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E_1928_Zeitung_Nr.006

E_1928_Zeitung_Nr.006

e wichtige ^Botschaft

e wichtige ^Botschaft Vor neunzehn Jahren fabrizierten und verkauften wir den ersten Ford*Wa* gen, Modell T. Bei der Ankündigung die» ses Wagens erklärten wir dem Publikum: «Wir werden einen Wagen für die grosse Menge bauen. Dieser Wagen wird ge= nügend gross für die Familie, aber auch genügend klein für den Einzelfahrer sein. Der Wagen wird aus dem besten Material hergestellt sein, die besten Arbeiter werden an ihm gearbeitet haben, und die einfach" sten Konstruktionen moderner Ingenieur^ Wissenschaft werden Verwendung finden. Und dennoch wird der Preis dieses Wagens so niedrig bemessen sein, dass jeder, der ein angemessenes Gehalt erhält, ihn kaufen kann* Wenn ich heute von neuem im Geschäfts* leben beginnen müsste, oder wenn man mich fragen würde, was ich über meine bisherige Geschäftspolitik denke.sowürde ich nicht einen Satz dieser Ankündigung ändern. Sie gibt in wenigen Worten den Grund für die Existenz der Ford*Motor« Company und erklärt auch ihr Wachstum. In den letzten neunzehn Jahren haben wir 15 Millionen Ford*Wagen hergestellt und damit die Welt um dreihundert Millionen Pferdekräfte bereichert Und dennoch betrachte ich diese Maschinen, die meinen Namen tragen, nicht als blosse Maschinen. Ich betrachte sie als den greifbaren Beweis des Erfolges einet Geschäftstheorie, ja eigentlich noch mehr — einer Theorie, die danach strebt, die Welt angenehmer zu gestalten. Der Ford »Wagen, Modell T, war ein Pionier. Es- bestand keine nachweisbare öffentliche Nachfrage nach Automobilen, als wir zuerst an seinen Bau dachten. Es gab nur wenige gute Strassen, und nur ganz wenige abenteuerlich gesonnene Menschen Hessen sich zum Kauf eines Automobils bewegen. Der Ford bahnte der Automobil »Industrie den Weg und leitete den modernen Strassenbau ein. Der Ford überwand Zeit und Entfernung und brachte Zivilisation auch nach ent* ferntesten Orten. Er gab den Menschen mehr Zeit, er verhalf den Menschen dazu, mehr und besser zu arbeiten, in kürzerer Zeit und mit mehr Freude. Noch heute sind wir stolz auf den Erfolg unseres Modells T. Wären wir das nicht gewesen, hätten wir nicht so lange an ihm festgehalten. Aber 1928 ist nicht 1908. Es ist nicht 1915, ja nicht einmal 1926. Um modernen Ansprüchen zu genügen, haben wir einen neuen Wagen gebaut Wir sind uns bewusst, dass die Ver» hältnisse sich in den letzten Jahren derart verändert haben, dass eine Verbesserung der Automobilkonstruktion wünschens* wert ist. Deshalb haben wir einen neuen Wagen gebaut Um es kurz zu sagen — wir haben einen neuen und gänzlich anderen Ford gebaut, um neuen An* Sprüchen zu genügen. Wir glauben, dass der neue Ford*Wagen einen ebenso grossen Schritt im Au* tomobilbau bedeutet, wie seinerzeit das Modell T im Jahre 1908. - ? i Elegante niedrige Linienführung prächtige Farben Der neue Ford ist mehr als ein Wagen für die Anforderungen von heute. Er» rechnet mit den Bedürfnissen von 1929 und 1930. Der neue Ford ist fundamental ver* schieden vom Modell T, und dennoch sind die Grundprinzipien: billigste Her* stellungsweise und höchste Qualitätibei* behalten worden. Es gibt keinen Wagen, der dem neuen Ford an Qualität und Preis gleichkommt. Der neue Ford*Wagen hat aussergewöhn* lieh schone Linienführung und eine sehr geschmackvolle Zusammenstellung von Farben, weil heutzutage Linien und Farbe mit Recht als ein wesentlicher Faktor des modernen Wagens betrachtet werden. Nicht minder wichtig ist jedoch die Güte des Motors, Der neue Ford «Wagen besitzt für einen Wagen dieser Klasse eine ausserordent» liehe Schnelligkeit - weil nun einmal mo« derne Ansprüche ungewöhnliche Schnei* ligkeit verlangen. HENRY FORD 85 bis 105 Kilometer in der Stunde werden heutzutage benötigt, während man sich im lahre 1908 mit 50 und 60 Kilometern zu« frieden gab. Deshalb übergeben wir Ihnen heute einen Wagen mit hoher Geschwin* digkeit. Ruhiges ausgeglichenes Fahren bei jeder Geschwindigkeit Man kann mit dem neuen Ford «Wagen bequem 85 bis 105 Kilometer in der Stunde fahren; die Maximalgeschwindigkeit liegt jedoch noch hoher. > Seitdem moderne Ansprüche erhöhte Ge« schwindigkeit verlangen, werden auch bessere Bremsen als Ausgleich gefordert Aus diesem Grunde geben wir dem neuen Wagen Vierradbremsen. 1 von Der neue Ford wird ruhig und ausge* glichen bei jeder Geschwindigkeit fahren. Und selbst im stärksten Verkehr werden Sie den Wagen noch leichter fahren als , das alte Modell T. Der neue Ford ist dauerhaft, denn Dauer« haftigkeit ist die Grundlage des modernen Automobilbaus. Der Ford «Wagen ist stets als ein Fahrzeug bekannt gewesen, das Sie an Ihr Ziel bringt und auch wieder zurück. Der neue Ford wird dies auch tun und wird es in elegantem Stil tun. Sie werden stolz auf den neuen Ford sein. Dieser neue Ford ist nicht an einem einzigen Tage entworfen und gebaut worden. Seit Jahren arbeiten unsere In* genieure an ihm, und in meinen Gedanken führt er ein noch längeres Dasein. Wir fabrizieren Wagen sehr schnell, aber wir haben uns die Sache lange, sehr lange vorher überlegt. Drängen lassen wir uns nicht. Zwölf Jahre lang haben wir uns mit der Verbesserung unseres alten Modells T beschäftigt, bis wir es der Oeffentlichkeit zur Verfügung stellten. Sie werden uns glauben, dass wir diesen neuen Wagen dem Markt nicht ohne die Ueberzeugung übergeben hätten, dass er bis in die klein« sten Teile technisch vollkommen sei. Jeder einzelne Teil ist geprüft und noch* mals geprüft worden. Einen Zweifel, ob dies ein erfolgreiches Modell sein wird, gibt es nicht. Es muss zwangsläufig Erfolg haben, denn die Summe alles dessen hat zusammengewirkt, was wir über Automobilbau in einem Menschen« alter gelernt haben. Niedrige Preise für den neuen Ford In Uebereinstimmung mit der bisherigen Foird'schen Preispolitik ist auch der neue Wagen ausserordentlich billig. Es ist von jeher mein Grundsatz gewesen, eine grosse Anzahl von Wagen mit einer kleinen Ver« dienstspanne zu verkaufen. Wir werden niemals vergessen, dass es die früheren Käufer von Ford «Wagen sind, die das Ford'sche Unternehmen ge* stärkt und zu seiner heutigen Bedeutung gebracht haben. Von jeher ist es ein Grund« satz unserer Politik gewesen, unsere Ge* vrinne mit unseren Kunden ru teilen. Weil kein anderer Fabrikant auf unsere Axt Geschäfte tätigt, kann niemand unsere« neuen Wagen zu unserem niedrigen Pre» nachahmen. Wir können Ihnen diesen neuen Ford mit allen seinen Verbesserungen zu einem niedrigen Preise verkaufen, weil wir neue Wege gefunden haben, grössere Werte ohne grosse Erhöhung unserer Produk* tionskosten zu schaffen. Es hat nie in unserer Absicht gelegen, einen Wagen herzustellen, der ru einer bestimmten Summe verkauft werden sollte. Wir entschieden uns, einen gewissen hochwertigen Wagen zu schaffen, und dann fanden wir die richtigen Wege, diesen Wagen zu einem niedrigen Preise herzustellen. Die neuen Ford «Wagen sind ab 25. Ja* nuar in den wichtigsten Städten der Schweiz zu besichtigen. Beachten Sie unsere Ankündigungen nächste Woche. Sie werden sich davon überzeugen k5n« nen, dass alles, was ich über Aussehen, Leistungsfähigkeit, Komfort und Sicher» heit des neuen Wagens gesagt habe, richtig ist Ich halte den neuen Ford für einen der wichtigsten Faktoren, der je auf den Fortschritt der Automobilindustrie und auf das Glück und das Wohlergehen von Millionen von Menschen gewirkt hat FORD MOTOR/ COMPANY

Beweis für die Beliebtheit, ja für die Notwendig- keit liefert, den der seit einigen Jahren betriebene Autokurs darstellt. Dio gefahrenen Wagenkilometer par» 6 - 1928 Der Automobilsalon der Mailänder Messe. Kürzlich meldeten wir in unserem Blatte, dass Uo U. I. F. A (Union der italienischen Automobil- Eairikantcn) darauf verzichtet, im Jahre 1928 einen tatomoMlsalon in Italien zu veranstalten und dass sio das internationale Bureau in Paria dazu verhielt, Jude Ausstellung dieser Art in Italien zu vertiindorn. Dabei sollte die Mailänder-Messe inbegriffen sein. Inzwischen sind aber von den Organisatoren der Mailänder-Messe Anstrengungen gemacht worden, um tlio italienischen Konstrukteure dazu zu. bewesen, ihren Entschluss rückgängig zu machen. Der Pxäfekt von Mailand erhielt auch von der Regierung dio Zusage, Mussolini werde die Bestrebungen der Organisatoren unterstützen und durch eine energische Aktion dio italienischen Autoindustriellen zur Anmeldung und zum Ausstellen anhalten. Der Automobilsalon kann daher, trotz der gegenteiligen Meinung der U. I. P. A., als gesichert gelten. Wie bis anhin, wird der Salon vom 12.—27. April ior Sportpalast stattfinden. Es ist zu hoffen, dass die U. I. F. A. auf ihren Beschluss zurückkommen wird, der einesteils aus einem Mangel an Sympathie zu der letztjährigen Mailänder-Messe als solche, andernteils aus dem lebhaften Bestrehen entstand, der zunehmenden Zahl an Messen und damit den wachsenden Kosten für die Automobilindustrie Einhalt zu tun. Es muss in Betracht; gezogen werden, dass die Mailänder-Ausstellung in diesem Jahre den Gha- Takter einer reinen Ausstellung hat, sowohl was die Dauer als auch was ihre Ausdehnung anbetrifft. AUo italienischen Produkte sind dort ausgestellt. Warum sollte da das wichtige Automobil fehlen? fit. Zeit von grundlegender Bedeutung ist und dem Die gute alte Zeit. Der Regierungsrat von Appenzell A. Rh. hat die alte Hundwilertobel-Brücke schaften nun auch im Siggental zur Erfüllung, ver- das Auto wie in unzähligen schweizerischen Tal- zum Verkaufe auf Abbruch ausgeschrieben. Das holfen hat. xi. schöne gedeckte Bauwerk, das 1838/39 erbaut wurde und seither Jahr für Jahr die Verbindung zwischen dem witzigen Aproenzellerländi und der Welt herstellte, hat der neuen Zeit weichen müssen. Im weiten Bogen wölbt sich die neue Brücke und über sie hin haistet der schnelle Verkehr unserer Zeit... xi. Die Autobusverbindung Luzern—Horw beschlossene Sache! Nachdem die Gemeinde Horw sich mit der Autobusvcrbindung einverstanden erklärte, gab auch dio Stadt Luzern ihre Zusage und bewilligt hief ür einen Kredit von Fr. 45.500.—. lt. e Zustände! Le^te WtJcha- stürzte ,in,r,Bas- ; .die.,alte, steinerne; Brüpkp, über den Dorf- bach unter der schweren Last eines beladenen Kiesautos zusammen. Die Zeitungen berichten, dass sich das Auto noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte und schliessen die Meldung wörtlich: «Erst kürzlich hat eine andere Bachbrücke in Bassersdorf das gleiche Schicksal erlitten.» Es fehlt nur noch ein Nekrolog für die beiden Brücken! Von den Strassenbenützern aber, vornehmlich den Automobilisten, die bei solchen Zuständen beim Passieren der Brücke ständig in Lebensgefahr schwebten, kein Sterbenswörtchen! Es wäre in unserem Schweizerlandie um die Verkehrssicherheit herrlich bestellt, wenn mau bei jeder Brücke mit den Händen im Schoss zuwarten wollte, bis ßie unter der Last eines Gefährtes ihr morsches Leben beenden würdo...! xi. Reger Verkehr im Ulmbergtunnel in Zürich! Der Udmbergtunncl, der kürzlich dem Verkehr übergeben wurde, weist bereits imposante Vexkehrsziffern auf. Vom frühen Morgen bis in den späten Abend hinein wälzt sich ein ständiger Strom von Fahrzeugen und Fussgängern durch den Strassentunnel. Es passieren über 5000 Personen die neue Verbindung der Gemeinden Enge und Wiedikon, während schätzungsweise mehr als 250 Personenautomobile, 250—300 Lastautomobile und üher WO Fahrräder an einem Tage durch diese Engpforte fahren. Der Wert dieser Verbindung wird durch diese Zahlen schlagend bewiesen. lt. Die moderne Verkehrsregelung halt, bedingt) durch dio Orts- und VeTkehrsverhältnisse auch im aargatuischen Beziikshauptort Lenzbuflg mit seinem romantischen Schlosse Eingang gefunden. Kürzlich sind an verschiedenen Plätzen und Strassen die neuen offiziellen Parkierungstafeln angebracht worden, wie man sie z. B. in Zürich und Bern sieht. Ebenso sind zur Erleichterung des Durcbgangverkehrs besondere Wegweiser erstellt worden, welche nachts extra beleuchtet werden umd gut lesbar sind. Während den Hauptverkehrszeiten waltet eine zuverlässige Traffic-Polizei ihres Amtes. J. H. Autokurse im Siggental. Die bereits erwähnte AUTOMOBIL-REVUE bevorstehende Automobilkursverbindumj für das Siggental hat ihren entscheidenden Schritt getan: Die Post hat den Kura zur freien Bewerbung ausgeschrieben. — Wenn auch der Dienst mit einem Privatwagen mehr als «Provisorium > betrachtet werden muss, so beendigt er doch die heute •unhaltbaren Zustande^ und sorgt, da Baden als Ausgangsort ersehen ist, für eine rasche Erledigung der Postsachen — ein Erfordernis, das für unsere Modernstes Wagenmaterial will die eidgenössische Postverwaltung für die Alponkurse anschaffen. Dieser Tage ist bei Saurer eine Bestellung für 20 Niederrahmenchassis eingegangen. Die neuen, auf grösste Bequemlichkeit und Leistungsfähigkeit eingestellten Wagen sollen 75 PS-Motoren mit eingebauten Ricardoköpfen erhalten — eine Neuerung, die eine bessere Verbrennung gewährleistet. Diese die gegenwärtigen schweizerischen Postautos noch übertreffenden Wagen werden trotzdem nur 16 Plätze besitzen, und zwar in fünf Reihen zu je drei Sitzen. Jeder Sitz ist durch eine Armlehne vom andern getrennt; mitten durch den Wagen führt ein Mittelgang. Eine Kurbclverdeckkarosserie mit her- ablassbaren Seitenfenstern wird dem neuen Wagen eleganten Komfort verleihen. Für die Surbtallinie sind vier neue Niederrahmen-Fahrzeuse mit 105 PS- 6 Zylinder-Motoren und bis 45 Sitzplätzen bei derselben'Firma bestellt worden. Auch mit der Motorwagenfabrdk «Berna» sind Verhandlungen zwecks Ankauf grosser Fahrzeuge auf stark frequentierten Linien eingeleitet. v. Die Car-Alpin-Linie Arbon—St. Gallen bewies auch im vierten Quartal des verflossenen Jahres mit 7717 Personen gegenüber 6545 Personen im vierten Quartal von 1926 eine erfreuliche Frequenzzunahme, eine Zunahme, dio einen sprechenden behaupten sich mit 8925 gegenüber 85S0 im Vorjahre. Im Larufo der Betriebsperiodo vom 1. Januar bis 31. Dezemher 1927 wurden insgesamt 35.252 Personen befördert (1926: 32.823); die gefahrenen Wagenkilometer zeigen mit 38.895 im letzten Jahre gegenüber 38.115 im Jahre 1926 keine erhebliche Schwankung. Das Resultat ist umso schöner, wenn man. bedenkt, dass allgemein noch eine Vermehrung der Kurse gefordert wird. Der Autokurs St. Gallen—Arbon ist, da eine direkte Bahnverbindung zwischen den beiden Städten fehlt, für dio wirtschaftliche Entwicklung derselben, und besonders der dazwischen liegenden Ortschaften, von grösster Bedeutung. xi. Die Strasse ist kein Spielplatz! In Waldkirch (St. Gallen) sprang dieser Tage ein achtjähriges Bübchen in ein vorbeifahrendes Automobil und erlitt schwere Verletzungen, denen es bei der Deberführung in den Spital erlag. Was ist allein schon in den Spalten unseres Blattes über die Gefahren der Strasse geschrieben worden! Aber alles scheint in den Wind hinaus gesagt zu sein — bis das Unglück kommt, die furchtbare Erfahrung! Es gibt Menschen, die erst glauben können, wenn es zu spät ist. Eine Frage: Warum schreiben dio Tageszeitungen, die doch tagtäglich Meldungen von Verkehrsunfällen bringen, so wenig über Safety First? Warum ?~. xi. Und dl* Verkehrsunfälle? Wie die Presse meldet, hat der Verwaltungsrat A&x Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt die Direktion eingeladen, in ihren Bestrebungen zur Verhütung von Unfällen weiterzufahren. Es wäre interessant zu wissen, ob sie — es wird nämMch angetönt, dass noch weite und •wichtige Gebiete in dio Aktion nicht eingeschlossen sind — auch auf Strasseniunfälle ausgedehnt werden sollen. v. Erwischt. Dieser Tage wurden in Bern 5 Bürschchen im Alter von 16—17 Jahren, welcho sich zu einer Langfingerzainft zusammengeschlossen und zahlreiche erfolgreiche Raubzüge ausgeführt hatten, hinter Schloss und Riegel gebrachLWie es sich herausstellte, sind die jungen Leute auch für Diebstähle von Lederhandschuhen aus Automobilen verantwortlich, xi. Keine lächerliche Selbstverständlichkeit! Kürzlich fuhr in Basel ein Auto führerlos die Freie Strasse hinunter. Der Spuk erschreckte offenbar viele Leute. Eine gewandte Männerfaust erkannte die drohende Gefahr und zog mit raschem Griff die Bremse. Wer das Verhängnis der schiefen Ebene kennt, wird sich> den-: guten' Ausgang nicht als lächerliche Selbstverständlichkeit ansehen ! lt. AUTOMOBIL-^, mföWmTSCffAFT Die Schweiz als guter Absatzmarkt für Autoreifen. Dde Automobilreifeneinfukr der Schweiz weist 1927 eine vierzigprozentige Steigerung auf. An dieser bemerkenswerten Absatzsteigerung ist die französische Gummireifenindustrie ausschlaggebend beteiligt, und zwar hauptsächlich • Michelin, der eine Art Preiskontrolle am schweizerischen Markt ausübt. Russisches Benzin und Peirol kommen in die Schweiz. Einein Händler in Vcrsois wurde vom Petroleumsyn/dikart der Sowjetunion das Monopol für dio Schweiz zugesprochen. Derselbe hat nun eine Aktiengesellschaft mit Fr. 500.000.— Kapital gegründet, dio den Verkauf von Pctro] und Benzin aus der Sowjetunion in der Schweiz übernehmen wird. &, Was will Ford mit seinem Wagen? Wir haben den neuen Fordwagen eingehend gewürdigt und möchten in kurzen Worten mit Fords eigenen Worten die Bedeutung seines neuen Modelles schildern : « Genügend gross für eine Familie umd genügend klein, um auch vom Einzelnen gefahren und gepflegt werden zu können. Er ist aus allerbestem Material mit den vorzüglichsten Methoden, nach der allereinfachsten Konstruktion verfertigt, und sein Preis ist so niedrig gehalten, dass jeder besserbezahlte Angestellte sich ihn leisten kann. Der neue Wagen entspricht nicht nur den heutigen Bedürfnissen, er sieht die Entwicklung von Jahren voraus... Seine Konstruktion ist das Resultat von 15 Millionen Wagen. Keine andere Fabrik kann uns unsere Produktion nachmachen. Wir verfügen über eigene Stahl-Hochöfen, Glasfabriken, Kohlenbergwerke, so dass wir jeden Bestandteil selbst herstellen können, ohne dass daTan verdient wird. Denn unser Geschäft ist das Automobil. NUT a!n ihm wollen wir verdienen. > Treffender lässt sich der Charakter des neuen Modellea kaum schildern ! go. Erweiterung und Reorganisation der Citroen- Werke. Dio französische Automobilfabrik Citroen steht im Zeichen einer Reoi'ganisation, Dio nach der Interessennahmo einer von dem Pariser Bankhause Lazard Freres geführten internationalen FinanzgTuppe aö der französischen Automobilgesellschaft Andre Citroen eingeleitete Reorganisation des Unternehmens hart nunmehr vorläufig ihren Abschlusa gefunden. Die Produktionskapazität der Citroen- Werke beträgt gegenwärtig rund 120.000 Wagen jährlich. Die Absatzziffern lassen deutlich die Rückwirkungen der Absatzkrise am französischen Automobilmairkte erkennen. Der monatliche Absatz der Gesellschaft hat sich gegenüber 1926 um rund 1000 Wagen auf durchschnittlich 3700 Wagen im Jahre 1927 (bis Ende Oktober) vermindert. Er betrug also nicht einmal 40 Prozent deT jetzigen Produktionsfähigkeit der Fabriken. Trotzdem soll für später eine Erweiterung des Absatzes auf 300.000 Wagen in Aussicht genommen werden. .. lt. =• j)er JYeue Erste offizielle Ausstellung aller Modelle heuer Ford. Lastwagen. Traktoren Zürich, Tonhalle Mittwoch, 25. Januar 1928, 8—18 Uhr Donnerstag, 26. Januar 1928, 8-22 30 Uhr Freitag, 27. Januar 1928, 8—18 Uhr Die offizielle Ford-Vertretungi Garage Orell-Füssli-Hof, Zürich 1 Bahnhofstrassc Nummer 31 Telephon Selnau 2613/14 Der aufgeklärte Garagist montiert nur Dank dem Solex haben seine Kunden keine Anlasserstörungen, keine schwachen Reprisen, keine schwierigen Demontagen und keinen übertriebenen Brennstoffverbrauch mehr und Sie sind ihm dankbar, durch ihn von den Vergasersorgen befreit zu sein. General-Vertreter: Henri Bachmann - Biel Telephon 8.42 und 8.82 Depot in Genf: Theo Sarbach Rue du Prleure