Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1928_Zeitung_Nr.005

E_1928_Zeitung_Nr.005

Das Berner Dekret In

Das Berner Dekret In Kraft getreten. Das Bundesgericht hat die Suspendierung nicht bewilligt! Wie wir bereits in letzter Nummer kurz gemeldet haben, hat das Bundesgericht dem subsidiären Begehren des Verbandes schweizerischer Motorlastwagenbesitzer nicht entsprochen. Damit ist der vorübergehende, unsichere rechtliche Zustand aufgehoben und das Dekret in volle Wirksamkeit getreten. Das Bundesgericht hat bei diesem Anlasse die Aeusserung getan, dass Gesetzessuspensionen nur in ausserordentlichen Fällen von Verfassungsverletzungen angeordnet werden. Das Berner Dekret besteht nun zu Recht. Wir zweifeln keinen Augenblick, dass die Berner Regierung ihren Kontrollapparat, den sie nun auf das Dekret hin instruiert haben wird, sofort in Tätigkeit versetzen wird. Der Rekurs gegen das Dekret ist selbstredend noch nicht entschieden. Es muss mit einer Verzögerung der Beurteilung gerechnet werden, so dass auf jeden Fall das Dekret seine Herrschaft für einige Wochen behaupten wird. Wir hoffen, es werde der Wirksamkeit der einschneidenden Bestimmungen bald Einhalt geboten, um dem freizügigen Verkehr die Bahn zu sichern. Da das bernische Dekret recht fühlbar in die Interessen der Einwohner anderer Kantone einschneidet, wird sich mit der Anwendung desselben der Widerstand verstärken und konzentrieren. Eine Aenderung des Dekretes kann aber vorerst nur vom Bundesgericht erwartet werden. fit. Der Stand der Verkehrstechnik in der Stadt Zürich. Das städtische Polizeinspektorat hatte den glücklichen Gedanken, die Tagea- und Fachpresse zu einer Sitzung einzuladen, um deren Vertreter über die bisherigen Bestrebungen der Verkehrspolizei zur weitgehenden Regelung des städtischen Verkehrs zu orientieren. Einleitend wies Herr Dr. v. Schulthess auf die im Schosse des schweizerischen Städte-verbandes geleistete Arbeit hin, deren Ziel die Vereinheitlichung der Verkehrszeichen und -Signale in den schweizerischen Städten ist. Bekanntlich hat der vor etwa Jahresfrist ausgearbeitete Entwurf allgemein« Zustimung gefunden und wird nun. wie bereits in Zürich, auch in anderen Städten als grundlegende Norm für die Modernisierung der verkehrspolizeilichen Massnahmen dienen. Die in einem Teil der Tagespresse geübte Kritik, man hätte in d«r Schweiz nicht so selbständig vorgehen, sondern besseren Kontakt mit dem Ausland suchen sollen, ist unbegründet. Die Schweiz ist hier bahnbrechend vorangegangen und die Initianten hatten die grosse Genugtuung dass deren Vorschläge beim Internationalen Städtevorband und den internationalen Organisationen der Automobilverbände, sowie auch bei der Verkehrskommission des Völkerbundes beste Aufnahme und grosse Beachtung fanden. Der Stand der bisherigen Verhandlungen auf internationalem Boden lässt mit grosser Wahrscheinlichkeit annehmen, dass man im Auslande dem schweizerischen Beispiel folgen wird, so dass die bei uns verwendeten Zeichen bald internationale Geltung haben dürften. Sobald die einheimischen Städte die vorgesehene Regelung durchgeführt haben, wtrd der schweizerische Städteverband sich mit den verschiedenen eidgenössischen Departementen in Verbindung setzen, um zu veranlassen, dass die bis anhin vielfach zu Unrecht privilegierten Strassenbenützer. wie Strassenbahncn, Postautos etc. sich auch der einheitlichen Regelung anpassen. Ueber die Anwendung in Zürich der vom Städteverband vorgesehenen Zeichen für Verkehrspolizei und Winkzeichen der Fahrzeugführer referierte Herr Polizeiinspektor Heusser. Was die farbigen Tafeln anbetrifft, so ist deren Bedeutung für die Strassenbenützer leicht fasslich, indem durchwegs die roten Tafeln irgend ein Verbot bedeuten, währenddem die in Blau gehaltenen Signale der Orientierung dienen. Die Verbote oder die Orientierung betreffende Einzelheiten sind durch bestimmte, in anderer Farbe gehaltene Zeichen in der nämlichen oder in einer Beitafel enthalten. Für Anwohner und Verkehrsinteressenten gleich wichtig ist die Mitteilung, dass Strossen, welche für den Durchgangsverkehr geschlossen sind, für den Zübringerdienst offen bleiben. Lieferungs- oder Personenauto, welche einen Anwohner der mit Fahrverbot belegten Strassen bedienen sollen, können bis zu dem betreffenden Hause vorfahren. Diese weitsichtige Interpretation des Fahrverbotes vermeidet manche Unzulänglichkeiten. Obwohl die Strassentafeln vorläufig nur für den innerstädtischen Verkehr verwendet werden sollen, beabsichtigt man dasgängig gestalten zu können. kehr immer in Fluss behalten und wirklich durch- Zeichen für die Einbahnstrasse (blaue Scheibe mit Sinn und Wesen der Parkierungs- und Stationierungsvorschriften wurden ebenfalls trefflich dar- weissem Pfeil in der Fahrrichtung) auch zur Orientierung auf kantonalen Durchgangs- und Anfahrstrassen zu benützen. Diesbezügliche Schritte sind orientiert sein, da wir, dank dem Entgegenkommen gelegt. Unsere Leser dürften darüber genügend bereits unternommen worden, so dass wenigstens der Polizei, schon verschiedene Male Gelegenheit auf zürcherisohem Kantonsgebiet bald solche Tafeln aufgestellt werden dürften. Sie sollen transpa- hatten, uns darüber zu äussern. Volle Beachtung rent gehalten und nachts beleuchtet werden, um zu jeder Stunde dem Wegkundigen nützlich zu sein. Von besonderem Interesse war sodann die Skizzierung der weiteren Programmpunkte der zürcherischen Verkehrspolizei. Die Verkehrsregelung nach den Normalien des Städteverbandes ist nur eine erste Etappe in der Aastrebung neuzeitlicher Verkehrsbedingungen in Zürich. Zurzeit werden besonders die Möglichkeiten einer Regelung des Fiissgängerverkehrs in den Stosszeiten studiert. In ausländischen Städten sind auf der Fahrbahn bekanntlich vielfach besondere Schutzstreifen markiert, zwischen welchen die Fussgänger die Strasse überqueren sollen. In einzelnen Fällen ist es direkt polizeiliche Vorschrift, die Fahrbahn nirgends anders als auf dem Schutzstreifen zu übergueren, andernorts wieder hat man es vorläufig dem guten Willen jedes Einzelnen überlassen, wobei der Erfolg allerdings nur sehr mittelmässig ist. Diese verschiedenen Anwendungismöglichkeiten werden nunmehr auch in Zürich studiert, insbesondere auch deshalb, weil bereits auf dem Paradeplatz solche Demarkationslinien für den Fussgängerverkehr vorgesehen sind. Der «Go and Stop>-betrieb wird ebenfalls geprüft. Es ist dies die ursprünglich in England eingeführte Verkehrsregelung an Straßenkreuzungen, wobei der Verkehr in den beiden sich schneidenden Richtungen abgestoppt, Tesp. frei gegeben wird. Die meisten ausländischen Städte haben dieses System adoptiert und die Zürcher Polizei erwägt dessen Anwendung in den Stunden grössten Verkehrs. AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N°5 Herr Polizeiadjunkt Ottiker befasste sich sodann mit den gesetzlichen Grundlagen der veTkehrspolizeilichen Maßnahmen. Für die Städto- Zürich und Winterthur gestalten sich die Verhältnisse sehr günstig, da ihnen im Gesetz das Recht, derartige Bestimmungen zu erlassen, delegiert wurde. Innerhalb des Stadtrates ist es wiederum dem Polizeivorstand überlassen, die als notwendig erachteten Normen aufzustellen. Dadurch wird eine möglichst grosse Anpassungsfähigkeit der den Verkehr beaufsichtigenden Behörde an die jeweiligen Erfordernisse gewährleistet, was kaum der Fall wäre, wenn die schwerfällige kantonale Gesetzesmaschine jedesmal in Funktion gesetzt werden müsste. Bei der Durchführung der neuen Vorschriften hat die Polizei bis anhin von den ihr zustehenden gesetzlichen Zwangsmitteln keinen Gebrauch gemacht. Nachdem aber den Automobilisten genügend Gelegenheit geboten wurde, sich an die Bestimmungen zu gewöhnen, wird die Polizei ihre Rolle des freundschaftlichen Beraters etwas ummodeln und zukünftig bei Nichtbeachtung der Vorschriften einen strengeren Massstab anlegen. Als letzter Referent orientierte Herr Polizeikommissär Hartmann über die bereits im Kreise 1 durchgeführten Anordnungen. Der grundlegende Gedanke bei der Wahl der jetzigen Einbahnstrassen, der Parkplätze und Parkierunprsstrassen war die weitgehende Entlastung der Bahnhofstrasse und die Ausschaltung möglichst vieler Kreuzungen längs dieser Hauptader, um den dort pulsierenden Ver- verdient noch der Hinweis, dass in solchen StTassen, in welchen jeweilen nur eine Seite für Parkieren oder Stationieren vorgesehen ist, auf der freien Seite nur so lange angehalten werden darf, als das Ein- und Aussteigen aus Personenwagen, oder das Abladen von Gütern von Lieferungswagen an Zeit beansprucht. Für längere Halte sind eben die Parkierungs- und Stationierungsvorschriften zu beachten. Diese Sitzung ermöglichte eine eingehende Orientierung und trug sicherlich viel dazu bei. bestehende Zweifel zu klären und Lücken auszufüllen. Sie \vird einzelnen Redaktionen auch erleichtern, sich mit Wünschen und Kritiken bezüglich der Verkehrsregelung zu befassen. Es wurde gleichzeitig ein vollständiges Bild von der Vielseitigkeit der städtischen Verkehrsprobleme und von der in Zürich bis anhin geleisteten Arbeit geboten. Wir haben mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, dass das Polizeinspeitorat auch zukünftig die Presse in der nämlichen Art und Weise auf dem Laufenden halten wird. B. IIZSTPI llhffithl Die Eröffnung des Salons von Rio de Janeiro ist auf den 3. Mai angekündigt. Wie an der ersten grosszügigon Ausstellung im Auguat 1925, werden sowohl die nordamerikanische, wie auch europäische Industrie hervorragend vertreten sein. xi. *MiMm*kBM Einen neuen Weltrekord schlug in Montlhery der Fahrer Marchand am Volant eines Voisin-Wagens, der berühmten französischen Marke, die bis heute somit bereits im Besitze von 18 Weltrekorden ist. Marchand erledigte den 10 Meilen-Rekord (16,093 Kilometer) in 4 Min. 29 58 ioo Sek. mit dem Stundenmittel von 214,912 km. (Der alte Rekord von Eldridge auf Miller betrug 4 Min. 31 7O /ioo Sek.; Stundenmittel 213,196 km). ^ v. Die Sternfahrt von Monte Carlo. Dieser Tage starten aus allen Himmelsrichtungen dos Kontinentes die Wargen, die sich an diesem alljährlich stattfindenden touristischen Wettbewerb beteiligen. Heute Dienstag wird Prinz Schaumburg-Lippe, von München kommend, die Genfer Kontrolle im Bureau des A.C.S. passieren. Er wird hierauf über Lyon weiterfahren und nach einem Nachtspurt zwischen 10 und 16 Uhr (Pariser Zeit) in Monte Carlo eintreffen. Die aus Athen gestarteten Fahrer, dem entferntesten Ausgangspunkt, sind seit einigen Tagen unterwegs. v. Der Gran Premio von Tripolis (11. März 1928) wird auf dem Circuit, der die Orte Tripolis, Suk el Giuma, Sgedeida, Sidi Messri (26,200 km) berührt, ausgefahren. Die Strecke muss von den Grosszylindern 16 mal zurückgelegt werden (ca. 420 km), von den kleinen Wagen 14 mal (ca. 366 km). Das Rennen ist mit 85,000 Lire dotiert. v. Der Circuit von Pozzo, eine italienische Schnelligkeitsfahrt für Rennwagen, wird am 25. März ausgetragen. Dio Organisation liegt in den Händen des A. C. von Verona. Die Konkurrenten haben über 308,50 km zu starten. An Preisen stehen 80,000 Lire zur Verfügung. v. Strassen in Liechtenstein. In den Strassenverhältnissen in Liechtenstein ist seit dem letzten Bericht insofern eine Verbesserung eingetreten, als durch Bau einer Notverbindungsbrücke bei der Rheinbrücke Haag-Bendern die Verbindung von Haag über Bendern wieder hergestellt ist, und durch den Rückgang des Wassers nunmehr auch die Strasse von Eschen nach Nendeln befahrbar geworden ist. Die erwähnte Notbrücke ist benutzbar für Fahrzeuge bis zu maximal 4000 Kilo Gewicht. Als Durchgangsstrassen Schweiz-Liechtenstein-Oesterreich kämen hier nunmehr in Frage: Sargans-Trübbach-kl. Mels-Balzers-Vaduz- Schaan-Tisis; Sevelen-Vaduz-Schaan-Tisis ; Haag-Bendern-Eschen-Nendeln-Tisis. Weitere Veränderungen in den Durchgangsverhältnissen durch Liechtenstein werden an dieser Stelle bekanntgegeben werden. B. CARROSSERIE GANGLOFF S. A. > GENtVE Av. Blane ZÜRICH d-devant Ge/ßberger COLMAR FLStanlslas ALL-WEATHER brevets GG. wird Sie ruhig auch über die holperigsten Strassen führen und Ihnen hohe Gleitsicherheit bieten, wenn es ein FISK-PNEU ist. FISK-PNEUS bieten Ihnen Verringerung der Gefahren und der Spesen. Ihr nachsterReifen also ein FiSK-PNEU! TOIT DECOUVRABLE brevets N

N* 5 —1928 AUTOMOBIL-REVUE Der Koliokationsplan im Falle Naly ist cndgül- ;ig ausgearbeitet worden. Den 800,000 Fr. Passiven stehen an Aktiven nui 200,000 Fr. (die Besitzung Nalys, die verkauft werden soll!) gegenüber. Das Schwurgericht wird Ende Februar zusammentreten. v. Club-Bali der Sektion Zürich des A. C.S. Die Sektion Zürich des A. C. S. erlässt soeben die Einladung zu ihrem am 21. Januar 1928 ab 21 Uhr im Grand Hotel «Dolder» in Zürich stattfindenden Clubball, für welchen Anlass folgendes Programm vorgesehen ist: Beginn und Ort: 21. Januar 1928, 21 Uhr, im Grand Hotel «Dolder» in Zürich. Tcnue: Ballkleidung wird anempfohlen. Parkierung der Wagen: Im Hof des Grand Hotel < Dolder»; für unentgeltliche Bewachung der Wagen ist gesorgt. Musik: Zwei Orchester. Darbietungen: Diverse künstlerische und humoristische Einlagen, SpezialVorführungen, Cotillons, Surprises, Amüsements, diverse Konkurrenzen der Ballteilnehmer etc. Kaltes Büffet: Von einem gemeinsamen Nachtessen wird wie letztes Jahr abgesehen, hingegen versprechen ein exquisites kaltes Büffet und der wohlassortierte Keller dos Grand Hotel «Dolder» besondere Leckerbissen. Ballkarten können bis spätestens Freitag den 20. Januar 1928, 18 Uhr, beim Sekretariat der Sektion Zürich des A. C. S., Waisenhausstrassc 2. Zürich (Tel. S. 87.44), mittels der Anmeldekarte bestellt werden. Preis der Ballkarte Fr. 10.— pro Person (kaltes Büffet nicht inbegriffen). Die Ballkarten können beim Sektionssekretariat oder am 21. Januar ab 20 Uhr 30 im Grand Hotel < Dolder » gemäss der gemachten Bestellung gelöst werden. Bestellte Ballkarten müssen bezahlt werden. Der Tischplan für Reservierung von Tischen liegt auf dem Sektionssekretariat, Waisenhaüsstrasse 2, Zürich, auf, wo spezielle Wünsche gerne berücksichtigt werden. Es soll ein Fest von lauterer Freude, bester Harmonie und froher Geselligkeit sein. Ein Tanzvergnügen, das — jeder Exklusivität bar — iedem Clubmitglied gestatten soll, daran teilzunehmen und die besten Erinnerungen an froh verlebte Stunden mit nach Hause zu tragen. Verschiedene künstlerische und musikalische Darbietungen reihen sich zwanglos in das vielversprechende Programm des Abends ein, so dass auch mit den neuesten Tanzschöpfungon nicht so sehr vertraute Teilnehmer sich im Kreise der grossen A. C. S.-Gemeinde wohlfüWcn und köstlich amüsieren werden. Der Vorstand der Sektion Zürich des A. C. S. Die Vergnügungskommission der Sektion Zürich des A. C. S. A. C. S. Sektion Zürich. Die Zürcher Sektion Ies A. C. S. hatto sich für ihre Monatsversammlung fom 12. Januar 1923 eine besonders zügige Attrakion in einem Lichtbildervortrag ihres Präsidenten H. Wunderly-Volkart, Meilen, über « Von Walrossen and weissen Bären; Jagden im nördlichen Eismeer > verschrieben. Es war denn auch nicht verwunderlich, dass man wieder einmal einen Rekordbesuch buchen konnte. Schon zum Nachtessen hatten sich ca. 160 Mitglieder eingefunden, und als der Vortragende um 20.45 Uhr vor einem erwartungsfreudigen Publikum seinen interessanten Bericht begann, da vermerkte die Kontrolle die Rekordziffer von ca. 230 Teilnehmern. Reiseberichte in anregender Form vorzutragen, ist nicht jedermanns Sache, und wie oft werden solche Berichte durch monotonen, langweiligen Vortrag jeglichen Interesses beraubt. Die Zürcher A. G. S.- Gemeindo besitzt nun in ihrem Präsidenten einen solch vorzüglichen Referenten und erfahrenen Touristen, dass einem der Vortrag zu einem wahren Erlebnis wurde. Kein toter Punkt, in kräftigen Farben die vielfachen Erlebnisse schildernd, hie und da eine humoristische Note auflegend, packend und fesselnd vorwärts eilend, so führte uns Herr Wunderly-Volkart in nie erlahmender Weise hinauf in nördliche Welten, wo den Reisenden prächtige Naturschönheiten erwarten. Und dass die ganze Reise in Form einer Jagdexpedition durchgeführt wurde, gab ihr selbstverständlich einen besondern Reiz. Die ganze Organisation der Fahrt lag in den Händen des bekannten Reisebureaus Bennet in Oslo. Der Expedition gehörten nur Herr H. Wunderly- Volkart und ein Franzose, Herr Picard, nebst 16 Mann Besatzung an. Von Oslo fuhr man per Eisenbahn nach Trondhjcm, dann in 3 Tagen an Bord eines norwegischen Touristendampfers hinauf zur Inselgruppe der Lofotcn und nach Tromsoe, wo man noch ein Lappenlager besuchte. Hier schiffte man sich auf das Expeditionsschiff, die « Quest» ein, das ehemalige Schiff des Polforschers Shakleton, das sich dank seiner Konstruktion besonders gut für nördliche Fahrten eignete. Bei einer Länge von 42 m besass die « Quest» eine Breite von lYi m, bei einem Tiefgang von 3 m und einer Masehinenleistung von 200 HP Proviant musste, wie dio norwegische Regierung für solche Expeditionsfahrten vorschreibt, für ein ganzes Jahr mitgenommen werden. Ein ausgezeichneter Kapitän, 2 Steuerleute und eine wohlerprobte Mannschaft samt Koch bildeten dio Besatzung. Bald ging's nordwärts durchs nördliche Eismeer, um nach einem Abstecher zur Bäreninsel dio östliche, stark vergletscherte Küste von Spitzbergen aufzusuchen, die als interessantes Jagdgebiet bekannt ist. Man steuerte zuerst die sog. Russischen Inseln an, wo man auf Robben, Enten und Gänso Jagd machte, fuhr nordwärts, um Renntioro zu jagen, und kam so in der Hinlopenstrasso aus dem Treibeis ins Packeis, das dann zur Umkehr nötigte. In Kreuzfahrten ging's südwärts durchs nördliche Eismeer, wo man der Walross- und Eisbärjagd oblag und u. a. auch einige kleine Eisbären gefangen heimführte. In Hammerfest, südwestlich des Nordkap, wurde wiederum norwegisches Gebiet betreten und die Rückreise angetreten. In sehr ansprechenden Ausführungen, die von interessanten Lichtbildern begleitet waren, erzählto der Vortragende von den Eigenarten dieser Gebiete, von den Begebenheiten der Jagden auf Robben und Renntiere, Walrosse und Eisbären. Manch packende Momente tauchten auf, und interessant war es, den erfahrenen Jäger über die dortigen Jagdmethoden und die Eigenarten des Wildes berichten zu hören. Eine reiche Jagdtrophäc war das Resultat der kühnen Expedition, und verschiedene der ausgestopften Beutestücke und erlegton Tioro sowio zahlreiche Geweihe und Jagdinstrumentc waren im Saal zur Schau gestellt. Bis zur letzten Sekunde hielt der Vortragende die Zuhörer mit seinem glänzenden Referat im Banne, und ein gewaltiger Beifall und die herzlichen Dankesworte von Herrn Vizepräsident Heinr. Hürlimann zeigten wohl am nachdrücklichsten, welch vorzügliche Aufnahme der Vortrag gefunden und wie gross die Freude und Befriedigung über den ebenso lebendigen wie an Erlebnissen reichhaltigen Vortrag war. Herr Wunderly hat den Mitgliedern der Sektion Zürich des A. C. S. mit seinem Vortrag schöne, anregende Stunden geschaffen und nichts unterlassen, um ihnen möglichst viel Interessantes und Selbsterlebtes zu bioton. S. A. C. S„ Sektion Montagnes Neuchäteloises. Ball und Bankett der Sektion finden am Samstag den 21. Januar im Hotel « Fleur-de-Lys » in La Chauxdc-Fonds statt. Anmeldungen an das Sekretariat der Sektion bis Dienstag den 17 Januar. fit. Auto-Sektion Zürich des T. C. S. Die erste diesjährige VorstandssHzung der Auto-Sektion Zürich sollte ein etwas feierliches Gepräge erhalten, denn diese sonst so arbeitsreichen und jedes einzelne Mitglied entschädigungslos grosso Mühen kostenden Sitzungen wurde diesmal mit einer währschaften Berner Platte eröffnet. Paul Blüthgen. Besitzer eines gutbekannten Weinlokals an der Mühlebachstrasso, machte es sich zur Ehre, seine Vorstandskollegen vorzüglich zu bedienen. Dio Erledigung dieses Traktandums machte am allerwenigsten Kopfzerbrechen. Viel mehr zu denken und zu reden gab dann schon das in Aussicht stehende Jahresfesf. Als Termin dafür wurde der 10. März und als Lokal wurden wieder sämtliche Räume der Tonhalle bestimmt. Der Eintrittspreis beträgt für Mitglieder mit Frau und Kindern Fr. 5.— pro Person, für Eingeführte Fr. 10.— Der Unterhaltungskommission wurden Direktiven erteilt, im Vestibül wieder eine.« Bauernchilbi >, aber wenn möglich mit eigenen Leuten und unter Selbstregie zu arrangieren. Uebrigens sollten auch für dio übrige Unterhaltung einheimische Kräfte gewonnen werden können; vielleicht wäre ein Engagement Indergands, des Sängers zur Laute, möglich und sehr zu begrüs?en ! Im grossen Saal wird ein Ballet viel Freude bereiten. t Es wurde endlich der löbliche Beschluss gefasst, mit ganz wenigen Ausnahmen gar keine Freikarten mehr zu verabfolgen, Ein detailliertes Programm wird dio Unterhaltungskommission noch ausarbeiten und dem Vorstand in der nächsten Sitzung vorlegen. Weitere Veranstaltungen: 1. Februar: ein Vortrag mit Lichtbildern von Herrn Polizeikommissär Hartmann über Zürcher Verkehrsfragen, im Hotel « Baur-en-Ville» 18. Februar- ein Maskenball, am gleichen Ort, mit einem Eintrittspreis von nur 3 Fr. Dio Generalversammlung wird auf den 17, März, abends 6 Uhr, abendaselbst festgesetzt. Zur allgemeinen Stärkung soll auch dieses Jahr wieder eine kalte Platte serviert werden. Unser Jahresbericht hat immer guto Beachtung gefunden, und so würde beschlossen, auch dieses Jahr wieder einen solchen drucken zu lassen. Das Mitgliedervorzeichnis soll darin ebenfalls wieder Aufnahme finden, denn dies ist immer ein gutes Nachschlagewerk für viele. Um den Umfang nicht allzu stark anschwellen zu lassen, soll eine kleinere Schrift gewählt und ferner dem Wunsche der letztjährigen Generalversammlung nachgekommen werden, das Eintrittsjahr in den Club bei iedem Mitglied beizufügen. Einige Artikel aus dem Kreise des Vorstandes sollen dio Tätigkeit des Clubs im vergangenen Jahr beleuchten. Diesem begrüssenswerten Beschluss könnte manche andere Sektion nachleben, Dass immer noch viele Automobilisten keinem Club angehören, geht daraus hervor, dass auch in dieser Sitzung über 100 Anmeldungen Unser Club zeigt nun folgendes Bild: Bestand am 8. Dezember 2699 Eintritte am 13. Januar 100 2805 Austritte 22 vorlagen. Bestand am 13. Januar 2783 Mitglieder. Dio Abrechnungen der Deutschlandfahrt, der Jungfraufahrt, sowie der « Corso »-Theateraufführung werden vorgelegt und vom Vorstand verdankend abgenommen. Dio Schwestersektion Basel wünscht eine Eingabe nach Genf zu machon. Da uns aber nicht genau bekannt ist, was die Basler eigentlich wollön, können wir auf ihren Wunsch nicht eintreten. Da die Zeit stark vorgeschritten ist und noch nicht alle Traktanden erledigt sind, wird in acht Tagen weiterberaten. 0. H. Autosektion Waadt des T. C. S. Der Automobilismus besitzt in der Waadt einen guten Boden. Die Sektion hat einen Mitgliederbestand von über 1600 Mitglieder. Dem Vorstand der Sektion darf nachgerühmt werden, dass er immer auf der Höhe seiner Aufgabe steht. Dio Generalversammlung der Sektion ist auf den 28. Januar festgelegt. Der Veranstaltunff wird ein gemeinsames Essen folgen und hierauf ein Ball. Der Präsident des Clubs, Hr. Nationalrat Vallotton- Warnery, Präsident des waadtländischen Grossen Rates, wird den Tätigkeitsbericht der Sektion über das vergangene ereignisreiche Jahr ablegen. Im weitern wird der Rechnungsbericht der Versammlung vorgelegt werden. Nach einem kurzen Rapport über den Triptykdienst hat dio Versammlung zu den Neuwahlen des Vorstandes zu schreiten. Um 19 Uhr 45 wird Herr Vallotton-Warnery in einem prägnanten Vortrage das neue Projekt eines waadtländischen Gesetzes zur Besteuerung der Motorfahrzeuge beleuchten, das am 7. Februar im Grossen Rate behandelt worden soll. Nach dem administrativen Teil ist der gemütliche und kulinarische Teil angesetzt. Ein famoses Menü soll mit Ueberraschimgen gespickt sein. Aber Ueberraschungon anderer Natur werden die Fieudo der Gäste beleben. Der Ball beginnt um 21 Uhr 45. Das Ballprogramm sieht eine Lotterie, eine Tanzkonkurrenz und verschiedene andere Attraktionen vor. Am 16. Februar veranstaltet die Sektion einen Vortragsabend. Herr Ing. H. C. Waetjen. Präsident der U. M. S., wird über « Dio rationelle Schmierung der Motorfahrzeuge» sprechen. Der interessante Vortrag wird anhand von lichtbildern das Schmierungsproblem behandeln. Am 10. März wird der gegenwärtige Präsident, Herr Vallotton-Warnery, seinen Vortrag «Auf einem SochsradwagenJ> speziell für dio Mitglieder wiedergeben. Seine Reise von Paris nach Kairo, Konstantinopel und Bagdad gehört zu den interessantesten automobilistischen Expeditionen. fit. FILTER! PUROLATOR THEOILV*/ FILTER. sind eingebaut bei diesen Wagen Ajax, Buick 4 Cyl., Äuburn Buick Stand, und Master Cadillac, Chrysler, Chandler Diana, Flint, Gardner Hupmobile, Jewett, Jordan Locomobile jr., Marmon 6, Moon Nash, Oakland, Oldsmobile Packard, Paige, Pierce-ZVrrow Peerless, Rugby, Studebaker Stutz, Yelie, Wills-St. Ciaire Willys-Knight usw. Brauchen Sie keine Ersatz-Filter? PUROLATOR THEOILV^ t in bau und Ersatz FILTER, bei: General -Vertretung: Joshua Arbcnz, Zürich Postfach Rämistrasse Telephon H. 25,22 ist e?n Gebot der Stunde und auch für ihren Fahrbetrieb nötig! eit das Automobil nicht mehr reines Luxusfahrzeug ist, sondern S ein typische?, neuzeitliches und unentbehrliches Verkehrsmittel wurde, macht sich das Bedürfnis nach möglichst billiger Gestaltung des Fahrbetriebes immer mehr geltend. Wesentliche Ersparnisse lassen sich vor allem auch an den Unterhaltskosten für die Wagen erzielen und hier sind es hauptsächlich die Kosten für Erneuerung der Lager, die durch Verwendung von -KUGEL- n. ROLLENLAGERN auf das niedrigste mögliche Mass beschränkt werden können. Nur der Einbau eines erstklassigen Lagers sichert Sie vor den Nöten auf der Landstrasse, Zeitverlust und unnötigen Reparaturkosten. Es gibt keine widerstandsfähigeren Lager als SKF--Kugelund Rollenlager. Tausenden von Verwendern schafften sie die Grundlage zur rationellen Betriebsgestaltung, die sich dort um so sinnfälliger bemerkbar macht, wo Vergleiche mit den früheren Unterhaltskosten bei Verwendung von weniger guten Lagern gemacht werden. AKTIENGESELLSCHAFT SKF-KU GELLAG ER, ZÜRI CH SIHLSTRASSE1 - TEU.S. 2793