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E_1928_Zeitung_Nr.021

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22 ÄUTOMOBIU-REVUE iW

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Nach der Statistik der Automobil-Revue (Nr. 5 vom 17. Januar 1928) zählte man in der Schweiz bis Mitte Dezember 1927 nicht weniger als 45,584 Personen- und 9463 Lastwagen. Das Umtauschgeschäft des Jahres 1928 wird nach bisherigen Erfahrungen mindestens 6000 Fahrer vor der Wahl eines andtrn Wagens sehen. Ebenso viele Personen werden als Erstkäufer irgendeiner. Marke auftreten. Bereits Jeder dieser 12,000 Käufer will mit Recht wissen, was er kauft. Zuverlässige Orientierung unter den technischen Grundlagen der einzelnen Fabrikmarken verschafft ihnen In Restaurants; Aootheken undHandlungen erhältlich. Ergrautes Haar erhält seine trtthere Farbe wieder darob Birken -Brittan tine J. Baer's Erben, Römerschioss-ApoMevZOrict! 7 Telephon H. 6010 Asylstrasse 70 rtndrees Allgemeinem Handatlas L?O-BUCH HANDLUNG St. Gallen die grosse sonder-nummen dar „ilsirierten Automobil-Revue" die noch im Laufe dieser Woche deren Abonnenten zugestellt wird. Sichern Sie sich diese dauernden Wert tragende Publikation durch ein Abonnement auf unsere Zeitschrift für Automobil-Technik/ -Sport, -Touristik, -Humor. Abonnementspreis für Bezüger der Wochenausgabe nur Fr. 6.— im Jahr (Sondernummer inbegriffen). illustrierte Automobil-Revue, Bern » £ LJ Fjorde Norwegens, jedes Jahr von Taueenden von fremden Touristen besucht. Es ejnpfiehlt sich, den Rückweg -über die Filcfjeld-Berge zu nehmen. -Einige erstklassige Hotels. Im Norden erblickt man die höchsten norwegischen Berge,- bis zu ungefähr 8000 m Höhe. Durch das freundliche Valdrestal nach, der Stadt Gjovik. Von hier,, längs (lein Mjosen, Norwegens' grösstem See, auf -ausgezeichneter Strässe mit prächtigen Ausblicken wieder zurück nach Oslo. v "' ' "' •. .-- IV -- ,._. '• Oslo-^Liliehammer—Gudbrandsftäl b. Grotli-Merok und Loch—Olden in Nordfjord, 465 km. Lillehammer in der nördlichsten Bucht dos Mjosenseesi "Bekannt durch-sein gesundes Klima und die grosse Zahl hübscher norwegischer Wohnhäuser. In Gudbrandsdal, (Gudbrahds valloy) viele gute Hotels. Die • Strasse mit hübschen Ausblicken verläuft längs dem breiten, rasch fliessenden Fluss Laagen. Der letzte Teil dieser Tour von Otta nach Grotli geht durch die wahrscheinlich wildeste Gegend, die niari. in Norwegen, mit dem Automobil überhaupt durchfährt. Die Strasse zieht .sich in vielen Windungen von den Beigen direkt nach der Talsohle des Fjord hinunter. Die''Anlage dieser Strasso kann mit den besten der Welt -verglichen werden.' V. Lillehammer^-Dombaas—Roinsdalen, i!12 .kin. Der, erste Teil der Tour ist gleich wie bei der obenerwähnten Route nach Otta. Hier beginnt das gebirgige Gebiet. Man gelangt über das bergige Dovro nach Dombaas mit erstklassigen Hotels. Weiter abwärts durch das schöne Romsdal mit eigenen Bergformen nach dem reizenden Romsdalsfjord. Mit dem Boot nach Molde, der < Rosenstadt» VI. Trondhjem—Kvikne—Osterdalen—Oslo, zirka 530 km. Diese Routo i^eigt landschaftlich ganz andere Szenerien als die oben beschriebenen. Die Tour führt durch Kvikne, wo der bekannte'Dichter Björnson geboren ist.' Die Strasse läuft von hier dem hübschen Orklafluss entlang. In Tynset geniesst mau weite Aussicht. Die Berge sind nicht sehr hoch und die Bergspitzen nicht charakteristisch, es sind mehr hohe Hügel, bedeckt von ausgedehnten Tannenwaldungen. Von hier führen mehrere 1 Strassen nach Schweden. Grosser Nutzholzdistrikt. Von. Elverum führen zwei Strassen nach Oslo, entweder über Hamar längs dem Ostufer des Mjosen durch freundliche Gegenden oder durch die ausgedehnten Waldungen nach Kongsvinger längs dein, grössten Fluss in Norwegen und von hier weiter nach Oslo. T. A. 64. I. Paris—San Sebastian. Kennen Sia die Europa Touring-Karte? Wenn nicht, dann rate ich Ihnen, eine anzuschaffen (wir vermitteln gerne eine1 Red.), denn, dort sieht man auf einen Blick, dass es eigentlich nur eine besonders empfehlenswerte Strasse gibt, die von Paris nach San Sebastian führt. Die einzuschlagende Route, die noch den Vorteil hat, einige der sehenswürdigsten Städte Frankreichs zu berühren, verläuft folgendermassen: Paris, Sceaux, Ablis, Ghartres, Bonneyal, Chäteaudun, Vendöme, Tours, Montbazon, St Maure, Chätellerault, Polders, Vivonne, Ruffec Angouleme, Barbezieux, Moiitlieu, St. Andre, Bordeaux, Labouheyre, Laharie, Dax, ,-Bayonne, St. Jean de Luce, San Sebastian. Es dürfte sich auch empfehlen, an Stelle der Strecke Paris, Ablis, Chartres den etwas weiteren Weg über Versailles, St. Cyr, Rambouillet, Maintenon nach Chartres zu wählen; die Strassen sind ausgezeichnet, und auch landschaftlich und besonders in architektonischer Hinsicht bietet sich dem Reisenden manch Schönes. F W. in R. T. A. 64. II. Paris—San Sebastian. Der nächste Weg von Paris nach San Sebastian ist die 776 km betragende Route über Tours, Poitiers, Angouleme, Bordeaux, Bayonne, Behoblia, Irun. 1928 war es auch die beste Route. In wieviel Etappen man den Weg zurücklegt, kommt lediglich auf den Fahrer, resp. den Wagen an. Man kann den Weg in 2 Etappen zurücklegen mit Uebernachten in Poitiers, 32i km (Hotel du Palais) oder Angouleme, 433 km. Bequemer sind natürlich 3 Etappen, dann käme als 2. Nachtstation Bordeaux, von Paris 549 km, in Frage. Die spanische Grenze überschreitet man am besten in Behoblia. Die Zollabfertigung beiderseits der Bidasoa verläuft reibungslos. Man vergesse nicht, die Nummern der neuen Pneumatiks zu notieren, da diese ev. beim spanischen Zoll festgestellt werden. . Das erste Hotel in San Sebastian ist unzweifelhaft das Maria Cristinas; es ist aber sehr teuer und liegt in der Stadt, während das Continental auch TStklassig, an der wunderbaren Concha, dem Badestrand, liegt. Recht gutisind auch Ezcurra, Victoria Palace und Londres, dieses auch an der Concha; die drei letzteren schon mehr spanisch als international gehalten. Typisch spanische Küche finden Sie in der Bar Rodil in der Altstadt. Die Temporada (Saison) dauert merkwürdigerweise nur 3 Monate, von Juli bis Oktober, sonst ist San Sebastian ziemlich tot. Der schönste Ausflug in der schönen Umgebung ist der, an der Cornisa Vasca entlang nach Lequeitio. A. B. in Ba. Touring-Fragen. T. F. 65., Jugoslawien. Welcher freundliche Leser kann mir Auskunft geben über die vorteilhafteste Reiseroute von Lugano nach Zagreb? Ich beabsichtige ca. Ende Mai, Anfang Juni mit meinem Wagen nach Zagreb zu fahren, wenn möglich über Mailand, Verona, Venedig, Triest, Laibach (ev. auch eine andere Route) und Rückweg über Graz, Innsbruck, Arlberg. Für eventuelle nähere Bezeichnung der günstigsten Route unter Angabe der Strassenverhältnisse etc. wäre ich sehr dankbar. Kann man in S Tagen Fahrt (in gemütlichem Tempo) nach Zagreb gelangen? P. J in M. T. F. 66. Bern—Berlin. Welches ist die kürzeste, in bezug auf Strässenunterhalt beste Route von Bern nach Berlin. Es kommt weniger auf Angabe landschaftlich schöner Strecken an, als darauf, diejenigen Strassen zu nennen, auf denen man möglichst rasch von Bern nach Berlin gelangt. R. G. in W T. F. 67. Zürich—München—Venedig. Ich muss im April von Zürich aus in geschäftlicher Angelegenheit nach München. Anschließend gedenke ich eine Ferientour zu unternehmen, die mich nach Venedig führen soll. Was für Routen sind von München nach Venedig empfehlenswert, und welche Strecke käme eventuell für die Rückreise nach Zürich in Betracht? R. V in Z. T. F. 68. Genf—Trouville. Unter Umgehung von Paris möchte ich im Mai von Genf nach Trouville fahren. Welche' Route käme in Betracht? Gerne würde ich einen Besuch von Chartrcs damit verbinden. Interessant wäre, für Hin- und Rückreise verschiedene Routen befahren zu können, da es ja in Frankreich des Sehenswerten sehr viel gibt. Sollte es möglich sein, auf verschiedenen Wegen ein ziemliches Stück des touristisch bekannteren .Frankreich kennen lernen zu können, so wäre ich dankbar für Angabo der Routen. Die Zeitfrage spielt kßino Rolle; es stehen mir mindestens 3 Wochen für die Fahrt zur Verfügung. J if. in E. T. F. 69. Sardinien. An allen, möglichen Orten habe ich mich schon nach den autotouristisuhon Verhältnissen in Sardinien erkundigt, aber .niemand hat mir eine richtige Auskunft geben können. Lexikon und Baedeckcr geben auf die den Automobil]stun besonders interessierenden Fragen auch keine Antwort. Da in Ihrem Sprechsaal schon über-die entlegensten Gebieto erschöpfende Auskunft gegeben wurde, hoffe ich, auch auf diesem Wege über Sardinien einige Mitteilungen erhalten zu können. Ist die Insel von Norden nach Süden und von Osten nach "Westen befahrbar, und gilit es- eine Küstenstrasse wie z. B. in Korsika? Stellen die Strassen nicht cv zu grosse Anforderungen an einen Wagen ? Wie steht es mit Unterkunft lind Verpflegung? Welche Jahreszeit eignet sich am besten f'ir Reisen in Sardinien? R. L. in V T. F. 70. Pyrenäenpässe. Besteht nicht auch die Möglichkeit, von Pau, Tarbes, Pamiers oder Carcassonne in direkt südlicher Richtung quer durch die Pyrenäen nach Spanien zu gelangen? Meistens weicht man des Gebirges wegen aus, indem man im Westen über Biarritz, St. Jean. de Luce, im Osten über Perpignan, Figueras nach Spanien fährt. So gut man aber auch die Alpen nicht uingeht, sondern auf prächtigen AliJeustrassen mitten durch die wildesten Gebirgsgegenden kommt, sollte man auch die Pyrenäen auf solchen Bergstrassen durchqueren können. Kann mir jemand solche Pyrenäenpässo nennen, die sich lohnen, mit dem Automobil zu befahren? Wann ist die KÜn.stiestc Zeit für solche Pyrenäento.uren? II. P in T. Eine autotouristische Neuerung Def Bayerische Automobil-Club, der in den letzten -drei Jahren auf eine äusserst rege Tätigkeit und sehr befriedigende Entwicklung zurückschallen kann, will sich dieses Jahr vornehmlich der Autotouristik widmen. Neben dem Ausbau seines Touristikbureaus ist er vor allem auch bestrebt, den Informationsdienst desselben nach aussen möglichst zu erweitern und denselben einem möglichst grossen Kreis von Automobilisten dienstbar zu machen. Der Bayerische Automobil-Club beabsichtigt, zu diesem Zwecke, vor den Toren Münchens, d. h. dort, wo die Hauptverkehrsstrassen einmünden, an günstig gelegenen und gut placierten Plätzen. Verkehrs-Kioske aufzustellen, in welchem ein Angestellter des Clubs den an- und ausfahrenden Automobilisten alle wissenswerten Auskünfte über Autotouristik geben kann. Diese Auskünfte werden in verschiedenen Sprachen gegeben und sind in diesen Kiosken,) die den Automobilisten durch ihren weithin auffallenden- Anstrich kenntlich gemacht werden sollen,, auch Karten, Hotels- und Garagensprospekte, Programme von Veranstaltungen und Anlässen, Tourenzusammenstellungen und Beschreibungen etc. erhältlich. Ist der betreffende Angestellte zufällig über irgend eine Auskunft nicht unterrichtet, so kann er die fehlenden Angaben telephonisch beim Generalsekretariat des Bayerischen Automobil-Club verlangen. Die Beamten sind verpflichtet, den Automobilisten mit jeder Auskunft zu dienen. Und zwar erfolgt diese Auskunftserteilung an jeden Motorradfahrer und Automobilisten, gleichgültig, welchem Club er angehört. Mit diesem Kiosk ist auch die Installation einer Tankstelle vorgesehen. Diese neuartige Auskunftsorganisation ist erstmals nur für die Hauptreisesaison, vom 1. Mai bis 1. Oktober, geplant und der Bayerische Automobil-Club verspricht sich viel von diesem neuen Dienst, den er den. Autotouristen leisten will. Selbstverständlich ist derselbe mit erheblichen Kosten verbunden, er hofft jedoch, dass die Münchner Behörden, die allen touristischen Bestrebungen sehr wohlgesinnt sind, durch einen Beitrag die Sache ermöglichen helfen. Des weitem beabsichtigt der Bayerische Automobil-Club einen Art Hilfsdienst (Weisser Stern!) zu schaffen, indem die-Mitglieder des Clubs aufgefordert wurden, einer Hilfsorganisation beizutreten, einer Strassenhilfe, die auf. der Grundlage' freiwilligdr Hilfeleistung aufgebaut ist. Die Hilfeleistung umschliesst: Sofortiges Eingreifen bei Unglücksfällen, erste Hilfeleistung, Benachrichtigung von Arzt und Sanitätsmannschaft, Polizei, Behörden.etc s Transport Verwundeter, erste Hilfeleistung, wenn ein Automobilist dies durch ein Zeichen zu erkennen gibt oder äusesre Umstände darauf hinweisen etc. Voti Ausnahmefällen abgesehen (Unfälle), ist also keine direkte Hilfeleistung (Abschleppen maroder Fahrzeuge) etc.) vorgesehen, sondern nur die Verbindungsaufnahme mit den in Betracht fallenden Stellen (Reparaturwerkstätten, Garagen etc.). Der Bayerische Autbmobil-Club' ist der Ansicht, dass im Gegensatz zu andern Staaten (Grossbritannien) im stark und engbevölkerten Deutschland kein Bedürfnis vorliege, eine direkte Hilfsinstitution zu schaffen, wie solche z. B. von der englischen Automobile Association so vorzüglich ausgebaut ist und wie sie z. B. in Deutschland die neue AHA : Gesellschaft in Gotha plant. Deutschland sei so stark bevölkert, dass Hilfe stets auf eine kurze Distanz von einigen Kilometern ; gcfunden und gebracht werden kann. Zudem befindet sich heute meist in allen Ortschaften ein Automechaniker und eine Tankstelle, so dass Hilfe bald am Platze ist s.

NO 21 - 19?8 AUTQMOBIL-REVUE Automobilhaff pfflicht-Versicherungen Auto*KaskO'Versicherungen Schweiz. Unf all-unttflaf Ipflichi- VersfcherungsanslaU in Züridv Gegründet auf Gegenseitigkeit im Jahre 1894 Einzel- Unf aü-Versicherungen Zum Abschinss von Verträgen empfehlen sieh] . DIE DIREKTION IN ZÜRICH, BLEICHERWEG 19 and ihre Vertreter ITIodeine Hochslaplermnen Aufstieg und Niedergang' der Hochstaplerinnen sind psychologisch und menschlich gleich interessant. - Ueber einige für unsere Zeit typische Beispiele vermochte ein Wiener Blatt die folgende Darstellung in geben: Während der männliche Teil des internationalen Verbrechertums-mehr mit.gewaltsamen Mitteln arbeitet — Brecheisen, Sauerstoffgebläse,- Revolver 4isw. — betätigt sich, das schwächere Geschlecht, seiner zarten Veranlagung entsprechend, mehr auf dem Gebiete der Diebstähle und Hochstapeleien, wobei in den meisten Fällen - ein hüHsches Gesicht als wertvolles Hilfsmittel"'dient In den Archiven der Londoner Poli^eizentrale*, des weltbekannten,Scotländ Yard, ist der romantische Lebenslauf zahlreicher Hochstaplerinneu ^verewigt. In „dieser Galerie nimmt die erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassene Fanni Jess einen Ehrenplatz ein. Sie begann ihre abenteuerliche Laufbahn als Kammerzofe in einem vornehmen Hause, musste aber die Stelle aus gewissen Gründen ohne Zeugnis verlassen und konnte infolgedessen keine neue Anstellung erhoffen. Der Aufenthalt in vornehmen Kreisen hatte ihr, wie vielen ihrer Gefährtinnen, den Geschmack am eleganten" Leben beigebracht, und sie beschloss daher, aus ihrer anziehenden Erscheinung möglichst viel t Kapital herauszuschlagen, harte Arbeit dagegen anderen zu überlassen. = , .. ;.* Ein Kriegsplan war rasch entworfen: Die Kammerzofe a. D. fuhr an einem kleinen Hotel in einer Londoner-Vorstadt vor-und verlangte gleich nach ihrer Ankunft den Wirt zu sprechen. Sie stellte sich als Lady Gilmore von Schloss Gilmore vor und, erzählte ihre gut eingelernte Geschichte. Sie habe während des Krieges den grössten Teil-, ihres Vermögens durch Spekulation verloren ,und bedürfe jetzt eines kleinen Darlehens, s etwa 10 Pfund, um nach ihrem Gut nach Irland reisen zu können. Der Hotelwirt, der. sich auf seine Menschenkenntnis viel einbildete, hätte schwören können, dass die junge entzückende Person unmöglich darauf ausgehen konnte, ihn zu betrügen. Er zahlte also die io Pfund Sterling bereitwillig aus und lieh ihr ausserdem noch einige gut.-erhaltene Reisekoffer, die von weniger' vornehmen Gästen zurückgelassen w-orden waren. Lady Gilmore alias Fanni Jess fuhr in der Tat nach Irland, und zwar nach,Dublin, wo sie einige Stunden nach ihrer Ankunft sich das Vergnügen machte, in .der Rolle einer Frau Doktor das grösste Krankenhaus der Stadt zu inspizieren. Da .sie früher .eine Zeitlang als Krankenschwester tätig gewesen .var, kannte sie den Betrieb zur Genüge und wusste ihre Rolle so gut zu spielen, dass sie^ sogar den Oberarzt gänzlich um 4en Finger; wickelte. Dieser Herr führte sie in die Gesellschaft : von Dublin ein, in der.sie- bald als erster Stern glänzte. Man wetteiferte förmlich um- die Gunst der angeblichen Aerztin, die Zeitungen schrieben über sie und mau war beglückt, wenn sie eine Einladung zu Diners und Gesellschaften annahm. Fanni Jess wusste aber, dass nur eine vornehme Ehe ihr ihre Stellung unter den oberen Zehntausend von Dublin auf die Dauer sichern konnte. Sie liess im Geiste ihre Verehrer Revue passieren und ihre Wahl fiel schliesslich nach einigem Zögern , auf einen General. Im November des vorhergehenden Jahres hatte Fanni noch ganz mittellos in einer Londoner Teestube bescheidenster Art gegessen und im darauffolgenden März war sie bereits mit einem General verheiratet. Sie gehörte nun einer vornehmen Fattrilie an, hatte ein schönes Heim und Dienerschaft und hätte sich sehr wohl auf ihren Lorbeeren ausruhen und als geachtete Generalsgattin : ihr Leben beschliessen können. Wie es aber so oft geschieht — die glänzenden Erfolge Waren Fanni in den. Kopf gestiegen. Sie gab sich auch weiterhin als Frau Doktor aus und fasste wenige Monate nach ihrer Verheiratung den wahnwitzigen Entschluss, die ärztliche Praxis auszuüben. Einige verrückte Rezepte ;der falschen Aerztin brachten die AerzteveYeinigung in Harnisch und die Sache endete mit einer ziemlich hohen Geldstrafe. Diese wäre für die Frau General noch zu verschmerzen gewesen. Leider kam aber ,bei diesem Anlass ihr Bild in die Zeitung. Ein ehemaliger Soldat erkannte in dem Konterfei seine frühere Lebensgefährtin und begab sich nun nach Dublin, wo er den General aufsuchte und diesem reinen Wein einschenkte. Der hinter das" Licht geführte hohe Herr war natürlich wütend, liess sich die Ungültigkeit seiner Ehe bescheinigen und stellte dem Soldaten seine teufe Ehehälfte wieder zur Verfügung. Dieser musste aber leider noch mehrere,, Monate auf die .Wiedervereinigung mit seiner Fanni.warten, da Bigamie und Betrug in England mit" Gefängnis bestraft werden. • - ..-- ~., • Ein würdiges Gegenstück zu dein. Roman der «Frau Doktor» bildet der Fall des Dienstmädchens Lucy Fairs, der ebenfalls in" den Archlveri.des Scötländ Yard für die Nachwelt aufbewahrt wird. Die hübsche Lucy* hantierte in.einem Pensionat im bekannten südenglischen Seebade Bournemouth mit Staubtuch und Besen. Eines Tages fiel ihr* zufällig ein Brief, der an eine kürzlich abgereiste Besucherin, ein Fräulein 'Marsh, gerichtet war, in die Hände. Das neugierige Stubenmädchen öffnete das Schreiben, das von einem Rechtsanwalt in London abgesandt war und der beneidenswerten Adressatin mitteilte, dass ihr verstorbener Onkel ihr 10,000 Pfund Sterling lilnterlassenMtte.' ' " ' * "' " Lucy- schlug die. Hände über dem Ko"pf zusammen. Zehntausend Pfund Sterling waren ja ein.riesiges Vermögen! Dje ganze Nacht' hindurch las sie den Brief immer wieder und' '.allmählich reifte der Plan in ihr, aus dem merkwürdigen Zufall Nutzen zu.ziehen. Sie liess sich am nächsten Tag JUrfaub geben und: führhach London, wo sie die Rechtsättwaltsfärma aufsuchte. Die hübsche Abenteurerin erzählte schlicht Und fliessend ihre Geschieh- 5 te; Sie hätte leider keine anderen. Papiere bei sich als den Brief, der Rechtsanwalt möchte sich aber so bald wie möglich mit dem Vertreter des Erbonkels in Verbindung setzen, damit die Erbschaft bald ausbezahlt werden könne. Der Anwalt war natürlich die Liebenswürdigkeit selbst und'erklärte,,dass es ihm •fein Vergnügen, sein würde, Wenn er der Erbin in'jeder,Weise zu 1 Diensten stehen könne. Als die Besucherin dann andeutete, dass sie wenigstens einen Teil der Summe sofort sehr gut brauchen koiinte, erklärte ' sich der Rechtsanwalt unverzüglich bereif, ihr, einen Vorschuss von 200 Pfund Sterling auszubezahlen. Er schrieb also eine Quittung aus und überreichte die Feder der angeblichen Miss Marsh. Diese hatte abe'r^für einen Augenblick ihre Geistesgegenwart '• verloren und schrieb gedankenlos ihren richtigen^Nainen hin «LtiGy :Fairs».i. Nun war das süssliche Lächeln : des Advokaten auf seine»-Lippen gestorben,, er fluchte über seine Leichtgläubigkeit und Weit die schöne Lucy fest, bis ein Schutzmann zur Stelle war: So endete das erste Abenteuer. " Die Sehnsucht nach Reichtum und Aufstieg war aber bei der kleinen Lucy trotz des ersten Fehlschlages erwacht. Nachdem sie einige Monate Gefängnis abgesessen hatte, kehrte sie nach. Bouremouth ;zurück ; :: und mächte dort eines* Abends bei einem Tarizkränzchen eine neue Bekanntschaft. Dem Verehrer verriet Lucy nicht, dass sie dem dienenden-Stand angehörte, sie nannte sich vielmehr Lucy Montague und »Hess durchscheinen, dass die bekannte vornehme Dame gleichen Namens ihre Tante sei. Der junge Marin, der sich- Basii Lowter nannte, nahm diese Mitteilung mit grossem Interesse' auf, denn auch er hatte von den Launen und Reichtümern der «alten Montague* viel gehört, Lucyierzählte', dass die Tante sehr streng sei und keine Besuche dulde, sie dürfe auch nicht wissen, dass ihre Nichte nachts Tanzlokale besuche. ." ., Man traf sich dann fast täglich, und als der junge Basil schließlich um die Hand des Fräuleins «Mojitagüe» anhielt, stellte sie die Bedingung, dass die Tante vorläufig nichts erfahren dürfte, nach vollzogener Trauung würde-sie schon «ja» sagen müssen. Nun erzählte der Verehrer, dass seih Vater ein reicher Kaufmann in Edinburg sei, er selbst habe eine hohe Stellung im Aussenministerium inne. In Schottland könne man .heimliche Trauungen leicht scliliessen, er würde vorausfahren und sie könnte in einigen Tagen ua-ch' Edinburg folgen. Lucy schwelgte im Vorgefühl ihres Glücks und reiste in der Tat am verabredeten Fage nach Schottland, nachdem sie sich, von einer Freundin das Reisegeld-gelieheii hatte, In Edinburg angelangt, fuhr sie gleich nach einem Hotel, wo ein-Priester auf das Paar wartete und die Trauung vollzog..Kaum aber war die feierliche Handlung zu Ende, als der Bräutigam den bestimmten" Wunsch äusserte, sofort nach Bornemouth zu fahren und der Erbtante seine Aufwartung zu machen. Nun wurde Lucy begreiflicherweise sehr verlegen und dem Mann ging bald ein Licht auf. — «Ach so, du bist also auch, eine Betrüge-, rin!» rief er wutentbrannt aus. «Ich auch, wasmeinst du damit?» bemerkte sie erbleichend. Es stellte sich heraus, dass der angebliche «Gentleman» und Staatsbeamte Basil Lowter ein den Detektiven von Scotland-Yard wohlbekannter Einbrecher Charles Field war, der es seit langem auf die Juwelen der alten Montague abgesehen und nur deshalb um die angebliche Nichte gefreit hatte. Lucy könne nun, so erklärte der betrogene Betrüger, gehen, wohin der Pfeffer wächst, die Ehe sei ohnehin ungültig, da ein guter Freund die Rolle des Priesters gespielt hatte. Die Aermste, deren Hoffnungen abermals zunichte geworden waren, stand nun ohne Pfennig Geld da und es blieb ihr nichts anderes übrig, als sich der Polizei anzuvertrauen. Durch Vermittlung eines wohltätigen Vereins verschaffte man ihr eine Stellung auf einer Farm in Australien. Sie ist dorthin abgereist und wird, wie wir hoffen, im fernen Weltteil ein neues Leben, wenn auch als bescheidene Gutsmagd, beginnen. Gefühlloser Freund: Donnerwetter Tom! Heut läuft aber Deine Nasssohaie inal abgezeichnet! .. . i .. (The Humorist) merken Sie sich Fr. Schmidt, Bern MÖBELFABRIK, im lYiarzili Telephon Christoph 16.02 EUGEN KELLER iß&hnhgfstmsseW 7 IIDir H HBUSKOn 8Ht dir flis bessere Familie 12 Sorten, nur da.- Best« von reio Eier und Natnrbnr.ter hergestellt. RlnkrönU Waffeln. 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