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E_1928_Zeitung_Nr.008

E_1928_Zeitung_Nr.008

zwar bei uns nooh bei

zwar bei uns nooh bei weitem nicht so oopujär, doch hat mv giü^klishcrweiso schon mancherorts Fuss gefasst Ihre Hauptaufgabe besteht bekanntlich in der Aufklärung sämtlicher Strasseobenütze* über die Geiahren des Verkehrs und in der Erziehung des Publikums zur Vorsicht und gegenseitigen Rücksichtnahme auf der Strasse. Eines der dankbarston und aussichtsreichsten Arbeitefelder dieser Bewegung ist die Aufklärung der Schuljugend und deren Gewöhnung an den heutigen intensiven iunerstädtischen Verkehr. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln für die Verkehrserziehung gehört das Anschauungsmaterial, ohne das weder der Pädagoge noch die seine Bemühungen unterstützenden Eltern auskommen können Ḋie Schul- und Polizeibehörden in Winterthnr haben des-balr ihre vereinten Bemühungen auf die Zusammenstellung eines solchen Lehrmittels konzentriert, and seine Herausgabe ermöglicht. Das «Verkohrs'bücbiein», wie sich dieses Schriftchen nennt, soll nun alljährlich an die Schüler der dritten Primarschulstufe abgegeben werden. Dieses Jahr wurde es freilich unter sämtliche Primarschüler von der 3. Klasse an, 6owie auch unter die Sekundarversammlung ins Hotel « St. Gotthard» in Zürich einberufen, damit sie definitiv Stellung beziehen zur Frage der weiteren Mitarbeit im Gesamtclub. Es hatten sich gegen 100 Mitglieder zu dieser unter der Leitung von Herrn Präsident H. Wunderly- Volkart stehenden Versammlung eingefunden. Hervorgehoben sei, dass auch die Herren Dr. Rietmann, Präsident, und Dir. Bosshard von der Sektion Thurgau, "Walser, Präsident, und Dr. Fässler von der Sektion St. Gallen-Appenzell und Dr. Meuli von der Sektion Graubünden anwesend waren. Der Vorsitzende und Herr Dr. E. Stadler referierten eingehend über die Revision der Statuten und den Vorlauf der Wahlen des Zentralvorstandes anlässlich der Generalversammlung vom 18. Dezember 1927 in Ölten Mit der einstimmigen Annahme der neuen Statuten konnte die Sektion Zürich einen schönen Erfolg verzeichnen, während der Ausgang der Wahlen in den Zentralvorstand dio Delegierten der Sektion Zürich seinerzeit veranlasst hatte, keino Kandidaten für den Zentral vorstand zu stellen. Die Generalversammlung dos A. G. S. hatte dann bekanntlich trotzdem zwei Sitze für die Sektion Zürich und einen Sitz für einen Vertreter der Sektionen Thurgau, Zug oder IM reserviert. In den letzten Wochen sind nun der Sektion Zürich verschiedene Schreiben von Sektionen und Mitgliedern des neugewählten Zentralvorstandes zugegangen, in denen die Sektion Zürich um ihre Mitarbeit im Gesamtclub dringend ersucht wird. Es hatten zudem sieben Mitglieder des neugewählten Zentralvorstandes ihre Demission in Aussicht gestellt, sofern sich die Sektion Zürich nicht zur Mitarbeit entschliessen könnte. Diese neue Sachlage hat den Vorstand veranlasst. den definitiven Entscheid über die Frage der Mitarbeit der Generalversammlung zu überlassen, wobei er jedoch auf Grund der genannten Demissionsabsichten von Mitgliedern des Zentralvorstandes der Versammlung die Anregung unterbreitete, die Mitarbeit im A. C. S. aufzunehmen und die Herren Heinr. Hürlimann und Dr. E. Stadler in den Zentralvorstand abzuordnen. Nach gewalteter Diskussion, wobei die Herren Dr. Fässler (St. Gallen) und Dr. Meuli (Chur) nachdrücklich auf die Notwendigkeit der Mitarbeit der Sektion Zürich im A, C. S. hinwiesen, wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: « Dio ausserordentlicho Generalversammlung der Sektion Zürich des A. G. S. vom 23. Januar 1928 ersucht die Herren Heinr. Hürlimann und Dr. E. Stadler, eine Wahl als Mitglied des Zentralvorstandos des A. C. S. als Vertreter der Sektion Zürich anzunehmen, wobei es zur Voraussetzung hat. dass der dritte freie Sitz im Zentralvorstand der Sektion Thurgau reserviert wird. Sie ersucht dio Mitglieder des Zentralvorstandes, dio Aufmerksamkeit insbesondere den folgenden Aufgaben zuzuwenden: 1. der Aufstellung des Geschäftsreglemcnts im Sinn und Geiste der Statuten; 2. der sparsamsten Verwaltung und dem finanziellen Aufbau: 3. dor Schaffung einer modernen Geschäftsorganisatiou. » Die Herren H. Hürlimann und Dr. E. Stadler hatten sich in entgegenkommender Weiso bereit erklärt, eine Wahl in den Zentral vorstand anzunehmen. In der Diskussion wurde dem Verlangen Ausdruck gegeben, dass dio Geschäftsführung des A. C. S. inskünftig in einem andern Sinn und Geiste vorgenommen werde, als dies bis anhin dor Fall war; die beiden Vertreter der Sektion Zürich wurden beauftragt, sich energisch hierfür einzusetzen. Die Versammlung billigte zudem einstimmig das Verhalten der Delegierten der Sektion Zürich an der Generalversammlung vom 18. Dezember 1927 in Ölten und sprach ihnen und dem Vorstand den verdienten Dank für ihro zielbewussto Arbeit für eine durchgreifende Reorganisation des Clubs aus. Unter dem Traktandum < Anregungen und Mitteilungen > wies der Vorstand auf dio beiden nächsten Veranstaltungen hin. Am 7. Februar findet gemeinsam mit dem Zürcher Ingenieur- und Architektenverein ein Lichtbildervortrag von Herrn Dr. Ing. Georg Müller (Berlin) über «Grossgaragen» statt, und am 23. Februar wird Herr Graf Almeida, Verkehrsreferent des Bayerischen Automobil-Clubs in München, einen Lichtbildervortrag über «Autofahrten in Spanien > halten. Die Sektion Zürich tritt von der Organisation des Klausenrennens 1928 zurück. Die Generalversammlung beschloss ferner einstimmig, dass sich die Sektion Zürich an der Durchführung des Klausenrennens 1928 nicht beteiligen wird, da sie ihre Haupttätigkeit der Pflege des Autotourismus und den sich immer in stärkerem Mase geltend machenden Verkehrsproblemen zuwenden will. Dio Sektion ist gerne bereit, sich wiederum an der Organisation des Klausenrennens im Jahr 1929 zu beteiligen. Um den Mitgliedern Gelegenheit zu bieten, sich sportlich zu betätigen, wird die Sektion Zürich gemeinsam mit der Sektion Zug des A. C. S. am 1. Juli 1928 das Zugerberg-Rennen durchführen und zudem im Laufe dieses Sommers eino Gvmkhana, offen für dio Sektionsmitglieder, in Form einer gesellschaftlichen Veranstaltung austragen. Von der Durchführung des Kilometerrennens Altstetten- Schlieren wird dieses Jahr ebenfalls abgesehen, hingegen ist für den ersten Samstag nach Oeffnung der Klausenstrasse eine gemeinsame Sektionsfahrt zum Hotel « Klausenpasshöhe » geplant. sn. Welche Marke raten mir die Sportkollegen? Wer den Sprechsaal der «Automobil-Revue» etwas näher verfolgt, wird immer wieder Fragen und Antworten darin auftauchen sehen, welche den Endzweck haben, möglichst einlässliehe Erkundigungen bei denjenigen einzuziehen, die über diese und jene Marke gut Bescheid wissen. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass die Automobilisten ihre Wagen' häufig wechseln; statistische Erhebungen führen dazu, dass, durchschnittlich gesprochen, der Automobilbesitzer nach 3, 4 oder höchstens 5 Jahren einen neuen Wagen ankauft. Der Leserkreis unseres Blattes umfasst einen Automobilbesitz von mindestens 30,000 Fahrzeugen; unter Annahme des vierjährigen Durchschnitts- Gebrauehes befinden sich unter unsera Lesern ständig 6—8000 Automobiibesitzer, die im Verlaufe des Jahres ihre Fahrzeuge wechseln. Trotz der hohen Klasse des heutigen Automobils ist der Ankauf einer neuen Type für viele eine Art Schicksalsfrage, von der nicht nur der Geldbeutel berührt ist, sondern bei der es auch gilt, persönliche Wünsche möglichst gut zu befriedigen, wichtige geschäftliche Interessen, die mit einem Wagenankauf vielfach verknüpft sind, nach Möglichkeit zu fördern, an einem Fahrzeug recht viel Freude zu erleben etc. etc. Mit fast jedem Posteingang fragt ein Abonnent: Welchen Wagen soll ich kaufen? Meistens ist der betreffende Abonnent seit einigen Jahren Automobilbesitzer; will er wechseln, so bringt ihn der «embarras de richesse» des modernen Automarktes in Verlegenheit. Unser Mann weiss unter der Fülle guter Marken nicht diejenige auszuwählen, welche für ihn am zweckmässjgsten wäre. In seiner Verlegenheit greift er zur «Automobil-Revue» und will durch ihren Sprechsaal beraten sein. Nun ist es natürlich ganz ausgeschlossen, dass unser technischer Redaktor, dessen Aufgabe es ist, die einzelnen Marken auf Herz und Nieren zu prüfen und dessen Urteil an der grossen Fachpresse des Auslandes kritisch geschärft ist, sein Licht in den Spalten des Blattes zu Gunsten der einen oder andern Marke leuchten lässt; würde er die Marke «Schwalbe» wegen ihrer hohen Geschwindigkeit, ihrer leichten Wendigkeit, ihrem geringen Benzinverbrauch, etc. herausstreichen, so käme der Vertreter des «Sperber» und würde ihm haarscharf beweisen wollen, dass sein Fahrzeug der Schwalbe in jeder Beziehung überlegen ist. Am Telephon Hesse sich der Konstrukteur des «Pfeil-Wagens» hören und würde seinerseits seine Marke als die noch bessere in den Vordergrund stellen. Tatsächlich sind die heute auf dem Markt angebotenen Fahrzeuge fast durchwegs gut Die Spreu hat sich derart vom Weizen geschieden, dass, man mag A, B, oder C wählen, der Käufer hinsichtlich Konstruktion und Leistung im allgemeinen zufrieden sein kann. Jeder Fahrer hat aber gewisse Sonder-Wünsche und Sonder-Bedürfnisse, über die er sich vor allem selbst klar sein muss. Wir wollen dies an einem Beispiel hervorheben: Kam da kürzlich ein kleiner Möbelhändler vom Lande zu uns, er war untröstlich über seinen neuen Amerikaner X, den er vor 2 Monaten erstanden hatte. Wieso! fragten wir ihn, die Marke ist doch zuverlässig und bequem. Ja, erwiderte unser Besucher, aber sie braucht 18 Liter auf 100 Kilometer; der Wagen ist für mich viel zu gross und elegant, meine geschäftliche Reiserei führt mich überall in Stadt und Land herum, ich bin sozusagen den ganzen Monat auf der Fahrt; man hat mir gesagt, dass das Reisen peil Auto billiger sei als per Bahn und jetzt habe ich Spesenrechnungen von 5—600 Franken per Monat für Benzin, Oel und Garage; man hält mich für einen Krösus, weil ich in einem eleganten 4-plätzigen amerikanischen Coupe meiner kleinen Kundschaft nachgehe; besässe ich einen Fiat, Citroen, Zedel, Maximag, Atnilcar oder sonst ein kleines Kaliber, so wäre alles anders! Aehnlich wie unserem guten Möbelhändler geht es auch noch anderen Leuten; sie kaufen sich ein Fahrzeug, ohne von vornherein klar und sicher sich darüber Rechenschaft zu geben, was sie eigentlich selbst von einem Fahrzeug verlangen, in welchem finanziellen Rahmen sie sich bewegen können, wie sich jahraus jahrein der hauptsächlichste Verwendungszweck gestaltet, mit einem Wort, viele Wagenkäufer fahren mit der Stange im Nebel herum; schliesslich haben sie irgend ein Fahrzeug erworben, das für ihre Verhältnisse durchaus ungeeignet ist; der Wagen «verleidet» ihnen und sie sehen sich in ihren Erwartungen enttäuscht. Im Anschluss an die oben erwähnte Frage hat nun ein erfahrener Leser ein Fragen-Schema eingesandt, das wir nachstehend mit einigen Ergänzungen versehen zu Händen künftiger Wagen-Käufer abdrucken. Die dort aufgestellten 22 Fragen muss sich ein Wagen-Käufer vor allem einmal klar und erschöpfend selbst beantworten. Die Fragen lauten: 1. Wozu wird der Wagen benötigt? 2. Wieviel Jahreskilometer haben Sie vorgesehen? 3. Soll es ein offener oder geschlossener Wagen sein? 4. Fahren Sie viel in gebirgigem Terrain (Alpenpässe)? 5. Wieviel Steuer-HP im Maximum? 6. 4- oder 6-Zylinder? 7. Legen Sie Wert auf grosse Geschwindigkeit? 8. Welches Höchsttempo soll der Wagen erreichen? 9. Wieviel Benzin darf er verbrauchen? 10. Ziehen Sie den Europäer dem Amerikaner vor? 11. Legen Sie mehr Wert auf Bequemlichkeit oder sportliches Aussehen? 12 Fahren Sie viel nachts? 13. Wünschen Sie zwei oder vier Türen? 14. Haben Sie eine bestimmte Marke vorgesehen? 15. Sonstige Wünsche? 16. Welchen Betrag wünschen Sie anzulegen? 17. Welche Marke fahren Sie jetzt (Jahrgang, Modell, HP)? AUTOMOBIL-REVUE I«T8 N" 8 18. Wie waren Sie mit dem Wagen zufrieden? 19. Soll dieser Wagen in Zahlung genommen werden? 20. Fahren Sie meistens allein, zu zwei, vier oder mehr Personen? 21. Fahren Sie ständig mit einem Chauffeur oder ausschliesslich ohne Chauffeur? 22. Wie viel wollen Sie per Wagen-Kilorrieter- Gebrauch etwa auslegen? (alles in allem gerechnet). Wenn der Wagenkäufer all diese Fragen beantwortet hat, findet er eine sichere Grundlage vor sich, auf welcher er aufbauen kann; er ist imstande, an Hand dieser Grundlage mit andern Wagenbesitzern zu beraten; überall befinden sich unabhängige Experten, deren Rat ebenfalls zur Verfügung steht. Im weitern kann der Käufer mit den Vertretern der betr. verschiedenen Marken, die für ihn in Betracht fallen, gerade an Hand des ausgefüllten Fragebogens verhandeln. Die meisten dieser Geschäftsleute sind seriös genug, um über ihre Fahrzeuge gewissenhafte Auskünfte zu erteilen; dabei wird sich dann ziemlich klar herausschälen, was nun eigentlich für den betr. Käufer geeignet oder ungeeignet ist und seinem Geldbeutel passt. Schliesslich bleiben dann noch einige wenige Marken zurück und so fällt die Wahl kaum allzu schwer. Zu den einzelnen Fragen möchten wir noch in aller Kürze folgenden Kommentar geben: Zu 1: Ein Fahrzeug, das man zu täglichen Stadtfahrten und geschäftlich benötigt, soll normalerweise etwa 7—11 Steuer-PS aufweisen. Wichtig ist die Frage der raschen Ersatzteilbeschaffung. Deshalb eine gute und wennmöglich am Ort vertretene Marke wählen. Der geschlossene Wagen wird für diesen Verwendungszweck meist bevorzugt. Ein ausschliesslich für Touren bestimmter Wagen darf nicht zu leicht sein. Gesamtübersetzung vom Motor zur Hinterachse nicht so hoch wie beim Stadt- und Geschäftswagen, was aber einen stärkeren Motor bedingt. Auch beim Tourenwagen bürgert sich die geschlossene Karosserie nach und nach ein. Beachten, dass die Ausführung der Karosserie dauerhaft ist. Zu 2: Der Neuling verfalle nicht in den Fehler, seinen Berechnungen zu wenig Jahreskilometer zugrunde zu legen. Auch bei nur gelegentlichen Fahrten sind 10,000 km rasch abgewickelt. Zu 3: Der geschlossene Wagen ist meist nur wenig teurer als der offene, in einzelnen * Fällen (Amerikaner) sogar billiger. Für einen Allround-Gebratieh des Wagens gewinnt er immer noch mehr an Beliebtheit. Offene Karosserie fast nur noch auf Sportund einen Teil der Tourenwagen beschränkt. 2-türige geschlossene Karosserien billiger als 4-türige. Bei offenen Karosserien ist eine Türe neben dem Führersitz Gold wert. Zu 4: Die Motorleistung soll im Verhältnis zum Wagengewicht möglichst gross sein. Man achte auf gute Kfihlwirkung (Probefahrt entsprechend einrichten). Wendekreisdurchmesser wenn möglich nicht über 14 Meter, damit Passkehren in einem Zug genommen werden können. Gute, grossbemessene Bremsen Bedingung, leichte Nachstellbarkeit der Bremsen sehr erwünscht. Zu 5: Nicht in den Fehler verfallen, aus Furcht vor der Steuerleistung den benötigten grossen Wagen mit zu kleinem Motor zu wählen. Die Ersparnis an Steuerabgaben würde durch unrationellen Betrieb überwogen. Anderseits hat es natürlich auch keinen Sinn, einen altertümlichen Motor mit hoher Steuerleistung, aber niedriger Effektivleistung zu wählen. Die vom Konstrukteur angegebene Effektiv-(Brems-) leistung mit der Steuerleistung vergleichen. Zu 6: Von zwei Motoren gleichen Inhalts ist der 6-Zylinder etwas elastischer, zieht aus Langsamfahrt besser an, was seltener ein Umschalten notwendig macht. Er arbeitet zudem völlig erschütterungsfrei. Diese Eigenschaften haben dem 6-Zylinder hauptsächlich seine grosse Beliebtheit verschafft. Hinsichtlich des Benzinverbrauchs ist jedoch der 4-Zylinder etwas vorteilhafter. Zu 7 und 8: Der Fahrer muss sich klar sein, welche Tempi er im allgemeinen zu fahren wünscht. Wer im städtischen Verkehr geräuschlos, erschütterungsfrei in der «Direkten » sein Tempo bis zum Fussgängertempo herabdrosseln und gleichzeitig Steigungen bis zu 8% noch im raschen Anzug nehmen will, und auf freier Strecke Geschwindigkeiten von 80—100 km fordert, braucht einen elastischeren und kräftigeren Motor als derjenige, welcher in dieser Beziehung wesentlich geringere Anforderungen stellt. Zu 9: Wer Ansprüche laut 7 und 8 macht, kann natürlich nicht verlangen, dass er mit 10—12 Liter per 100 km fährt; deshalb gebe man sich selbst und dem Vertreter Klarheit, was an Benzinverbrauch vorgesehen ist. Die in den Katalogen gemachten Angaben bedeuten gewöhnlich den Minimalverbrauch, der praktisch überschritten wird. Ein 5 (Steuer)-PS-Wagen verbraucht etwa 7 Liter, ein 10 PS-Wagen 12 Liter, ein 15 PS-Wagen 16 Liter und ein 20 PS- Wagen 18 Liter pro hundert Kilometer. Zu 10: Ein Hin- und Herpendeln zwischen europäischer und amerikanischer Konstruktion schafft für die Wahl Unsicherheit. Beide Konstruktionsformen haben ihre Eigenart, die grundsätzliche Entscheidung für das eine oder andere erleichtert die Wahl ungemein. Im allgemeinen steigt der Amerikaner im direkten Gang besser als der Europäer. Es fehlen ihm aber dessen Spitzenleistungen in Schnelligkeit usw. Zu 11: Man kann vielfach nicht beides haben; das rassige Aussehen, also die sportliche Aufmachung, ist nicht immer mit der Bequemlichkeit vereinbar; deshalb zunächst entscheiden, was bevorzugt ist Zu 12: Qualität und Ausführung der Beleuchtungsanlage beachten. Zu 13: Wer viel einzeln oder zu Zweit fährt, kommt mit 2 Türen beim geschlossenen Wagen aus. 4 Türen sind, wenn meist mehr als 2 Personen mitfahren, entschieden vorzuziehen. Im 2-türigen Wagen lässt sich meist auch das Gepäck besser verstauen. Zu 14: Der Käufer muss sich selber klar werden, welchen Marken er einen Vorzug gibt; schreibt er sich dieselben auf und begründet seinen Standpunkt vor sich selbst schriftlich, so klärt sich die Wahl; er findet schliesslich diejenige heraus, auf die sich seine Wünsche letzten Endes konzentrieren. Zu 15: Die sonstigen Wünsche sind wichtig; wer in einen Laden geht und nicht weiss, was er will, kauft oft trotz langem Besinnen etwas Verkehrtes, wenn aber die Wünsche genau formuliert sind, so gewinnt der Käufer bald Klarheit und kann auch besser beraten werden. Zu 16: Wenn obige 15 Fragen und Antworten mit einiger Sicherheit gegeben sind, so wird sich bald herausstellen, ob der vorgesehene Preis ausreicht, um die gestellten Begehren zu befriedigen. Wer Automobil fährt, muss Geld in den Beutel tun, wer in der Anschaffung spart, muss das beim Ankauf Ersparte vielfach beim Betrieb doppelt und dreifach nachschiessen. Zu 17 und 18: Notieren Sie sich von Ihrer gegenwärtigen Marke und Type, was Ihnen gefällt und was nicht, was Sie beim neuen Wagen wiederfinden wollen und was anders sein soll. Zu 19: Nicht alle Firmen machen Tauschgeschäfte; Sie kaufen entschieden vorteilhafter ein, wenn Sie Ihren alten Wagen selbst an den Mann bringen; vergessen Sie nicht, dass alte Wagen tief im Kurse stehen, es kommt nicht darauf an, was Sie für den alten Wagen bekommen, sondern welche Differenz Sie vom alten auf den neuen Wagen aufzahlen. Zu 20 und 21: Die Art und Weise, wie Ihr Wagen besetzt ist und wer ihn fährt, ist für die Wahl wichtig. Wer meistens einzeln oder zu Zweit fährt, schleppt keinen 6-Plätzer herum; wer die Kosten eines Chauffeurs tragen kann, soll auch beim Ankauf «large •» sein, es lohnt sich. Zu 22: Bei dem kleinsten und sparsamsten 2-Plätzer kostet der Fahrkilometerj alles in allem gerechnet, etwa 15—20 Cts. Ein mittelstarker 2—3-Plätzer kostet 25—35 Cts., ein Amerikaner-4-Plätzer 30—40 Cts., mittelstarke bis starke Tourenwagen, je nach Gebrauch und Anschaffung, 30—70 Cts. Diese Angaben sind nur allgemein, sie werden am meisten beeinflusst von der Qualität des Lenkers. Ist der Betreffende sehr praktisch und umsichtig veranlagt, so wird dieser Durchschnitt geringer, andernfalls höher sein. Eine jährliche Abschreibung von 20% vom Neuwert ist vorzusehen. A Das Verkehrsbüchlein der Winterthurer Schulkinder. Die vorbildliche Safety First-Bewegnng. welche vor allem in England zu hoher Blüte gelangte, ist

_ «Q9B «ebüler verteilt, was eine lückenlose Verbreitung unter der dortigt-n Schuljugend gewährleistete. Bas Motto des Büchleins ist gleich im Vorwort niederge.'«st. Dort lesen wir nämlich: «Heute äst der Aufenthalt auf der Strasse gefährlich. Dieses Büchlein zeistt Dir. wie Du Dich zu verhalten hast!... Et folgen dann in gedrängter, jedoch rocht klarer Form eine Anzahl von Verhaltunzsmaßsregelu, welche den Schüler darüber belehren, wie er sich auf der Strasse als Fussgängcr und als Velofahrer aufzuführen hat. Der Text tritt jedoch im Ganzen stark zurück hinter den zahlreichen Illustrationen. Gerade deshalb wird das Büchlein um so eifriger konsultiert •werden, da das Bildormatorial anText, die verschiedenen illustrierten Straesenvorkomimnisso sich besser einprägen, und mit Vorliobo betrachtet werden, währenddem das Lesen an und für sich, sowie die geistigo Vorarbeiiung dos Gelesenen wenisstons an die jüngeren Schüler doch erhöhte Anforderungen Mellt. Die Bilder, die durch kurze textliche Erläuterungen ergänzt werden, sind einlach in der Darstellung, geben mit grosseni Geschick eine bestimmtet Situation wieder und sind daher sehr übersichtlich and leichtfasslich. Recht vorteilhaft ist dio jeweilige Gegenüberstellung des riehÜKcn und falschen Verhaltene der Kinder auf der Strasse. wodurch das Gefahrenmoment recht deutlich zum Ausdruck kommt. Die Lehrerschaft -wird zweifelsohne dio Gelegenheit wahrnehmen, um zur geeigneten Stunde mit Hilfe des Büchleins die Kinder eingehend über ihr Verhalten auf der Strasso zu orientieren. Es ist aber unbedingt notwendig, dass Eltern und beaufsichtigende Porsonen diese Bemühungen unterstützen, und vor allem auch selbst den Grundsätzen der Verkehrsfibel nachleben. Wenn freilich die Schrift für die Jugend bestimmt worden ist. so dürfte sie mancher Erwachsene mit ebenso viel Gewinn durchlosen. Die Bestrebungen der Wintertburer Behörde bedeuten einen guten Schritt vorwärts In der Propagierung der Safety First-Prinmpfon, welche sicherlich von Erfolg begleitet «ein werden. Das Verkohrsbüchlein kann weiteren Schulvorsteherschaften zum Studium und zur Nachahmung nar empfohlen werdm. B - Motorfahrzeug und Kurortsinteressen. Die dieser Tage von der Sektion Graubünden des A.C.S. einberufene Versammlung der Repräsentanten der Sektion Graubünden des T. C.S., des Kur-, Verkehrs-, Hotelier-, Aerzte- und Motorradvereins nahm zu der für Graubünden so wichtigen Frage des Motorfahrzeugverkehrs im Kurort Davos Stellung. Die Versammlung beschloss einstimmig, dem bündnerischen Kleinen Rat folgende Resolution einzureichen: 1. Die Regelung des Motorfahrzougverkehts im Knrort Dffvos ist für diesen als Luftkurort von ausschlaggebender Bedeutung, was durch die Erfahrung grosser deutscher Kurorte bestätigt wird. In Betracht fallen die Qualität der Fahrzeuge, dio Zelt und Häufigkeit ihrer Verwendung, die Rücksichtnahme auf die sonstige Benützung der einzelnen Strassen, deren Zustand und. das Verhalten der Lenker. 2. Die Hilfo und Mitwirkung des Kleinen Rates für dio Schaffung befriedigender Verhältnisse ist auf Grund der Art. 22 und 29 der jrrossrätlichen Ausführungsbestimmungen zum Strassengesetz möglich und dringend erwünscht a) sofort bei der Festsetzung der höchsten Anforderungen an dio technisch-sanitären Eigenschaften der Fahrzeuge nnd deren andauernden Erhaltung mit Bezug auf die im Kanton stationierten gleichwie auf dio einreisenden Motorfahrzeuge; nur so wird für den Kanton überhaupt ein aus dem jüngsten bundesgerichtlichen Entscheid drohender Schaden durch die Zulassung auch der auswärtigen Motorräder zu vermeiden sein: b) nötigenfalls bei der örtlichen Verkehrsregelung auf der «Promenade> (Kantonsstrasse), wobei die Gemeinde die «Talstrasse» als Durchgangsstrasse zur Verfügung zu stellen hätte. 3 Die Fahrzeugbesitzer selbst sind bereit, durch freiwillige Einschränkungen und die Art der Benützung ihrer Fahrzeuge dacs ihrige zur Schaffung und Erhaltung der befriedigenden Zustände beizutragen. Bekanntlich hat die Angelegenheit ihr Vorspiel. Die Gemeinde Davos hatte nämlich diesen Winter in ihrer Domäne ein striktes Verbot gegen den Motorfahrzeugverkehr erlassen, das aber in der Folge vom Kleinen Rat des Kantons GTaubünden wieder aufgehoben wurde. Wie weit die neuen Einschränkungen gehen werden, bleibt vorderhand abzuwarten. V. Ein «Radio-Auto» ist zurzeit in don Strassen der Bundesstadt zu sehen. Per durch geschmackvolle Farbenabtönung auffallende Wagen ist auf dem Dache mit einem Lautsprecher ausgerüstet, der während der Fahrt seine Arien — manchmal sind es anch synkopierte Jazzklänge — binaasschmettert. Diese originelle Reklame einer bekannten Radio-Firma hat überall Aufsehen und Gefallen erregt» Der Himmel verschone uns aber von einem weiteren Ausbau der Idee!... xi. Ole Umgestaltung des Berner Kasinoplatzes. In der letzten Sitzung des Stadtrates erklärte Stadtpräftident Lindt in Beantwortung einer Interpellation, dass dio Vorarbeiten zur Behebung der unhaltbaren Zustände im Gange seien. Der Gemeinderat bezeichnete die Lösung des Problems als äusserst dringend, füeber das Projekt erschien seinerzeit in der « A.-R. » ein orientierender Artikel.) v. Die « Xaverl-Bahn Modtll 2 > — wie der Surbtaler seinen Postautokurs in Erinnerung an den historischen Bähnchenstreit benamst — erfreut sich nicht nur eines immer intensiveren Verkehre, sondern populärster Beliebtheit. Das Eis ist geschmolzen I Die eidgenössische Postverwaltung sieht eich sogar genötigt, nm der starken Frequenz Rechnung za tragen, bei der Firma Saurer vier neue Niederrahmen-Chassis mit 105 PS Sechszylinder-Motoren and bis 45 Sitzplätzen in Auftrag zu geben, xi. Unsere Diskussion; Stoassensfs&mail f£ir j^bzwei^un^en Die Verkehrsregelung ist eines der grossen Probleme unserer Zeit. Grundlegende Fragen harren noch der Lösung, bilden Gegenstand eingehender Versuche. Die plötzlich auftauchenden Tafeln des A- C. S. für Abzweigungen haben uns veranlasse uns mit der so wichtigen Regelung der Einfahrten an Hauptstrassen näher zu befassen. Das zur Diskussion gestellte Thema hat ein unerwartet lebhaftes Echo gefunden und damit erneut den Beweis erbracht, dass der Automobilist allen Verkehrsfragen ein weitaus grösseres Interesse entgegenbringt, als man gemeinhin anzunehmen pflegt. Aus dem Stoss von Zusendungen greifen wir einige beachtenswerte Vorschläge heraus, die wir nachfolgend, stark gekürzt, veröffentlichen: Architekt J. M. M. in Chur: Mit Interesse habe ich Ihre Diskussion über Strassensignale für Abzweigungen verfolgt. Mir scheint, dass es nicht zweckmässig sei, das gewohnte Bild des auf einer Grundlinie stehenden gleichschenkligen Dreiecks zu eliminieren, wie dies ein Einsender A. P. kürzlich vorgeschlagen hat. Wir Automobilisten haben uns an das regulär 6tehende Dreieck gewöhnt und würden durch ein auf dem Kopf stehendes nur in Verwirung gebracht. Ferner könnte das Zeichon für Abzweigungen durch Pfeile deutlicher gestaltet werden. Die Bezeichnung der Hauptstrasse ausserhalb der Tafelmitte wirkt störend, namentlich dann, wenn die eine Hälfte des Tragpfostens im Schatten liegt Untenstehende Skizze veranschaulicht meinen Gedanken besser. C. H. In Zürich: Ein Strassen signal für Abzweigungen einzuführen, ist unterstüUenswert. Nur sollte dann das neue Zeichen lückenlose Aufstellung finden. Es wird gewiss jedem Automobilisten aufgefallen sein, dass er einmal, nachdem er z. B. ein Kurvenzeichen passiert und die Fahrgeschwindigkeit verringert hatte, vergeblich nach der gefährlichen Kurve Ausschau hielt und nur eine übersichtliche, schwache Biegung lEJirKT-V Coach Fr. 7550.— Sedan Fr. 7950 — AUTOMOBIL-RFVUE Neue Bendix- Innenbacken- Vierradbremse Neue niedere Bauart von vollendeter Schönheit des Weges vorfand. Dafür fehlt an vielen scharfen Kurven das Signal aber noch. Also richtige Aufstellung ! Sonst verliert der Fahrer das Vertrauen in die Strassensignalisierunsr. Das Projekt der «Automobil-Revue» für die Tafel «Abzweigung» entspricht allen Anforderungen. Dagegen möchte ich das Projekt dos Einsenders A. P., alle Dreiecktafeln, die dem Automobilisten eine Gefahr anzeigen, auf den Kopf zu stellen, verwerfen. Dies schon aus dem einfachen Grunde, weil fast jede Tafel auf eine Gefahr aufmerksam macht, wie Kurve, Kreuzung, Barriere, unbewachter Uebergang, ja, wenn man will, auch die Ortschaftstafeln (nicht nur wegen den Bussen !). Schliesslich müsste man alle Tafeln auf den Kopf stellen! Es wird wohl dabei bleiben müssen, die Warnsignale vor der Gefahrstelle zu placieren, um eine rechtzeitige und nicht allzu brüske Verminderung der Geschwindigkeit zu ermöglichen. Eine Vereinheitlichung wäre nur in dem Sinne möglich, dass die Entfernungen von der Tafel bis zum Gofahrpunkte — hier die Abzweigung — immer dieselben wären. Die gleiche Distanz wird indessen auf gerader, breiter Durchgangsroute, die mit voller Geschwindigkeit durchfahren wird, den Fahrer sehr knapp bemessen dünken, auf schmaler, steiler Bergstrassc aber wird er den Ort der Gefahr viel früher erwarten. Vielleicht könnte man sich mit Distanzangabe in Metern auf den Tafeln, wobei es sich aber stets um runde Zahlen bandeln dürfte, behelfen. Bildhauer F. C. in Zürich, Lehrer an der kunstgewerblichen Abteilung der Gewerbeschule Zürich sandte uns unter dem Motto: «Signale können nicht einfach und eindringlich genug sein!» eine Reihe von Skizzen ein, die heraldisch wohl sehr wirksam sind, das ganze Problem einer Lösune indessen nicht näher bringen. Der von ihm angeregte, auf den Verkonrsdreiecktafoln anzubringende rote Punkt als Zeichen der Gefahr kommt nicht in Betracht, da, wie schon erwähnt wurde, jede Verkehrstafel auf eine Gefahr aufmerksam macht. Strassenmelstir L. B. von der Strasstnvtrwaltung des Kantons St. Gallen. Kreis Sargans, in Buchs: Tatsächlich findet man hie und da bei einer privaten Ausfahrt auf der Strasse eine Tafel «Achtung Autoausfahrt» Der Private kündet damit dem vorbeirollenden Strassenverkehr seine zeitweilige Ausfahrt an. ersucht aiso den Strom der Automobile um Vorsicht. Ist das logisch: Nein! Ist das recht: auch nein! Dur private Ausfahrtsverkehr hat sich dem Strassenverkehr anzupassen, und nicht umgekehrt. Also weg mit der Tafel von der Strasse und in die Einfahrt hinein: «Achtung Strasse!» Dies zur Warnung des privaten Chauffeurs! Genau so verhält es sich mit den in eine Hauptstrasse einmündenden Seitenstraissen. Warum den Hauptverkehr durch Tafeln hemmen und dem Verkehr der Seitenstrassen unterordnen? Auch da hat eich der Verkehr der einmündenden Seitenstrassen dem der Hauptstrassen- anzupassen und nicht umgekehrt. Die Tafel gehört in die Seitenstrasse. damit säe dem die Seitenstrasse benutzenden Automobilist .kund gibt, dass er sich in den Verkehr einer Hauptetrasse einzufügen hat. Ist d&r Vorkehr auf der einmündenden Seitenstrasso ebenso Erosa, so ändert Ein neuer ESSEX Super Six jetzt lieferbar Neus geräumigere Karosserie- Modelle Neue luxuriöse Innen- Ausstattung Neue komplette Ausrüstung und bessere Qualität und trotzdem KEIN PREISAUFSCHLAG W BASEL* ZÜRICH-tERN W da* an der Sachlage nichts, der einmündende Verkehr ist weniger übersichtlich und bleibt deshaib untergeordnet. Gerade an solchen Seitenstrassen wäre die Bezeichnung des untergeordneten Verkehrs durch -Tafeln nicht unangebracht. Sollten diese einmündenden Seitenstrassen auch in der Hauctverkehrsstraase signalisiert werden, müsste dies in beiden Fahrrichtungen geschehen. Das Ergebnis wäre ein Wald von Tafeln. Erfahrungsgemäss ergibt sich, je mehr Warnungszeichen aufgestellt werden — denen eine eigentliche Berechtigung abgeht — desto weniger werden sie vom Automobilisten beachtet, womit ihr Zweck verfehlt ist. Deshalb nur da Warnungszeichen, wo es absolut nötig ist! Prinzip: der einmündende Verkehr hat sich dem Hauptverkehr anzupassen! Das Resultat der Diskussion. Wie aus den publizierten Vorschlägen ersichtlich ist, stehen sich zwei Gruppen gegenüber: die Befürworter der Aufstellung der Signaltafel für Abzweigungen an der Haaptstrasse einerseits und die Befürworter der Aufstellung an der Nebenstrasse anderseits. Dadurch spitzt sich das ganze Problem auf die Frage der Aufstellung zu, die in der Folge gegenüber dem eigentlichen Zeichen eine primäre Rolle spielt. Wir waren bekanntlich vom Gedanken einer Verbesserung der den internationalen Verkehrsbestimmungen nicht entsprechenden bereits da und dort aufgestellten Tafeln ausgegangen. Die vorzügliche Einsendung des Vorstandes der Sektion Bern des T. C. S. in Nr. 6 der A. R. hat die ganze Frage auf eine neue Basis gestellt, deren Richtigkeit durch die oben veröffentlichten Ausführungen eines Strassenmeisters der st. gallischen Strassenverwaltung bestätigt wird. Eines der Grundprinzipien des modernen Strassenverkehrs ist die vollständige Vorherrschaft des Hauptund Durchgangsstrassenverkehrs gegenüber dem Nebenstrassenverkehr. Wir schliessen uns daher dem Standpunkte des T. C. S., was die primäre Frage der Aufstellung anbelangt, grundsätzlich an, können uns aber mit dem vorgeschlagenen Zeichen einer Schnecke nicht einverstanden erklären, da es nur ganz allgemein das Verlangsamen versinnbildlicht, woraus man aber nicht unbedingt auf die Einfahrt in eine Durchgangsstrasse schliessen muss. Wir unterbreiten daher in Berücksichtigung aller Vorschläge folgendes Projekt: Unser endgültiger Vorschlag. Die neue Signaltafel für Abzweigungen, resp. Einfahrten, hat in der Nebenstrasse In einer bestimmten Entfernung von der Einmündung in die Hauptstrasse aufgestellt zu werden. Die Entfernung vom Aufstellungsort der Tafel bis zur Einmündung muss so bemessen sein, dass die erforderliche Temporeduktion bequem vorgenommen werden kann. Das Signal bedeutet dem Fahrer: Gefahr! Hauptverkehrsstrasse mit starkem Verkehr! Langsames Fahren! Grösste Vorsicht beim Einbiegen oder Kreuzen, da sich der Nebenstrassenverkehr dem Hauptverkehrssstrom unterzuordnen hat! iCTLir.V Als Tafel kommt nur die Dreiecktafel in Betracht. Gestützt auf unsere Ausführungen schlagen wir als Zeichen einen schwarzen, weithinleuchtenden T-Balken vor. Wie aus unserer Skizze ersichtlich ist, stellt das Zeichen in schematicher Einfachheit die Mündung einer Nebenstrasse in eine Hauptstrasse dar, und zwar so, wie sie der die Nebenstrasse Benützende sieht. Es ist dringend zu wünschen, dass dieses Problem so bald wie möglich seine endgültige Klärung finden möge. Dass es sich um eine vom Verkehrsstandpunkte äusserst dringende Frage handelt, hat schon das grosse Interesse unserer Leserschaft durch die starke Beteiligung an der Diskussion bekundet. Hoffen wir also, dass die schon bestehenden, zu Irrtümern verleitenden Schilder raschestens verschwinden und der neuen, den Prinzipien der Verkehrssicherheit Rechnung tragenden Signaltafel Platz machen! V. Das geplante Zürcher Ausstellungspalals — es handelt sich, wie man weiss, um das Projekt einer Privatgesellschaft, welche das Velodrom von Oerlikon ankaufen und mit einer Halle überbauen will — ist natürlich in gewissen, hauptsächlich sportlichen Kreisen, auf heftige Opposition gestossen. Selbst dio Stadt verhält 6ich dem Projekt gegenüber ablehnend und soll sogar einen anderen Plan ausgearbeitet haben. — Immerhin hat die Initiative das Gute, an den Ufern der Limmat eine Frage aufgerollt zu haben, welche die Stadt, wenn wir richtig informiert sind, bis Ende Jahres zur Entscheidung bringen wird xL