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E_1928_Zeitung_Nr.031

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1928 - N° 31 flUTOmOBILISTtS achetez votre essenc« dans votre Garage AUTÖÜflöBiLlSTHI kauten bei Sie l hr Benzin Üirer Garage Beacnten Sie jeden Freitas diese Inseraten-Bcke. ChambreSyndicale du Commerce de l'Automooile et de ('Industrie des Garages en Suisse. Syndikat des Automobiihandets und der Garagen - Industrie in der Schweiz. fflansel an se p.eösni ein Wird diskret und vorteilhaft behoben durch Vermittlung (unverbindlich) d. Postfach 19322. Luzern. Pour suivre le procres, dans sa oourse rapide, vous avez nne salle de bain, une auto, la T. S. F. II vous taut anssi un ft SOMMIERSiEGE. DEföl notice No. 241> Fritz Zieeier. SrhaFfhouse OCCASION! LIMOUSINE 7/8plätzig, mit Ballon demontable und komplettem Sommerverdeck m. Seitenteilen, in tadellosem, bestem Zustande, Maschine generalrevidiert, Bosch-Licht und -Anlasser, komplett ausgerüstet, passend für Autotaxi, Hotels oder Pensionen Prima Bergsteiger, \rird besonderer Umstände wegen spottbillig abgegeben. — Interessenten wollen sich melden unter Chiffre 35015 an die Automobil-Revue, Bern. Das Qualitäts-Oeft DefWagcnßirdie Schweiz In unserm bergigen Lande bewährt djr CHANDLER seine besonderen Eigenschaften. Sein kräftiger »Gebirgs- Motor«, in Amerika als »Pike's Peak- Motor« bekannt, nimmt alle Steigungen und Kurven mit grösster Leichtigkeit. Dabei besitzt der CHANDLER zugleich die für den Stadtverkehr erforderliche höchste Anpassungsfähigkeit. Schützt Ihr Leben vor Gefahr! Im lebhaften Stadtverkehr ist ein euter, weithin sichtbarer Richtungszeuer unerlässhoh. Derselbe orientiert kreuzende Fahreeuge, Fussgänger and Verkehrspolizisten, ob Sie nach rechts, links oder geradeaus fahren. Dnser elektrischer erstklassige Kaoo-Richtungszeiger, nachts rot und gelb leuchtend, ist leicht zu bedienen und kann au! jeden offenen oder geschlossenen Waeen montiert werden. Ist ileichzeitio ein Schmuckstück tür jedes Auto. Wir liefern diesen vorzüglichen Apparat mit allen Zutaten montasebereic prompt ab unserem 2rossen Laser zu konkurrenzlos niedrigem Preis. Prospekte zu Diensten. 1UT0 MOBILWERKE RAJnnAMf«-ACCA XOQ La marque de qualite 1926, 6plätzi£, mit Ballon und Sotnmerverdeck, 4 Zyl., 13 PS, Bosch-Anlage, Vierradbremsen, 5000 km gefahren, ganzer Wagen wie neu, in. selten reicher Ausstattung, wegen Todesfall Preis Fr. 8800.—. Zu besichtigen bei: Moser & Cie., Langnau (Bern). 6558 aoe one 2/3-Plätzer, m. elektr. Licht und Anlasser, Landaulet oder Cabriolet, verschliessbar. Nur neuere Modelle kommen in Betracht. — Au6führL Offerten unter Chiffre 35013 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen ein Auto Salmson, 2pL. Anl., elektr Beleucht., Hörn, Ia. im Stand, ev Tausch od Ab- Zahlung 1 Motorrad AI legro, 175. Rennmaschine Preis Fr. 700. 1 Raleigh. 500, obengest. Mod 28 neu. — Offerten unt. Chiffre 34914 an die Automobil-Revue. Bern BENZ zu verkaufen Kleine Briiggii für Personenwagen Fachgemässe, solide Arbeit F. Lehmann, Surgdorf Wagnerei b. Landbaus Zu kaufen gesucht per sofort Occasionswagen Anfo-L Spritzverfatiren Gesucht '«PC 4-Platzer- Occasionswaaen geschlossen, nicht über 10 HP, Modell nicht unter 26, modern ausgerüstet, mit 4- Radbremsen etc., von jemand, der den Wagen neu gekauft u. sorgfältigst bebandelt hat, gegen sofortige Kassa. Aeuss. Offert unt Chiffre 35012 an die Automobil-Revue, ßern. Spezial-Werkstätte ackiernnp :: Schnellste Lieferfrist ULRICH DILLIER, GOSSAÜ Sonnenbübistr. (St. Oallen) E 1 Telephon 3,48 Martin G. C, 4/5-Plätzer. zu verkaufen od zu vertauschen an geschlossenen 7-Plätzer Offerten unter Chiffre 35008 an die Automobil-Revue, Bern. Die neuen Sechszylinder-Modelle; Standard Six 15150 PS Fr. 9(00111600 Big Six 24180 PS „ 15500118000 > Achtzylinder i Royal Eight 26/90 PS Fr. 20000/21800 Generalvertretung für die Schweiz: Merkur-Auto -Tertriebs-A.-G. Zürich, Falkenstr. 6 - TeL L. 1500 Zum europäischen Wagen Zum amerikanischen Wagen! edcr Vorführung gratis bei Auto- und Motorbesitzer CINE-KODAK ganz einfache Handhabung Vest-Pokrt-Kodak von Fr. 28.— an. Elapp-Kodak 8x9 cm von Fr. 46«— an, H. F. GOSHAWK, r XI 7iTDT

Eine amüsante Geschichte (Von Frank Smetana). Frau Fechter ist der Meinung gewesen, dass ein Auto gekauft werden müsse. Fechters sind keine Schieber, keine Neureichs, es sind gewöhnliche, brave, anständige Bürger, die sich von anderen dadurch unterscheiden, dass sie Glück haben. Glück überall und immer, bei jeder Tombola gewinnen sie, zu vielen Premieren bekommen sie Freikarten, ihre Geschäfte gehen gut, die Kinder sind gesund und klug. Und nun haben sie ;:ar noch eine entfernte Tante beerbt! Fechters Fünfzimmerwohnuiig genügt ihren Ansprüchen, es ist ein nettes, behagliches Heim, das wenig Miete kostet, dafür aber auch nicht gerade im feinsten Hause liegt. Das ficht Fechters aber nicht an. Dass sie fortgesetzt vom Glück «heimgesucht» werden, hat sie ein wenig anspruchsvoll gemacht. Sie wollen überall dabei sein, die neuesten Tänze müssen sie sofort lernen, Kostümfeste, Ausstellungen müssen sie besuchen, wichtige neue Bücher, Grammophonplatten und Modesachen haben sie immer ziemlich schnell. Sie verstehen zwar nicht immer etwas von Musik, Dichtung und Kunst, aber sie sind «auf der Höhe». Das Auto wurde von Tantes Erbschaft gekauft. Ein bequemer Zweisitzer mit grossem Klappsitz, wo die beiden Kinder untergebracht werden konnten. Frau Fechter war für einen Zweisitzer, weil es nicht mehr für modern gilt, einen Chauffeur zu haben. Sie besuchten beide einen Kursus in einer Autofahrschule und lernten nicht nur fahren, sondern sie lernten auch, den Motor in seine winzigsten Bestandteile zu zerlegen. Sie bildeten sich soweit aus, dass sie kleine Reparaturen selbst vornehmen konnten. Sie bekamen zur Belohnung für so viel Wissensdurst und Eifer ein prima Zeugnis. Die erste Fahrt ging los, weit über Land. Sonntag früh fuhr man daheim ab, die Kinder durften das erste Mal noch nicht mit, Fechters wollten den Genuss der ersten Fahrt allein auskosten. Sie fuhren .aus der-Stadt hinaus,, die Landstrassen wurden geradezu verschluckt, sie frassen die Kilometer zu'Hunderten. Mittags kehrten sie in einem idyllischen Dorfgasthof ein, verzehrten ein schlichtes Wiener Schnitzel und fuhren weiter. Nach einer guten Stunde, sie fuhren bequemes 60-km-Tempo, verlangsamte der Wagen seine Fahrt, ohne dass Herr Fechter, der nm Steuer sass, auch nur die winzigste Veranlassung dazu gegeben hätte. Und nach wenigen Minuten stand der Wagen still. «Vielleicht sind die Zündkerzen verölt?» meinte Frau Fechter beim Aussteigen. Herr Fechter dagegen sagte: «Der Motor könnte sich heissgelaufen haben!» Sie klappten das Das weisse Auto Ein Zeitbild aus dem heutigen Chicago, von Felix Vitalt. (Fortsetzung) TD&LS Mitternacht ist längst vorbei. Earl kniet vor der Chaiselongue, auf der Mabel die tanzmüden Glieder streckt und spielt mit ihrem duftenden Haar. Der Sekt hat ihren Wangen eine seltsame Glut gegeben. Ein tiefes restloses Gefühl des Geborgenseins ist in ihr, durchzittert von weher Sehnsucht nach Glück, wie es aus den blanken Augen des Mannes zu ihren Füssen leuchtet! Ihr hässliches Gestern verkrallt sich am Rande ihrer Träume. Sie will es nicht wissen — die Lust des Augenblicks muss ihr Grauen betäuben, die Zweifel ersticken. Nur den Hass nicht! Den nicht! Ohne Hass und Trotz rnüsstc sie aus seinen Armen fliehen. Wie ein gehetztes rechtloses Wild ... So bietet sie ihm die Lippen und duldet seine starke Hand. * In der Larrabee Street, Nähe Lincoln Park, hallt das trockene Bellen eines Maschinengewehrs. Ein Schrei durchgellt die Nacht. Fensterspalten öffnen sich: verzerrte Gesichter. Das Echo springt von den Häusern. Verhallt. Eine Stille wie im Grab. Und in diese Stille hinein, in die Einsamkeit der schnurgeraden Strasse, jagt ein Schemen. Lautlos, mit metallenem Glanz. In wahnwitziger Fahrt: ein weisses Auto! -A.\JL~tO Motorgehäuse auf und besprachen ganz fachmännisch die Lage. Ihre Unterhaltung zeugte von immensem Wissen, die technischen Bezeichnungen wirbelten nur so über ihre Lippen. Er zog seinen Mantel aus und streifte- alte Handschuhe über, um dem Motor zu Leibe zu gehen. Vorher zog er die Uhr: «Jetzt ist's um zwei, in einer Viertelstunde sind wir wieder flott!» Er schraubte, er ölte, er putzte. Der Motor versagte. Keine noch so winzige Zündung kam zustande. Herrn Fechter war es warm geworden. Er knöpfte die Weste auf. Der Dunst des heissen Motors schlug ihm ins Gesicht. Die Uhr zeigte auf drei. Nun verlangte Frau Fechter kategorisch, ihre Kenntnisse beweisen zu dürfen. Sie bürstete, drehte, ölte, zog Schrauben an, lockerte, befestigte, schwitzte, schimpfte, machte sich schmutzig und bastete emsig am Motor herum. Es war um vier. Der Himmel hatte sich währenddes bezogen. Nun verlangte Herr Fechter wieder, an den Motor gelassen zu werden. «Ich glaube, ich weiss, wo der Fehler liegt!» meinte er wichtig. Er schraubte fast den ganzen Motor auseinander und legte die vielen Dutzend einzelneu Teile und Schrauben auf den Kotflügel. Als es um fünf war, gab es nichts mehr auseinanderzunehmen. Fechter war zu Tode erschöpft, er hatte vom vielen Bücken Rückenschmerzen bekommen. Die Frau war ungehalten und zu Zank aufgelegt, und der Himmel drohte zu alledem, seine Schleusen zu öffnen. Um 6 Uhr war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Fechter konnte den Motor nicht wieder zusammensetzen und ein Zylinder zerbrach unter dem wütenden Hämmern seines Werkzeugs. Da kam weit hinten die Landstrasse entlang ein rassiges, schönes Auto angefaucht. Fechter stellte sich mitten in. den Weg und winkte. Das fremde Auto kam zum Stehen. Fechter bat auf die höflichste Weise 'um Hilfe. Der Insasse des Autos hiess seinen Chauffeur nachzusehen, woran der Fehler läge. Der Chauffeur trat, an den Wagen, zog, drehte und machte grosse Augen. Fechter sagte: «Das ist ein neuer Wagen. Unzuverlässig gebaut, gleich bei der ersten Fahrt versagt der Motor!» Der Chauffeur lächelte: «Am Wagen liegt's nicht —» «Vielleicht an uns?» fragte Frau Fechter spitz. «Natürlich!» lachte der Chauffeur, «oder ist Ihnen gar nicht aufgefallen, dass Ihr Benzin verbraucht ist?» « Der Mörder,» sagen die aus ihrer Ruhe Gestörten, und suchen den verlorenen Schlaf nachzuholen. Ein Weib bekreuzigt sich: War das nicht ein Gespenst? An einer Wegkreuzung hält die Sanität. Die Beamten lieben drei Körper von der Strasse. In einem ist Leben. Ein Streifschtiss hat ihn betäubt. Im Wagen',' zwischen den beiden Toten, kommt dieser eine zur Besinnung, hebt suchend den Kopf. « Liefen bleiben,» brummt der mitfahrende Arzt. Aber der Verwundete schüttelt die Mähne und springt von der Pritsche. « Daum it — dieses Mal ist's den Halunken noch nicht gelungen! » Der Arzt zwinkert mit den Augen. « Boot- Ieggers? » Der andere nickt. «Blackcorners! Mit einem neuen Teufelswagen.» Plötzlich sieht er zum Fenster hinaus. « Hallo — wo fahren Sie mich eigentlich hin? » «Ins Totenhaus,» knurrt der Medicus und zündet sich eine dicke Zigarre an. «Well, erst müssen wir die beiden da abladen.» Das Geschäft wird schweigend besorgt. «Ich muss an die Indiana-Avenue 231! » Wieder der seitliche Blick des Arztes. « Your Name? » Eine Karte erscheint aus der Tasche des Gefragten: Mac Fisher jun., Advocate. «Advokat — aha, mm nimmt mich der ganze Schwindel nicht wunder! » Dann ist es wieder still im Wagen. Die Luft ist zum Stechen dick. « Der Kerl raucht ein infames Kraut,» fährt es Mac durch den brummenden Schädel. Der Wagen hält. Der Arzt öffnet den Schlag. « Muss ich mit hinauf? » « Schon gut. Thank you. » ITH«>cB **•»•»«> VoB»B*«3t» •»«P-S^« pho n ai«> Das moderne Verkehrsproblem ist der.Alpdruck, der « cauchemar », der auf der Grossstadt und ihrem brausenden, pulsierenden Leben liegt. Was da namentlich in den Weltstädten zu gewissen Tageszeiten auf die Strassen getspeit wird, vereinigt sich zu einer Symphonie des modernen Verkehrs, die einem Biedermeier, der zu seiner Zeit mit sinnendem Blick auf der damaligen « Grossstadtstrasse » noch Vom Boulevardier zum Autolotsen. das Summen der Fliegen hören konnte, sicherlich nicht gerade als Gipfelleistung der Harmonie vorkommen würde, die aber gewiss die bezeichnende Klangfülle und den Jazz-Rhythmus unseres so durchaus anders gearteten Verkehrslebens unserer modernen Zeit wiedergibt. Vor wenigen Jahren hat sich der moderne Komponist Honegger durch die Komponierung seines «Pazifik» einen Namen gemacht. In den Konzertsälen war man versucht, die gigantische Kraftanstrengung einer Pazifiklokomotive, ihr wildes Stöhnen und ihren sieghaften und erlösenden Aufschrei nach Ueberwindung der Schwere und bei voller und freier Fahrt zu hören. Konservative Geister haben .mit dem nie aussterbenden Geschlecht der Spiesserseelen gepfiffen. Sie merkten nicht, dass, gemessen an der machtvollen Entwicklung des modernen Verkehrswesens, das nicht Stillstand und nicht Ruhe kennt und nichts als Bewegung ist, diese Komposition, kaum komponiert, bereits als historische Kategorie gewertet werden musste. Wer in einer Weltstadt während Sekunden gesteigerten und intensivsten Verkehrs auf einem Platz zentraler Verkehrsabwicklung steht, hört die eigentliche moderne Symphonie, die den zu solcher Zeit durch die Strassen flutenden Menschenmassen in immerwährender Erinnerung der Akkorde in die Ohren braust. ... - * Für den BotUevardier alten Kalibers lja| die Stunde -geschlajjen. ...Mit *ter Strassenromantiki die er in vollen Zügen genoss, wird mit eisernem Besen aufgeräumt. Verkehrsregelung, Sens unique, Parkingpätze, Verkehrsschildkröten sind die neuen Zeichen, unter denen sich der ganze Strassenverkehr beugen muss. Selbst auf dem an Tradition so reichen Pariser Pflaster weiss sich der Boulevardier nicht mehr zu helfen, und eben vernimmt man, dass in Paris, wo das Flanieren durch die Strasseu zum psychologischen Habitus der alten historischen Stadt gehört, eine Verordnung des Polizeipräfekten Chiappe der ganzen Herrlichkeit ein brüskes Ende setzt. « Einen Augenblick. Das macht zwei Dollars. » Fluchend greift Mac in die Tasche. « Nicht einmal über den Haufen schiessen lassen kann man sich umsonst. Aber ich werde Rechnung stellen! » Und er wankt die Stiegen hinauf.. Im Schlagschatten des «Narihira» stellt ein weisses Auto. Lautlos ist es um die Ecke gekommen. Eine Scheibe wird heruntergelassen. « Black! » raunt eine Stimme. «Corners!» echot es aus dem Dunkel. Ein Körper fällt auf den hellen Grund des Wagens. Der im Auto reckt den Kopf. « Fisher ist erledigt. Aber der Junge und der Nigger waren nicht dabei.» «Sie sind oben, Herr. Bei — bei Ihrer Frau, Herr.» .Was tun sie, sage die Wahrheit! » « Der Engländer hält Ihre Frau in seinen Armen —» Der Chinese hört, wie die Zähne seines Herrn gegeneinander stossen. Er sieht diesen Blick aus dem Dunkel, sieht diese Stirn, die Leben und Tod wägt. Endlich, nach einer endlosen Zeit, durchzuckt es das eiserne Antlitz. « Es ist zu spät, heut' Nacht, » flüstert er mit seltsam veränderter Stimme, und vergräbt den Kopf in beiden Händen. Der Gelbe weiss, wie die Eifersucht an ihm zehrt, wie seine Leidenschaft um das Weib mit glühenden Geissein das Innerste durchpeitscht. Tex Higgens rafft sich auf, wirft ein paar Worte hin: «Sie ist es nicht wert» Wie eine Schlange drückt sich Hao-Kiu an die Karosserie. «Ich habe einen Plan, Herr. Bringen Sie den Kerl auf die Jacht...» Ein stechender, hassgesättigter Blick lohnt Die neue Verordnung gilt dem Fussgänger, dem « pieton », der in Paris stets mehr galt als anderswo. Die Fussgänger sind fortan auf das Trottoir verwiesen, und es ist ihnen verboten, sich unnötigerweise auf dem Fahrdamm der Strasse aufzuhalten. Erlaubt ist ihnen das nur für das Ueberschreiten einer Strasse und hiebei muss der kürzeste Weg eingeschlagen werden ausgenommen wenn es sich um die Kreuzung von Strassen dienender Plätze handelt, denn in diesem Falle muss gerade die längste Route gewählt werden, da es verboten ist, den Platz in der Richtung einer Diagonale zu überschreiten. Strassen, in denen die Uebergänge für Fussgänger durch Zeichen abgesteckt sind, dürfen an weitern Stellen nicht überschritten werden, während an Punkten mit Verkehrspolizei nur die von ihr an der Wagenzirkulation angeordneten Pausen benutzen soll. r ^ „Ich habe keinen Appetit!" spricht mancher bedauernd zu seinem Gastgeber. Wer immer essensfreudig sein will, trinkt regelnlässig vor der Mahlzeit ein Gläschen des ärztlich empfohlenen in Rntauraim, Aootheken und Handlungen erhxlUich. Für die autofahrende Dame empfiehlt de Neuville, Zürich Eingang ßahnhofstrassa 37 Entresol seine DAUERWELLEN Erstklassige Zimmereinrichtungen und Einzelmöbel beziehen Sie am vorteilhaftesten direkt durch die MöDelfaßriB ßiunsingen. E. UJVTTEilBflCH den Vorschlag. «Ich weiss, was du meinst Du bist ein Erzschuft, Hao, aber du hast recht. Sie soll ihn auf die Jacht locken. Mach das, wie du willst. In drei Tagen muss er mir aus dem Weg » VIII. Früh, sehr früh am Morgen suchte Earl nach der Nacht im « Narihira» seine Bude bei Mac Fisher auf. Bald war er nachdenklich, bald pfiff er leise vor sich hin. Alte Studentenlieder, die ihm von den übermütigen Studienjahren im Kopf geblieben. Die Bilder der Nacht zogen an ihm vorbei und sie waren von einem betörenden Lachen und dem Ernst tiefer Augen durchtränkt. Das Lachen entsprang einem tollenden, mädchenhaften Uebermut; die Tiefe der Augen dem restlosen Erleben jenes Weibes, das die Welt kannte, das um dieser Welt willen litt Der junge Farrington war keine sentimentale Natur, noch weniger ein Grübler. Aber irgend eine Stimme orakelte, dass ihm die blonde Amerikanerin zum Schicksal werden könnte. Ob sie verheiratet war? Möglich, wahrscheinlich sogar — Earl sah darin kein Hindernis, vor dem ein Schicksal Halt machte. Er war verliebt... bis über beide Ohren. Sah nichts, als Träume, Glut, Hingebung. Es war nicht die neckische Leidenschaft in fesche Girls, nicht Launenhaftigkeit oder «Sprungbrett-Liebe», wie er Zerstreuungen vor dem furchtbarsten Uebel, der Langweile, zu benennen pflegte. Es war etwas Wurzelschlagendes, etwas, das man nie und nimmer kampflos hinzugeben gewillt ist. War Earls erste ernste Liebe! Still öffnet Earl die Türe zur Wohnung seines Freundes. Auf den Fussspitzen drücken sich die beiden, Farrinsrton iun. und