Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1928_Zeitung_Nr.011

E_1928_Zeitung_Nr.011

6?»!«!. GStS 6?4K£

6?»!«!. GStS 6?4K£ Die mn\i Humer enthält Der technische Krieg. Rekorde im Bau elektr. Lokomotiven, Flugzeugentwicklung. Die Lage in d. Kohlen- Industrie. Chemie überwindet Natur. Arbeit und Natur. Runds chan der Technik, Die imposante Entwicklung der Technik der Gegenwart findet ihren Niederschlag in der zu machtvoller Entfaltung geführten „Technischen Rundschau", dem Zentralorgan für Industrie, Gewerbe und Handel der Schweiz. — Jede Woche eine 8 bis 16 Seiten starke, reich illustrierte Nummer grossen Zeitungsformates. Jeder Betriebsinhaber kommt heute mit technischen Fragen der verschiedensten Art in Berührung und bedarf fortlaufender Orientierung auf Haupt- und Nebengebieten. — Diese verschafft ihm die die alle Probleme und Fortschritte auf allen Gebieten menschlicher Technik in ihren Stoff kreis zieht Sie behandelt vorzugsweise folgende Fachgebiete: a) Mccban. Fabrikationsprozesse: Apparatebau Maschinenbau Elektrotechnik Galvanotechnik Materialtcchnik Motorentechnik b) Für jeden Betrieb: Werkstatt-Technik Betriebstechnik Hlustrationsprobe. Das Buch enthält eine grosse Anzahl Abbildungen. Abonnenten erhalten 20 °/ 0 Rabatt. Heizung und Beleuchtung Organisation Reklame Arbeitswesen Unfallwesen Rationalisierungs-Methoden c) Verkehr: Vcrlcehrstechnik Luftschiffahrt Radio Telephon und Telegraph Leitungsbau d) Technischer Handel: Industrie und Handel Import und Export Ausstellungen Steuern und Zölle Messen und Märkte e) Spezialgebiete: Chemie Nahrungsmitteltechnik Bautechnik Bergban- und Hüttenwesen Krankheiten ist leichter vorzubeugen, als sie zu heilen. Doch nützt auch diese Erkenntnis nicht viel, wenn das Verhalten in den einzelnen Fällen nicht bekannt, die Symptome eines beginnenden Leidens nicht oder erst dann erkannt werden, wenn auch der herbeigerufene Arzt nicht mehr helfen kann. In jedem Hause sollte man deshalb ein sog. Doktorbuch halten, das wie das im Verlagshaus Hallwag in Bern erschienene als zuverlässiges Nachschlagewerk in allen Lebensaltern wertvolle Dienste leistet. Der „Bund" schrieb über dieses Buch: „Es will den Arzt nicht ersetzen, sondern ihm behilflich sein. Das Buch bereichert unsere Kenntnisse über die Pflege unseres Körpers und unterstützt damit unsere Gesundheit". Preis des350 Seiten starken Buches in grün, Leineneinb. mit Goldprägetitel nur Fr. 6.— = neues Staunen! Verlag HALLWAC^ A.-&., Sera ••••••••• Pröbenumm&rn gratis durch • • • • : • • • • • • • • • • • • • • • • • • . • • • • • • Gesundheit von Dr. med. IYI. Krauthammer BÜCHERZETTEL. Senden Sie sofort per Nachnahme Ex. „A Q c der Gesundheit" von Dr. med. Krauthammer Wohnort: Dieser Bestellschein Ist ausgefüllt in einem off. Couvert mit 5 Rp. Porto zu versehen und an die Adresse Verlag Hallwag A.-Q., Bern, einzusenden. JZJ*Jm/mJ»Jm/»J*J*JmJ»J^. AUTOMOBIL-REVUE 19?8 - N° 11 allen? Hochhaus für Kraftwagenstände. Die kürzlich erbaute Banville-Garage in Paris hat Einzelstände für 600 Wagen und ist damit von einer ganz enormen Grosse. Sie weist sieben Stockwerke auf, die für die Kraftwagenstände bestimmt sind, während das achte als Verkaufsraum und für Wagenausbesserungen dient und das neunte für gedeckte, sehr behaglich eingerichtete Tennisplätze Platz gibt. Die Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure veröffentlichte in einer der letzten Nummern die nachfolgende Beschreibung, die in baulicher und kontruktiver Hinsicht einige interessante Anfaben bringt: Der Bau nimmt 3000 m s Grundfläche ein, die Stockwerke haben 3,5 m Höhe. Die leitenden Gesichtspunkte für den Bau waren: geschlossener Stand für jeden Wagen, dauernd genügender Bewegungsraum, Möglichkeit, jeden Wagen innerhalb seines Standes instandzuhalten und auszubessern. Die Kraftwagenstände sind in sechs Grossen für folgende Wagenabmessungen ausgeführt: 6,1 und 1,9 m, 5,2 und 1,85 m, 4,7 und 1,85 m, 4,5 und 1,65 m, 3,9 und 1,5 m. 3,6 und 1,37 m. Sie sind in zwei einander gegenüberliegenden Reihen eingeteilt, die durch einen gemeinsamen Mittelgang getrennt sind. Die Breite der Gänge ergibt sich aus dem Wendekreisbogen der jeweiligen Wagengrösse. Die Türen der Stände sind an Rundschienen aufgehängt und haben eine biegsame Füllung, dio aus einem Eisendrahtnetz beisteht. Beim Oeffnen legt sich die Tür gegen die Seitenwand des Standes, beim Schliessen wird sie in Bogenform um das Wagenende herumgeführt. Die Seitenwände sind also kürzer als der Wagen, so dass dieser bei geöffneter Tür teilweise hervortritt. Infolge der Biegsamkeit der Türen sind diese und die Wagen gegen Beschädigungen bei leichten Stössen gaschützt. Da man die Verteilung nach Wagengrössen auf Grund von statistischen Unterlagen vorenommen hat, die sich leicht ändern kann und nicht mit den jeweils untergestellten Wagen übereinzustimmen braucht, sind die Seitenwände aus verschieden langen Schienen mit beweglichen Füllungen aufgebaut, so dass man Länge und Breite schnell ändern kann. Diese Möglichkeiten sind natürich durch die Stellung der Stützen begrenzt Als Baustoff für das Haus hat man Eisenbeton gewählt. Hierfür sprachen die Billigkeit, die Feuersicherheit und vor allem die Undurchlässigkeit gegen Wasser, da die Wände täglich mit etwa 100 m 3 Wasser bespült werden. Die Gründung hat man von der der Nachbargebäude getrennt, um Risse in den Nebenmauern bei Verziehen zu verhindern. Sie ruht zum Teil auf festen Tonschichten, zum Teil auf tonigen Sandschichten, und ist so tief geführt, dass die Möglichkeit offengehalten ist, ein weites und tiefes Sportschwimmbecken einzurichten. Die Decken haben verschiedene Abmessungen, da die oberen Stockwerke leichtere Wagen aufnehmen als die untern. Doch sind die Werkstätten und die Auffahrtrampen für die Aufnahme der schwersten Wagen entworfen. Im zweiten Keller hat man eine Hauptstütze ausgelassen, um die Zufahrt bequemer zu gestalten. Ihre Belastung von 300 t nimmt ein Portal in Dreieckform auf, dessen Schenkel gerade sind, weil die Spannungen sich im gekrümmten Träger nicht aufnehmen Hessen. Da der Boden unter dem Portal aus beweglichem Sand besteht, hat "man die wagrechten Kräfte in einer Gurtung abgefangen, die die Grundlinie des Dreiecks bildet. Zur Heizung des Gebäudes, die stündlich etwa 1500 kg Dampf braucht, dienen Hochdruckkessel. Eine eigene Turbinenanlage erzeugt elektrische Energie zur Unterstützung des Netzstromes und zu sonstigen Hilfszwecken. Jeder Stand hat Anschluss an eine Druckluftleitung. Jedes Stockwerk hat vier Wasseranschlüsse für Reinigungszwecke. Die Schlauchleitungen sind so bemessen, dass jeder Wagen in seinem Stand damit bearbeitet werden kann. Das Wasser, das einem Brunnen entnommen wird, wird in einen Hochbehälter von 120 m 3 gehoben, von wo es mit genügendem Druck allen Stockwerken und allen Ständen zugeführt wird. Der Strom des Pariser Netzes wird hochgespannt einem Transformatorenraum zugeleitet und von dort verteilt. Der Betriebstoff wird allen Stockwerken mittels elektrisch angetriebener Pumpen zugeführt. Die Stockwerke sind über die Auffahrtrampe zugänglich, auf der zwei Wagen einander bequem ausweichen können, da sie in der Geraden 5 m und in den Krümmungen 17 m breit ist, und ausserdem über vier Aufzügen. Einer dient für beschädigte Wagen, einer für grössere Werkzeug- und Werkstofflasten, einer für die Chauffeure und Arbeiter und einer für die Wagenbesitzer. Alle Abteilungen des Hauses sind durch eine selbsttätige Fernsprechanlage verbun- "Welt den. Alle Stockwerke enthalten Bäder, Warmwasserduschen und Aborte. Zu den Tennisplätzen gehören Gesellschaftsräume, Kleiderablagen, Ausschank- und Nebenräume. Der Erbauer des Panamakänals. Eine kurze Meldung aus New York berichtete letzter Tage, dass Generalmajor Goethals, der Erbauer des Panamakanals, gestorben ist. Er und sein Werk wird in der «National-Zeitung» folgendermassen gewürdigt: Die Eröffnung des Panamakanals fiel jn die Kriegszeit. Aus diesem Grunde ist sie in Europa viel zu wenig gewürdigt worden. Das Werk das Fortschritts verlor den Glanz seiner Bedeutung vor dem Werk der Zerstörung. Aber das Werk des Fortschritts hat sich doch als dauerhafter erwiesen, und heute ist der Panamakanal keine umstrittene Sache mehr, sondern eine eben schlechthin existierende, über die nicht viele Worte zu verlieren sind. Nur die von Jahr zu Jahr ausgegebenen Statistiken verkünden, wie die Bedeutung dieses Werkes wächst. Von Jahr zu Jahr steigt die Tonnageziffer, und wenn auch noch lange nicht die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Schleusen erreicht sind, so sinnen die Nachfolger Goethals doch schon über dem Problem eines neuen Schleusenweges durch den Kanal nach. Der Panamakanal ist zweifellos eines der grössten technischen Werke aller Zeiten. Allein die Schaffung des Gatuner Sees, des grössten künstlichen Sees der Welt, war ein fast märchenhaftes Unternehmen. Setzt man da einfach ein ganzes Gebirge unter Wasser •— die höchsten Bergspitzen ragen gerade noch knapp als freundliche Inseln aus dem neugeschaffenen Meer heraus —, und die riesigen Ozeandampfer schwimmen über den Schluchten und Tälern hinweg wie die Arche Noah nach der Sintflut. Und diese ganze künstliche Sintflut nur, um mit einem reissenden Fluss, dem Rio Ghagres, fertig zu werden, und um den Bau des Kanals zu ermöglichen, an dem der grosse Ingenieur Ferdinand von Lesseps, der Erbauer des Suezkanals, mit seiner französischen Gesellschaft finanziell zugrunde gegangen war. Lesseps wollte einen offenen Meereskanal (einen sog. Niveau-Kanal, wie es der Suez- Kanal ist) bauen; die Amerikaner aber waren schlauer und bauten unter Goethals den viel billigeren Schleusenkanal, wobei sie mit der Schaffung des hochgelegenen Gatuner Sees den halben Weg der ganzen Kanalstrecke gewannen, auf der sie keine teure Kanalrinne zu graben brauchten. Der Panamakanal wurde am 15. Augusß 1914 dem allgemeinen Verkehr übergeben. Seine Geschichte ist voll von Ereignissen, denn sein Bau war aussergewöhnlich reich an Schwierigkeiten aller Art. 1881 wurde von Lesseps der erste Spatenstich getan; schon acht Jahre später ging das ganze französische Unternehmen elend zugrunde, nachdem es etwa 1400 Millionen Franken meist kleiner Kapitalien verschlungen hatte, während damit nur ein Drittel der ganzen Strecke fertiggestellt werden konnte. Man spricht ja leider heute noch mitunter von einem «Panama», ohne zu bedenken, dass dieses Wort heute seinen Sinn verloren hat. Nach dem Zusammenbruch der französischen Aktiengesellschaft wurde — fast erst 20 Jahre später — Goethals. von den Amerikanern mit der Wiederaufnahme des Baues beauftragt. Goethals begann am 4. Mai 1904; 1912 sollte der Kanal fertig sein. Infolge unerhörter Schwierigkeiten dauerte der Bau jedoch zwei Jahre länger, und Goethals soll nur widerwillig dem Eröffnungstermin zugestimmt haben, da er erkannte, dass die Gefahr der Erdrutsche, wie sich leider sehr bald bastätigte, noch keineswegs überwunden war. Vom 4. September 1915 bis zum 15. April 1916 musste der Kanal nach einem grossen Erdrutsch für den Verkehr völlig gesperrt werden. In den letzten Jahren sind aber keine ernstlichen Erdrutsche mehr vorgekommen, und Goethals konnte die Freude haben, sein Werk also doch noch sranz zu Ende geführt zu haben. Die Essigprobe ist wertlos! Manche Fachleute versuchen heute noch, das Treibriemenleder durch die Essigprobe zu prüfen. Man legt ein Stück des Leders in Essig; dabei soll sich Kernleder von weniger wertvollem Leder dadurch unterscheiden, dass e& vom Essig nicht angegriffen wird; anderes Leder soll sich dagegen unter dem Einfluss des Essigs in eine gallertartige Masse verwandeln. In Wirklichkeit ist das aber gar nicht der Fall. In Essig quillt nur das schlecht gegerbte Leder, gleichgültig, ob es Kernleder ist oder nicht, und auch das ist sehr unsicher. Es hat daher überhaupt keinen Zweck, die Essigprobe aufzustellen Seh. 1126 Radiostationen in der Welt. Nach einer englischen Statistik gibt es in der Welt 1126 Radiosender. Hiervon besitzen die Vereinigten Staaten 685, das übrige Nordamerika 128, Südamerika 52, Asien 18, Australien 28 und Europa 106.

N» 11 - 1928 AUTOMOBIL-REVUE Andorra. Auf der Südseite der Pyrenäen, angrenzend an Frankreich und Spanien, liegt die gebirgige Republik Andorra. Diese Miniatur- Staatenbildung führt ihre Enstehung nach der Sage auf Karl den Grossen zurück. Heute steht sie unter dem Protektorat Frankreichs und des spanischen Bischofs von Urgel. Andorra wird von einem Generalrat von 24 Mitgliedern regiert, die wieder einen Präsidenten, den sogenannten Ersten Syndikus wählen. Der jetzige Syndikus ist J. Villarubia. Andorra besitzt eine Fläche von 452 qkm und hat etwas mehr als 5200 Einwohner. Hauptort ist Andorra la Vieilla mit ca. 600 Einwohnern, ein Gebirgsstädtchen, dessen Hauptsehenswürdigkeit ein altes Rathaus ist, das den stolzen Namen Palais führt. Noch fünf weitere kleine Gemeinden gehören der Republik an. Die Haupterwerbsquellen fliessen aus der Landwirtschaft, dabei spielt die Hauptrolle Käse-Export und die Aufzucht von Schafen. Dazu kommt ein grosser Holzreichtum und die ziemlich weitverbreitete Herstellung von Holzkohle. Relativ reich ist das Land an Mineralquellen, z. B. Schwefelquellen, nur werden dieselben nicht ausgenützt. Ebenso findet sich Eisen- und Bleierz, aber die Ausbeute wird nicht systematisch betrieben und ist mehr dem Zufall überlassen. Um per Auto nach Andorra zu gelangen, steht nur eine Strasse, und zwar von Spanien aus, zur Verfügung. Wer also diesseits der Pyrenäen wohnt, wird entweder der Küste entlang nach Barcelona und von dort aus nach Lerida fahren, um diese Stadt als Ausgangspunkt zu einem Ausflug nach Andorra zu benützen. Es führt allerdings von französischer Seite, von Ax-les-Thermes ausgehend und nördlich des Col de Puymorens von der Hauptstrasse abzweigend, ein Strässchen nach der Gebirgs-Republik hinauf; für Fussgänger dürfte sich dieser Weg empfehlen, nicht aber für Automobile, auch wenn sie noch so klein sind. Wer vor Ax-les-Thermes ausgehend mit dem Auto über den Col de Puymorens fährt und nach Puigcerda gelangt, braucht freilich nicht den Umweg bis Barcelona zu machen, sondern er biegt unweit südlich der Grenze nach Westen um, um S6o de Urgel zu erreichen, von wo aus nur noch 21 km bis Andorra la Vieilla zurückzulegen sind. Sicherlich empfiehlt sich ein Besuch dieses vom grossen Verkehr weitabliegenden Ländchens sehr. Dass man bei einer Reise ffartensJtizze. von /7?7alorr