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E_1928_Zeitung_Nr.032

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N" 32 Das akute Aarauer Brückenproblem. Solothurn und Ölten brüsten sich mit drei Aarebrücken, während die grosse Stadt Aarau nur eine einzige besitzt, die zudem als Kettenbrücke nicht mehr den neuesten Anforderungen der Bautechnik zu entsprechen scheint. Die Kettenbrücke, eine Eigenart des Aarauer Stadtbildes, dient seit 70 Jahren dem Stadt- und Durchgangsverkehr von Aarau. Sie wurde zu verschiedenen Malen verstärkt und erfüllt heute leidlich ihre Pflicht. Der Oberbau ist wohl kräftig genug, um den Schwerlastenverkehr zu tragen. Die Hauptschwäche der Brücke liegt aber in den unzulänglichen Verankerungen der beiden Ketten im Fundament der Brückenköpfe. An der Kettenbrücke sind ferner die engen Zufahrten und die sehmale Fahrbahn zu rügen. Der Aare-Kraftwerkkonzessionär ist durch die Konzession verpflichtet, bei einem neuen Brückenbau innerhalb des Staugebietes Fr. 100,000 als Beitrag zu stellen. Bis vor kurzem dachte man an den Bau eines Steges. Das Bedürfnis darnach ist aber sehr gering. Dringender ist die Brückenverbindumg der Staffelegg- und Biebersteinerstrasse mit dem Industrie- und Bahnhofquartier. Mit dieser Lösung sind auch die Gemeinden am linken Aareufer einverstanden. Diese Brücke muss ferner dem Schwerverkehr der Zürich-Berastrasse nach Basel dienen. Sie soll der Stadt nach der Seite von Buchs, Rohr und Suhr hin bessere Verkehrsmöglichkeiten schaffen. Der Ersatz der bestehenden, aber problematischen Konstruktion der Kettenbrücke durch eine modernere Brücke mit erweiterter Fahrbahn und verbesserten Zufahrtsverhältnissen wurde von den Verkehrsinteressenten ebenfalls in Erwägung gezogen. Das Aarauer-Brückenproblem heisst heute eigentlich: Bauen wir unsere einzige Brücke, die Kettenbrücke, in eine grössere Eisenbrücke um, oder erstellen wir eine neue Betonbrücke im Gebiete Telli-Scheibenschachen? Die Errichtung eines Steges fordern — trotz jenes Beitrages von Fr. 100,000 — nur wenige Verkehrsinteressenten. In weiten Verkehrskreisen gewinnt hingegen das Projekt des Baues einer neuen Betonbrücke im Gebiete Telli-Scheibenschachen immer mehr Anhänger. Diese zweite Brücke soll mitsamt den Zufahrtsstrassen auf 1,5 Millionen Franken zu stehen kommen. Der Betrag ist zwar sicherlich zu tief gegriffen. Effektiv zu überbrücken wäre eine gesamte Spannweite von 250 Metern. Die lichte Weite der Brücke müsste — aus Rücksicht gegenüber einer zukünftigen Schiffahrt — annähernd 9 Meter betragen. Die aargauische Eisenbahnvereinigung hat nun anlässlich ihrer letzten Generalversammlung den baldigen Bau einer zweiten festen Brücke empfohlen und gewünscht, dass man vom Bau eines Steges absehe. Es ist ohne weiteres klar, dass nur mit der Errichtung einer zweiten festen Brücke, die in nicht unabsehbarer Zeit kommen muss, den städtischen Verkehrsverhältnissen wirklich gedient ist. Auch hier gibt die Finanzierungsfrage den entscheidenden Ausschlag. Der Umbau der Kettenbrücke in eine Eisenbrücke würde an Kosten mehr als eine halbe Million Franken verursachen. Die Frage, ob beim Umbau der Kettenbrücke jene 100,000 Franken aus den Taschen des Konzessionärs mitgerechnet werden dürfen, ist nicht entschieden. Der grosszügige Aarauer wird im Interesse der zukünftigen Gestaltung der Stadt dem Projekte einer neuen Brücke im Gebiete Telli-Scheibenschachen zustimmen. Ueber den genauen Standort der Brücke wird man sich noch einigen müssen. Späterhin, wenn die Kettenbrücke tatsächlich zu schwach geworden ist und der gesteigerte Verkehr weitere Anpassungen erfordert, kann sich die Stadt Aarau auch den Umbau der Kettenbrücke in eine Betonbrücke leisten. Wir hoffen, die fragliche Brücke werde etwas rascher verwirklicht als der Berner Flugplatz im Belpmoos. lt. Oesterreichische Autostrassen. Die österreichische Regierung hat die nötigen Vorkehren getroffen, um dieses Jahr eine Reihe von Strassenbauten zur Durchführung zu bringen. Mit dem Bau der Qaisbergstrasse bei Salzburg ist in den letzten Tagen begönne worden, der Abschnitt bis zur Judenbergalpe dürfte bis zum Sommer beendigt sein. Einer Verbesserung sollen des weitern die Strassen Wien - Semmering, Wien - Oedenburg und Wien-Budapest unterzogen werden, doch dürfte deren Ausführung erst im Herbst in Angriff genommen werden. Um das Wildbad Gastein mit Mallnitz, südlich der Tauern zu verbinden, ist die Anlegung einer 30 km langen Tauernstrasse von Böckstein über das Nassfeld und den niedern Tauernpass geplant. Diese Verbindungsstrasse würde da den heute notwendigen Transport der Automobile durch den Tauerntunnel vermeiden und so eine wichtige Verbindungsstrasse Nord-Süd darstellen. S. Die Basler Klaxon-Aifaire. Wurde da kürzlich wieder ein Fahrer aus dem benachbarten Kanton Aargau in Basel wegen Benutzung eines Klaxons mit zu hohem Ton mit einer stattlichen Busse von zirka Fr. 50.— belegt. Da der Gebüsste, dessen Wagen seinerzeit in Aarau anstandslos abgenommen worden war und der von der aargauischen Motorfahrzeugkontrolle ein Attest erhielt, dass der Signalapparat voll und ganz den Vorschriften des Konkordates entspreche, gerichtliche Beurteilung verlangte, kam die Angelegenheit in den letzten Tagen in Basel zur Behandlung. Gestützt auf die vorgenannte Bescheinigung erfolgte denn auch der Freispruch, d. h. der Erlass der Busse. Dabei ereignete sich folgendes interessante Intermezzo: Im Verlauf der Verhandlungen präsentierte der Fahrer eine andere Hupe und fragte orientierungshalber, ob denn solche in der hohen Stadt Basel geduldet werde. Nach einer Probe wurde dies vom Polizeirichter bejaht, wobei noch beigefügt wurde, dass der Ton punkto Höhe «gerade noch zulässig» sei. Um so grösser war aber sein Erstaunen, als der Gebüsste schmunzelnd erklärte, dass festgestelltermassen die Hupe seines Wagens einen vollen Ton tiefer abgestimmt sei und daher die Aussprechung einer Busse nicht am Platze war. Es scheint, dass man diese « Hupen-Büs- •serei» in Basel etwas aus dem Handgelenk betreibe. Um so wichtiger ist es, dass die beiden Basler Sektionen des A. C. S. und T. C. S. sich dieser Sache energisch annehmen und durch einen prinzipiellen Entscheid einmal festlegen lassen, ob eine solche Praxis überhaupt statthaft ist. Es sind in letzter Zeit zahlreiche ausserkantonale Fahrer wegen ihrer Signalapparte in Basel bestraft worden, trotzdem die Wagen seinerzeit anstandslos durch die kantonalen Motorfahrzeugkontrollen abgenommen worden waren. Wie von verschiedenen Seiten gemeldet wird, werden in Basel in letzter Zeit zudem ziemlich hohe Bussen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen über ausserkantonale Fahrer ausgesprochen. Die bezüglichen Bussenaussprechungen stützten sich hiebei auf Geschwindigkeitsschätzungen eines einzelnen Polizisten, ohne Stoppuhr, nach freiem Ermessen, wobei diesem kürzlich der Lapsus passierte, dass bei einer von einem Gebüssten mit ihm vorgenommenen Probe seine Schätzung um nicht weniger als 45 km differierte. Eine gerichtliche Aburteilung solcher Bussen ist daher anzuraten. Anderseits darf von den Polizeibehörden von Baselstadt erwartet werden, dass sie die nötigen Vorkehren gegen ungerechte Kontrollen ergreifen. S. Verkehrsunfälle in Luzern. Vom 1.—31. März 1928 wurden auf dem Gebiete der; Stadt Luzern 30 Verkehrsunfälle polizeilich zur Anzeige gebracht. Verletzt wurden 14< Personen: 7 Männer, 3 Frauen und 4 Kinder., Als Ursache der Verkehrsunfälle wurde u. a. ermittelt: 14mal vorschriftswidriges Fähren,, 8mal unvorsichtiges Ueberqueren der Fahr-, bahn, zweimal das Spielen auf der Strasse. ; Der Sachschaden beträgt, soweit er erfasst werden konnte, über 6000 Franken. An den Verkehrsunfällen waren u. a. beteiligt: 19; Radfahrer, 15 Personenautos, 10 Fussgänger,; 4 Trams, 3 Lastwagen, 3 Motorräder, 2 Hand-, wagen. . Die Zahl der Verkehrsunfälle lässt sich verringern, wenn den Verkehrsregeln namentlich auch seitens der Fussgänger weitgehendste Beachtung geschenkt wird; man merke sich als solche namentlich: Rechts fahren! Rechts ausweichen ! Rechts anhalten ! Links vorfahren! Die Strasse dem Fahrzeug... das Trottoir den Fussgängern ! -ey. ; ; Gesperrte Strassen Kanton Strecke Bemerkungen Bern Aarwangen Wegen Dmban- u.Pfiasterungsarbeiten ab 9. IV: während ca. 3 Wochen. Umleitung über Wangen- Berken und Murgenthal. St. Gallen Bazenheld wegen Umbau der Staatsstrasse vom 1.—25. April. Umleitung: Schwarzenbach - Jonsehwil - Unterrindal-Lütisbürg. St. Gallen Glattbrflcke-Hasle- wegen Umban dei Staatsmtthle strasse vom 1. April bis Mitte Juni. Umleitung: über Oberbüren. Thurgau Münohwilen-Wi Wegen Kleinpilästerungsarbeiten ab 2. April für, ca. 7 Wochen. Umleitung über Sirnach. W»»dt Promentnouse-Brücke ab as. Mirz. Umleitung zwischen Nyon und über Qland. Gern Zuricn Adüewü, Albiästraaee wegen KorrektionMsMJtt« zwischen Seesfcrasse Mai. Vmieitung: Soodund Brücke Adlis- strasse und Allmendwit gtraswft. Zürich Ustei Taiackerstrasse wegen Geleiseumbau und zwischen Nossi- Fahrbabnpflasterung ab konerstrasse und 10 März bis Ende Sonnental April 1928. Zürich Küsnacht: Zwischen wegen Umbauten ab ca Rosenstras» und Schiedhaldenstr. io.AprilbisAnfangMai Zürich Küö-Happerswilerstr. wegen Umbauten ab es; Mitte April bis Hitt» Mai. 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