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E_1928_Zeitung_Nr.017

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AUTOMORIL-REVUE

AUTOMORIL-REVUE 1928 — N» 17 Wir beehren uns, davon Kenntnis zu geben, dass wir der Bahnhofplatz Telephon Uto 17.37 Neben Hotel Habis für den Verkauf unserer Personenwagen in der Schweiz übertragen haben DER NEUE 6 CYL. - MODELL 1928 ZE\i U^i IRLi 3-LITER-TYP • 1670 HP ist die bedeutendste konstruktive Schöpfung der letzten 7 Jahre im Äutomobilbau und die restlose Erfüllung aller automobilistischen Wünsche Höchste Reisegeschwindigkeit / Enormes Anzugs- und Beschleunigungsvermögen Bremsen mit Servo-Wirkung / Unerreichte Federung durch Schwingachsen mit doppelten Cantüever-Federn / Tieiste bisher erreichte Schwerpunktlage Grösstes Strassenhaftvermögen und Kurvensicherheit / Sparsam im Betneb Eleganteste Carrosserie - Geschmackvolle Innenausstattung - Grösster Komfort - Unnachahmliche Schönheit in Linie, Form und Farbe sind die Merkmale dieses modernsten Wagens der Welt Der Name„flUSTRO-DftlMLER" ist mit ehernem Griffel in das Buch der Zeiten machtvollster industrieller Entwicklung eingeschrieben. — D

N" 17 II. Blatt BERN, 28. Februar 1928 II. Blatt BERN, 28. Februar 1928 WZFAHRZEUG Der Uebergang von Vollgummireifen auf Pneumatiks bei den Vorderrädern. Wie bei uns, so wird auch in fast allen anderen Ländern den Motorlastwagenbesitzern vorgeschrieben, ihre Vollgummireifen gegen Pneumatiks umzutauschen, was schliessüch auch im eigenen Interesse jedes Lastwageneigentümers ist, da das Fahrzeug durch die weichere Bereifungsart in der Tat in allen seinen Teilen geschont wird. Ausserdem gestattet der Luftreifen eine höhere Fahrgeschwindigeit, was ebenfalls im Interesse der Rentabilität eines Motorlastwagens liegt. eigenen Laufrichtungspfeil. In diesem Falle ist die Methode des Umkehrens des Reifens also nicht möglich und jedenfalls nicht zu empfehlen. Die amerikanische Goodyear Co. hat die hier geschilderten Nachteile, die sich aus der Umwechslung von Vollgummireifen für Vorderräder auf Luftreifen ergeben haben, eingehend studiert. Sie Hess in ihrem Werk Versuchsachsen herstellen, die den Vorderrädern verschiedene Winkelstellungen gaben. Mit einem Messinstrument und den dazu gehörigen Vorrichtungen, wurden diese Versuche ausgeführt. Zwei Böcke zeigen die Stellung der Vorderachse und des Radschenkels und ein anderer Bock links davon dient dazu, die Neigung des Vorderrades in Graden festzustellen. Bei diesen Versuchen hat sich ergeben, dass schon eine Vorderradntigung, d. i. Sturz, von 3 Y* Grad die seitliche Abnützung des Reifens herbeiführt. Da nun alle gelenkten Räder etwas Sturz haben müssen u. dieser daher nicht zu vermeiden ist, so kam die Goodyear Co. zum Entschluss, dass eine Neigung des Lenkschenkels und des Radsturzes zusammen gerechnet von etwa 6 Grad die Grenze ist, wie weit man hier, ohne die Reifen zu beschädigen, gehen darf. Nun hat sich bei der Umänderung der Vorderräder, die bisher mit Vollgummi bereift waren und darauf mit Pneumatiks versehen wurden, fast durchweg der Radsturz der Vollgummiräder als nachteilig erwiesen. Mit einiger Ueberlegung ist das ohne weiteres verständlich. Der Radsturz richtet den Reifen des Lastwagenvollgummirades auf derAber auch hierbei hat sich herausgestellt, Fahrbahn nach innen. Das spielt beim harten Vollgummireifen keine grosse Rolle, der ven immer noch recht beträchtlich ist. Die dass die seitliche Reifenabnützung in den Kur- zudem aus diesem Grunde von manchen Vollgummireifenfabrikanten eine etwas schiefe schenkel und den Radsturz nach Möglich- Goodyear Co. empfiehlt daher, die Achs- Laufbahn erhält, damit er sich ganz dem keit in der Geraden zu halten, soweit das Radsturz anpasse. Dagegen ist der Luftrei- eben mit der guten Lenkbarkeit des Fahr- fen viel elastischer und trägt auch den be-zeuges in Einklang zu bringen ist. Da an vorhandenen Wagen Aenderungen der Achsschenkel meist nicht möglich sind, so verbleiben hierbei nur die Mittel, entweder die Vorderachse entsprechend zu biegen oder aber den Lenkbolzen in ihr gerader zu setzen, was ia in manchen Fällen durch Ausbüchsen lasteten Wagen am Boden in grösserer Breite. Daraus ergibt sich, dass sich der Luftreifen bei einem derartigen Radsturz an seiner Aussenseite stärker abnützt als innen, was man nach längerem Betriebe ohne weiteres mit blossem Auge feststellen kann. Es ist nun möglich, diesem Uebelstand dadurch abzuhelfen, dass man den Reifen von Zeit zu Zeit in seiner Laufrichtung umkehrt, indem man ihn abmontiert und mit der schon etwas abgefahrenen Seite nach innen wieder auf's Vorderrad bringt. Die Reifenfabrikanten schreiben aber gewöhnlich vor, dass ihre Fabrikate nur nach einer Laufrichtung hin benützt werden dürfen- und versehen ihre Reifen dehalb auch vtelfach-mit einem I ohne weiteres zu erreichen ist. Neue Motorlastwagen werden natürlich schon unter Berücksichtigung dieser Reifenabnützung konstruiert, so dass hier die Vorderräder ganz korrekt laufen. Immerhin ist es aber praktisch, seine Vorderradreifen einmal auf diese Erscheinung hin zu prüfen, die sich ja auch dann einstellt, wenn die Teile der Lenkung und der Radführung stark abgenützt oder verbogen sind. - ... - . to. ALTOTJECtSlMSCMEl Eine Vakuumluftpumpe. Aeltere Automobilisten werden sich wohl noch des Erscheinens der sogenannten Zündkerzenluftpumpe erinnern. Diese bestand aus einer kleinen Pumpe, die anstelle der Zündkerze in den Motor geschraubt wurde und, wenn letzterer lief, die Reifen, so gut es eben damals ging, mit frischer Luft versorgte. Der Motorkolben betätigte in diesem Falle die kleine Pumpe bei jedem Auf- und Abwärtsgang, also auch im Explosions- und Arbeitstakte, der aber in diesem Zylinder iii der Tat nicht stattfand, weil ihm ja die Zündkerze hierzu fehlte. Immerhin glaubten manche, dass die so in die Reifen beförderte Luft nicht rein sei, was aber wirklich nicht zutraf, da die Luftpumpe nur reine Luft ansaugte, um sie in die Reifen zu drücken. Diese Zündkerzenpumpe hat sich nie grosser Beliebtheit erfreut, weil ihre Arbeit in Anbetracht ihrer geringen Grosse recht lange Zeit erforderte, um nur einen Reifen mit Luft zu füllen. Auch hing das ganz voth Gang des Motors ab, der, wenn er zu schnell lief, der armen kleinen Pumpe keine Zeit Hess, richtig zu funktionieren. Das war das Zeitalter, in dem man zum ersten Male das Ansaugen des Motorkolbens auch noch zu einem anderen Zwecke verwendete als zur Speisung des Motors mit Gasluftsremrsch. Dann kam der Vakuumbrennstofförderer, der nach dem gleichen Prinzip arbeitet, aber anstatt an das Zyiinderinnere an die Ansaugleitung angeschlossen wird. Er ist heute unbestrittener Herrscher in der Brennstoffzuführung zum Vergaser. Nach ihm und zwar erst nach dem Kriege, erschienen die auf demselben Arbeitsprinzip aufgebauten Servobremsen, Windschutzscheibenreiniger und Vakuuimhupen, und es ist noch gar nicht abzusehen, zu was der Unterdruck in der Ansaugleitung des Motors in Zukunft noch hergenommen wird. Nun ist in England eine neue Vakuumluftpumpe hergestellt worden, die auf den ersten Blick recht praktisch erscheint und sich ebenfalls den Unterdruck in der Ansaugleitung zunutze macht. Unsere Abbildung zeigt dies© Neukonstruktion, und zwar mit abgenommenem Deckel, um ihre Bauart besser zu erkennen. Die Pumpe ist wesentlich grosser und zweizylindrig und darum viel leistungsfähiger als ihre Vorgängerin, die Zündkerzenpampe. Sie wird durch einen Leitungsschlauch mit dem Ansaugrohr des Motors verbunden und mit vier Bolzen und Muttern auf dem Wagen-. Die enstlische Vakuum-Luftpoinpe mit abgenommenem Deckel o; a Sehlauchanschluss an die Ansaugleitung des Motors; b Luftpumpenschlauch für die Reifen. auftritt aufgeschraubt, wenn man sie nicht irgendwo anders befestigen will. Ein über 3,5 Meter langer Gummischlauch gestattet, sowohl die Hinter- als auch die Vorderreifen aufzupumpen, und ein an der Pumpe angebrachtes Manometer gibt dabei an, mit wieviel Druck das vor sich geht. Wessen Wagen keine vom Motor oder der Kraftübertragung angetriebene Luftpumpe hat, was heute noch die Mehrzahl darstellt, dem ist mit einer derartigen Vakuumpumpe gut gedient da sie ihm die mühevolle Arbeit abnimmt, seine Reifen «im Schweisse seines Angesichts» aufoder nachzupumpen. to. sAuS DEM LESERKREIS Die Polizei •entdeckt eine neue Automobumarke...! Aus dem Kanton Zürich berichtet uns ein Leser folgenden amüsanten Zwischenfall: La nouvelle boimie ..KIVA" Marque deposee FABRICATION SUISSE: G. GRANDJON & Cie., Mecaniciens - Constructeurs. RENENS - Lausanne. Construction spe'ciale ä e'tancheite absolue - ameliore le rendement de votre moteur en evitant despertes de compresston. Tient sur moteur ä haut regime. Depots principaux: LAUSANNBi Garage Beau Seour MONTREUXt Garagee du Kursaal, NYONi GGarage de Nyon, Mr. Mr. Sudheimer: Mr. Junodj Schenkel. Agent general: Mr. Louis BOILLET, PlaceChauderon2O LAUSANNE QUALITE D'ABORD LES 8IX CYLINDRE8 GENERAL-VERTRETUNG für die SCHWEIZ ORIGINAL-SANKEY-RADER mit Wulst Straight-Side und Tiefbettfelgen für jede Pneugrösse FIAT-Ersatzräder GROSSES LAGER Eigene Fabrikation Stahlscheibenräder für Lastwagen, Autobusse, Personenwagen usw. SPEZIALITÄT: Umwandlungen von Kraftfahrzeugen auf Luftbereifung. Naben u. 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