Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1928_Zeitung_Nr.014

E_1928_Zeitung_Nr.014

unnötigen und

unnötigen und wiederholten Sirenen- oder Hupensignalen, da sie z. B. bei Manövern auf den Geleisen störend wirken und dadurch die iFreilagung der Uebergänge nur verzögern. Ich bin überzeugt, dass bei Beachtung dieser wohlgemeinten Winke zahlreiche Unfälle vermieden, viel Aerger, unnötige Kosten, Zeitverluste vor Gericht usw., erspart bleiben. Fritz Anderegg, Stationsvorstand, Schönbühl, S. B. B. Noch einmal die Beleuchtungsund Signalfrage Im Kt, Bern. Von «einem aus der Branche» wird uns cino Erwiderung zu diesem Thema zugesandt, die wir hiermit der Diskussion übergeben: In Nummer 12 der «Automobil-Revue» vom 10. Februar erschien ein Artikel über die neuesten Verfügungen der kantonalen Polizeidirektion zu den Beleuchtungs- und Schälldämpfungs - Vorrichtungen der Motorfahrzeuge, verfasst von einem Automobilexperten des Kantons Bern. Dein aufmerksamen Leser wird nicht entsaugen sein, dass die Auslegung der vorerwähnten Verfügung durch einen kantonalen Automobilexperten mit der effektiven Verfügung der kantonalen Polizeidirektion nicht in allen Punkten übereinstimmt. Der Herr Automobilexperte schreibt in seiner Ausführung: «Es dürfte hier noch speziell darauf aufmerksam gemacht werden, dass die betr. Verfügung sich nur auf die Ausrüstung der Motorfahrzeuge bezieht, nicht aber auf die Anwendung der Beleuchtung, Signale etc. Nach Ansicht des Automobilexperten bezieht sich die Verfügung der kantonalen Polizeidirektion nur auf die Ausrüstung, nicht aber auf die Anwendung. Die kantonale Polizeidirektion' dagegen gibt in ihrer Verfügung vom 11. Februar einleitend bekannt: « Vorgekommene schwere Unfälle und zahlreiche Klagen über Belästigung von Strassonbenützorn und Anwohnern veranlassen die unterzeichnete Direktion, auf eine strikte Anwendung der Beleuchtungsvorschriften und der Vorschriften zur BckämBlun.; störenden Lärms der Motorfahrzeuge zu drinsen. » Die kantonale Polizeidirektion dringt also mit aller Deutlichkeit auf eine strikte Anwendung der neuen Verfügung und sagt gar nichts von der Ausrüstung. Es ist ja selbstverständlich, dass die Anwendung auch die Ausrüstung bedingt, aber es reimt sich nicht zusammen, dass der Herr Automobilexperte in seinen Ausführungen behauptet, die Verfügung habe nur mit der Ausrüstung zu tun, nicht aber mit der Anwendung, wogegen die kantonale Polizeidirektion nur von Anwendung spricht. Der Herr Automobilexperte schreibt in seinen Ausführungen weiter: «Die kautonalc Polizeidirektion schreibt also jiicht vor; •/,. B. welche Stufe der Beleuchtung in den gut beleuchteten Sirassen und Plätzen in der .Stadt zur Anwendung gelangen soll. Währenddem zum Beispiel die Beleuchtung mit dem •vcrhältnisinässig starken Duplo-Lieht oder geneigten Scheinwerfern oder lichtstarken Hilfs.scneinworfern in den allgemein gutbclcuchleteii Strassen und Plätzen des Innern. Stadtteils "in Bern als überflüssig erscheint, ist für den Fahrer die Erlaubnis zur Anwendung der erwähnten Beleuchtung am Automobil willkommen bei Regenwetter.» Nach Ansicht des Automobilexpertcn hat der Automobilist die «Erlaubnis», seine Abblendung, die vorschriftsmässig 20—30 Meter Reichweite haben muss, bei Regenwetter zu gebrauchen und sonst kann er mit den Parking-Lanipen Avio bis anhirt in der Stadt fahren. Wie lautet hierzu die Verfügung der kantonalen Polizcidirekiion? « Das Licht soll die Strasso auch in alreebleu- •detem Zustande auf eine genügende Slrcr.ko bin gut beleuchten (20—,'JO Meter). Nicht genügend sind daher kleine Lichter, welche die Strasso nicht beleuchten, «owio Lichter, dio durch Vorschaltwiderstand von Scheinwerfern ungenügend abgeblendet werden, SOWJO sog. Suchcrlainpcn. Zur Verwendung gelangende Scheinwerfer müssen abgeblendet werden können und sollen in abgeblendetem Zustande ein den hiervor gestellten Anforderungen entsprechendes Licht erzeugen, clc. etc.» Die neue Verfügung verlangt also von jedem zirkulierenden Auto ein abgeblendetes Licht von 20—30 Meter und sagt ausdrücklich, dass die kleinen Lichter (Parkinglampen) etc. ungenügend seien. Wie reimt sich das mit den vorerwähnten Ausführungen des Automobilexperten? Eingangs der Verfügung verweist die kantonale Polizeidirektion auf die vorgekommenen' schweren Unfälle, und begründet damit zum Teil die erlassene Verfügung. Diese Unfälle haben eben in der Praxis gezeigt, dass das Fahren auch in der Stadt mit den kleinen Lichtern eine Gefährdung der übrigen Strasscnbeniitzer bedeutet und deshalb .schreibt eine neue Verfügung vor, dass die Beleuchtung des Autos in abgeblendetem Zustande eine Reichweite von 20—30 Meter haben muss. Wohlweislich sagt die Verfügung nichts vom Fahren in der Stadt oder auf der offenen Strecke und macht somit auch keinen Unterschied. Jedoch sehr deutlich sagt die Verfügung, dass die kleinen Lichter nicht genügend seien, sofern sie die -Strasse nicht beleuchten. Der .Schweizerische Aiitomobil-Glub organisiert bekanntlich am 18. März anlässlich des Automobil- Salons das traditionelle Kilometer Lance von Eaux- Mortes. Wir haben bereits über die Zweiteilung des Rennens in eine nationale und eine internationale Veranstaltung gesprochen. Wie beim Reglement des nationalen Rennens, das wir in Nr. 13 veröffentlichten, beschränken wir uns auch beim Reglement des internationalen Rennens auf einen kurzen, dio Hauptpunkte streifenden Auszug, um so mehr als das vollständige Reglement von Interessenten jederzeit beim Sekretariat der Sektion Genf des A. G. S. bezogen werden kann. Allgemeines. Das Charakleristikum des Rennens bilden der fliegende Start sowie die Länge der Strecke, -welche über einen Kilometer führt und zweimal, nämlich hin und zurück, gefahren werden muss. Das Rennen findet bei jeder Witterung statt. der besten Zeit ausgerechnet (Durchschnitt der Hin- und Zurückfahrt). Preise gelangen für mindestens drei Fahrzeuge jeder Klasse zur Verteilung. Als Speziaipreis wird die beste Zeit jeder Kategorie dotiert. Reklamationen haben spätestens 30 Minuten nach Beendigung des Rennens schriftlich einem der Sportkommissäro eingereicht zu werden. Sie müssen von einer Summe im Betrag von Fr. 50.— begleitet sein, wofür cino Quillung ausgestellt wird. Publikationen. Dio offiziellen Rosultato worden in folgenden Organen publiziert: A. 0. S., La Suisso Sportive, Automobil-Revue. Motor. Für Fehler und Auslassungen in den Publikationen der Resultate kann der Autor des Berichtes haftbar gemacht werden. Nennungen. Die offiziellen Formulare und Reglemente sind auf dem Sekretariat der Sektion Genf Das grosso sportliche Ereignis anlässlich des Genfer-Salons: das Kilometer-Lanco von Eaux-Mortes, das am 18. März stattfindet und in Besucherkreisen des Salons starkem Interesse begegnen wird. Die Konkurrenten des Rennens unterstehen den Vorschriften des internationalen Goneral-Sportreglcments der A. I. A. G. R. und dem nationalen Regleglcmcnt des A. G. S. Sämtliche Inhaber internationaler Lizenzen des Jahres 1928 sind zugelassen. Dio Konkurrenten schweizerischer Nationalität haben ihre Nennungen dem Sekretariat der nationalen Sportkommission des A. G. S., Ruo du Mont-Blanc 10, einzureichen, wo auch sämtliche Auskünfto gegeben worden. Kategorien. Die Automobile zerfallen in zwei Kalogorien: 1. Kategone: Rennwagen. Klassierung Miuiinalzahl der Pcr- Klasse Zylinderiuhalt sonen u. Plätze A TJeber 8000 cem 1 Person B 5000 cem bis 8000 cem 1 » G T.000 cem bis 5000 cem 1 D 2000 cem bis 3000 cem 1 » E 1500 cem bis 2000 cem 1 F 1000 cem bis 1500 cem 1 G 750 cem bis 1100 cem 1 > •II 500 cem bis 750 cem 1 » I "350 cem bis 500 cem 1 » J Bis 351) cem 1 * •>,& II. Kategorie; Sportwagen. ' A Ueber 8000 cem 1800 kg 4 Personen B 5000 cem bis 8000 cem 1680 kg 4- > G 3000 cem bis 5000 cem • 1200 kg 4 » D 2000 cem bis 3000 cem 860 kg 2 > E 1500 cem bis 2000 cem 780 kg 2 JF 1100 cem bis 1500 cem 660 kg 2 G 750 cem bis 1100 cem 420 kg 1 Person II 500 cem bis 750 cem 330 kg 1 > I 350 com bis 500 cem ad üb. 1 » J Bis 350 cem ad üb. 1 (Das Gewicht des Fahrzeuges ist bei beiden Kategorien nicht vorgeschrieben.) Karosserie. Die Masse der Sporlkatcgorien haben den Anforderungen des internationalen Rcgleinenlcs zu entsprechen, und. zwar wie folgt: a) Horizontale Messung parallel zuv Längsachsedes Ghassis, gemessen auf dem Boden der Karosserie oder auf dem Deckel der Sitzkasten. Für den Platz des Führer.s wird das Lot vom aufgeklappten Pedal auf den Boden genommen. Für die Plälze der Passagiere gilt einfach dio Messung in der Hoho 0,20 in zwischen den beiden extremen Endpunkten vorn und hinten. b) Eine Person von mindestens 00 kg setzt sich auf den Sitz. Dann wird in der niedergedrückten Lage dio Messung vollzogen. c) Horizontale. Messung m devr Längsachse des Ghassis, in der Milto des Sitzplatzes für die aufgcwölbten Formen. d) Senkrechto Messung: Dio Karosserien müssen den folgenden Dimensionen entsprechen: a + b + c ~ 1,10 m im Minimum, unter der Bedingung, dass, dio nachgenannlcn Miniinaltlimensionen respektiert worden: a = 30 cm; b = 20 cm; c = 40 cm: d = 40 cm. Diese minimalen Masse können verändert werden. Ihre Summe muss aber 1,10 m übersteigen. WeiloTQ Vorschriften beziehen sich auf die Kotflügel, den Anlasser, den Signalapparat, den Rückblickspiegel, den Schalldämpfer, das Krsatzrad, die Beleuchtung etc., kurz, Jauler Dinge, dio bei einem gut ausgerüsteten Wagen Selbstverständlichkeiten sind, deren genaue Lage und Verhältnisse iedoeh präziser umschrieben werden. Das Klassement wird in. jeder Klasse auf Basis Ich bin zwar auch der Ansicht, dass ein Fahren mit den Duplo-Lampen oder mit lichtstarken Hilfsscheinwerfern in der Stadt auf gut beleuchteten Plätzen und Strassen nicht nötig ist, aber da wir zum Fahren mit den kleinen Lichtern die gesetzliche- Grundlage nicht mehr haben, so würden wir uns dadurch ins Unrecht versetzen, gegenüber der neuen Verfügung, und was wir dadurch zu gewärtigen haben, weiss Jeder Automobilist aus Erfahrung! Will jedoch die Polizei eine Toleranz gestatten, dann wollen wir dies von der Polizei hören, und zwar entweder durch einen Zusatz zu der Verfügung oder in der offiziellen Auslegung derselben, nicht aber vom Automobilexperten, dessen anderslautende Erklärung für die Gerichte nicht verbindlich ist und im Bussenfallc den Automobilisten nicht schützen würde. AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° 14 Auszug aus dem Reglement des Kilometer-Lance Iff-fc ti \ Ftrrac 5 J Diese Vorschrift ist wohl eine anerkennenswerte Verbesserung, aber noch nicht das, was der Autler als dem modernen Verkehr angepasst erachtet. // Drei TOuGsüberrjänge werden uerscüu/inden! Die Waadtländer Regierung geht mit der Tat voran! 'Gegenwärtig diskutiert man höhcruiorts eifrig und andauernd über die Signalisatiou der Niveauübergänge, um den Tod vom Nivcauübcrgang zu bannen. Wie erfreulich ist die Kunde aus dem Waadlland, dass dort die Regierung sich ganz energisch für die totale Beseitigung der Niveauübcrgänge ins Werk setzt. Beseitigung ist der einzige Weg, der zum eigentlichen Ziele führt. Alle anderen Anstrengungen sind Stückwcrkversuehc — auch wenn wir zugestehen müssen, dass auch jene Wege beschriften werden müssen, die die grossc Gefahr nur teilweise bannen. Im Monat August wird mit der Ausbesserung der Strasse St. Saphorin-Vevcy begonnen. Die Strasse wird nun nach St. Saphorin die Bahn nicht mehr überschreiten. Sie wird auf der nördlichen Seite der Bahn geführt werden. Durch diesen Unibau verschwindet der Niveauübergang von Gondle. In zweieinhalb Jahren wird man von Lausanne nach Vevcy fahren können, ohne sein Leben riskieren zu müssen. Wir hoffen, dass diese Propaganda der Tat ihre 1- rächte tragen und unsere Behörden bestimmen wird, einmal die Beseitigung der 4500 Niveauübergänge ins Gesamtprograinm aufzunehmen und für die kommenden Jahre vorzusehen. Die systematische Beseitigung muss kommen, besonders darum, weil unsere Schweiz ein Land des Tourismus und des internationalen Verkehrs ist. « In der Schweiz gibt es keine Niveauübergänge mehr», so soll jeder Automobilist sprechen, und die Bahnvervvaltungen können nur froh sein, dass sie einer allzu schweren Verantwortung losgeworden sind. Diese einfache Koustatierung wird den Verkehrsvereinen, die sich alle Mühe geben, den Verkehr in die Schweiz zu locken, als wirksamer Wcrbespruch dienen, und der Tourismus wird bald unserem Lande vermehrten Wohlstand bringen. Wenn wir für unsere äusscre Sicherheit eine Milliarde auftreiben können, so wird es auch möglich sein, eine kleinere Summe für die Sicherheit im Innern des Landes zur Ver- fügung zu stellen. 00,

11)28 AUTOMUJtSIL-REVUC • •••••»••••••••BBHHBHaK 5 Schweizer Automobilisten! • S Besucht den Genfer Salon 5 S 16.-25. März 1928 S m «•IIIIIIIIBIBIBIIIBBIBIIIH * Die Rekordversuche des Franzosen Marchand im Tessin. In unserer vorhergehenden Nummer haben wir ; ungern Lesern einen ausführlichen Bericht d6r Vorbereitungen über den Angriff auf den schweizerischen Rekord durch den Fahrer Marchand auf «einem 8-ZyIinder-Weltrekordwagen der Voisinwerke gegeben — ein Versuch, der auf der schnurgeraden Tcssiner Strecke Giubiasco-Cadonazzo .stattfinden wird. Wie wir in letzter Stunde erfahren, ist nun der Tag des Austrages, welcher auf den 27. Februar provisorisch festgesetzt war, endgültig auf den 28. Februar festgelegt worden. Die Versuche werden zwischen 13 und 15 Uhr stattfinden. Das internationale Snortsreglemcnt sieht vor, dass ein Konkurrent die Startzeit so wählen kann, wio sie ihm am günstigsten erscheint. Immerhin haben die Versuche spätestens zwei Stunden nach Beginn derselben beendet zu sein. Bei der Rekordfahrt ist die Strecke in beiden Richtungen, also Mn und zurück, zu befahren. Die Zeit wird aus dem Mittel berechnet. Die offiziellen Versuche. Wie wir bereits mitgeteilt haben, werden die Herren Decrauzat, Präsident der nationalen Sportskommission und Töndury (Zürich) am einen Ende der Strecke kontrollieren, ob die reglementarisch gestattete Maximalzeit von 30 Minuten vor der Rückfahrt nicht überschritten wird. Als Strassenkommissär funktioniert Herr A. Greco. Fügen wir hei, dass Herr Pierrehumbert, welcher wio Herr Töndury ebenfalls Mitglied der nationalen Sportskommissiou ist, mit der Bewachung der Strecke betraut ist, während Herr Tarlct am Zielpunkte der Hinfahrt als Starler waltet. Die Chronometneruna wird durch unsere beiden «Asse >. die Herren Brieger und Beyer ausgeführt. Herr Brieger wird den Apparat, welcher von Nardin konstruiert wurde und zum ersten Mal in der Schweiz Hunderstelßekunden abstoppt, bedienen und sich auf der Seite von Giubiasco placieren. Der äussert feinfühlige Apparat gibt sowohl die Eingangs- wie auch die Ausgangszeit an. Herr Beyer wird auf der Cacdenazzo-Seite funktionieren und die Zeiten auf zwei verschiedenen Uhren abstoppen. Auf diese Art erreicht man ein Maximum an Präzisionsgarantien. In offiziellen. Kreisen ist man der Ansicht, dass strotz dem guten Zustand der Strasse. schon ein Tempo von 240 km eine ausserordentliche Leistung darstellen dürfte. xi. Glarner Strassenpolitik. Die Baudirektion des Kantons Glarus hat dem Landrat einen Antrag über den weiteren Ausbau der Kantonsstrassen mit einem ersten Kostenvoranschlag von rund 1,5 Millionen unterbreitet, •welcher zur Genehmigung empfohlen wird. Dio alljährliche Tilgungsquote von 170,000 Franken soll zum grossen Teil aus den Einnahmen des Motorfahrzeugverkehrs und dem Benzinzollanteil aufgebracht werden. In dem Bauprogramm sind inbegriffen: die Strasse Bilten-Niederurnen, die Kerenzerbergstrasse, die noch nicht ausgebauten Zwischenstrecken im Netstal und die Strecken Horgenberg- Mitlödi, Mitlödi - Schwanden, Schwanden- Wyden und Wyden-Haltenrain. Ueber eine zweite Banetappe von rund 2 Millionen Franken wurden noch keine nähern Beschlüsse gefasst. Der ffrosszügige Bauplan zeugt von der Weitsichtigkeit der Glarner - Baudirektion. Die Strassenbauten sind eine gute Kapitalanlage. Das ist ein Spruch, der sicli schon immer bewahrheitet hat. Wenn es auch durchaus recht und billig ist, dass die TilgungsQüotcu aus den Einnahmen des Molorfahrzeugverkehrs gedeckt werden, so darf doch gehofft werden, dass das Hauptgewicht auf den Benzinzollanteil gelegt werde. Nur durch den ständigen Druck .aller Kantone und besonders der Bcrgkaulone kann erreicht restlos zugeführt werde. Freiwillig wird m werden, dass der Benzinzoll den Strasscu Bern oben nichts herausgegeben — sonst hätten sie es schon längst getan' v, UNSERE DISKUSSION Die Anforderungen der Fahrprüfung. In den Nummern 11 und 12 der «A. R.» •wurde das Thema bereits von zwei verschiedenen Warten aus betrachtet. Ein Automobilexperte übermittelt uns ein paar mutige Gedanken zur_ Vereinheitlichung der Fahrprüfung, die der Diskussion einen wertvollen Anstoss geben. Die Red. Was mich veranlasst, in dieser Sache auch einen Gedanken zu Papier zu bringen, ist das Labyrinth der verschiedenen Prüfungsmethoden in der Schweiz. Hat ein Prüfling sein Brevet für die Fahrprüfung irgendwo erhalten, so besitzt er den Passepartout für die ganze Schweiz und noch weiter. Mit welcher Oberflächlichkeit vielerorts geprüft wird, ist bekannt. Das Hauptmoment für die Fahrprüfung ist und bleibt das praktische Können. Aber auch die theoretische Prüfung soll nicht vernachlässigt werden, soweit es sich um die Kenntnisse der Fahrvorschriften und der Vorsichtsmassnahmen im allgemeinen Verkehr, handelt. Ob nun ein neugebackener Automobilist in der heutigen Zeit die Konstruktion seines Wagens schon von Anfang an kennt, ist eine Sache untergeordneter Natur. Als ich mir vor 17 Jahren meinen ersten Wagen kaufte, war die Sache anders. Damals lernte man den Wagen sehr bald kennen, denn ohne eine gehörige Kiste Werkzeug und Ersatzteile durfte man eine grössere Reise, nach damaligem Massstabe, nicht unternehmen. Auch die Wagenkenntnis war zu jenen Zeiten weit wichtiger als die Kenntnis der Fahrvorschriften. Heute aber sind neben dem praktischen Können die Kenntnisse der Fahrvorschriften unerlässlich. Nun: wie können wir heute eine annähernd gleiche Examinierung in der Schweiz erzielen? Glaubt man etwa durch gleichlautende Reglemente und Verordnungen? Nein, dieses Vorgehen würde den Zweck nur halb erfüllen. Als ich vor zirka 30 Jahren in der Turnerei eifrig mitmachte, konnte ich beobachten, wie die Reglemente für die Sektionsübungen in den Vereinen ganz verschieden aufgefasst wurden, und nur mit den Vorturnericursen wurden die Uebungen einheitlich. So würde es auch mit den aufgestellten Vorschriften gehen. Ich erlaube mir daher, einen anderen Vorschlag zu machen. Alle kantonalen Experten veranstalten auf ihre Kosten und der Sache zuliebe zu gegebener Zeit einen Expertenkurs. Derselbe würde in der Nähe einer grösseren Stadt durchge- führt. Die theoretischen und praktischen Prüfungen wären gründlich durchzunehmen. Vorgängig würden sich zirka 5 erfahrene kantonale Experten als Cadre besammeln. Dieselben hätten für den Kurs alle Vorbereitungen zu treffen, das theoretische» Fragenschema zu beraten und für die Gesamtsitzung Referate vorzubereiten. Dieses Frageschema würde, nachdem dasselbe von den Kursteilnehmern durchberaten, in Druck gelegt, damit nicht nur die Experten orientiert sind, sondern auch der Prüfling genau ersehen könnte, was an der Expertierung theoretisch von ihm verlangt würde. In gleicher Weise würde auch an der Cadresitzung, als Vorbereitung für den Kurs, die praktischen Hebungen vorstudiert und beraten. Am Expertenkurs würden speziell die praktischen Fahrproben gründlich durchgenommen. Auch die Frage könnte alsdann beraten werden: «Wie kann man trotz den verschiedenen, örtlichen Verhältnissen eine annähernd gleiche Fahrprüfung durchführen. > Ferner sollte das Problem der ärztlichen Untersuchung einer Beratung unterzogen werden. In welchen Fällen wird eine ärztliche Untersuchung notwendig sein? Eine weitere Frage: Soll einem Einäugigen die Führung eines Autos oder eines Motorrades erlaubt sein? In einer Sektion des A. C. S. wurde einmal reklamiert, weil ein Einäugiger irgendwo die Fahrbewilligung erhalten hat; in anderen Sektionen nimmt man an dem keinen Anstoss. Wo finden wir aber in dieser Sache irgend eine behördliche Festlegung? Dieses sind alles Fragen, die nicht von Fernstehenden mit Reglementen gelöst werden können, sondern nur mit praktischen Kursen eine allseitige, befriedigende Lösung finden oder doch zu erbaulichen Zuständen führen. Ich habe die Auffassung, dass auf diese Weise die gesamte Prüfung der Motorfahrzeuglenker in der Schweiz eine Vereinheitlichung erfahren würde, was sehr notwendig wäre. Meine Gedanken mögen auch etwas kühn sein..., aber bekanntlich gehört dem Mutigen immer die Zukunft! Sollte meine Meinung Anklang finden, so wäre der « Automobil-Revue» event. ein Experte bekannt, der ein sogen. Cadre zusammenberufen würde, das Weitere würde sich dann schon finden. L. M.-B. DAS WOHLGELUNGENE PRODUKT ZIELBEWUSSTER ARBEIT DER NEUE ESSEX Super-Six vereint Zuverlässigkeit, Kraft, Sparsamkeit u. Eleganz mit äusserster PreiswDrdlgkeit schöner zu gestalten. Daneben fiel dio flotte Gastwirtschaft zum « Guten Appetit » auf, wo allen Teilnehmern zwischen 12 bis 2 Uhr ein exquisites kaltes Büffet serviert wurde. Die Auswahl machte Sorgen, soviel des Guten war zu haben. Es kam uns vor wio am St. Gallcr Kinderfest ! Herrn Dä.lwyler ein Kompliment für dio tadellose Zubereitung. Im kleinen Saal herrschte moderner Botrieb. Eine American Bar gab den Uoborst-ern und sonstigen Grossen famose Gelegenheit, die wunderbarsten Mischungen zu probieren. Auf hohen Stühlen wurde geschlürft, an kleinen Tischen Ballges-pi-ächc geführt, Schabernack getrieben, Zukunftspläne geschmiedet, überhaupt alles, was zu einem richtigen Maskentreiben gehört. Noch weiter hinten die Orient-Klauso. Oha, oha, wie vornehm ! Eino Ausstattung, wie sie nur am persischen Hofo zu finden ist. Die Wände behangen mit den wunderbarsten Teppichen von Schuster & Co., Zürich u. St. Gallen. Der Wunsch des Vorstandes, einen Familionabend zu erhalten im wahren Sinne des Wortes, ist in Erfüllung gegangen, Nicht vergessen wollen wir die flotten Masken, von der feinsten Orientalin hinab bis zur Gruppe der < Tobler». Als Attraktionen brachte angenehme Abwechslung eine Solotanzvorführung. Unvermerkt produzierte sich eine Tänzerin in den neuesten Schöpfungen. Dann kam eine unerwartete Posse. Das Markttor öffnete sich auf einmal und mit riesigem Spektakel fuhr ein dichtbesetztes Auto mit leider übersetztem Tempo dio Marktgasse hinauf. Durch den Lärm wurde die hohe Polizei aufmerksam gemacht, und es entspann sich eine regelrechte Tragödie. Der arme Polizist waltete seines Amtes und verdonnerte dir: acht feinen Clown-Nummern zu einer gesalzenen Busse. Aber oh weh! Diesen Protest muss man gehört haben. Der Polizist zog gewaltig den kürzorn. Das Festpublikum kargte denn auch nicht mit dem wohlverdienten Beifall. Werfen wir noch einen Blick hinter die Kulissen. Wer war denn eigentlich das Ballkomitee? Ganz wenig Leute, aber gewichtige. Der Schönfer und Vater des Gedankens ist unser Vorstandsmitglied Herr Direktor A. Bosshard; ihm zur Seito stand Herr Oberstlieut. Schär mit einem kleinen Stab. Bei diesem kleinen Stab befand sich, aber noch eine Hauptperson: die Gemahlin von Herrn A. Bosshard. Mit besonderem Vergnügen möchten wir Frau Bosshard den herzlichsten Dank der ganzen A. C. S.- Familie entgegenbringen. Zum Schlüsse ziehen wir das Fazit aus diesem schönen Anlasse. Auswärtigo verwöhnte Stimmen ermunterten uns, frisch von der Leber weg zu sagen, diese Veranstaltung möchie « Tradition > werden. Mit Freude konstatierten wir, dass dieser Maskenball der Sektion Thursrau neue Sympathien brachte. Den lieben Gästen der Nachbarsektionen St. Gallen und Zürich danken wir herzlichst für ihr Erscheinen. Auf Wiedersehen im nächsten Jahre bei der zweiten Auflage! Möge dieser Geist andauern I Der A. G. S. ist an der Ostmark gut verankert. S. K. A. C.S.. SEKTION ZÜRICH. Die Februar-Monalsversammlung der Sektion Zürich des A. G. S. findet Donnerstag, den 23. Februar 1928 im Grand Hotel Dolder in Zürich statt. Sie beginnt um 19.15 Uhr mit einem gemeinsamen Nachtessen, an das sich um ca. 20.30 Uhr ein Lichtbildervortrag dos Herrn Graf Almeida, Verkehrsreferent des Bayerischen Automobil-Club in München, anschliesst. Hr. Graf Almeida ist den Zürchern kein Unbekannter, hat er doch letzten Herbst die Teilnehmer an dor Bayernfahrt der Zürcher Sektion dea A. C S. als ausseist bereitwilliger und liebenswürdiger Reisebegleiter begleitet und viel zum guten Gelingen der Fahrt beigetragen. Herr Graf Almeida hat zudem im April 1927 die Fahrt des Bayerischen Automobil-Club, mit Herrn Sportdirektor Hörmann als Organisator, mitgemacht und kennt daher Land und Leute aus eigener Erfahrung. Spanien, das ebenso interessante wie prächtige Reiseland, wird in letzter Zeit in immer stärkerem Masse von den Autotouristen aufgesucht. Fahrten in diesem an Kontrasten so reichen Lande bieten eine unermessliche Fülle von mannigfachen und eigenartigen Sehenswürdigkeiten and Reiseeindrücken. Bekanntlich hält Herr Graf Almeida am darauffolgenden Abend (24. Februar) den nämlichen Vortrag in der Sektion Bern des A. C. S. und dürfte sein Reisebericht in weiten Kreisen berechtigtes Interesse erwecken. Die Sektion Zürich des A. G. S. hat ihren Itincraire-Dienst (Tourenbeschreibungen) neuerdings erweitert und sie ist nun in der Lage, ihren Mitgliedern vollständige Tourcnbeschreibungon für folgende Fahrten unentgeltlich abzugeben: 1. Rivierafahrt (Winterroute); 2. Lyon. Hhonetal, Riviera, 3. Bologna, Rimini, Perugia, Rom, Florenz, Genua; •!. Comersec, Gardaseo, Venedig, Mailand; 5. Dolomitenfahrt; 6. Oborbayorn, Salzkammergut. Tirol; 7 München, Oberbayern; 8. Ulm. alte süddeutsche Städte, Nürnberg, München; 9. Schwarzwaldfahrt, 10. Vogesenfahrt; 11. Normandio und Bretagne; 12. Loire-Schlösser; 13. Pyrenäenfahrt; 14. Route des Alpes und Riviera (Sommorroutc); 15. Emmentalfahrt. Welch guten Anklang diese Ilineraires bereits im ersten Jahr ihrer Ausgabe gefunden haben, erhellt daraus, dass im Jahre 1927 ca. 450 solche Routenbeschreibungen an Mitglieder abgegeben worden -sind und dass sich auch Auslands-Autoinobil- Clubs für dea Bezug dieser Itineraires interessiert -haben. S. Die Affäre Naly wird nicht vor Mitte März von) Gerichtshofe wieder aufgenommen werden. + A. C.S. SEKTION THURGAU. Maskenball vom 11. Februar im Hoicl Bär in Arbon, Verrauscht .sind die Klänge der vortrefflichen Arboner Stadtmusik und der rassigen Jazzband, aber in den Beinen surren noch die synkopierten Takte. Die xrössten Optimisten haben sich um 100 Prozent verrechnet, denn wer hätto je eine Beteiligung von ... .J00 Personen erwartet! Summa eummarum. es war nicht bloss ein Maskenball, nein, ein Ereignis, ja ein Erlebnis. Wohl mag der eine oder andero vielleicht mit gemischten Gefühlen nach Arbon gezogen sein, jedoch schon bei J3ctrctcn des Saales wurde jeder Teilnehmer hingerissen von der wunderbaren Dekoration: Rothenburg an der Tauber im Original Nicht3 war vergessen, weder dio Post mit den schmucken Telegraphistinnen, noch, der Pulverlurm. Dio Herren fielen der Hexe im Hexenstein scharenweise zum Opfer. Aber alle kttmeu verjüngt heraus. Ja, ja, dir; hat mir's ungetan, hörten wir manchmal. Und es war gut so. In einer andern Ecke war dio Kappenhüttc, wo reichlich Gelegenheit war, durch eino originelle Konfbedeckuns das Bilt COACH HUREN FR. 7450.- SEDAISUTÜRENFR..785O.- Dio neuen, verbesserten Modelle sind mit Bendix-Innenbacken-Vierradbremsen, mit Fernthermometer und Bejizinmesseramlnstrumentenbrett, Scheibenreiniger, Signal- und Lichtschalter auf d. Steuerrad ausgerüstet Die neuen Karosseriemodelle sind sehr nieder gebaut und luxuriös ausgestattet. Eine vornehme und individuelle Eleganz liegt in der neuen Linie dieser Wagen Der elastische und ruhige Gang des Motors weist auf hohe Präzisionsarbeit hin und das sauber konstruierte und für lange Lebensdauer gebaute Chassis hält jeder Kritik stand Die unübertroffene Federung des Essex Super-Six und die angenehme Steuerung machen das Fahren zur Freude und Erholung BASEL* ZÜRICH,? A.C. S. SEKTION NEUENBURG. Das Datum der nächsten Generalversammlung wurde definitiv auf Donnerstag, den 23. Februar, 19 Uhr, ins « Hotel do la Fleur de Lys » in La Chaux-dc-Fonds festgelegt. Die Traktandenlisto ist die üblicho. Sehr interessant verspricht — so viel wir zu wissen glauben — die Besprechung dos sportlichen Programmes für 1928 zu werden. fit. A. C. S. SEKTION WALLIS. Zu der atisserordentlichen Versammlung der Sektion fanden deh, trotz dem schlechten Welter und dem bemühenden Zustand der Strassen, über 20 Mitglieder ein. was für eine Sektion von 70 Mitgliedern ein schönes Ergebnis ist. Als Präsident wurde Herr Chanpuis, Industrieller in Marligny, gewählt, während Herr Wegener in Sitten Vizepräsident wurde. Das Komitee setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Augsburger, Oggier, Vernay, do Sepibus. Vanoni und Dubuis, Kantonsingenieur. Als Delegierte an die Delegiertenversammlung des A. C. S. wurden bestimmt dio Herren Chappuis und Wesener. Die neuen, den Zentralstatuten angepassten Sektionsslatuten wurden genehmigt. Die Jahresbeiträso konnten auf 25 Fr. herabgesetzt werden. Jahresprogramm: Ball im Monat April und Ausflug nach dem Simplon im September etc. Alle Kräfte sollen im Laufe dieses Jahres aui* dio Verbesserung der Kantonsstrassen konzentriert werden. Das neue Komitco hat bereits in einem Zirkular an dio Mitglieder die Parole zu reger Beteiligung aa der Genfer Sternfahrt ausgegeben. xi,