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E_1928_Zeitung_Nr.019

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° 19 RORSCHACH HOTEL SCHIFF Grosse See-Terrasse Bekannt gute Küche und Keller. Telephon 7. auserwählte Küche u. Keller des Toüring Club. Neuer Besitzer: ä. Meler-Hlrt. GASTHOFE Lokal ohnende Ausflugsziele und Ferienaufenthalte tür Automobilisten verangen in ihrem eigenen Interesse solort SpezialOfferte für ein solches Feld bei der Administr. der Automobil-Revue Prachtv. Runds. Grosse Spielplätze f. Gesellschalten. Bauern-Spezialit. Bekannt vorzügliche Küche und Keller. bek. I. gute Küche u. Keller. Garage, Tank. J. Kamm. Küchenchef Anerkannt gute Küche tu Keller. Grosse Auto-Haltestolle. AUSSTATTUNG «• IHRER WOHNUNG Friedrich ScHim Bern MÖBELFABRIK, im Marzili Telephon Christoph Autotransporte aller Art, speziell Möbeltransporte mit gutgepolstertem, luftbereiften Wagen GEISER & de., .Autotransporte, Ölten Aarburserstr. 104 Tel. 803 Fortwährend (günstige Retonrirachten nach allen Richtunnea ELEKTR. 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Zeitung« folgende technischen Angaben: Der grosse Autoverkehr zwischen New York und seiner unmittelbaren Nachbarschaft New Jersey ist in den letzten Jahren in einem solchen Masse angewachsen, dass die Fähren auf dem Hudson ihn nicht mehr bewältigen können. Man hat einen Ausweg im Bau eines Tunnels gefunden, der ausschliesslich für den Autoverkehr bestimmt ist. Eigentlich handelt es sich um zwei Tunnels; ,je eine Tunnelröhre nimmt den Verkehr in einer Richtung auf und kann bis zu 45 000 Fahrzeuge täglich passieren lassen. Dass Flüsse von Tunnels unterfahren werden, ist nichts Neues. Wir erinnern an den Elbetunnel in Hamburg und die Spreetunnels in Berlin. Aber in diesem Falle lagen die Schwierigkeiten nicht so sehr im Bau selbst als in der einwandfreien Lösung der Lüftungsfrage. Die schädlichen Bestandteile der Auspuffgase müssen entfernt und dann noch die nötige Menge Frischluft beschafft werden. Nach Angaben der Zeitschrift «Power» stellten die Versuche fest, dass der einzige gefährliche Bestandteil der Auspuffgase Kohlenoxyd (GO) ist. Ein Wagen mittlerer Stärke entwickelt je Minute zwischen 16 und 78 Liter CO. Acht bis zehn Teile CO in 10 000 Teilen Luft sind noch vollkommen unschädlich. Um bei der Entlüftung der Tunnels ganz sicher zu gehen, werden nur vier Teile CO auf 10000 Teile Luft zugelassen. Um dieses Verhältnis mit Sicherheit einzuhalten, müssen also je Minute durch jeden der beiden Tunnels 55 000 bis 57 000 Kubikmeter Luft gepumpt werden. Diese Luftmenge bedeutet eine zweiundvierzigmalige Lufterneuerung in der «Ich schuf ein dickleibiges Werk. Es war gehändigt. Er öffnete den Brief und las: Stunde. Würde man die erforderliche Luftmenge von einem Ende zum anderen durch mand las es. Jch weiss es sicher. Nun liess meine Lebensarbeit. Jeder lobte es und nie- den Tunnel jagen, so würde ein Orkan mit ich alle Exemplare meines Buches verbrennen bis auf eins. Dieses schenkte ich der va- der Luftgeschwindigkeit von 96 Stundenkilometer entstehen, also ein Verkehr unmöglich werden. stimmt: Vier Millionen Lire soll derjenige tikanischen Bibliothek. Nun habe ich be- Um das Problem zu lösen, wählte man erhalten, der mein Buch als Erster lesen den kreisförmigen Tunnelquerschnitt. Der wird. Darum habe ich die Nummer der Akten, unter der mein Testament zu finden ist, äussero Durchmesser einer Tunnelröhre wurde mit fast neun Meter festgelegt. Der nur auf der vorletzten Seite meines Buches für den eigentlichen Verkehr freie Raum aufgezeichnet, damit man gezwungen ist, es irhielt einen Querschnitt von sechs zu vier zu Ende zu lesen.» Meter. Die Fahrbahn Hat also sechs Meter Armer Autor! Sogar diesmal ist er nicht Breite. Der freie Querschnitt unter der zu seinem Leser gekommen. Denn auch Lacoste hat das Werk nicht gelesen, sondern, Fahrbahn dient zur Horboischaffung der Frischluft, der über ihr zur Wegschaffung wie gesagt, nur darin geblättert, fügt die der verbrauchten und durch die heissen, «Münchener Zeitung» bei, der diese seltsame Erbschaftsgeschichte geschrieben wurde. nach oben steigenden Auspuffgase verunreinigten Luft. Die Luftförderung besorgen vier Ventilationsstationen, von denen je zwei an den Ausgängen der Tunnels und zwei an den Flussufern liegen. In diesen Staionen arbeiten insgesamt 84 Ventilatoren. Die Hälfte dient zum Ansaugen der verdorbenen Tunnelluft, die andere zum Herein- Schafnieren mit Pilzen. Die Nieren wer- pumpen von Frischluft. st fest mit einem Elektromotor gekuppelt. Der gesamte Kraftbedarf der Ventüationsanlage beträgt 6000 PS. Die Frischluft wird n den unteren Sektor geblasen, der alle drei bis vier Meter im Querschnitt regelbare Stichkanäle zur Fahrbahn hat, durch die die Frischluft in den Fahrraum mit ge- •inger Geschwindigkeit eintritt. In gleicher kVeise erfolgt alle vier Meter die Absaua-ung der verbrauchten Luft. In dem Verwaltungsgebäude kann an Hand von Lichtsignalen der Gang der Venilatoren dauernd überwacht werden. In kurzen Entfernungen sind über die gesamte .änge der Tunnels Telephonstationen vereilt, um bei etwaigen Zwischenfällen der entrale sofort Nachricht zukommen lasen zu können. Selbsttätige Sandstreupparate verhindern das Schleudern der Autos. Die Arbeiten an diesen Tunnels erstrecken sich, ohne die wissenschaftlichen Vorarbeiten, über einen Zeitraum von sieben Jahren. 375 000 Kubikmeter Erdarbeiten Schnitt durch eine der beiden Tunnclröhren. Kanäle für verbrauchte Luft, B Ventilationsmster, G Frischluftzutritt, D Frischluftkanal, E Schnellverkehr, F Lastverkehr. waren notwendig, und 98 000 Kubikmeter Beton wurden verbraucht. Die Gesamtkosten dieser 2819 Meter langen Tunnels betrugen 47 Millionen Dollar. Ueber die Hälfte der gesamten Tunnellänge liegt unterhalb der Flusssohle. Eine seltsame Millionenerbschait. Ein Student namens Lacoste, der Naturwissenschaften studierte, stöberte oft mit Eifer in alten Büchern, der vatikanischen Bibliothek. Eines Tages kam ihm ein zoologisches Werk in die Hand, das aus dem Jahre 1783 stammt und von Emile Fevrier verfasst ist. Der Einband des Buches war ganz verstaubt, die Seiten vergilbt. Kein Wunder, da es wahrscheinlich seit der Zeit seiner Einreihung in die Bibliothek hoch oben im Regal gestanden hatte und nicht gelesen worden war, zumal es kein Werk von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung ist, Der Student begann in dem Buche zu blättern und bemerkte plötzlich auf der vorletzten Seite einige mit der Hand geschriebene Zeilen. Er entzifferte sie mit vieler Mühe und las zu seinem grösstcu Erstaunen die Worte: «Ich ersuche den Unbekannten, der zufällig dieses Buch lesen wird, sich an das Nachlassgericht zu wenden und dort die Akten L. J. Nr. 148 zu verlangen. Eine grosse Uebcrraschung wird seiner harren.» Lacoste hielt die Geschichte für einen schlechten Scherz und kümmerte sich nicht weiter um diese Aufforderung. Aber nach einigen Tagen begann ihn die Sache doch zu beschäftigen und er entschloss sich, bei Gericht nach dem Schriftstück zu fragen. Dort erfuhr er, dass das betreffende Schriftstück ein Testament sei. Dieses Testament wurde herausgesucht und mit einem Brief, der die Aufschrift trug: «An den unbekannten Leser meines Buches,» Lacoste zur Einsicht aus- Jeder Ventilator den enthäutet, in zwei Teile geteilt und in heissem Fett, Salz, Pfeffer und gehackter Petersilie gebraten. Dann richtet man sie an und gibt eine Mischung von gedämpften Büchsenpilzen und gerösteten Zwiebeln darüber. Das zurückbleibende Fett kocht man mit einigen Löffeln Champagner auf, würzt mit Salz und Cayennepfeffer und richtet die Sauce über Pilze und Nieren an. Leber auf Försterart. Ein Stück Kalbs- leber oder einige Geflügellebern schneidet man in Scheiben, schält einige Aepfel, teilt sie in kleine Würfel und schneidet .2 Zwiebeln in feine Scheiben. Dann lässt man 50 bis SO g Butter heiss werden (je nach dem Gewicht der Leber), legt Zwiebeln und Aepfel hinein, rührt alles gut, fügt die Leber bei und bratet diese unter öfterem Umwenden. Einige Minuten vor dem Anrichten gibt man etwas sauren oder süssen Kahm dazu und serviert die Leber mit der Sauce übergössen. wildlederne Handschuhe zu waschen. In etwas verdünntem Salmiakgeist drückt man die Handschuhe gründlich aus, spült sie in lauem Seifenwasser nach und trocknet sie zwischen Tüchern, nicht an der Sonne und nicht auf dem Ofen. Aulbewahrungsort für Pelzwerk. Es ist noch viel zu wenig bekannt, dass wir in den Ofenlöchern ausgezeichnete Mottenkisten haben. Eingewickelt in frisches Zeitungspapier lalten sich darin Pelzwaren oder wollene Gegenstände ausgezeichnet. Waschen von Pelzwerk. Pelzwerk wird gewaschen, indem an es in lauwarmes, gut aufgelöstes Seifenwasser eintaucht und es ut darin ausdrückt. Dann wird es herausenommen, in reinem Wasser nachgespült und in freier Luft zum Trocknen aufgehängt. Pelzwerk, auch vom Regen durchnässtes. darf nie am Ofen getrocknet werden.

19 —1928 AUTOMOBIL-REVUE 17 Ueber die erste Fahrt und die Gefühle, die der wahre Automobilist dabei empfindet, wenn er seinen Wagen nach uichrmoimtlicher Ruhe im Frühling wieder aus der Garage zieht, iiussert sich in einem kürzlich erschienenen Feuilleton Bruno Stümke in der « Frankfurter Zeitung ». Wir entnehmen dorn netten Stimmungsbild nachfolgenden Ausschnitt: Der Motor springt an. Zwar stürmt und regnet es noch, aber mich schreckt dieses Unwetter nicht. Ich merke es ihm an: es ist vom Frühling als Vorbote geschickt. Ich öffne die Garagetiir. Da steht er da, der treue Kerl, der mich die Welt so kennen gelehrt, wie ich ohne ihn sie niemals gesehen hätte. Monate beschwerlicher Fusswanderungen wären zu dem notwendig, was mir dieser Brave in wenigen Tagen schenkt. Und Ich streichle ihm die Kotflügel, fahre mit der Hand über den Kühler, wische einen ganz winzigen Rostflecken von der Vernickelung weg. Betrachte ihn dann von allen Seiten... liebevoll, wie man ein lebendiges Wesen betrachtet. Jetzt mache ich mich nu die Arbelt. Oeffne den Öelhahn. Kein Tropfen kommt heraus. Als ich ihn vor drei Monaten hier für seinen Winterschlaf vorbereitete, Hess ich Ocl und Wasser ab. Nun muss die grosse Reinigung mit Petroleum vorgenommen werden. Keine saubere Arbeit. Man freut sich über jeden Kubikzentimeter Schmutz, der in den Eimer iliesst. Das Gefühl der eigenen Gründlichkeit! Dann das frische Oel. Man fühlt es, wie wohl es ihm tut. Dann Wasser in den Kühler. Er säuft es, als sei er am Verdursten. Nun wird geschmiert, genau nach Vorschrift. Wie steht es mit dem Brennstoff? Natürlich muss nachgefüllt werden, und das gründlich. Welches Vergnügen, die Zündkerzen herauszuschrauben. Man ist stolz und hält etwas auf sich, denn es gibt immer noch Menschen, die das nicht können. Und — mau sollte es nicht glauben — es gibt noch welche, die überhaupt nicht einmal wissen, was eine Zündkerze ist. Man sollte es nicht glauben! Akkumulator ist auch noch in Ordnung? Prüfen wir. Ein wenig destilliertes Wasser. So, nun ist ein Versagen ausgeschlossen. Reifendruck, Zweieinhalb Atmosphären zeigt der Prüfer an. Stimmt. Und mm kommt der grosse Moment. Ich geniessc ihn und warte noch ein Weilchen. Das darf nicht so holterdipoJter gehen. Man fährt einer schönen Frau auch nicht gleich mit der Hand über den Bubikopf. Man geniesst erst die Vorstimmung: wenn ich jetzt mit den Händen ihr Haar berühre, dann wird es herrlich sein — herrlich... Langsam und mit reiner Liebe drehe ich den , Ziindungsschlüsscl herum. Das rote Länipchen glüht auf. «Ist es der Blick der blühenden Frau..» .letzt ein Druck auf den Anlasser. Ein hartes Roileu. Aber er will noch nicht. Noch einmal. Er tut's noch nicht. Wieder... Und wieder. Endlich ist der erste schüchterne Widerstand Dr. Richards PeaenerationtDillen seit über 100 Jahren das oewänree and unüüortxotfcac Kräftigungsmittel der Sesual-Sphilre oei Neurasthenie, vorzeitiger Impotenz und Schwäcbezuständcn. Original-Schachteln a 120 Pillen lt. S.—. Geaei aidepot: Paradiesvogel-Apotheke Zürich 1 Dt. Br"DDei — Lltnmstqua 66 teppdecken in allcu Ausführungen, erstklassige Stoffe u. Verarbeitung, Uniarbeiten v. Steppdesken. A. Schlichtig, Zürich Stcppdevkenfiibrik Ankerstr. 27, neben Kino Kosmos Tel. Selnau 1409 Für die autofahrende Dame eznpiieh.lt de Neuville, Zürich Eingang Bahnnoisttasse 37 Entresol seine DAUERWELLEN bezwungen. Er läuft... Er läuft... Ach, man möchte es hinausschreien in die Welt: er läuft, der Motor läuft. Diese Sinfonie niuss man hören können. Dazu bedarf es besonderer Ohren. Unsichtbar für das Auge regt sich hier eine Kraft, eine Kraft, die uns dienstbar ist, eine Kraft, die auf unseren Wink und Willen wartet. Und wir brauchen nur zu wollen, dann macht sie uns frei. Dann führt sie uns durch Wälder, zeigt uns verschlafene Städte, •die Zeit ist um ihre Mauern ringsherum gegangen. Wir ziehen wie Eroberer durch ihre Tore ein. Nein, nein, wir Menschen von heute wären, niemals dorthin gekommen. Denn was nicht einmal auf Karten verzeichnet ist, wie sollten wir dorthin kommen! — Wir hätten sie nie gesehen. Im Speisewagen, ermüdet vom Essen, beim Kaffeetrinken, wären wir vielleicht vorbeigefahren. Vielleicht. Denn wo es am schönsten ist, führt nicht einmal die Eisenbahn vorüber. Diese Kraft, die da drinnen geheimnisvoll und verheissungsvoll brummt, zeigt uns Menschen. Eine Fahrt in die Dolomiten, oder quer durch Italien, oder durch Spanien... wo ist die Grenze?... eine solche Fahrt bringt uns mit den Menschen zusammen, die wir ohne diese herrliche Kraft nie hätten gesehen. Ach, was wir so gemeinhin als Reiseziel bezeichnen, ist der Platz, den gar viele als Reiseziel kennen, der in Büchern beschrieben ist, von dem es Ansichtskarten gibt. Ansichtskarten! Vor dieser Welt der Ansichtskarten bewahrt dich diese Kraft, die sich dort unter dem Blechgehäuse für dich regt. Sie bewahrt uns vor der Gesellschaft fremder, oft lästiger Menschen und führt uns wieder mit Menschen zusammen, die wir keimen lernen wollen. Nein, du da unten unter deinem schützenden Dach, du bist kein totes Ding. Du leibst. Und du widersetzt dich dem, der dich nicht kennt. Du hast Millionen Brüder in der Welt, und jeder einzelne ist anders. Hat eine Individualität. Man muss euch lieben, um euch zu verstehen. Jawohl, lieben mit dem Herzen, nicht mit der Sachlichkeit des unvollkommenen * Verstandes; Gewiss ihr seid zusammengesetzt aus Schrauben, Federn, Stangen. Man hat eure Knochen auf der Maschine nach bestimmten Massen ge^ formt. Und hat tausend und mehr nach einem Bilde geformt. Dann aber, als ihr zusammengesetzt ward, dann erst seid ihr geworden, was ihr seid: Wesen und Eigenleben. Und so muss man euch lieben, wenn man euch gewinnen will. Lieben, wenn ihr euch uns ergeben sollt. Die schweizerischen Grenzzollämter gegen Deutschland. Es mag für die Motorfahrzeuglenker von Interesse sein, nachstehend eino Liste derjenigen Grenzzollämter zu erhalten, die für die Zollabfertigung von Motorfahrzeugen, sei es mit Freipass, Triptyk oder Grenzpassierscheinheft oder Fünftagekarte zuständig sind. Es sind dies in der Richtung West-Ost: Basel-Kleinhüningen, Bäsel-Freiburgerstrasse, Riehen, Riehen - Weilstrasse, Riehen-Inzlingerstrasse, Basel-Grenzaclicrstrasse, Rheinfelden, Säckingerbrücke, Laufenburg, Waldshut, Koblenz (Fähre), Zurzach- Burg, Kaiserstulli, Rlieinfelden, Erzingeu- Trasadingen, Neunkirch, Osterfingen, Wildlingen, Wunderklingen, Hauseu-Unterhallau, Schleitheim, Wasterkingen, Wil-Grenzc, Buchenloo, Rafz-Grenze, Rafz-Schlauchenberg, Rüdlingcn, Rheinau, Durstgraben-Neuhausen, Nohl, Bergen, Merisliauseii, Schaffhausen-Rheinhalde, Diessenhofen, Neudörflingen, Buch-Dorf, Buch-Grenze, Ramsen- Grenze, Hemishofen, Stein a. Rhein-Grenze, Thayngen-Dorf, Barzhcim, Tayngen-Schlatt, Bibern, Höfen, Altdorf, Opfertshofen, Bültenhardt, Kreuzlingen-Seestrasse, Kreuzlingen- Emmishofen, Tägerwilen, Romanshorn (für Transporte per Schiff), Arbon (für Transporte per Schiff), Rorschach (für Transporte per Schiff). . S. Sommer 1928 in Deutsculaud. Unter diesem Titel hat die Reichszentrale für deutsche Verkehrswerbung in Berlin eine Zusammenstellung bekanntgegeben, die alle wichtigen Veranstaltungen, Messen, Ausstellungen, sportliche Wettbewerbe, Festspiele etc. enthält. Das Heft wird allen Deutschlandfahrern als sehr zweckdienlicher Reisebegleiter sehr willkommen sein und kann bei der Filiale der genannten Reichszentrale in Zürich bezogen werden. Strasse Wien-Budapest. Als Ergänzung unserer Meldung in Nr. 17 betreffend die Autostrasse Wien-Budapest diene folgendes: Die ungarische Regierung gibt bekannt, dass die Hauptverkebrsstrasse Wien-Budapest via Druck, Moson, Gyön, Szöny, soweit solche auf ungarischem Gebiet liegt umgebaut und daher im Juni 1928 für allen Verkehr gesperrt wird. Die Wiedereröffnng der Strasse welche als moderne Autostrasse ausgebaut werden soll, ist für anfangs Juli 1928 geplant, n. VHznau. Das herrliche Wetter der zweiten Februarhälfte hat viel dazu beigetragen, dass sich die Touren und Weekendmöglichkeiten für den Automobilisten rasch mehren. An der herrlichen Rigi-Sonnseite im heimeligen, schmucken Vitznau beginut es sich zu regen. Das Dörfchen hat sich sauber herausgeputzt. Ueberall wird gesonnt, gemalt und gestrichen. Es gilt keine Hoheit aus dem fernen Osten, die natürlich ebenfalls willkommen wäre, zu empfangen, aber man rüstet sich zum Empfange der alten und neuen Freunde, die den Vorfrühling der geschützten Riviera am klassischen See geniessen wollen. Man rüstet sich auch zum Empfang des Automobilisten, der stets gerne gesehen wird (am liebsten natürlich wenn er nicht nur durchfährt). Die Gemeinde Vitziiau hat in vorbildlicher Weise ihre Strasse in den letzten Jahren dem immer zunehmenden Verkehr entsprechend ausgebaut. Dorfbewohner und Bergbauer haben Hand in Hand ein Werk zustande gebracht, das in Automobilkreisen höchste Anerkennung finden wird. Beweisen wir im Laufe des Frühjahrs dem fortschrittlichen Plätzchen unsere Sympathie dadurch, dass wir ihm einen Besuch abstattten und dadurch, dass wir bei der Durchfahrt unser Temperament etwas zügeln und in gemütlicher Fahrt die Schönheit des schmucken Dorfes geniessen. T. A. 31. Danzig. Wir erhalten noch nachträglich durch freundlicho Vermittlung der Danzigcr Verkehrszentralo cina Auskunft dos Automobil- Club Danzig E. V. betreffend dio beste Routo Zürich- D Touring-Antworten. Die, Tour ist landschaftlich sein- schön. Wcgvoi-hältnisso vorzüglich, und auch dio Abfertigung an der polnischen Grenze angenehm. Der Wog würde gehen über: Zürich, Schaffhausen, Friedrichshäfen, Ulm, Nürnberg, Schleitz, Leipzig, Frankfurt a. O., Posen, Bromborg, Dirschau, Danzig. •Dio Strecke Zürich, München, Leipzig, Berlin, JQJatizig beträgt ca. 1400 km. Dio andere angeführte Strecke hat ungefähr dieselbe Entfernung, v, Dio von Ihnen angeführte Strecke über dio Sudeten, Deutsch-Schlesien und Posen soll wegen der Wegverhältnisso nicht so zu empfehlen sein. 'l A. G. D. E. V. ^ T; A. 49. San Marino und Ausflüge in Ober- Itallen. Dio nachstehenden Antworten eind deshalb von Interesse, weil sio nicht nur Auskünfte über Sau Marino geben, sondern auch darüber hinaus Vorschläge für Ausflüge in Oberilalicn enthalten, die manchem Automobilisten wichtige Anhaltspunkte für die Zusammenstellung seines Reisoprogrammes geben werden: I. Dio Republik San Marino ist eine Enklave in der italienischen Provinz Forli, Romagna, und wird gebildet durch die Stadt San Marino und einige kleino Ortschaften. Dio Stadt liegt sohr malerisch auf ciuc"m Felshügel, 24 km von dem berühmten Seebad Rimini au der Küste der Adria. Aussei- der pittoresken Lago und der interessanten Bauart dos Städtchens sind keine besonderen Sehenswürdigkeiten vorhanden, so dass ein halber Ta# vollkommen genügt, um von Rimini aus San Marino zu besuchen. Vou Mailand aus ist dio direkte Entfernung nach Rimini 350 km, also zur Not iu einem Tag zurückzulegen. Als Route empfiehlt sich die Fahrt nach Piacenza und vou da auf der Via Einilia, der grossen römischen Hecresstrasse, über Parma, Reggio, Modcna und Bologna nach Iliraini. Falls man gemütlich reisen mid allo Sehenswürdigkeiten unterwegs gemessen wilL empfiehlt es eich, in Mailand frühzeitig aufzubrechen, in Parma Mittagshalt zu machen, dio dortigen Sehenswürdigkeiten in Augenschein zu nehmen (124 km, Hotel Croco Bianca) und nachmittags bis Bologna (125 km, Grand Hotel Brun) weiter zu reisen. Bologna ist cino der interessantesten Städte von Norditalicn und verdient einen Aufenthalt von ca. einem Tag. Am folgenden Morgen, nach Besichtigung der ganzen Stadt, fährt man über Forli nach Rimini (100 km Grand Hotel Rimini), wo herrliche Gelegenheit für Moorbäder (vom 1. April an geöffnet) und wir I Ihnen gerne eine Freude machen. Wüsste er wie köstlich Abegg's Waffeln und Biscuit* munden, schon längst hätte er Ihnen eine Büchse „Ira" Mischung von netto Kg. 1,900 zn nnr Fr. 6.90 kommen lassen. Büchse, die zurückgenommen wird, und Porto exira. Nachnahme. Diese Mischung, die zudem sehr nahrhaft ist, hat Gross und Klein immer angenehm überrascht, das beweisen die vielen freiwilligen Anerkennungsschreiben. Bestellen Sie heute noch eine Frobebtiohse beim Biecuits Abegg BASEL 3, A.B., er liefert fabrikationsfrisch, direkt an Private. Erstklassige Zimmereinrichtungen u. Einzelmöbel bezieben Sie am vorteilhaftesten direkt durch die Münsingen. E. UIYTTENBAGH DU NORD Bahnhofplat! Z Ü /? I C M Bahnhofplst} Familie A. 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Ravcnna, hin und zurück 100 km, sehr empfehlenswert. ° Urbiao die Geburtsstadt von Raffael; zuerst dem'Meer entlang nach Posaro (35 km), von da in weiteren 35 km nach Urbino, Mittagshalt; Besichtigung der Stadt und zurück durch das Tal der Fogha über Monte Gridolfo, Moriano und Cariano. 3 Gradara, Vonuittagstour über das Meerbad Gattolica, 60 km hin und zurück, sehr interessantes Malatcsta-Schloss. 4, San Marino, Nachmittagstour, 55 km hin und ii elf 5. Eine sehr echöno Halbtagestour ist von Rimini aus: über Verucchio durch das Tal der Marecchia nach Mercantino, von da rechts stoi! in dio Höhe nach Pcrticara und von da auf der Höhe des Ausläufers des Apennins mit prachtvoller Aussicht auf dio Berge und das Meer über Sogliano und Santarchangelo zurück nach Rimini, eine der landschaftlich interessantesten Fahrten in der Gegend. Dio sehr breite, schnurgerado Via Emilia war vor zwei Jahren stellenweise nicht im besten Zustand, dürfte jetzt aber wesentlich besser sein, da man damals gerade begann, die schadhaften Stellen frisch zu bekiesen und zu walzen. Für diese Tour eiguot sich dio 2. Hälfte Mai oder Juni am besten. Rimini ist meiner Ansicht nach das schönste Seebad Italiens, eignet sich auch sehr gut für einen längeren Aufenthalt, In der Vorsaison Mai und Juni sind auch die Preise wenigor gesalzen als in der Hochsaison (Juli und August), ebenso ist dann die Hitze noch nicht so gross Dr. M. Seh. in Z. Ihr Mann liebt Sie Cafe-Restaurant Speise- und Sitzungszimmer Ergrautes Haar erhält seine frühere Farbe wieder durch Birken-Brillan t/n e Gen e r a i d e p ot: j.Baer's Erben, Rta^ioss-Apotheke, Zürich 7 lelepbot) H. 6010 Asylstrasse 70 Wellblech-Garagen in jeder Grosse, fertie montiert, von Fr. 800.— an Fritz Soltermann, Bern-Marzib Prospekte zn Diensten! Neu! Unsichtbar! Waschbar! 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