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E_1928_Zeitung_Nr.037

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Die SEKTION BERN des A.

Die SEKTION BERN des A. C. S. wird ihre diesjährige Generalversammlung auf vielseitigen Wunsch an den schönen Gestaden des Thunersees, in den prächtigen Räumen des Park-Hotel Gunten am 5. Mai abhalten. Die Behandlung der Geschäfte beginnt um 17 Uhr, ausser den üblichen Traktanden sind die Neuwahlen des Vorstandes sowie eine Statutenänderung ausgeschrieben. Im unterhaltenden Teil ist ein gemeinsames Abendessen mit anschliessendem Tanz vorgesehen. Der Vorstand hofft auf zahlreiche Beteiligung. Ein Samstagnachmittags-Bummel in den schönen Blütenschmuck des Frühjahrs ist an und für sieb schon ein genügender Grund, um am 5. Mai nach Gunten zu fahren. A. C. S. SEKTION HAUENSTEIN. Der Vorstand hat in seiner letzten Sitzung vom 20. ds. die Frühlingsfahrt auf Sonntag, den 6. Mai (bei ungünstiger Witterung 8 Tage später) angesetzt, und zwar wurde als Ziel das schöngelegene und vorzügliche Schlcgwegbad bei Oberdiessbach auserwählt, das auf verschiedenen genussreichen Routen erreicht werden kann und wo die Teilnehmer sich zum gemeinsamen Mittagessen und zu fröhlicher Unterhaltung treffen werden. Das ausführliche Programm wird den Mitgliedern dieser Tage zugehen und hoffentlich recht viele zur Anmeldung und zur Teilnahme an dieser Clubfahrt mit ihren Angehörigen veranlassen. ' Das interne Zuverlässigkeits- und Geschicklichkeitsfahren ist vom Vorstande für Sonntag, den 17. Juni, nachmittags, vorgesehen; das Programm wird den Mitgliedern rechtzeitig zugehen und hoffentlich ebenfalls Anklang und gute Beteiligung finden. Dr. H. M. Mr. Stenscn-Cooke, der Generalsekretär des A. A. von England, des gewaltigen Touringverbandes mit 350 000 Mitgliedern, besuchte anlässlich seiner Balkanreise am letzten Freitag seine Kollegen des schweizerischen Touring-Clubs in Genf. Während einer langen Unterredung auf dem General- Eekretariat des T. C. S. mit dem Präsidenten, Herrn Dr. Henneberg, und dem Generalsekretär J. Quinclet, wurde volle Uebereinstimmung in allen grossen Fragen des internationalen Tourismus festgestellt. — Herr Dr. Henneberg gab zu Ehren seines Gastes ein Diner, dem auch die Herren Adrien Lachenal und Quinclet beiwohnten. Mr. Stenson-Cooke reiste am Samstag nach München weiter. xi. AUTOSEKTION ST. GALLEN-APPENZELL DES T. C. S. Zufolge der kalten Witterung in den letzten Tagen ist die Bluest im Kanton Thurgau stark zurückgeblieben. Aus diesem Grunde sieht sich das Vergnügungskomitee gezwungen, die auf nächsten Sonntag, den 29. April, geplante Bluestfahrt um acht Tage zu verschieben und demzufolge Sonntag, den 6. Mai, durchzuführen. Abfahrt in St. Gallen (Hechtplatz) mittags ViX Uhr, Abfahrt in Wil (Schwanenplatz) 3^2 Uhr. Durch die Verschiebung tritt auch eine Aenderung, des Programms ein. Die Fahrt geht von Wil aus über Wigoltingen an den Untersee und dem See. entlang hinauf bis Arbon, woselbst eine gemütliche Vereinigung stattfinden wird. AUTO-SEKTION ZÜRICH T. C. S. Vorstandssitzung Freitag, den 20; April, im Hotel Bäur en Ville, Nach längorem Unterbruch, veranlagst durch die Organisation der Oster-Ausfahrt, versammelte sich der gesamte Vorstand am Freitag, den, 20. April, im Hotel BaUr en Ville zur Behandlung einer grossen Traktandenliste. 33 neue Mitglieder wurden aufgenommen. Ihnen gegenüber stehen 30 Abgänge. Eine Anzahl retournierte Nachnahmen gelangen nächster Tage nochmals zur Versendung. Das Club-Mitglied hat nicht nur Rechte und Vergünstigungen, sondern auch Pflichten, und da diese Säumigkeit doppelte Arbeit und Kosten verursacht, hofft man, dass die Pendenzen baldigst geregelt werden. Es ist daruf aufmerksam zu machen, dass wir sofort nach endgültiger Streichung den Versicherungsgesellschaften Mitteilung machen werden, und die dort eingeräumte begünstigte Prämie fällt natürlich sofort in Wegfall. Die Anzahl der Mitglieder beläuft sich auf 2967. Angelegenheit Club-Blatt: Es liegt ein günstiges Angebot von einer Buchdruckerei vor betreffend Uebernahme des Druckes unseres Club-Blättli. Ortsgruppen Rapperswil und Winterthur: Die Regelung unseres Verhältnisses zu den Ortsgruppen ist ebenfalls einer Kommission zur Behandlung übertragen worden. Diese Kommission hat vor der Vorstandssitzung getagt und bespricht die Richtlinien, nach welchen gearbeitet werden soll. Abrechnung der Osf er fahrt: Herr Pehr unterbreitet die Abrechnung dieser sehr gelungenen, gewiss alle Teilnehmer befriedigenden Ausfahrt. Es ergibt sich ein Defizit von wenigen Franken, das zu Lasten der Vereinskasse genommen wird. Der liebenswürdige Empfang unserer Schwester-Sektion vom Wallis und speziell' die Bemühungen des Präsidenten, Herrn Dr. Crittin,' seien auch hier bestens verdankt. Es wird beschlossen, der Walliser Sektion und ihrem Präsidenten eine kleine Anerkennung zuzustellen. Der Präsident unserer Unterhaltungskommission gibt seine Projekte für die dieses Jahr auszuführenden Anlässe bekannt. In: Zukunft werden bei Sitzungen der Unterhaltungskommission Protokolle geführt und' dem Vorstande vorgelegt. Es sollen in nächster Zeit Stammtisch-Ausfahrten stattfinden, und zwar nach dem Schutzenhaus Realp, dem See entlang, eventuell nach Thal und eine Sonntags- Ausfahrt in-s Hotel National nach Baden, verbunden mit The dansant. Die, genauen Daten werden- spätei* bekanntgegeben. Von einer Pfingst-Ausfahrt wird abgesehen. Weiter sind folgende Anregungen einer näheren Prüfung zu unterziehen: Eine Gymkhana - auf der Zürcher Allmend; ein» Sömmernachtafest auf, der Halbinsel Au mit Lampion- und. Propagandafahrt; eine schweizerische Älpenfährt und eventuell eine Auslandsfahrt nach Wien (5—6 Tage, mit Wien als Standquartier, von wo aus Ausflüge gemacht werden). 4 AUTOMOBIL-REVUE 1028 — Auf Einladung der Sektion Waldstätte soll am 18. Mai' eine Ausfahrt nach Luzern, verbunden mit einer Dampfer-Rundfahrt auf dem See gemacht •werden. Um 134 Uhr fährt das Schiff in Luzern ab und .wird 6.15 Uhr nach Luzern zurückkehren. Als Gast wird auch die Sektion Basel an diesem Ausfluge teilnehmen. Wir haben die Auffassung, dass mit Fr. 2.— bis Fr. 3.— maximum pro Mitglied diese Ausfahrt zustande gebracht werden sollte. Nähere Angaben über das definitiva Programm werden später erscheinen. An der letzten Generalversammlung wird beschlossen, einen Betrag von Fr. 1000.— als Garantiekapitäl für das zürcherische Blumenfest einzuzählen.' Es soll aber an dem Blumenkorso von 'unserem Verein auch aktiv teilgenommen werden, und es wird angeregt, ein dekoriertes Vereinsauto mitfahren zu lassen. Ebenfalls wäre es wünschenswert, wenn einzelne Mitglieder mit ihrem dekorierten Wagen teilnehmen könnten. Unter Diverses werden noch folgende Sachen erledigt: Der Polizeimänner-Verein Zürich dankt für unseren Beitrag und hat uns als Kollektivmitglied aufgenommen. Es ist mitzuteilen, dass für Fahrten von Egüsau nach Schaffhausen über Jestetten-Lotstetten der internationale Fahrausweis verlangt Chur - Lenzerheide - Tief encastel - Davos wird. Beschwerden von gebüssten Mitgliedern liegen vor. Es ist bereits eine Eingabe der Sektion schneefrei. Schaffhausen gemacht worden, um diese neue Schikane zum Verschwinden zu bringen. Ein Gesuch einer Einkaufsgenossenschaft für Automobilbestandteile zur Empfehlung dieser Institution an unsere Mitglieder wird nach kurzer Diskussion abgelehnt. CHAUFFEUR-CLUB RHEINTAL. Nächste Versammlung findet Sonntag, den 29. April, nachmittags 13 Uhr, im Restaurant « Bahnhof », in Au statt. Die Kommission. Autokurse Die neue Autobusverbindung von Genf (Place Longemalle) nach Meinier-Gy ist, wie wir bereits kurz mitgeteilt haben, dieser Tage eröffnet worden. Die Wagen verkehren fünfmal täglich in jeder Richtung und ermöglichen so den Bewohnern der von ihnen bedienten Ortschaften, welche in Genf arbeiten, auch über die Mittagszeit nach Hause zu fahren. Die Fahrdauer der 12,5 km. langen Strecke beträgt 34 Minuten. Dieser Autobusdienst ist von einer Genfer Garagistenfirma erganisiert worden und wird mit einem komfortablen 52pferdigen Saurer-Autobus (Modell 1928) durchgeführt. Günstige Ergebnisse zeitigen die Postautokurse von Baden nach Bremgarten: es wurden 1927 insgesamt 27,260 Reisende befördert. Der Beitrag der zehn Garantiegemeinden konnte von Fr. 5167 auf Fr. 1688 reduziert werden. ey. l^^i^l^Wl$})^ Strassen -Verkehr Offene Strassen. Das Touristik-Bureau des A. C. S. gibt folgende Liste von den dem Verkehr geöffneten Strassen heraus: Gotthardstrasse: Nordseite bis Hospental schneefrei; Südseite ab Airolo ohne Ketetn fahrbar. Einsiedeln-Ibergeregg bis Oberegg ohne Ketten fahrbar (Ibergeregg 1 m Neuschnee). Strasse nach Engelberg (schneefrei). Strassen im Glarnerland: Sernf tal (schneefrei), Klöntalersee (Zufahrt über Riedern-Stalden-Rodanuenberg), Strasse^ über den Sackberg unpassierbar, Klausenstrasse ab Frutt» berg gesperrt. Brünig (schneefrei). Strassen im Kanton Graubünden Prättigauerstrasso Landquart-Davos durchgehend ohne Ketten fahrbar (z. Zt. beste Zufahrtsstrasse nach Davos). durchwegs t Schanfiggerstrasse Chur-Langwics-Arosa (schneefrei). Reichenau-Flims-Ilanz. Strasse über den Julier bis Bivio-Stalla schneefrei (Julier öffnet voraussichtlich auf 15. Mai). Albula bis Preda offen (ohne Ketten). Viamala (schneefrei), Zirkulation bis Splügen-Dorf und Hinterrhein ohne Ketten möglich. Strasse über den Fliiela bis Tschugsien. Unter- und Ober-Engadin durchgehend schneefrei. Malojapass in der Richtung St. Moritz-Chiavenna ohno Ketten passierbar (in Richtung West-Ost Ketten erforderlich). Strassen im Berner Oberland Frutigen-Adelboden (schneefrei). Frutigen-Blausee-Kandersteg (schneefrei). Interlaken-Zweilütschinen-Grindelwald (schneefrei). Zweilütschinen-Lauterbrunnen (schneefrei). Spiez-Zweisimmen-Saanen-Chäteau d'Oex (schneefrei). Grimselstrasse bis Hotel Handeck fahrbar (Vorsicht Schneetunnels). Hauptstrassen im Jura trotz Neuschnee allo ohne Ketten passierbar. Solothurn-Weissenstein (Ketten'). Weissenstein-Gänsbrunnen (unpassierbar). Strasso über den Schallenbcrg schneefrei. Jaunpass. Gol des Mosses. Col du Molendruz. Col de la Faucillo. St. Cergue-La Gure-Morea. Stations Morgins, Champery, Leysin, Villars-Chesieres, Caux, Los Diablerets (ohne Ketten). Station Montana (ohne Ketten). Rheinbrücke Buchs-Schaan. Die provisorischo Fahrbrücke über den Rhein zwischen Buchs und Schaan ist am 24. April a. c. dem Verkehr übergeben worden. Die Maximalbelastimg darf 2500 kg brutto nicht übersteigen. Das Maximaltempo beim Befahren der Brücke ist auf 10 km/St, festgesetzt. Hiermit ist die direkte Verbindung für den Automobilverkehr Buchs-Schaan-Oesterreich und Buchs- Schaan-Vaduz-Balzers für Fahrzeuge innerhalb der oben erwähnten Gewichtsgrenzen wieder hergestellt. Automobiles ßianchi, Milan BIANCHI An Salon Furent hautement a d Hl i 1* e e S Les BIANOHI, voitures de duree Qui seront toujours les prefe ees m mm. Type 20 Grande Voiture tourisme 6 places Atrences dans tous les Oantons de la S Pour lavente et Essais des Voitures B1ANCH1, priere de visiter nos Aoents exolusifs dans tous les Cantons de la Sutsse. Depot de n'eces detachees: Auto-Garage SJpi ä Fribourg; Ulnspecteur Comtnercial pour la Suisse de la Soci4t4 EDOARDO BIANOHI de MILAN: A. PERRENOUD, La Pommiere, HERNIANCE (Geneve) ^g i%ui ii4üi4 i^uu i^iu{ iuiji^ NiW WiN NW HM WU KN 1>#U W1M41>#4 KH W4 UiM HN i>#4 KN14U414N l>#41>#4 i>#U KN 1>4W MIN U|i^ KN Nv4 ^X

37 - 1928 ÄUTOMÖBIL-REVUE Sportliches Das Bergrennen von Chäteau-Thierry. Schöne Leistung Saurers. Zweiundvierzig Konkurrenten am Start. Mitten in den Touren- und Rennwagen der prachtvolle Saurerwagen «Virginie», durch den sich Lamborjack an den letzten beiden Paris-Nizza einen Namen gemacht hat. Das Rennen fand über einen Kilometer mit stehendem Start und Ziel statt. Die beste Tageszeit wurde eine sichero Beute von Michel Dore auf La Licornc, der die Piste in 34 3 /ä Sekunden, d. h. mit einem Stundenmittol von 104,404 Kilometer durchraste. — Bemerkenwerte Leistungen erzielten Vanhof (G. A. R.) und Lepicare (Donnet). Lamberjacks «Autobus mit Schnellzugsgeschwindigkeit» führte seine 20 Pasasgicre bequem und sicher in einer Minute 31 3 /a Sekunden übor das Zielband. — Ein schöner Sieg unserer einheimischen Autobus-Industrie! v. Nuvolari holt sich den Preis von Alexandnen. Unter den startenden Wagen des Circuilo di Alessandria vom letzten Sonntag klaffte eine schmerzliche) Lücke' Bordino, der Erste unter den Eingeschriebenen, war nicht mehr. Der italienische Altmeister des Volant, dessen tödlicher Unfall weit über die Grenzen seines Landes hinaus die Gemüter erregte, galt als ausgesprochener Favorit des Rennens. Nun fuhr ein anderer den Sieg nach Hause. Rennfahrerschicksal! Der Bugattifahrcr Tazio Nuvolari erwies sich erneut als einer der zähesten Gegner auf den italienischen Rennbahnen. An die internationalen Siege in dem Motorradrennen reiht er ununterbrochen seine automobilistischcn Lorbeeren. Vier Runden benötigte er, um sich au den Kopf der donnernden Meute durchzuarbeiten — vorbei an Materassi, Clerioi, Varzi, Brivio ! — dann hielt er, trotz des einsetzenden Regens, mit einer mittleren Durchschnittsgeschwindigkeit von 101,520 km die Spitze und entschied in 2 Stunden 31 Minuten 18 Sekunden das Rennen zu seinen Gunsten, einen neuen Rekord aufstellend. Die ersten Kategorieplätze der 1500 cem und der 1100 cem wurden von Emilio Materassi auf Talbot iu 2 Stunden 40 Minuten und 20 Sekunden und Brivio auf Derby in 2 Stunden 52 Minuten 51 % Sekunden belegt. V Italienische Zielfahrt nach Stolp. Der Italienische Automobil-Club in Mailand, der am 15. April das Luftschiff «Italia » des Generals Nobilo durch Automobile verfolgen lassen wollte, hat,.wie bekannt, diesen Plan fallen lassen, da General Nobiles Abflug früher erfolgte, als geplant war. An Stelle der Verfolgungsfahrt hat nun der Ital Autom.-Club eine Zielfahrt nach Stolp in Pommern, dem Landungsort der «Italia» durchgeführt, wobei die Automobilisten dem General Nobile vor seiner Abfahrt nach dem Nordpol die Grüsse der italienischen Regierung und des Kgl. Ital. Autom.-Clubs überbrachten. Die Fahrt ping von Mailand über Trient, Brenner, Innsbruck. Mittenwald, München, Nürnberg, Hof nach Norddeutschland. Der Bayrische Automobil- Club (A. v. D.), empfing die Automobilisten an der Grenze bei Mittenwald. Die Fahrt verlief erfolgreich. " ...-....••-.-: 5000 Autos auf der Wartburg. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des. Allgemeinen Deutschen Automobilclubs, der 75000 Mitglieder umfasst, ist eine Jubiläumsfahrt nach der Wartburg vom 10. bis 18. Mai vorgesehen. "I Die ÄDAC-Auslandstourenfahrt Die sechste Etappe führte übor sehr staubige und teilweise sogar völlig zerfahrene Strassen: von Turin ging die Fahrt, an Reis- und Maisfeldern vorbei, über Chivasso, Vercelli, Novara, Arona zum Langenseo. Die Fahrt durch die Ebene bot wenig Abwechslung, dagegen entschädigte der letzte Teil der am Westufer des Sees entlang führenden Strecke. Prächtig war der Ausblick auf die Borromäischen Inseln. Die Fahrtteilnehmer wurden vornehmlich in Pallanza und Stresa untergebracht. Diese beiden Orte hinterliessen auf die Teilnehmer schönste Eindrücke. Die siebente Etappe ging von Pallanza am Lago Maggioro z. Teil über schweizerisches Gebiet — über Locarno und Lugano — nach Riva. Trotz zweimaligem Grenzübertritt wickelten sich die Zollformalitäten ziemlich rasch ab. Von Lugano führte der Weg über den fast 1 km langen Seedamm bei Melide, und über die 300 Kurven aufweisende, steil abfallende Strasse bei Palerna kam man nach Chiasso und schliesslich wieder nach dem auf der Fahrt bereits einmal berührten Como. Bergamo und Brescia waren weitere Stationen, bevor dio sehr lohnende Fahrt — diese vorletzte Etappe umfasste nicht weniger als 320 km Bergfahrt! — durch das Ledrotal zum Gardasee führte. Auf der prachtvollen Ponalestrasso wurde der Etappenort Riva erreicht. Der letzte Fahrtag führte von der « Perle des Garda » über den Mendelpass und hätte den Fahrern viel Schönstes bieten können, wenn dio Witterune nicht vollständig umgeschlagen wäre. Sowohl Riva wie der Gardaseo waren am Morgen der Abfahrt in dicke Regenwolken gehüllt, und die Teilnehmer fanden auch unterwegs nicht nur Regen, sondern kamen auf dem Brenner sogar in Schnee und litten unter der Kälte. Auch auf der Fahrt über den Mendelpass gingen die sonst so prächtigen Fernsichten ins Tal sowie auf die Brenta-, Adamello- und Ortlergruppe verloren. Manche Wagen kürzten daher dio Strecke ab und fuhren über Trient, auf vorzüglicher Strasse, direkt nach Bozen und Innsbruck. Bei Kontrollschluss fehlten noch zwölf Wagen und ein Motorrad. Hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Wagen und Motorräder über eine Strecke von 2500 km war ein voller Erfolg zu verzeichnen. In Innsbruck fand noch ein vom Automobil-Club von Tirol arrangierter Begrüssungsabond statt, und viele der ADAC- Fahrer lialwn bereits Verabredungen für die Aus- Iandstourenfahrt 1929 getroffen. Divo, der Inhaber des neuen schweizerischen Geschwindigkeitsrekordes, hat sieh-als Teilnehmer an der Targa Florio in der Bugatti-Equipe einschreiben lassen. Da er die Lücke ausfüllt, die durch den tödlichen Unfall des italienischen Meisterfahrers Bordino entstanden ist, muss angenommen werden, dass er während der ganzen nächsten Saison für die Molsheimor Märke 'starten^wifd." "'--" '" " ''*~ "Y. -' Der Targa-Florio-Fahrer de vi Ilarosa, dessen leichten Unfall während des Trainings wir in dieser Nummer im-Bilde bringen, ist von unserem bekannten Sportsmann, Herrn Probst, welcher gegenwärtig im sonnigen Süden in den Ferien weilt, angeregt worden, an schweizerischen Rennen teilzunehmen. De Villarosa soll seine Beteiligung in Aussicht gestellt haben. Wir freuen uns heute schon, den jungen und vielversprechenden Rennfahrer in unserem Lande begrüssen zu dürfen. (Unser Bild auf Seite 14,ist uns von Herrn Probst freundlichst zugestellt worden.) v. VON DEN RFHÖRDFN Die zürcherischen Vorschriften betr. Aufbewahrung von Benzin. Die Kant. Verordnung «über die Unterbringung von Automobilen und das für diese benützten Benzins und ähnlicher Brennstoffe» erschien vor kurzem im Neudruck. Die hauptsächlichsten Bestimmungen seien bei dieser Gelegenheit erneut in Erinnerung gebracht. Die für die Aufbewahrung von Benzin benützten Tanks müssen nicht nur dicht, sondern auch explosionssicher sein, um im Falle einer Explosion dem Gasdruck widerstehen zu können. Als Material ist gutes, leicht schweissbares Flusseisen zu verwenden. Die Behälter sind vor Inbetriebsetzung einer Druckprobe mit 7 Atmosphären zu unterziehen. Die Probe wird durch Prüfungsbeamte des Vereins für Dampfkesselbesitzer vorgenommen, welche den Behälter an sichtbarer Stelle abstempeln und dem Besitzer eine Urkunde ausstellen, sofern die Anlage den Vorschriften und vorgesehenen Abmessungen genügt. Die Behälter sind mindestens 1 m mit Erde zu überdecken und von Häusmauern und Kanalisationen wenigstens 1 m entfernt einzubauen. Die Anschlüsse müssen mit geprüften Sicherungen versehen sein. In dicht bewohnten Quartieren dürfen nicht mehr als 5000 Liter in einem Behälter gelagert werden. Für die Lagerbehälter sind genaue Masse in bezug auf Manteldurchmesser, Manteldicke usw vorgesehen, weshalb es empfehlenswert erseheint, sich vor Anschaffung einer Anlage nur mit erfahrenen Fachleuten in Verbindung zu setzen, um eine nachträgliche Beanstandung des Tanks zu vermeiden. Bezüglich der Unterbringung von Autos sei vor allem darauf aufmerksam gemacht, dass das Einstellen der Fahrzeuge in überdeckte Räume der Behörde angezeigt werden muss, da die betr. Lokalitäten unter Aufsicht der Feuerpolizei gestellt sind. Der Anzeige ist gleichzeitig eine Skizze des Raumes beizulegen. Für die Erstellung der Garageräume sind u. a. folgende Vorschriften massgebend: die Räumlichkeiten müssen in feuersicherer Bauart •konstruiert sein, Türen müssen nach aussen aufgehen und Verbindungen mit Obergeschossen sind verboten. Der Boden muss allseitiges Gefälle nach der Mitte aufweisen. Es muss für genügende Ventilation und Belichtung durch Fenster gesorgt werden. Heizungen sind so einzurichten und abzudichfeü; dass flüssige Brennstoffe oder deren Gase sich •la« der Heizeinrichtung nicht entzünden können. Die Einstellräümo dürfen zu keinem andern Zweck benützt werden, vor allem auch nicht zur Lagerung ^öifÖreriiäföf feär "Das" •päuclieff ist' in-diesen Löka-- litäten verboten und es müssen laicht brennbare Putzmaterialien in feuersicheren Gelassen mit gut schliessenden Deckeln aufbewahrt -werden. Z. Die Automobil-Beleuchtung im Kanton Bern. Betreffs der Vorschriften der kantonalen Polizeidirektion vom 25. Januar 1928 in bezug auf Beleuchtung der Motorfahrzeuge gibt der kantonale Experte Ingenieur P. Wiesmann folgende Ausführungen: Bei der Beleuchtung ist man von den Konkordatsvorschriften ausgegangen, wonach im Prinzip für Automobile zwei gute Lichter vorgesehen sind, welche die Strasse auf ein© genügende Strecke gut beleuchten und trotzdem nicht blenden. Viele Unfälle sind darauf zurückzuführen, dass der Führer nur blendende Scheinwerfer besass, welche er bei Kreuzungen und in Ortschaften abblenden muss, dann aber als Abbiendlich nur die äusserst primitiven Statfonierungslämpchen besitzt. Die beste Abblendung ist nach unseren Wahrnehmungen das Duplo-System (Philips-Duplo oder Osram-Bilux-Lampen mit kleinen Klappen). Unsere Scheinwerferfabrik Scintilla kostruiert schon seit VA Jahren nur mehr Scheinwerfer mit Duplo-Abblendung. Gewisse Scheinwerfer lassen sich durch Einbau von Duplo-Lampen leicht ändern, bzw. den Vorschriften anpassen. Da wo dies nicht möglich ist werden Hilfsscheinwerfer verwendet, deren Lichtkegel, ohne zu blenden, die Strasse 20—30 m gut beleuchten. Scheinwerfer, welche mit dem französischen Code- System ausgerüstet sind, können durch Verwendung eines Hilfsscheinwerfers auf der linken Seite, gefahren werden, vorausgesetzt, dass der rechte Scheinwerfer nach den Code- Vorschriften eingerichtet ist. (Gegen den Boden gerichtete Mattlampe mit max. 25 Kerzen.) Bei Motorrädern kann die Abblendung durch leichtes Neigen der Scheinwerfer erfolgen. Azetylen-Scheinwerfer müssen geneigt sein, so dass die Strasse noch gut beleuchtet ist, jedoch ohne zu blenden. Diese Fahrzeuge dürfen jedoch nicht mit grosser Geschwindigkeit zirkulieren. Es ist vorgesehen, dass alle bernischen Fahrzeuge im Laufe dieses Jahres bezüglich ihrer Beleuchtung kontrolliert werden sollen. Verschiedene Kantone haben sich bereits einverstanden erklärt mit der gelegentlichen Anwendung dieser Vorschriften. Wahrscheinlich werden alsdann auch die Fahrzeuge anderer Kantone sich der bernischen Auslegung, der Konkordatsvorschriften anschlössen. •'-'•" bafiu par DIVO sur DELÄGE Verschieben Sie nicht auf morgen, !llilil!llll!llllllllllllllllll!l was Sie heute tun können. Vergaser Sie lassen Ihren Wagen sicher einmal unbenutzt in der Garage. Nützen Sie diese Gelegenheit aus und lassen Sie ihn mit einem •«*••*•*••?* »**+*•**•itif ausrüsten. — Sie werden von jeder Yergasersorge befreit sein. Vitesse: 231,5 km ä l'heure avec BENZINE ef SHELL-VOLTOL Alle grossen Fabrikanten haben ihn eingeführt, alle Garagen montieren ihn. General-Vertreter; Henri Bachmann • fiiei Bsedeririial TeL8.42-8.82 TeUL-BuötUl £ •••••••••••••••