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E_1928_Zeitung_Nr.015

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- ^ 12 AUTOMOBIL-REVUE

- ^ 12 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N«» 15 In dieser Rubrik veröffentlichte Objekte zahlen ein» Gebühr von Fr. 10.- Kr ein einspaltiges 50 mm hohes Feld; Doppelfelder, zweispaltig, Fr. 20.-, dreispaltig Fr. 30.-, gröjsero Inserate 45 Cts. pro einspaltige 2-mm-Zeile. Bei dreimaliger Wiederholung der nämlichen Anseige 10 % Rabatt |^* Zu verkaufen An schönster Lage und Knotenpunkt am Zürichsee ist weg. Geschäftsaufgabe eof zu verkaufen: Taxameter-, Möbel- u. Warentransportfleschäft, mit gr. Inventar, 1 5-Tonnen-Dreiseitenkipper, 2 4-Tonnen, ohne Kippe, 2 Luxuswagen, Möbelkasten, Maschinen und Werkzeuge, freistehendes Wohnhaus, mit je zwei 5-Z.-Wohnungen u. Bad, grosse Räumlichkeiten, schöne Garage, mit 'Anbau. Bei sofort. Kaufsabschluss um den Spottpreis von Fr. 78 000, Anzahlung Fr. 30 000. Off. unt. Chiffre 34130 an die Automobil-Revue, Bern. 29jähriger Mann sucht 'Stelle als Volontär In Autogarage, wo er sich in Autoreparaturen gründlich ausbüden kann. 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IIL Blatt der „Automobil-Revue" Eine Autofahrt durch die syrische Wüste. Die Wüste im modernen Verkehr. (Von Rudolf Cerny.) Als Weltbummler besuchte ich Damaskus, das Elscham der Araber, und da ich beabsichtigte, nach Persien zu reisen, durch die Wüste aber keine andere VerkehrsmÖgüchkeit als mit Flugzeug oder Autos existiert, so entsehloss; ich mich zu letzterem Transportmittel, umso mehr es schon lange mein Wunsch war, eine längere Autotour zu unternehmen. Nach dem Weltkrieg wurde es ermöglicht, dass auch die Wüste dem modernen Verkehr zugänglich gemacht wurde, und heute durchfahren die Autos die Wüste schon nach allen Himmelsrichtungen. Damaskus ist sozusagen der Hauptverkehrskriotenpunkt von Arabien, da von dort nicht weniger als 12 AutoHnten, die einen beständigen Personenverkehr unterhalten, abzweigen. Ausser den obgenannten Transportgesellschaften, die für eine Passage durch die Wüste eine enorme Taxe verlangen, gibt es noch arabische Autobesitzer, die man ebenfalls für eine derartige Fahr: verpflichten kann, wobei man auch bedeutend billiger wegkommt. Anderseits hat man auch die Gewähr, dass man nicht ausgeplündert wird, da die ansässigen Araber gewöhnlich mit den Wüstenräubern in Verbindung stehen und auf diese Art dem Reisenden mehr Schutz bieten, als es die bewaffneten Beamten der regeimässigen Transportautos imstande sind. Das Auto, das uns empfängt, ist ein moderner Wagen, neuester Typ; auch der arabische Chauffeur macht den denkbar besten Eindruck. Aber anders sieht es aus, wenn der Wagen von der Zollrevision zurückkommt, bepackt mit Kisten und Koffern, so dass zum Aus- und Einsteigen nur eine kleine Oeffnung frei bleibt, und für jeden Nichtturner ist es ein kleines Kunststück, in das Innere des Wagens zu gelangen. Eine Autofahrt, oh wie herrlich, oh wie köstlich,, würde jede., Wienerin .sageiu aber ob sie in Damaskus auch dieser Ansicht wäre, will ich sehr bezweifeln, denn in dem viersitzigen Wagen werden nicht weniger als neun Personen verstaut und nebenbei noch allerlei Körbchen, Wassersäcke und so weiter, so dass man das Gefühl hat, eingepökelt zu sein.. Vor der Abfahrt ist der Wagen von der schaulustigen Menge umlagert, die dem Reisenden unter fürchterlichem Geschrei ihre Waren anbieten; sogar da*s Wasser für die Fahrt muss man bezahlen, sowie auch die Wassersäcke, die man aber am Ziel, ohne eine Bezahlung dafür bekommen zu haben, zurücklässt. Endlich setzt sich das Auto in Bewegung, der Vorstadt Paptuina zu. Hinter dem Wagen laufen die Gassenjungen nach, durch die ganze lange Bazarstrasse, wo der Wagen die Leute auf die Seite schieben muss, um durchzukommen. Am Ende der Stadt gibt es noch einmal einen kleinen Aufenthalt, die Pässe werden kontrolliert, da der Wagen, der nach Irak geht, zu keiner Polizeistation mehr kommt, nachdem vor den Toren Damaskus' die Wüste beginnt. In der Kurve von Eva von Baudissin. (20. I' ortset./nni!) riefatmend blieb der Doktor stehen. « Das sind entsetzliche Menschen,» sagte er. «Diese Frau ist ebenso gewalttätig wie ihr Hebenswürdiger Gatte — es ist ein Wunder, dass ich mich nicht an ihr vergriffen habe —! Da sitzt man abends im Dunklen auf einer Landstrasse im fremden Lande, neben sich ein umgestürztes Auto — und meine guten Kotler liegen darunter — » Hoffnungslos setzte er sich auf den Leib des Resedafarbenen nieder. Marie Kattern hob tränenumflorte Augen zu ihm empor. «Wenn ich überhaupt nur geahnt hätte, dass er so mit mir durchs Land rasen würde — zu einer kleinen Reise hat er mich überredet — aber meinst du, ich hätte auch nur eine Stunde regelrechtes Vergnügen gehabt—?! Nichts getan, als euch aufgepasst und nachgeforscht hat er — was das Ganze für einen Zweck hatte, weiss ich auch heute noch nicht — » Eine Stunde geht es noch längs Gärten und arabischen Friedhöfen vorbei, immer am Libanon entlang, bis wir endlich die weite Fläche vor uns sehen. Schon in der ersten halben Stunde ist der Reisende mit Staub über und über bedeckt und endlich an diese Plage gewöhnt, übergibt derselbe sich der Betrachtung der Natur. Man darf sich nicht etwa eine Strasse wie in Europa denken; nein, soweit ist die Bautechnik im Lande von Tausendundeine Nacht noch nicht vorgeschritten. Die Strassen, wenn überhaupt der Name berechtigt ist, sind im allerprimitivsten Zustand, und auch die französische Kolonisation hat in dieser Beziehung noch nichts unternommen, um den Verkehr auf eine andere Grundlage zu stellen. Durch dick und dünn, auf und ab, über Steine, Geröll und Gräben bahnt sich der Motor den Weg; jeder Wagenführer sucht sich selbst das beste Terrain aus, um vorwärts zu kommen, und wie es den Insassen des Wagens ergeht, ist kaum zu schildern; dazu kommt noch die Gluthitze eines heissen Sommertages, die unbarmherzig ihre glühenden Strahlen auf die Wüstenreisenden wirft. Damaskus liegt schon weit hinter unserm Rücken, der Libanon verschwindet allmählich, nur die Spitze des Mont Hermons (Dschebel el Scheik) leuchtet im Scheine der untergehenden Sonne. Der Abend bricht an, die Scheinwerfer werfen ihr grelles Licht auf die tiefgefurchte Strasse und der Wagenführer hat reichliche Mühe, den Unebenheiten des Weges geschickt auszuweichen. Nach einigen Zwischenfällen, die durch Platzen von Pneumatiks hervorgerufen werden, geht es ununterbrochen weiter, bis nach Mitternacht die Fahrt unterbrochen wird, um etwas auszuruhen. Der müde Reisende legt sich in den Wüstensand zur Ruhe, unbekümmert der heulenden Hyänen und Schakale, sowie der raubenden Beduinen, die die Wüste beherrschen und auf ihre Opfer lauern. Frühmorgens um 4 Uhr, noch vor Soiinen- .aufgang, heisst es wieder einsteigen, und weiter geht es, immer zwischen Himmel und Erde. Die syrische Wüste ist nicht wie die andern Wüsten von Sand belagert, sondern ausser einigen kleinen Strecken hauptsächlich harter Boden, wo sogar zeitweise Distelgestrüpp notdürftig vegetiert (das sogenannte Kamelgras). Zu beiden Seiten des Weges sieht man Kadaver, Kamelskelette und Autogerippe, das lebende Zeichen der Gefahren der Wüste. Oft ist es schon vorgekommen, dass Karawanen oder Transportautos von wandernden Beduinen, die traditionelle Wüstenräuber sind, überfallen, die Leute getötet und ausgeplündert wurden, die Autos, die für die Wüstensöhne keinen Wert haben, werden dann verbrannt und das Gerippe bleibt an Ort und Stelle als warnendes Zeichen liegen. Um 2 Uhr mittags kommt der Wagen in Rutby an, eine mitten in der Wüste gelegene Ansiedhing, die auch die geographische Grenze zwischen Syrien und Irak bildet. Zirka 200 Beduinen besiedeln diese Fläche, wo kein Strauch, kein Baum wächst und nur zwei Zisternen existieren, in denen während «Wir sind beide Opfer ihrer Tücken,» meinte ihr Zuhörer, bei dem es nun feststand, dass Marie sich Hans' Werbungen widersetzt und in ihrer Unschuld seine bösen Absichten gar nicht begriffen habe — er streckte die Hand aus und zog sie sanft zu sich herüber. Eins beschlossen sie beide, ohne viel Worte darüber zu verlieren: mit einem Auto fuhren sie vorläufig nicht mehr — mochten Gertrud und Hans sehen, wie sie ihre verwünschten Hupdinger zurückbrächten ! Sie wollten schön gemütlich und allmählich über die Alpen zurück, ja, es würde wahrscheinlich nötig sein, dass sie sich nach "diesen grenzenlosen Strapazen erst an der Riviera oder in Südtirol etwas erholen müssten. Vorläufig war es noch nicht ganz so weit — es dauerte Stunden, bis endlich ein Auto aus Perugia eintraf und recht lange, bis sie den Resedafarbenen gekippt hatten und ihn hinter sich herschleppten. So wurde es Mitternacht, ehe der Doktor zu einer wohlverdienten Mahlzeit kam! Als er mit Marie bei Tisch sass, erschien Hans: Gertrud sei im Krankenhaus, der Bruch sei leider sehr kompliziert, sie müsse sich auf ein langes Krankenlager gefasst machen, wolle sie nicht Gefahr laufen, ein steifes Gelenk zu bekommen. «Ich lasse ihr Gepäck zu ihr bringen,» sagte der Regenzeit (Oktober-Dezember) Wasser angesammelt wird, das den Bewohnern so halbwegs eine Lebensmöglichkeit bietet. ' Als der Wagen ankam, lief das ganze Dorf zusammen; die Frauen und Kinder schleppten Wasser herbei, das sie den Reisenden verkaufen, um sich für das Geld Lebensmittel anschaffen zu können. Die dort stationierten Wüstengendarmen hatten viele Mühe, um uns vor den Leuten zu schützen, da wir sonst im Auto bestürmt worden wären. Nachdem der Motor gespeist war und auch die Passagiere etwas ausgeruht hatten, ging es wieder weiter, bis um 2 Uhr nachts das längst ersehnte Ramady, die englische Zollstatirin in Irak erreicht war. Nach kaum fünf Minuten schliefen alle Insassen des Wagens und erst am späten Morgen weckte uns das Geräusch der ausfahrenden Autos. Von Ramady geht es dann immer längs des Euphrats bis zur Brücke nach Felitcie, wo der Reisende einer Passkontrolie unterzogen wird, um dann nach Bagdad weiterfahren zu können. Zum grössten Glück sind die Autostrassen in Irak schon etwas besser In Zürich besteht ein psychotechnisches Institut, das sich schon eingehend mit der Eignungsprüfung von Chauffeuren und Verkehrsbeamten beschäftigt hat. Ing. Paul Silberer von diesem Institut hielt nun jüngst in Wien über dieses zeitgemässe und interessante Thema einen Vortrag, dem nach den in der •Wiener Sportspresse erschienenen Berichten das Folgende entnommen sei: Was erwartet man von der Eignungsprüfung. Was kann man nun gerechterweise von einer psychotechnischen Eignungsprüfung verlangen, Sie gibt Antwort auf die Frage: W ":, Kann der Kandidat das Autolenken je erbrjien?» Mangelnde Fähigkeit schüesst ein späteres Erlernen unbedingt aus. Dagegen beweist das Vorhandensein der nötigen Fähigkeiten natürlich noch nicht, dass der Betreffende Autofahren kann. Mit anderen Worten: Die psychotechnische Eignungsprüfung erhebt nicht Anspruch, darauf» die technische Fahrprüfung zu ersetzen. Dagegen ergibt sich die Notwendigkeit der Ergänzung der teciviischen Prüfung durch gewisse psychotechnische Untersuchungen. Die Fahrprüfung kann eben nur dann bestimmt aussagen, dass der betreffende Kandidat zum Autolenken geeignet ist, wenn er im Verlaufe der Prüfung in alle diejenigen kritischen Situationen gebracht wurde, denen er später gewachsen sein muss. Das ist aber nicht möglich ohne Gefährdung von Menschenleben. So sind zum Beispiel blendende Scheinwerfer eines entgegenfahrenden Automobils für denjenigen Fahrer besonders gefährlich, dessen Augen sich besonders schwer wieder an die Dunkelheit gewöhnen. Die entsprechende Fähigkeit der Augen (Adaption) kann im Laboratorium mit Hilfe einer einfachen Blendprobe bequem gemessen werden, i Es liegt daher im öffentlichen Interesse, in normalen Fällen eine durch psychotechnische er. «Ihr Auto ist ja ebenso lahm — es ist zweifelhaft, ob sich eine Reparatur lohnt.» Fast wider Willen sah er bei diesen Worten den Doktor an. Der füllte sich eine mächtige Portion Fleisch auf den Teller und Marie Kettern fragte besorgt: «Soll ich noch Wein bestellen?» Sie schienen beide gar nicht gehört zu haben, was er ihnen erzählte. Und was Alois von ihm und Gertrud geäussert hatte,, dass sie entsetzliche Menschen seien, das empfand nun Hans auch über sie deutlichst, die 0a vor ihm sassen und es sich wohl sein Hessen — aber er drückte seine Meinung aus. «Auf Anspielungen scheinen Sie nicht zu reagieren, Herr Doktor! Soviel ich weiss, ist oder war Frau von Wertha Ihre Braut — aber weder ihr Schicksal, das allein Sie verschuldet haben, noch der Verlust ihres kostbaren Wagens, der auch auf Ihr Konto fällt, stört Sie beim Essen.» «Hätten Sie so lange gehungert wie ich», verteidigte sich der Angegriffene. «Ach was! Sie sind ein gefühlloser, egoistischer Mensch —weiter gar nichts! Und ich kann Gertrud nur beglückwünschen, dass diese kleine Fahrt, die ja eigentlich mir galt, ihr gründlichst die Augen über Sie geöffnet hat, Sie Aesthet Sie!» «Ich muss doch bitten!» der Doktor wollte Fahrstrasse. Nach Ralph Emerson, Hacket: (Amerika). Allstündlich schnurren Motore vorbei In fröhlicher Wanderlust. Sie singen ein Lied, verklingen fern... Mir hüpft das Herz in der Brust. «Die Strasse führet rund um die Welt. «Liegt vor der Türe hier dicht! « Und meilenweit geht's spiegelglatt, « Und meilenweit auch nicht... « Alt ist die Strasse. Du bist jung! «Heraus! Trau deinem Stern! « Ein jeder Meilenstein erklärt « Dir, was du taugst im Kern! » Allnächtlich schnurren die Wagen vorbei Durchbrechen der Dämmerung Rauch. Ich höre ihr Lied nun nimmer mehr, Denn morgen — fahre ich auch. , (Uebersetzt von J. B.) als in dem benachbarten Syrien, und ohne wesentlichen Zwischenfall langten wir gegen Mittag in der alten Kalifenstadt an, wo aus im Hotel «Arabi» ein kühles Zimmer mit vorzüglich gedecktem Tische aufnahm. Psychotechnik und Automobilismus. Eignungsprüfung von Autofahrern und Verkehrsbeamten. Proben ergänzte Fahrprüfung vorzunehmen. Ergeben sich dabei Zweifel in bezug auf die Eignung des Betreffenden, so kann eine- eingehende psychotechnische Prüfung einwandfrei feststellen, ob eine Wiederholung der Fahrprüfung angezeigt ist. Dagegen kann eine vorhergehende psychotechnische Prüfung im Interesse des einzelnen liegen, weil er auf diese Weise eventuell die Kosten der Fashrschulung oder der Anschaffung eines Automobils sich ersparen kann. Da es keine scharfe Grenze zwischen geeignet und ungeeignet gibt, so gibt die psychotechnische Untersuchung auch die Möglichkeit, vernünftige Fahrer auf "gewisse Mängel aufmerksam zu machen^ die bei sorgfältigem Fähren tijcht zur Auswirkung kommen, so dass also dem Fahrer unliebsame Erfahrungen erspart werden können. Psychotechnik und Beruiselgnung. Anders liegen die Verhältnisse bei den eigentlichen Verkehrsberufen (Chauffeure, Wagenlenker der Strassenbahn, Schaffner, Verkehrsbeamte, .Omnibuslenker usw.). Da wir als Psychotechniker natürlich der Ansicht sind, dass jeder auf seine Berufseignung geprüft werden sollte, so müssen wir diese Forderung um so eindringlicher bei den Verkehrsberufen erheben, als hier nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern namentlich die Rücksicht auf die Verkehrssicherheit (und auf die Bequemlichkeit des Publikums) ausschlaggebend sind. Haben wir nun gezeigt, dass Eignungsprüfungen auf dem Gebiete des Verkehrs besonders wünschenswert sind, so bleibt uns nur noch übrig, zu beweisen, dass die Psychotechnik auch tatsächlich die Mittel dazu hat, die Eignung festzustellen. Bei jeder Tätigkeit, überhaupt bei jeder Lebensäusserung, auch der einfachsten, ist stets der ganze Mensch beteiligt. Es genügt also nicht, nur einzelne Fähigkeiten zu messen, sondern, um die Eignung festzustellen, muss sich erheben, aber es war ihm nicht ernst und daher konnte Marie ihn leicht auf seinem Sitz zurückhalten. «Reg' Dich um Gotteswillen nicht auf,» beschwor sie ihn, «Du weisst, wie Dir das schadet — und ich verstehe Sie gar nicht, Hans,» wandte sie sich nun diesem zu, «wie Sie den Doktor für alles verantwortlich machen können! Ich kann ja leicht bezeugen, dass es nur der Eigensinn Ihrer Frau gewesen ist, der diese kleine Katastrophe verursacht hat;» Sie trat dem Doktor unterm Tisch auf den Fuss, damit er sich ja nicht mehr einmischen und ihr das Spiel verderben sollte. «Bravo!» Hans verbeugte sich spöttisch vor ihr. «Bei Ihren ungeheuren Sachkenntnissen, Marie, würde es Ihnen wahrscheinlich ein Leichtes sein, auch noch einen Eid darauf abzulegen.» «Wenn das auch nicht, aber —» «Beruhigen Sie sich nur, Sie und Ihr feiner Freund! Wir verzichten auf alles, nieine Frau und ich — wir nehmen sogar den Beinbruch dafür in den Kauf, Sie beide entlarvt zu haben! Und wenn Sie denken, ich verlasse diesen Saal als Besiegter und Sie haben sich gut aus der Affäre gezogen, so irren Sie sich: der Anständigdenkende bleibt immer der Sieger!» Sie blieben am Tisch sitzen, als erging;