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E_1928_Zeitung_Nr.030

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Duft von St. Gallen im

Duft von St. Gallen im Nationalrat eine kleine Anfrage eingereicht, die den Bundesrat anfragt, ob er bereit sei, im Interesse der Förderung des Fremdenbesuchs Erleichterungen im kleinen Grenzverkehr Oesterreich-Schweiz eintreten zu lassen und Vorschriften zu beseitigen, welche heute als Schikane aufzufassen seien. Die kleine Anfrage dürfte zuständigen Orts die Wirkung nicht verfehlen. Der Federhalter wird vom Ohre genommen und die Antwort wird erfolgen. Die Aufklärung ist dringend wünschbar. K- Eine neue internationale Automobilverkehrsstrasse Süddeutschland-Tirol-Engadin-Italien. Mehr und mehr werden die internationalen Automobiistrassen zum Bedürfnis. Sie werden zur Wohltat für diejenigen Landesteile, die vom Bahnverkehr fernab liegen und für die keine Aussicht besteht, je einmal einen Schienenstrang zu erhalten. Meistens betrifft es Gebirgsgegenden, für die der Bau moderner Autostrassen wesentlich billiger zu stehen kommt, als die Erstellung neuer Geleise, mit unzähligen Tunnels, Bahnhofanlagen etc. und Anstellung achtstündigen Wartepersonals. Heute sucht sich das Auto seinen Weg. Es schreckt vor keinen Hindernissen mehr zurück. Es trotzt der Steigung, trotzt dem Sturm, überwindet die schlechteste Fahrbahn. Es fährt und fährt bis die natürliche und kürzeste Verkehrsader geschaffen ist, bis sich das zwingende Bedürfnis einstellt, die gebildete Verkehrsader auszugestalten und auszubauen. Damit ist dann wiederum eine der Missionen erfüllt. Das Automobil hat sich für den Reiseverkehr Bayern-Westtirol-Schweiz-Italien eine solche Ader geschaffen. Sie führt von Bayern aus ins Westtirol über Reutte (bzw. Garmi'sch) nach Leermoos, Fernpass, Imst über Landeck nach Schuls, St. Moritz und von da nach Italien. Der Verkehr wickelt sich bereits heute schon auf zahlreichen Postkraftwagen und Tausenden von Privatautomobilen ab. Dazu kommt der grosse Lastentransport über den Fernpass und durch das obere Inntal nach Nauders. Der Teil Landeck-Nauders stellt die einzige Verbindung zwischen Südtirol als auch dem Engadin mit dem Arlbergpass dar. Zudem haben Teile dieser Verkehrsstrasse, wie z. B. Imst-Landeck, noch den ganzen Verkehr zwischen Ost- und Westösterreich zu bewältigen. Die Strasse über den Fernpass von Reutte- Imst-Landeck durchs obere Inntal ins Engadin hat in den letzten Jahren dermassen an Frequenz und wirtschaftlicher Bedeutung zugenommen, dass sie füglich als eine internationale Verkehrsstrasse ersten Ranges angesprochen werden darf. Dafür weist sie auf weiten Strecken derartige Mängel auf, da'ss die Begehren und Resolutionen der betreffenden Landesgegenden an das österreichische' Verkehrsministerium nicht mehr zu früh kommen. Die Strasse bedarf einer gründlichen Renovation. Unübersichtliche Kurven müssen verschwinden, zwecklose Steigungen umgangen werden, unzulängliche Fahrbalmbreiten (bis zu 3,5 Meter) sind auszuweiten. Heute noch häufige und schwere Verkehrsunfälle werden alsdann verschwinden. Diese Strassenrenovation ist dringend. Die Westtiroäer haben letzter Tage zu Reutte über die unzulänglichen Strassenvcrhältnisse in ihrem Lande und ganz speziell im Oberinntal beraten. Sie haben das Gefühl, dass sie von Wien aus stark vernachlässigt werden. Piaben deshalb auch nach Wien eine dementsprechende klare und bestimmte Resolution geschickt. Sie verwahren sich dagegen, Earl wird ernst. «Ich habe einmal ein kleines Mädchen gekannt. Wenn sie nicht gestorben wäre, könnte sie heute die schönste Frau sein. Denn sie hatte ein seltsames Gold um das durchsichtige Kindergesicht. Das Gold lag auch in den Augen. Vielleicht tiefer noch. — Darf ich Sie so nennen? Ganz so, wie ich die goldene Fee genannt habe? » Eearl muss schlucken, denn er hat einen frechen Ucberfall vorbereitet. Sie hält seinem Blick stand. «Dann nenne ich dich Mabel.» Bestürzt starrt sie ihn an. Kennt er sie? — Er ahnt nicht, dass der Zufall seine Hände im Spiel hat. Denn an den Zufall will man nie glauben im Leben. Er bangt, sie habe seine Dreistigkeit übelgenommen. Das tut ihm leid. Wortkarg führt er sie zu ihrem Klubsessel. Sie aber blickt an ihm auf. « Wenn Ihnen meine Gesellschaft nicht zu langweilig ist..?» Ihre schmale Hand weist auf einen leeren Sessel an ihrer Seite. « Mabel! » ruft er beglückt. « Still,» haucht sie mit einem Ton, wie er ihn noch nie zuvor gehört, « du -musst artig sein!» Und jetzt ist sie wieder nur ein Girl, ein neckisches Girl mit einem beglückenden Lachen... (Fortsetzung folgt.) Ein«-» äussert dieser Tage ein Einsender in einer bekannten bernischen Tageszeitung. Dort war zunächst davon die Rede, dass zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei Niveau- Uebergängen vor allem einmal Barrieren vorhanden sein müssten, die für die Strassenbenützer genügend deutlich zu signalisieren seien. Dieser vernünftigen Auffassung tritt mm citi «Balwanhäiigcr »• entgegen, der behauptet, die Automobilisten würden die geschlossenen Barrieren ebenso wenig beachten wie die Warnungszeichen; weder optische noch akustische Signale böten einen ausreichenden Schutz, « weil die Automobilisten infolge der hohen Geschwindigkeit ihrer Maschinen oder der Sucht, noch vor dem Zug über den Uebergang zu kommen, weder Signale noch Barrieren beachten.» Die Bahnen könnten sich, meint dieser weitblickende « Verkehrs-Sicherer », die bedeutenden Kosten für Barrieren oder Signale sparen; «die einzige sichere Schutzmassnahme bestände in einer Vorschrift auf starke Geschwindigkeitsermässigung des Autos bei Niveau-Heber gangen, welche allerdings durch eine scharfe Bussenpraxis gestützt werden miisste.» •Man greift sich an den Kopf, wenn eine solch bornierte Ansicht in einer vielgelesenen dass der genannte Strassenzug zu einer zweitklassigen und unbedeutenden Strasse degradiert werde und haben hierin Recht. Hoffen wir, das österreichische Verkehrsministerium in Wien lasse sich erweichen und finde die nötigen Kreuzer zur Verwirklichung der Westtiroler Forderungen. K. Von der Autofähre Konstanz—Meersburg, Von dem wichtigen Projekt einer Autofähre von Konstanz nach Meersburg haben wir in Nr. 18 der «A.-R.» gesprochen. Wir haben auch auf die verschiedenen Schwierigkeiten hingewiesen, die sich durch die grossen Kosten für die Schaffung einer Hafenanlage in Meersburg zeigten. Wie man nun vernimmt, hatte das städtische Tiefbauamt von Konstanz inzwischen ein neues Projekt ausarbeiten lassen. Nach Die Uebersichtskarte, aus welcher wir ersclien können, wie verkehrswichtig diese Automobilfähre ist. demselben kann der regelmässige Fährbetrieb auch ohne oder nur mit teilweisem Ausbau des Meersburger-Hafens aufgenommen werden. Es werden nach diesem Projekt vorläufig nur die Pfeiler der Landwigsbrücke zu erstellen, die Baggerung der Fahrrinne, die nötigen Aufschüttungen und die Strassenarbeiten sofort vorzunehmen sein, während der Bau eines neuen Hafendammes auf später verschoben werden kann. Durch dieses neue Projekt wird man erreichen, dass sich die in den nächsten Monaten entstehenden Kosten auf die Hälfte des Gesamtbetrages reduzieren! Der Stadtrat von Konstanz hat nun dieser Tage beschlossen, diesen Teilausbau des Meersburgerhafens durchführen zu lassen, da eine Baufirma, der die Ausführung übertragen wurde, sich mit auf längere Zeit erstrekkenden Ratenzahlungen" einverstanden erklärt hat. Man hofft, die Arbeiten nach dem ausgearbeiteten und angenommenen Programm so fördern zu können, dass der Fährbetrieb im Juni aufgenommen werden kann. In automobilistischen Kreisen wird man von diesem bedeutungsvollen Beschluss mit Genugtuung Kenntnis nehmen, denn mittels dieser Fähre wird der rapid wachsende Autoverkehr von Süddeutschland und Mitteldeutschland nach dem Bodensee ganz bedeutend erleichtert, und inskünftig wird wohl auch ein Grossteil des Auto-Reiseverkehrs Deutschland-Schweiz sich über Konstanz abwiceln. Es ist deshalb sehr vorteilhaft, dass sowohl der Kanton Thurgau als auch das deutsche Reich die Strassen auf beiden Sei-1 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — 30 •niea*l*'wu*clB«£^ Änsifht Tageszeitung sich breit machen kann; nachdem in den letzten Jahren Dutzende von Autlern und Motorfahrern das Leben lassen mussten, weil entweder die Barriere nicht geschlossen war oder eine solche überhaupt fehlte, oder weil ungenügende Signale Anlass zu Katastrophen gaben. In gewissem Sinn hat der zitierte «Verkehrs-Sicherer» allerdings recht, wenn man beispielsweise das Tempo der Automobilisten auf «Schritt fahren» herabdrosseln würde und diese Vorschrift, wie der betreffende Einsender meint, durch scharfe Bussen-Praxis stützte, z. B. Fr. 500.— zum Ersten etc., so würden nicht nur zahlreiche Unglücksfälle an den Niveau-Uebergängen verschwinden, sondern der leidige Automobilverkehr überhaupt eingestellt. Das Merkwürdigste ist, dass ein solcher Kohl in einem Blatt steht, das gelegentlich eine sehr intensive « Automobil-Politik » betreibt, besonders im Inseratenteil; wo zahlreiche Automobilfinnen ihre Erzeugnisse ausbieten; wahrscheinlich damit die einzig sichere Schutzmassnahme, also Tempo-Einschränkung und scharfe Bussenpraxis, nach der im Textteil der betreffenden Zeitung gerufen wird, um so rascher aufs Tapet kommt. ten des Sees in letzter Zeit gut ausgebaut haben. Niemand wird daran zweifeln, dass sowohl recht viele deutsche, als auch schweizerische Autotouristen diese interessante und landschaftlich überaus lohnende Route benützen und dabei über die Konstanz-Meersburger-Fähre sehr froh sein werden, -ey. Interessante Verkehrserleichterungen. Jede Stadt hat heute ihr Verkehrsproblem und überall sucht man nach wirksamen Mitteln, um es möglichst erfolgreich zu erfassen und zu bewältigen. Einem Bericht aus Prag entnehmen wir, dass man dort verschiedene recht originelle Projekte hegt, die zur Lösung der Verkehrsfrage das ihrige beitragen sollen. Prag entwickelt sich ausseist rasch, so dass der Stadt die Mulde des Moldautales nicht mehr genügt und an den, die Niederung umsäumenen Hügeln neue Quartiere entstehen. Das Geschäftsleben und damit der grösste Verkehr leonzentrieren sich aber umso mehr im Stadtzentrum. Dort wird alsjjrösstes Verkehrshemmnis seit langer Zeit die Strassenbahn empfunden, die, nach den Worten des Berichterstatters: «AU die andern Verkehrsmittel zur Mässigung zwingt, ihnen immerzu im Wege steht und etwas Altmodi* sches und Unbeholfenes in diesem Wirbel hemmungsloser Bewegung an sich hat.» Aus diesem Grund wird zurzeit vorerst eine Strecke der Strassenbahn von ihrer Gebundenheit an die Schiene befreit, indem der bisherige Betrieb in einen schienenlosen umgeändert wird. Freilich bleibt noch das Netzwerk der Oberleitung, aber der Bügel für die Kraftübertragung vom Luftdraht zum Wagen ist so geschaffen, dass das Fahrzeug je fünf Meter nach links und rechts von seinem ursprünglichen Schienenweg abweichen kann. Auf diese Weise wird die Beweglichkeit der .Strassenbahn natürlich bedeutend vergrössert und kann sie sich umso leichter dem übrigen Verkehr anpassen. Sofern sich das System bewährt, soll etappenweise der ganze Strassenbahnbetrieb derart umgestaltet werden. Die Regelung des Fussgängerverkehrs an belebten Strassenkreuzungen und Plätzen macht der dortigen Polizei besonders zu schaffen. Es sollen nun an den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Strassenunterführungen gebaut werden, die dem Passanten ermöglichen, ohne jegliche Gefährdung von einer Strassenseito auf die andere zu gelangen. In verschiedenen Städten hat man aber leider die Erfahrung gemacht, dass diese Unterführungen nicht ganz den Erwartungen entsprechen, da ein ansehnlicher Teil des Publikums von der Verkehrserleichterung keinen Gebrauch macht. Vielen ist das Passieren von Strassentunnels unsympatisch, oder wieder scheuen die geringe Mühe des Treppensteigens zu und von den Unterführungen und nehmen lieber das Risiko eines Verkehrsunfalles auf sich. Um der Bequemlichkeit der Fussgänger möglichst weitgehend entgegenzukommen, gedenkt man in Prag für diese Unterführungen gleitende Trottoirs zu verwenden, die das Publikum mühelos vom einen nach dem andern Ausgang transportieren. Man hofft, auf diese Weise den Fussgängerverkehr gänzlich von den gefährlichen Kreuzungen abzulenken, indem man den Passanten zu der Abwechslung noch ein kleines Pläsierchen verschafft. Was man alles dem verwöhnten Fussgänger zuliebe tut! ß Verbesserungen der Genfer Kilometer-Rennstrecke. Wie uns mitgeteilt wird, ist eine durchgreifende Korrektion der Lance-Strecke in Eaux-Mortes noch im Laufe dieses Sommers zu erwarten. Eine bedeutsame Verbesserung bestellt darin, dass die kleine Uebcrbrückuny; um 80 cm gehoben und die Strecke planiert werden soll. Gleichzeitig ist eine Verbreiterung der Strasse um einen Meter vorgesehen, wodurch die leichte Abschwenkmig von der Geraden bei dem an der Strecke liegenden Weiler behoben werden kann. Mit der schon früher angekündigten Beseitigung der Strassenbahnschiene, welche bei nassem Wetter nach den Aussagen verschiedener Fahrer eine nicht unerhebliche Gefahr darstellte, soll im Juni ernst gemacht werden. Ein weiterer Ausbau wäre dahingehend zu wünschen, dass die alte Strasse von Chancy erweitert würde, um sie als direkte Fortsetzung der Lance-Strecke zu benutzen, wodurch wiederum die Auslaufkurve in Wegfall käme. Wenn auch der Niveauübergang der Chaiicy-Trambahn leider weiter bestehen bleibt, so ist doch nach Durchführung der aufgezählten Arbeiten auf nächstes Frühjahr mit einer vorzüglichen, nach modernsten Gesichtspunkten angelegten Rennstrecke zu rechnen. v. Die Mille Miglia. Letzten Samstag fand in Italien das mit grösstcr Spannung erwartete klassische Strassenrennen statt, das von Brcscia ausgebend die Städte Bologna, Flurenz, Rom, Perugia, Ancona, Bologna, Ferrara, Padua, Vicenze, Verona verbindet, um wiederum in Brcscia seinen Abschluss zu finden (total 1670 1cm). Das vom A. C. Ton Brescia organisierte Rennen vereinigto eine gewaltige Teilnehmerzahl, darunter die bekanntesten Asse des italienischen Autoinobilisinus: Brilli-Peri, Nuvolari, Campari, Mhioia, Materassi, Bordino, Maggi, Moraudi, Strazzal Dio ila.- lienisclio Regierung förderte dio Veranstaltung durch die Aussetzung einer Coppa Mussolini für dio besto Zeit auf der Teilstrecke Brescia—Rom. Der Austrag war eine einzige grosso Siegesfabit des Alfa-Romeo-Fahrers Campari. Alle Voraussetzungen zur Beeinträchtigung des Rennens waren gegeben: strömender Rogen, aufgeweichte Slrasseu. Alle Erwartungen wurden dessenungeachtet übertroffen: Campaii erhöhte die Durchschnittsgeschwindigkeit gegenüber derjenigen des letztjiibrigen Siegers, Minoia u. Morandi au£ O.M,, um gute sieben Kilometer. Samstag, 0 Uhr, gab der üaiieui&chc Sportulan Lando Ferretti den Wagen in Abständen von wenigen Sekunden die Bahn frei. 10 Uhr 58 wurde der Kontrollposten Bologna durchfahren. Campari, Rosa auf O.M., Nuvolari auf Bugatti und Minoia auf O.M. hielten die Spitze. Bordino, ebenfalls auf Bugatti folgte hart. Dio kürzeste Zeit der Streckn Bologna—Florenz buchte Nuvolari, der die 298 ktn in 3 Std. 06 Min. 13 Sek. durchrast hatte (Brilli Pcri 3 Std. 07' 30", Bordino 3 Std. 10' 00", Campari 3 Std. 11' 51"). Materassi auf Chrysler und Gazzilani auf Peugeot waren ausgeschieden. Bei der Ankunft in Rom batto sich Campari im Gcsamtrcsultat bereits mit 0 Std. 40' 42" dio besto Zeit und damit dio Coppa Mussolini gesichert (Brescia— Rom 587 km). (Nuvolari G Std. 51' 37", Gismondi auf Lancia G Std. 55" 03", Brilli Peri 6 Std. 50' 02", Marinoni auf Alfa-Romeo 0 Std. 58' 25", Radice auf Lancia 6 Std. 58' 33", Bordino auf Bugatti 6 Std. 58' 30".) In Perugia, wo Campari wiederum als Erster durchfuhr, verzeichnete er insgesamt 9 Std. 07' 0" (Marinoni 9 Std. 20' 25", Bornigia auf Alfa-Romeo 9 Std. 21' 33", Gismondi 9 Std. 22' 55", Nuvolari 9 Std. 24' 00".) Dio Fahrt wurdo zur Nachtzeit ununterbrochen fortgesetzt. Nachdem (Jampari um 23 Uhr 18 Ancona passiert haue, durchdonnerte er um halb 1 Uhr morgens nach einer Fahrzeit von 33 Std. 01' 30" die Gasseu von Rimini. Von Rimini ging es wiederum nach Bologna, von wo aus Campari Brescia in Rekordzeit erreichte und mit 19 Std. 14' 05,8" im Gesamlklassement den ersten Platz belegte. Trotz den ungeheuren Schwierigkeiten kauu dio diesjährige Millo-Miglia-Fahrt ohne Uoberhebuns als einzig dastehender Erbolg bezeichnet werden, welcher für die Beliebtheit der Strassenrenuen (gegenüber der Bahnrennen-Misere !) ein einwandfreies Zeugnis ausstellt. Nachfolgend die ersten Kategoriercsultate: Kat. 1100 com: 1 Gilera auf Fiat in 23 Std. 59' 05,2" (Stundenmittcl 67,407 km); 2. Cagna auf Fiat, 25 Std. 02" 12,6", 3. Gino Crespi auf Sam, 26 Std. 00' 16". — Kat. 1500 com: 1. Campari auf Alfa-Romeo in 19 Std. IV 05,8", absolut besto Zeit aller Kategorion (Stundenmittel 84,128 km); 2. Marinoni auf Alfa-Romeo, .19 Std. 38' 13.8"; 3. Bornigia auf Alfa-Romeo, J9 Std. 42' 00" — Kai. 2000 cem: 1. Rosa auf O.M. in 19 Std. 22' 22.V (Stundonmittcl 83,529 km); 2. Moraudi auf O.M., 20 Std. 20" 01,6"; 3. Franccsconi auf O.M., 21 Std. 03' 39". — Kat. 3000 cem: 1. Slrazza auf Lancia, 19 Std. 37' 37,4" (Slundcnmittel 82,447 km); 2. Brilli Peri auf Bugatti, 19 Std. 45' 44.6"; 3. Stvirfiotti auf Lancia, 19 Std. 52' 02,4" — Kat. 5000 cem: 1. Minoia auf La Sa.llc. 21 Std. 17' 25" (Stundemnittel 76,005 km); 2. Leonardi auf Chrysler, 22 Std. 05' 08,6", 3. Lodolini auf Chrysler, 23 Std. 13' 54,6". Der bekannte Rennfahrer Bordino klassierte sich in der 3000-ccm-Kategorie als Siebenter. v. Ein Automobilrennen auf dem Eise wurde am 25. Müiz über 5 Kilometer in Norwegen ausgetragen. Sieger wurde 0. Björnstad, auf Hudson, in 11' 4%o". Interessant ist, dass an dieser Veranstaltung eine besondere Kategorie Ford startete. v. Das diesjährige Rheineck-Walzenbauseu- Rennen findet am 22. Juli auf der traditionellen Strecke statt. Vorgängig dem Automobilrennen wird der St. Galler Motorrad- Club wieder seine Bergprüfungsfahrt veranstalten, v. Vier neue Weltrekorde hat der Engländer Georges Duller in der Kategorie 1100 cem aufgestellt, nämlich: über 5 km, 5 Meilen, 10 km und 10 Meilen. Die erzielten Stundenmittel schwanken zwischen 155,296 und 156,560 Stundenkilometer v.

1928 AUTOMOBIL-REVUE Tourisfiktommission des A. C. S. Am 30. März iagtc in Bern die erweiterte Touristikkommission des A. G. S. unter dem Vorsitz von Herrn L. F. Empeyta, Genf. Ausser den Sektionen Tessin, Glarus, Liechtenstein und Graubünden waren alle Sektionen vertreten. Nach Konntnisnahino eines orientierenden Berichtes über die Tätigkeit des Zentraltouristikbureaus des A. G. S. in den Jahren 1926 und 1927 befasste sich die Versammlung cinlässlich mit der Abgrenzung dos Tätigkeitsgebietes zwischen dem Zentraltouristikbureau des A. C. S. und den Touristikbureaus der einzelnen Sektionen, wie solche im Laufe der letzten Jahre ausgebaut worden sind. Es \vurdo hierbei geltend gemacht, dass sich das Zentraltourisükbureau vornehmlich mit den Aufgaben des Informationsdienstes, der Vermittlung von Itineraires, der Beschaffung guter Karten und Führer, des Clubschilderdienstes im Ausland und eventuellen Clubfahrten beschäftigen soll. Die Bewältigung der übrigen touristischen Aufgaben soll den Sektionen überlassen bleiben. Die Versammlung befasste sich des weitern mit der Ausübung des Zentraltourisükdienstes des A. G. S. pro 1928. Da sich die Zentralverwaltung des A. C. S. gegenwärtig in erster Linie mit innern organisatorischen Fragen zu beschäftigen hat, welche sich durch die beschlossene Reorganisation des A. G. S. notwendig machten und daher kaum in der Lage sein dürfte, sich den Touristikfragen in gewünschtem, intensivem Masse anzunehmen, wurde geprüft, ob für die Uebergangsperiode des Jahres JS28 für die Leitung des Zcntraltouristikdienstes des Clubs nicht eine bestehende Sektionsorganisation in Anspruch genommen werden könnte. Die Sektion Zeirich des A. G. S. hatte sich auf Anfrage des Dirtilctionsvorstandes des A. C. S. durch ein den Sektionen unterbreitetes Expose bereit erklärt, in die Li^eke zu springen und ausnahmsweise diesen Dipust für das Jahr 1928 zu versehen, indem sie ihr Totirielikburoau hierfür zur Verfügung stellen sollte, und zwar mit möglichst sofortiger Wirkung. 23s wurde dementsprechend ein bezüglicher Antrag dem Direktionsvorstand unterbreitet und zudem eine Kommission, bestehend aus Vertretern der Sektionen Genf, Waadt, Bern, Basel, Luzern, Zürich und St. Gallen ernannt, welche zu Händen der nächsten Zentralvorstandssitzung des A. C. S. definitive Anträge vorlegen wird, auf welche Weise und in welckem Umfang die Organisation des Touristikbureaus der Sektion Zürich des A. G. S. für den Zentraltauristikdienst des Clubs für die Uebergangsperiode 1928 in Anspruch genommen werden solL Boj den Verhandlungen kam zum Ausdruck, dass alle Sektionen dos A. C. S. bereit sind, den Touristikdienst möglichst weitgehend auszubauen und den Mitgliedern möglichst viele Vorteile zu bieten. Die Touristikfragen sind heute zur Hauptaufgabe der Clobs geworden und -werden dio neugeschaffenen TonristikbuTeaus der Sektionen in immer stärkerem Masse von den Mitgliedern in Anspruch genommen. Eine über die Tätigkeit der Touristikbureaus der Sektionen im Jahre 1927 vorgenommene Zusammenstellung -wird den Sektionen demnächst in Abschrift zugestellt und ergibt ein erfreuliches Bild über dio Anstrengungen, die der A. G. S. auf diesem Gebieto unternommen hat. Der Vorsitzende referierte auch über den vom Internationalen Touristikbureau der A. I. A. C. R. im Laufe dieses Sommers herauszugebenden internationalen Automobilführor, sowie über dio an dio Mitglieder gratis zur Verteilung gelangenden internationalen Itineraires. Es dürften ca. 450 verschiedene Itineraires für die wichtigeren europäischen Durchgangsstrassen zur Ausgabe gelangen, eine erste Seria von 160 Stück wird im Laufe tles Monats Mai erscheinen. Generalversammlung der Sektion Zürich des A. C. S. Die ordentliche Generalversammlung der Sektion Zürich des A.G.S. vom 29. März 1928 im Hotel « St. Golthard » in Zürich erfreute sich einer ebenso regen Beteiligung von sciten der Sektionsmitglieder, wie eines ausgezeichneten Verlaufs. Unter dem Vorsitz von Herrn Präsident H. Wunderly- Volkart wickelten sich dio einzelnen Traktanden in rascher Reihenfolge ab. Alle Beschlüsse wurden cinsüminis gefasst. Das Protokoll der ausserordentlichen Generalversammlung vom 23. Januar 1928 wmrdo diskussionslos genehmigt, ebenso der iatoressanto Jahresbericht pro 1927, unter besonderer Verdankung aa dessen Verfasser, Herrn Dr. H. Schmidlin, Sekretär. Dio Jahresrechnung pro 1927 schliesst unter Einbeziehung der eingegangenen Entrittsgelder mit einem kleinen Defizit ab, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Ausbau des Touristikbureaus und die Abstimmung über das Eidg. Automobil-Gesetz, sowio dio Durchführung de? Initiative für ciu schweizerisches Verkehrsgesetz die Scklionskasso erheblich be'astct haben. Das Eintrittsgeld wurde auf Fr. 25.— belassen, ebenso der Jahresbeitrag auf Fr. 40.— Wahlen: Für den Vorstand lagen 4- Demissionen vor, welche leider unwiderruflich waren, indem dio Herren A. Töndury, R. Sulzer-Forrer. W. Eschcr und E. Felbcr ein neues Mandat als Vorstandsmitglied nicht mehr glaubten annehmen zu können. He.iT Töndury ist als Mitglied des Bureau der Nationalen Sportkommission stark in Anspruch genommen und wünschte daher etwelche Entlastung. Die Generalversammlung wählte zu Vorstandsmitgliedern pro 1928-1929 die nachverzeichneten Herren : H. Wunderly-Volkart, Meilen; Heinrich Hürlimann, Zürich; H. v. Schulthess. Zürich; W Honegger, Zürich; J. Guallini, Wallisellen; G. Weisbrod-Zürrer, AIMtern a. A.; R. Steiger, Zürich; Dr. E. Stadler, Ustor; F. Frey, Zürich; C. Anderes, Winterthur; M. Gassmann-Hanimann, Zürich; J. Koch, Schlieren; Dr. H. Diener, Re- Konsdorf, alle bisher, und neu • F. Steinfols-Hirzel, Zürich; G. Diener, Zürich; E. Hoerni. Oberwinterthur: W. Baumann-Hüni, Horgen. Als Präsident der Sektion wurde einstimmig und mit Akklamation Herr H. Wunderly-Volkart. Meilen, bestätigt, welcher sich in zuvorkommen der Weise für niu weiteres Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Als Rechnungsrevisor wurde der bisherige Herr L. Wohlgrolh, Zürich, bestätigt und nouernamit Herr II. Jecklin, Zürich, bisher Ersatzmann. Als Ersatzmänner der Rechnunprsrevisoren beliebten die Herren J Ehrensperger, Zürich (bisher) und B. Denzler, Welzikon (neu). Durch die neuen Zentralstation ist die Zahl der Delegierten der Sektion Zürich des A.G.S. für die Dclegiertenvcrsammlungen (1 Delegierter pro 150 Streiflicliter Auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt da Marseille mit allen Anstrengungen um den kann eine beträchtliche Besserung gegenüber schweizerischen Durchgangsverkehr buhlt. dem Vorjahre konstatiert werden. Während Diese Tatsache hat im faszistischen Italien anfangs März 1927 die Zahl der Stellensuchenden 19 000 betrug, ist sie dieses Jahr im Wettbewerb der beiden Häfen ist weniger von lebhaften Pressekommentaren gerufen. Der gleichen Zeitpunkt auf 12 000 zurückgegangen. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsgelegenten >und den Hafen- und im besonderen den der Zufuhrdistanz als von den Schiffsirachheiten ist zudem 60 % höher als letztes Jahr. Bahntransport-Unkosten abhängig. Die Arbeitslosigkeit ist heute in der Schweiz nicht mehr drückend. Die Stadt Biel hat ihren Autopark durch Anschaffung eines Car alpin vergrössern müssen, um dem gesteigerten Omnibusverkehr genügen zu können. Montreux kündet heute schon sein Narzissenfest 1928 als Erfolg an. Eine Preissumme von 25 000 Franken ist für die sich am Blumenkorso beteiligenden Automobile ausgeschrieben. Die S. B. B. sind wieder einmal zufrieden. Der Güterverkehr übertraf im Februar mit einer Transportmenge von 1,43 (Januar 1,37, Februar 1,30) Millionen Tonnen alle Erwartungen. Die Personenzüge beförderten 8,24 Millionen. Ein Pariser Scherenschleifer hat seine Werkstatt auf ein Automobil montiert und damit der Romantik des zerlumpten Karrcnziehers einen schlimmen Stoss versetzt. Soll mir da noch einer behaupten, das Automobil sei ein Luxusfahrzeug'. Die Schweiz weist in der Aussenhandel- Februarbilanz einen Wert von 174 Millionen Franken auf, d. h. 13 % mehr als im Januar. Der gute Absatz ist hautpsächlich auf das Konto Grossbritanniens zu buchen. Die Berner haben sich endlich dazu entschlossen, unserer Bundesstadt einen Flugplatz z.u verschaffen. Die Kaufverträge mit den Landbesitzern im Belpmoos wurden dieser Tage unterzeichnet. Gut Ding will Weile haben. Die deutsche Reichsbahn und österreichische Bundesbahn gewähren zur nächsten Basler Mustermesse erstmals eine Fahrpreisermässigung von 25 %. Letzten Mittwoch wurde auf dem Bahndamm bei La Prise-Milord ein Streckenwärter der S.B.B, von einem Zuge getötet. Zwischen den beiden Seehäfen Genua und Marseille ist ein heisser Wettstreit entbrannt, hat sich infolge seiner von Paul Daimler geschaffenen hervorragenden Konstruktion, durch seine vornehme Linie und seine Fahreigenschaften den ihm gebührenden Rang unter den Wagen erster internation. Klasse gesichert. Die an allen internationalen Ausstellungen sich anschliessenden Erfolge des HORCH 8 bringen seine hervorragende Stellung deutlich zum Ausdruck. Der HORCH 8 wird in die Schweiz eingeführt durch Schweizerische Schraubenmotoren werden gegenwärtig in die von der Amsterdamer Reederei «Stoomvart Maatschappij Nederland» in Auftrag gegebenen 24-Tonnen- Dop'pelschrauben-Passagierschifie eingebaut. Erst kürzlich wurden auch zwei Riesenschiffe des Rotterdamschen Lloyd mit einfach wirkenden Sulzennotoren ausgerüstet. schweizerischer Technik! Erfolge In den Vereinigten Staaten bestehen besondere Gesellschaften, die «in Automobilunfällen » machen. Irgend ein schönes Mädchen lässt sich anfahren, zuverlässige Zeugen befinden sich selbstverständlich an Ort und Stelle, ebenso Arzt und Advokat. Den Umsatz bilden die auf gütigem Wege oder vor Gericht erzielten «Schmerzensgelder». Sachverständige behaupten, dass 25 Prozent der von den Versicherungsgesellschaften ausbezahlten Unfallgelder solchen Schwindlerbanden in die Hände gefallen sind! Die Commercial Trust Company in Kansas City hat neben dem Eingang ihres Bankgebäudes einen kleinen Panzerturm gebaut, um sich bei Banditen-Ueberfällen wenigstens wehren zu können. Ein Chicagoer Konstrukteur hat ein Automobil konstruiert, das sowohl auf dem Lande als auch auf dem Wasser ein 75-Kilometertempo halten soll. Saurer hat, wie wir erfahren, die Lizenzen zum Bau seiner Lastwagen für Italien an die «Officine Meccaniche» Brescia, Erbauer des O. M.-Wagens, vergeben. xi. Der deutsche Achtzylinder BASEL- ZÜRICH «tERN Mitglieder) von 19 auf 14 reduziert worden. Zufolge Demissionen, Wahl zu Mitgliedern des Zcntralvoi- Standes, etc., konnte der Vorstand die noeü verbleibenden bisherigen 14 Delegierten in Vorscula? bringen, welche denn auch fast einstimmig gewählt wurden. Es sind dies dio Herren: H. Wunderly- Volkart, Meilen ; A. Töndury, Zürich ; W. Honegger, Zürich, J. Guallini, Wallisellcn: G. Weisbrod- Zürrer, Äffoltern a. A.; Fritz Frey, Zürich; Dr. W. Gamper, Bülach ; C. Anderes, Winterthur ; M, Gassmanu-Hanimann, Zürich; H. Häsler, Wintertlrur; R. Steiger, Zürich ; W. Badertscher, Zürich ; Dr. II. Diener, Regensdorf und A. Brüderlin, Zürich. Als Ersatzmänner der Delegierten wurden ebenfalls dio bisherigen bestätigt, nämlich die Herren : J. v. Sclrulthess, Zürich; J. U. Kcllor, Pfungen; F. Jäggi-Mariotti, Winterthur; B. Schricver, Zürich; P. Elwert jun., Zürich: H. Egli-Hcss, Pfäffikon und K. Walder, Wallisellen. Anschliesscnd an dio Wahlen beschloss dio Generalversammlung dem Vorstand Auftrag zu geben, der nächsten Generalversammlung einen Entwurf für dio neuen Sektionsstatuten, in Anpassung an dio am 1. Januar 1928 in Kraft getretenen Zentralstatuten, vorzulegen. Unter Anregungen und Mitteilungen gab der Vorsitzende von der Ernennung folgender Mitg'ieder zu Veteranen Kenntnis: Prof. Bernheim, Zürich ; A. Busch-Reinhart, Winterthur: H. Dändliker, Winterthur; F. Huwyler-Bollor. Zürich; Parul Landis, Zürich; S. Lepeschkin; E. Mauz, Zürich.; F. Schöllhorn, Winterthur j Dr. E. Schulthess, Zürich ; D. Sprüngli, Rüschlikon; Dr. M. Studer, Zürich; Dr. M. do Terra, Zürich; E. Wächter, Wintorthur; E. Weber-Keller, Goldbacli; F. Webcr-Lehnert, Wädenswil; Dr. A. Widmer, Zürich und F. Wunderli, Uster. Anschliessend orientierte Herr Heinrich Hürlimann über dio im Wurfe liegende Neuorganisation des Zentraltouristik-Dienstes des A.C.S.. während Herr II. Wunderly-Volkart bekannt gab, dass die Sektion am 21. und 22. Mai den Besuch des Automobil-Club von Deutschland erhalte, wobei der Vorstand, im Auftrag des Zentralverbandes dos A.CS, dio nötigen Vorbereitungen bereits getroffen hat, um den Gästen den Aufenthalt in der Schweiz möglichst angenehm zu gestalten. Mit Bedauern wurde vom ablehnenden Bescheid des Einwohnerratos der Einwohnergemeindo Zug und des Korporationsrates Zug betreffend Abhaltung des Zugerbergrennens vom 8. Juli 1028 Kenntnis genommen. Da 1 inzwischen bei den Mitgliedern der Korporaüonsgemeinde Zug, der Eigentümerin der Zugerbergstrasse, eine Unterschriftensammlung für Bewilligung des Rennens vorgenommen worden ist, und in kurzer Zeit eine grosse ZaM von Unterschriften beigebracht wurde, besteht die Möglichkeit, dass der Korporationsrat seinen ablehnenden Beschluss eventuell doch noch in Wiedererwägung zieht und dio am 22. April 1928 zusammentretende Korporationsgemeindo Zug eventuell dio Bewilligung für Abhaltung des Rennens erteilt. Es fragt sich dann nur, ob die zur Vorfügung stehende Zeit für eine sorgfältige Organisation und Durchführung des Rennens ausreicht.« Auf eine Anregung von Prof. Studer sollen dio Behörden in einer Eingabe ersucht werden, beim Ausbau der Ausfahrtsstrassen a.U Stellen, wo solche Insel-Trottoirs angebracht werden, beidseiüg dio Baailinio um ein bis zwei Meter zurückzusetzen, damit noch eine genügende Breite für die Fahrbahn vorhanden ist. 9 Um 19.40 Uhr konnte dio Generarlversammlun.? geschlossen werden. Das anschliossendo Nachtessen, für welches, der an diesem Abend zum Veteran ernannte Herr E. Manz ein exquisites Menü bereit gestellt hatte, vereinigte zirka 150 Personen, welche von Herrn H. Wunderly-Volkart im Namen des Vorstandes willkommen geheissen wurden. Im bcsoaidern begrüssto er den als Gast anwesenden Vertreter der Sektion Genf des A.G.S.. Herrn Präsident Ghantre, indem er die guten Beziehimgeu zwischen den beiden .Sektionen Genf und Zürich speziell hervorhob. Mit ehrenden Worten gedachte er des leider verstorbenen langjährigen Vorstandsmitgliedes, Herrn Prof. Dr. G. Meyer-Wirz, und betento anschliessend die verdiente Mitarbeit der zurückgetretenen Vorstandsmitglieder, der Herren A. Töndury, W. Escher, E. Felber und Oberst Sulzcr, denen er als Zeichen dos Dankes wertvolle Angebinde überreichte. Speziello Dankesworto widmete er Herrn A. Töndury, dem die Sektion Zürich so viel zu verdanken hat und dem er eine prächtige Standuhr übergab. A. C. S. SEKTION BASEL. Dio Sektion fand sich am letzten Samstag ungewohnt zahlreich zusammen am Clubabend im Hotel Savoy-Univcrs, der durch einen interessanten Vortrag von Herrn Flugplatzdircktor Oberleutnant Charles Koopke eingeleitet wurde. Dor Vortragende verstand es meisterhaft, im Laufo einer Stunde ein ausführliches Bild vom Stande der heutigen Aviatik zu geben, indem er zuerst kurz dio Entwicklung der Verkehrsfliegerei skizzierte und dio Grundprinzipien des modernen Flugzeugbaus anhand eines reichen Bildermatorials klarlegte, wobei sein Ausblick schloss mit der Vojführung des gegenwärtig in Altenrhein im Bau befindlichen Dornier-Apparatos, der mit zwölf Motoren von je 400 HP 70 Personen transportieren und im November herauskommen soll. Besonderes Intercsso fanden dio Ausführungen des Vortragenden, dio sich mit der Sportfliegerei befassten, und zwar speziell,- insofern er die Beziehungen zwischen Aviatik und Automobilismus berührte. Er durfte, dabei auf das Emporblühen der neugegründetem. Sektion Basel des Schweizerischen Adro-Clubs hinweisen, die übrigens am Abend beträchtlichen Zuwachs erhielt, nachdem deren Präsident, Herr Dr. Dietschy, über Ziele und Bedeutung der Vereinigung ein paar Worte gesprochen halte. An den mit Beifall verdankten Vortrag von Herrn Direktor Kcepko schloss sich die Vorführung eines Matterhornfilms und eines sonst der Oeffentliehkcit nicht zugänglichen Afrikafilms unseres schweizerischen Piloten Mittelholzer, sowio ein Film vom letzten Freiballonaufstieg in Basel. Das nachfolgende Unterhaltungsprogramm durfte sich sehen lassen: dio Herren Zutavern vom Stadttheater und Lacher spendeten ihro schönsten Lieder, und die Landschafter Metropole Hess ihre Tanzdiva, dio am St. Niklarusesson in Liestal die Herren entzückt hatte, nun auch im Familienkreiso ihro Garben spenden. Es wa*r spät, sogar sehr spät, als dio Letzten den Abend in der Frühe beschlossen. O Zum Präsidenten des A. C. von Frankreich wurde an Stelle des zurücktretenden Grafen De Voguo der Viscomte De Rohan gewählt. Zu Vizepräsidenten wurden des weitern ernannt dio Herren Graf Robert Do Clermont-Tonnerre, Graf De I'Aigle, Baron Petict und Edmondo Chaix. ;+'