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E_1928_Zeitung_Nr.030

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12 ÄUTOMOBIL-REVUB

12 ÄUTOMOBIL-REVUB 1928 - N° 30 !•••••! Projekte 'Äutomob hTouren mecan/c/ens IDtr setzen Sie in Stande Ihren diesjährigen Fahrten den höchsten Genuss abzugewinnen, den Ausflugswünschen Ihrer Angehörigen zuvorzukommen, Ihren Bekannten die lohnendsten Touren vorzuschlagen, ohne jemals den richtigen Weg zu verfehlen. Die Jubiläumsausgabe von O. R. Wagners Führer für Automobilfahrer, die in den nächsten Tagen erscheint unter dem Titel und auf vollständig neuzeitlichen Orientierungsmitteln aufgebaut ist, gibt Ihnen unzählige Anregungen, zeigt Ihnen unterwegs Weg und Steg. Preis nur Fr. 12.—, bei Subskription bis 20. April nur Fr. 9.60. Wenn Sie alte Führer haben, so können Sie Stück für Stück gegen eine Aufzahlung von 6 Franken umtauschen. üerlag CH-Touring Bern, Rutomobil-Reoue. AKT» «. See Contra Igarage Wild «fc söhne 'testeingerichtete Reparatur- Wcrkstälte derZcntralschweiz Telephon 116 u. 124 Basel Hanimerstrasse 46 Telephon Safran 52.36 Garage. Rep.:Werkst. o.uforfei. Garage, Rep.-Wcrkst. Mobiloil. Tel. 9.99 Hermann Nussbaum Nacht. SS. Meier. Buchs (St. Gallon) Union-Garage Telephon 116. A. Sulser, Mitglied A.C. S. Reparaturen - Auto-Taxi Tel. 113. Wilh. Stähle, Jun. Boxen, sHtntl. Zubehör — Tan- und X acht bat nai Wtlsienbühlwet 40 < . ... • ,-;__. Telephon Monbiioustrasn "• W. LupS Bollwerk «U2 Carajje äimmei den Urmmüta, Kinstollballe Keparaturen • Benzin und Oele. - Telephon Ch. 3644 E. Hey er * Sohn, • Bäreneraben 6. Rep-Werkstätte. CluuHeur- Schule. Tel. Zähr 52.42

i? Biat Automobil-Revue •»• »!£ BERN, 2 April 1928 *yF^^^"'"^^^" •^W W ^M W BERN, 2.April 1928 In den ersten Jahren des Autosports begnügten sich die Bahnbrecher des motorisierten Verkehrs bei nächtlichen Fahrten mit •dem bescheidenen Schein einer Oellaterne. Seither hat uns die Technik leistungsfähigere Motoren geschenkt, die Fahrzeuge steigern ständig ihre Durchschnitts-Geschwindigkeit, der Verkehr wird täglich dichter, die Zeit immer kostbarer. Gerade zur Nachtzeit kommen die wirtschaftlichen Vorteile und die Bequemlichkeiten besonders stark zur Geltung. Voraussetzung dafür ist eine tadellose . P 2leuchtung der Fahrbahn. Einige Zubehör- ( / men haben schon frühzeitig diese Bedürfnisse vorausgesehen und elektrische Lichtanlagen für Kraftfahrzeuge geschaffen, deren Lichtleistung und Zuverlässigkeit Weltruf haben. Beute betrachtet es ja jeder Fahrer als eine Selbstverständlichkeit, dass sein Auto mit einem kleinen Elektrizitätswerk ausgestattet ist, dessen Strom ihm zur Ladung der 'Batterie, zum Anlassen des Motors, zürn Betrieb des Signalhorns, des Scheibenwischers und so -mancher anderer Einrichtungen dienen muss. Vor allem aber erzeugt dieser Strom in den Glühlampen der Scheinwerfer das helle, starke Licht, das durch parabolische Reflektoren in genau berechneter Weise weit hinaus auf die Fahrbahn geworfen wird. /'Die Lichtmaschine, das Herz der ganzen \Jeleuchtungsanlag)e, ist nichts anderes als eine kleine Gleichstrom-Dynamo, die vom Motor angetrieben wird. Mit (Rücksicht auf die starken Schwankungen der Motorgeschwindigkeit und der Belastung ist die Besseres Licht für Autos, Lastwagen, Omnibusse und Motos. tend grössere Lebensdauer erreicht als bei Stromregelung. Der Betrieb der Lichtmaschine ist auch bei beschädigter und abgeschalteter Batterie möglich, so dass diese Bosch-Lichtmaschinen in Amerika bezeichnenderweise als « No-battery-Generator » bekannt sind. Ein Rundgang durch die ausgedehnten Werkstätten, in denen diese Lichtmaschinen in moderner Fliessarbeit gefertigt werden, Zusammenbau und Prüfung von Bosch-Lichtmaschinen in Fliessfertigung. Lichtmaschine mit sinnreichen Vorrichtungen ausgestattet, die von selbst für rechtzeitiges Umschalten und für richtige Stromstärke sorgen. Gerade diese als Spannungsregelung bekannte Anordnung der Lichtmaschine ist durch die Robert Bosch A.-G. in musterhafter Weise durchgebildet worden. Auch das Ausland erkennt die Ueberlegeroheit dieses Systems über die sogenannte Stromregelung uneingeschränkt an. Die Batterie wird bei Spannungsregelung rasch aufgeladen, der Ladestrom sinkt dann, je voller die Batterie geladen ist, so dass die Batterie geschont wird und eine bedeulst für jeden sehr interessant. Auf die geschliffenen Stahlwellen werden die gestanzten Ankerbleche aufgepresst, ebenso die aus Kupferstücken und Glimmersoheiben zusammengesetzten Kollektoren; in die Nuten der Ankerkerne werden die isolierten Kupferdrahtwicklungen eingelegt und verlötet. Die Anker werden schliesslich in grossen Kesseln mit einer hochwertigen Isoliermasse durchtränkt und nach dem Trocknen mit den Polschuhen in die Aluminiumgehäuse eingebaut. Die Anfertigung und den Zusammenbau der feinen Regler und Selbstschalter im einzelnen zu beschreiben, würde zu weit führen. Die fertigen Lichtmaschinen werden einer sorgfältigen Dauerprüfung unterzogen. Auch während der Fabrikation werden die einzelnen Teile immer wieder genau auf Masshaltigkeit geprüft; selbst die Rohstoffe, die in den Boschwerken Verwendung finden, werden vor ihrer Verarbeitung ständig auf ihre €üte kontrollliert. Diesem Umstand allein ist es zu verdanken, wenn die Lichtmaschinen später im Betrieb trotz mangelnder Wartung 1 und bei stärkster Beanspruchung nicht versagen. Der Fahrer braucht ja nicht nur ein helles Licht, er braucht auch zuverlässiges Licht, das ihn niemals im Stich lassen darf. Sein Leben hängt ja davon ab. Auch an die Scheinwerfer werden heute sehr hohe Anforderungen gestellt. Sie sollen nicht nur eine grosse Lichtausbeute liefern, sondern auch dauerhaft und dazu formschön sein. Wohl ändert sich hier der Geschmack im Lauf der Jahre, wohl haben die verschiedenen: Erdteile und Nationen ihre besondern Wünsche. Aber alle verlangen leistungsfähige Scheinwerfer mit bequemer Abblendung. Dalbei ist zu bedenken, dass die Scheinwerfer ständig schweren Erschütterungen und alten Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, ganz besonders dem Staub, dem (Regen und dem Schnee. Die hochglanzpolierten Silberspiegel, von deren 'Reflexionsfähigkeit die Helligkeit des auf die Fahrbahn geworfenen Lichtkegels abhängig ist, müssen vor diesen zerstörenden Kräften geschützt sein. Bis heute gibt es keinen andern Metallspiegel, der bei geringerer Empfindlichkeit auch nur annähernd dasselbe leistet wie die gutversilberten, tadellos polierten und staub- und wasserdicht eingeschlossenen Paraber - Spiegel. Schliesslich hängt die Brauchbarkeit eines Scheinwerfers noch von der fehlerfreien Wölbung des Spiegels ab, die so berechnet ist, dass neben dem fernwirkenden, zusammengefassten Lichtkegel auch seitwärts genügend Licht fällt, damit der Fahrer den Strassenrand, den Rinnstein, Kurven usw. genau beobachten kann. Wie entstehen nun die Boschscheinwerfer? Schwere Ziehpressen stanzen aus Eisen- und Messingblechen die Stücke aus, die dann: in mehreren Arbeitsgängen in die genau parabolischen oder trommelartigen Formen der Scheinwerfergehäuse und der Spiegel gezogen werden. Zwischendurch werden diese Teile immer wieder geglüht, damit sie ihre Ziehfähigkeit 'behalten. Bei den Gehäusen werden dann in Fliessarbeit die Stützen angenietet und hartgelötet, um eine möglichst grasse Haltbarkeit der Scheinwerfer zu erzielen. Sorgfältig wird hier die senkrechte Einstellung der Stütze kontrolliert, damit später am Wagen der Einbau rasch und einfach vonstattem geht. Schliesslich werden die Gehäuse unter dem Sandstrahlgebläse 'bearbeitet und spritzlackiert. Die vernickelten Luxusscheinwerfer, wie sie an grossen Wagen beliebt sind, werden dagegen geschliffen und vorpoliert, ehe sie in galvanischen Bädern ihren Nickel Überzug und in der Poliererei ihren Hochglanz erhalten. schicht geschaffen, die nun in galvanischen Bädern in vollkommener Gleichmässigkeit aufgetragen wird. In Arbeitsräumen, die zur Vermeidung auch der kleinsten chemischen oder mechanischen Trübungen möglichst frei von> Staub und Feuchtigkeit gehalten sind, wird dann der Spiegel hochglanzpoliert. Beim Zusammenbau der Scheinwerfer wird die ssehr empfindliche Spiegeloberfläche durch die mit einem Gummiring eingelegte glatte oder geriffelte Scheibe völlig dicht gegen alle äussern Einflüsse abgeschlossen. Während dieses Werdegangs sind die einzelnen Bestandteile der Scheinwerfer immer wieder auf Genauigkeit und tadellose Be- Zusammenbau und Prüfung der Sehaltkasten für Bosch-Anlagen in Kraftwagen. Zusammenbau und Verpackung von Bosch-Scheinwerfern für Automobile, Motorräder und Fahrräder Mit besonderer Sorgfalt werden die aus Messingblech gezogenen Spiegel behandelt. Sie werden zunächst unter hohem Druck planiert, damit eine recht glatte und dichte Oberfläche entsteht. Dann wird die Innenseite geschliffen und vorpoliert und so die tadellos genaue Unterlage für die Silberschaffenheit untersucht worden, so dass jede Gewähr dafür geboten ist, dass nur einwandfreie Erzeugnisse verpackt und verschickt werden. In ganzen Wagenladungen gehen diese Scheinwerfer dann zusammen mit den bekannten Lichtmaschinen an die Automobilfabriken ab. aufgenom- Derselbe Sti«ssentiinnel. vom gleichen Platz aus, bei abgeblendeten Bosch-Scheinwerfern men. Man beachte die gute seitliche Streuung. MHH beachte die starke Fern- Strassenlunnel, aufgenommen bei Fernlicht der Busch-Scheinwerfer wirkung.