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E_1928_Zeitung_Nr.027

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gekommen ist, wird es

gekommen ist, wird es nächstes Jahr nicht an Nachahmern fehlen. Der Kampf um den Siegertitel wird dann um so erbitterter und interessanter sein. Was die diesjährigen Gewinner anbelangt, so werden sie sich nächstes Jahr erneut am Start einfinden. Die Erfolge der diesjährigen Sternfahrt dürften auch für das Ausland von grösstem Interesse sein, liegt doch der Aufschwung der touristischen Veranstaltungen noch vor uns. Wie wir erfahren, hegen die Organisatoren, entgegen anderen Stimmen, nicht die Absicht, das Rally eines Tages in eine internationale Veranstaltung mit ausländischen Städten als Ausgangspunkten umzugestalten. Es fehlt ja noch so viel, bis das erste Ziel — die wirkliche-nationale Sternfahrt — verwirklicht ist! Die zahlreiche Beteiligung der • Ostschweizer, besonders der Zürcher, hat in'Genf einen ausser'ordentlichen Eindruck ' "hinterlassen. Herr Albert Chantre, der Präsident der Sektion Genf, ist überdies als Gast zur Generalversammlung der Sektion Zürich vom 29. März geladen worden. Wenn die Sternfahrt Ost und West einander noch näher bringt, ist deren schönster Zweck erfüllt. v. Von Stand zu Stand siehe Seiten 10, 12 und 13. Zur Verhütung von Unglücksfällen bei Bahnübergängen. Wir haben in der « A.-R.» immer mit allem Nachdruck die Beseitigung der so gefährlichen, oft mangelhaft beleuchteten oder ganz ungeschickt angelegten Bahnübergänge gefordert. Aber leider ist in dieser Frage bisher noch lange nicht auch mir annähernd das durchgeführt worden, was zwingende Notwendigkeit wäre! Der Frage der Sicherung der Niveauübergänge ist seitens der Behörden die allergrösste Aufmerksamkeit zu schenken, denn die häufigen Automobilunglüksfälle bei Bahnübergängen verlangen eine dringende Elimination des Gefahrenmomentes. Der stark zunehmende Automobilverkehr gibt der Frage ganz besondere Bedeutung! In verdankenswertcr Weise hat in dieser Sache Herr Nationalrat Vallotton-Warftery unterm 5. März folgende kleine Anffage an den Bundesrat gerichtet: «Am 26. 3 uli 1926 sind Hauptmann Doloyros Mild l'Vau auf ihrem Motorrad beim Niveauübergang von Meyriez getötet wprden, Am 24. Juli IÖ27 sind beim Niveauübergang von Gonclles. bei Vivis, drei Insassen eines Automobils setötet. drei •weitero vorletzt worden. Beide Unglücksfälle sind auf den Umstand zurückzuführen, dass dio Barrieren hei der Durchfahrt der Züge nicht heruntergelassen waren. Dio Gerichtsverhandlungen i haben namentlich festgestellt: dass das System einer einzigen elektrischen Glocke mit einein einzigen Ton zu gefährlichen Verwechslungen führen kann, wenn Signale gleichzeitig oder in ganz kurzen Abständen gegeben werden; dass die Wartehäuschen der Barrierenwärterinnen keine Uhr und einige kein Telephon besitzen; dass die Auswahl der Barrierenwärterinnen und ihro loehnisclio Einschulung hie und da zu wünschen übrig lassen; dass drei Wochen vor dem Unglücksfall von Gonelles und einige Tage nachher gowisso Barrieren bei der Durchfahrt der ordentlichen Zügo aus der Simplonlinio geöffnet blieben. Anfrage* Welche Massnahmon sind ergriffen, um dio Wiederholung solcher Unglücksfälle /.w. verhindern? Was ist auf den für optisch-akustische Signale bestimmten und im Jahro 1924 vorgeführten. Apparaten geworden?» Auf diese Anfrage hat der Bundesrat unterm 19. März folgende Antwort gegeben : Die Sicherung der Strassenfahrzeugo und Fussgäuger bei Niveauübergängen, dio mit bedienten Barrieren versehen sind, hängt von der Vorsicht der Strassenbenützer und von der Zuverlässigkeit der Barrierenwärlerinncn ab. Bekanntlich lassen «.-! die Strassenbenülzer sehr häufig an der nötigen (Fortsetzung siehe Spalto 4) 2JW WwsmWM Genf, den 22. März 1928. Salon! Ist dies nicht das Reich der Frau? Nicht ausschliesslich — sonst müsste es wohl heissen Boudoir. Und doch und doch: ist die Frau nicht auch schon im Automobilsalon — sagen wir mal — wie zu Hause... ? Ist die Psychologie der Aussteller nicht mehr denn je auf den weiblichen Geschmack (oder die weibliche Schwäche...!) eingestellt ? Die Innenausstattungen der Wagen überbieten sich au Bequemlichkeit, an raffinierten Schikanen. Die Polster atmen eine beklemmende Vornehmheit, scheinen nur auf das Parfüm der eleganten Dame zu warten, die sich in den Fond des Wagens schmiegt. Dunkle Rosen leuchten aus KristSllbehältern, die Zigarette verglüht in einem kunstvollen Aschenbecher — ein Griff und gedämpftes Licht fliesst von der Alabasterlampe, in deren Scheine die Puderquaste — eine schmale Hand hat sie dem eingebauten Necessaire entnommen — die zarten Wangen betupft...! Der protzige, schrecklich englische Autokoffer berstet vor Abenteurerlust! Und die Tönungen der Karosserien, diese weichen flattierenden Farben! Böse Zungen behaupten, für die Frau sei die Karosserie das ausschlaggebende! — Oh diese Männer! Ein Sportwoman könnte darob blau werden vor Wirt! Liegt sie nicht an der staubigen Landstrasse unter ihren Wagen? Oelt sie nicht eigenhändig (mit Handschuhen natürlich!) ihren Motor? Mahlt sie nicht am Klausen die Steine im Hundertkilometer-Tempo? Wie haben damals die «fesche Gräfin » und die wind- und sonnengebräunte Frau Merck die Herren der Schöpfung geschlagen — ha, dass man nicht lache!!! Auch die Frau besucht «ihren » Salon und damit basta! Die Selfestfahrerin duldet keine Widerrede. Sie kennt sich aus mit störrischen Motoren! Also Schluss! Nun gibt es aber nicht nur Sportwomen. (Gott sei Dank nicht!) Der Genfer Salon beschenkt uns auch mit jenem Typus, der von seitlichgesteuerten Ventilen eben so viel versteht, wie ein Reh von Seidenstrümpfen — dafür aber ganz Frau ist. Ein Typus, der nur das eine Ziel kennt: nicht mehr zu sein! Die Völkerbundsstadt ist so reich an diesen schlendernden schlankhüftigen Girls. Sie haben zum Besuche des Salons ihre bevorzugte Stunde: das Nachmittagskonzert. Sowie Meister Gabelle den Tafktstock hebt, fluten sie durch

m>27 \ Der «Segen» des Automobil-Dekretes. Gewaltige Schädigung der -wirtschaftlichen Verkehrsinteressen ! Wir haben von allem Anfang an in unserem Blatte auf die gewaltigen Schäden hingewiesen, welche das unrühmlich bekannte bernische Automobil-Dekret zur Folge haben wird. Mit diesem ominösen Dekret hat die bernische Regierung nicht nur die Automobilisten, sondern fast restlos die weitesten, verkehrspolitisch zeitgemäss eingestellten Kreise nicht nur des Kantons Bern, sondern der ganzen Schweiz arg vor den Kopf gestossen. Seit Anfang dieses Jahres ist es nun in Kraft und bereits ist von verschiedenen ausserkantonalen Seiten wegen den schädlichen Wirkungen, die es verursacht, protestiert worden. Es bringt ausser dem Nachtfahrverbot für schwerere Wagen auch noch eine Reihe von ganz empfindlichen, die wirtschaftlichen Verkehrsinteressen ignorierenden Bestimmungen, namentlich über Zusammensetzung und Belastung der Autotransportzüge. Es wird durch dieses ganz unglückliche und verkehrsfeindliche Dekret zweierlei Recht geschaffen: eines für bernische und eines für ausserkautoualc Strassenbenützer! Das ist eine Ungleichheit, die man auch anderwärts schwer empfindet. Gegen dieses Produkt eines ganz unerwünschten und namentlich unzeitgemässen Kantönligeistes sind bekanntlich beim Bundesgericht verschiedene Rekurse eingegangen, auf deren Erledigung man in materieller, vor allem aber in prinzipieller Hinsicht, recht gespannt sein darf. Rekuriert haben u. a. die Aspa, die schweizerischen Autoiiiobilindustriellen, die schweizerische Syiidikatskammer der Automobil- und Fahrradindustric, der Autoschutzverband in Basel, sowie der schweizerische Bierbrauerverbaud. Vorstellig geworden wegen der wirtschaftlichen Schädigung vieler Firmen sind beim Regierungsrat des Kantons Bern die Regierungen von Freiburg und Luzern und nun soll auch der Basler-Regierung Gelegeni heit geboten werden, sich über ihre Ansicht und ihre Haltung gegenüber dem Automobil- Dekret auszusprechen. Grossrat Hanhart hatte dem Grossen Rat von Baselstadt folgende Interpellation eingereicht: < Ist der Regierungsrat bereit, beim Kanton Bern Einspracht) zu erheben gegen das vom Grossen Rat des Kantons Bern erlassene Dekret betreffend Abänderimg und Ergänzung des Konkordates über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vom 81. März 1914, welches auf 1. Januar 1028 in Kraft getreten ist, wonach Motorlastwagen mit nicht bernische'r Fahrbewilligung im Gebiete des Kantons Bern nur noch mit einachsigen Anhängewagen fahren dürfen, während solche mit heroischer Fahrbewilligung noch bis 1932 mit zweiachsigen Anhängewagen fahren dürfen ? > Diese Interpellation ist in der Donnerstagnachmittagssitzung des baslerischen Grossen Rates von Herrn Regierungsrat Niederhauser beantwortet worden. Er legte die Tendenz des Berner-Dekretes dahin aus, dass damit erreicht werden soll, die Strassen vor zu starker Abnutzung durch den Lastwagenverkehr und die Bevölkerung in ihrer Nachtruhe zu schützen. Es ist aber auch offen eingestanden worden, — was wir in unserem Blatte von allem Anfang an betonten, — dass damit auch ein Schutz der Berner Dekretsbahnen (namentlich Lötsehbergbahn) bezweckt wird. Gerade deshalb wurde die Bestimmung erlassen, welche den Gebrauch von Anhängerwagen beschränkt. Bekanntlich dürfen neue Anhänger nicht mehr verwendet werden. Einzig für die vorhandenen Zterner-Zweiachser- Anhänger wurde eine Frist von 5 Jahren gewährt. Dagegen dürfen nichtbernische Zweiachser-Anhänger nicht mehr gebraucht werden. Das ist eine krasse Verletzung der Bundesverfassung über die Rechtsgleichheit. Ein Rekurs ans Bundesgericht wird ziemlich bestimmt gleich ausfallen wie derjenige gegen eine entsprechende Verfügung des Kantons Graubünden, der seine Strassen nur den Bündner Autos öffnen wollte. Die Basler- Regieruuig will zuerst im Sinne einer Verständigung mit der Berner Regierung unterhandeln, um Gleichberechtigung für die nichtbemisehen Anhängerwagen zu erreichen. Repressalien gegen Berner Automobilanhänger sind nicht vorgesehen! Es ist erfreulich, dass von recht vielen Seiten gegen dieses Dekret Sturm gelaufen wird! Vielleicht dass man doch mit der Zeit auch noch in bernischen Regierungskreisen zur Einsicht kommt, und nicht nur für Camionetten mildere Bestimmungen schafft, sondern ganze, dem wachsenden automobilen Verkehr freiere Bahn schaffende Anordnungen, durch Aufhebung des Dekretes, trifft. Mag vielleicht der neue nachstehende Erlass des Polizeikommandos des Kantons Bern ein günstiger Vorbote für eine dem Automobil wohlwollendere Gesinnung der Berner-Regicrrnig sein; in welchem gesagt wird, dass bei 'Auslegung des Art. 40, Ziff. 3, des neuen Äutotnöbildekretes die Polizeidirektion des Kantons Bern in Uebereinstimmung mit der kantonalen Baudirektion zur Auffassung gelangt, dass in Cainionettcn umwandelbare Personenautos, sowie Camionetten selbst, mit Pneubereifung, und deren Tragkraft 1000 kg nicht übersteigt, nicht unter den Begriff « Lastwagen » im Sinne der erwähnten Bestimmung fallen und infolgedessen auch nicht vom Nachtfahrverbot betroffen werden, insofern diese Fahrzeuge den anderen Vorschriften entsprechen?! . . Wir hoffen auf baldige Einsicht, wenn sie auch reichlich spät kommt! R. Trotz Autokonkurrenz — andauernde Prosperität der S.B.B. Trotz der Autokonkurrenz oder wegen der Autokonkurrenz? Keine müssige Frage, seit Herr Bundesrat Haab, als kompetenter Vertreter der S. B. B. erklärte, der Autoreiscverkehr habe den Bahnen vermehrten Personenverkehr zugeführt. Auch im Güterverkehr beginnt die verschrieene Autokonkurrenz ihren segensreichen Einfluss auf die Prosperität der S. B. B. auszuüben. Es werden zwar noch Jahre dahinfliessen, bis aus dem Saulus — dem ewigen Verfechter unumschränkter Bahninteressen —, ein Paulus geworden ist. Auch im Februar haben die Schweizerischen Bundesbahnen günstigere Betriebsresultate erzielt als im gleichen Monat vorigen Jahres. Der Personenverkehr wies eine Frequenz von 8,244,000 Passagieren auf gegen 7,610,000 im Februar 1927. Dadurch sind die Einnahmen auf Fr. 9,174,000 gestiegen, während sie sich vor einem Jahr auf Fr. 8,458,970 stellten. Der Güterverkehr hatte rund 126,000 Tonnen mehr zu bewältigen als im Februar 1927. Es ist erfreulich, wahrzunehmen, wie die durch die wirtschaftliche Konjunktur gesteigerten Transportmengen dank der Tätigkeit des Automobilverkehres (wie stark ist die Sesa daran beteiligt?) in vermehrtem Masse wieder der Bahn übergeben werden. Die im Februar transportierte Tonnenzahl erreichte 1,432,000. Die Einnahmen aus dem Güterverkehr sind damit von 15,955,154 Fr. auf 16,981,000 Fr. gestiegen, ein Zeichen dafür, dass die grösseren Mengen nicht allzusehr auf Kosten der Frachteinnahmen gewonnen werden, dass vielmehr die Eimiahmeirvcrmehrinig AUTOMOBIL-REVUE einigermassen mit der Zunahme der Quantitäten Schritt hält. Die gesamten Betriebseinnahmen der Bundesbahnen betrugen im letzten Monat 26 155 000 Fr., gegen 24 414 124 Fr. im Februar 1927. Auch die Betriebsausgaben haben sich vermehrt. Hatten sie im Februar letzten Jahres 19689 369 Fr. betragen, so sind sie nun um rund 750 000 Fr. auf 20 423 000 Fr. gestiegen — eine bescheidene, wohl in erster Linie durch Mehrleistungen bedingte Steigerung. Iter Bctricbsüberschuss ist um mehr als eine Million Franken grösser als im zweiten Monat vorigen Jahres, denn er ist von 6 082 649 auf 7 825 000 Fr. gestiegen. Die anhaltende Frequenz- und Einnahmesteigerung, die das vergangene Jahr so markant ausgezeichnet hat, ist also auch das Merkmal der zwei ersten Monate dieses Jahres, und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass unsere Bundesbahnen in eine Zeit nachhaltig aufsteigender , Konjunktur eingetreten sind. Für Januar tmd Februar zusammen beträgt der Einnahmeübersehuss 13,084,000 Fr., das sind zweieinhalb Millionen mehr als im Januar- Februar vorigen Jahres! Trotz der Autokonkurrenz oder dank der Autokonkurrenz? lt. Der neue Klausenfahrplan der Oberpost, direktion wird für die Sommersaison auf einen durchgehenden Kurs in jeder Richtung reduziert. Hingegen sollen bei genügender Beteiligung Extrakurse Glarus-Klausen zur Ausführung gelangen. Um die Klausenfrequenz zu heben, gedenkt die Oberpostdirektion eintägige Rundfahrten Zürich-GIarus- Klausen-Brunnen-Zürich zu organisieren, lt. Dunkelfahrerelen. Hierzu schreibt uns ein Abonnent : Als ich letzthin vom Bündnerland herkommend, ca. 9 Uhr, von der glarnerischen bis zur ziircherischen Kantonsgrenze den Kanton Schwyz durchfuhr, begegnete ich nicht weniger als 12 (zwölf) Radfahrern ohne Licht. Ich musterte diese Schwyzerherren etwas näher, soweit es die Dunkelheit gestattete. Zuerst dachte ich, es wären etwa junge Burschen, aber ich erstaunte nicht wenig, als ich meistens ältere Leute erkennen musste. Unter ihnen allen konnte ich bemerken, dass sogar ein den bessern Ständen angehörender Herr, es mochte entweder ein Arzt oder Lehrer sein, in solch unverantwortlicher Weie gegen das Gesetz verstiess. Diese Tatsache lässt mit aller Bestimmtheit vermuten, dass die Polizei des nördlichen 1928 ist die vornehmste Schöpfung einer Automobil - Industrie, die seit zwei Jahrzehnten nur die besten Kreise zu ihrer Kundschaft zählt Kantonsteils diese dunkle Radfahrerei nica*. so stark interessiert wie den Automobilisnure. Ich bin überzeugt, dass, wenn ein solcher •Radfahrer ohne Licht beim Kreuzen mit einem Auto irgendwie zu Fall käme, ohne dass den Automobilisten eine Schuld treffen könnte, letzterer dennoch bestraft würde. In Zukunft werde ich das schwyzerische Gebiet über Schanis—Rappcrswil umfahren. Ein Nachtessen bekomme ich ebenso gut in Eapperswil wie in Lachen. Mit mir waren noch zwei Personen, welche diese Dunkelfahrerei mit ansehen konnten. C. /'. •^W»^frcOT//ffji//?FM Kantonale Walliser Atisstellunsr Siders. 14. August bis 23. September 1928. Am 14. August öffnen sich in Siders dio Tor» der kant. Walliser Ausstellung für Landwirtschait, Handel und Gewerbe, Industrio und Künste. Gegen G00 Aussteller nehmen teil an dieser grossen Musterschau, welche die erste sein wird, die sämtliche Erzeugnisse des Walliser Bodens und der Walliser Erwerbstätigkeit umfasst. Sie -wird ein Gesamtbild bieten über alle Gebiete Walliser Arbeit und Tätigkeit. Für viele Eidgenossen, dio das Wallis wunig oder gar nicht kennen, wird es auch eine Gelegenheit sein zur Reise ins AVallis, um dessen weit und breit bekannten Naturschönhciton zu bewundern, dessen so berühmte Früchte und Weine kennen und schätzen zu lernen. Sie ermutigen dadurch auch die Bevölkerung in ihrer harten Arbeit und Mühe. Die Ausstellung ist in erster Linie den Walliser Produkten gewidmet. Als solche werden ebenfall» betrachtet die Erzeugnisse, welche ausserhalb des Kantons hergestellt wurden durch Firmen, dio ihren Geschäftssitz im Wallis haben. Das gleiche gilt auch für Waren, die im rohen oder lralbrohen Zustand eingeführt werden und hierauf im Kanton eine derartige Umänderung erleiden, dass sie füglich als Walliser Produkte gelten können. Neben dem offiziellen Eröffnungstage finden noch folgende Tagungen statt: G kantonale Tagungen für Westschweizer, Deutschschweizer und Tessiner und dio Walliser ausserhalb des Kantons, 4 kantonale Bezirksversammlungen, ein Pressetag, ein Tag für dio Landwirtschaft, einer für dio Gemeindebehörden, einer für Industrie, Handel und Gewerbe, ein Tag ist gewidmet für dio Volksgebrauche, einer für dio Hotel- und Wirtschaflsbositzer, einer für die Feuerwehren und eio. Tag für die Aussteller. Unter den zahlreichen Konzerten und sportlichen Darbietungen, dio während der Dauer der ganzen Ausstellung stattfinden, geziemt es sich, besonders den grossen Trachtenumzug hervorzuheben, der sich am Sonntag, den 9. September in Siders, der Sladt des lachenden Sonnenscheins, entrollen wird. IM Alf*Zf A A/n Das Endklassement des Paris—Nizza. wir haben in unseren beiden letzten Nummern von der hervorragenden Leistung der beiden Saurerwagen an dem grossen touristischen Kriterium Paris-Nizza gesprochen. Beide Wagen beendeten die Fahrt strafpunktfrei, ein eklatanter Beweis der Spitzenleistung unserer schweizerischen Industrie ! Nachstellend das endgültige Klassement: 1100 cem: 1. Mme. Dupechez (Amilcar), 16 Strafpunkte; 2. Landais (Donnet), 23t Straft). 1500 cem: 1. Do Costicr (Busatti), und Chauviöre (Ghenard-Walcker), ohne Strafpunkte. 2 Liter: 1. Mme. Versigny (Busatti), ohne Strafpunkte; 2. Thouet (Steyr), 46 P., 3. Paauette (Peugeot), 117 P. 3 Liter: 1. Vassello (Hotchkiss), Tchernowski (Hotchkiss), Cambouis (Hotchkiss), Dubois (Hotchkiss), Duhamel (Hotchkiss), Malarct (Voisin), H. Petit (Peugeot), Ghica Cantacuzeno (Invieta). Valcourt (Bugatti), Grosse (Bugatti), ohne Strafpunkte; 11 Lemercier (Voisin), 1 V.; 12. Copner Roger (Hotchkiss), G P.; 13. Bradley (Hotchkiss). 32 P„ 1't. Hanson (Autsro-Daimlcr), 34 P.; 15. Janoir (Voisin), 127 P 5 Liter: 1. Lamy (Chrysler), de Vere (Chrysler), Stoffel (Chrysler), ohne Strafpunkte. Autocars 5 Liter: 1. Bornard (Bernard) ttnrl Gaudermen (Saurer), ohne Strafpunkte. Autocara über 8 Liter: 1. Lamberjack (Saurer) und Iiocourt (Renault), ohne Strafpunkte. v. Dem von Lamberjack gelenkten Wagen fiel ausserdem die Coupe des «Journal» und der «Prix Special de confort pour autocars» zu. Gesperrte Strassen