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E_1928_Zeitung_Nr.034

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1928 - W> ueneralversammlung des A. C. S., Sektion Seeland-Jura. Diese gutbesuchte Versammlung fand am Donnerstag abend im Hotel «Bären» in Biel statt und Avurde Tom Vorsitzenden nach 18 Uhr eröffnet, indem er Worte der Begrüssung an die Clubmitglieder richtete, speziell auch den Vertreter der « Automobil- Revue » willkommen hiess. Das Protokoll der letzten Generalversammlung Wurde verlesen und genehmigt. Der vom verdienten Präsidenten, Hrn. A. Spychiger in Nidau, kurz und doch vortrefflich abgefasste Jahresbericht gibt Auskunft über die Weiterentwicklung der Seeländer Sektion. Da sich in derselben nur sehr wenige Mitglieder autosportlich betätigen, so konzentrierte eich die Haupttätigkeit der leitenden Organe mehr auf die Entwicklung der Autotouristik und die Behandlung der Verkehrsfragen. Die durch die Naly- Affäre verursachte Revision der Zentralstatuten ergab eine merkliche Dezentralisation in dem Sinne, dass dadurch die Einzelsektionen an Selbständigkeit erheblich gewinnen. Die Organisation eines eigenen Touristikbureaus, unter der bewährten Leitung des Herrn Kantonalbank-Vizedirektors Gerber, hat sich ausgezeichnet bewährt. Das Rechtsbureau liegt in den Händen des verehrten Altpräsidenten, Herrn Fürsprech Oberst Römer und gibt auf Rechnung der Clubkasse in jedem die Autotouristik betreffenden Streitfalle den Mitgliedern eine einmalige Gratisauskunft. An der vom Zentralkomitee des A. C. S. organisierten Belgienfahrt haben von der Seeländer Sektion vier Wagen teilgenommen. Das aufs sorgfältigste vorbereitete Picknick auf den prächtigen Jurahöhen konnte leider im letzten so regenreichen Sommer, trotz Verschiebung, nicht durchgeführt Werden. Auch im Berichtsjahr stellte sich die Sektion in den Dienst der Philanthropie, indem man die Insassen des Altersasyls Mett zu einer prächtigen Fahrt mit einem einlud. Ein im Dezember durchgeführter Ramsabend vereinigte eine grosse Anzahl von Mitgliedern. Der Clubball fand am 21. Januar in den von Hrn. Gygax hübsch dekorierten Räumen der «Tonhalle» statt. Der Mitgliederbestand der Sektion Seeland-Jura beträgt auf 1. Januar 1928 202 Mitglieder. Neu beigetreten sind im Berichtsjahr 6. Die laufenden Geschäfte wurden vom Vorstand in 9 Sitzungen erledigt. Auch über das Strassenwesen gibt der Jahresbericht des Präsidenten kurze Auskunft. Trotz einigen vorgenommenen Verbesserungen ist im Sektionsrayon noch recht viel zu tun, und namentlich ist es die Strasse durch das St. Immertal, die sich in einem sehr pitoyablen Zustande befinde. Auch das Strassenstück Ins-Murten, soweit es auf Bernbiet liegt, lässt noch sehr zu wünschen übrig. Zum Schlüsse richtete Hr. Spychiger in seinem Bericht eine ernste Mahnung an rücksichtslose Fahrer, darauf hinweisend, dass auch hohe Autosteuern kein Recht dazu geben, die Nachtruhe durch unnötiges Getute, Fahren mit offenem Auspuff und dgl. zu stören. Hr. Vizedirektor Gerber gab Auskunft über das Touristikbureau. Die Frage der Neuorganisation des Zentraltouristik-Dienstes des A. C. S. wurde am 30. März letzthin in Bern von der Verkehrskommission beraten. Das Touristikbureau in Biel ist, wie sich gezeigt hat, eine Notwendigkeit, da inskünftig das ZentraltourlstikbuTeau nicht mehr mit einzelnen Mitgliedern verkehren wird. Die Erfahrungen, die man auf dem Bureau Biel gemacht hat, sind noch nicht gross, da dieses ja erst % Jahre in Betrieb ist, aber jedenfalls arbeitete es zur Zufriedenheit der Mitglinder. Diese sollten sich bemühen, inskünftig noch mehr mit dem Bureau zusammenzuarbeiten und die Triptyks rechtzeitig zu bestellen. Der Vorsitzende, Hr. Vizepräsident Ing. Th Moser, verdankte die Auskünfte und stellte den Jahresbericht des' Präsidenten zur Diskussion. Hr. Bernard Breguet, Fabrikant in Biel, dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit und wünschte, dass der Jahresbeitrag pro Sektion festgelegt würde. Für gewisse Strassen Biels fand er scharfe Worte berechtigter Kritik. Unheimlich sei die grosse Staubplage, und wenn vom Publikum darüber geklagt werde, und man die Schuld den Automobilisten zuschieben wolle, so sei zu sagen, dass es nicht die Automobilisten sind, die den Staub verursachen, sondern die Strassen. Auch Hr. Aeschlimann, Kaufmann in St. Immer, übte Kritik an den Strassen im Vallon, namentlich an der Strecke Cormoret-Courtelary. Hr. Henri Jeanmaire, Fabrikant in Biel, machte die Anregung, es möchte dem Vorstand Direktive erteilt werden, beim Kantonalkomitee dahin zu wirken, dass die bernischen Sektionen in der Beitragspflicht freier würden, damit ein niedrigerer Jahresbeitrag festgesetzt werden könnte. Auch Hr. Oberst Römer, Fürsprecher in Biel, äusserte sich zu dieser Anregung und war der Ansicht, dass man mit diesem Petitum durchdringen könnte, namentlich wenn die Sektionen Berner Jura, Emmental und Seeland gemeinsam vorgehen. Es sollte vom Kantonalvorstand gewünscht werden, diese Frage an der nächsten Vorstandssitzung zur Sprache zu bringen. Der Antrag von Hrn. Oberst Römer wurde angenommen und der vom Präsidenten, Hrn. Spychiger, verfasste Jahresbericht genehmigt und verdankt. Hr. Andre Breguet verlas die Jahresrechnung, die von den Rechnungsrevisoren, den HH. F. Trachsel und Hermann Roth, geprüft und als richtig befunden wurde. Sie erhielt die Genehmigung und Verdankung durch die Versammlung. Da Hr. H. Jeanmaire als Beisitzer seine Demission eingereicht hatte, musste eine Ersatzwahl in den Vorstand getroffen werden. Vorgeschlagen wurde Hr. Werner Jacobi, Fabrikant in Biel, der aber zugunsten eines Vertreters welscher Zunge sprach. Die Wahl fiel auf Hrn. Cuanillon. Hr. Robert Grünig, Kaufmann in Biel, äusserte sich noch über seine gemachten freudigen Erfahrungen anlässlich der Ausfahrt mit den Insassen des Altersheims. Er regte an, in dieser Richtung inskünftig noch ein mehreres zu tun. Gegen 21 Uhr war die Traktandenliste erschöpft, und es folgte ein vom weitherum bekannten Bärenwirt vortrefflich zubereitetes Nachtessen, nach welchem Hr. Präsident Spychiger die Herren Leuenberger und Thommen vom A. G. S., Sektion Bern, als Gäste herzlich begrüsste. Um die Frage der Anlässe zu regeln, werden vom Vorstand der Sektion Seeland Vorschläge ausgearbeitet und den Mitgliedern zugestellt werden. Es gelangen aber nur dann Ausfahrten zur Durchführung, wenn sich zu diesen mindestens sechs Wagen melden. Geplant ist eine Fahrt in den Schwarzwald, eine solche in die Dolomiten, nach Oberitalien und nach Savoyen. Dagegen soll der Clubball dieses Jahr nicht durchgeführt werden. Von Hrn. Oberst G. Montandon, Ing. in Biel, wurde die Abhaltung eines Picknicks auf den Jurahöhen vorgeschlagen, bei welchem Anlass auch eine rassige Zigeunermusik nicht fehlen sollte. Die Versammlung stimmte den Vorschlägen des Präsidenten und des Hrn. Montandon zu. Anschliessend hielt Polizeikommissär Müller aus Bern seinen in der « A.-R. » bereits besprochenen Vortrag über die Verkehrsregelung in städtischen Verhältnissen. Dann folgte wohl der gemütliche Teil (der Berichterstatter konnte diesem leider nicht mehr beiwohnen), und es ist sicher, dass sich dieser recht unterhaltend gestaltete, wie das in einer richtigen Autlergemeinrle üblich und namentlich von den durch Ihre ges'indo Fröhlichkeit bekannten Seeländern nicht anders zu erwarten ist. Hrn. Andre Breguet möchten wir auch an dieser Stelle für seine freundliche Aufmerksamkeit bsetens danken ! R Frühzeitiges Oeffnen der Alpenpässe. Nachdem die Schneeräumungsarbeiten in den Schöllenen vollendet sind.ist die Qotthardstrasse bis Hospenthal und die Furkastrasse bis Realp für den Verkehr geöffnet. Wenn das gute Wetter nur einigermassen anhält, dürften, wie uns mitgeteilt wird, in diesem Jahr die Alpenpässe frühzeitig dem Verkehr ofien stehen, -ey. Die Korrektionsarbeiten an der alten Jonastrasse in Rapperswil sind in Angriff genommen worden. Bis auf einen einzigen Fall, in welchem das Expropriationsverfahren noch anhängig ist, konnten die notwendigen Bodenabtretungen zur Erweiterung der Strasse geregelt werden. Auch die Bitumierung der Bleichestrasse wird ausgeführt werden. Solche Strassenverbesserungen werden -von den Automobilisten überall sehr begrüsst! -ey. WICHTIG für Auto-Mechaniker Zu verkaufen an wichtigster Auto-Zufahrtsstrasse nach Davos gelegene» Haus mit 4 Wohnungen, mit grossem Garten, Nähe Bahnhof Davos-Dorf, sowie der im Frühjahr 1928 zu erbauenden grossen Autogarage des Kurortes Davos. 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