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E_1928_Zeitung_Nr.023

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und Weise, wie es seine

und Weise, wie es seine Mission auf fortschrittlichem Boden erfüllt Wir sind nach Genf gekommen, um Sie zu beglückwünschen für Ihre Tatkraft und Ausdauer, mii •welcher Sie neuerdings den Automobilsalon, diese Tat des Fortschrittes, bewerkstelligt haben. Ihr Unternehmen, Herr Präsident, macht der Schweiz die grösste Ehre, nicht nur dadurch, dass Sie in Ihrer Organisation immer grössere Vervollkommnungen erreicht haben, sondern auch durch die fortwährende Kraftanstrengung, die der erossen Automobilindustrie als ein internationales Manifest zur grössten Ehre gereicht. leb beglückwünsche Sie, Herr Präsident Mar^chand, wie auch alle Ihre Mitarbeiter, für die Hingabe, die Energie und das grosse Können, das Sie angewandt haben, um den wunderbaren Produkten der Automobilfabrikanten ein Asyl zu eeben. Ich beglückwünsche auch die Vertreter aller Firmen, die hergekommen sind, um die Resultate ihrer Anstrengungen auszustellen. Anstrengungen, die jeden Tag dahinzielen. diesem beachtenswerten Transportmittel, dem Automobil, neue Vollkommenheiten aiigedeihen zu lassen. Die durch den Automobilismus hervorgerufene Evolution hat glückliche Folgen gehabt, wenn auch andernteils hervorgehoben werden muss, dass einige dieser Folgen schmerzhaft waren. leb denke da an unsere Eisenbahnen. Immerhin darf man hoffen, dass mit der Zeit nicht immer angenehme Erschütterungen, wie sie grosse Entdeckungen zur Folge haben, sich wieder ausgleichen werden, wie denn auch zu hoffen ist, dasa die Zusammenstösse von Lokomotive und Automobil bei Uebergängen bald verschwinden werden. Wir können Ihnen die Versicherung abeeben, dass sowohl die Bundesversammlung als auch der Bundesrat sich darüber im klaren sind. Idee für den Autömobilsalon von Genf einen neuen Anziehungspunkt bilden wird. Ich erhebe mein Glas zu Ehren des Herrn Präsidenten, der Herren des Organisationskomitees, der Herren Aussteller und toastiere auf Genf, seine Regierung und sein Volk, als auch auf den ganzen Automobilismus. Kaum ist der Applaus verhallt, erhebt sich schon der Regierungsratpräsident des Kantons Genf, Herr Alexander Moriaad. Seine Erscheinung beherrscht die Festgemeinde. Ansprache von Herrn Alexandre Mcriaud, Präsident des Reglerungsrates des Kantons Genf. Die Einweihung des Automobilsalons gibt der Genfer Regierung alljährlich Gelegenheit, öffentlich ihren Dank und ihre Bewunderung denjenigen auszusprechen, die mit grösster Aufopferung und Hingabe an dem Gedeihen und der Bedeutung unseres kleinen Landes arbeiten. Wir freuen uns, diese Komplimente Jahr für Jahr dem permanenten Komitee des Automobilsalons für seine unsichtige Aktivität und seinen initiativen Geist auszusprechen. Wir verdanken den Organisatoren nicht nur die wundervolle Ausstellung, die wir in einigen Augenblicken besuchen werden, sondern auch das Ausstellungsgebäude, das uns heute zu einer Notwendigkeit geworden. Ich konnte daher nicht umhin, meine kurze Rede mit den wärmsten Dankesworten zö beginnen, und möchte die Gelegenheit, die Behörden, die Repräsentanten einer grossen Industrie und diejenigen der mächtigsten touristischen und sportlichen Verbände nicht vorbeigehen lassen, ohne einige Worte über die Probleme zu verlieren, die uns allen am Herzen liegen. Im Verlaufe von 1927 hat das Schweizervolk das welche grosse Rolle das Automobil heute in unserer Volkswirtschaft schon spielt •und in der Zukunft noch mehr spielen wird. Wir kennen die grossen sozialen Rückwirkungen, welche dieses Verkehrsmittel in unserem Lande ausübt. Automobilgesetz verworfen. Wir wissen, dass die Tätigkeit des Automobils eine neue Etappe darstellt zur Verwirklichung der internationalen Verbindungen, und dass wir in dieser Hinsicht uns nicht auf einen engen Nationalismus beschränken und die Bedürfnisse der modernen Zeit ignorieren können. Von diesen Gedanken waren die beiden Räte beherrscht, als sie das Automobilgesetz berieten, das die Gunst des Volkes nicht fand. Diese Gedanken leiten noch heute die Volksvertreter in Bern, in dem Augenblicke, da über den sogenannten Benzinzollviertel legiferiert wird. Diese Leitgedanken sind auch allen Behörden gegenwärtig, die mit der StrassenVerbesserung beauftragt sind. Aber, meine Herren, bedenken Siö, wie- schwer es ist. für al'- diese Probleme eine Formel zu finden, die allen so verschieden gerichteten Interessen genügen dürfte. Mit Herrn Präsident Marchand kann ich Sie versichern, dass Sie mit grossem Vertrauen den Entschlüssen der eidgenössischen Behörden entgegensehen dürfen. Wir befinden uns vor neuen Problemen. Es wäre unvorsichtig, sie nach dem Willen derjenigen Automobilisten zu lösen, die die grosse Strasse verlassen, um mit den Schluchten bekannt zu werden Die Schwierigkeiten, welche die neuen Fortschritte des Automobilsmus mit sieb bringen, erfordern von beiden Seiten Geduld. Die Motore surren, aber die Strasse ist noch nicht bereit Damit sie bereit sein*-fcarin; < müss man den Behörden Zeit geben, den : Neuaufbau der Strasse durchzuführen; wie er durch das Automobil und das Kraftfahrzeug' bedingt wird. Um die Stresse den modernen Forderungen anzupassen, müssen aber den Regierungen Viele unter euch, sicher die Majorität, hat dieses Resultat mit Freude aufgenommen; sie sahen in den Dispositionen dieses Gesetzes eine grosse Gefahr für die Entwicklung des Automobiltourismus und waren davon überzeugt, das es unserem Lande grossen Nachteil bringen würde. Ich bin von der Aufrichtigkeit der Gefühle derjenigen, die diese Kampagne gegen das Bundesgesetz geführt haben, überzeugt, und ich wage — aber ohne irgendeine Kritik ausüben zu wollen — der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass uns auch das zukünftige Gesetz, dessen Notwendigkeit sich von Tag zu Tag bemerkbarer macht, uns keine Enttäuschungen bringen möge und die Lage noch schwieriger, gestalte! Ich weiss, dass Sie alle auf Ihrem Posten sein werden, um die Interessen des Tourismus und Automobilismus zu verfechten. Aber wie oft hat die Zeit die leuchten dstea Flammen erstickt ! Man hat uns schon von der delikaten Frage des Benzinzolles gesprochen: Ohne sagen zu können, welche der verschiedenen Verteilungsformeln verwirklicht wird, ohne selbst zu.hoffen, dass eine Lösung gefunden werden könne, die alle befriedige -^ dieses Resultat wäre zu schön — kann doch bestätigt werden, dass das Ziel aller derjenigen, wel he die Verteilung diskutieren, die Verbesserung unseres gesamten schweizerischen Strassennetzes und iijie Beseitigung - der Weggelder ' in : = gewissen lCän> t o n e n i s t r : - - = --=• -' •.••'••.•-.-*•••••• • ••-•• ••• «...-•!•----=•--- -•• r..,,-.-..-J~< Das Jahr 1927 brachte ausserdem eine Erhöhung der Einfuhrzölle für Automobile: hoffen wir, dass die neuen Zollansätze die Entwicklung des Automo- 'AUTOMOB1L-REVÜC bilismus nicht hindern werden und dass der seit einigen Jahren konstatierte Fortschritt keine Hemmungen erfahre. Meine Herren, wenn auch die Behörden nicht immer mit euch gleicher Meinung sein können, erkennt doch ihre grossen Bestrebungen, das Strassenverkehrswesen zu vereinfachen und das durch den Automobilismus heraufbeschworene Problem nach bestem Können und Wollen zu lösen. Ihre Aufgabe ist nicht leicht sowohl den Fussgängetn w'e den Radfahrern und Automobilisten gleichzeitig gerecht zu werden ! Seien Sie davon überzeugt dass die Behörden die hohe Bedeutung dps AutomoMüsmus in der Gegenwart und noch mehr in der Zukunft richtig einzuschätzen wissen, seien Sie davon überzeugt dass alle Ihre Ansprüche mit dem aufrichtigen Wunsche berücVs'chtigt werden, es allen- Mitbürgern recht zu machen. Ihr Präsident der Initiant des Salons, hat an alle diejenigen ernen Appell erlassen, die vorzu- «oreen. zu wollen und zu handeln wissen. Dieser Appell soll von uns allen gphört werden, von Ihnen, den Dirigenten der Motorfahrzeugindustrie. des T. C.S., des A C S.. der U. M. S. und von uns. den Behörden. Nur durch die einträchtige ZuRammeparbeit aller können die Pläne des Fortschrittes verwirklicht werden, deren Bedürfnis wir alle fühlen. Meine Herren, ich möchte nicht schliessen. ohne dem Präsidenten des Ständerates für seine liebenswürdigen Worte zu danken und ohne dem Vertrpter ds National- und Ständerates für die grosse Ehre zu danken, die sie uns erwiesen haben indem sie gekommen sind, die Freuden von uns Genfern zu teilen! Wir hoffen, dasa Sie alle von Ihrem kurzen Halt in unsern Mauern und vom Salon, den Sie einweihen werden, einen guten Eindruck und schöne Erinnerungen davontragen werden 1 Und nun. meine Herren, lasst uns dip Wunder bestaunen, die Organisatoren wie Aussteller besaramelt haben. Wünschen wir dem fünften internationalen Automobil-Salon den Erfolg, dpn die gewaltigen Anstrengungen des permanenten Komitees und dessen Präsident verdient haben. Ich erhebe mein Glas auf das immer grössere Gedeihen dpr Automobilindustrie, auf den Erfolg des Salons, auf das Wohlersehen des permanenten Komitees, und ich personifiziere meine Wünsche, indem ich auf die gute Gesundheit unseres Freundes- Robert Marchand trinke I Die Gläser klingen, ein Bravo füllt den wel-" ten Saal. Die Herren vom Komitee lächeln gerührt und stolz zugleich. In angemessener Eile wird die festliche Tafel verlassen, denn, wie bei allen offiziellen Anlässen, fordert auch hier das Programm unerbittlich sein Recht. Ueber 30 Wagen führen die Ehrengäste durch das festlich geschmückte Genf nach dem Ausstellungsgebäude hinaus: Quai des Bergues, Pont de Lille, Plaee Beiair, Corraterie, Place Neuve, Rue du Conseil-Gdneral, Rond Point de Plainpalais, Rue Henri Dunand. Die Automobile fahren vor, aus luftiger Höhe von farbigen Wimpeln begrüsst. Die Wagenschläge knallen, eine dunkle Gasse bildet sich. Der feierliche Moment ist gekommen: Herr Nationalratspräsident Minger durch- .schneidet .mit: blitzender;Schere das::Band;än der-•• Eingangspforte; --••••*•--^-- J - Der Salon 1928 ist eröffnet! Die Zylinder begeben sich bei den Klängen des Salon-Orchesters „a>uf ihren klassischen Rundgang, besichtigen die Stände, wechseln da und dort ein Wort; bekunden ihr Interesse, geben ihrer Begeisterung unverholenen Ausdruck, und landen schliesslich in der niederen Taverne, wo man vorzügliche Erfrischungen erhält. Heute abend werden die Züge die Behörden wieder aus der Völkerbundsstadt entführen, nicht mehr alle nach Bern, denn die Session ist zu Ende. Um 4 Uhr wird es lauter und lauter in den weiten Hallen — das Publikum hat von « seinem » Salon Besitz genommen. Die unvergesslichen Bilder des letzten Jahres erstehen wieder vor unseren Augen: Bewundernde Gruppen, fröhliche Neckereien zwischen Käufer • und Verkäufer, schlendernde Vertreter beiderlei Geschlechts. Denn jetzt Ist der Salon der Treffpunkt von ganz Genf! V. Samstag, 17. März. 9 Uhr- Oeffnung. Ab 15 Uhr Ankunft der Teilnehmer an der von der Sektion Genf des S. A C. organisierten Auto- Sternfahrt 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert 19 Uhr 30: Diner in der Taverne. Versammlung der Teilnehmer an der Sternfahrt und am Fliegenden Kilometer. 23 Uhr: Schluss. Sonntag, 18. März. 9 Uhr- Oeffnung. 9 Uhr- Eaux-Mortes, Fliegender Kilometer, von Sektion Genf der S. A. C. organisiert. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert 19 Uhr 30: Soiree. Diner in der Taverne. Verkündigung der Ergebnisse des Fliegenden Kilometers und der Sternfahrt. 20 Uhr 30 bis 22 Uhr 30: Konzert. 23 Uhr: Schluss. Montag, 19. März. 9 Uhr- Oeffnung. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr SO: Konzert. 19 Uhr: Schluss. Dienstag, 20. März. 9 Uhr- Oeffnung. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr: Schluss. Mittwoch. 21. März. 9 Uhr- Oeffnung. 15 Uhr 30 bis 17 Ohr SO: Konzert. 19 Uhr: Schluss. Donnerstag, 22. März. 9 Uhr: Oeffnung, Volkstag. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr 30: Diner in der Taverne. Volkstümlich« Soiree. 20 Uhr 30 bis 22 Uhr SO: Konzert Freitag, 23. März. 9 Uhr: Oeffnung. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert 19 Uhr: Schluss. 9 15 19 20 23 Samstag, 24. März. Uhr: Oeffnung. Uhr 30 bis 17 Uhr SO: Konzert. Uhr 30: Diner in der Taverne. Uhr 30 bis 22 Uhr 30: Konzert Uhr: Schluss. 1928 — N B . Prograinin: Sonntag, 25. März, 9 Uhr,- Oeffnung. 15 .U^r:,3p:Ws':i7,.Chr SO: Konzert 19;U)ir 30; Diner In der.Taverne- 22 Uhr-.Salonscbluss. Eintritt: Fr. 150, , Armensteuer inbegriffen. Dauerkarte'Fr.' 15.—, im Vorverkäufe bei Verkehr», verein, Genf, Plare des Bergues, 3, und bei R. Marchand & Cie., Place du Lac'l. n Das AusstelEungsgeSiaufie. auch die Mittel gegeben werden, damit die grossen und kostspieligen Arbeiten durchgeführt werden können. Die Fortschritte der Automobilindustrie sind zum grossen Teil mit dem Schicksal der Strassen verknüpft. wenn einenteils verlangt wird, dass der Fiskus der Entwicklung des Automobilismus Rechnung trage, so verlangt die Billigkeit andernteils, dass die Interessenten mit den verantwortlichen Behörden in bestem Einvernehmen stehen. Sie werden mir, meine Herren, erlauben, in dem Augenblick, da ich die Ehre habe, mich als grosser Freund der Landwirtschaft an die Prinzen der Automobilindustrie zu wenden, den Wunsch auszusprechen, dass in nächster Zeit ein neuer Pavillon dem Salon angereiht werde, in welchem- diejenigen landwirtschaftlichen Maschinen zu finden sein werden, welche durch den gleichen Motor belebt werden wie die Limousine. Ich glaube an die Zukunft der landwirtschaftlichen Maschinen, welche, durch die Benzinmotore betrieben, den Bedingungen der landwirtschaftlichen Arbeit eine andere Richtung geben werden. Ohne Zweifel liegt auf diesem Gebiete sowohl für die Industrie, als auch für die Erfinder, noch ein weites Tätigkeitsfeld. Ich bin Das Erdgeschoss

REVUE AUTOMOBILE Automobil-Salon 1928. Galerie £5CAU£R PRINCIPAL M8S&. Optimismus um den Grossen Preis von Deutschland. Wenn auch die Sportsbegeisterung der Fabriken erlahmt ist, was in den sensationellen iForfaits der letzten Tage boi den grössten internationalen Grand Prix in grellem Lichte zum Ausdruck kam und man bereits mit lauter Stimmo von einer kommenden Krisenzeit für den Automobilsport sprach, so ist im Gegensatz hiezu das Interesse der Privatfahrer für Touren- und Sportwajjen-Veransta.'tungen grösser denn je. Man wird deshalb nicht' von einem Abflauen' des Rennspoftes • an sich reden müssen, sondern von einer immer deutlich spürbaren Umwälzung auf dem .Gebiete des Automobilsportes. Dies hat in eklatanter Weise das Echo Der Wanderbecher der Genfer Sternfahrt bestätigt, \das die Organisation eines grossen deutschen Preises für Sportwagen an Stelle des infolge ungenügender Beteiligung a-bgesagten Rennwagenpreises geweckt hat. Für den auf dem Nurburger-Rihg zum Austrag gelangenden grossen Preises von Deutschland' für Sportwagen ist mit einer Beteiligung von fast eämtiieben bekannten deutschen Fahrern zu rechnen. Oesterreich entsendet, .sehr wahrscheinlich eine. Steyr-Mannschaft. Aus Prag werden Frau Junek und Urban Emmerich erwartet. Auch Frankreich dürfte gut vertreten sein. . Dem Tagessieger winken 18.000 Mark und der. P«r sicherste Wagen hat das Recht, der schnellstezusein. 1928 die üornehmste Schöpfung einer Automobilindustrie, die seit ziuei Jahrzehnten nur die besten Kreise zu ihrer Kundschaft zählt. Goldpokal des Organisators, dem Automobil-Club von Deutschland. Auch die übrigen hohen Geldpreiso werden manchen Mann mobil machen. Weltrekord-Fieber. Unsere erste Meldung, wonach Segrave sich zu einem neuen Versuch rüstet, um wieder in den Besitz des ihm von Campbel! entrissenen Weltrekordes zu versetzen, bestätigt sich. Dank der von einem englischen Grosskapitalisten zu diesem Zwecke unbeschränkt zur Verfügung- gestellten Mittel, konnte der frühere Weltrekord-Inhaber die Konstruktion eines Ueberrenn^ Di* Namtn seiner Besitzer beweisen seinen. Weltruf. wagens in Angriff nehmen, mit dem er die 400 Kilometermarke zu erreichen hofft. Es handelt sich um einen 1300-PS-Rolls-Royce-Motor, bei dem sich die beiden Antriebräder vorne und die beiden Lenkräder hinten befinden. Wie der « B'ue Bird » Campbeils, wird Segrave's neues Ungetüm mit einem Flugzeugschwanz ausgerüstet. v. Paris—Nizza. Bei sehr schönem, aber kaltem Wetter fand m der Morgenfrühe des 12. März der Start, der 34 Konkurrenten für das grosse französische Tourenwagen-Kriterium statt. Bis auf einen einzigen Fahrer (Brisson, auf Lorraine) hatten sich alle Eingeschriebenen dem Starter gestellt. Das besondere Interesse der zahlreichen Zuschauer fanden die beiden prachtvollen Saurerwagen die, wie wir schon berichteten, als Favoriten in der Kategorie Autocars auf die viertägige Reise gehen. A's Führer des einen Wagens, der sich unter dem Beinamen « Virginie » präsentiert, zeichne! der schon letztes Jahr siegreiche Fahrer Lamberj»;k, während der zweite Wagen « Popaul» von Gaudermen gesteuert wird. Diesen beiden Saurer-* wagen, auf deren Beteiligung die Schweiz stall sein kann, sind in einem Bernard und einem Renault-Autocar zwei gefährliche Konkurrenten erwachsen. Die erste Etappe verlief programmässig. Bei der Einfahrt in Ne-' vers holte sich Mme Dupouchez, auf Amilcar, durch eine sechszehnminutige Verspätung ebenso viele Strafpunkte. In Vichy, dem Ziel des ersten Tages, fanden sich al'e Konkurrenten ein. Glück hatte Landais, auf Donnet, der eine Minute vor Tor- «chliws hpreinschVüpfte, da er kostbare Zeit mit der Orientierung verloren hatte. Die Etappe Nevers-Vichy wurde von allen Teilnehmern strafpunktfrei erledigt. Die zweite Etappe führte von Vichy über Roa:nne-St. Foy bis Lyon (169 km). AUTOMOBIL-^, mtWIQTSCHAFT Das amerikanische Automobil-Abzahlungsgeschäft. Bekanntlich hat das Abzahlungsgeschäft in Amerika einen derartigen Umfang angenommen, dass es in vielen Wirtschaftszweigen die Transaktionen mit Barzahlung auf ein Minimum reduziert hat. Die Finanzstatistik schätzt die gesamten Finanziorungsgeschäfte der Vereinigten Staaten pro 1926 auf rund 4 Milliarden Dollar. Davon wurden nicht weniger als 314 Milliarden Dollar für den Abschluss von Teilzahlungsgeschäften investiert. Hiervor entfielen etwa 215 Millionen auf Wechsel für Haushaltungsgegenständo, 85 Millionen auf Maschinenabzahlungswechsel und 3,2 Milliarden Dollar auf das Wechselgeschäft im Automobilhandel auf Teilzahlung. Dieso für unsere Verhältnisse geradezu eigautischen Zahlen liefern zu einem grossen Teil dio Erklärung für die gewaltige Popularisierung des Automobils in Amerika, die wiederum ein wertvoller Stimulus für die einschlägige Industrio bedeutete. Z. gestiftet von der Sektion, Genf des A. C.S:. wurde 1925 von der Sektion Martigny, 1926 von der Sektion Luzern, 1927 von der Sektion-Waadt •gewonnen. Seite 5: Artikel über die «Benzinzolldebatte im Nationalrat»