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E_1928_Zeitung_Nr.011

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und Murgenthal an der

und Murgenthal an der aargauischen Grenze zu schwer beladene Motorlastwagen gezwungen, ihre Ware abzuladen. Man veranlasste die Wagenführer, zweiachsige Anhänger, welche ebenfalls zu schwer beladen waren, stehen zu lassen oder die Ware abzuladen. Bei zwei einachsigen Anhängern musste der eine zurückbleiben! Wir stehen an der Türe einer unangenehmen Verkehraera, denn die Bestimmungen des Berner Dekretes erwecken in der ganzen Schweiz grosse, heftige Proteste, abgesehen vom Spott über dieses neueste kantonale Zopftum. Es ist zweifelhaft, ob es der Berner Baudirektion gelingen wird, durch ein solches Dekret die Dividenden der Dekretsbahnen zn retten. go. Recht und Gegenrecht. Dieser Tage unterbreitete das Eidgenössische Post- und Eisenbahndepartement den Kantonen einen Vorschlag, wonach von jedem ausländischen Gesellschaftswagen (Car Alpin und Autobusse) eine Zuschlagsgebühr von 25 Rp. auf den Kilometer zu erheben sei. Der Glarner Regierungsrat hat dem Vorschlag zugestimmt. Wie bereits berechnet wurde, hätte ein ausländischer Gesellschaftswagen für die Fahrt von Bilten über den Klausen Fr. 10.90 zu bezahlen. In Nummer 7 der A. R. wird im Leitartikel die Frage der Eingangsgebühren bei Grenzüberschreitungen ausländischer Automobilfahrer eingehend behandelt. Was in dem betreffenden Artikel in klarer und überzeugender Weise auseinandergehalten wird: der älteste Brauch des Rechtes und des Gegenrechtes, dürfte auch bei dieser, denselben Zweck verfolgenden Zuschlagsgebühr nicht ausser Acht gelassen werden. Es wäre ungerecht, Ländern gegenüber, die unsere Wagen ohne Eingangs- und Zuschlagsgebühr zirkulieren lassen, diese Gebühren im eigenen Lande zu erheben. Anders und ganz im Sinne unserer damaligen Ausführungen verhält es sich indessen bei denjenigen Ländern, die unseren Fahrern schon seit Jahr und Tag einen Obulus abzwacken. Da darf man sich mit Recht fragen, warum man sich dies, ohne Gegenrecht zu halten, mit aller Einfalt so lange gefallen Hess! Wie weit der Vorschlag des eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartementes verwirklicht werden kann und soll, ist eine Frage, die näherer Prüfung bedarf. Entscheidet man sich zu der Erhebung einer Gebühr von den ausländischen Gesellschaftswagen, sollten die Konsequenzen gezogen und die Gebühren von jedem ausländischen Wagen erhoben werden. Aber: Recht und Gegenrecht! Den Ländern, die unsere Fahrer ungeschoren über die Grenzen lassen, darf nicht an den Geldbeutel gegriffen werden; die Folgen fallen nur auf uns selbst zurück. Im übrigen ist der Vorschlag des Post- und Eisenbahndepartementes so recht dazu angetan, die Schlagbaum-Politik der Kantone in neuer Glorie erstrahlen zu lassen. Wird eine solche Gebühr erhoben, so muss ein Weg gefunden werden, der dies auf eine Art und Weise gestattet, die das zweiundzwanzigmalige Beutelziehen vor den 22 Kantonspfählen umgeht. Oder soll denn ewig weiter gewurstelt werden nach alt-helvetischer Schablone: Warum einfach machen, wenn es auch kompliziert geht? V. Entzug der Fahrbewilligung. Ein interessanter, grundsätzlicher Entscheid! Die III. Kammer des zürcherischen Obergerichtes hatte sich letztes Jahr als Berufungsinstanz mit dem Fall des Limonadenfabrikanten P., der mit seinem Lieferungswagen einen Fussgänger überfahren und verletzt hatte, zu befassen. Das Bezirksgericht Zürich hatte ihn s. Zt. der fahrlässigen Körperverletzung schuldig erklärt und zu Fr. 300 Geldbusse verurteilt, wobei ihm zudem noch das Verbot auferlegt wurde, während 4 Jahren ein Motorfahrzeug zu lenken. Die III: Kammer des zürcherischen Obergerichtes hat als Berufungsinstanz diese letztere Bestimmung betr. Verbot des Lenkens eines Motorfahrzeuges aufgehoben und zwar unter folgender Begründung : Rechtlich steht an und für sich freilich nichts entgegen, die Untersagung der Betreibung eines bestimmten Berufes oder Gewerbes, wie das Str.G. B. in § 4 sagt, mit der Verhängung einer Geldbusse zu verbinden. Das Verbot der Ausübung seines Berufes oder Gewerbes trifft den Verurteilten aber immer ausserordentlich schwer. Wenn nun der Richter, obgleich der Strafrahmen des § 147 Str.G.B. ihm die Verhängung einer fühlbaren Gefängnisstrafe gestattet hätte, doch im vorliegenden FaJle nur auf eine Geldbusse als Hauptstrafe erkennt, so muss daraus geschlossen werden, dass er da» Verschulden des Angeklagten nicht als ein schwereres im Sinne des Gesetzes beurteilt. Verbindet der Richter mit der Verhängung der verhältnismässig leichten Hauptstrafe aber die drükkende Nebenstrafe des Verbotes der Ausübung des Gewerbes oder Berufes, so gerät er damit in Widerspruch mit den Erwägungen, die ihn bestimmten. eine Hauptstrafe leichterer Art auszufällen. Mit Recht hat der Vorderrichter indessen ausgeführt, das vom Angeklagten im vorliegenden Falle an den Tag gelegte Verschulden sei ein grobes, und AirrOMORn.-RFvTJC die Folgen dieses Verschuldens seien für den Verletzten schwerer Art. Daher wäre als Hauptstrafe eine Gefängnisstrafe am Platze gewesen. Die Anklagebehörde sowohl als der Geschädigte haben jedoch darauf verzichtet, das vorinstanzliche Urteil in dieseni Punkte anzufechten,; obwohl die Bezirksanwaltschaft erstinstanzlich den Antrag gestellt hatte, den Angeklagten mit einer Woche Gefängnis und Fr. 100.— Geldbusse in bestrafen. Es hat daher bei der Geldstrafe von Fr. S00.— sein Bebenden. Zudem muss das Verbot der Führung ireendeines Motorfahrzeuges, das die Vorinstanz dem Angeklagten für vier Jahre auferlegte, gestrichen werden. Das Lenken von Motorfahrzeugen bzw deren Führung an und für sich ist noch kein Beruf oder Gewerbe im Sinne des § 4 Ziff. 10 des genannten Gesetzes, auch wenn diese Tätigkeit täglich, ja stündlich und, wie im vorliegenden Falle, sogar im Zusammenhang mit dem Betriebe eines Gewerbes fortgesetzt ausgeübt wird. Betriebe der Angeklagte eine Fuhrhalterei mit Motorfahrzeugen oder übte er den Beruf eines Chauffeurs aus. kurz, wäre die Führung von Motorfahrzeugen, wenn auch nur nebenher, für ihn eine oder die Quelle seines Einkommens, BO könnte allerdings von der Untersafgung der Betreibung eines bestimmten Berufes oder Gewerbes die Rede sein. Dies trifft iedoch nicht zu. Der Angeklagte betreibt vielmehr das Gewerbe eines • Limonadicrs », d. h. er fabriziert Limonaden und besorgt deren Lieferung an die Kundschaft selbst, indem er selbst dabei den verwendeten Lastwagen führt. Wollte der Richter ihm den Betrieb eines Gewerbes oder Berufes verbieten, so käme nur die Fabrikation und der Verkauf von Limonade in Betracht; ein anderes Gewerbe betreibt der Angeklagte nicht. Für ein Verbot der Fabrikation von Limonade aber fehlt es an ieder möglichen Begründung. Da das Gesetz über den Verkehr mit Motorfahrzeugen den Gerichten die Befugnis nicht einräumt, Führungs-, d. h. Fahrbewilligungen zu entziehen, so steht deren Entzug somit allein der Polizeibehörde zu; denn daraus, dass die Gerichte ermächtigt sind, einen Angeklagten im Gewerbe oder Berufe einzustellen, kann nicht der Schluss gezogen werden, dass sie auch berechtigt seien, ähnliche Verbote zu verhängen. n. Vergebliche Bemühungen zur Durchführung vom Klausenrennen 1928. Wie bereits mitgeteilt, bemühen sich die Sektionen Glarus und Uri des A. C. S. die Kontinuität des Klausenrennens auch für dieses Jahr zu ermöglichen und haben deshalb auch beim Zentralkomitee eine diesbezügliche Anregung gemacht. Die Delegiertenversammlung, welche über eine eventuelle Abhaltung des Rennens zu entscheiden hätte, findet aber erst im Mai statt, so dass die Zeit zu den notwendigen, umfangreichen Vorarbeiten keineswegs reichen würde. Wie wir nun erfahren, scheint auch der Direktionsvorstand der nämlichen Auffassung zu sein. Man kann deshalb mit Bestimmtheit annehmen, dass auch die übrigen Instanzen des A. C. S. das Rennen für 1928 nicht befürworten werden. Die letzten Hoffnungen auf die diesjährige Veranstaltung können somit endgültig begraben werden, so sehr man dies mancherorts auch bedauern wird. Z. Dem Kilometer lance von Eaux-Mortes entgegen! Dieser Tage ist Herrn A. Chantre, dem neuen Präsidenten der Sektion Genf des A.C.S und dem Präsidenten des Organisationskomitees der Sternfahrt und des Kilometerlance', das von der Nationalen Sportskommission ausgearbeitete Reglement für die am 18. März stattfindende Veranstaltung zugegangen. Die Sitzung der Nationalen Sportskommission fand vor acht Tagen statt, heute ist das Reglement bereits im Blei! Prompte Arbeit! Der internationale Kilometer! Gemäss den Statuten der A. I. A. C. R. sind ausschliesslich zwei Kategorien vorgesehen: Sport- und Rennwagen. Im Gegensatz zum letzten Jahr hob das neue Reglement die Gewichstlimiten für Rennwagen. Die vorgeschriebenen Gewichte der Sportwagen verstehen sich ohne Wasser, Betriebsstoffe etc. Massgebend ist das Bruttogewicht, wovon das Gewicht von Wasser und Betriebsstoff schätzungsweise abgezogen wird, um das Nettogewicht zu erhalten. Sollte das Bruttogewicht um mehr als fünf Prozent die vorgeschriebenen Grenzen überschreiten, wird zur einwandfreien Gewichtsfeststellung eine Leerung des Kühlers und der Brennstoffbehälter vorgenommen. Die weiteren Bestimmungen sind die gleichen wie im Reglemente des letzten Jahres. Nennungsgebühren : Rennwagen Fr. SO.—, Sportwagen Fr. 50.—. Der nationale Kilometer, welcher aus bereits mitgeteilten Gründen als « geschlossene > Veranstaltung durchgeführt wird, basiert auf Art. 18 des-internationalen Reglementes, ganz so wie sich der internationale Kilometer auf Art. 16 einsteilt. Wir finden unsere drei familiären Kategorien: 1. Rennwagen; 2. Sportwagen; 3. Tourenwagen. Die Kategorie 1 (Rennwagen) unterstellt dem internationalen Reglement; Kategorie 2 (Sportwagen) besitzt die markanten Charakteristiken des letzten Jahres: komfortable Karosserie, beschränkte Tourenzahl (Koeffizent 1,3 für die Kompressoren und 1,7 für die Zweitakter) ; der Kategorie 3 (Tourenwagen) sind, je nach Zylinderinhalt, eine beschränkte Tourenzahl vorgeschrieben, sowie eine Karosserie, deren Massen und Charkteristik dem «Sport»-wagen des internationalen Reglementes entsprechen müssen. Nennungsgebühren: Rennwagen Fr. 70.—. Sport- und Tourenwagen Fr. 40.—. Rufen wir noch in Erinnerung, dass das Internationale Kilometerlance von Eaux- Mortes dises Jahr für das Championnat obligatorisch ist. Ein Grund mehr für die grosse Anziehungskraft dieser besten Automobilsport bietenden internationalen und schweizerischen Veranstaltung. v. Internationale Alpenfahrt Wie wir erfahren, Hess sich der A. C. S. an der letzten Sitzung des Vorbereitungskomitees der Internationalen Alpenfahrt in München durch Herrn Fritsch (Deutschland) vertreten, der sich infolge der Verhinderung unserer Delegierten durch die Sitzungen der nationalen Sportskommission in Bern und Genf und den nachfolgenden grossen Arbeiten (eine Verlegung des Datums war nicht möglich!) anerbot, die Stellvertretung zu übernehmen. Ein Antrag Italiens zur Ausstellung eines Diplomes für die beste Leistung, wurde durch die schon früher dargelegte Begründung des A. C. S-Vertreters, dass eine Kontrolle nicht möglich sei, so dass keine Gewähr dafür geboten werden könne, dass immer ein und derselbe Fahrer am Volant sass, erneut abgelehnt. + IM AUSLAND Campbell nach Florida unterwegs. Der englische Kapitän Malcolm Campbell hat sich am letzten Mittwoch mit seinem Wunderwagen « Blue Bird » auf der « Berengaria » nach Florida eingeschifft, wo er auf dem Strande von Daytona dem letztes Jahr von Major Segrave aufgestellten phantastischen Weltrekord von 333 km den Hals zu brechen hofft. v. Eine Prämie von 1000 Pfund Sterlings ist von Sir Weakfield für denjenigen Automobilisten ausgesetzt worden, welcher den von- Segrave aufgestellten Weltrekord bricht. Die bis 1930 zu gewinnende Prämie kann von jedem Automobilisten, wessen Nation er auch angehöre, gewonnen werden. Der grosse Bugatti-Preis, der, wie man weiss. am 23. und 24; Juli als erste Veranstaltung dieser Art ausschliesslich Bugatti-Wagen offensteht, soll nun durch einen sog. « Grand Prix des As » bereichert werden, welcher auf dem Autodrom von Montlhery zum Austrag gelangt. Es soll sich hierbei um einen Preis handeln, der von den bekanntesten Rennfahrern ausgefochten wird, wobei dieselben ausschliesslich mit den von der Molsheimer Fabrik zur Verfügung gestellten und durch das Los verteilten Bugatti-Rennwagen starten werden. Es ist möglich, dass sich dieselbe Equipe auch bei anderen internationalen Rennveranstaltungen grossen Stils, wie in San Sebastian, Monza, Brooklands, etc., beteiligt. « Ich starte ! » ... erklärte Louis Delage. entgegen den in der französischen Presse verbreieten Meldungen, dass Delage, welcher 1927 die Weltmeisterschaft errang, nicht mehr starten werde. Delage beabsichtigt lediglich, sich dieses Jahr von der Rennbahn etwas fernzuhalten, wird aber schon in der nächsten Saison wieder bei allen grossen Veranstaltungen des Automobilsportes ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben. v. Graubünden erniedrigt seine Einreisegebühren für den Winter. Der Kleine Rat von Graubünden hat in seiner Vollziehungsverordnung zum Strassengesetz die Einreisegebühr für dreitägigen Aufenthalt für Personenautomobile und Motorräder auf die Hälfte reduziert. Der Beschluss tritt sofort in Kraft. Als Winter wird die Zeit vom 15. Oktober bis zum 15. Mai betrachtet. Wir betonen, dass der Kanton Graubünden alles Interesse daran hat, diese Gebühren auszuschalten ; seine gut entwickelte Fremdenindustrie wird dafür Dank wissen, lt. Neue Postautomobillinlen. Die eidgenössische Postverwaltung gedenkt in nächster Zeit zahlreiche neue Unternehmerposten einzurichten. So auf den Strecken Thal-Reineck, Rolle-Gilly-Begnins, Cressier-Kerzers, Fiüh- Hofstetten-Metzerlen-Burg, Lavorgo-Sobrio, Lavorgo-Chironico, Lamone-Cravesano, Rivera-Jsone und Taverne-Mezzovicco. Für die Strecken Sitten-Bramois und Sitten Ayent sind die Unterhandlungen schwebend. Man spricht ferner von einem Autokurs Appenzell-Teufen. Die Pferdeposten der Strecken Mendrisip-Casima, Mendrisio-Somazzo, Moutier-Sorrietan-Bellelay und Lajoux-Beilelay sollen durch Äutoposten ersetzt werden. Die eidgenössische Postverwaltung hat gegenwärtig 155 Unternehmerlinien im Betrieb. V. 1928 — NM1 Die Schweiz als Reiseland. Wir harten letztes Jahr wiederholt Gelegenheit, auf Auslandspressestimmen hinzuweisen, in denen der Schweiz und speziell auch dem Kantoo Graubünden eine gewisse Autofeindlichkert und eine wenig gastfreundliche Aufnahm© nachgerühmt wurde. Um so erfreulicher ist •es nun, auch einmal ein Auslandsurteil zitieren zu können, das der Schweiz als Autoreiseland par excellence eine etwas gerechter werdende Beurteilung angedeihen lässt, ja, die Schweiz geradezu als Ideal für Autofahrer hinstellt. So lesen wir im «Berliner Tageblatt» was folgt: «Kein Land der Welt hat -wohl so gute Str*s«ea wie die Schweiz, kein Land der Welt aber auota so strenge Fahrbestimmaagen, Diese Strassen sind entweder gepflastert oder geteert; selbst die Pasestra»- sen sind in hervorragendem Zustand. Man ist. besonders wenn man aus dem Ausland kommt, versucht, auf diesen herrlichen Strassen «loszulegen», aber schon an der Grenze wird dem Automobilisten ein Merkblatt in die Hände gedrückt, das ihm die Freude an der schönen Strosse bald herabmdndert Auf der Landstrasse darf nur 40. in den Ortschaften durchschnittlich nur 25 km gefahren werdenl Und diese Zeiten, besonderes in den Ortschaften, werden von den einheimischen Automobilisten peinlich eingehalten, dema die Automobilkontrolle, besonders an Sonntagen, ist streng und es hagelt naT so von 50 Franken-Strafen. Mit den Fremden geht man gelinder am, denn man begnügt sich im all*»- meinen mit Verwarnung. Auf den Landstrassen werden die Vorschriften nicht so genau befolgt, immerbin geht man kaum über 70 km hinaus, und ferade das langsame Fahren in Ortschaften hat j»- zeigt, dass dadurch viele Unfälle vermieden wurden. Dem Fremden wird auch bald das langsam» Fahren Spass machen, weil die Strassen der Schwei» so viel Abwechslung an Landschaftsbildern bringen, dass man gern langsam fährt, um all diese Schönheiten auszukosten. An den Ortseingängen stehen jeweils grosse Tafeln, auf denen die Zahl der Kilometer angegeben ist, die im Ort gefahren werden dürfen. Am Ortseingang sieht man dann oft wieder eine Tafel, auf der das Wort «ausserorts» steht; der Automobilist kann also wieder Landstrassentempo fahren. In der französischen Schweiz mit ihrer sprichwörtlichen Höflichkeit steht auf dieser Tafel noch das Wort «merci»; der Ort bedankt sich beim Automobilisten, dass er die Vorschriften eingehalten hat, und derjenige, der es getan, ist angenehm berührt von dieser Höflichkeit, derjenige, der sich um die Vorschrift nicht gekümmert hat. nimmt sich vor, sich das nächste Mal dieses «Danke!» auch, zu verdienen.» Der Umbau des Paradeplatzes beschlossen. Der Grosse Stadtrat hat der Umgestaltung des Zürcher Paradeplatzes nach den Plänen des Stadtrates zugestimmt. Wir haben seinerzeit die beabsichtigten Umbauarbeiten eingehend besprochen. In einem Votum im Schosse des Grossen Stadtrates wurde die Ansicht geäussert, es sollten möglichst wenig Strassenbahnen über den Platz geführt werden. Andererseits wurden auch Bedenken gegen die Umgestaltung des Platzes laut, da der Autostrom durch den Kreiselverkehr doch gezwungen, die Tramschienen ZD kreuzen und so erneut Anlass zu Stockungen geben wird. Ein Punkt, der vor dem endgültigen Entscheid noch ernsthafter Ueberlegune bedarL Schwere Sorgen... haben dieser Tage unsere schweizerischen Bundesbahnen, handelt es sich doch um nichts Geringeres als um die Einführung eines «Befehlstabes», der das bisherige Pfeifensignal bei der Abfertigung der Züge ersetzen soll. Soweit diese neueste und von den Ausländern kopierte Errungenschaft die Erziehung des Publikums, vor allem dessen Gewöhnung an strikte Vorschriften bedingt, kann sie auch von uns nur begrüsst werden (vielleicht, dass etwas für die Strassendisziplin abfärbt!) Der Zweck der ganzen «Umwälzung» ist in einer pünktlicheren Abfertigung der Züge zu suchen. Die bisherigen Verspätungen seien zum Grossteil auf die Verzögerungen im Abschiednehmen und Einsteigen des Publikums zu suchen! Wie weit aber die Bahnen diesen Schlendrian selbst gepflanzt haben, ist eine zweite Frage. Man wird sich an Dutzende von Fällen erinnern können, in denen die Züge fünf, zehn und mehr Minuten nach der fahrplamnässigen Zeit abfuhren... Doch nun soll der Befehlsstab Rettung bringen. Den Verspätungen muss ein energischer Kampf angesagt werden, hat doch die ewige Verspäterei, wie uns versichert wird, ihren nicht geringen Teil beigetragen, die sogenannte Automobilkonkurrenz gross zu züchten (!). xi. Wo das Automobil ausgestellt werden darf und wo nicht! Die Ausstellungsbeteiligung für die Automobilkonstrukteure und Händler der Schweiz ist von der Schweizerischen Syndikatskammer der Automobil- und Zubehörindustrien nach den Weisungen des Permanenten Internationalen Bureaus für folgende Veranstaltungen bewilligt worden: Finnland: Internationale Automobilausstellung in Helsingfors (19.—26. Februar). Ungarn: Internationale Messe in Budapest (28. April bis 7. Mai). Italien: Erster internationaler Automobilsalon in Mailand (15.—30. Mai). Keine Autorisation haben erhalten: Das Comptoir für Handel und Industrie in Neuenburg und das Comptoir für Landwirtschaft in Lausanne. fit. Berichtigung. Im letzten Berichte der Bureausitzung der Nationalen Sportkommission des A. C. S. in Bern blieb die Anwesenheit von Herrn Thommen, Präsident der Sportkommission der Sektion Bern u. Organisator des Gurnigelrennens, leider unerwähnt, was wir hiemit nachholen möchten* Die Red.

N°ll — 1928 Eine besondere Ohrfelge. Die Ursachen sind klein, die Wirkung — gelinde gesprochen — beträchtlich: Auf der Fahrt durch den lieblichen Bei Cantone fuhr einem St. Galler Autler ein deutscher Automobilist vor — an und für sich ein alltäglicher Fall. Wir kennen die näheren Umstände leider nicht, Tatsache ist aber, dass der St. Galler im Bahnhof von Airolo beim Verlad der beidseitigen Wagen mit dem Berliner bezüglich des Vorfahrens eine energische Auseinandersetzung hatte, der seitens des St. Gallers durch eine wohlbemessene Ohrfeige aller Nachdruck verliehen wurde. Darob eiliger Gang zum Kadi, denn die Ohrfeige soll zu einer Schwächung des Gehörs (natürlich beim Berliner) geführt haben. Der St. Galler Hess sich bewegen, auf dem Wege des Vergleichs dem Deutschen Fr. 11,000 (in Worten: elf tausend) als Schmerzensgeld auszuzahlen, nach allgemeiner Ansicht eine ganz hübsche Entschädigung, womit die Angelegenheit unseres Erachtens auf noble Art erledigt war. Doch der Schein trügt und das dicke Ende kommt erst nach: Es kam zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Bezirksgericht St. Gallen, das den Autler zu zwei Monaten Gefängnis verdonnerte. Allerdings bedingt. Nun ist es ja immer zu verurteilen, wenn sich ein Mensch, dem die Wohltaten einer hochstehenden Kulturepoche zugute kamen, soweit vergisst, dass er seine Meinung auf prähistorische Art zu unterstreichen beliebt. Dies sei ganz allgemein bemerkt und nimmt weder Rücksicht auf die besonderen Umstände, noch auf die Nationalität der handelnden Personen. 11,000 Franken und zwei Monate Gefängnis sind immerhin ein etwas starker Tabak für eine Ohrfeige, und es ist keineswegs verwunderlich, wenn sich einem dabei der Gedanke aufdrängt, ob die Strafe so gesalzen ausgefallen ist, weil der Sünder Automobilist ist!? Vielleicht, dass aber noch ein anderes Moment mitgespielt hat, denn ein Schweizer Blatt kommentiert ganz richtig: Nun wird der •gute Ruf des Landes wieder hergestellt sein! Es wäre doch zu ungerecht, wenn ein Automobilist wegen einer Ohrfeige durch die Corrodl-Affäre in Mitleidenschaft gezogen würde. xi. Die Anforderungen des technischen Examens. Die Frage der zweckmässigea Prüfung der angehenden Automobilfahrer liegt bei uns vielfach im Argen. Jeder Kanton hat sich seine Praktiken geschaffen, an denen er jahrelwn festhält, ohne sie den neuesten Anforderungen anzupassen. Andere Kantone besitzen aber keine Praxis und lassen eben die Sachs gedeihen, wie sie gerade begann. Eine solche Einstellung ist im Verkehrswesen entschieden von grossem Uebel, denn es soll auf diesem Gebiete keine kantonalen Eigenarten geben. Ein Fachmann stellt nachstehend seine Ansicht über das tech- , nische Examen dar. Wir übergeben damit die Frage der Fahrprüfung der Diskussion. Die Red. Man kann nun über die wirkliche Notwendigkeit eines solchen technischen Examens im angeführten Umfange sehr geteilter Meinung sein, ja sogar sich fragen, ob überhaupt ein technisches Examen dem Sinne einer .« Fahrprüfung » entspricht. Der Führerausweis ist doch zum Zwecke der öffentlichen Sicherheit geschaffen worden; es sollte vermieden werden, dass der Besitzer eines Fahrzeuges in der Welt herum fährt und das Leben anderer Menschen und — auch das seinige gefährdet. Ist es nun aber notwendig, theoretische und technische Kenntnisse von einem Bewerber zu verlangen, welche sich nicht auf die Erfordernisse der öffentlichen Sicherheit beziehen? Schliesslich hat die Keuntnis der einzelnen Motorbestandteiie, die Zündzeitfolge in einem 6-Zylindermotor oder die Funktion des Magneten mit dem praktischen Fahren nichts zu tun. Eine Erschwerung der technischen Prüfung, wie sie mehr oder weniger angestrebt wird, würde sicher eine ganze Reihe von Leuten abschrecken, sich um den Führerausweis zu bewerben und vielleicht auch, sich überhaupt ein Fahrzeug anzuschaffen. Dazu kommt noch, dass der berufstätige Mensch keine Zeit aufwenden kann, um sich mit den technischen Einzelheiten zu befassen. Bei Betriebsstörungen ist heute kaum jemand auf sich selbst angewiesen. Das ausgebaute Netz von Garagen und Reparaturwerkstätten, sowie die Möglichkeit, Hilfeleistungen herbeizurufen, setzen nicht umfassende Kenntnis des Fahrzeuges voraus. Zudem ist die Betriebssicherheit der Motorfahrzeuge gegen früher derart erhöht worden, dass Störungen nicht die Regel sind. Ein Fahrer, der sein Fahrzeug liebt, wird sich mit der Zeit und durch die Praxis schon so weit mit seinem Fahrzeug beschäftigen, dass er nicht auf der Strecke liegen bleibt und eine einmal eingetretene kleinere Störung selbst beheben kann. Dies ist aber ganz seine persönliche Angelegenheit! Schliesslich verlangt man doch auch nicht in einem Geschäft vom Käufer eines Barometers, dass er Prinzip, die Funktion und die Unser Bild zeigt den Genfer Maler Henry Dufaux (links), begleitet vom französischen Reporter Roubaud vor ihrem mit gazogenem Brennstoff betriebenen Ford-Wagen, mit dem sie die Strecke Paris— Kongo zurücklegen wollen, bei einem Etappenhalt in Genf. Der für diese Fahrt bis tief in den schwarzen Erdteil verwendete gazogene Betriebsstoff wird aas der Verbrennung von Holi!. allerdings nach mehreren Reinigungsprozessen, gewonnen. Für zwei Schweizerfranken Holz kann man 300 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 bis 35 km zurücfclegen. Das in Flaschen mitgeführte Gas wird in Afrika, wo der Liter Benzin nicht weniger als 2 Fr. kostet, Zeugnis seines ökonomischen Wertes ablegen. Der kleine Ford-Wagen ist mit Proviant, Lagerausrüstungsgegenständen und selbstverständlich auch Maleerät schwer beladen. Die grössten Schwierigkeiten der eventuell mehr als ein Jahr dauernden Expedition bietet die Ueberquerung der Flüsse, weil Afrika bekanntlich der Kontinent ohne Brücken ist. Da eich die französische Regierune für die Expedition, vor allem für die Bewährung des gazosenen Betriebsstoffes, interessiert, wird durch die französischen Kolonien den beiden mutigen Fahrern überall Unterstützung zuteil werden. Von Marseille soll nach Dakar übergesetzt werden, dann der Niger erreicht, Tschad, Ubangi bis Kongo. Der Maler Dufaux ist auch für seine technischen Standard-Arbeiten durch die Konstruktion des ersten Motosacoche-Motorrades bekannt. (Photo Geiselhärd. Genf.) einzelnen Teile des Instrumentes kennt, nicht einmal, dass er sich darum interessiert! Aber man verlangt, dass das Instrument bei Aussenbefestigung so stark gesichert ist, dass es durch Herabfallen keine Passanten gefährdet! Dass nun aber nur eine Fahrprüfung stattfindet, soll damit absolut nicht gesagt sein. Aber neben einer kurzen, rein technischen Prüfung, welche sich lediglich auf die Kontrolle der Verkehrssicherheit des Fahrzeuges vor der Fahrt beziehen könnte, sollte vielmehr ein Examen über die Kenntnis der polizeilichen und gesetzlichen Vorschriften und die Fähigkeit, sich in besonderen Fällen (Schleudern, Feuersgefahr usw.) richtig zu verhalten, verlangt werden. Eine eidgenössische Verkehrsgesetzgebung wird diese noch bedeutend vereinfachen. AUTOMOBIL-REVUE Der Paris-Kongo-Raid eines Schweizers. Prüfung Gestützt auf diese Ausführungen sei hier teilweise ein Fragen-Schema einer Fragengruppe angegeben, die in den Rahmen einer solchen Prüfung passt. Dasselbe macht keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll sich ja nur darum handeln, allgemeine Richtlinien anzugeben, im Gegensatz zu einem Frage- und Antwortspiel, wie es vielfach in Lehrbüchern für Chauffeure zu finden ist. a) Technische Prüfung. Frage 1: Auf welche Teile hat der Fahrzeugführer in bezug auf Betriebssicherheit besonders zu achten ? Antwort: Der Führer hat hauptsächlich darauf zu achten, dass sich Bremsen und Lenkung stets in betriebssicherem Zustand befindnn. Die verschiedenen Verbindungsteile sollen gegen selbständige Lösung gesichert sein. Die Lonkuae darf nicht zu viel toten Gang .haben, und der Ausschlag der Räder soll nach beiden Seiten gleich sein. PACKARD Wenn Sie sich mit der Absicht tragen, demnächst ein Automobil zu kaufen, so möchten wir Ihnen anheimgeben, zu erwägen, welch gute Geldanlage ein Packard darstellt. // Qualität und Packardarbeit gewährleisten lange Lebensdauer des Wagens, billigen Betrieb und minime Unterhaltungs-Kosten. Ausser diesen Vorteilen haben Sie die Genugtuung, einen Packard zu fahren. // Wir laden Sie ein, gelegentlich einen Packard zu besichtigen und ihn vom Standpunkte einer gesunden Geldanlage zu prüfen. WERNER RISCH, ZÜRICH Packard-Spezialgeschäft A S K T H E M A N W H O O W N S O N E Frage 2: Wie viele Bremsen muss ein Automobil haben ? Antwort: Es sind mindestens zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen vorgeschrieben, eine Hand- und eine Fussbremse. Frafle 3: Kann der Motor auch als Bremse benutzt werden ? Wie und hauptsächlich wann ? Antwort: Der Motor kann als Bremse benutzt werden durch Einschalten eines Ganses. Je kleiner der Gang, um so grösser die Bremswirkung. Bei langen Talfahrten und bei starkem Gefälle muss man mit dem Motor bremsen. Frage 4: Wann und wie prüft man die Bremsen? Antwort: Man prüft die Bremsen vor der Abfahrt, ob sie richtig ziehen, und kontrolliert, ob alle Verbindungsgelenke gegen selbsttätiges Lösen gesichert sind. Frage 5: Welches sind die Ursachen von Automobilbränden ? Antwort: Rückschläge in den Vergaser, hauptsächlich dann, wenn der kalte Motor angedreht wird. Diese Rückschläge können das eventuell unter dem Vergaser sich befindende Benzin in Brand setzen. Arbeit mit offenem Licht am Fahrzeug, speziell am Motor und Benzinbehälter, muss vermieden werden. Nur elektrische Beleuchtung darf verwendet werden. Frage 6: Wie werden Fahrzeugbrände gelöscht? Antwort: Durch einen Feuerlöschapnarat. Bei NichtVorhandensein eines solchen sofortiges Schliessen des Brennstoffhahns und bei laufendem Motor Vollgas geben, damit die Flamme in den Motor gesaugt wird, oder Ersticken des Feuers mit Decken, Tüchern oder Sand. U.S.W. b) Fahrtechnik. Frage 1: Was hat der Führer zu tun. wenn er sich vom Fahrzeug entfernt ? Antwort: Den Motor abstellen und die Handbremse anziehen. Frage 2: Hat man bei Halten in Steigungen oder im Gefälle besondere Vorsichtsmassreseln zu ergreifen ? Antwort: Ja! Vorteilhaft ist die Sicherung des Fahrzeuges durch Einschalten des Rückwärtsganges im Gefälle und des ersten Ganges in Steigungen sowie Unterlegen eines Steines unter die Hinterräder. Frage 3: Auf welcher Strassenseite fährt man, und wie fährt man in Kurven ? Antwort: Auf der rechten Strassenseite. Wenden nach rechts in kleinem, nach links in grossem Bogen. Frage 4: Wie verhält man sich gegen entgegenkommende Fahrzeuge ? Antwort: Rechts ausweichen, links vorfahren. Frage 5: Wie verhält man sich, wenn das Fahrzeug schleudert ? Antwort: Jedes Bremsen verstärkt die Schleuderwirkung. Am besten werden die Vorderräder sofort in die Schleuderrichttinsr gedreht und zugleich ausgekuppelt oder mehr Gas gegeben. U.S.W. c) Verkehrsregeln. Frage 1: Welche Ausweispapiere hat der Wagenführer stets bei sich zu führen ? Antwort: Die Fahrbewilligung (Führerausweis) des Fahrers und die Verkehrsbewilligung für das Fahrzeug. Frage 2: Wie lange haben gewöhnlich diese Papiere Gültigkeit? Antwort: Gewöhnlich ein Jahr, nachher müssen sie an der Ausgabestelle erneuert werden. Fragt 3: Was hat ein Fahrzeugführer zu tun, wenn ein Fahrzeug plötzlich stillsteht ? Antwort: Die Strasse ist sofort freizueeben durch Wegschieben des Fahrzeuges auf die äusserste rechte Strassenseite. Frage 4: Darf auf Brücken und anhaltenden Trams vorgefahren werden ? Antwort: Nein, hinter anhaltenden Trams muss gewartet und nachher rechts vorgefahren werden. Frage 5: Welche Warnungstafeln sind oder sollen angebracht sein bei unbewachten Bahnübergängen ? Antwort: Eine Tafel mit einer Dampflokomotive und der Ueberschrift « Unbewachter Bahnübergang ». Ferner auch Blinklichter, welche unrestelmässig rot aufleuchten, und starke Glockensignale. u.3 w. A. Gg. Der ew'ge Verteilungs-Modus. Wie wir berichteten, ist dieser Tage die nationalrätliche Kommission für die Verteilung des Benzinzolles, unter Vorsitz ,on Herrn Nationalrat Joss (Bern) und im Beisein von Herrn Bundesrat Chuard, sowie Herrn Baudirektor Steiger, in Lugano zusammengekommen. Das zu dieser Jahreszeit sehr angenehme südliche Klima hat seine Wirkung nicht verfehlt und wieder ein neues, d. h. abgeändertes Verteilungssystem hervorgebracht. Die Hälfte der Subvention soll nach Massgabe der Länge der grossen Verkehrsstrassen verteilt werden und die andere Hälfte nach dem Verhältnis der Kosten, die ein Kanton während der drei letzten Jahre für den Unterhalt der Strassen gehabt hat, zu den allgemeinen Ausgaben dieses Kantons. Der Ständerat hatte nur den Grundsatz der Cesamtauslagen in Betracht gezogen. Für die Jahre 1925 bis 1927 hätte die Verteilung nach Ansicht des Ständerates ausschliesslich auf der Grundlage der Kosten für den Unterhalt der Strassen erfolgen sollen. Die nationalrätliche Kommission schlägt vor, dass das Mittel der drei letzten Jahre als Grundlage angenommen werde, während der Ständerat die Auslagen der Jahre 1920 bis 1927 in Berücksichtigung ziehen wollte. Die Kommission stimmte dem Grundsatz der Schaffung eines Spezialfonds für die Bergkantone zu, der endgültige Beschluss wurde jedoch vertagt. Die Kommission wird den Bundesrat in einem Postulat einladen, die Gebühr iest^ustellen, die ausländische Automobile beim Grenzübertritt zu entrichten haben. Die nächste Sitzung der Kommission soll in Bern stattfinden. +