' und ihrer Gewohnheit der Kolossalstatue der Bavaria einen übermütigen Gruss zuwinkte, gab es einen seltsamen Krach. War es ein Reuen, hatte das Kurbelgehäuse geschleift? Aber die Strasse war doch eben, ohne nennenswerte Furchen. Sie fuhr langsamer und lauschte... «Ist es auch nicht etwas mit den Bremsen?» fragte der Doktor scheu. Sie probierte sie aus: sie funktionierten beide ausgezeichnet, die Fussbremse wie die Handbremse für die Hinterräder. Moderne Flugzeugtechnik, Atlantik-Luftschiff für den regelmässigen Luftverkehr. In der Kurve von Eva von Baadissin. L LZ 1927. kon- Die Tragringe in Form eines regelmässi- 28-Ecks, wie auch die Längsträger haben Dreieck-Querschnitt und sind trotz minimem Gewicht von grosser Festigkeit. Ein Haupttragring mit dem grössten Schiffsdurchmesser von 30,5 m wiegt nur 800 kg: Sämtliche Träger und Ringe sind als Gitterträger konstruiert; die einzelnen Elemente, von halbkreisförmigem Querschnitt für die Diagonalstreben und U-Querschnitt für die Eckleisten, werden durch Nieten miteinander verbunden. Die Stärke der Diagonalstreben beträgt etwa 1 mm, die der. dem Schiffskörper wiederum durch Nieten verbunden. Grosser Wert wurde auch darauf gelegt, den Schiffskörper so zu gestalten, dass er der Luft möglichst wenig Widerstand bietet. Dies wird durch den Stromlinienkörper erreicht, dessen grösster Durchmesser D ein Sechstel der gesamten Körperlänge beträgt und sich in einem Abstand von 2D vom Bug des Körpers befindet. Die Grössenverhältnisse der Halle in Friedrichshafen, in welcher das Schiff gebaut wird, haben jedoch bei dem Volumen von 105,000 m 3 dazu gezwungen, den Schiffskörper schlanker zu halten. Das Verhältnis von grössigm Durchmesser zur Gesamtlänge beträgt 1:7,7 (L'= 235 m). Das Schiff wird wie das LZ im (ZR III) Blick auf das Flugboot. Die Tandem-Anordnung der vier Jupiter-Motoren ist deutlich ersichtlich. Eckleisten ca. 1,5 mm. Die Dimensionierung am Bug mit einer Vorrichtung versehen, geschah nicht auf- rechnerischem Wege, welche das Verankern an Masten gestattet. sondern rein empirisch. Nachdem die auftretenden Kräfte rechnerisch ermittelt wor- das Gas zu verhindern, ist zwischen der Um Aussen-Temperatureinwirkungen auf den waren, wurden zahlreiche und bis ins Aussenhülle und den Gaszellen eine isolierende Schicht von ruhender Luft von cirka kleinste gehende Versuche angestellt, um die günstigsten Querschnitte und Dimensionen herauszubringen. Als Baustoff dient Die Besatzung beläuft sich auf 26 Mann; 300 mm Stärke vorgesehen. durchwegs Duraluminium, Versuche mit den 20 Fahrgästen stehen 10 Wohnkabinen Elektron sind gegenwärtig im Gange. Sämtliche Metallteile werden mit einer dünnen dem ein Speise- und Aufenthaltsraum von mit je 2 Betten zur Verfügung und ausser- hellblauen Lackschicht überzogen, welche 25 m 2 Bodenfläche. Die Waschräume, sowie die Laderäume für Post und Fracht be- sie gegen atmosphärische Einflüsse, insbesondere gegen Seeluft, schützen soll. Die finden sich im Innern des Schiffskörpers. Ringe und Träger werden auf dem Boden zusammengestellt, die erforderlichen Löcher mit elektrischen Handbohrmaschinen gebohrt, die Nieten kalt eingezogen und mit wendigen Probeflügen soll das Schiff eine Nach seiner Fertigstellung und den not- pneumatischen Hämmern nicht durch längere Weltreise antreten und nachher an Schlagen, sondern durch stetigen Druck gestaucht. Hierauf wird das fertige Stück tet werden, die beabsichtigt, damit einen eine Luftschiffverkehrsgesellschaft verpach- hochgezogen — die Tragringe werden dazu regelmässigen Luftverkehr zwischen Spanien und Südamerika zu eröffnen. an einem Montagering befestigt — und mit D. «Wenn eine von den Bremsen versagt, überschlägt sich der Wagen ja todsicher», meinte ihr Gast. «Weshalb hast du noch keine Vierradbremse, das ist doch das Sicherste?» «Nach meiner Meinung nicht,» versicherte sie, «obgleich Hans ja drauf schwört. An seinem neuen Wagen hat er natürlich auch eine, soviel ich neulich erkennen konnte.» «So, bist Du ihm denn kürzlich begegnet?» «Ja, vor einiger Zeit», wich sie gleichmütig aus. Und er fragte nicht weiter. Sie erwähnten unter sich überhaupt weder den Zweck der Fahrt noch sprachen sie von den Beiden, die sie einzuholen wünschten. Daher bekam ihre Unterhaltung einen sehr gezwungenen Ton und das Schweigen war ihnen das Angenehmste. Gerade vor dem reizenden Kochel hatten sie die erste Panne: Gertrud musste abspringen, der Doktor blieb ruhig sitzen. «Es hätte nämlich keinen Zweck, wenn ich so täte, als ob ich Dir helfen wollte», sagte er. «Ich habe keine Ahnung — von der Konstruktion des ganzen Betriebes, ja, ungefähr — aber wie man ihn wieder instand setzt absolut nicht.» «Also der richtige Salonfahrer. Dann gib mir wenigstens die Werkzeugtasche heraus.» Er sah zu seinein Leidwesen, dass er dazu absteigen musste, aber ehe er sich umständlich aus den Decken gewickelt hatte, die er trotz des freundlichen Tages für nötig fand, holte Gertrud sie schon heraus, warf einen Kittel über ihren Mantel und machte sich daran, nach der Störung zu suchen. Diesmal war's nur eine Kleinigkeit und sie kamen ///. Blatt der „Automobil-Revue" glücklich am Walchensee entlang, bis nach Urfeld. Da sassen sie wieder fest! «Das kann ja hübsch werden», überlegte Dr. Lewaldt bei sich und suchte nach irgendeinem Grund, doch noch, vielleicht von Innsbruck aus, die Bahn zu nehmen. Wenn er vorschützte, das Fahren bekäme ihm nicht, sein Ischias melde sich, wie es tatsächlich schon etwas der Fall war. Aber durfte er Gertrud sich selbst auf dieser weiten Reise überlassen? Dagegen sträubte sich sein ritterliches Gefühl und im Geheimen die Idee, die Entflohenen möchten durchaus nicht an den Bahnstationen bleiben, sondern Plätze aufsuchen, die eben mir mit einem Wagen zu erreichen waren. Mit einem hochroten Kopf kam Gertrud unter den Rädern zum Vorschein. «Ja, es ist doch recht warm heute», sagte er mitleidig. Sie lachte zwar, aber im Grunde ihres Herzens war sie zornig. Das hatte sie in ihrem schnellen Impuls gar nicht überdacht, dass ihr nun auf der ganzen Reise die Pflicht zufallen würde, das Auto in Ordnung zu halten! Bei Hans würde es etwas Selbstverständliches gewesen, dass sie ihm half, wenn irgendeine Störung sie unterwegs überraschte, und fuhr sie allein, war sie ja ohnehin auf sich selbst angewiesen. Aber nun für diesen verwöhnten, reichen Menschen sorgen und alle Reparaturen eigenhändig machen — und er schien nicht einmal dankbar dafür zu sein! «Sobald wir einen längeren Aufenthalt nehmen, bringe ich es Dir gründlichst bei, woran es gewöhnlich fehlt und wie man's machen muss!» Sie stieg wieder auf. //. Der neue SaperwaL Das Dornier-Ganzmetall-Verkehrsfluoboot mit vier Motoren. Das von der Dornier Metallbauten G. m. b. H. in Friedrichshafen-Manzell gebaute Flugboot hat vor wenigen Tagen seine Probeflüge beendet. Nach modernsten Gesichtspunkten konstruiert, sticht es wesentlich ab von Grossflugzeugen anderer Staaten, die den alten, wenn auch bewährten Prinzipien nachhängen. Das ganz niedrig auf dem Wasser liegende Boot macht den Eindruck gediegener Eleganz, die besonders noch durch den weissen Anstrich betont wird. Der Tragflügel der als Eindecker speziell für den Hochseeflugverkehr gebauten Maschine ist in geringem Abstande über dem Rumpf angeordnet. Beide Flügelhälften sind, an dem mit dem Rumpf lösbar verbundenen Flügelmittelstück befestigt und etwa in ihrer Mitte durch ein schräg nach unten innen laufendes Stielpaar abgestützt Die gesamte Tragwerkkonstruktion besteht ausschliesslich. aus Metall. Für die beiden Holme wurden gezogene Stahlblechbänder verwendet, für die Rippen, die als Fachwerkkastenrippen ausgebildet sind, Duraluminium. Die Beplankung des Flügels geschah zum Teil mit Stahlblech, das durch gesickte Duraluminblechbänder zusammengehalten wird, zum Teil mit glattem Duraluminblech. Die am Flügelhinterteil angebrachten abnehmbaren Querruder bestehen aus Duralumin-Fachwerkrippen, die mit Stoff überspannt sind. Um das Ruder auszugleichen, zu entlasten, sind über der Ruderfläche Hilfsflü'gel angeordnet, die bewirken, dass auch in jeder Ruderstellung keine Kräfte auf den vom Piloten betätigten Steuerhebel einwirken. Diese zur Entlastung notwendigen Kräfte sind bei grossen Ruderflächen, wie sie solche Apparate nötig haben, und grossen Fluggeschwindigkeiten von solcher Grosse, dass sie, wenn der Pilot sie durch seine Muskelkraft über* winden müsste, denselben außerordentlich ermüden würden. Das Höhen- und Seitenleitwerk ist als Flossenkreuz auf der Heckspitze des Rumpfes aufgesetzt. Höhen- und Seitenflosse .sind aus Stahlholmen und Duraluminrip- 1 pen konstruiert; erstere mit Stoffbespannung, letztere mit Duraluminbeplankung. Die Höhenflosse ist beiderseits der Seitenflosse durch Strebenpaare gegen das Rumpfheck abgestützt Beide Ruder mit nahtlosem Duraluminrohr als Drehachse benützen Duraluminrippen als Konstruktionselemente und sind mit Stoff bespannt Der Rumpf ist, da er als Schtvimtner, dient, als Bootskörper behandelt worden. Er ist mit einer schwaohen, vom Bug nach hinten abnehmenden Kielung versehen. Ein weiter hinten ansetzender Verdrängunggkiel, sowie zwei seitlich am Rumpf angebrachte Flossenstummel lassen den. Apparat sicher auf dem Wasser liegen. Dieser impertinente Mensch erwiderte see-* lenruhig: «Oh nein, danke! Diese Handgeschicklichkeiten liegen mir garnicht. Eine Maschine ist mir etwas Entsetzliches, ein Ungetüm, das doch stets seinen Willen gegen den meinen durchsetzt und mit dem ich nie auskommen werde. Dafür bewundere ich die Menschen aufrichtig, die sich mit solch einem Ding, wie es der Motor in einem Auto oder in einem Flugzeug ist, vertragen können. Und besonders noch eine Frau.» «Sehr schmeichelhaft!» Ihre Stimme klang höhnisch. «Als Kavalier müsste es Dir aber doch peinlich sein, mich alle Arbeit tun ZH sehen.» «Das ist es mir auch, sicherlich! Und Du weisst, dass ich noch im letzten Moment vorschlug, meinen Chauffeur mitzunehmen.» «Und Deinen Wagen? Nein, nein, es ist mir lieber so!» Er musste schon verstehen, dass sie nicht sein Gast sein wollte. In ihrem Resedafarbenen, da war sie zu Hause, und vor Hans und aller Welt blieb sie die Gebende, die Selbständige. Auf die schroffe Karwendelspitze jagte sie zu, die Mittenwald überragt. Da tauchte auch schon die entzückende Barockkirche auf. Von jeher hatte sie eine besondere Vorliebe für diesen Ort gehabt, dessen Bewohner sich mit der Herstellung von Musikinstrumenten, Besonders Geigen, von alters her beschäftigen. Das gab ihnen eine eigene Tradition, ein eigenes Wesen, so gut wie den Oberammergauern die Erziehung von Jugend auf zu einer bestimmten Rolle im Passionsspiel. Im Vorbeifahren warf sie einen gerührten