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E_1928_Zeitung_Nr.025

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16 ÄUTOMOB1L-RFVUE

16 ÄUTOMOB1L-RFVUE Schweizerische Industriegesellschaft und Aluminiumindustrie Neuhausen. Die von der Schweizerischen Industriegesellschaft Neuhausen gelieferte Karosserie des Six Wheelers «Safeway» fällt trotz ihren grossen Ausmassen (6,7 m Länge, 2,2 m Breite) durch ihre gefällige und elegante Form auf. Sehr beachtenswert ist die weitgehende Verwendung von Aluminium als Baumaterial. Das gesamte Gerippe, Dachrahmen, Gurten, Verstrebungen, kurz alle metallenen Konstruktionsteile, bestehen aus einer «Anticorodal» genannten Aluminiumlegierung. Diese wird von der Aluminiumindustrie A.-G. Neuhausen geliefert, die übrigens auf Stand 26lb noch eine Fülle von Aluminium- Chassiseinzelteilen ausstellt. Das Anticorodal ist eine besondere korosionsbeständige Aluminiumleichtlegierung, dessen Härte und Festigkeit durch Wärmehärtung innerhalb weiten Grenzen beliebig festgelegt werden können. Das Material ist schmiedbar und kann leicht gewalzt und gepresst werden. Den Fachmann dürfte es interessieren, dass Anticorodal über eine Zugfestigkeit bis zu 36 kg/ mm 3 verfügt und eine Brinell-Härte bis zu 100 kg/mm s aufweist, also ganz bedeutende mechanische Qualitäten besitzt Die äussere Verschalung des Karosseriegerippes besteht aus Aluminiumblechen, die durch das Lösen einiger Schrauben leicht auswechselbar sind. Ebenso kann die gesamte Karosserie rasch vom Chassis getrennt und abgenommen werden, was wesentlich zur Rationalisierung von Revisionen und grossen Reparaturen beiträgt. Die Innenausstattung lässt an Confort und Gediegenheit nichts zu wünschen übrig. Die 25 gepolsterten Plätze bieten bequeme Sitzgelegenheiten und hartnonisieren vorzüglich mit den Wandbekleidungen aus Mahagoni und Leder. Das prompte Ein- und Aussteigen der Passagiere wird durch eine gutdimensionierte Doppeldrehtür ermöglicht, die vom Führersitz aus durch einfache Hebelbewegung in Funktion gesetzt werden kann. Eine breite, einfache, in der Diagonale liegende Türe dient als Notausgang. Der grosse Vorteil der Aluminium-Karosserie liegt vor allem in ihrem geringen Gewicht. Der ausgestellte Wagen wiegt insgesamt 6480 kg, wovon nur 1880 kg auf die Karosserie entfallen, was ein sehr günstiges Verhältnis in der Gewichtsverteilung ergibt. Durch die Gewichtsreduktion können erhebliche Einsparungen der Betriebskosten infolge geringeren Verbrauches an Brennstoff und längerer Lebensdauer der Pneus erzielt werden. Z. Bosch. Wer Bosch nennt, beschwört damit die Erinnerung an die gesamte Entwicklung der Hochspannungszündung bis zu ihrem heutigen Hochstande .herauf, die mit diesem Namen untrennbar verbunden ist. Inmitten der südlichen Schmalseite der Galerie gelegen, fällt dieser Stand angenehm durch seine gediegene Einfachheit gegenüber manchen andern auf, die durch die Zahl der Gegenstände oft das Auge des Besuchers verwirren. Zu sehen sind vor allem die bekannten Spezialitäten des Hauses Bosch, nämlich die kombinierte Batteriezündung, eine Lichtmagnet^Zündmaschine, Parabolische Scheinwerfer, das Modell zur praktischen Vorführung der bekannten Bosch-Bilux- Abblendung mit Fuss- oder Handschalter, Suchscheinwerfer, das bekannte Bosch- Horn, das neuerdings auch mit geradem Schalltrichter zu wesentlich verbilligtem Preise geliefert wird. Den Glanzpunkt dieses Standes stellt jedoch das neueste Erzeugnis der Boschwerke dar, nämlich die Bosch-Pumpe für Acro-Moloren. Letztere arbeiten bekanntlich auf dem Prinzip der Eigenzündung durch Ueberkompression auf ca. 30—40 Atmosphären, wobei im gegebenen Moment der Brennstoff in den Zylinder eingespritzt wird. Bei den Vorführungsmodellen der Bosch-Pumpe sieht man, wie die Zylinderfüllung, bestehend aus Treib- und Schmierölmischung, in vernebeltem Zustand unter hohem Druck stossweise aus den Düsen herausgepreßt wird. Wenn man dabei noch vernimmt, dass einzelne Teile dieses Aggregates Toleranzen von nur 1/2000 mm bedingen, so gilbt das einen kleinen Begriff der Ingenieurwissenschaft, die im Boschwerk täglich vollangestrengt an der Arbeit ist. Pirelli. Ist es Verabredung oder Zufall, dass die meisten auf dem schweizerischen Markt arbeitenden Pneufirmen am diesjährigen Salon nicht offiziell vertreten sind? Pirelli hat jedenfalls die Gelegenheit nicht verfehlt, den zahlreichen Interessenten die Bekanntschaft mit seinen sämtlichen Reifenfabrikaten zu vermitteln. Neu aufgenommen wurde die Fabrikation der metrischen SS-Reifendimensionen, so dass die Besitzer von Wagen, die mit der exzentrischen Sicherheitsfelge ausgerüstet sind, ebenfalls beliefert werden können. Besonderes Interesse bei Lastwagenbesitzern erweckt der Pirelli-Luftkammer-Riesenreifen, dessen Konstruktion von den. als «Halbpneumatiks» genannten Kissenreifen insofern abweicht, als die innere Luftkammer vollkommen hermetisch abgeschlossen ist Wir haben es also eigentlich mit einem Luftschlauch zu tun, dessen Lauffläche durch eine Vollgummimasse gebildet wird, welche die Rolle des in Wegfall kommenden Pneus übernimmt. Unter offizieller Kontrolle • stattgefundene Versuche haben ergeben, dass dieser Luftkammerreifen die Unebenheiten der Strasse besser absor- (biert als der unter Luftdruck stehende Hochdruckpneu. Der wirksame Schutz der Strasse gegen Beschädigung durch zu stark abgenutzte Reifen wird bei Pirelli dadurch erzielt, dass der Luftkammerreifen •nur bis zur Kammer selbst abgefahren werden kann, im gegebenen Moment also automatischen Ersatz erfordert Vom englischen Kautschukmonopol ist Pirelli durch den Besitz eigener Gummipflanzungen auf Java unabhängig. Union-Ketten. Alle Ketten, die im Unionstand ausgestellt sind, stammen aus den Werken von Madretsch. Die Ketten zeichnen sich durch eine vorzügliche Anpassung an spezialisierte Verwendungsfahrten aus. In erster Linie erblikken wir eine Sammlung von Schnee- und Eisketten, die von der Fabrik seit vielen Jahren mit einer grossen Fertigkeit hergestellt werden und beim Automobilisten in gutem Ruf stehen. Auch die Ketten für Motorräder, Lastwagen, Traktoren zeugen von der gleichen Solidität und Zweckmässigkeit in der Konstruktion. Die Firma Union ist imstande, selbst den schwersten Anforderungen Genüge zu leisten. Die Ketten für Lastwagen, Traktoren und Anhänger sind Spezialfabrikate, die den Bieler Werken ein vorzügliches Renommee verliehen haben. Ausser den Schneeketten fabrizieren die Unionwerke jegliche Art von Ketten. Die Unionfabrik war die erste, die diese Ketten mit Hilfe der Elektrizität zu schweissen vermochte. Delarue & Meylan. Ein interessanter Stand auf der Galerie ist der Stand 239 der Firma Delarue & Meylan, in dem die Kugellager Timken ausgestellt werden. Wir können von 'diesen Kugellagern behaupten, dass sie allen Anforderungen der Sicherheit genügen und sich durch ein weiches Funktionieren auszeichnen. Sogar nach langem Gebrauch lässt sich bei den Kugeln kein Spiel feststellen. Der Vorteil der Kugellager Timken besteht in der Tatsache, dass sie neben der radiaten Belastung eine starke axiale Belastung ertragen. Sie werden dadurch unentbehrlich; für die vordem Naben, für die Pivot der Lenkung und für die konischen Verbindungen. Neben diesen Rollenlagern finden sich auch elastische Rollenlager Hyatt für starke und lange Beanspruchung vor. Diese Rollenlager haben die interessante Eigenschaft, dass sie sich in gleichem Masse wie die Welle biegen, die sie tragen. Ihre Nützlichkeit ist für die Werkstätten von grosser Tragweite. Wir sehen im Stande auch noch Rollenlager New-Departure (N D), die sich durch eine hohe Genauigkeit auszeichnen. Daneben können wir auch noch verschiedene typische Anwendungen Rollenlager im Stande betrachten. Karosserie-Werke Bern. Schwergewicht beherrscht diesen Stand. Ein alter Freund, der Stadt-Omnibus Bern auf Saurer-Niederrabmen-Chassis grüsst uns, Flettner-Lüftung und Frischluftheizung sind die neuesten Errungenschaften, die im Verein mit dem luxuriösen ledergepolsterten Sessel den Beschauer zu Zweifeln an den von den S. B. B. beliebten Zuschlägen für Pullman-Wagen anregen. Firestone-Ballonriesenreifen verkünden stolz, dass sie dem rentablen Ableger des Berner Trams bisher die Bekanntschaft einer Wegstrecke von 1,338,683 km vermittelt haben. Nebenan eiü dem Berner Bus an Grosse nur wenig nach-, stehender Alpenwagen mit Kurbelverdeck, 1^ Patent Ramseier, Streun & Cie., und last but* not least ein Postkurs-Wagen auf dem Chassis unserer Nationalmarke Martini, dem man es durchaus nicht ansieht, dass in seinem geräumigen Inneren 7—8 Personen Platz finden. bequem ERSTKLASSIGES SCHWEIZERFABRIKAT! STAND 261 DIE MARKE DER OZEANFLIEGER! WosdcmiazrA/oiivccwiescn Gz/rossencr: Dou6/c A/Z-lVcaf/ier. 7ö/f dccouvm6/c.BRE l/£TS V/S/T£Z A/Or/L£ STAA/O AM SAlOAl D£ C£A/£V£ c.a

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