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E_1928_Zeitung_Nr.019

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12 AUTOMOBIL-REVUE

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HL Blatt der „AutomobiURevue" Ziiri•dh ^Budapest ii JJkutc» //. Seh. bs war ein lichtstrahlender Sommerniorgen — in zartem Dienst glänzten die Berge überm Zürichsee — als endlich auch der letzte Koffer im Wagen verstaut war. Dann der Druck auf den Anlasserknopf — und viele tausend Kilometer Reise lagen vor uns. In schneller Fahrt ging es nach Rapperswil — dann hinein in die Berge nach Ebnat und Wildhaiis — hinunter wieder in das Rheintal, nach Garns. Dann noch 20 Minuten Vollgas auf der schnurgeraden Strecke Gams-Bendern und nach 3 Stunden reiner Fahrzeit erreichten wir die Grenze Oesterrcichs. Triptyk und Zoll war schnell erledigt, auf schmaler aber guter Strasse zogen wir nach Feldkirch, wo uns die wundervolle Arlbergstrasse aufnahm. In schwacher Steigung geht es weiter nach Bludcnz. Näher und näher treten die Berge zusammen, stärker und stärker werden allmählich die Steigungen. In kühnen Viadukten windet die Aribergbahn sich hoch, um dann in Langen in den Tunnel zu treten. Die Strasse steigt noch massig weiter, langsam bleiben die Bäume zurück. Mit vollen Touren brausen wir in Stuben durch den Ausschnitt der gewaltigen Lawinenschutzmauer, um gleich darauf die stärkste Steigung des gesamten Passes unter unseren Pneus zu haben. In fünf hervorragend ausgebauten, aber sehr steilen Serpentinen steigt die Strasse, links geht noch steiler und noch kühner die Flexenpassstrasse ab. Dann noch ein paar Kilometer massiger Steigung und die Arlbergpasshöhe ist erreicht. Weithin kenntlich durch ein enonines Schild," das dir in 3 Sprachen entgegenschreit « Links fahren ». Die plötzliche Umstellung fällt gar nicht leicht, und es ist wärmstens zu empfehlen, die ersten Strecken hinter Arlberghöhe, wo alle Fahrer noch etwas unsicher sind, sehr vorsichtig zu fahren. Zahlreiche- Zusammenstösse und Abstürze sind leider fast jedes Jahr die Konsequenz dieses noch immer bestehenden Unsinns, zweierlei Fahrtrichtungen innerhalb der Grenzpfähle zu dulden. Lange nicht so steil wie auf der westlichen Seite fällt nun die Strasse, immer mit weiten Ausblicken, vorbei an St. Christoph, St. Anton und Landeck, folgt lange Zeit nahezu eben dem wundervollen Inntal mit all seinen prächtigen Burgruinen. Zwei kurze, scharfe Steigungen mit plötzlich ganz gefährlich sich verengender Strasse führen nach Imst. Hier zweigen wir von der Inntalstrasse ab, auf den Fernpass. Immer auf ausgezeichneter Strasse geht es vorbei an Im Auto. Novcllette von Anna Burs. (Schiusa) Er wandte sich plötzlich seiner Begleiterin zu, und sie sah in sein broncefarbenes, sonst stahlhartes Gesicht, in dem es jetzt von verhaltener Bewegung flackerte. «Sie kenneu meinen jungen Vetter, den ich in meinem Geschäfte eingestellt habe; er verkehrt viel bei uns — zu viel — ich kann ihn jetzt nicht mehr fernhalten. Er ist es, sehen Sie, der mich gelehrt hat, was Eifersucht ist. Wenn er bei den Abendessen, die wir allmonatlich einmal geben, zur Seite meiner Frau sitzt und ihr mit seiner verschleierten Tropenstimme Dinge erzählt, über die sie lachen kann, wie sie in meiner Gesellschaft nie gelacht hat, dann könnte ich den Kerl erwürgen.» Cecile dachte daran, wie der Hausherr jeweils höflich unter seinen Gästen herumging, sich in geistreicher Weise mit ihnen unterhielt, scheinbar ganz hingegeben an das jeweilige Gespräch, und dass er dabei den Wunsch hegte «Ich sage Ihnen das, Cecile, damit ich es einmal einem Menschen gesagt habe; nur darum. Sie behalten es für sich, ich weiss es.» Cecile wagte die leise Bemerkung: «Ich glaube, dass Sie sich in grossem Irrtum befinden, mein Onkel.» Er packte mit heftigem Griff ihre grau behandschuhte Hand: «Ist das Wahrheit?» Autlerfahrt ins Ungarland. den smaragdfarbenen Fernsteinseen. Aus dunklen Wäldern öffnen sich plötzliche Ausblicke auf unbekannte, strahlende Bergketten, auf Fernpasshöhe präsentiert sich das Zugspitzmassiv, das Deutschlands höchsten Gipfel darstellt, in vollster Klarheit. Im Fernpasshotel ausgezeichnet untergebracht, begrüssen wir am nächsten Tag im Weiterrollen Blindsee und Weissensee. In Griesen betreten wir Deutschland. Auf massig guter Strasse geht es nach dem grossen Fremdenkurort Gannisch - Partenkirchen und auf man die Fahrt trotz allem Staub bei schönem Budapest sahen wir ein einziges Auto — kann Asphaltstrasscn weiter nach München über Wetter ruhig riskieren. Aufs dringenste Murnau, Weilhei-m mit kurzen Blicken auf muss aber bei schlechtem Wetter vor dem Starnberger und Ammersee. Unternehmen abgeraten werden; denn dann Wir hatten vorzügliches Logis im Bayrischen Hof und genossen ein paar Tage die feststellen konnte, der unergründliche Staub verwandelt sich, wie ich selbst ein andermal vielen Sehenswürdigkeiten Münchens, nicht in einen ebenso unergründlichen Schlamm, in ohne häufig mit den ungezählten speziellen dem zu fahren äusserst strapaziös und fast Verkehrsvorschriften in der winkeligen Altstadt in Konflikt zu geraten. Die Polizei er- Sonntags zu fahren, denn es fehlt jeglicher unmöglich äst. Empfehlenswert ist auch, wies sich jedoch, nach Feststellung der ausländischen Nummer, immer als sehr zuvor- Autoscheu der ungarischen Pferde sehr zu Fuhrwerksverkehr, was bei der ungeheuren kommend und höflich. schätzen ist; auch tanzt und musiziert in Weiter ging es dann wieder auf guten allen Dörfern die Bevölkerung in ihren Strassen über das malerische Wasserburg prächtigen Nationaltrachten im Freien, so nach Salzburg, der wunderbaren Stadt. Nach dass man manchen schönen Blick von richtig kurzem Aufenthalt im guten Hotel Pitter, voll ungarischem Volksleben mitnehmen kann. ausgenützt durch Ausflüge nach der Festung Die Grenze zwischen Oesterreich und Ungarn besteht aus 2 Wellblechhäuschen mitten und nach dem Schloss Hellbrunn, rollten wir weiter ins Salzkammergut. Bis Ischl waren in einer ungeheuren Ebene. Das Zollamt, das die Strassen noch ganz ordentlich, dann aber die Triptyks abfertigt, liegt aber etwa 15 Kilometer weiter. Man bekommt von der Grenze wurden sie unglaublich schlecht. Die Strasse Linz-Wien gehört mit zu den fürchterlichsten bis dorthin einen Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett mit, tut also gut, für einen Strassen, die ich je befahren habe. Alle 20 bis 30 Kilometer hielt ich an, um festzustellen, wieviele Federn schon gebrochen seien. rischen Zollbeamten sprachen durchwegs freien Platz im Wagen zu sorgen. Die unga- Wenn trotzdem alles heil blieb, war es nur deutsch und waren ausserordentlich freundlich. Auch in den Ortschaften wird meistens dem Umstand zuzuschreiben, dass ich meist nur mit 20—30 Kilometer Tempo fuhr. Demzufolge brauchten wir für die Strecke Salz- ist stets Mittelpunkt freundlichsten, harm- noch ein wenig deutsch gesprochen, das Auto burg-Wien auch volle 2 Tage. Alle Strassen losen Interesses. Die Landschaft ist sehr in der näheren Umgebung von Wien sind leider so, wie ich später feststellen konnte. Ein lang geht, bietet das tschechische Ufer etwas eintönig, nur solange es direkt der Donau ent- ordentliches Durchgeschüttelt-Werden von "Abwechslung. Benzhr nimmt man zweckmässig in Magyarovar oder in Györ (Raab), Passagieren und Wagen ist demnach bei der Fahrt nach Wien kaum zu vermeiden. wo man auch essen kann. Doch nehme man Obwohl die Einfahrt in Wien selbst nicht sich vor der ungarischen Küche etwas in einfach, die Polizei auch nicht besonders acht, sie ist zwar äusserst schmackhaft, aber freundlich, und der linksfahrende Verkehr nicht jedem Magen bekömmlich. Unmittelbar vor Budapest beginnen dann die Buda- vielfach schon äusserst dicht war, fanden wir •doch endlich das Hotel Metropole, unser Berge, massige Hügel mit hübschen Schlössern. Ein Strassenzollamt nimmt pro Tag Standquartier. Nach einer Reihe von schö- des Aufenthaltes etwa 5 Fr. Steuer in Empfang, ohne dass die Dauer des Aufenthaltes jemals wieder kontrolliert würde, ausscr, nen Tagen, verbracht mit Stadtbesichtigung und Ausflügen nch Schönbrunn, dem Kobenzl usw., surrten wir eines Tages früh am Morgen los, die Simmeringer Hauptstrasse entlang — nach Budapest. Dem Rat des Oesterrcichischen Automobil-Clubs folgend, nahmen wir die Strasse über Niekelsdorf-Strass Sommerein-Hegyeshalom, die die beste der an die ungarische Grenze führenden Strassen «Es ist meine Ueberzeugung.» «Ah — ich danke Ihnen. So hat mir diese Aussprache doch ein wenig Erleichterung gebracht.» Das Auto hielt vor dem balkongeschmückten Hause. Der Herr stieg aus und Hess dann die Gesellschafterin an sich vorbei, vor sich her die teppichbelegte Treppe hinaufsteigen. 3. Man war in der Oper gewesen, eine kleine Gesellschaft, darunter auch der junge Vetter, Eduard, und Cecile, die, in graue Seide gekleidet, ganz bescheiden und anspruchslos und doch nicht im geringsten verschüchtert oder linkisch etwas abseits von den lebhaft sich unterhaltenden andern stand. Onkel und Tante wurden soeben von Freunden aufgefordert, mit ihnen noch auf eine Stunde ins Theatercafe zu kommen, und waren bereit dazu. Frau Jeanne bat den jungen Vetter, Frau Cecile im Auto heimzugeleiten und den Wagen nachher wieder hierher zu schicken. Und so sass die grau gekleidete, von aussen kaum sichtbare Gestalt der Gesellschafterin in der Wagenecke neben dem jungen Vetter mit der verschleierten Tropenstimme. « Der Zufall ist mir heute günstig,» sagte diese Stimme, die eben dem Chauffeur befohlen hatte, langsam zu fahren. «Ich hatte längst den Wunsch, Frau Cecile, einmal mit Ihnen zu sprechen. Sie sind der einzige Mensch, an den ich die Frage richten kann, die ich zu tun gedenke, und ich zähle auf Ihre Diskretion. Es kommt mir vor, als ob meine Verwandten grosse Stücke auf Sie halten, und anderseits glaube ich, dass Sie sowohl Onkel und Tante sehr gut kennen. Es ist auch möglich, dass man Ihnen über mich einigen Aufschluss gegeben hat. Für den sein sollte. Anfangs, bis kurz vor Pressburg, war, auch hier die Strasse zwar ungeheuer breit,'aber dafür ausserordentlich schlecht. Von der Hauptstrasse nach Pressburg rechts abbiegend, befanden wir uns aber bald auf ausgezeichneter Strasse. Doch war die Güte und Glätte der Strassendecke bei näherer Besichtigung auch ungewöhnlich schlecht. Es lag aber solch ungeheurer Staub, dass alle Löcher, und Unebenheiten einfach ausgefüllt waren. Da der Autoverkehr auf der Strecke sehr gering ist — auf der ganzen Fahrt Wien- wenn man Budapest auch wieder in Richtung Wien verlässt. Die Einfahrt in Budapest selbst ist sehr unangenehm. Es war inzwischen Nacht geworden, auch mussten wir bald feststellen, dass fast kein Schutzmann (Fortsetzung siehe nächste Seite). Fall, dass dies eine Täuschung sein sollte, will ich Ihnen kurz sagen, was zu meiner Sache gehört. Ich habe längere Zeit in Guatemala gelebt. Das Klima sagte mir nicht zu, und ich musste zurückkehren. Sie wissen, dass ich im Geschäft meines Onkels angestellt bin. Man hält mich für unverheiratet. Die Wahrheit ist, dass ich von drüben eine junge Frau mitgebracht habe, die ich in einem Vorort wohnen lassen muss, weil ich bisher nicht den Mut fand, dem Onkel, von dem ich abhängig bin, die Sache zu gestehen, um so mehr, als er mir in letzter Zeit eine eigentümliche Kälte zeigt, die ich mir nicht anders erklären kann als daraus, dass er durch irgend jemand von meinem Eheverhältnis gehört hat und darüber ungehalten ist. Sie fragen sich, warum ich dieses Verhältnis verheimlichte? — Man ist hier, obwohl wir in einer Grossstadt leben, sehr kleinlich, und alles Ausserordentliche gibt Anlass zu unendlichen Klatschereien. Nun, meine Gattin ist zwar keine Eingeborene von drüben, wohl aber war es ihre Mutter. Kurz, sie ist eine Mulattin. Nicht alle Leute verstehen diese würdigen. Aber dieser Zustand ist unerträg- Art Schönheit, die mir das Herz bestrickt, zu lieh. Da ich es nicht über mich bringe, meinem Onkel, der mir jetzt fast feindselig begegnet, die Wahrheit zu sagen, so frage ich Sie an, ob Sie glauben, dass ich mich meiner Tante anvertrauen und bei ihr Verständnis und Vermittlung finden dürfte? » Er wandte Cecile das noch junge, aber von der Tropensonne entfärbte Gesicht, die dunkeln Augen mit dem merkwürdig schlaftrunkenen Bücke zu. Cecile wagte die leise Bemerkung: «Ich würde mich an Ihrer Stelle ganz unbedingt dem Onkel anvertrauen.» Autofahrer, lass dir sagen! Humoreske. Ich weiss, dass du deine Maschine am besten kennen musst, dass du technisch hochgebildet bist und dir in jeder Lage selbst zu helfen weisst. Erlaube mir aber trotzdem, dir aus dem reichen Schatze meiner Erfahrungen einige Ratschläge zu erteilen. 1. Das Auto ist kein Lebewesen, sondern eine tote Maschine. Du kannst sie daher behandeln wie du willst. «Quäle nie ein Tier zum Scherz...» etc. findet daher keine Anwendung. 2. Beim Anlassen musst du den Anlassmotor möglichst lange laufen lassen, denn nur auf diese Weise kannst du bestimmen, ob dir der Fabrikant keine zu schwach© Batterie mitgeliefert hat. 3. Nimm dir Zeit und überhaste nichts. Das Kühlwasser kannst du ruhig erst nach Inbetriebsetzung des Motors auffüllen, da er sich höchstens bis zur Glut erhitzen kann. 4. Sollte der Motor »schwer anspringen, giesse tüchtig Aether in die Zylinder. Bersten sie dann, so tröste dich mit der Gewissheit, dass der Fabrikant noch genügend auf Lager hat. 5. Wenn eine Zündkerze aussetzt, brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Der Zylinder setzt auch aus. So schonst du einen Teil deines Motors. 6. Schone das Material, jedoch nie an unrichtiger Stelle, denn es muss auch etwas aushalten können. Schalte daher willkürlich und mit Kraftanstrengimg, du ersparst dir so das morgendliche «Müllern». 7. Oele so wenig du kannst. Sparsamkeit sei dein erstes Gebot. Eventuelle Defekte wegen mangelnder Oelung kann jede Reparaturwerkstatt beheben. Bei öfterem Schaden erhältst du sogar Wiederholungsrabatt. 8. Wähle stets den billigsten Brennstoff. Sollte der Motor damit nicht laufen, so kannst du immer noch auf den Wagenfabrikanten schimpfen. , •. 9. Stelle während der Fahrt. dpjiJLichtliejDei nie auf Ladestellung, da dies deinen Motor überlasten könnte. Erschöpfte Batterien ladet jede Ladestation. Auch diese Leute wollen leben. 10. Reinige nie die Bremstrommeln. Festgesetzter Schmutz ersetzt dir den teueren Bremsbelag. 11. Bei Festfressen eines Kolbens lasse den Wagen bei eingeschaltetem Gang abschleppen, worauf der Kolben wieder spielen wird. Sollte dabei Pleuelstange oder Kurbelwelle brechen, so tröste dich, dass du anstelle der alten nigelnagelneue bekommst. 12. Merke dir als oberstes Gebot, dass du an einem Defekt nie schuld bist, sondern stets der Fabrikant. Da er erst 30 Jahre Automobile baut, kann man auch nichts Besseres von ihm erwarten. E. G. Sein Blick belebte sich. «Und seine seltsam abweiseden Haltung?» « Diese beruht vielleicht auf einem Irrtum.» « Das- ist Ihre ganz sichere Meinung? Ich soll mich nicht der Tante, sondern dem Onkel anvertrauen? » « Es ist das Allerbeste, was Sie tun können. » «So werde ich nach Ihrer Meinung handeln.» Der Wagen hielt, und der junge Vetter wartete, bis die Tür für Frau Cecile geöffnet worden war, dann kehrte er selbst mit dem Auto in die Stadt zurück. 4. Eine Woche später fuhr Frau Jeanne mit ihrer Gesellschafterin durch die belebtesten Geschäftsviertel. Man hielt vor den verschiedensten Magazinen, und Frau Jeanne verschwand darin für halbe Stunden. Zu einer Unterhaltung kam es erst auf der Heimfahrt. «Erinnern Sie sich, Cecile, unseres Gesprächs vor einiger Zeit, als ich Ihnen im Vertrauen allerlei sagte? Ja? Denken Sie, es waren Dünste, die sich zerstreut haben. Die eifersüchtigen Sticheleien haben aüfgehört. Die Atmosphäre ist wieder rein. Alles Gewitterhafte ist daraus verschwunden. Sie hatten Recht, es war ein Irrtum. » 5. Täglich zur selben Zeit hält das elegante Auto-Coupe an der Trottoirrampe der breiten Strasse vor dem balkongeschmückten Haus. Wer im Vorbeigehen einen nur flüchtigen Blick in den Wagen wirft, kann denken, derselbe sei leer. Und doch sitzt in die Ecke geschmiegt eine ganz in Grau gekleidete, schmächtige Gestalt.