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E_1928_Zeitung_Nr.032

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chanischen Werkstätte.

chanischen Werkstätte. Der gewissenhafte Fahrer wird Übrigens nach einer bestimmten Anzahl von gefahrenen Kilometern einen massigen Betrag daranrücken, um eine kleine Revision vorzunehmen, abgesehen von der unerlässlichen Generalrevision, die nach 20,000 bis 30,000 Fahrkilometern auszuführen ist. So gut der Vorschlag des Herrn Dr. Krauthammer gemeint Ist und so wertvoll es für manchen Fahrer wäre, eine Art Pauschalzahlung pro Kilometer zu vereinbaren, so glauben wir doch, dass die Durchführung in der Praxis auf grosse Schwierigkeiten stossen wird und dass sich selten eine Reparaturwerkstätte findet, die das Risiko eingehen wird. Ein sorgfältiger Fahrer braucht diese Einrichtung nicht und den Gleichgültigen und Unfähigen will kein Garagist pauschal bedienen. In der «Automobil-Revue» wurde vor einigen Jahren der Gedanke eines «Autoinspektors» angeregt, ein tüchtiger Fachmann, der ein- bis zweimal monatlich eine Art Inspektion und Kontrolle der Motorfahrzeuge im Abonnement vornehmen würde. Es ist schade, dass diese Anregung damals nicht weiter verfolgt wurde, sie wäre verhältnismässig leicht durchzuführen und würde vorzügliche Dienste tun. Dieser Autoinspektor könnte dann in Verbindung mit gut geführten Reparaturwerkstätten stehen und für die von Zeit zu Zeit notwendig werdenden Reparaturen einen festen Preis von Fall zu Fall vereinbaren. H. L. Aus dem Bundeshaus. Anlässlich eines Interview, welches Bundespräsident Schulthess einem unserer Redaktoren gewährte, sprach sich der oberste Magistrat des Landes sehr lobend über seine Eindrücke vom Genfer Salon aus. Der Salon sei so recht das Sinnbild der mächtigen und unabsehbaren Entwicklung des Automobilismus in unserem Lande — eine Entwicklung, die für unsere Bundesbahnen zu einem akuten Problem geworden ist, dessen Lösung aber sicher zu finden sei. — Ohne dass der Staat eingreift? Bundespräsident Schulthess sieht gegenwärtig die Notwendigkeit einer staatlichen Intervention nicht ein, wie er sich (sehr diplomatisch!) ausdrückte. Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt er die Motorisierung des landwirtschaftlichen Gewerbes, das besonders in unsern Nachbarländern zum Aufsehen mahnt. K. Die soziale Seite des Automobils ist unbestritten höchst interessant. Bundespräsident Sohulthess erblickt den Wert des Automobils hauptsächlich in der Dezentralisierung der Siedelungen und der Ermöglichung des Lebens auf dem Lande, anderseits bringe aber das Auto Kostspieligkeiten mit sich, die gewisse Grenzen überschreiten können und daher eine nicht zu missachtende Gefahr darstellen. — Glauben Sie nicht, dass dieser Gefahr durch die Produktion eines schweizerischen «Fordwagens» gesteuert werden könnte? Bundespräsident Schulthess trat auf diese Frage nicht näher ein, da deren Verwirklichung für uns heute noch zu entfernt sei. Der Staat habe seine Finger davon fern zu halten. Unsere nationale Industrie könne ihre Fabrikationsmethode nicht verlassen, um eine Arbeitsteilung vorzunehmen. Uebrigens wisse man, dass unser Land viel zu klein sei, um den Absatz rentabel zu gestalten. — Fragen, die anlässlich der Erhöhung der Einfuhrzölle für Automobile des langen und breiten diskutiert worden sind. Eines könne versichert werden: Weder die Steuern, noch die Zölle werden es je verhindern, dass die- Zahl der Automobile in unserm Lande ständig im Wachsen begriffen sein wird. xi. Sportliches Doch ein Zugerberorennen 1928? Der Korporationsrat Zug hat bekanntlich seinen früheren Beschluss, keine Bergprüfungsfahrten Onkels und von seinen Andeutungen, dass er ein Auto mit drahtloser Steuerung konstruiert habe, gesprochen. Nun — so wie das weisse Auto habe ich noch keinen Wagen fahren sehen...!» «Du glaubst, es sei der Wagen meines Onkels ? > Mac und Hill Cliff nicken stumm. «Dann werden wir die Bande ausräuchern! » donnert Earl und schlägt beide Fäuste auf den Tisch. «Totschlagen!» fletscht der Nigger mit glühenden Augen. Der Advokat hat ein mitleidiges Lächeln. •« Ihr? Ohne Polizei —? » Der junge Farrington wütet. « Du sagtest doch, dass die Polizei...! » « Stimmt! Pay attention, Hill und ich haben einen Plan. Well — Hill hat 10 Mann der Bande bei ihrem blühenden Gewerbe erwischt. Das gibt ihm das Recht, auch den In der Frühe des 29. August 1927, gegen der bedingten Verurteilung. Nach zürcherischer Praxis hätte mit einer solchen ge- V?\ Uhr morgens, wurde in Zürich an der Ecke der Lang- und Heinrichstrasse ein Arbeiter A. von einem Auto angefahren und erdestens ebenso grossen Verschuldens, sogar rechnet werden können, da sie in Fällen minheblich verletzt. Wahrscheinlich wird er beim Tode des Ueberfahrens, gewährt worden ist. Es wurde deshalb an das Oberge- einen dauernden Hördefekt davontragen, der' als Folge des bei dem Unglücksfalle erlittenen Bruches der Schädelbasis angesprochen Dort konnte der Verteidiger auf einen ähnricht appelliert. wird. lichen Fall hinweisen, in dem der Staatsanwalt selber die Einstellung des Verfahrens Der Führer des Automobils war ein junger Mann, M., der seinen Dienstherrn am Vortage verfügt hatte. Er Hess dennoch seinen anfänglichen Antrag auf Freispruch fallen und zu geschäftlichen Zwecken gefahren hatte; er sollte das Auto in die Garage bringen und begehrte nur Gewährung der bedingten Verurteilung, da M. jedenfalls zu schnell gefah- traf auf dem Weg einen guten Bekannten, der ihn bat, ihn noch schnell nach der Konradstrasse zu fahren. M. Hess sich darauf gen für die bedingte Verurteilung gegeben: ren sei; anderseits seien alle Voraussetzun- ein und fuhr nach dem bezeichneten Ort. Sie Unbescholtenheit des Angeklagten, Wiedergutmachung des Schadens im Rahmen des hielten sich aber dort nicht auf und fuhren weiter in die Heinrichstrasse, M. wollte, wie Möglichen (einmalige grössere Summe an er angibt, durch die Langstrasse nach der den Geschädigten und dauernde Rente), usw. Müllerstrasse fahren, wo sich die Garage befand. An jener Ecke habe er den A. ganz links auf der Strasse gesehen, dieser sei im letzten Moment, vielleicht irritiert durch das Hupen, über die Strasse und vor das Auto gelaufen; er, M., habe deshalb nicht, wie beabsichtigt, die Kurve in die Langstrasse genommen, sondern sei nach rechts ausgewichen, sogar auf den Randstein in der verlängerten Heinrichstrasse hinauf, dennoch kam ihm der A. so vor den Wagen, dass ein Unglück nicht zu vermeiden war. M. hat jedenfalls auch nicht sofort gestoppt, offenbar in der Meinung, dass er dem A. ausweichen könne. Er ist nach seiner Angabe bis kurz vor dem Unfall mit 30 bis 35 Stundenkilometer gefahren, hat aber dann das Tempo etwas verlangsamt, weil er die Kurve nehmen wollte. M. hebt hervor, dass A. stark geschwankt habe, als er sich auf der Strasse bewegte; Zeugen wollen hievon nichts gesehen haben, sie behaupten auch, M. sei bedeutend schneller gefahren. ; Bei der Einlieferung ins Kantonsspital hat man bei A. 3 Promille absoluten Alkohol im Blute festgestellt, er hat in der Nacht randaliert, die Patienten im gleichen Zimmer stark belästigt. Am Samstag mittag hatte er einen Zahltag von 128 Fr. bekommen; als der Sonntag vorbei war, hatte er nur noch 16 Fr. in' der Tasche. Der Unfall, ereignete sich nach Mitternacht an einer Ecke, an der ,.die Laterne gelöscht war, die Zeugen sagten zum" Teil, es sei vollständig dunkel auf der Strasse gewesen; A.„ behauptete, der Unfall habe sich bei hellem Tage, gegen 7 Uhr abends ereiiF net.. In Wahrheit konnte er sich auf .die 7 , verschiedenen Wirtschaften, in denen er sich herumgetrieben hatte, überhaupt nicht mehr besinnen. — M. dagegen war nachweisbar nüchtern. Zweifellos war M. nicht ohne Schuld am Unglück. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte ihn daher wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Woche Gefängnis und 100 Fr. Geldbusse, und zwar unter Versagung Das erstinstanzliche Urteil wurde indessen in vollem Umfange bestätigt. Das Interessanteste daran war die Begründung, die eine bedeutende Animosität gegen die Automobilisten erkennen liess. Der Referent besprach die Vorschriften über die Geschwindigkeit und bemerkte, dass die Polizei sich ja selbst nicht darum kümmere! (in Zürich werden bekanntlich 25—30 Kilometer toleriert), weil die Verkehrspolizei vernünftig genug ist, den Fortschritten der Technik Rechnung zu tragen und durch die Beschleunigung des Verkehrs eine reibungslosere Abwicklung desselben gewähren will). Die Vorschriften könnten, so führte der Referent weiter aus, « nicht gehandhäbt worden, weil sich die Fahrer entschlossen hätten, sich nicht danach zu richten» (!). Zu der Frage des Mitverschuldens des A. wurde gesagt: « Die meisten laufen nicht in das Auto hinein, um überfahren zu werden; entweder ist es ein Zufall, oder es ist die Schuld des Fahrers ». Zur weiteren Charakteristik der Automobilfahrer wurde vom Referenten noch von «dieser Deliktsfreudigkeit » und « diesem Unvermögen, sich zu beherrschen » gesprochen. Es wurde bei dieser Gelegenheit festgestellt, dass für die kommende Schwurgerichtssession bereits mehrere Fälle von fahrlässiger Tötung durch Verkehrsunfälle zur Erledigung vorliegen und diese scheinen schon zum Voraus das Gericht in Harnisch gebracht zu haben. Dass ein Urteil so stimmüngsmässig begründet' worden ist, muss überraschen.•••' Es : sollte internem automobilreichen Kanton wie Zürich bei jeder richterlichen Instanz etwas mehr Verständnis für die heutigen Verkehrsverhältnisse vorausgesetzt werden dürfen. Die obigen, wörtlich wiedergegebenen Zitate von richterlichen Behörden lassen den Wunsch nach Richtern mit automobilistischer Praxis oder nach besonderen Gerichten für Verkehrsangelegenheiten nur als umso gerechtfertigter und dringender erscheinen. V. mehr auf der der genannten Korporation gehörendem Zugerbergstrasse zu gestatten, bei dem neulichen Gesuch der Sektionen Zug und Zürich unt Ueberlassung der Strasse bestätigt. Die Veranlassung hiezu gab eine mit Unterschriften versehene Eingabe gegen die Bewilligung des Rennens^ seitens einer Anzahl von Anwohnern der ZugeTbergV strasse. Da die Vorstellungen des Automobilclubs Zug, sowie namhafter unabhängiger Persönlichkeiten den Bat nicht zur Wiedererwäjcung seiner ablehnenden Stellung zu bewegen vermochten, griff die Sektion Zug zum letzen Mittel: sie führte ihrerseits eine Unterschriftensammlung zu Gunsten des Rennens unter den Mitgliedern der Korporations- haben es übrigens an unsachlichen und leidenschaftlichen Meinungsäusserungen in den politischen Zuger Blättern nicht fehlen lassen, so dass man zu gemeinde Zug durch. Diese Sammlung ist von glauben versucht ist, dass es sich nicht nur um tuelle minime Schuld des Automobilfahrers durchschlagendem Erfolg begleitet worden, so das« eine Bekämpfung der Bergprüiungsfahrt auf den nicht näher eintreten. Jeder Automobilist sich der Korporationsrat veranlasst sieht, die Angelegenheit in einer ausserordentlichen Versamm- ne-gative Einstellung zum Automobil überhaupt sonders bei ungünstiger Aufstellung der Kon- Zugerberg an sich, sondern um eine grundsätzlich weiss, wie leicht undeutliche Lichtsignale, belung der Korporationsgemeinde am 22. .April aft-, handelt. Entscheidung zu bringen. Somit wird die letzte Instanz in der sich schon viele Wochen in ungewiß Versuchsfahrt auf dem Nürburgring. Die Fälle aber rechtfertigt ein Missachten soltrolle, übersehen werden können. Auf alle ser Aussicht hinschleppenden Angelegenheit die unwiderrufliche Entscheidung bringen. wandten Industriezweige machen sich in stei- betreffenden Polizeimannes in keiner deutsche Automobilindustrie und die ihr vercher Signale das skrupellose Vorgehen des Weise. Da die Durchführung des Zugerbergronnens überdies auch der Bewilligung dos Stadtrates von Zug bedarf, ist auch eine Unterschriftensammlung unter der städtischen Wohnbevölkerung im Gange, die speziell die Kreise des zugerisdhen Erwerbs- Rest dingfest zu machen — wenn er die Schuld der Angegriffenen einwandfrei belegen kann. Dies dürfte ja hier nicht schwer fallen. Ich sagte dir, dass Hill drei kleine Kreuzer unter sich hat. Dies macht zusammen 72 brave Marinesoldaten, die Offiziere dazugezählt. Auf sie kann man sich unbedingt verlassen. Gelingt es uns, die Bande zu überrumpeln — und das muss so rasch und unbemerkt geschehen, dass die Helfershelfer unter der Polizei nicht Zeit haben, die Gauner zu warnen — so werden wir sicher auch die richtige Spur zu deinem Onkel finden! » Earl und Jim klatschen begeistert in die Hände, Hill Cliffs Augen verraten nicht weniger Kampflust. « Und wann ziehen wir los... ? » « In zwei Tagen kann alles soweit sein. » Mit gefüllten Gläsern wird die Ausgrabung des Kriegsbeil gegen Chicagos mächtigste Bootslegger-Bande, die Blackcorners, gebührend gefeiert... AUTOMOBIL-REVUE 1928 — 23 Ein Urteil und seine Begründung« (Fortsetzung folgt.) und Verkehrslebens auf ihren Listen vereinigen wird. Immerhin dürfte der Stadtrat bei einem positiven Entscheid der, Korporationsgemeinde seine Heute mehrheitlich ablehnende Haltung aufgeben. Diese letztere Unterschriftensammlung wird speziell darüber endgültig Klarheit schaffen, ob tatsächlich die überwiegende Mehrheit der Zuaer Bevölkerung mit Ausnahme weniger direkt Interessierter «sehr gerne auf das Rennen verzichtet», um den Wortlaut einer Tedaktionellen Bemerkung in einem der Zuger Blätter zu gebrauchen. Die Gegner des Rennens gendem Masse die Vorteile zunutze, die ihr in Gestalt des Nürburg-Ring für die praktische Bewährung ihrer Erzeugnisse auf der Strasse geboten sind. Die Reifenindustrie hat schon im vorigen Jahr mit Versuchsfahrten auf dem Nürburg-Ring begonnen, die so lehrreiche Ergebnisse brachten, dass sie gleich nach Beendigung der Winterpause- von neuem aufgenommen wurden. Eine der beteiligten Fabriken hat dabei durch einwandfreien Vergleich die interessante Feststellung gemacht, dass sie auf dem Nürburg-Ring in dreizehnfach kürzerer Zeit zu den gewünschten Untersuchungsergebnissen gelangte als durch Versuchsfahrten auf Strassen des öffentlichen Verkehrs. -f Besuch der Targa Florio. Die Societe des Agences Florio gibt bekannt, dass Automobilisten, die nach Sizilien fahren, ihre Waagen täglich von Neapel nach Palermo spedieren lassen können. Der Verlad hat in Neapel auf dem Quai « Molo Pisacane» zu erfolgen, in Palermo wird der Wa-gen am Quai « S. Lucia > bereitgestellt. Wagen mit mehr als 2500 kg Gewicht können in Palermo nicht ausgeladen Agentur Florio in Neapel resp. Palermo rechtzeitig zu avisieren. Die Rennstrecke Breisach- Ober-Imsingen wird demnächst einer gründlichen Verbesserung unterworfen. Der Staat hat auf Gesuch des Freiburger Automobil-Clubs eine Unterstützung von 160 000 Mark erlassen. An diese Unterstützung ist die Bedingung geknüpft, dass die Rennen der A. D. A. C. während mindestens eechs Jahren auf der genannten Rennstrecke zu organisieren seien. v. PfIMsterunosarbeiten an der Strasse Baar-Zug. Von der Finanzdiroktion des Kantons Zug wird uns mitgeteilt, dass am 16. April die Pflästerungsarbelten an der Baarer Strasse in Angriff genommen werden und did Route Baar-Zug infolgedessen während zirka vier Wochen gesperrt bleiben wird. Der gesamte Verkehr wird über Thalackor umgeleitet. Der direkte Verkehr von Zürich nach Luzörn und umgekehrt hat sich während dieser Zeit via Albis und Knonau abzuwickeln. — Unerhört! Ein Polizist feuert auf ein Automobil. Nachdem die Oster-Feiertage vorbei, müssen wir unsere Leser mit einem Falle bekannt machen, der in Automobilkreisen mit Recht grösstes Aufsehen und tiefste Entrüstung erregen wird. Leider ist in unserem Volke eine gewisse Mentalität noch nicht verschwunden, die den Automobilisten gerne als Bürger mindern Rechtes betrachtet, als einen Menschen, der wohl für alle Schäden und Unfälle selbstverständlich die Verantwortung und die Kosten zu tragen hat, für den man anderseits jedoch gerne bereit ist, einschneidende Verkehrsbestimmungen zu fabrizieren, die ausschiesslich von ihm zu beachten und von allen andern Strassenbenützern zu missachten sind. Diese gefährliche und in nichts berechtigte Mentalität, die im Automobilisten quasi immer noch den Usurpator der Strasse sieht und ihm deshalb mit feindlichen Gefühlen entgegentritt, ist vergangene Woche in krassester Form in Erscheinung getreten. Der Fall ereignete sich im Kanton Bern. Fuhr da ein Automobilist in der Nacht von Aarwangen nach Langenthai. Kurz vor Langenthal, an der Kreuzstrasse, erhält er Lichtsignale zürn Stoppen. Es ist offenbar eine Nachtkontrolle, die um 23 Uhr pflichteifrigst ihres Amtes waltet. Der Atttomobilfahrer blendet ab und fährt (aus uns noch unbekannten Gründen) mit seinem Wagen auf der Zürich-Langenthaler-Strasse gegen die kalte Herberge, um von dort aus wiederum auf der Langenthaler-Strasse die Ortschaft Langenthal zu erreichen. Die betreffende Kontrolle hat sich unterdessen auf ihr Motorrad gesetzt und ist nach Langenthai gefahren, um dort die Rückkehr des Autos abzuwarten. Es darf somit angenommen werden, dass der betreffende Polizist, der, wie uns gemeldet wurde, auf Automobilisten nicht besonders gut zu. sprechen ist, den Wagen erkannt hatte und deshalb mit dessen Rückkehr nach Langenthal rechnete. Wirklich erschien fragliches Auto nach geraumer Zeit. Nach Aussage des Polizisten gab dieser erneut Lichtsignale zum Stoppen, was scheinbar vom Automobilisten ein zweitesmal missachtet oder übersehen wurde. Das Auto hielt nicht, worauf der betreffende Polizeimann auf dasselbe zwei Revolverschüsse abgab, die glücklicherweise niemanden trafen. Das Auto war mit zwei Damen und zwei Herren besetzt. Die eine Kugel pfiff einer Dame, die im Hinterteil des Wagens sass, an der Nase vorbei, streifte beinahe den Hinterkopf des vorne sitzenden Begleiters, während die zweite in der Rückwand des Vordersitzes stecken blieb. Den beiden Kugeln hätten leichthin zwei Menschenopfer entsprechen können. Auf wunderbare Weise ist grösseres Unglück ungeschehen geblieben. Wir wollen an dieser Stelle auf die even- Das unüberlegte und strafbare Verhalten des betreffenden Polizisten gemahnt an die Zeit mittelalterlichen Faustrechtes. Es ist unerhört, dass heutzutage, da man auf dem Gebiete des Strafwesens einer immer milderem Praxis Raum gewährt, Organe des Staates in nicht zu verstehender Leidenschaft dazu gelangen können, Menschenleben derart aufs Spiel zu setzen. Gegen eine solch mittelalterliche Lynchjustiz legen wir in aller Form Protest ein, und erwarten von der kantonalbernischen Polizeidirektion, dass sie den Fall gründlich untersuchen und dementsprechend zum Rechten sehen werde. Soviel uns bekannt, hat auch die Polizei nicht das Recht, von ihrer Waffe in einer solch menschenunwürdigen Art und Weise Gebrauch zu machen. N. Internationale Postautomobilverbindungen. Die « Enit», die italienische Verkehrszentrale, gibt soeben erläuternde Orientierungen werden. Für den Transport ist die über die Ende Februar 1928 in Cortina-d'Ampezzo stattgefundene Konferenz betreffend die internationalen Postautomobilverbindungen heraus, über deren Verhandlungen bisher nur spärliche Notizen an die Öffentlichkeit gelangten.

N° 32 - 1928 AUTOMOBIL-REVUE Die genannte Konferenz, an der Italien, Frankreich, Oesterreich, die Schweiz und Yougoslawien vertreten waren, befasste sich vornehmlich mit der Einführung internationaler Postautomobillinien mit durchgehenden Wagen, wo ein Umsteigen der Passagiere nicht mehr nötig ist. In Italien werden Turin und Aosta die Ausgangspunkte für die Verbindungen mit Nizza, Briancon, Mont Cenis, den Tälern von Vici und Aosta, der Gegend von Biella und der oberitalienischen Seen werden. Von Aosfa aus geht auch die neugeschaffene Linie des «Tour du Mont Blanc». Von Mailand aus führen Kurse nach Bergamo und den oberitalienischen Seen (täglich und wöchentlich), ferner nach Ponte di Legno, Madesimo, San Pellegrino, Salsomaggiore, Valtournanche. Besondere Bedeutung wird auch die neue Postautolinie Milano- Comersee-Veltlin - Bornico - Stilfserjoch - Merano erhalten, mit Abzweigung Tresenda- Apricapass-Tonalepass-Bozen. Von den Linien, die besonders die Schweiz interessieren, sind zu nennen : Milano-Lugano, Chiavenna-St. Moritz, Tirano-St. Moritz, Merano-Santa Maria im Münstertal, Zernetz- St. Moritz, ferner ein Kurs Bozen-Meran-Zernetz (ohne Wagenwechsel an der Grenze). Zwischen Italien und Oesterreich sind folgende neue Kurse geplant : Meran-Reschenscheideck, Meran - Sterzing - Brenner - Innsbruck. Von Venedig aus sind neue Kurse nach Cortina-d'Ampezzo, S. Martino di Castrozza und Bozen geplant, und der östliche Teil Italiens soll erstmals eine Postautoverbindung Gorizia-Plezzo-Tarvisio-Klagenfurt erhalten. S. i Das Direktionskomitee des A. C. S. "wird am 19. April, 10 Uhr, in den Räumlichkeiten der Sektion Bern (Hotelgasse) zu einer Sitzung zusammentreten. Auf der Tagesordnung figuriert die Wahl eines Generalsekretärs. Unter mehr als 200 Kandidaten gelangten nur zwei in die engere Wahl. A. C. S. SEKTION ZÜRICH. Als nächste Sektionsveranstaltung findet am 19. April im Bahnhofbuffet in Winterthur eine s Monats Versammlung mit gemeinsamem Nachtessen und Lichtbildervortrag von Herrn W Mittelholzer über «Alpenflüge> statt. Im übrigen ist nun das Sommerprogramm wie folgt festgelegt worden: Zweite Hälfte Mai: Bluestfahrt an den Bodensee, mit Mittagessen im Bad Hörn, gemeinsam mit der Sektion Thurgau des A. G. S. 9./10. Juni: Grenzbesetzungsfahrt in den Jura, 1 % Tage, mit TJebernachten in Pruntrut. und Besuch der Sektion Les Rangiers des A. C. S. Erste Hälfte Juli: Mondscheinfahrt nach der «Burg» bei Dielsdorf, mit Nachtessen und Tanzvergnügen. Ende Juli: OrientierungsfahTt und Gymkhana. Erste Hälfte August: Picknick-Fahrt zum Nussbaumer-iSeelein. Ende August: Dolomiten-Fahrt, neun Tage. Zweite Hälfte September: Vogesenfahrt, drei Tage. Zweite Hälfte Oktober- Herbstfahrt ins Weinland. Fraglich ist noch die Abhaltung des Zugerbergrennens am 8. Juli. Anderseits wird das Programm noch durch den anfangs Juni in Zürich eintreffenden Automobil- Club von Deutschland, sowie im Herbst durch den Besuch des Bayerischen Automobilclub eine Erweiterung erfahren. Es wird den Mitgliedern der Sektion Zürich auch in diesem Jahre wieder viel Interessantes und Schönes geboten werden, und sind speziell für die vorgesehenen Tourenfahrten bereits verschiedene Anmeldungen eingegangen. s. Der soeben erschienene Jahresbericht pro 1927 der Sektion zeigt, dass die Sektion im verflossenen Jahr zielbewusst daran weiter gearbeitet hat, sich vornehmlich den Vorkehrs- und Touristikfragen zu widmen, wobei durch die Abhaltung des Kilometerrennens Altstetten-Schlieren und einer Autavia auch der Automobilsport in gesundem Rahmen weiter gepflegt wurde. Auch der Förderung des Clublebens wurde durch die Abhaltung zahlreicher wohlgelungener Veranstaltungen, Monatsversammlungen, Ball, Lichtbildervorträge, kleinere und grössere Tourenfahrten etc. besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Diese zielbewusste Arbeit des Vorstandes, der unter der trefflichen Leitung der Herren H. Wunderly-Wolkart, Präsident, und Heinrich Hürlimann, Vizepräsident steht, halte eine erfreuliche innere Kräftigung der Sektion zur Folge, die im Berichtsjahre auf eine bemerkenswerte Entwicklung zurückblicken kann. Der Mitgliederbestand hat sich von 1555 am 1. Januar 1927 auf 1822 Ende 1927 gehoben und konnte mit den eingegangenen 345 Aufnahmegesuchen eine Rekordzahl gebucht werden. Anfangs März 1928 zählt die Sektion bereits 1830 Mitglieder. Im Laufe des Jahres wurden nicht weniger als 16 Anlässe und Veranstaltungen abgehalten, wobei die neuntägige Bayernfahrt mit einem besonders grossen Erfolg abschloss. Eine ausgezeichnete Aufnahme haben die 1927 neu herausgegebenen Touristikbulletins über Oeffnung und Schliessung von Alpenstrassen, Strassenzustand und Strassensperren etc. gefunden, welche wöchentlich, resp. halbmonatlich erscheinen. Die gedeihliche Entwicklung der Sektion beweist, dass sie mit ihrem Arbeitsprogramm, sich in der Zukunft vornehmlich den Touristik-, Verkehrs-, Gesetzgebungs-, Rechtsschutz- und Versicherungsfragen zu widmen, auf dem richtigen Wege ist und sich so eine gesunde, solide Basis für eine kräftige Erstarkung der Sektion geschaffen hat. s. Eine neue Autoverbindung vom Luganersee an den Comersee wird ab 1. Mai, dank privater Initiative, eröffnet werden. Sie geht von Maroggia am Luganersee über Arogno nach dem italienischen Lanzo d'Intelvi und von dort nach dem Comersee hinunter. Seit dem Karfreitag steht der Col des mosses dem Automobilverkehr offen. Vom Bürgerausschuss der Gemeinde Waldshut ist dem Darlehensvertrag zur Finanzierung der Rheinbrücke Waldshut-Koblenz einmütig zugestimmt worden. Die badische Regierung, die sich mit 75 Prozent beteiligt, hat schon in den Voranschlag hunderttausend Mark eingestellt, so dass man die Gewähr hat, dass mit dem Bau der Brücke sofort begonnen werden kann; Zum Problem der Automobilstrasse Baselitalienische Grenze bemerkt Stadtrat Dr. Klöti, der Vorstand des Bauwesens I der Stadt Zürich, im Geschäftsbericht des Zürcher Stadtrates für das Jahr 1927 u. a.: « Die Vorgänge an der Generalversammlung vom 26. November 1927 in Ölten hätten Zweifel darüber aufkommen lassen, ob man auf dem richtigen Wege sei. Der Stadtrat von Zürich teile diese Zweifel, und er halte dafür, dass es im Interesse friedlicher Zusammenarbeit doch richtiger gewesen wäre, eine Gesellschaft für das Studium der Automobilstrasse Basel-Gotthard-Chiasso zu gründen. Das hätte in keiner Weise gehindert, dass die Basler, die Berner und die Westschweizer eine besondere Gesellschaft zur Abklärung der vorgeschlagenen Automobilstrasse Basel- Lötschberg-Simplon gegründet hätten. Es sei ja auch nicht ausgeschlossen, dass mit der Zeit beide genannten Automobilstrassen zur Ausführung"gelangen können...» Ferner wendet sich der Stadtrat gegen die Erweiterung des Vereinszweckes durch Ausdehnung auf das Studium des Ausbaues des gesamten schweizerischen Automobilstrassennetzes. Man müsse sich fragen, ob mit dieser wichtigen Arbeit nicht eine Organsation betraut werden sollte, in der die eidgenössischen Behörden, die kantonalen Baudirektoren, die verschiedenen Automobilverbände und die grösseren Ortschaften besser zur Zusammenarbeit vereinigt wären. Dass die Strasse kein Spielplatz und grösste Vorsicht beim Ueberschreiten der Fahrbahn nötiger ist als je, bewies wieder ein bedauerlicher Unfall, der sich am letzten Samstag in Zürich abspielte, wo ein zwölfjähriger Knabe einem Ball nachsprang und auf diese Weise in ein Auto hineinrannte, wodurch er zu Fall kam und einen Schädelbruch erlitt. Man muss es immer und immer wieder betonen und der Jugend einprägen: die Strasse ist kein Spielplatz, und Fussballspiel und Ballwerfen sind an Verkehrsstrassen immer Spiele mit dem Leben, denn es braucht zu einem Unglücksfall oft nur den Bruchteil einer Sekunde! Und dann heisst es allzu oft hintenher noch: «Hätte er nur besser aufgepasst! », und mit diesem « er » meint man natürlich den Autoführer, der immer als Sündenbock gelten muss ! Eine zeitgemässe und sehr begrüssenswerte Organisation ist der Autohilfsdienst auf den Landstrassen in Deutschland. Anlässlich der Leipziger-Messe trat diese « Aha »- Autohilfe erstmals in grösserem Umfang an die Oeffentlichkeit. Bis Ende April sollen nun die ersten Strecken mit einem vollkommenen grosszügigen Hilfsdienst versehen sein. Schon heule verfügt die « Aha » über dreitausend Hilfsstellen. Auch Reparaturwerkstätten sind zu diesem Zwecke verpflichtet worden, deren Automobile, die mit Fahrschülern oder zu anderen Zwecken unterwegs sind, die Pflicht haben, auf den Landstrassen, bei Pannen oder Unfällen, einzugreifen, so dass damit ein gewisser Patrouillendienst eingerichtet worden ist. Auf diese Art befinden sich täglich gegen 1500 Patrouillenfahrzeuge, die alle das « Aha »-Kennzeichen tragen, unterwegs. Dazu kommen noch über hundert eigene Patrouillen: Automobile oder Motorräder mit Beiwagen. — Eine zweite, sehr wichtige Aufgabe dieser Organisation ist der erweiterte Telephon-Meldedienst. Wo keine Apparate zur Verfügung stehen, werden einige Telephonapparate angebracht, die direkt an die nächsten Hilfsstellen angeschlossen werden. Es wäre erfreulich, wenn auch bei uns eine solche Organisation geschaffen würde! R. Orientierungsshizze über das Projekt einer Sanetschstrasse siehe Seite 15. Gin Acht-Zylinder in Linie zum Preise eines Sechs-Zylinder BASEL JBixin/te Cliroziik er neue Exklusiver Import für die Schweiz : /\GENCE /\MERICAINE.S.A.. GENF St. GALLEN AARAU ZÜRICH A. C. S., SEKTION LUZERN. Die 20. ordentliche Jahresversammlung fand Dienstag, den 3. April, unter grosser Beteiligung im Hotel Beau-Rivage statt. In seinem Jahresbericht gibt der Vorstand bekannt, dass die Vermehrung der sportlichen und geselligen Veranstaltungen eine stetige Zunahme der administrativen Tätigkeit bedingte, was auch vermehrte Tätigkeit vom Präsidium erforderte. Infolgedessen wurde dem Präsidenten eine Arbeitskraft zugeteilt. Für die mustergültige Art und Weise ihrer Arbeit wurde Fräulein A. Häfeli der Dank des Ver^ns ausgesprochen. Durch Statutenrevision wurde der Vorstand von 7 Mitgliedern auf 9 erhöht. Als 8. Vorstandsmitglied beliebte Herr Josef Baumeier, Leiter der Triptykstelle, während die Stelle des 9. noch frei blieb. Gegenüber 14 Vorstandssitzungen im Jahre 1926 fanden letztes Jahr deren 17 statt, die verschiedenen Sitzungen der Sportkommission, ferner die Sitzungen betr. Eigentalerstrasse oder diejenigen das Automobilgesetz betreffend, nicht mit eingerechnet. Die wichtigsten Vorstandsgeschäfte des vergangenen Jahres waren: Eingaben an Behörden, Erledigung beschwerender Anzeigen, Eingaben an das kantonale Polizeidepartement betr. Protokollaufnahme bei Automobilunfällen an Ort und Stelle und betr. Bussenfälle. Mitunterzeichnung durch die Beteiligten. Sofortige Notifikation von Bussen an Betroffene. Verschärfung der Fahrprüfung. Zurückweisung bei Verkrüppelungen irgendwelcher Art. Ferner: Reduktion der Halbjahr-Automobilsteuer bei nur monateweiser oder vierteljährlicher Beanspruchung des Wagens. Eingaben an den Stadtrat betr. Diebstähle aus Automobilen und Bewachung von Parkplätzen durch die Stadtpolizei. Wirkung des Einbahnsystems an der Ecke des Metzgerrainli und Freigabe der Eigenthalerstrasse für die Bergprüfungsfahrt. Gemeinsame Demarche mit der Sektion Zürich bei der Regierung des Kantons Zug betr. Strassenverbesserung Rothkreuz-Cham. Verbesserung der Strassenverhältnisse Greppen-Weggis. Ein Traktandum, das viel Arbeit verursachte, war die Statutenrevesion des A. G. S Weitere Mühen verursachten die Abstimmungskampagne gegen das Automobilgesetz und die Unterstützung der Initiative für eine schweizerische Strassengesetzgebung unter Mitberücksichtigung aller Strassenbenützer (für diese wurde vom Vorstand eine einmalige Ausgabe von Fr. 500.— bewilligt); der Schwyzer Boykott, sowie der Beitritt zum schweizerischen Verein für die Schaffung einer Automobilstrasse Baselitalienische Grenze. Die Hauptarbeit besorgte auch hier der Präsident, unterstützt von Herrn Robert Geisshüsler. Dem letzteren wird für sein dem Club gespendetes Tableau, darstellend die amtlichen Profile der Alpenstrassen der Schweiz der Dank ausgesprochen. Der Club besammelte sich ausser der Generalversammlung viermal: am 17. März zur Anhörung eines Vortrages von Herrn Rigibabndirektor Fellmann über das Projekt einer Automobilstrasse Baselitalienische Grenze; am 15. Juni zur Behandlung der Traktanden der General- und Delegiertenversammlung des A. G. S.; am 29. August zur Orientierung und Vorbesprechung der Bayernfahrt und am 14. Dezember betr. Zentralstatuten. Der Mitgliederbestand der Sektion betrug auf 31. Dezember 1926: 359; auf 31. Dezember 1927 schon 410. Die Rechtsauskunftsstelle bei Dr. O. Allgäuer wurde im Berichtsjahr in über 50 Fällen be-, anspracht. Im Berichtsjahr fanden nach chronologischer Reihenfolge folgende Veranstaltungen statt: Am Neujahr die übliche Neujahrsbegrüssung. Ihr folgte am 11. Februar das erste Dancing. dem eine Anzahl weiterer sehr 'gut besuchter folgten; am 26. Februar der Gesindeball; Am 5. März die Sternfahrt nach Genf mit 4 Wagen: 2., 3., 4. und 22. Preis; am 1. Mai die Blustfahrt nach Schwarzenbergbad, an der 110 Mitglieder teilnahmen; am 24. Juli eine Clubsternfahrt; am 13. und 14. August Klausenrennen; vom 3. bis 13. September die Bayernfahrt; am 8. Oktober eine Wohltätigkeitsfahrt mit den Waisenkindern und den Blinden des Blindenheims; am 9. Oktober Fahrt nach Langnan; am 26. November in Hochdorf im Hirschen Zusammenkunft mit Mittagessen und Tanz. Zwei Veranstaltungen kamen leider nicht zur Ausführung, einmal eine Wagenschönheitskonkurrenz und forner die Abhaltung eines technischen Lehrkurses. Beide wurden auf 1928 verschoben. Ueber den weiteren Verlauf der Generalversammlung folgt Bericht in einer der kommenden Nummern. Wahlen. Der Präsident, Herr J. C. Bucher, wurde mit Akklamation wiedergewählt. Ebenso wurden bestätigt die Herren Josef Schumacher, Schriever, Geisshüsler, Baumeier, Dr. Fred. Heller. Neu gewählt: Grossrat Theodor Wyss, Hochdorf, Dr. med. Eugen Boesch, Luzern, Dr. jur. Oskar Hübscher, Herr Doepfner, Hotelier, Jos. Gloggner, der bekannte Rennfahrer (Klausenpreisgewinner 1926). Der neue Vorstand umfasst somit elf Mitglieder. Für die Delegiertenversammlung wurden vier Delegierte gewählt sowie drei Ersatzmänner. Die Versammlung war von 101 Mitgliedern, worunter einer Dame, besucht, alle blieben nachher zusammen. Das Nachtessen, vom Besitzer des Hotels Beau-Rivage, Herrn Gyger, war vortrefflich zusammengestellt. Nach den Traktanden, die nach dem lukullischen Mahl wieder aufgenommen und erst spät beendet wurden, blieb die Tafelrunde in fröhlichster Stimmung bis zum Morgengrauen zusammen. Ba. SEKTION AARGAU T. C. S.. Der Vorstand hat die diesjährige Generalversammlung angesetzt auf Samstag, den 14. April 1928. abends 8 Uhr, Hotel Löwen in Aarau (Clublokal), zur Behandlung der folgenden Traktamden: 1. Verlesen des Protokolls. 2. Abnahme des Jahresberichtes und der Jahresrechnung. 3. Ergänzungswahlen in den Vorstand und Wahl der Rtcbnungsrevisoren. 4. Festsetzung des Sektionsbeitrages. 5. Sportprogramm. 6. Verschiedenes. Amschliessend an die statutarischen Geschäfte wird der Sekretär unserer Sektion, Hr. Fürsprecher Lehner, ein kurzes Referat halten über das Thema: Wir Autler und die Polizei. Der Vorstand ersucht die Mitglieder dringend, an dieser Versammlung teilzunehmen.