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E_1928_Zeitung_Nr.022

E_1928_Zeitung_Nr.022

Geblrgskantone und

Geblrgskantone und Benzinzollverteilung. Die Gebirgskantone halten zähe an ihren Forderungen fest, denn sie wissen, es gilt: jetzt oder nie mehr. Eine besondere Berücksichtigung der Gebirgskantone muss stattfinden — sei es in dieser oder einer andern Form, das ist sich wohl jeder Ratsherr klar. Am Montagabend fanden sich die Vertreter der Gebirgskantone zu einer Besprechung zusammen, um ihre Stellungnahme nochmals ausdrücklich festzulegen- Daraufhin vereinigte sich auch die nationalrätliche Kommission für den Benzinzoll nochmals am Dienstag und beschloss an der Verteilung: Va nach den Ausgaben für die Durchgangsstrassen und H nach Massgabe der Strassenlänge festzuhalten. Dagegen soll — als Kompensation an die Kantone, die nach dem Wegfall der Durchgangsgebühren und mit der Benzinzollviertelzuteilung finanziell schlechter abschneiden, eine Summe von ungefähr 150,000 Fr. aus den Bundesmitteln in' den nächsten Jahren ausgeschieden werden. Ferner soll das Postulat über die Erhebung von Einreisegebühren tatsächlich gestellt und dabei eine Verteilung der Gebühren an alle Kantone vorgeschlagen werden. Für die Verteilung des Anteiles am Benzinzoll sollen, wie bereits früher beschlossen würde, die Jahre 1925, 1926 und 1927 als Berechnungsgrundlage gelten. lt. Zürich — Grossstadt! Von einem geschätzen Leser ging uns nachfolgende Einsendung zu, welche sich mit den Schwierigkeiten des stadtzürcherischen Verkehrs befasst: «Eis ist leicht zu kritisieren, doch sandte ich diese Zeilen nicht zum Kritisieren ein. sondern zur Feststellung von Tatsachen, die jeder Automobilist, der den Grossstadtstrassenverkehr kennt, als Mängel bezeichnen muss. Was Zürich, das sich zur Grossetadt entwickelt, hindert, diesen normalen Entwicklungsgang durchzumachen! ist zum Teil die falsche Auffasung bei der Organisation lind Ihirchfiihrung des Strassen Verkehrs, mit der 'Gegenwart, anstatt mit der Zukunft zu rechnen. Das grosste Hindernis, das dem Automobilismus entgegensteht, ist der dichte Tramwagenverkehr, der in jeder Hauptstrasse und sogar Nebenstrasse sich abwickelt. Es darf der Strassenbahn nicht vorgefahren werden, oder ist dies außerordentlich gefährlich, weil es die Breite der Strassen nicht erlauben, and der schlangenlinienartige Verlauf der Strassenbahngeleise bald links, bald rechts der Strassenmitte, ein Vorfahren sehr erschweren. Bea; vorsichtige Autofahrer ist also darauf angewiesen, mit 10 km Stundengescihwindigkeit hinter der Stxassenbahn herzukrebsen. Ein mir befreundeter Amerikaner, der mit mir in den bekanntesten Grossstädten der Welt, am eingehendsten und längsten aber in New-York den Strassenverkehr, wie er organisiert und durchgeführt wird, studierte, sagte mir mit ehrlichem Erstaunen* «Wie soll das •werden, wenn der Automobil-Verkehr, der ja sicher seinen normalen Bntwicklungslauf nimmt, und immer mehr anwächst, die Dichtigkeit desjenigen einer Grossstadt annimmt?» Man muss sich dies wirklich fragen?» R. F. M. Anm. der Redaktion. Wohl alle Sachverständigen in Verkehrsfragen sind sich darüber einig, dass der Trambetrieb mit der Zunahme des Motorfahrzeugverkehres je länger je erschwerender für die Flüssiggestaltung des Verkehrs wird. Deshalb verschwindet die Strassenbahn auch systematisch aus den Zentren der Weltstädte. Man ist sich glücklicherweise auch in zahlreichen behördlichen Kreisen Zürichs darüber klar, dass der jetzige Tramverkehr mit den Jahren einschneidende Aenderungen erfahren müsse. Wenn heute die Verkehrsdichtigkeit Zürichs einen Abbau der Strassenbahn noch nicht in vollem Umfange rechtfertigt, so muss doch wenigstens daraufhin gearbeitet werden, dass man die Strassenbahn der polizeilichen Verkehrsregelung unterstellt Bekanntlich wird die Einführung des Go and Stoßverkehrs bereits studiert, und wird bei dieser Gelegenheit auch die bessere Einordnung der Trambahnen in den allgemeinen Strassenverkehr geregelt werden können. AUTOMOBIL-REVUE i »28 NO 22 80 Prozent aller Automobile in den U.S.A. In den Vereinigten Staaten sind 1927 die 20 Millionen registrierter Personenautomobile (neben fast drei Millionen Automobil-Lastwagen) überschritten worden. Noch interessanter ist wohl, dass annähernd 2,7 Millionen Familien bereits zwei Automobile zur Vervollständigung ihres Glückes notwendig fanden. 80 Prozent aller Automobile finden sich sonach in den U. S. A. Jahr 1927 bekanntlich ein Jahr verlangsamter Automobilproduktion (3,5 Millionen Wagen gegen 4,5 Mill. im Vorjahr). Von den rund 3,1 Millionen Personenwagen waren 2,45 Millionen oder 80 Prozent geschlossene Wagen. Der gesamte Grosshandelswert der 1927er Automobilproduktion ist auf 2,56 Milliarden Dollars zu beziffern. Dazu kommt noch der Gesamtwert der Ersatzreifen (fast 600 Mill. Dollars) und der übrigen Ersatzteile und Akzessorien (750 Mill. Dollars). Der durchschnittliche Detail-Verkaufswert der Personenwagen erreichte 953 Dollars, jener der Lastwagen 1053 Dollars. Von allen neuen Automobilen wurden 55—58 Prozent auf Raten verkauft. In der Automobilindustrie und der mit ihr verbundenen Branchen finden heute 3,7 Millionen Beschäftigte ihr Brot. Der Steuerertrag von allen Motorfahrzeugen belief sich 1927 auf 726 Mill. Dollars. Die amerikanischen Automobile verbrauchten 1927 fast 10 Millionen Gallonen (1 Gallone = 4'A Liter) Benzin und fast 400 Millionen Gallonen Motorenöl. Der Export an Automobilen aus den Vereinigten Staaten und Kanada überschritt erstmals die halbe Million (543,000). r. Das neue internationale Bureau für Tourismus der A. I. A. C. R. in Genf ist in voller Aktion, gilt es doch, bis Mitte Mai den Führer der A. I. A. C. R. zu publizieren. Der zweite Teil des Arbeitsprogramms umfasst das Studium touristischer Organisationen der Automobil-Clubs in den verschiedenen Ländern. Herr Empeyta hat bereits London, Paris und Brüssel besucht und wird sich demnächst nach Rom, Madrid, Amsterdam und Berlin begeben. Die Früchte seiner Arbeit werden in einem Rapport der Herbstversammlung der A. I. A. C. R. vorgelegt, xi. Die internationale Alpenfahrt. Bekanntlich ist bis auf den einen Punkt 'betreffend der Toleranz von 5% beim Zylinderinhalt — eine Frage, die erst nach der Sitzung der internationalen Sportkommission vom 17. März entschieden werden soll — das Programm für die grosso Vierländer-Veranstaltung im Reinen. Noch vor Ende Monat soll das Regle- Immerhin war das ment erscheinen. Es wird mit zahlreichen Einschreibungen gerechnet. v. Alpenposten (Winterbetrieb 1928). Die Reisendenzahl betrug in der Woche vom 5. bis 11. März auf der Linie Chur-Lenzerheide 496 (Vorwoche 819); Reichenau-Waldhaus Flims 163 (207); Maloja (St. Moritz-Castasegna) 1136 (1176); St. Moritz, Ortsdienst696 (1012); total 2491 (3214). Aus Industrie & Handel j Die Firesfone Tire & Rubber Co. erhält die Konzession für die Radio-Verbindung zwischen ihrem Hauptsitz in Akron, U. S. A., und ihren Gummi-Plantagen in Liberien (tropische Küste von Afrika). Die Entfernung beträgt 6000 km. Die Firestone Tire & Ruber Co. kann jetzt ihro Managers in Liberia von Akron, U. S. A., aus direkt dirigieren. Bis heute hat man Unterseekabel benützt, und brauchte man zur Vermittlung der Nachrichten 2—8 Tage. Dio Federal Radio Commission gestattet Firestone, über 4 verschiedene Wellenlängen die Verbindung zu führen, um einen einwandfreien Dienst zu erhalten. Die Station Akron arbeitet mit einer Kraft von 5O0O Watt Diese Verbindung bedeutet für Firestone, welche einer der grössten Gummiverbraucher der Welt ist, eine kolossalo Erleichterung. HILFS- UND RECHTSSCHUTZ. GESELLSCHAFT FÜR STRASSEN BENUTZER A/-G. Verteidigt die Interessen des Aulomobilismus c.A.p. Logieren Sie während dem Genfer Automobil-Salon im Telephon M.-B. 64.54 Adr.Teleqr.: Russiotel, Genöve »••••»••»•»••••••»•••••• Hotel de ßussie Geneve C. Ernens. camvon et roulera mieux> Vous eviterez les coutensea räparations et I nsure prematuree de vos camions, si vous les montez sur Aiissi gouple qu'nn pnea, aussi nSsistant qu'un plein l'Automattque Ducasble est un pneu & air hbre, mcrevable. qui ne necessite ni reparations. ni entretien; il absorbe les trepidations et les chocs, faoilite le roulement et protege a la foia le personnel, ie vöhicule et ia marchandise transportee. 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N°22 AUTOMOBIL-REVUE rrnrrti' Der deutsche Autoomnibusverkehr. Genau wie bei uns, hat auch der Omnibusbetrieb in unseren Nachbarländern und vor allem in Deutschland im vergangenen Jahr einen enormen Aufschwung erfahren. Zur Zeit überspannt ein dichtes Netz von Omnibuslinien das ganze Land und wurden so zahlreiche Gegenden erschlossen, die abseits von den Eisenbahnlinien liegen. Ueber die Bedeutung der Personenbeförderung durch Omnibusse im deutschen Inlandsverkehr orientiert wohl am besten die nachstehende Zusammenstellung: Reichspost Pnv. Omnibusunternehmung. Zahl der boli-icbencn Omnibuslinien 1600 340 Zahl der im Betriebe stehenden Omnibusso 2700 780 Totalo Länge des Netzes in km 30500 6000 Total der beförderten Personen pro 1927 ca. 40 Hill. 40 Hill. Die Reichsbanner! gingen erst vor wenigen Jahren daran, das Konkurrenzfahrzeug in ihren eigenen Dienst zu stellen. Der dem Bahnverkehr eingefügte Omnibusverkehr ist aber im Vergleich mit den beiden obigen Gruppen noch sehr bescheiden, wird doch nur ein Netz von ungefähr 400 km befahren. Die Versuche bei der Post, die Personenbeförderung mittels grossdimensionierten Automobilen durchzuführen, reichen wenigstens 20 Jahre zurück. Der Weltkrieg und die unmittelbaren Nachkriegsjahre haben natürlich die Entwicklung schwer gehemmt und erst die letzten drei Jahre verzeichneten einen gewaltigen Aufschwung. Recht bemerkenswert ist die Leistung der privatwirtschaftlich betriebenen Omnibusgesellschaften, die sich in einem wohl organisierten Landesverband zusammenschlössen. Die letztjährigen Ergebnisse, nach welchen die privaten Unternehmen trotz eines geringeren Netzes und kleineren Wagenparkes ungefähr die nämliche Frequenz aufweisen, lassen aber noch kein abschliessendes Urteil darüber zu, ob dem Staats- oder Privatbetrieb der Vorzug einzuräumen sei. Die privaten Unternehmungen haben sich natürlich nur in gut besiedelten Gebieten mit einem beträchtlichen Verkehrsbedürfnis etabliert, währenddem die Post vom Standpunkt ihrer Betriebsfinanzen aus manche unrentable Linie unterhalten muss. Immerhin deuten die Frequenzzahlen darauf hin, dass sich die nichtöffentlichen Betriebe grosser Beliebtheit erfreuen. Es ist ausser Zweifel, dass der Omnibusverkehr die Bahnen nicht ausschliesslich konkurrenziert, sondern diesen wertvolle Zubringer- und Ergänzungsdienste geleistet hat und fernerhin leisten wird. Z. Offene Alpenstrassen. rolgende Alpenstrassen und Uebergänge sind zurzeit fahrbar: Schweiz Gotthardstrasso: Nordsoito bis Göschencn (ab Wassen Strasse stellenweise voreist. Ketten ratsam), Südseite ab Airolo (ohne Ketten). Kerenzerbcrg (ohne Ketten). Ricken (Strasse schneefrei). Wattwil—Wildhaus—Gais (Strasse fast schneefrei, Ketten nicht mehr notwendig). Strasso durch Prättigau bis Klosters (Ketten ab Küblis ratsam). Chur—Lenzerheide—Tiefencastel (ohne Ketten). Reichenau—Flims—Uanz zurzeit ohne Ketten fahrbar (schwächere Wagen, benötigen Ketten für die Strecke Fiims—Ilanz). Strasse nach Engelberg (Ketten im Abwärtsfahren ratsam, jedoch nicht unbedingt notwendig). Strassen nach Einsiedeln. Rothonturm, Sattel (ohne Ketten, Strassen schneefrei). Einsiedeln—Ibergeregg bis Oberiberg ohne Ketten passierbar (Passhöho 60 cm Schnee). Strassen nach Adelboden, Lauterbrunncn, Kandersteg ohne Kutten fahrbar. Strasso nach Grindelwald (Ketten ratsam, schwerere Wagen benötigen keine Ketten). Strasseü nach dem Jura ohno Ketten alle gut fahrbar (Vuo des Alpes, Col des Rocbes. Route de Biaufond). Maloja (Ketten über dio Passhöhe notwendig, ab Casaccia schneefrei). Untorengadin ab Martinsbruck bis Siis (Befahren der Strecke Schuls-Süs mit Schneeketten notwendig). Arosa: Strosse Ghur-Langwios schneefrei, Langwies-Arosa wegen stark vereister Bobbahn für Autofahrten nicht empfehlenswert. Albula bis Bergün fahrbar (Ketten für das Befahren des Bergünersteins). Brünig (Lungern-Brünig Ketten erforderlich).. Col du Molendruz (ohno Ketten). Col do la Faucillo (Südseite ohne Ketten); Nordseito mit Ketten. St. Cergue-La CuTe-Moroz (ohne'Ketten). Routo Lausanne-Paris: Delilo Jousne-les Höpitaux (ohne Ketten). Stations Morgiais, Champery, Leysin, Vlllats- Ghesieres. Caux (ohno Kotton). Station Les Diablorets (stoHönwcisc vereist; Kc-tten notwendig). Station Montana (ohne Ketten). - Frankreich Col do Braus, Col do la Orois Haute (Ketten), Col do Porto (Ketten). Col do Bayard (Ketten). Italien Brenner fKetten), Resehenscheideck (Ketkm), Campolungo (Ketten), Prodi! (Ketten). Oesterreich Pass Lueg (Ketten), Pötschejnpass (ohne Ketten), Zirlerberg (Ketten), Fernpass (Ketten). Soinmering (Ketten empfohlen). AVildalpo (Ketten), Obdaolicrsattel. Juristischer Sprechsaal Anfrage 403. Rückgängigmachung ekies Kaufes. Hat ein Käufer das Recht, einen Liefeiungswagcn, der nicht hält, was ein neuer Wagen verspricht, dem Verkäufer wieder zur Verfügung zu stellen, unter Zurückforderung dos gesamten bezahlten Kaufpreises nebst Karosscrioauslasren. Im Frühling letzten Jahres kaufte ich von einer Grossgarage ein Cha-ssis eines amerikanischen 1%- Tonner. Der Wagen wurde speziell als vorteilhaft fax TJeberlandtouren angepriesen, sowie als billig und ökonomisch im Betrieb geschildert. Als dann der karossierte Wagen bei mir in Betrieb kam. ergab sich, dass auf 100 km 25 Liter Benzin anstatt 18 Liter gebraucht wurden. Die Federung des Wagens für eine Nutzlast von anderthalb Tonnen erweist sich als zu schwach. Die Folge davon -war ein Ausbruch. Der Zylinderkopf hatte ebenfalls einen Materialfehler, das Kühlwasser sickerte durch die Zylinder hindurch zum Auspuffrohr hinaus. Die Bremsbeläge der Fussbremse mussten jeweils innert 2 l A Monaten ersetzt werden. Das erstemal wurde dies von der Verkäuferin unter Berechnung von über 60 Fr. besorgt. Das zweite Mal wollte man das selbst besorgen, brachte aber einfach ein Hinterrad nicht von der Achse. Ein von der Verkäuferin geliehener Radabnehmer wurde ambrauchbar, und als man den Wagen der Vorkäuferin brachte, mussto deren Arbeiter mit einem Vorschlaghammer hinter das Rad. Trotzdom das Rad von der Verkäuferin seinerzeit aufgemacht wurde, wird mir nun für den Radabzieher und für die Arbeit mehr als 20 Fr. berechnet. So wurde für jode Art Auswechslung von Gegenständen, die unter die Garantie fallen, Rechnung gestellt, oder per Nachnahme geliefert. Der Wagen läuft nun 7 Monate. Dio Garantiezeit läuft noch. Von der Verkäuferin wurde mir nun berichtet, dass sie dio Hinterfedern ebenfalls ersetzen wolle. Da aber keine Woche vergeht, da nicht neuo Fehler zum Vorsehen kommen, stehe ich auf dem Standpunkt, dass dio Verkäuferin den Wagen wieder zurücknehmen muss. da derselbe nicht das hält, als was er allgemein verkauft wurde. Habe ich das Hetiat — nach all den unliebsamen Vorkomamisaeji, "welche für mich viel Aorgor und Verdruss brachten —, der Verkäuferin den Wagen wieder zur Verfügung za stellen, unter Rückforderung meiner Auslagen? Z. A. in H. Antwort: Der Verkäufer haftet dem Käufer sowohl für die zugesicherten Eigenschaften als auch •dafür, dass die Sache nicht körperliche oder recht- •licho Mängel habe, dio ihren Wert oder ihro Tauglichkeit zu dem vorausgßsetzten Gebrauch© aufheben oder erheblich, mindern. Er haftet auch dann, wenn er die Mängel nicht getarnt hat. Der KJiafer sdl, sobaid es nach dem üblichen Geschäftsgänge timlieh ist. die Beschaffenheit der i Sache prüfen,., und falls sich Mängel ergeben,, für dio der Verkäufer Gewähr zu leisten hat. diesem sofort Anzeige machen. Ergeben sich erst fipäter solche Mängel, so muss dio Anzeige sofort nach der Entdeckung erfolgen, widrigenfalls dio Sache als genehmigt gilt. Liegt nun ein Fall der Gewährleistung wegen Mängeln der Sache vor, so äiat der Käi^f/ar dio Wahl mit der WaMelungsklago den Kauf, rückgängig zu machen, oder mit der Mindoriur.gsklago Ersatz des Minder*rertes der Sacho zu, fordorn. Auch -wenn ffie Wanidungsklago angcstc/U.t worden ist, steht ss dem Richter frei, bloss Ersa'„7, des Mind£jwei'tes zuzusprechen, sofern dio U'j'iständo &s nicht rasatfertigen, den Kauf rückgängig zu machen. "Wird der Kauf rückgängig gemr/cht, so muss der Vcrüiuifej ;die Sache nebst dem abwischen bezogenen Äi'tzen 'lern Verkäufer zurückgeben. Der Verkäufer tat den -gezahlten Kaufpreis samt Zinsen zurückzuerstatten, und überdies entsprechend den Vorschriften iihej xlie xoHstäadige ^Entwehrung, die Prozess&osten, dio Verwendungen und den Schaden zu ersetzen, der dem Käufer durch dio Lieferung fehlerhafter Ware unmittelbar verursacht' worden ist. Der Verkäufer ist 'zudem verpflichtet, den weitem Schaden zu eraot7tf>n, sofern er nicht beweist, dass ihm keinerlei Verschulden zur Last 1 - falle. * Anfrage 404. Garagenui/imer. Ich beeitzo eino Auto-Reparatur-Werkstätte in der Nähe. Zürichs. Dio beiden letzten Jahre l'/atoe ich die Gartage-Nummern eingelöst. Da das F/inkommen im Jahre 1927 etwas goiing war, versuchte ich zu Anfang dieses Jahres, dio Betriebsun'^sten so gut wio möglich zu reduzieren, U. a. verzichtete ich bis auf weiteres auf dio G.ftrage-Nunwnern, welche mir auch bei der Rückgabe von der Automobil-Kontrollo anstandslos entgegen genommeßi werden. Im Verhältnis betragen dicBo Kosten, pro Jahr für Garage-Nummern 400 Fr., und für Versicherung 185 Fr., total 585 Fr.,. welche».' Betrag I ür eino kleinere Reparaturwcrkstätto eino sehr ümpfindlicho Au-slaga bedeutet. Nau kommt die Haftpflicht-Versicherung, welche ich ebenfalls auf den 1. Januar 1028 kündigte (10- jährigpr Vertrag}, und behauptet, dass ich als Inhaber einer Au'o-Reparaturworkstäito gezwungen sei, div! Garage - Nummer nunmehr wieder einzulösen. Wollen Siio mir bitte Aufschlus-s geben, wio ich inioli gegeniiiber den Aousserungen der Versicherung zu vorhaken habe. J. K. in M. Antwort; Bezüglich GaTasonummern verhält, es sich so, das 3 Vcrsuchswagen der Automobilfabriken und Gara.gon an Stelle der ordentlichen Schilder solche erhalten, dio mit einem besonderen Zeichen versehen sind. Diase besonderen Schilder mit entsprechender besonderer Fahrbewilligung bähen nur für das Gebiet dt>s ausstellenden Kantons, und aussohliosslidi nur für Versuchsfahrten Geltung. Wenn Sio nun Ihre Auto-Reparaturwerkstätte führen können, ohno, jemals Wagen zu probieren, «o haben Sio allerdings eino Garage-Nummer nicht nötig. Fahren Sia aber dann trotzdem, und passiert Jhnc-n etwas, so sind Sie dann eben nicht versichert, und die Versicherung dos Wagen - Eigentümers wird dio Haftung ablehnen. Es ist daher wohl eino Sparsamkeit am unrichtigen Orte, wenn Sio auf euno Garage-Nummer verzichten. Wir können Ihnen dies jedenfalls nicht empfehlen und zlauben nicht, dass e.s im Interesse Ihres Geschäftes gelegen ist, von der Lösung einer solchen Umgang zsi uohmen. * Perfeetion mecanique elegante de qualif e inegalable