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E_1928_Zeitung_Nr.038

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1928 - LANCIA NUNMEHR BEI Fabriküertretang für die deutsche Schweiz (ohne Kt. Bern) Verkauls-Füiale Zürich: Wirdmühleplatz 3, Zürich 1 Telephon Selnau 95.02 und Sebum 99£4 Bureaux und Lager Zürich-Wollishöfen, Bachstrasse 16 Telephon Uto 42.47 imlMg, Adaiairtrttioa, Dntk md CaicUri»; HALLWAO A^O. flaUerscba Buchdruckerei und Wagnerache Verl«g«m«Ult, Bern,

N»S8 II. Blatt BERN, 1. Mai 1928 Revue No 38 II. Blatt BERN, 1. Mai 1928 IW TZ FAHRZEUG Eine interessante Getriebebremse iür > Motorlastwagen. Obschon sich die Vierradbremsung am Motorlastwagen immer mehr verbreitet, ist man doch bestrebt, die Getriebe- oder Differentialbremse beizubehalten, weil ihr Vorteil, die Bremskraft des Wagenlenkers in starker Uebersetzung auf die Hinterräder zu übertragen, doch gerade für Lastwagen sehr schätzenswert ist. So haben Lastautofabriken, die die Getriebebremse zu gunsten der Vierradbremse aufgegeben hatten, sie in ihren neueren Erzeugnissen doch wieder angewandt. Man versucht hierbei bekannte Konstruktionen zu verbessern, zögert aber auch Die Einzelteile der amerikanischen Getriebebremse für Motorlastwagen. A) auf dem Kardanwellengelenk, B) wagrecht verschiebbares Kupplungsgehäuse mit Luft-Zu- und Abfuhr, das sich mit der Kardanwelle dreht, G) Führungsgehäuse der Plattenkupplung am Ende dea Wechselgetriebes, D) mit Metallasbest belegte Kupplungsplatten, E u. F) Oeffnungen für die Luft-Zuund Abfuhr. nicht, darin ganz neue Wege zu gehen, nieher gehört die Getriebebremse, die wir hier in ihren Einzelheiten im Bilde wiedergeben und die unter anderen amerikanischen Motorlastwagen auch an den Studebaker-Schnelllastwagen anzutreffen ist. Diese Bremse ist eigentlich nichts anderes als eine Mehrplattenkuppelung, wie sie viele Motorwagen zwischen Motor und Getriebe haben. Das Prinzip der Kuppelung auf Bremsen anzu- wenden ist an und für sich nicht neu, schon aus dem Grunde, weil ja jede Bremse eine Art versuchter Kuppelung zwischen einem unbeweglichen und einem bewegten Teil eines Motorfahrzeuges darstellt. Es ist auch schon versucht worden, alle Arten von Kuppelungen auf Bremsen anzuwenden, was aber sowohl bei den Vorder- als auch bei den Hinterrädern zu grosse Schwierigkeiten bezüglich des Einbaues und der Bedienung der Bremsen bot. Diese Hindernisse sind bei der Getriebbremse nicht vorhanden, auch ist der Weg vom Pedal oder Handhebel zur Bremse hier wesentlich einfacher und kürzer. Die amerikanische Getriebebremse besteht, wie unsere drei Skizzen zeigen, aus einem Gehäuse A, das auf dem Kardangelenk sitzt und hier wagrecht zu verschieben ist- Dieses Gehäuse dreht sich also mit der Kardanwelle und, da es als Ventilator ausgebildet ist, saugt es dabei Luft in sein Inneres an. Es dient zugleich als Kuppelungsorgan zwischen den beiden Gehäusen links und rechts von ihm. Diese sind ebenfalls mit Be- und Entlüftungsschlitzen versehen und haben an ihren Flächen, die mit dem mittleren Gehäuse bei der Kuppelung, bzw. Bremsung in Berührung kommen, Metallasbestbelag. Die beiden äusseren Gehäuse bilden ein bewegliches Ganzes mit dem Wechselr getriebeende, das an dieser Stelle auf einem starken Querträger des Chassisrahmens gelagert ist, auf dem sich auch die Betätigungsr organe dieser Bremse befinden. Durch Auf 1 - pressen der beiden Gehäuse auf das Mittelstück werden die Kardanwelle und damit durch das Differentialgetriebe und den Hinterradantrieb hindurch die Hinterräder verhindert, sich weiter zu drehen, also gebremst- Die Bedienung dieser Bremse kann sowohl durch Pedal als auch durch Handhebel erfolgen. to. * Ein anderer ständig am Wagen ^verbleibender Wagenheber. In einer Unserer letzten NfiTtnmern schilderten vjit in Wort unri 1 ; Bild einen hydraulischen Wagenheber, der für dauernd am Fahrzeug befestigt wird, und zwar in vier Exemplaren, d. i. bei jedem Wagenrad eins, bzw. für Vorder- und Hinterachse je zwei. Nun ist auch in Amerika ein derartiger Wagenheber erschienen, der aber, wie unsere beiden Skizzen zeigen, an den Federn des Autos angeschraubt wird. Es handelt sich hier um einen gewöhnlichen Scherenwagenheber, wie sie schon seit Jahren in normaler Weise im Gebrauch sind. Diese Art Wagenheber hat den Vorzug, zusammengelegt wenig Raum zu beanspruchen, wie er auch im Gewicht möglichst leicht gehalten werden kann. Der Kopf und zwei bewegliche Führungsstangen dieses Hebers werden an der Wagenfeder befestigt. Bei dessen Nichtgebrauch wird der Heber, wie auf unserem oberen Bilde dargestellt, gegen die Feder zusammengeklappt. Er belastet wohl diese, damit ihre Arbeitsweise beeinflussend, doch kann er hier so eingestellt werden, dass der Nachteil dadurch nicht von Sta-Jax », ein anderer ständig am Fahrzeug befestigter Wagenheber. Oben: Wie der Heber an einer Vorderfeder ange- ,sehraubt und hier zusammengeklappt wird und, unten, im Gebrauch. besonderer Bedeutung ist. Benötigt man den Wagenheber, so dreht man seine Schere mittels eines Hebels, der in der Mitte des Hebers angesetzt wird, auseinander, wodurch sein Fuss auf die Fahrbahn gelangt und er durch weiteres Drehen alsdann das Fahrzeug der Wagenfeder in die Höhe hebt. Nagtürlieli nassen, auch hier vier derartige Wa- der in Amerika «Sta-Jax» genannt wird, er-i scheint nicht so vollkommen, wie der von uns jüngstbeschriebene gleichartige, englische- Wagenheber, doch ist er jedenfalls in der; Herstellung billiger und, was eine nicht unbedeutende Rolle spielt, ohne weiteres an jedem Wagen anzubringen, was bei seinem englischen Kollegen wohl nicht überall zutreffen dürfte. So hat auch dieser «Sta-Jax« seine Berechtigung und es dürfte wohl nichtt lange dauern, bis auch wir ihn in der Praxis kennen lernen werden, da er für Selbstfahrer, und vor allem für selbstlenkende Damen zweifellos sehr praktisch ist. to. Ueber 10,000 Automobile gestohlen wurden im Jahre 1927 allein in New-York! Der Automobildiebstahl ist derart Spezialität geworden, dass die New-Yorker Polizei ein eigenes Ressort dafür einrichtete. Gegenwärtig! lässt sie sogar einen 750 Seiten starken illustrierten Bericht über ihre Tätigkeit erscheinen. Dieser enthält monatlich auch Photos von 1900 der bekanntesten Automobildiebe und von 10,000 ihrer Mitarbeiter und Hehler. t -ey. | Die Strassenpatrouillen der englischen A. A'. Zu den Hauptverdiensten der Automobile Association gehört bekanntlich die glänzende Organisation des Strassendienstes, der durch eine Anzahl qualifizierter Leute besorgt wird« Insbesondere während Fest- und Feiertagen werden die Dienste der Patrouillen in erhöhtem Masse beansprucht. Ueber ihre Tätigkeit während der Osterfeiertage orientiert eine vom Sekretariat soeben herausgege-« bene Mitteilung. Die Funktionen der Strassenpatrouillen erstreckten sich während dieser Zeit auf ein Strassennetz von über 32,000 km Hauptstrassen. Die Patrouillen gaben insgesamt 244,500 Auskünfte über den einzuschlagenden Weg und die bestehenden Strassenverhältnisse, halfen 2150 Automobilisten mit Benzin oder Oel aus, welches diesen trotz vorsorglichen Massnahmen im Verlauf ihrer vielfach umfangreichen Touren ausging und leisteten endlich in 5800 Fällen mit! ihrem Werkzeug willkommene Dienste bei eingetretenen Pannen, alles Hilfeleistungen, die> auf Touren besonders geschätzt und wertvoll sind. t. Anti-Karbon Schweizer Kilometer - Rekord Der Fahrer DIvo erreichte am 18. April 1928 auf der Strasse Cadenazzo-Giubiasco auf einem 12-Zylinder-Delage-Wagen ein Stundenmittel von 231,511 km (bisher 208,092 km), Verwendet wurde Cabriolet 2-3 places le f roisieme siege ä l'inf erieur Demandez prix et essais aux agcnts: Fribourg: Garage WALTER, Dudingen Vand: Maison JAN, 10, Terreaux, Lausanne Valais: Leon RAMONY, Grand Garage des Alpes, Martigny Neuchätcl: Eug. de COULON, Cortaillod Solenre: Hermann FASLER, Garage, Grenchen Bäle et Argovie: Paul HAAS, 133, St-Johannring, Bäle Berne: Ernst FANKHAUSER, 12, Lagerweg, Berne Zurieh et Suisse Orientale: E. BAUMBERGER, Löwenstrasse 17, Zurieh Tessin: AMERICAN-AUTO-Co, via Bernardino Luini, Locarno Repräsentant general: Theo Sarbach - Geneve M ETROPOLE-GA RAGE 6, Rue d'Italie und zur Schmierung BENZIN WL-VOLTOL das elektrisch veredelte Einheitsöl, SHELL-BENZIN genügt an Reinheit den höchsten Ansprachen SHELL-VOLTOL schützt, ohne zu hemmen, bei grosser Belastung in jeder Jahreszelt Jede Motortype. LUMINA A.-G. 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