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E_1928_Zeitung_Nr.026

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AUTOMORTL-RFVUB

AUTOMORTL-RFVUB 1928 DER NEUE 15/70 PS 6 CYLINDER 3 LITER hat sich durch seine geniale Konstruktion auch die Bewunderung der Schweizer Äutomobilwelt errungen Was führende Pressestimmen sagen: „Eines der interessantesten Objekte, das je auf einer Automobil-Ausstellung zu sehen „war, ist das AUSGEZEICHNETE RAHMENLOSE „AUSTRO-DAIMLER"-CHASSIS. „Die Konstruktion ist geradezu verblüffend. Man traut kaum seinen Augen und wun- „dert sich, dass diese Lösung nicht schon früher gefunden wurde." Das Skelett des Wagens besteht aus einem zentral ge'egenen, starken Rohr, von welchem sich zwei Arme nach vorwärts ausbreiten, die den Motor tragen, und an denen in der üblichen Weise die halbelliptischen Federn der Vorderachse befestigt sind. — Die Karosserie liegt auf Trägern, die an dem Rohr montiert sind und es ist einleuchtend, dass die durch die Fahrt entstehenden Schwingungen zumindest auf die Hälfte reduziert werden. — Dadurch wird erreicht: Unbedingtes Strassenhaftvermögen, bei schnellem Tempo, in scharfen Kurven, auf schlüpfrigem Terrain, infolgedessen ein sicheres und bequemes Reisevermögen! Dem Ä. D. R.-CHÄSSIS ebenbürtig ist seine mit vollendetstem Geschmack gebaute KAROSSERIE, die Schönheit, Luxus und höchste Bequemlichkeit in sich vereinigt, Versuchen Sie dieses Wunder, den A. D. R., und Sie werden, wie viele erste Fachleute es bereits sind, überzeugt und begeistert sein. Generalvertretung für die Schweiz: Bahnhofplatz Kantonale Vertretungen sind zu vergeben! Telephon Uto 17.37 if

m il. Blaf 4 BERN, 21. März 1928 Rasch und sicher. Im Zeitalter des Automobilismus ist es unbedingt wichtig, dass das Publikum für eine sorgfältige Strassendisziplin erzogen wird, und jeder Strassenbenützer die Verkehrsregeln kennt und sie aus eigenem Bedürfnis und aus eigenem Verantwortlichkeitsgefühl heraus zu beachten gewillt ist. Wie viele Verkehrsunfälle sind darauf zurückzuführen, dass dem Strassenbenützer «der Sinn für die Strasse» fehlt, dass sich sowohl der Fussgänger als auch der Fuhrmann noch nicht an das Automobil gewöhnt haben und immer noch im Wahne leben, die Strasse gehöre ihnen allein. Es ist ausserordentlich begrüssenswert, dass die Behörden alles daran setzen, um die täglichen Unfälle auf ein Minimum zu beschränken. Allein Verkehrsgesetze und Reglemente, Verkehrspolizei und Warnungstafeln genügen nicht mehr. Die einfachsten Regeln der Strassenbenützung müssen jedermann bekannt sein. Wohl aus diesen Erwägungen heraus hat Herr Polizeikommissär Müller in Bern ein willkommenes Verkehrsbüchlein für Führer und Fussgänger herausgegeben, das wir unserseits wärmstens begrüssen. Führer und Fussgänger werden in einfacher Sprache, in übersichtlicher Form und an Hand zahlreicher Skizzen mit den wichtigsten Verkehrsregeln bekannt gemacht, und zweifellos wird jeder Leser nach genauem Studium des Inhaltes einsehen, dass das freiwillige Beachten der Regeln in seinem eigenen Interesse liegt, und dass die Sicherheit der Strassen nur dann gewährleistet ist, wenn alle Strassenbenützer sich richtig verhalten. Das Büchlein zerfällt in zwei Hauptabschnitte. Dem Führer werden die sechs Hauptrcgeln für sicheres Fahren erläutert, die der englische Verband zur Hebung der Verkehrssicherheit herausgegeben hat. Sie richten sich nicht nur an die Autofahrer, sondern auch an die Radfahrer und Fuhrleute und lassen sich in solgende Merksätze zusammenfassen: Halte die Augen offen und den Geist wach, sei somit .aufmerksam; fahre immer so, wie du wünschest, dass die andern fahren, sei somit höflich; halte dich selbst und dein Fahrzeug in fahrtüchtigem Zustand, kontrolliere also dich selbst und dein Fahrzeug; beuge jeder Gefahr vor, denke somit an all das, was gefährlich ist; lerne, gib und befolge die. anerkannten Verkehrszeichen und schlussendlich, gehorche dem Gesetz. Mit Recht hat Polizeikommissär Müller ganz speziell verschiedenes Verhalten und Nichtverhalten eingehender auseinandergelegt. Alle Führer, besonders auch die Leiter bespannter Fuhrwerke, sollten sich diese goldenen Regeln genau einprägen. Für den Fussgänger, der iiachgewiesenermassen an mindestens 50 Prozent aller Strassenunfälle im Stadt-Verkehr selbst die Schuld trägt, und der unbedingt sich dessen bewusst sein muss, dass auch sein Verhalten für den reibungslosen Verkehr mitbestimmend ist, hat Polizeikommissär Müller zehn Regeln aufgestellt, die aller Beachtung wert sind. Ganz besonders begrüssen wir auch die Forderung eines vermehrten Verkehrsunterrichtes in der Schule. Beinahe jeden Tag können wir in der Presse lesen, wie Kinder, denen der Sinn für die Strasse eben noch nicht beigebracht wurde, in daherfahrende Autos hineinrennen, ohne dass es dem Führer möglich wäre, das Unglück zu verhüten. Wir gehen deshalb mit der Forderung eines Sicherheitsunterrichtes und einer täglichen Belehrung vollständig einig. Die beste Belehrung ist allerdings das gute Beispiel des Erwachsenen, und deshalb ist es Pflicht aller Eltern, sowohl durch Beispiel, wie durch Unterricht, ihre Kinder vor tödlichen Unfällen zu bewahren. Was tut der Führer bei Unfällen? Eine Frage, die der Verfasser des Büchleins klar und eindringlich beantwortet und die wir allen Automobilisten zur nachhaltigen Beachtung empfehlen. Es liegt im Interesse der Automobilisten selber, wenn hässliche Erscheinungen, auf die wir auch in der «Automobil-Revue» mit aller Schärfe hingewiesen haben, verschwinden. Das Büchlein « Rasch und sicher » ist ein Verdienst. Wir wünschen.ihm die weiteste Verbreitung. Ganz besonders gehört es auf das Pult eines jeden Lehrers, der an Hand dessen seinen Schülern den interessantesten und aufschlussreichsten Verkehrsunterricht erteilen könnte. K. Warum die Pneus nicht ausgestellt haben? Genf, den 20. Märe 1928. Herr Direktor ! Sie publizieren in Ihrer Nummer vom 17 März einen kleinen Artikel über die grossen Pneumatikfirmen, der auf Grund einer Mitteilung der Salonleitung inspiriert wurde. Wir bitten Sie, ususgemäss in Ihrer nächsten Nummer die vorliegende Erwiderung zu veröffentlichen, die jener Kritik antwortet, der Sie in Ihren Spalten Raum gegeben haben: Man hat verschiedenen grossen Pneumarken vorgeworfen, dass eio sich am diesjährigen Salon nicht beteiligt haben. Zuerst ist zu bemerken, dass die Leitung des Salons selber sich äusserte. dio Abwesenheit dieser Marken bedeute kein Präjudiz, da sie ja über hundert Anfragen um Stände zurückweisen musste und somit nicht den Ansprüchen aller Ausstellerfirmen genügen konnte. Als der Salon in seinen. Entwicklungsjahren stand, war die Beteiligung ein kühnes und Ungewisses Unternehmen. Dio genannton rinnen haben damals nicht gezögert, ihm ihre Unterstützung zu leihen. Heute ist der Erfolg sicher, denn die Leitung des Salons ist gezwungen, Aussteller abzuweisen oder den Raum der Stände zu beschränken. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass das Publikum lieber in Musso die Reifen an den Rädern der Personenwagen, Lastwagen und Autobusse betrachtet als in den Pneumatikständen selber, wo sie doch nur in Reihen oder in Haufen aufgeschichtet werden müssen. Die grossen Pneumatikfirmen haben es daher für gut gefunden, ihre Produkte nicht zweifach auszustellen und lieber den zahlreichen Zubehörfirmen der Automobilindustrie den beschränkten Platz auf der Galerie, der etwas knickerig verteilt worden ist, zu überlassen. Die genannten Firmen sind erstaunt, dass die Leitung des Salons daran Anstoss genommen hat und die Mitarbeit der Pneumatikfirmen während den schweren Entwicklungsjahren vergessen zu 'haben 'scheint. Sie sind auch erstaunt, dass die Leitung des Salons in dieser Weise ihren Unwillen äusserte. Genehmigen Sie, bitte, usw. Continental Caoutchouc Co. S. A. Dunlop Pneumatic Co. A.-G. Firestone Import A.-G. Goodyear Tire & Rubber Exnort Co. Societe Francaise B. F. Goodrich. 2S.(Die Unterschrift von Michelin fehlt. Red.) II. Blatt BERN. 21. März 192 8 Signalgeben im Oberhasli. Wir erhalten von einem Leser zu diesem Thema, das sowohl von Seite der Behörden wie von seiten der betroffenen Automobilfahrer mit Eifer verfochten wird, die nachstehende Zuschrift: < In Nr. 13 und 10 las ich über Signale und Bussen an der Handeck und möchte Ihnen nun gerne mitteilen, dass auch ich Anfang September 1927 den Polizisten beim Kehrenhaus an der Handeck kennen lernte. Ende September 1927 erhielt ich einen Bussenzeltel von Fr. 15.— wegen « Durchfahrens dieser Kurve ohne Signal » Bestürzt und empört sandte ich den Zottel mit Antwort zurück, da ich sicher war, Signal gegeben zu haben. Ich fuhr den ganzen Sommer öfters über Grimsel und Furka, ohne einen Unfall oder eine Busse zu erleiden und finde, dass ich geradezu « blödsinnig » hätte sein -müssen, wenn ich 10 Meter vor der Kurve und vor dem Kehrenhaus, 2 bis 3 Meter vom Landjäger entfernt, kein Signal gegeben hätte.' Zudem sah ich diese Respektsperson schon aus einer Entfernung von 50 Meter vor dem Hauso stehen. Ich glaubte, die Sacho sei abgetan. Ich erhielt aber eine Vorladung zur Hauptverhandlung nach Meiringen, die nun im April stattfinden wird. > G. in L. Zeityemässe Abblendvorrichtung. Bekanntlich hat die Kantonal-bernische Poüzeidirektion eine Verfügung erlassen, welche vorschreibt, dass Auto- Scheinwerfer trbb endbar gebaut sein müssen. Dieser Vorschrift entspricht dio Verwendung der Os» ram-Bilux-Lampen mit Abblondkappe. Diese Abblendlampe besitzt, wie der Name sagt (Bi-Lux) zwei Leuchtsystemo verschiedener Lichtstärke. Das weit tragendo Hauptlicht ermöglicht einwandfreies Erkennen auf grosse Entfernung, Das abgeblendete Nebenlicht beleuchtet die Fahr-* bahn auf eine genügende Strecke und zeichnet sich durch wirklich bleudungsfrcie Beleuchtung aus. Die Abblendung beruht darauf, dass das Strarhlenbündcl, dank einer in der Lampe sinnreich einge- 1 bauten Abblendkarppe, nach unten gelenkt wird. Der Einhau dieses Abblendsystema bedingt nur geringfügige Aenderungen, welche von jeder gut eingerichteten Werkstatt vorgenommen werden. ad. Die Sektion Uri des A. C. S. ladet auf den 31» März zur Generalversammlung ein. Sio wird ein bedeutendes . Masa von Arbeit zu erledigen haben. Der JaJiresbericht dos Vorstandes wird dieser Tage mit deT Einladung schriftlich den Mitgliedern zugestellt eOMPAGNIE D'ASSISTANCE ET DE PROTECTION JURIDIQUE POÜR LES USAGERS DE LA ROUTE S.A. FONDEE EN 1925 ä GENEVE des et Assistance rapide et efficace par avocats specialistes Agences genera*es dans tous les cantons T Directiön generaie: Geneve, 2, rue de la ßötisserie Direction pour la Suisse Orientale: Zürich. Gartemtr.26