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E_1928_Zeitung_Nr.025

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Ausgabe: Deutsche Schweiz. BFRH. monrep. 19. marz 1928. FünfteSaton-Nummcr Nummer 20 Cts. • ., Jährgang. —"N ö 35. ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrs-Interessen ABONNEMENTS-PREISE: Encneint Jeden Dienstag und FralUfl Monatlich „Gelbe Halbjährlich Fr. 5.—, Jährlieh Fr. 10.—. Im Ausland unter Portozmehlag, solern nicht postamtlich bestellt Zusehlag für postamtliche Bestellung im ADMINISTRATION: Breltenralnstrasse 97, Bern In- und Ausland 30 Rappen. Postcheck-Kechnung 111/414 Telephon Bollwerk 39.84 , Telesmnm-Adresie: Autorevue Bern Das Kilometer-Rennen liegt hinter nns. mission. Unter strahlendem, blauem Himmel hat es stattgefunden. Es bedeutete einen Riesenerfolg. Wenn auch bekannte Typen, wie Benoist und Marchant, fehlten und der ungeheuren Zuschauermenge damit einen prächtigen Wettkampf vorenthielten, so kam diese doch voll und ganz auf ihre Rechnung, haben doch u. a. zwei Wagen die 180-km-Grenze erreicht. Die Wagenabnahme. fand Samstag von 15 Uhr an statt. Die Fahrer sammelten sich im grossen Hofe der Ecole da Chemin Gourgas, wo der Präsident der Der von der « Automobil-Revue» für das Kiloraeter-lancö gestiftete Becher. Das Photo wurde in unseren Bimaux in Genf aufgenommon im Mouiüut, flu der Becher der Sektion Genf zu^estel t wurde- Das Organisationskomitee bestimmte die Gabe für die bestgefahreno Zeit dos Taces. (Photo «Automobil-Revue» ) kann. Das nationale Rennen unterschied sich vom internationalen nur durch seinen Namen und durch andere Gruppierung der Wagen. In sportlicher Hinsicht bestand kein Unterschied. Am Sonntag beendigte ein einziger ausländischer Fahrer das Rennen, aber die Gräfin Einsiede!, die sich sowohl im nationalen wie im internationalen Rennen eingeschrieben hatte, nahm nur am nationalen teil. Die Tourenwagen warfen sich zu allererst auf die Strecke. Mit Ausnahme der besten, wie auch der schlechtesten Zeit, waren sie alle zusammen in der Hinfahrt schneller als in der Rückfahrt. Rouviere eröffnete den Wettbewerb auf seinem kleinen Fiat-Wagen, welcher mit Leichtigkeit 100 km aus sich herausgab, Wagenabnahme-Kommission, Herr Maurice Delessert, umgeben von den weitern Mitgliedern Tarlet, Vigny, Heber, de la Harpe, Grillet, Geneux, Binet, Devaud, die Wagen mit kritischen Blicken abnahm. Er wurde in seiner Arbeit des weitern unterstützt von den Herren Crelenoud und Brieger, Ingenieur, Sekretär der nationalen Sportskomtrotzdem die Auspuffröhre ein vollkommenes Funktionieren des Motors hinderte. Er wurde gefolgt von Frau Spiegel, die ebenfalls auf einem Fiatwagen die normale Geschwindigkeit der Tourenwagen um ein Gutes übertraf. Später, sah man den Amateur Landis durchfahren, ' der mit seinen Zündkerzen Pech hatte und die Rückfahrt aufgeben musste. Mit einem Fiat-Wagen 1500 cem sauste Scheibler im Tempo von 110 km vorbei. Der" Amateur Gallay auf Ceirano blieb Zweiter.: Er wird dennoch befriedigt sein, da er gegenüber dem Kilometer-Lance von Altstetten ein'Mehr von 8 km erzielt hat. Keller auf Bignan startete in der 2-Liter- Klasse einzig, Perrotin auf Talbot in der 3- Liter-Klasse. Es ist deshalb nicht weiter erstaunlich, dass sie nicht alles aus sich herausgaben und die Wagen trotz ihres höhern Zylinderinhaltes unter dem Mittel ihrer Vorgänger blieben. Der grosse Kampf spielte sich allerdings erst bei der 5-Liter-Klasse ab, bei der sich INSERTIONS-PREIS: Die achtgespaltene 2mm hohe Grundzelle oder deren Raum 45 Cti. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Cts. Grössere Inserate nach Seitentarif, inserateusehluss 4 Tage vor Erscheinen der betreffenden Nummer Sport &mm Äutoemobilsalon Das K.iloxrL©tex* Wir wollen nicht unterlassen, die Wiederaufnahme der Tätigkeit des Herrn Delessert in den A. C. S.-Unternehmungen wärmstens zu begrüssen, war doch der seinerzeitige Rücktritt einstimmig bedauert worden. Auf der Piste. Die strahlende Sonne eines ersten Frühlingstages lockt schon in den ersten Morgenstunden gegen Eaux-Mortes eine unabsehbare Menge. Die Wagen stauen sich längs der Strasse. Der Automobiltross, der sich auf der Landstrasse zusammenschloss, war ein gewaltiger. Die 300 Tribünenplätze sind ausverkauft, die Billets fehlen. Eine derart gewaltige Völkerwanderung hat die prächtige, sonnige Genfer-Landschaft wohl schon lange nicht mehr gesehen. An den beiden Endpunkten des Rennens liegen als Starter ihrer Aufgabe ob auf Seite Genfs die Herren Hoffer, Präsident, Darbellay und Fusslin jun., auf Seite Chancy die Herren Mallet und Ansermer. Bei der Einfahrt in die abgemessene Kilometerstrecke stehen" bei ihren Apparaten die Herren Delessert, Brieger,, Crossaz imd Magnin. Am andern/Ende die Herreil Pöulin ürid'TussIin. In Gebrauch stehen gleichzeitig der hydraulische Schlauch und das. Band, damit das.. Maximum der Kontrolle .sichergestellt sei. M. Tarlet leitet mit gewohnter Meisterschaft seine Verkündungstafel imd ffinden sanitären Dienst hatte man sich die ^Leitung des Herrn Dr. Koechlin gesichert, der glücklicherweise nie in Anspruch genommen werden musste. Die ganze Organisation war vollkommen. Den Herren Dupuis, Nerbollier,. Bohy, dem speziell das Polizeiwesen unterstund, gebührt Anerkennung und Dank. Das ganze ist so vollkommen vorbereitet, dass Herr Chantre, der Chef des ganzen Generalstabes, punkt 9 Uhr das Zeichen des Beginnes anzeigen Rennen Amilcar, Bugatti, Martini und Mercedes teilen sich in die Lorbeeren des Tages J? '" ^ 1 Blieben noch die beiden Martini-Wagen! Auf der Hinfahrt hielten sich beide Wagen ungefähr die Stange. Eher zeichnete sich ein kleiner Vorteil für Häfliger aus. Der Letztere verlor aber auf der Rückfahrt durch Motorverschulden mehr als 3 Sekunden, während sein Kollege die Geschwindigkeit zu steigern vermochte und es zum erstenmal unter die 30 Sekunden bringt. So placiert sich Büttikofer auf Martini mit 118 km 500 pro Stunde als Erster, für unsere Schweizer-Industrie eine grosse Ehre. Die Sportwagen erregen besonderes Aufsehen. Der erste, Favre auf Alfa-Romeo, mit seinem 3-Liter- Wagen, erzielt mit 119 km bereits ein besseres Resultat als die besten Tourenwagen. Gacon auf Martini muss sich mit seinem 4,4-Litcr-Wagen trotz seiner Wachsamkeit vor dem 8-Zylinder-Wagen Steyr, geführt von Freuler, beugen, der den Sieg mit^eirieni Mittel unter 24 Sekunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 151,261 km \aiv Die Preise des Kilometcr-lauce, die in den Schaufenstern der Firma Jaquet an der Rue du Rhone 2, in Genf, ausgestellt waren. • (Photo P. Geiselhard. Genf.) sechs Konkurrenten angemeldet hatten, wovon Boissier ausser Programm startete und auf seinem Chrysler als Erster einlief, gefolgt von Reiber auf Jewett. Nach ihm folgen zwei andere Chrysler-Wagen, der eine geführt vom Berner Wehrli, der andere vom Genfer Blanc, die sich durch ihre grössere Schnelligkeit und ihre Regelmässigkeit im Rennen auszeichneten. Blanc musste mit 15/100 Sekunden Unterschied sich als Zweiter begnügen. (Es war dies nach dem Rekordversuch von Giubiasco das erstemal, dass man mit der Uhr Nardin Hundertstelssekunden chronometrierte.) sich reisst. Sein heftiger Gegner, Schlotterbeck auf Stutz, verzeigt nicht ganz zwei Sekunden mehr Fahrzeit. Die Rennwagen passieren mit fabelhaften Geschwindigkeiten. Es sind leider nur vier, die am Rennen teilnehmen. Karrer, auf einem säubern und forschen Bugatti-Wagen, \Yi Liter, mit Kompressor, 1-Plätzer, gewinnt mit einer Sekunde Vorsprung gegenüber der besten Zeit der Sportwagen. Ein Moment nachher wischt Probst auf Bugatti, 2 Liter, ohne Kompressor, diesen Erfolg wieder aus, indem er die Zelt-auf Martin auf Amilcar gewann, trotz den für ihn ungünstigen Bedingungen, das internationale Rennen. Hinter ihm: Herr Sarbach, der Generalvertreter der Firma Amilcar für die Schweiz. (Photo P. Geiselhard. Genf.) Heusser.auf Bugatti passiert die Tribünen. Er fuhr die beste Zeit des Tages im nationalen Rennen und gewann den von der «Automobil-Revue» gestifteten, oben wiedergegebenen Becher (Photo P. Geiselhard, Genf)