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E_1928_Zeitung_Nr.021

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4 AUTOMOBIL-REVUE

4 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — Alles bereit. In den grossen Ausstellungshallen des Palais des Expositions herrscht ein Betrieb wie in einem Bienenstock. Wagen werden eingefahren, Journalisten skizzieren und notieren, Organisatoren erteilen Anweisungen, Arbeiter legen letzte Hand an, Gärtner schaffen belebendes Grün in die Hallen, Maler, Dekorateure, Propagandisten, alles eilt und rennt durcheinander, ein Gewirr verschiedener Sprachen — der Salon rüstet zu seinen grossen Tagen! Das Eröffnungsbankett wird dieses Jahr durch die Präsidenten und Vizepräsidenten der beiden eidgenössischen Räte, den Herren Minger und Walther vom Nationalrat, sowie Savoye und Wettstein vom Ständerat präsidiert. Sehr wahrscheinlich wird Herr Müiger das Tafelpräsidiuni übernehmen. Auf die Begrüßungsansprache von Herrn Marchand Wird der Tafelpräsident antworten. Darauf wird Herr Regierungsratpräsident Moriaud das Wort ergreifen. Die Verteilung der Stände ist so beibehalten worden, wie wir sie in Nr. 16 veröffentlicht haben. Wir geben lediglich folgende kleine Abänderung bekannt: Neu hinzugekommen ist der Stand der Nerka- Kerzen. Whippet hat den Stand von Wanderer Nr. 59 im grossen Saal eingenommen, da Wanderer sich zurückzieht. Der Stand Whippet wurde durch Reo belegt; diese Marke teilt sich bis jetzt mit Rubgy, wird nun also seineu eigenen Stand besitzen. Das Sekretariat befindet sich im Salon (Telephon Stand 20,20). Die Passepartouts sind dieses Jahr auf Basis eines neuen Systems ausgearbeitet, was eine spürbare Vereinfachung der Formalitäten mit sich bringen wird. Reiseerleichterungen. Ausser den Bundesbahnen habeu noch nachfolgende Privatbahnen vom 14. bis 25. März die gleiche Begünstigung (freie Rückfahrt mit der Fahrkarte einfacher Fahrt) für den erwarteten grossen Strom der Salonbesucher eingeräumt: Aarau - Schottland, Aiglo-Ollon-MonthoY. Allaman-Aubonne-Giinel, Altstätten-Gais, Appenzollor- Bahn,.Be]lin2ona-Mosocco, Beni-Lötschbenr-Siniplon und anschließende Linion, Bern-Neuenburg (direkto Linie), Bernina-Bahn, Bex-Gryon-Villars. Biasca- Acquarosaa. Biöre-Applos-Morgos, Bromsrarten-Dietikon, Bullo-Romont, Chur-Arbsa, Emmental-Bahn, Foroh-Bahu, Frauenfeld-WU, Prcibursr-Mdrten-Ins. Greyerzer-Bahn, Bodeneee-ToKsenburs, Lancenthal- Huttwil,. Langonthal -. Jura, Langenthai - Melchnau. Lausanne - Echallens -"Borebor,. Martigny - Oraleres. Monthey-Charaipöry-Morgina, Montröux-Bemer Oberland, Nyon-Crassier, Nyon-St. Cergue-Morez. Bornor Oberland-Bahnen, Oensingen-Balsthal. Orbei-Chavörnay, Pont - Brassus. Ponts - Sagno - La Ghaus-do- Fonds, Pruntrut-Bonfol, Rhätisohe Bahnen. Rolle- Gimel, Rorschach-Heiden, Saignelegier-La Chauxde-Fonds, Saignolesiier - Glovelier. St. Gallen - Speicher - Trogen, Schaffhauson - Schieitheim, Sensetal- Bahn, Sernftal-Bahn,- Solothurn-Niederbipp. Solothurn-Zollikofen-Bern, Steffisburg-Thun-Interlaken, Südost-Bahn- Tramelan-Tavanncs, Mittelthursrau- Bahn. Uerikon - Bauma, Uster - Oetwil, Val-de-Travers-Bahn. Veveysans, Waldenburg-Bahn. Wctzikou- Meilen, Wohlen-Meisterschwandon. Wynental-Balm, Yverdon-Ste. Croix, Elektrische Strassenbahnon des Kantons Zug. Zugerberfr-Bahn, Schiffahrtssesellaohaft des Vienvaldstättorseos Die Genfer Sternfahrt 1928. Bereits gegen 70 Nennungen gesichert! Das Resultat hat alle Erwartungen in den Schatten gestellt" 20 Einschreibungen eus Bern. 12 aus Zürich, cbcnsoviele aus Luzern, ebensoviclc aus den Montaghes neuchäteloises, dazu der neue bedeutende Eingang! Die diesos Jahr von Hrn. A. Chantre und Hrn. Grolimund mit allergrösster Sorgfalt Betroffenen Vorbei-eitungen hätten nicht .schöner belohnt worden können! Die unerwartet hoho Beteiliprirnpr ist ©in beredtes Zeugnis für das Vertrauen, das der umsichtigen Arbeit der Organisatoren entgegengebracht •wird. Ein Erfolg der Formel, ein Erfolg der bis ins Kleinste gehenden Vorbereitungen 1 Die Ncnnungsliste kai-n in der Tat ruÜÄne&en die grössto internationale touristische Veranstaltung der letzten Jahre gestellt werden. Wichtige Mitteilung! Um ihren umfangreichen Aufgaben während des Genfer Salons gerecht zu werden, erscheint die «Automobil-Revue» in der Eröffnungswoche der Ausstellung und ebenso im der folgenden Woche vier- resp. dreimal. Die betreffenden Erscheinungsdaten sind: Nr. 21, Montag, den 12. März, Nr. 22, Mittwoch, den 14. März, Nr. 23, Freitag, den 16. März, Nr. 24, Samstag, den 17. März, Nr. 25, Montag, den 19. März, Nr. 26, Mittwoch, den 21. März, Nr. 27, Freitag, den 23. März. Unsere Inserenten sind höfl. gebeten, uns ihre Inseratdispositionen für diese Nummern rechtzeitig, d. n. möglichst sofort übermitteln za wollen. Die Administration der «Automobil-Revue». iriean hat einem weiteren Publikum den Ausbau von Sekundärbahnen begreiflich zu machen. Aber versucht wird's doch, und eine gewisse Presse wird in letzter Zeit wacker mobilisiert, um die Einlage einer dritten Schiene Zweisimnien-Splez-Interlaken-Ost in die Wege zu leiten. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten. Man verhehlt sich in leitenden Kfeisen die Schwierigkeiten wohl keineswegs. Gerade im Kanton Bern weiss man, wo dem Volk der Schuh drückt. Der Kanton Bern hat's unendlich schwer, sein Budget endlich einmal ins Gleichgewicht zu bringen, die Zinssäcke für nicht rentierende Dekretsbahnen sind eben allzu gross. Mit der B.US. will's trotz tüchtiger und umsichtiger Leitung einfach nicht vorwärtsgehen. Die Last drückt, macht das Berner Volk missmutig und trägt zum notorischen .Neinsagen mehr bei, als man allgemein anzunehmen gewillt ist. Die letzten Abstimmungen im Kanton Bern' liefern hiefür den "deutlichen Beweis. Eine Elsenbahnüberdrüssigkeit ist zu begreifen, sie dehnt sich leider nur zu oft mit Unrecht auf andere Gebiete aus, womit letzten Endes an und für sich gute Vorlagen vor dem Souverän keine Gnade mehr finden. Um so verwunderlicher ist es, dass, wje Artikel in verschiedenen Zeitungen beweisen, man mit aller Hartnäckigkeit an' das Projekt einer « Verkehrserneuerung » durch das Mittel einer Einlageschiene auf der bezeichneten Strecke Zweisimrnen-Interlaken herangehen will.. Man glaubt mit dieser Einlage eine «gute Waffe im Kampfe gegen den wachsenden Verkehrsentzug durch das Auto » gefunden zu haben. Die Sprache ist deutlich und offen. Man verspricht sich von einer dritten Schiene, von dieser in Nummer 20 der «Automobil-Revue» bereits besprochenen Verkehrsbrücke, eine grössere Wirtschaftlichkeit der in Frage stehenden Bahn, gibt aber immerhin zu, dass damit die Fiuanzfrage noch nicht gelöst sei. Trotzdem ergeht man sich unbeschwert in nicht ganz verständlicher Zukunftsmusik, spricht bereits von einer spätem schmalspurigen Grimselbahn und einem « zusammenhängenden Netz von 840 Kilometern s, und weidet sich förmlich am Gedanken, damit dem wachsenden Verkehrsentzug erfolgreich begegnen zu können. Die Botschaft hör' ich wohl — doch fehlt dazu der Glaube. Mit solchen Mitteln lässt sich das Auto nicht mehr bekämpfen. Seine wirtschaftliche Ueberlegenheit ist zu gross. Begründet man das ins Auge gefasste Projekt mit dem Hinweis darauf, dass durch Herstellung einer solchen Verkehrsbrücke den Fremden und auch den Einheimischen eine Reise-" erleichterung geschaffen würde, so klingt dies plausibler. Ob damit der Verkehr an sich gesteigert werden könnte, ist zudem immer noch sehr fraglich. Die Frequenz der Bahn wird sich nicht ohne weiteres steigern lassen, Nachstehend einige der letzten Nennunsen. Die nachfolgende Lieto wurde aus der französischen Ausgabo horüberßenoiüjnen. Start in Bern (24 Konkurrenten). Hans Brügger (Bern) Fiat E. Rufener (Bern) ' Amüear \V. Geiser (Huttwil) ßtudebaker B.-H. Tbommen (Ostermundigen) Oakland Dr. Kurt-Iramenhaueer (Born) Chrysler A. Mark-Ruf (Bern) Hupmobilo B. Fankhauser (Bern) Amilcar Karl Furtmann (Bern) Faman d. Hilfiker (Bern) Bukt Dr. Walter Kurz (Bern) Fiat .... E. Sturzenogger (Born) Fiat A. Hoffmann (Thun) Packard \V. E. Büchler (Bern) Buick A. Rösch (Bern) Fiat Mas Flury (Bern) Chrysler Waltor Wehrli (Bern) Chrysler Rudolf Herren (Bern) Chrysler K. Hugo Locher (Bern) Delaeo • • ••* nach« loicht • . Der Eingang zum Genfer-Automobi).Salon. nur deshalb, well in Spiez kein Umsteigen mehr nötg wäre. Wer schon die Fahrt von Montreux.nach Interlaken per Bahn unternehmen will, der wird sie mit oder ohne Umsteigen ausführen. So möchten wir denn hinter der Behauptung, die umsteiglose Verbindung zwischen Montreux und Interlaken reiche für sich allein schon aus, um die zu bringenden Opfer zu rechtfertigen, ein dickes Fragezeichen setzen. Es wären Opfer, die von sich aus zu bringen die Bahn angesichts Ihrer starken Verschuldung gegenüber dem Staate schon gründlich zu überlege« hätte. Kann sie solche jedoch aus eigenen Mitteln nicht bestreiten, so wird sie sich wohl hüten, mit einem solchen Begehren erneut vor den Staatsfiskus zu treten. Die Verkehrsinteressen des Berner Oberlandes liegen zweifellos auf einem ganz anderen Gebiete, als gewisse Herren dem Volke glauben weiss machen zu müssen. Sie liegen im Ausbau und in der Verbesserung des oberländischen Strassennetzes. Wir wissen, dass der bernische Baudirektor auch da zum Rechten sehen wird. Nur ein Beispiel. Der Zustand der Simmentaistrasse bedarf der raschesten Retnedur. Der Verkehr auf dieser Strasse hat derart gewaltige Dimensionen angenommen, dass die, Lage unhaltbar wird,' Von andern Strassen ist das gleiche zu sagen. Wenn wirklich von Verkehrserneuerungen im Berner Oberland gesprochen werden soll, so drängt sich der Ausbau des Strasseuiletzes-in vorderste Linie. Vor wenigen Tagen hat wiederum ein Notschrei aus dem Oberland erklungen. Wir begreifen diese Leute. Die wirtschaftliche Not wächst, der Absatz stockt, die Verarmung scheint nicht mehr aufgehalten werden zu können, die Entvölkerung der Bergtäler nimmt bedenkenerregende Formen an. Kommissionen sind am Studium, man plant die Einführung neuer Heimindustrie, propagiert alles Mögliche und Unmögliche, aber dies alles bleibt vergebliches Bemühen, wenn das wirtschaftliche Fundament, der Verkehrsweg, fehlt. Dieses Verkehrsmittel ist in der; Moderne wiederum die Strasse mit ihrem billigeren Transportmittel, das Auto. Ihm erschliessc man die Täler, damit es auch den Berglern auf billigste Weise Nahrung und Rohstoff zuhalten kann, und dessen Produkte, sei es Vieh, . Käse oder industrielle Heimarbeit, rasch und billig auszuführen vermag.. Man befreie;den Bergler aus : ..seinerVereinsamung, man leite den Verkehrsstrom auch zu ihm und reisse ihn damit aus seiner Not und Verarmung. Das heisst in «Usern Augen weitblickende und aufbauende, allen Bevölkerungsschichten gerechtwerdende Wirtschaftspolitik, nicht aber der Ausbau von Bahnen als Selbstzweck,; nur um eine Waffe — und dazu gar noch eine unbrauchbare — gegen den « wachsenden Verkehrsentzug durch das Auto» zu .gewinnen. K. Frau Merder-Trümpi (Glarüe)Fiat Dr 0 Vost-Biohly (Kandersteff) Wi.lYs-Küigh.t * W. Ruckstuhl (LernRenthal) Chiribiri Rob. Loosli (Spiez) X. A. Itten {Thun) Mannen 0. Küng (Bern) Talbot Start in Zürich (16 Konkurrenten). ZCrcher Equipe (18): Dr. A. Chiodera (Zürich) Karl Jegher (Zürich) G. Hug (Zürich) Robert Kreis (Liestal) Kurt-SpäHy (Glarus) G.-G.Elink Schümann (Badon) Jules Gaillard (Zürich) Joseph Merz (Zürich) Emil Boiler (Zürich) O. Bally (Zürich) F. Reiber (Zürich) Haas Hortig (Zürich) Otto Möyer (Baden) rrs 'ordan dereland ttatto 3uick Imilcar Lincoln LorrainoiDitoich Cadillac La Solle talbot Jowett HÜH Talbot Equipe St. Galleu-Appenzell (3): V. Schweizer (Herisau) Essox A. Frei (Horisau) Fiat J. Widler (Herisau) Fiat Start in Martigny (6 Konkurrenten) A. Vanoal (Montbey) *• Wülys-Knight O. Augsbufljer (Naters) Buick Gh. Pauli (Sion) Imperia F. Meyer (Sion} F.N. G Dubuis (SionJ WUls St-Claji» Dr A. Exonhy (Montbey) Amilcar Start In Basel (2 Konkurrenten). Rudo'f MotBch (Pratteln) Talbot A. Bohmo (B&ee}) DelaunayiBoU©viUe Start in Lausanne (8 Konkurrenten). Genf«* Equipe (3): John Dovegney (Gendve) Fiat VV. Blanc (Geneve} Chrysler G. Boissier (Geneve) Chrysler Equipe Waadt (5): Sala-F6in (Montreux) Studebakor Lfndic (Yrordoa) WUlys-Kaight CU. Ponüaa (Lausanne) Büick W. Roy (Lausanne) Buick Louis Vuagneux (PriUy) Vermorol Start In Luzern (10 Konkurrenten). E. Leimgraber (Luzern) Packard Dr. G. A. Wilczek (Luzern) Chenord G. G Buchor (Luzern) Wilys-Knight F. Hurui (Luzern) Marmon V, Gordan (Brittnau) Delaeo Louis Bannwart (Luzern) Peueeot IL Gfsiff (Beckenried) Willys-Knight Dr. Hübscher (Lu«em) Fiat Ch Dillier (Sarnen) Martini E. Ehzmann (Schüpfheim) Blarmon Start in Niumburg (9 Konkurrenten). Neuenburoer Equipe (2): Louis Grosciaudo (Neuchatel) Fiat E. Olga (Neuchätei) Willys-Knlsht Equipi Ntuanburger Jura (7): B. Pierrehumbert (La Locle) Hisoano-Suiza, B. Pierrehumbert (Le Lock) Bianehi A. Junod (Chaus-de-Fonds) Nash Dr G. Guje (Chaus-de-Fonds) Biancbi R, Gorgerat iChaux-de-Fonds) Cadillac Pau! Kaiser (Cha-ux-de-Fonds) Maxime» H. Kropf (Dömbresaon) Citroen Letztes Jahr fanden sieh 20 Teilnehmer an den. verschiedenen Startplätzen der Sternfahrt ein — und man sprach von einem Rokordt Heuto sind es gegen 70! Daraus möge jeder den diesjährigen Erfolg ermessen. Obwohl die grosso BotoilfeuUK eine Umstellung der Startzeiten erforderte, ist zur Stunde auch das lotzto Detail geregelt. Von einem Punkt hängt nun. alles ab: von der einwandfreien Funktion der Konirollen. Der Nennungsorfolg ist da, am sportliehen kann ea nicht fohlen, dio Chronometrieruns und Berechnung der Resultate bieten das Maximuta an Garantien. Der moralische Erfolg der Veranstaltung ttängt .voa"-einer reibungslosen Abwicklung ohne jede Roklaniaüori aB. Wir richten deshalb namens der Organisatoren an alle Kontrolleure einen •warmen Appell. Auf, ilu-en Schulten! liest das Wohl und Wcho für das SsWtissresTiltat. Wir zweifeln keinen Augenblick. daran, daes sionemäss don Traditionen des A. C. S die in sie gestellten Erwartungen erfüllen werden. Wer weiss. ob nicht das Gclinson unseres diesjährigen imposanten Rally — und warum auch nicht — die Basis za einer zukünftigen internationalen Veranstaltung lest? Das ist es. was wir unserer Genfer Sternfahrt für dio Zukunft wünschen! Vor dem Paris—Nizza-Rennen. Zwei Saurer-Wagen am Start. Sonntagmorgen fand in Paris der Start zu dem klassischen touristischen Kriterium Paris-Nizza statt, welches der A. C von Nizza tradltionsgeniäss auch dieses Jahr wieder organisiert hat. Die Fahrt findet in vier Etappen statt: Paris-Vichy (12. März); Vichy-Lyon (13. März); Lyon-Grenoble (14. März); Grenoble-Nizza (15. März). DieNennunsrsüste verzeichnet viele Fahrer. Autocars: Dominique Laabcrjack (Saurer); P. Gaudermen (Saurer); X. (Renaalt); X. (Ronatüt); X. Bernard. Die Schweiz ist, wie man aus der Nenitungsliste ersieht, mii zwei Saurerwagen hervorragend vertreten, Wie sich unsere Lekr erinnern können, beteiligte 'sich Lanmbfirjack bereits letztes Jahr an der Fahrt Paris-Nizza und holte sich mit seinem Saurer-Au:ocar strafpunktfrei den ersten Preis seiner Kategorie. Wir wünschen unserer Schwcizermarke erneut vollen Erfolg! v. Die neueste Nummer der «Illustrierten Automibil-Revue » kommt als Spezialnunmer auf den Salon heraus und enthält wieder wie alljährlich die genaue» technischen Angabtn für die Chassis' sämtlicher Automobils, dio 1028 auf den Markt kommen. Die ca. 150 Seiten dicko Nummer ist für jeden Automobilisten und für afe, dio es werden wollen, aus diesem Grund von fanz besonderem Wert und enthält auch im übri^n Toxtteil Artikel von grossem Interesse. Betrachtungen über die Grundsätze/die bslm Ankauf ei ms Automobiles wegleitend sein «•llen, eröffnen &n Inhalt, aus dem neben der Chassisbeschreibuig und den Beispielen für moderne Ktrosstrien auet noch zwei autotouristische Beiträge and eine foshafte Skizze « Er oder Sie, wSr hat das letzte Vort beim Automobilkauf», hervorgehoben seien. Automobilist», dio dio allmonatlich erscheinende «Illustrierte AitomobiJ-Rovue • noch nicht abonniert haben, leien erneut auf dieso vortreffliche Monatsschrift,, dio dem Automobil-Tourismus, dem Automobilsport und der Automobil-Unterhaltung gewidmet ifit. (ufmerksam gemacht. Für Abonienten der Wocbenausjrabe «Automobil- Bevno» betrigt der Abonnements^rois nur 6 Fr. pro Jahr. Neueintrotendo Abonnenten erholten die bisher erschienenen Nummern dieses Jahres n*ehgeliefe/t. . *

1928 AUTOMOBIL-REVUE Wie weit stehen wir mit dem Rekurs gegen das Berner Dekret? Wenn wir richtig informiert worden sind, wurden die Rekursschriften vom Bundesgericht an die Berner Regierung übersandt, damit sie ihre Erwiderüfig auf die Argumente der Rekurrenten formulieren könne. Das Sekretariat der Justiz- direküon wird sich dieser heiklen Aufgabe unterziehen müssen. Man nimmt an, dass die Verfasser des Dekretes sich auch die Beratung durch Herrn Professor Blumenstein zunutze machen werden. Der bekannte Berner Jurist hat sich durch sein Gutachten zugunsten der Aufrechterhaltung' der kantonalen Dürchgangsgebühren bei den Kantonsregierungen erneut einen Namen gemacht. Ohne Zweifel wird Professor Blumenstein um eine Begründung des Berner Dekretes nicht verlegen sein. Vorläufig ist die Lage für die zwei nächsten Monate fixiert. Unter den Rekurrenteu hegt man die feste Hoffnung, das Bundesgericht werde die einschneidendsten Bestimmungen ausser Kraft setzen und dem Durchgangsverkehr wieder seine notwendige Freiheit verleihen. Der Widerstand gegen das Bernef Dekret hat sich nun in der ganzen Schweiz verstärkt. Wir finden Deutsch und Welsch, Angehörige aller Parteifärbungen und Berufe in der gleichen Kampffront und betrachten diese vielgestaltige Zusammensetzung als gutes Omen für das Gelingen des Rekurses, fit. Eine interkantonale Vereinbarung zum Entzug der Fahrbewilligung? Die aargauische Regierung möchte eine bessere Ordnung in Motorfahrzcugvcrkehr bringen und hegt daher die Absicht, eine interkantonale Vereinbarung anzustreben, nach der durch administrative Vorkehren den. Motorfahrzeuglenkern die Fahrbewilligung entzogen werden könnte. Für den Aargau selber — so wurde von der Regierung verlangt — sollte ein Verantwortlichkeitsgesetz die nötigen Grundlagen schaffen. Der Entzug der Fahrbewilligung mag in wenigen Fällen ein Gebot der Verkehrssicherheit sein. Es ist aber eine Tatsache, dass die Gerichte mit dem Entzug der Fahrbewilligung sehr willkürlich umgehen und in den meisten Fällen viel zu scharfe Urteile iällen. .. „ U. '"'"- Das Genfer Wahlgebäude, welches den Salon bis 1925 beherbergte. Die zu durchfahrende Route, um von den verschiedenen Schweizerstädten aus die Calvinstadt zu erreichen^ Polizeidirektoren - Konferenz... kommt durch sie eine Besserung im Autoverkehr? Wi^.wir 'bereits mitgeteilt haben, tagten die kantonalen Polizeulirefctoren mit einigen Baudirektoxen, im Beisein von Bundesrat Häberlin und Piof Delacpiis, Ende Februar in Bern, um die Anträge ihrer Sfrudiehkoinmission (Präsident Mächler) über die künftige Regelung des Automoinlverkehrs zu besprechen. TJeber diese Versammlung wollen wir -ergänzend noch,einiges berichten. - Die' Polizeidirektorenkonferenz nahm sozusagen durchgehend die Anträge ihrer Subkommission an. Es handelt sich bei" den in nicht weniger als 3O?5ifiom untergebrachte»" Anregungen grundsätzlich daa-um, bis zuin Erfasse Seines eidsr. Gesetzes über r das Auiomobüweson" ' das besiehende Konkordat einheitlicher durch- "• "' > ..;•' ' zuführen. Auf neuere Erfahrungen und Erscheinungen soll, soweit als möglich, Rücksicht genommen werden. Die Kompetenz in diesen.Fragen ist durch Verfas- «ungsrevision an den Bund übergegangen, also kann eine Revision des Konkordates nicht mehr in Betracht fallen. Uebrigens hat sich dieses Konkordat als unpraktisch erwiesen, und eine Revision -wäre nicht nur schwierig, sondern auch zeitraubend! Den Kantonsregierungen wird nun empfohlan, das Konkordat in eirier- langen Reiho von Punkten nach einheitlichen neuen Grundsätzen, anzuwenden. Neue Verordnungen, welche in der Regel der Kompetenz des Regierurtgsrateis zustehen, werden also unterdessen die Kantone zu erlassen haben. Die Ansichten der-Kommission wurden nur in zwei wesentlichen Punkten von der Polizoidirektorenkonferenz nicht ganz geteilt: sie beseitigte das Verbot, den . , ' Scheinwerfer zur Signalgebuno zu verwenden,. während von der Kommission diese Verwendung als gelegentlich gefährlich angesehen wurde. Mit der Kommission wurde auch von der Konferenz der Gedanken aufgenommen, dass das Nachtfahrverbot. •wie es der Kanton Born beschlossen bat; seine"-zwei Seiten habe, es daher auch den Kantonon zum Entscheid überlassen werden müsse, was sie .auf ihrem Gebiete tun woilen. Wünschenswert 1 sei es-zwar, wenn' "mar sich dabei auf das Nötige beschränke und Rücksicht auf dio Nachbarkantone walten lasso. Zu einer Anregung aus der Versammlung, wenigf-tens" für lärmende. Motorfahrzeuge dio Nachtfahrten zu verbieten, konnte w.egen Stimmengleichheit nicht Stellung genommen worden. Gegen das Verbot wurden grundsätzliche Bedenken laut: Verbote seien überhaupt weitmöglichst zu meiden, sowie für gewisse Industrien und Transporte sei Rücksicht wohl angebracht. Auch die Konferenz- kam. zu der Ueberzengung. dass dio Frage, welche Fahrzeuge lärmend seien, «ehr schwierig zu beantworten-sei. Dio Abschaffung der Durchgangsgebühren besonders zu. fordern, konnte sich dio Mehrheit nicht ontschliessen. Diese Angelegenheit müsse, infolge eines Rekurses^ ohnehin entschieden werden. Zudom sei sie beim Bundesbeschluss über dio Verteilung des Benzinzolles einbeaosen. Den Bergkäntonen will nrnn entgegenkommen, wie dag auch dio Benzinkommission tue. •. Die wichtige' Frage, welches das Maximaigewicht eines Automobillastenzuges sein dürfe, blich unerledigt. Die Kommission wollte für Zugwagen resp. Traktor und; Anhänger auf 15 Tonnen gehen, um diese Fuhrwerke etwas ausnutzen zu lassen. Im loteten Moment wurdo aber hiegegen, ein Memorial der Bundesbahnen angekündigt Eine Reihe von Anregungen aus Interessengreisen, wie insbesondere die Aenderung der Schnelligkeifsvorschriffen. Bst aus schon angegebenen Gründen für dieses Verfahren ausgeschaltet, weil sie eine Revision klärer Vorschriften des Konkordates bedingt. • ' i,, .'V; Für die Motorfahrzeugführer: Strenge Prüfung nach einem theoretischen und praktischen Schema, Obligatprium des Vorstrafen- Verzeichnisses und fakultative Beschaffung eines amtlichen Arztzeugnisses über physische und gei- ! stige Eignung, strenge Vorprüfung der Fahrbowildigung und Neuprüfung nach mehrjähriger Unterbrechung der .Fahrtätigkeit, Festhalten am Fahrverbotfür Personen unter 18 Jahren mit oder ohne Begileitung und wirklicher Entzug der Fahrbowilligung nach Strolchenfahiten, oder wenn sonst eine Im wesentlichen wurde nun folgendes vorgeschlagen: Für- die Motorfahrzeuge: Sorge, dass ;.sie in betriebssicheren! Zustande' Voraussetzung derselben wegfällt. bleiben durch periodische Nachprüfung, insbesondere auch der Bremsen und Schalldämpfung. ' Cigarettes Anderseits Anerkennung dieser Vorgänge in allen Kantonen und Organisation des Meldedienstes unter diesen und mit dem Bund. Der Postverwaltung wurde bessere Aufklärung über die Verwendung der .Fahrbewilliguno als Postausweis nahegelegt " £-' % "Da ;-• * -•- Bereifung und Gewicht der Automobile im Konkordat geregelt sind, musste man sich" darauf beschränken, zu empfehlen, dass Boitebleue Frr 80 *Botte rougcFrl: dia Eiscjiboreifung nur wo absolut nötig zugelassen werde, und die Pneuboreifung in den Kantonen, durch nähere Besteuerung der Voll- und WeiehguinmAbereifung, sowie durch Zulassung etwas grösserer Schnelligkeit gefördort werde. Hier handelt es sich um noch nicht sanz abgeklärte technische Fragen. Die gleiche Schwierigkeit besteht für die Gewichtsvorschriften. Immerhin war man der Ansicht, "ilass die Kantone für den einzelnen Wagen, wenn or mit P-ncu- oder Weichgummibereifung versehen ist, auf 10 statt 9 Tonnen gehen sollte. Weiter zu gehen, konnte man sich mit Rücksicht auf Strassen. Brücken und vielleicht die- Eisenbahnen nicht entschliessen. Dabei soll eine periodische Kontrolle geübt und besonderes Rocht für besondere.. Verhältnisse vorbehalten werden., ,' Die Höchstbreite bleibt 220 m. Das Verbot' dis offenen Auspuffes mit seinem überaus lästigen Schall soll streng durchgeführt werden, unter Androhung von Fahrverbot. Die Industrie hatte,.Zeit genug, sich hierauf einzurichten. Die Startketto wird verboten. Die Erfahrungen in vielen Ortschaften führten dasu, die Benutzung der Scheinwerfer in schlecht beleuchteten Strassen der Städte usw zu duideu, dagegen ist die Löschung der Lichter überhaupt nur an den amtlichen Parkplätzen oder bei sonst genügender öffentlicher Befeuchtung am Halteort erlaubt. Zur besseren Kontrolle sollen inskünfti-» spezielle Schilder für gewisse Wagenarten vorgeschrieben werden, dafür die Nummernführung für Probefahrten und der Handel mit Fahrzeugen genauer und entgcgcnkommen-di-v umschrieben. Für die Versicherun« soll eine konsequentere Durchführung und Ausgleichung durch Vorlage eines Schemas für alle Versicherungen in Anlehnung an die im verworfenen Gesetz vorgeschlagenen Versicherungssummen angestrebt werden. Die Polizeiorgane werden angewiesen, wo immer mögl'ch Fehlbare sofort anzuhalten und zu orientieren. Dem sollte auch entsprochen, dass niemand sich noch schnell davon mächt. Die Kantone sollen eine Unfallstatistik nach erst zu erstellendem einfachen FragenfoTmular durchführen. Für die Gebühren und Steuern wurden einheitliche Leitsätze aufgestellt, und die Prüfung der Frage, ob und wie die ausländischen Automobile, besteuert werden können und sollen wurde dem Bundesrat ans Herz gelegt, wie das übrigens auch von andern Seiten geschah. Ein« Bindung in einem Gesetz ist hierin wegen-der Fremden-Industrie und der Stellung zu den Gegenrechtsfragen schwierig. Die Beschlüsse sehen sodann ein Entgegenkommen an dio blassen beweglichen Arbeitsmaschinenvrie Holzschneidewagen und dergl., sowie die Traktoren dei Landwirte vor. Dagegen müssen nun auch die Anhänger mit Aufschrift und Beleuchtung versehen sein, da der Lastzug in seiner Länge sonst gefährlich wird. Ueber die « Warnungstafeln an den Strassen soll durch Beseitigung der Reklame auf denselben und durch Verständigung mit den Automobil-Organisationen der Städteverband vom eidgenössischen Justizdepartemont eine Vereinbarung angestrebt werden. Diese wurde auch eingeladen, ein Spezialgesetz über die Arbeitszeit der geworbsmässigen Motorwagenführer vorzubereiten, da die Uebermüdung der Ghäuffeuro wiederholt zu Unfällen führte. Es handelte sich bei dieser Konferenz um viele Dingo, die vielleicht manchem als Kleinigkeiten vorkommen mögen, die aber doch, soweit os die jetzige. Rechtslage erlaubt, eine, wenn auch bescheidene. Besserung im Autoverkehr bringen könnten, sofern man über die vielen Vorbehalte hinweg zu ... positiven verkehrsnützlichen Beschlüssen kommen würde. Ein eidgenössisches Gesetz wird vielleicht — bei einer richtigen Würdigung des volkswirtschaftlichen Nutzens des Automobils — vollkommeneres schaffen. -ey-