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E_1928_Zeitung_Nr.030

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14 AUTOMOBIL-REVUE —

14 AUTOMOBIL-REVUE — REVUE AUTOMOBILE 1928 N» 30 besser die Scheinwerfer, um so flotter die Fahrt! Jeder zünftige Kraftfahrer kennt die Vorteile nächtlicher Autofahrten: Die Strassen sind weniger belebt, er kann deshalb die Geschwindigkeit des Wagens voll ausnützen. Voraussetzung ist, dassdieBeleuchtungsanlage wirklich leistungsfähig ist und die Fahrbahn auf mehrere hundert Meter kräftig erhellt. Lassen Sie sich deshalb nichts anderes einbauen als die gediegenen und preiswerten Scheinwerfer! Die neuen Vorschriften im Kanton Bern treffen auch Sie! Wenn Sie gelegentlich auf einer Autofahrt nachts durch Berner Gebiet kommen, könnten Sie peinliche Auseinandersetzungen mit der Polizei bekommen, falls Sie Ihre Scheinwerfer nicht einwandfrei abblenden können. Aber auch um Ihrer eigenen Sicherheit willen und ausRücksicht auf Ihre Nebenmenschen sollten Sie eine bequeme und wirklich vollkommene Abblendung einbauen lassen. Wir empfehlen Ihnen die Zweifadenlampe, die durch Fussschalter bedient wird, also die allgemein beliebte und preiswerte Abblendung! Den Einbau besorgen rasch und preiswert die BOSCH-Dienste Bern: Solothurn: Ölten: Luzern: Zürich: Louis Hafen, Altenbergstrasse 40—44 Grob, Vogel & Cie., Neue Bahnhofstrasse 179 A. Nething, Tannwaldstr.4a La Chaux-de-Fonds: Schneider & Zoller, Basel: Lausanne: Geneve: Lugano-Cassarate: St. Gallen: 85, rue du Commerce Soller A.-G., Zwingerstrasse 25 Vienny-Renfer, 36, avenue de Cour Robert Bosch S. A., 78, rue de Lausanne Melber & Mai Widler & Hürsch, z. Stahl und Fachgeschäft« S. Kronenberg, Vonmattstrasse 28 Robert Bosch A.-G., Utoquai 57 Preise: Das Paar: 1 Paar trommeiförmige Scheinwerfer, 150 mm Spiegeldurchm., mit Zweifadenlampen Fr. 74.— 1 JJ „ 200 mm „ „ „ „ 94. 1 parabolförmige II 200 mm ii 132.-

— f 428 AUTOMOBIL-REVUE 15 Internat. Ausstellung für Last- und Sonderfahrzeuge In Leipzig Von kompetenter Seite ging uns folgender beachtenswerter Bericht über diese bedeutende automobiltechnische Veranstaltung zu: Auf dem Gebiete der Lastautomobile und Omnibusse wird unermüdlich und erfolgreich gearbeitet. Vor allen Dingen wurde in Leipzig festgestellt, dass sich der Omnibus von den bisherigen Wesen des Lastwagenbaues getrennt hat und sich mehr und mehr der Personenwagen - Konstruktion nähert. Ursprünglich wurde das gleiche Fahrgestell, welches für Lastwagen gebaut wurde, auch für Omnibusse verwendet; man setzte lediglich einen für Personenbeförderung geeigneten Aufbau auf das Lastwagengestell und der Omnibus war fertig. Die sich ständig steigernden Ansprüche des Verkehrs und die in rapidem Masse zunehmende Beförderung von Personen mit Omnibussen führten zwangsläufig dazu, auch die Verkehrsmittel bequemer zu machen und den gesteigerten Bedürfni'ssea des Publikums anzupassen. So kam man u. a. zu einer wesentlich niedrigem Bauart des Fahrgestells, um das Ein- und Aussteigen bequemer zu machen und vor allem auch Unfälle der Wagen zu verhüten. Die Luftreifen und eine bessere Federung der Fahrzeuge trugen dazu bei, das Fahren angenehmer zu machen. Vielseitige, bis in Einzelheiten durchgreifende Verbesserungen 1 führten dazu, die Geschwindigkeiten zu heben, so dass der heutige moderne Omnibus die gleichen Bequemlichkeiten und Vorteile aufweist, die man einem guten Personenwagen nachrühmen kann. Nachdem die Personenwagen mehrheitlich vom Vierzylinder- zum Sechs- und Mehrzylindermotor übergingen, hat sich diese Bewegung auch auf Lastwagen und Omnibusse übertragen. Es ist kein Zweifel, dass der Sechszylinder-Motor in erster Linie den Betrieb elastischer gestaltet, während anderseits ein höherer Preis, eine grössere Anzahl mechanisch bewegter Teile, grösseres Ge- 'cht, höherer Betriebstoffverbrauch daraus resultieren. Für den grossen Ueberlandverkehr in Omnibussen, wie er sich in allen Ländern der Welt, die auf Verkehrshebung bedacht sind, immer mehr herausbildet, scheint die Entwicklung für den Sechszylinder-Motor zu entscheiden, da sich die Bedürfnisse für diese Wagenart auf der gleichen Linie bewegen wie bei Personenwagen^ Bei Lastwagen und Sonderfahrzeugen wird die Entwicklung noch weiter zu beobachten sein, denn' für viele Fälle wird der einfachere und billigere Vierzylinder-Motor vorzuziehen sein. Man körnte auf der Leipziger Ausstellung beobachten! dass die Technik sich bemüht, den Schaltvorgang sowohl bei Lastwagen als auch bei Omnibussen immer mehr zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die hieraus ?°sultierende Erleichterung der Anlernung ../es Personals wird sicher dazu beitragen, dem Nutzfahrzeug eine immer weitere Verbreitung zu verschaffen. Die Erhöhung der Geschwindigkeiten bei Lastwagen und Omnibussen infolge Einführung der Lastreifen und sonstiger technischer Verbesserungen — wir haben heute bereits Omnibusse für den grossen Ueberlandverkehr, die mit 70 km Geschwindigkeit in der Stunde laufen —• veranlassen die- Technik, auf die weitere Ausgestaltung der Bremsen das Augenmerk zu richten, um hierdurch die Sicherheit mit der Geschwindigkeitszunahme in Einklang zu bringen. Dieser Weg ist nach verschiedenen Richtungen mit Erfolg beschritten worden. Sehr beachtenswert sind auch die Arbeiten, die dahin zielen, einmal die bisher verwendeten Brennstoffe durch Erhöhung der Vorverdichtung wirtschaftlicher auszunutzen, und weiter zur Verwendung von minderwertigen schweren Brennstoffen zu gelangen, wie es z. B. beim Dieselmotor der Fall ist. iiin anderes Problem, welches die Kräfte der Technik auf den Plan ruft, ist die Entwicklung des Vorderrad-Antriebs. Die Frage ist sehr aktuell und wird wohl schon in allerkürzester Zeit zu neuen weitern Fortschritten führen. Es ist vielleicht auch nicht uninteressant, bei dieser Gelegenheit kurz auf das Verhältnis des Lastfahrzeuges zur Eise?bahn hinzuweisen. Die öffentliche Meinung hat sich vielfach mit dieser Frage beschaitigt, und es wurde u. a. festgestellt, dass 7. B. dem Güterverkehr der Eisenbahn in Deutschland bisher nur fünf Millionen Ton- nen (1 % des gesamten Güterverkehrs) entzogen wurden, also verhältnfemässig nur ein geringer Prozentsatz. Andererseits aber werden 57 % aller auf der Eisenbahn -beförderten Güter auf Entfernungen unter 100 km transportiert. Wenn man über diese Zahlen nachdenkt, so muss man zu der Ueberzeugung kommen, dass für den Lastkraftwagen noch ein ungeheurer Raum besteht, um den- Nous devons ä 1 obligeance d'une piume autorisee les quelques renseignements suivants concernant cette importante manifestation. Les omnibus et les camions fönt l'objet de recherches actives et d'etudes poussees concernant la vitesse et la simplicite. L'etude du vehicule ä voyageurs se detache tous les jours davantage de celle du camion, et Ton Innenansicht der Internat, Automobil-Ausstellung in Leipzig. Frühjahr 1028. Vue interieure de l'Expoution Internationale Automobile de Leipzig, Printemps 1928. selben in das Transportwesen' der Eisenbahn als verbindendes Glied einzuschalten und gewisse Eisenbahnlinien rentabler zu machen. Die deutsche Reichsbahnverwaltung hat diese Zusammenhänge natürlich bereits erkannt und ihre Massnahmen getroffen, den Lastwagen mit in das Verkehrsnetz der Eisenbahn einzubeziehen. Allgemein verfolgen die Fabriken das hohe Ziel, sich mit ihrer Arbeit völlig in den Dienst der Wirtschaft und des Verkehrs zu stellen. L.M.Z. voit de moins en moins le meme chassis carrosse en omnibus avec la meme facilite qu'en camion industriel. La construetion des autocars et omnibus tient actuellement compte des desirs des voyageurs et s'oriente vers une plus grande accessibilite des organes et vers un surbaissement du chassis, permettant un plus grand confort, une securite de beaueoup augmentee et un acces facilite. Une meilleure Suspension par de longs ies- 40,000 km auf Fisk Ballonreifen hat eine hiesige Firna mit ihrem Wagen gefahren Knufea Sie auch „FISK."-Pneus die Qualitäts- Starke MAX III i\ZIK Usteristrasse 14 GENERAL- VERTRETER: I^H L'Eipositlon des vähicules industrlels de Leipzig. - ZtRICH Telephon Selnau 15.21 sorts, lequipement de pneus au Heu de bandages pleins ont augmente dans de grandes proportions la douceur de roulement; le confort rapproche de plus en plus les a.utobus des conduites interieures de tourisme. La douceur de fonetionnement, la souplesse, la grande puissance du six cylindres, qui lui ont fait conquerir le tnarche des automobiles de tourisme lui fönt actuellement s'assurer la premiere place parmi les moteurs de poids lourds. Ses desavantages, qüi sont : prix de revient eleve, plus grande consommation, poids plus eleve et plus grand nombre de pieces en mouvement, fönt que son application reste l'apanage des seuls vehicules ä voyageurs et que l'application du moteur ä quatre cylindres ©st encore pratiquement la regle pour les camions industriels. Un Probleme que la technique du poids lourd s'est vue obligee d'etudier est celle du freinage du fait des vitesses sans cesse pais elevees qu'atteignent les camions et les omnibus. On possede actuellement des poids lourds capables de faire sur bonne route du 70 km ä l'heure et, vu 1'importance des masses en mouvement, la question du freinage est de celles dont dependent en Premier lieu •la securite et le confort des voitures. Les freins sont ä commande mecanique, hydraulique ou ä air, avec et sans servo-frein, mais generalises aux quatre roues. Un des problemes qui a retenu l'attention des techniciens est celui de la transmission par les roues avant. Cette question d'aetualite verra certainement sa solution d'ici quelques annees. Le developpemenf du trafic par auto-camions et omnrbus en Allemagne est prodigieux et s'etend chaque jour davantage ä des distances de plus en plus elevees. La comme ailleurs, le camion tend ä prendre la place du chemin de fer, tant pour le transport des passagers que des marchandises. L'Exposition de Leipzig fut une eciatante manifest'ation de la vogue de ce mode de transport et connüt de ce fait un succes enorme. Ch. cn Marge La circulation... en Chine. «La Chine est un pays charmant»... qui vous plairait assurcment, automobilistes mes freres ! Bouchot, un francais de lä-bas, y a publie un livre, quasi introuvable en Europe. oü il raconte une promenade dans Pekin. Savourez ceci : «... Les rosses y sont uniformement poussives et somnolentes. 11 est etabli que pour elles la ligne droite est inaccessible sans qu'ä leur tete, tenant une bride auxiliaire qui n'existe que dans le harnachement Celeste, un valet galopant autant qu'eux les soutienne ou les dirige.» Les chevaux de Pekin, en effet, ne savent pas changer de direction. Aussi, ä cinquante metres d'un virage, le palefrenier devance la voiture au pas de course, en poussant des cris rauques et brefs comme des ordres, avec un grand concours de gestes ä la maniere des chefs d'orchestre, ceci pour deblayer le terrain. Puis, se tenant ä l'interieur du virage, il saisit la tete du cheval d'une poigne puissante et süre. amene l'encolure contre son epaule et se mettant ä la cadence de la pauvre bete, il pare aux pires eventualites : par exemple l'effondrement de l'animal. L'operation s'aecompagne de voeiferations destinees ä soutenir le cheval et ä attirer J'attention des passants sur la reussite de la manoeuvre. Puis le valet regagne sa place ä l'arriSre de sa voiture. Le cocher, car il y en a un aussi, tient les brides d'un air eperdu. II a peur, car c'est son röle. Les brides ne lui servent jamais ä rien et il ne les tient qu'en tremblant. Par contre, il sonne sans arret de la cloche, en marche comme ä l'arret. devant un obstacle comme devant le vide absolu. A l'arret, le cheval est aussitöt detele et promene par Tun des deux condueteurs. avec un mepris profond de la circulation generale. Puis vient le repas. Un bidet chinois mange de 10 ä 20 fois par jour... evidemment au beau milieu de la Chaussee. «L'hippomobilisme caracterise excellemment la Chine», conclut M. Bouchot. 11 autorise le bluff... ä. bon compte, puisqu'il suffit de rossinantes et de vieux üaissons. ceux-ci, il est vrai, munis de glaces et de vases ä tleurs. H. V.