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E_1928_Zeitung_Nr.034

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Nach der Stückzahl

Nach der Stückzahl weisen die einzelnen Kategorien folgende Ziffern auf: Ausfuhr 1927 Ausfuhr 1926 Stück Stück a 196 120 b 2 • 3 —i 149 146 347 269 Der beste Abnehmer mit 30 Prozent des gesamten Ausfuhrbetrags war Spanien, dessen Bezüge sich fast ausschliesslich aus Wagen zusammensetzen (während 1926 England als Abnehmer weitaus die erste Stelle eingenommen hatte). Wie im Vorjahre steht im zweiten Rang Brasilien, das 20 Prozent der schweizerischen Ausfuhr absorbierte, ebenfalls fast ausschliesslich Wagen. Dann erst folgt England mit 14 Prozent vor Deutschland mit 6 Prozent, das den dritten Teil der schweizerischen Motorradausfuhr aufnahm, •vor Italien, der Tschechoslowakei, Chile, Frankreich, Oesterreich, Belgien und Argentinien. Diese elf Länder machten alle Bezüge im Wert von mehr als 100.000 Franken. Dem Wert nach entfallen 93 Prozent der Ausfuhr auf die Wagenkategorien, deren Einzelwerte sich nicht erkennen lassen. Nach dem Ergebnis der ersten zehn Monate von 1927 dürfte es sich fast ausschliesslich um Lastwagen und Gesellschaftswagen oder Autobusse handeln. Auf die Motorradausfuhx entfallen dem Wert nach 7 Prozent. Die Steigerung der Motorradausfuhr gegenüber dem Vorjahr ist wesentlich auf die Bezüge Deutschlands zurückzuführen, das den Auslandabsatz dieser Fahrzeugkategorie in den ersten zwei Monaten von 1928 noch viel stärker beeinflusst hat, wie wir an anderer Stelle zu zeigen Gelegenheit hatten. Zum Schluss geben wir noch die vollständige Uebersicht über die Entwicklung des schweizerischen Automobilaussenhandels seit der handelsamtlichen Ausscheidung des Motorfahrzeuges in der Statistik des Zolldepartements : Ausfuhrwert m Fr. Einfuhrwert m Fr 1906 4.401.000 2.946.000 1907 5.355.000 3.314,000 1908 3.945.000 2.338.000 190'J 6.297.000 3.534.000 1910 8.707.000 2.931.000 1911 11.301.000 6.883.000 1912 14.306.000 7.987.000 1913 13.931.000 9.135.000 1914 14.669.000 7.445000 1915 28.745.000 2.241.000 1916 25.323.000 1.458.000 1917 24.435.000 3.824.000 1918 28.110.000 1.895.000 1919 22.088.000 31.246.000 1920 18.113.000 75.574.000 1921 5.208 000 38.597.000 1922 3.999.000 25.790000 1923 3.434.000 39.877.000 1924 5.290.000 55.845.000 1925 5.865.000 69.314.000 1926 4.372.000 80.321.000 1927 5.260.000 78.433.000 Höchster Ausfuhrwert 1915: 28 745 000 Franken ; niedrigster Ausfuhrwert 1923 : 3 434 000 Franken. Höchster Einfuhrwert 1926 : 80 321000 Franken ; niedrigster Einfuhrwert 1918 : 1 395 000 Franken. Die neue Garage Schlotterbeck in Basel. Die gewaltige Zunahme des Automobilverkehrs, insbesondere das Zusammenballen Tausender von Automobilen in unseren Grossstädten bringen höchst kitzlige Probleme in bezug auf die zweckmässige Unterbringung der Wagen. Ein alter Routinier, wie Herr C. Schlotterbeck in Basel es ist, der seit 30 Jahren mit dem schweizer. Automobilwesen im allgemeinen und dem baslerischen im besonderen verwachsen ist, wusste der Lösung dieser Aufgabe besondere Seiten abzugewinnen. Herr Schlotterbeck hat das Problem einer Grossgarage meisterhaft angepackt und grosszügig durchgeführt; er hat seine Garage vor allem an einen Platz gestellt, der für den Fremden fast ebenso leicht auffindbar ist wie für den Basler selbst, nämlich direkt in die Gegenachse des Schweizer Hauptbahnhofes. Dort, wo eine grosse Zahl breiter Haupt- und Verkehrsadern direkt an die Flanke dieser neuen Garage anmünden. Schon äusserlich haben wir es nicht mit einem Gebäude zu tun, dem man die Wagenremise auf tausend Schritte* ansieht; in fetner bräunlichen Farbtönung präsentiert sich der Neubau in gediegen künstlerischer Form, ein Zeugnis guten Geschmackes der Architekten und des Bauherrn. Dominierend im Vordergrund des Gebäudes durch die breite Einfahrt deutlich betont, steht der sog. Fahrturm, als Eckstück des Baues, von zwei mächtigen Flügeln flankiert. Dieser Fahrturm birgt zwei grosse Spiralen; die äussere führt in breitem Band vom Parterre bis zum vierten Stock, die innere vom vierten Stock wieder abwärts. Der Fahrturm ist äusserst zweckmässig, die Ausladung nach den einzelnen Stockwerken vorzüglich dimensioniert. Diese Anlage ist jc- Das Automobil an der Mustermesse. Die alljährlich stattfindende Ausstellung ist längst zur stärksten Demonstration schweizerischer Arbeit geworden, eine Landesmesse im besten Sinne des Wortes. Auch die Automobil-Industrie hat sich die grosse Anziehungskraft der Mustermesse seit Jahren zunutze gemacht, und so bekommt man in Basel auch heuer wieder einige sehr bemerkenswerte Erzeugnisse schweizerischen Schaffens auf dem grossen Gebiete des Automobilwesens zu Gesicht. Da ist vor allem einmal das Werk Martini, das seine drei vorzüglichen Typen zeigt: den 3-Liter-Wagen, den grösseren 6-Zylinder (4,3 Liter), und als Neuestes das Chassis des Schnelllastwagens; der Genfer Meister Gangloff hat dazu einige reizende Karosserien geschaffen, die das Entzücken der Beschauer herausfordern. Unsere Leser sind über Martini genügend im Bilde, um zu wissen, dass deren technische Ausführung ganz auf der Höhe steht; sie findet ihren besten Ausdruck in den ausserordentlich günstigen Leistungen auf der Strasse. Auch der kleine Maximag-Wagen verkörpert das einheimische Automobil; dieses höchst leistungsfähige Kleinfahrzeug verdient in der Praxis noch viel stärkere Beachtung; ein Wägelchen, auf das man sich durchaus verlassen kann, tüchtig auf der Strasse, billig im Betrieb. Die Geschäftswelt benützt Maximag als rationellen Lieferungswagen immer häufiger. Maximag und Motosacoche werden stets ein technisches Meisterstück der Genfer Präzisionsmechanik darstellen. Im Lastwagenbau bietet die schweizerische Industrie Höchstleistungen; was Berna und Saurer hier zeigen, ist schlechtweg Vollendung. Beide Firmen arbeiten mit einer geradezu raffinierten Technik und höchster Zweckmässigkeit. Hier feiert 30jährige Erfahrung ihren schönsten Triumpf. Man muss vor allem der Schweizer. Oberpost-Direktion Dank abstatten, die im Vertrauen auf das technische und mechanische Können unserer Fabrikanten ihre Aufträge unentwegt erteilt; den Aufgaben, welche den Schweizer. Konstrukteuren für das sichere Befahren der Alpenstrasaen gestellt sind, genügen nur Höchstleistungen. Bei der Alpenpost steht « safety first» voran, aber man will nicht nur sicher, sondern auch bequem reisen, und einen rationellen, sich lohnenden Betrieb erreichen. Die Schweizer. Lastwagen-Fabrika-r tion hat diese Anforderungen in so vorbildlicher Weise gelöst, wie kein anderer Techniker der Welt, auch unsere Karossiers helfen mit grösstem Verständnis mit; der schweizerische Alpenwagen äst infolgedessen zum mustergültigen Verkehrsmittel geworden; seine vorbildliche Konstruktion kommt im übrigen dem gesamten schweizerischen Strassentransportwesen zugute, dafür finden sich in Basel zahlreiche Belege. Es würde zu weit führen, auf Einzelausschnitte des Automobilwesens an der Basler Mustermesse einzutreten; es wären auch viele Wiederholungen des über den Genfer Salon Gesagten unvermeidbar. Viele unserer Leser werden im Laufe der Woche sich an Ort und Stelle von der Gediegenheit der ausgestellten Objekte überzeugen; wir erwähnen insbesondere die nachfolgenden: Berna, Ölten. Die neueste Schöpfung der bekannten Last-, wagen-Fabrik, das Niederrahmen - Chassis Sechszylinder 115X170 zieht, als mächtiger Postomnibus karossiert, schon von weitem die Blicke der Messebesucher auf sich. Die effektive Leistung dieses Motors beträgt 100 PS, besondere Sicherheit bietet die neue Berna-Motorbremse nach eigenem System, welche 80 Prozent der Motorstärke leistet. Mit dieser Motorbremse kann jeder Alpenpass der Schweiz in direktem Gang abwärts befahren werden, ohne dass die mechanische Vierradbremse, ausser beim Anhalten, zu AUTOMOBIL-REVUE 1928 — 34 Xil. Schweizerische üusfermesse in Hilfe gezogen wird. Sämtliche Teile am Wagen sind Schweizer Fabrikat. Die Innenausstattung der Karosserie ist äusserst luxuriös und bequem in braunem Leder gehalten, die Lüftung erfolgt durch Flettner-Rotor- Ventilatoren, nichts ist für die Bequemlichkeit der Passagiere ausser achtgelassen; auch für den Führer des Wagens ist in jeder möglichen Weise Rücksicht genommen, sämtliche Organe liegen in bequemer Reichweite, der Blick nach vorn ist frei und übersichtlich. Nach Schluss der Mustermesse wird der Wagen seinen täglichen Dienst auf der Strecke Langenbruck-Waldenburg aufnehmen. Neben diesem Prachtstück zeigt Berna noch ein aufgeschnittenes Chassis, welches in allen Teilen von der Solidität und Güte dieses berühmten Schweizer Fabrikates Zeugnis ablegt. Martini. Währenddem die Ausstellungen der meisten Automobil- und Zubehör-Firmen sich im wesentlichen an das bereits im Genfer Salon Gesehene ansehliessen, hat Martini es fertig gebracht, in einem Abstand von wenigen Wochen nach dieser Veranstaltung wieder vollständig Neues zu schaffen. Grossem Interesse begegnet das neue Sechszylinder-Niederrahmen-Schnell-Lastwagen-Chassis, von dessen Neuschöpfung kürzlich in den Zeitungen zu lesen war. Das Chassis ist mit einem neuen Sechszylinder-Motor versehen, das trotz seines relativ kleinen Zylinderinhaltes auf. der Bremse über 90 HP leistet. Das Chassis ist einfach, aber solid und gediegen konstruiert und weist sämtliche Einrichtungen auf, welche von einer modernen Konstruktion dieser Art verlangt werden. Als Zweitonner vermag dieser Wagen 85 km in der Stunde bei günstigem Steigvermögen zurückzulegen. Neben dieser Neuheit sehen wir verschiedene Personenwagen auf den bereits bekannten Drei- bzw. Vier-Liter- bis Sechszylinder- Chassis, die im Kilometer Lance in Genf den Siegeszug des letzten Jahres fortzusetzen begonnen haben und für welche die Martini- Werke am Genfer Salon nicht weniger als 1? Bestellungen aufnehmen konnten. Ganz besonders fällt ein gelb und schwarzes Sport- Cabriolet mit aufklappbarem Patentdach (System Gangloff) und Innenausstattung in dänischem Wildleder auf. Das Patentdach ist jn der Art eines Rolljalousie-Verschlusses ausgebildet, der Führer kann dasselbe während der Fahrt mit einer Hand mühelos öffnen oder schliessen bzw. in jeder gewünschten Lage feststellen. Saurer, Arbon. Die Saurer-Omnibus-Modelle haben durch ihre phänomenalen Leistungen in der Dauerprüfungsfahrt Paris-Nizza in der gesamten europäischen Presse von sich reden gemacht, bekanntlich klassierten sie sich in diesem Wettbewerb ex-aequo als Sieger mit Durchschnittsgeschwindigkeiten, die direkt als unfassbar erschienen. Die in dieser beachtenswerten Konstruktion, nämlich das Niederrahmen-Chassis Typ 4 BL. mit Sechszylinder- Motor lockt in Basel zahlreiche Besucher an. Die hervorstechendste Eigenschaft aller Saurer-Erzeugnisse, nämlich die den höchsten Beanspruchungen Trotz bietende Festigkeit, tritt auch an diesem Stück wieder in Erscheinung. Als weitere Attraktion finden wir auf dem Stand auch wieder den bereits in Genf gesehenen Neunzylinder-Flugmotor. Motosacoche, Genf. Eine reiche Auswahl verschieden karossierter Maximag-Wagen zeigt die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten dieses schweizerischen Kleinwagens. Besonders erwähnenswert sind ein zweiplätziges Cabriolet mit Hintersitz, sowie eine vierplätzige Limousine, welche trotz den begrenzten Chassis-Dimensionen den Eindruck eines recht behaglichen, geräumigen Reisewagens bietet. Erstmals zeigt die Firma auch einen dreirädrigen denfalls für den Fahrer, der seinen Wagen rasch und sicher in der Garage unterbringen will, die denkbar bequemste Lösung. Selbst bei Hochbetrieb, wenn in diesem Riesenbau 300—400 Wagen eingestellt sein werden, kann der Einzelne ohne unnötige Aufenthalte seinen Parkplatz friktionslos erreichen und seinen Wagen ebenso rasch und sicher vom Parkgebäude auf die Strasse bringen. Dass die neue Garage Schlotterbeck im übrigen mit allen Finessen des technischen Verkehrszeitalters ausgestattet ist, brauch* nicht besonders betont zu werden; im Parterre des Hauptilügels ein prächtiger Ausstellungsraum, grosse Lagerräume und Werkstätten vervollständigen den Zweckbau. Die riesige Dachterrasse dient der open-air-Arbeit, vor allein dem Wasch- und Reinigungsprozess der Fahrzeuge. Wir können uns eine Einzelbeschreibung dieser Gross-Garage ersparen, weil die meisten unserer Leser doch über kurz oder lang dieses verkehrstechnische Meisterwerk einmal selbst besichtigen werden. So, wie das Gebäude im Angelpunkt der Stadt Basel, ein paar Schritte von dem internationalen Bundesbahnhof entfernt liegt, so steht die neue Garage Schlotterbeck gleichsam in der Verkehrsachse dreier Länder; was sich in der Schnittlinie des schweizer. Einfalltores und Rheinzentrale an Motorfahrzeugen aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland trifft, wird immer wieder an dem Schlotterbeck'- schen Automobil-Bahnhof halt machen. Es ist in den letzten Monaten von der Hafraba viel die Rede gewesen; Herr Schlotterbeck hat sich dazu wohl seinen eigenen Vers gemacht; vorläufig hat er einmal mitten hinein in die zukünftige Hauptverkehrslinie von Norden nach Süden, von Westen nach Osten eine Automobilhalle gestellt, wie sie auf 1000 Kilometer im Umkreis nirgends anzutreffen ist und wie sie für die zukünftige Hafraba nicht besser denkbar ist; viele Grossstädte werden die Schweiz um diesen Automobil- Verkehrs-Zentralpunkt beneiden. Lieferungswagen, genannt «Fourgonette»,bei dessen Konstruktion wiederum besonders Rücksicht auf die besonderen schweizerischen Terrainverhältnisse genommen ist. Oettlker & Co., Albisrieden zeigt einen Arbenz-Lastwagen, der durch seine schöne Linienführung und seinen kräftigen, soliden Bau auffällt. Ein Motor mit Demonstrationsmodell der Oco-Motorbremse, durch einen kleinen Elektromotor angetrieben, veranschaulicht die hohe Leistungsfähigkeit dieses Brems-Agregates. F. B. W. Ein Sechszylinder-Sechsrad Car Alpin, von Seitz in Emmishofen karossiert und mit Kurbelverdeck System Seitz versehen, beweist, dass auch in Wetzikon tüchtig und gut gearbeitet wird. Gangloff, Genf und Zürich, steht mit an vorderster Stelle im schweizerischen Karosseriebau und dokumentiert auch dieses Jahr wiederum seinen Rang durch die schnittige Linienführung und die gediegene Ausführung seiner Ausstellungsobjekte. Wir sehen eine Sechsplätzer-Limousine, sowie ein Vierplätzer-Cabriolet mit versenkbaren Scheiben und dem bei Martini schon bewunderten Patent-Jalousieverdeck, beide Wagen auf Chassis Martini-Six. B^se Cuendet, Lausanne. Wem ist es nicht schon passiert, dass er auf der Fahrt ein ziemlich plötzliches Nachlassen der Motorleistung zu konstatieren glaubte und erst beim Aussteigen aus dem Wagen bemerkte, dass man sich in Wirklichkeit mitten in einer gar nicht unbeträchtlichen Steigung befand ? Es ist tatsächlich bei vielen Strassen ein Ding der Unmöglichkeit, die Steigungsverhältnisse während der Fahrt mit absoluter Sicherheit einzuschätzen; oft resultiert daraus Ueberlastung und Ueberanstrengung des Motors, die sich in einer Reparaturrechnung äussert. Der Steigungsmesser Indi klärt den Fahrer ständig mit Angabe in Prozenten über Neigung und Steigung der Strasse auf, er ermöglicht dadurch Schonung des Motors durch rechtzeitiges Umschalten, er gestattet durch seine genauen Angaben aber auch Rückschlüsse auf den jeweiligen Zustand des Motors, so dass ein wirkliches Nachlassen der Leistung bald erkannt und behoben werden kann. Ueber Einrichtung und Arbeitsweise des Indi-Steigungsmessers verrät der Aussteller begreiflicherweise nichts, jeder Besucher kann sich aber an den aufgestellten Demonstrationsmodellen überzeugen, dass der Apparat prompt auf jede Lageveränderung reagiert und dabei störendes Vibrieren absolut vermeidet. Lumina-Zürich. Wir sehen die jedem Automobilisten bekannten Oel- und Benzin-Zapfapparate mit den Markenzeichen Shell, ausserdem Oeifeuerungs-Einrichtungen mit Brennern verschiedener schweizerischer Systeme, welche die Ueberlegenheit der Oelfeuerung augenfällig demonstrieren. Baumann, norgen. Ein originelles Gartenhäuschen, sozusagen nur aus Jalousieläden bestehend, die Haupttüre durch eine Garage-Rolltür mit feuerfest imprägniertem Holz gebildet, rechtfertigen den bekannten Ruf der Firma am Zürichsee. JVlurbach & Co., Biel, haben mit ihrem Schlusslicht- hontroilapparat «Controlux» den Kampf geücn die Polizeibussen wegen Versagens der Schlusslampe aufgenommen; der Apparat wird am Instrumentenbrett angebracht und zeigt durch rotes Aufleuchten sofort an, wenn aus irgendeinem Grunde das Schlusslicht nicht funktioniert, nie Montage ist äusserst einfach. Diese neue Garage kann aber auch als Krönung eines aiitomobilistischen Lebenswerkes betrachtet werden; so wie das Motorfahrzeug vor nahezu 30 Jahren in bescheidenster Weise in unserm Lande seinen Einzug hielt, vielfach als sportlicher «Spleen» belächelt, so hat auch Herr Schlotterbeck in bescheidener Weise vor drei Jahrzehnten den Automobilhandel aufgenommen. Er hat in dem neuen Fahrzeug mit Weitblick von allem Anfang an die verkehrswirtschaftliche praktische Seite erfasst und unentwegt an dessen Entwicklung als Pionier der Autosache gearbeitet. Seine geschäftstüchtige Gattin stand ihm dabei unentwegt und verständnisvoll zur Seite; auch der junge, tüchtige Nachwuchs hat sich automobilisiert. Wir dürfen deshalb die neue Garage Schlotterbeck als Symbol tüchtiger Arbeit und vorzüglichen Könnens werten und der Familie Schlotterbeck ein frohes «Glück auf» zu dieser neuen Etappe wünschen. -r.

— 1*528 AUTOMOBIL-REVUE SEKTION AARGAU T.C.S. Generaivcrsanimlung vom 14. April im ~ Löwen » in Aarau. Nach einjähriger erfolgreicher Tätigkeit konnte die junge Aavgauer Sektion des T. G. S. vergangenen Samstag ihre diesjährige Generalversammlung abhalten, zu deren Eröffnung der rührige Präsident, Herr Jörg, die anwesenden Mitglieder sowie den Vertreter der «Automobil-Revue» begrüsste. Das vom Sekretär Hr. Fürsprech Lohner sorgfältig verfasste Protokoll der Gründunssversammiung wurde ohne weiteres genehmigt. Der Jahresbericht des Präsidenten gab ön kurzen Zügen Aufschluss über das abgelaufene Vereinsjahr, während welchem die Sektion einen schönen Schritt vorwärts gemacht hat. Von 30 Automobilisten, die sieh bei der Gründung einschrieben, ist die Gruppe auf 180 Mitglieder angewachsen. Die drei wohlgelungenen Ausfahrten nach der Höllgrotte (Baar), nach Engelberg und diejenige nach dem Thurgau konnten bei stattlicher Beteiligung durchgeführt werden. Der Vorsitzende erinnert die Clubisten noch besonders an die freien Zusammenkünfte, die jeden ersten Dienstag im Monat stattfinden, und empfiehlt den Mitgliedern, diese recht regelmässig und rege zu besuchen. Unter Beifall wird der Bericht genehmigt und verdankt. Auch die Ausführungen des Kassiers über die finanziellen Vereinsgeschäfte sowie der Bapport der Rechnungsrevisoren geben zu keiner Diskussion Anlass. Die Vcrstandswahlen werden ebenfalls prompt und in aller Minne durchgeführt. Als Präsident •wird ohne weiteres Hr Jörg wiedergewählt. Durch Rücktritte sind drei Neuwahlen in den Vorstand vorzunehmen und belieben einstimmig die Herren Obrist (Windisch), Meng (Aarau) und Berner (Lenzburg). Der Jahresbeitrag wird unverändert auf Fr. 8.— belassen. Herr Hug referiert darauf üher das Projekt des diesjährigen Sportprogramms. Es sind einige Touren vorgesehen, die je nach ihrer Bedeutung ein bis zwei Tage beanspruchen werden, eo z. B. eine Ausfahrt nach dem Titisee und Feldberg, eine solche nach den Freibergen, Les Rangiers—Pruntrut und retour via Basel oder N'euenburg. Die Versammlung beauftragt die Sportkommission, ein endgültiges Programm auszuarbeiten. Um auch den Sportfreunden etwas bieten zu können, soll eventuell eine Geschicklichkeits- oder eine Gebrauchsprüfungsfahrt organisiert werden. Unter den Varia wird zuerst beschlossen, ein Sektionsabzeichen in Form eines geschmackvollen Fähnchens einzuführen. Die Zeitungsfrage wird einstimmig nach dem Vorschlag des Vorstandes entschieden, wonach dis «Automobil-Revue» für 1928 und gleich auch pro 1929 als offizielles Korrespondenzblait bezeichnet wird. Ferner wird der Aufforderung eines Komitees, das sich im Zusammenhang mit der Frage des Brückenbaues Koblenz—Waldshut gebildet hat, stattgegeben und ein Delegierter ernannt, der an einer kommenden beratenden Sitzung teilnehmen soll. Herr Zumkeller, Ing., wird ersucht, die Sektion in dieser Angelegenheit zu vertreten. Endlich wird noch eine von der Versicherungsgesellschaft CAP vorliegende Offerte betreffend Abschluss eines Kollektivvertrages besprochen. Die Mehrzahl der Anwesenden befürwortet den Abschluss einer Versicherung und verpflichtet sich gleichzeitig für die Uebernahme einer Police, da eine derartige Reohtsschutzversicherung doch jedem Einzelnen zahlreiche Vorteile bieten dürfte. Die übrigen Mitglieder seien gleich an dieser Stelle auf diese Institution aufmerksam gemacht und speziell daran erinnert, dass dank des Kollektivvertrages nur eine reduzierte Prämie verrechnet wird. Infolge der vorgerückten Zeit sah sich leider Herr Fürsprech Lehner vcranlasst, sein sehr instruktives Referat über «Wir Autler und die Polizei > etwas zusammenzuziehen. Der Vortragende war in der Lage, aus seiner reichen Praxis einige ' besonders typische Beispiele von Verkehrsunfäller und polizeilichen Kontrollrapportftn mit gerichtlichem Nachspiel zu zitieren, um daraus eine Reihe sehr beachtenswerter Ratschläge für die Automobilisten abzuleiten. So soll der Fahrer bei irgendeinem Zwischenfall nie verfehlen, sofort möglichst zahlreiches Beweismaterial zu sammeln. Vor allem müssen die eventuell vorhandenen Zeugen eruiert, um ihre Adresse und gemachten Beobachtungen befragt werden. Vorfahrende und nachfolgende Wa gen sind anzuhalten, da deren Insassen eventuell wichtige Aussagen zu machen imstande sind. Der Bremsweg der in einer Kollision beteiligten Wagen ist abzumessen. Es sollte deshalb zum eisernen Bestand der stets mitgeführten Werkzeuge ein Metermass gehören. Dio verschiedenen Fahrspuren sind festzustellen. Wenn ein Photoapparat vorhanden ist, darf man nicht verfehlen, ihn bei dieser Gelegenheit zunutze zu ziehen, um dio geschaffene Situation auch im Bild festzuhalten. Es ist ferner ebenso wichtig festzustellen, ob und wer Signale gegeben bat, ob Signal- und Beleuchtungsapparate sich in gutem Zustand befinden und einwandfrei funktionieren. Vor allem aber darf der Automobilist in solchen Lagen seine Ruhe nicht verlieren. Er soll und muss dio Lage beherrschen. Ein aufgeregtes Wesen erschwert einschreitenden Polizeibehörden nur ihre Aufgabe und trägt auf keinen Fall zur Abklärung der Sachlage bei. In seinem Schlusswort erinnert der Referent daran, dass neben der Pflege von Sport und Geselligkeit die Sektion ihren Mitgliedern schon in den* Statuten auch anständiges Fahren zur Pflicht macht, und appelliert deshalb an dio Anwesenden, auch in dieser Beziehung den notwendigen Korpsgeist an den Tag zu legen. Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referat konnte der Präsident dio auischlussreiche Sitzung schliessen. Die Mitglieder werden bei dieser Gelegenheit noch ersucht, die Vereinschronik der « A.-R. » fortlaufend zu beachten, da der Vorstand in vermehrtem Masse seine Mitteilungen an dieser Stelle bekanntgeben wird. p r i ir' n i ii Die Automobilsektion Basel dss T. C. S. wird von nun an jeden Sonntag zwanglose Ausfahrten arrangieren. Zweifellos werden es sich die Mitglieder nicht entgehen lassen, an den Touren, dio jeweils sorgfältig zusammengestellt werden sollen, recht zahlreich teilzunehmen ! ey Osterfahrt der Ortsgruppe Rapperswil des T.C.S. Sektion Zürich. Zur Osterfahrt fanden sich 60 Teilnehmer in Rapperswil ein, um gemeinsam die Fahrt über Schindellegi, Biberbrücke, Sattel nach Unterägeri anzutreten. Es war ein herrlicher Tag, und die Etzelpartie gestattete einen Rundblick, wie man ihn selten schöner goniessen konnte. Zur «Brücke» in Unterägeri war der obligatorische Halt vorgesehen, Musik, verbunden mit einigen Tanzchen, "HPT^-n'"B TÜ'* O" Die neu gegründete « Trans-Oceanie Corporation » in N-evyork erbaut auf amerikanischen Werften sechs Turbincn-Schiieildampfer, welche in einer luxuriösen Einhcitsklasse 800 Passagiere nebst Proviant und Iixpressgut fassen und innert vier Tagen Europa (Le Hävre oder Southampton) erreichen. Baukosten 125 Millionen Dollars. Im Kriegsfall können diese Friedensdampier in Marine- Fhiezeiig-Mutterschiffe umgewandelt werden. Der bekannte Rennfahrer Bordino ist bei einer Trainingsfahrt in Alessandria tödlich verunglückt. Der von dem bekannten Rennfahrer Heusser (Kleinschmalkalden) beim letzten Solitud-erennen verursachte Unfall, bei dem drei Zuschauer schwere Verletzungen erlitten haben, wird in der nächsten Zeit Gegenstand einer Verhandlung vor dem Grossen Schöffengericht in Stuttgart sein. Dem Prozess, in welchem Heusser der fahrlässigen Körperverletzung angeklagt ist, kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, als die prinzipielle Frage geklärt werden wird, ob für den Rennfahrer die gleichen Gesichtspunkte massgebend sind wie für den Motorfahrzeuglenker im allgemeinen Verkehr. Ein englischer Grossindustrieller namens Rapson ist zusammen mit einigen andern Fahrern auf der Automobilrennbahn von Miramas damit beschäftigt, neue Automobilweltrekorde bis zu 80 000 Kilometern aufzustellen. Seit mehr als tausend Stunden umkreist der 32pferdige sechszylindrige Marmonwagen unter wechselnder Führung die Bahn und hat bereits mehr als ein Dutzend neuer Höchstleistungen aufgestellt. 40 000 Kilometer, die Länge des Erdumfanges, waren in 812 Stunden 59 Minuten 7 Sekunden bewältigt. Der erste Non-stop-Flug Europa-Amerika ist also mit dem Flugzeug «Bremen » gelungen. Die genaue Flugzeit von Baldonnel bis Greenly-Island betrug 35 Stunden 22 Minuten. Die Notlandung hatte wegen schwerem Oststurm und heftigem Schneegestöber auf der fern von aller Zivilisation liegenden und ganze 14 Bewohner zählenden Insel zu erfolgen. Sie erfolgte wegen Brennstoffmangels. Während des ganzen Fluges hatte die «Bremen » mit stärksten Gegenwinden zu JLEOJSO:S? kämpfen, was den übermässigen Brennstoffverbrauch zur Folge hatte. Die französischen Flieger Costes und Le Brix, die einen glänzend gelungenen Weltilug von 55 000 Kilometern hinter sich haben, sind am letzten Sanistagnachmittag auf dem Flugplatz Le Bourget bei Paris gelandet. Die russischen Städte Ostrow und Spask sind zur Hälfte überschwemmt und der Verkehr auf den Strassen muss mit Booten aufrecht erhalten werden. Am Sonntagmorgen ist in Mailand in aller Stille General Nobile zu seinem Nordpolflug gestartet. Die erste Etappc führt ihn über Wien, Prag nach Stolp. Eine einheitliche Verkehrsregelung ist von der Zentralstelle des schweizerischen Städteverbandes publiziert worden. Die den Stadtgemeinden zur Annahme empfohlene Verkehrsordnung umfasst 46 Artikel. Sie beginnt mit einer Definition der in Betracht fallenden Begriffe, ordnet sodann die Verkehrsregelung durch die Polizeiorgane, enthält weiter sehr eingehende Fahrvorschriften für alle möglichen Fälle, sowie auch notwendige Vorschriften für den Fussgängerverkehr. Soweit die Bestimmungen mit dem Konkordat in Widerspruch stehen, bilden sie den Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Konfcordatsbehörden und dem Vorstand des Städteverbandes. Diese einheitliche Verkehrsregelung kann für eine glatte Abwicklung des rapid wachsenden Motorfahrzeugverkehrs von grossem Nutzen sein! Erhöhte Bussen in Frankreich ! Der französische Minister für öffentliche Arbeiten hat im Parlament einen Gesetzesentwurf eingebracht, dahingehend, dass die Strafen wegen Uebertretung von Verkehrsvorschriften gegen den entsprechenden « Tarif» der Vorkriegszeit ... um das Fünf- bis Sechsfache erhöht werden sollen. Wir in der Schweiz brauchen mit derartigen Lappalien nicht erst höchste Instanzen zu befassen (wir haben ja auch keine eidgenössische Verkehrsregelung!) ... aber dafür versteht es fast jeder übernächste Gerichtspräsident, zum Wohle des Bussensäckels gesalzenere Strafen zu diktieren! -ey. sind so gut wie mit Nägel, Glassplitter und spitze Steine brauchen Sie nicht mehr zu fürchten, wenn Sie den neuen COIMTIIMEIMTAL- NAGELSCHUTZ montieren. Passform unerreicht durch richtige Stärke und Breite Vorteil im Einkauf durch niedrige Tarif preise bietet Caoütciioüc-Compapie A.-G. G E ff F *W ¥T f£l W tf*V£T Sä yJ Sh ü w EM Tslsirasss 15, .Schanzenno!' Bd. Jamss Fazy, 10 Zu beziehen in allen einschlägigen Geschäften oder direkt 1 brachte gute Stimmung in dio Clüblerschar. Gegen 4- Uhr wurde aufgebrochen, und in ruhiger Fahrt zog die Kolonne talwärts nach dem Städtchen Zug. Dio Route dorthin führt durch beachtenswerte Waldpartien, reizende Obstlandschaften, und kurz vor Einmündung in den Ort gewährt uns dio Anhöhe einen Ausblick auf den Zugersco, dio Albiskotte und dio hoho Alpenwelt. Im Hotel Ochsen war der übliche Ostermontag-Tanz, und der geräumigo Saal war vollgepfropft von tanzlustigen Pärchen Infolge ungünstigen Platzverhältnissen hätte die Geselligkeit daselbst etwelcho Einbusso erlitten, so dass wir es vorzogen, unsero Tour alsbald fortzusetzen und in der Eintracht in Wädenswil einzukehren. Der Hirzel war rasch bezwungen, und schon gegen 5 Uhr trafen dio ersten Autos in Wädenswil ein, wo uns in genanntem Hotel ein Saal zur Verfügung gestellt wurde. Dass Reisen Appetit eregt, ist eine alte Tatsache, und in diesem Falle waren wir am richtigen Orte zu Gast. Bei gutem Humor und musikalischer Unterhaltung flog dio Zeit nur allzu rasch vorbei, and der Präsident kündigte zur vereinbarten Zeit den Aufbruch an. Bei der Sammlung waren wieder alle Clubmitglieder beisammen; also ein Zeichen von guter Disziplin. Beim Speerwirt und Clubmitglied. Hämmerlo rastoten wir zum letztenmal, um allen Fahrgästen, welche sich frühzeitig zur gewohnten Ruhe nach Hause begeben wollten, ein Dankeswort und ein auf Wiedersehen zu übermitteln. P APPENZELL-VORDERLAND-RHEINTAL, T.C.S. Die Gruppe App.-Vorderland-Rheintal machte am Ostermontag ihre erste Ausfahrt, und darf dieselbe als gelungen betrachtet werden. (Die Strecke beträgt ca. 100 km, die Strassen sind mit wenig Ausnahmen gut, und das Wetter war herrlich.) Wenn auch anfangs ein engerer, gesellschaftlicher Zusammenschluss nicht möglich war, so gestaltete sich doch der Aufenthalt im Kurhaus Waldau zu einem recht gemütlichen Club-Abend, wozu die Meistersängor von Oberegg nicht wenig beitrugen, wofür ihnen auch an dieser Seile nochmals herzlich gedankt sei. Zum Tanzen war genügend Gelegenheit geboten und wurde auch reichlich benützt. An der Ausfahrt beteiligton sich 15 Wagen, und dürfte bei einer nächsten Gelegenheit die Zahl sich verdoppeln. —h. AUTOMOBILSEKTION WALDSTÄTTE T.C.S. Sonntag den 8. April veranstaltete dio Automobilsektion Waldstätte des T. G. S. ihre erste Ausfahrt in diesem Jahre. Wenn auch in Aufmachung und Ausdehnung bescheiden, so war sie in ihrer Art doch nett und zur Zufriedenheit der Teilnehmer. In fröhlicher Stimmung und von herrlichem Reisewetter 'begleitet, zogen am Ostersonntag-Nach- «littag um dio 20 Wagen von Luzern gegen das Land ob dem Walde. Nach den langen und düsteren Wintermonaten genoss man sehr die Freuden dieser idealen Fahrt. Um 3 Uhr besammelte man sich auf dem Dorfplatz in Samen, um sich dann im « Schlüssel» bei unserem Mitglied Windlin mit einem urchigen Zobig für die Weiterfahrt zu stärken. Herr Präsident Helmlin begrüsste die zirka 80 Anwesenden, zu welchen sich noch einige Freunde aus Obwalden gesellt hatten. Die Rast dauerte nicht allzu lange, denn noch wollten wir über den Allweg nach St ans fahren, um bei unserem Freunde von Matt im «Teil > einen kurzen Halt zu machen. Wohl jedem, der dabei war, werden die dort verbrachten Stunden in bester Erinnerung bleiben, im besonderen die launige Rede unseres jovialen Mitgliedes von Ah in Kerns, welcher in witzigen und humorvollen Worten über seino Erlebnisiso als Zweitältester Automobilist des Kantons Obwalden berichtete. Also drückte man sich die Hand, schwenkte den Hut und trennte sich in der frohen Hoffnung auf baldiges Wieder sehen; denn gross ist das Programm, und zahlreich sind dio zu besuchenden Anlässe. Dio nächste Veranstaltung ist dio Vorführung des Benzinfilms, welcher uns von der Shell-Gesellschaft in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt wurde. Die Vorführung findet statt: Sonntag den 22. April 1.928, 14.30 Uhr, im Krauor-Schulhaus in Gerliswil. Eintritt für Mitglieder und eingeführte Gäste frei. Der Film zeigt in sechs Teilen den Werdegang des Henzins vom Bohrturm durch dio Raffinerie bis zum fertigen Endprodukt. Sonntag den 13. Mai findet mit einem Extradampfer eino Rundfahrt auf dem Vierwaldstätiersee statt, zu welcher die Sektion Waldstätte die befreundeten Sektionen Zürich und Basel des T. C. S. eingeladen hat. Abfahrt punkt 14.00 Uhr auf dem Bahnhofplatz. Rundfahrt entlang Bürgenstock und Seelisberg nach Flüelen mit Rückfahrt über Brunnen, Vitznau (ohne Anhalten). Der offizielle Parkplatz beim Bahnhof steht unter polizeilicher Bewachung. Preis inkl. Thö cornplet pro Person Fr 7 ( Dr. R. Z. "• O- —. Das T. C. S.-Bureau in Kreuzungen wird auch. nach der Gründung des Bureaus in Frauenfeld seino äusserst aktive Tätigkeit unter der Direktion von Herrn Neuweilor fortsetzen. Dio thurgauischen. Automobilisten, die im Zentrum des Kantons wohnen, werden sich mit Vorteil an das Bureau in Frauenfeld (in den Räumen dor Schweizerischen Bankgesellschaft) wenden, während die Automobilisten, die mehr im Norden des Kantons wohnen, wie bis anhin am besten mit dem Bureau von Kreuzungen verkehren werden. fit. Schnelle und kräftige Justiz. Wir Autler haben uns schon häufig über derbe Zugriffe beklagt, welche der Kanton Schwyz manchmal sehr unberechtigt, auf Grund rückständiger Verkehrsauffassung, gegen uns zur Anwendung bringt. Um so mehr dürfen wir uns über das Urteil freuen, das das Kriminalgericht in Schwyz dieser Tage fällte. Unsere Leser erinnern sich, dass am 6. März d. J. Herr Kunstmaler Schilling aus Zürich, der mit seiner Frau den Kanton Schwyz im Automobil durchfuhr, von zwei Wegelagerern angehalten wurde; das Ehepaar ist durch Messerstiche schwer misshandelt worden. Die Schwyzer Behörden hatten die beiden Gauner, einen gewissen Alois Ehrler und Adolf Grüniger von Altendorf, sofort ausfindig gemacht, nach knappen fünf Wochen ist deren Urteil gesprochen: Der eine der Spitzbuben erhielt zwei Jahre, der andere ein Jahr Zuchthaus. Es ist erfreulich, dass mit diesem raschen und gerechten Urteil eine gewisse Mentalität, die sich an manchen Orten in unliebsamer Weise gegen die Automobilfahrer breitmacht, in den Senkel gestellt wird. Ä