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E_1928_Zeitung_Nr.027

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1928

1928 — N»27 V E IM T I 6 CYLINDER • 10(40 PS • 17/55 PS • 30(100 PS Das Automobil mit dreissigjähriger Tradition ununterbrochenen Erfolges. Jeder Minerva - Besitzer ist stolz auf seinen Wagen! Er liebt die wundervolle Präzision und lautlose Geschmeidigkeit des Motors. die leichte, mühelose und sichere Handhabung des Volants. Er freut sieh über die Schönheit der Linien, die Bequemlichkeit und Eleganz der Karosserie. Der „MINERVA* verdankt seinen Weltruf und sein Prestige vor allem seinem in höchster Vollendung ausgeführten VENTILLOSEN MOTOR, SYSTEM „KNIGHT", der dem „MINERVA" zu seinem hohen Standard verholfen hat. Verlangen Sie Prospekte, Auskünfte, unverbindliche Vorführung während des „ GENFER SALONS" beim „Minerva"-Stand Nr. 22 oder von der Bahnhofplatz Generalvertretung für Zentral- und Ostschweiz Telephon uto 17.37

27 II.BIatt BERN, 23. März 1928 Zur Förderang des Bei der kürzliclien Zusammenkunft in Paris hat das «Bureau permanent international des construeteurs d'automobilcs» die Grundlage besprochen zur Förderung des Weltautomobilhandels. Das Motorfahrzeug bedeutet schon jetzt in verschiedenen Weltteilen ein unumgängliches Hilfsmittel. In andern rückständigeren Ländern hilft es mächtig an deren wirtschaftlichen Entwicklung mit. Es war daher gegeben, dass Vertreter der 'Automobilfabrikation der neuen und alten Welt aktiv mitarbeiten, damit die sozialen und wirtschaftlichem Vorteile, welche der Motortransport mit sich bringt, weitesten Schichten zugänglich gemacht' werde. In Verfolgung dieses Zweckes kreierte das «Bureau permanent international des construeteurs d'automobilcs» das « Committee for World Motor trade Development» oder mit andern Worten eine Zentralstelle, deren Aufgabe es ist, die Nützlichkeit des Automobils überall zu propagieren. Diesem Komitee gehören an : Charles Petiet, Präsident des Bureau permanent, als Vertreter von Frankreich; Alfred Hacking, Secretary of the Society of Motor.Manufactnrers of F.nglaud; Georg Hancl, Vertreter des Verbandes Oesterreichischer Automobilindustrieller; und Rov. D. Chapin, Präsident des Komitees und Abgeordneter der amerikanischen Automobilindustrie. Das Komitee hat seine Tätigkeit mit der Versendung von Fragebogen nach den meisten Ländern begonnen. Dieselben sollen die positiven Grundlagen für eine universelle Statistik über das Automobilwesen bilden. Die Nachforschungen werden sich indessen nicht nur darauf beschränken, die Anzahl von Luxus- und Lastautos festzustellen, sondern sie sollen zu beweisen suchen, weiche eminente Einsparungen an Zeit und Geld die Verwendung der Motorfahrzeuge mit sich bringt und wie gerade in den Vereinigten Staaten das Automobil ganz wesentlich zur dortigen Prosperität mitgeholfen hat. Das vorläufige Arbeitsprogramm dieses Komitees ist ein dreifaches: Erstens der Kampf gegen die in allen Ländern herrschende irrige Ansicht, dass das Auto ein Luxus sei. We antoinobiUiandels Zweitens die Erwirkung gerechterer Automobilsteuern. • , Drittens darauf zu dringen, dass alle Automobilsteuern ausschliesslich für den Bau von Strassen oder deren Verbesserung reserviert werden. Diese drei Minimalaufgaben haben sich herauskristallisiert aus den frühem Beratungen der Transportsektion der Internationalen Handelskammer, die seinerzeit in Stockholm tagte und bei welcher Gelegenheit der Kongress folgende Postulate aufstellte : In Anbetracht, dass das Automobil, welches früher als Luxus betrachtet wurde, heute indessen ganz wesentlich beiträgt zur .Stärkung eines progressiven Landes, empfiellt der Kongress : a) dass direkte und indirekte Automobilsteuern ausschliesslich den Verkehrsstrassen zufallen. Einzug und Verteilung sollen durch eine staatliche Kontrollstelle erfolgen; b) dass die Vcrkehrsstrassen den jetzigen Verkehrsbedürfnissen entsprechend ausgebaut werden sollen; c) dass die Automobilsteuern derart gehalten werden sollen, dass sie die wirtschaftliche Entwicklung der Motorfahrzeuge nicht hindern; d) dass da, wo die Verhältnisse es als notwendig erscheinen lassen, den Bau von Automobilstrassen Privaten zu übergeben, der Staat sich das Recht des Rückkaufes und der Kontrolle vorbehalten soll; c) dass die Stadtbehörden Massnahmen für eine reibungslose Verkehrsabwicklung, sowie für Garagemöglichkeiten zu treffen haben; ' d) dass für grösscre Sicherheit auf den Strassen zu sorgen, ist, WOZU, ebenfalls die; Belehrung der Automobilfüiirer, der Fitss-- gänger und speziell der Kinder gehört. Alle diese Forderungen werden von dem « World Motor Trade Development Committee » lebhaft unterstützt. Es besteht kein Zweifel, dass das Auto in der Zukunft in noch weit grösserem Masse als bis dato- den Transport von Personen übernehmen wird. Gerade hier öffnet sich, diesem internationalen Komitee ein weites segensreiches Arbeitsfeld. .-.,•- r :'-:' Aber auch die Fragen einer angemessenen Besteuerung, die Finanzierung von Automobilstrassen, die Förderung der Automobilausstellungen, die wie kein anderes Mittel die Nützlichkeit und Bequemlichkeit des Autos dem Publikum greifbar vor Augen führen, werden das Komitee beschäftigen. Es ist einleuchtend, dass der Zusamrnenschluss jedem einzelnen Fabrikanten Nutzen bringen wird. Dabei erachtet das Komitee als eine ihrer vornehmsten Aufgaben, die gegenseitige Konkurrenz zu mildern und die Anstrengungen der Automobilfabrikanten vielmehr auf das eine hohe Ziel hinzuweisen, die gemeinsame Verbreitung des Automobils über alle Länder. J. K. NEUES VOM Lausbuben da und dort... Dieser Tage entzündeten einige Buben mit einem Zündhölzchen das Benzin, das aus einem defekten Benzinbehälter eines Lastwagens ausgelaufen war. Das Automobil fing sofort Feuer, und der Motor wurde stark zerstört. Glücklicherweise konnte das Feuer bald gelöscht und so der Wagen selbst gc- ? rettet werden. Immerhin beläuft sich der entstandene Schaden auf ca. 5000 Frauken. Es wäre sehr nützlich,, wenn die.Lehrer den Jungen neben den Verkehrsregeln, welche es heute zu beachten gilt, um Unfälle zu verhüten, auch aufklärend sagen würden, dass das Automobil kein Spielzeug ist! Alle jene Kinder, die an stillstehenden Automobilen spielen, diesen oder jenen Hebel drücken wollen und nicht wissen, wie mau ihn wieder ausschaltet, sollten ernstlich gewarnt oder im Wiederholungsfälle gestraft werden. Mag man der Jugend dio Freudo am Spielen recht wohl gönnen, so ist das praktische « Chauffeurspielen» an stillstehenden Wagen denn doch eine viel zu riskierte Sache und kann schlimmste Folgen zeitigen, namentlich dann, wenn der Wagen ohne kundigen Führer in Gang kommt. Und gar mit Zündhölzchen soll dio Jugend nirgends spielen; das ist überall ein recht gefährliches Vergnügen. Nicht nur manches Haus ist dieser grossen Untugend wegen in Flammen aufgegangen, sondern auch bei Autos können durch brennende Zündhölzer grosso Gefahren entstehen und eventuell Menschenleben kosten. Rechtzeitige und richtige Aufklärung der Jugend kann da viel Unheil vergüten ... ,i. • D,as Steinewerfen ist auch eine vielgorügto Untugend der Jugend und hat schon manches Unglück verschuldet! Aber was hei Buben noch entschuldigt Svferden kann, musa .schärfsfens verurteilt -werdet!,. NO 2* II. Blatt BERN, 23. März 1928 wenn es von Erwachsenen getan wird. Namentlich in. einem Fa-'l, wo — wie das letzthin im zürchorischen Schwamendingen passierte — ein Mann des Nachts einen grösseren Stein gegen ein Automobil warf. damit die Seitenscheibe des Wagens zerschlug und noch den Fahrer erheblich verletzte. Leider hat man von diesem wegelagernden Burschen noch keine Spur. Es wäre gut, wenn ma-n ihn baldmöglichst erwischen und einer recht scharfen Straft) zuführen könnte, auf dass ihm inskünftig solcha verwerfliche, Menschenleben gefährdende Streichs aus dem Kopfe kämenl An der Dornacherstrasse in Basel ist an einem der letzten Abende ein unbewacht gelassenes Automobil von unbekannter Täterschaft entwendet worden. Man fand den gestohlenen Wagen später auf dem Ruchfeld vor, und nach dem Benzinverbrauch musste angenommen werden, dass dio Diubo eine längere Strolchenfahrt ' mit dem Auto unternommen und dieses alsdann, in beschädigtem Zustande, einfach stehengelassen haben. Wir haben in unserem Blatte auch bereits darüber berichtet, wie dubiose Elemente in Biel auf geheimnisvolle Art Automobile entwenden, zu nächtlichen Spritzfahrten benutzen und nacS Gebrauch!, oder wenn das Benzin fa.st verbraucht ist, einfach in einer abgelegenen, dunklen Strasse stehen lassen. Wie man vernimmt, worden dieso goheimnisvollen Automobilentwendungen fortgesetzt, und es ist zu hoffen, dass man diese Lausbuben bald ausfindig machen und zur Verantwortung ziehen kann! Wer nicht mehr unterscheiden kann zwischen dein und mein, kann nicht erwarten, dasa man solch freche Handlungen etwa als Scherz auffasst... es ist mehr als das ! -oy. Das Warten an Bahnübergängen während den Elekfrifikationsarbeiten. Die Niveauübergänge sind für den Automobilisten nicht nur eine Erosso Gefahrenquelle, sondern zu gewissen Zeiten auch ein. grosses Verkehi'shindernis. Davon weiss manch einer ein gar nicht etwa fröhliches Lied zu siugen! Aber auch Radfahrer mid Fusssränger schimpfen oft tüchtig, wenn sie ganzo Viertelstun-i den lang warten müssen, bis sich die geschlossenen Barrieren wieder öffnen. Während Umänderungsarbeiten, wo noch für Materiallransporle in vermehrtem Masse manövriert werden musa. hat man oft das zweifelhafte Vergnügen, bis zwanzig Minuten warten zu dürfen. So passiorto es dieser Tage an der Hauptstrasse Bern—Biel, dass hei Münchonbuchseo die Barriere dio kurze Spanne Zeit von nur zwanzig Minuten gesperrt war: 13 Automobile, 5 Motorräder und eine schöne Zahl von Passanion warteten, mehr oder weniger geduldig, auf freien Durchgang. Wer Zeit hat. kaum in dieser Wartezeit verschiedene Betrachtungen afl^ stellen; andere haben es aber eiliger, müssen mit Minuten rechnen und freuen sich bei diesem verkehrshindernden, unfreiwilligen Warten am aller-* welligsten an. den hohngrinsenden Gesichtern dea freudiger ~,B(rnflesb l aIinangesteliter ! —ey. Quelques conseils pour le temps froid. 1' A la mise cn route, ne "npyer le carburateur que si c est indispensable. Si le carburateur comporte un volet d'air, ou un correcteur, ne pas oublier de remettre celui-ci ä sa position normale aussitot que le moteur est parti; 2° Appuyer sur la pedale de debrayage en meme temps que vous actionnez le demarreur. Vous diminuerez ainsi les resistances au lancement du moteur. 3° Laisser le moteur tourner au ralenti, pendant quelques minutes, pour lui donner le temps de s'echauffer normalement. Ne jamais "l'emballer" ä froid. 4* Faire emploi d'un couvre-radiateur, surtout en cas d'arrets frequents. 5° Tenir constamment le Systeme d'allumage en parfait etat (rupteur, distributeur et bougies). 6° Vidanger- le Carter plus frequemment qu'en ete pour pallier la dilution, aecrue par temps froid. T Employer exaetement le type de Mobiloil recommande par notre 'Tableau de Graissage". Consultez notre Tableau de Graissage. VACUUM OIL COMPANY S.A.F„ 65, Spalenberg, BALE