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E_1928_Zeitung_Nr.034

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1928 — W Oft werden grossß Kilometer-Garantien, meistens auf Jahresfrist abgegeben. Was nützen Ihnen jedoch solche Garantien? Wissen Sie überhaupt, ob Sie innert einem Jahr so viele Kilometer fahren? Und wer bezahlt Ihnen Äergernis und Zeitverlust? Garantie haben heisst, eine Marke fahren, welche Tatsachen aufweist, und welche mit Namen und Organisation für die Qualität bürgt. Tatsachen sind: dass die Stadt-Omnibus Bern mit einem Wagen von 7400 kg Eigengewicht auf Firestone-Reifen 57,185 km zurückgelegt hat, und dass diese Reifen noch weitere tausende von Kilometer fahren werden; dass die Firestone-Reifen der Fa. X. Heggli, Kriens, bereits 76,000 km gefahren sind und bestimmt noch weitere 20,000 km machen werden; dass wir Ihnen hunderte derartige Referenzen aufgeben können; dass 95 Prozent der grossen amerikanischen Rennen auf Firestone-Reifen gefahren werden und dass sich die Fahrer zu keiner andern Marke entschliessen können, trotzdem Firestone für Rennen keine Reiten verschenkt, wie dies von vielen andern Firmen gemacht wird. Wir geben keine Kilometer-Garantien, aber wir garantieren für die Qualität unserer Produkte. Die Wünsche unserer Kunden werden auf das sorgfältigste geprüft. - Sollten einmal Ihre Reifen keine genügende Kilometerleistung bieten, so berichten Sie uns. Unsere Ingenieure werden genau untersuchen: warum? und werden Sie aufklären, wie Sie mit Ihren Reifen eine höhere Kilometerleistung erreichen können. • Gen

W» U - 1928 AUTOMOBIL-REVUE Erfreuliches und Unerfreuliches aus Urf. Die ersten sonnenfreudigen Frühlingstage haben die Reiselust geweckt und auch den schönen Gestaden am See der vier Kantone oregen Verkehr gebracht. Man hofft auf eine gute Saison! Leider werden wieder, da und dort, Klagen über die Staubplage laut, und es wäre sehr zu begrüssen, dass die Behörden denselben rechtzeitig Gehör schenken lund für Abhilfe sorgen würden. Denn nicht eiwa die Automobilisten sind an diesem iüebel schuld, sondern in erster Linie die schlecht unterhaltenen Strassen! Durch Asphaltierung und fleissige Berieslung kann man diesem namentlich die Fremdenindustrie schädigenden Missstande schon abhelfen. Naimentlich die Bewohner von Sisikon, dem i« urnerischen Nizza », mit seinem regen Verikehr, klagen über die grosse, verhasste ßtaubplage. Sie erwarten, dass derselben energisch zu Leibe gerückt wird. Eine gründliche Remedur wäre sehr zu wünschen, nicht etwa nur im Interesse der Fussgänger, sondern namentlich der Autofahrer selbst und auch der an der Strasse liegenden Hotels und Gasthäuser. Durch wiederholte Eingaben des Verkehrsvereins von Sisikon konnte nun endlich erreicht werden, dass demnächst die Dorfstrasse auf einer Länge von 500 Metern geteert wird. Weniger erfreulich ist ein Beschluss, der fen der letzten Sitzung des Landrates gefasst wurde! Die Landräte Schnurrenberger, Amrein und Dubs haben in einer Motion verlangt, dass ein Nachtfahrverbot für Lastautomobile und Motorräder erlassen, die Arbeitszeit für die Chauffeure geregelt und eine Normierung der Belastungen für Lastwagen und Omnibusse aufgestellt werde. Diese nicht gerade von Verkehrsfortschrittlichkeit zeugende Motion vom 2. März ist in der Donnerstagsitzung des urnerischen Landrates ohne Widerspruch erheblich erklärt worden, und die Regierung hat nun die Aufgabe, eine Abänderungsvorlage der bisherigen Vorschriften auszuarbeiten. Man sieht auch hier, dass das schlechte Beispiel von Bern, trotz seiner grossen wirtschaftsschädigenden Folgen, anderweitig Schule macht. Bedauerlich ist das aber in einem Kanton wie Uri, wo der grosse Einnahmen - Ueberschnss der letztjährigen Staatsrechnung — nach dem Berichte der Finanzdirektion in der Landratssitzung — hauptsächlich auf die günstigen Einnahmeposten der Auto- und Motorfahrzeugtaxen zurückzuführen ist, welche dem Kanton Uri nicht weniger als Fr. 284 7.22,95 eintrugen. Es sind an solchen Taxen rund 70000 Fr. mehr eingegangen als man im Voranschlag eingesetzt hatte. Und trotz diesen günstigen Erträgnissen aus wichtigsten Verkehrsmitteln und trotz der Verdoppelung der Bundesbeiträge an die Alpenstrassen ist man so verkehrsrückschrittlich gesinnt und macht sich ans Werk, den Verkehr einzuengen. Man kann nicht sagen, dass das von Weitsichtigkeit und... Dankbarkeit zeugt! Aber eben: Rückschritt und Undank gehen gar oft geschwisterlich Hand in Hand! R. Um die Gandriastrasse. Der Kampf der Meinungen um die Führung der neuen Gandriastrasse geht weiter. Die Frage ihrer Traceführung beschäftigte die Tessiner Presse in den letzten Tagen wiederum sehr lebhaft. Die Tessiner Regierung hat sich vor wenigen Wochen plötzlich für den Bau des Hochtraces entschieden und will dem Grossen Rat des Kantons Tessin einen dementsprechenden Vorschlag unter- NaBaBBBUBBflBBBBBaBBaBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBU €. JULES NEGEVET, GENEVE TOUS LES ACCESSOIRES POUR AUTOMOBILES Fournitures pour Garages: Bougies A.C. BOSCH, Champion Compteurs — Sauges O. S. 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Das Blatt hat sich nun gewendet, seitdem eine Delegation des Bundesrates, bestehend aus den Herren Motta und Chuard, in Begleitung von technischen Instanzen, die Projekte zur Führung der neuen Gandriastrasse in Augenschein genommen haben. Die Delegation des Bundesrates erklärte kurzerhand, dass sie das Projekt der Hochstrasse zur Unterstützung empfehlen werde. Der Bundesrat bestätigte späterhin in einem Schreiben seinen Entscheid. Die Tessiner Regierung wandte sich hierauf an ihre technische Expertenkommission zu einer Veraehmlassung. Diese ging dahin, die Auffassung des Bundesrates könne ohne besondere Schwierigkeiten akzeptiert werden. Der Regierungsrat machte den Vorschlag der Kommission zu seinem eigenen. Da das Hochtrace seinen Ausgang nicht von Lugano aus nimmt, wird man im Grossen Rat des Kantons Tessin wahrscheinlich zum Projekt noch den Bau einer Verbindungsstrasse mit der Stadt Lugano verlangen. Das notwendige Verbindungsstück würde auch die bestehende Strasse von Cassarate nach Castagnola entlasten. Mit der Erstellung der neuen Gandriastrasse und dem zugehörigen Verbindungsstück würde eine internationale Durchgangsstrasse Zustandekommen, die den Tessin nicht nur mit dem Comersee, sondern auch mit dem Engadin verbindet. Das Projekt der Hochstrasse, das vom Bundesrat unterstützt wird, hat den Vorteil, den schönen Flecken Gandria mitsamt seinem Fussweg und dem typischen Gandriafelsen unberührt zu lassen. Eine zweite Versammlung zur Besprechung der Korrektion des Rapperswüer Seedammes. In weiten Kreisen wird man mit Freuden davon Notiz nehmen, dass es im Ausbau dieser Strasse endlich einen Schritt weiter gehen soll. Der Landschafts - Schutzverband des Kantons Zürich, an dessen Spitze Herr Oberrichter Balsiger, Zürich, steht, hat im Verein mit der Sektion Zürich des A. C. S. die Initiative ergriffen zu einer Besprechung dieser dringenden Verkehrsfrage. Auf dessen Einladung findet Sonntag den 29. April in Rapperswil eine öffentliche Versammlung statt, zu der aiueh die Vertreter der Regierungen der Kantone Schwyz, St. Gallen und Zürich eingeladen werden. An dieser Versammlung soll eingehend besprochen werden, auf welcher Basis der baldige Ausbau der Strasse vorgenommen werden kann. Dass hiebei speziell auch die finanzielle Seite der Frage ihre Abklärung finden soll, versteht sich wohl von selbst, zumalen der Kanton Schwyz, resp. die S. O. B., bisher stets wegen Fehlen der nötigen finanziellen Mittel die Verbesserung der Strasse hinausschoben. s. Versuche mit einem Raketen-Auto. nt. Der Oeffentlichkeit ist der Münchner Astronom Max Valier seit Jahren bekannt Seit langem schon beschäftigt er sich mit einem Projekt eines Weltenraum-Raketenluftschiffes. Nun hat er sich auch ein Automobil •bauen lassen, das genau wie eine Rakete vorwärts getrieben wird. •:•. • • • Auf der Opel-Rennbahn in Berlin wurde die Neuheit am letzten Donnerstag durch. Fritz von Opel einer Anzahl geladener Gäste vorgeführt Auf der Bahn stand ein schlanker, schwarzer Rennwagen. Nur die erhöhte; Rückwand ist daran auffällig. Bei näherer Besichtigung entdeckt man aber, dass dort neun miteinander verbundene Eisenröhrert münden, von denen aus elektrische Drähte zum Führersitz laufen. Unter der Haube stellt man fest, dass diese nur Atrappe ist: ein Krach, wie von einem kräftigen Schuss... Stichflammen schlugen hoch, mächtige Rauchwolken hüllten den Wagen ein... und mit einer geradezu erschreckenden Geschwindigkeit raste er vorbei. Die Messungen haben ergeben, dass der Wagen eine Stundengeschwindigkeit von; 95 km erreichte. Nach wenigen Minuten; wurden die Versuche abgebrochen. Durch das Einschalten einer beliebigen] Anzahl von Raketen kann die Geschwindigkeit reguliert werden. Eine einfache Re.cb> nung ergibt, dass der Fahrer, wenn er alle neun Raketen zu gleicher Zeit entzünde* hätte, eine Stundengeschwindigkeit von ... 400 km hätte erreichen müssen. Die Versuche sollen fortgesetzt werden. Die Berliner-Presse berichtet, dass sie, als sie Einladung erhielt, glaubte, es handle such um einen verspäteten Aprilscherz. Denn die Theorie des Raketenraumschiffes — die auch dieser neuen Erfindung zugrunde liegen soll — ist eine noch stark umstrittene. Der mit ungeheurem Druck hinten aus dem VA/agen austretende Feuerstrom kann nur dann zum Forttrieb des Wagens wirtschaftlich, ausgenützt werden, wenn seine «Aktion» axtßi einen festen Körper mit sehr grosser Mastfe trifft. Nur in diesem Falle kann die « Reaktion» des Druckes den Wagen in Bewegung setzen, da die durch Aktion und Reaktio/n ausgelösten Bewegungen (wenn beide s.uf bewegliche Körper treffen) von der Masse der Körper abhängen. In diesem Falle trifft der Druckstrom die Luft hinter dein Wagen, also einen beweglichen Körper, der zwar grosse Masse hat, aber zusamrnendriiäkbar ist und Eigenbewegung hat. Die Wirkung der Erfindung ist in hohem Masse von Windrichtung und -stärke abhängig. Selbst wenn es gelingen sollte, beim Zusammentreffen günstiger Umstände hohe Geschwindigkeiten zu erzielen, so ist das doch nur unter viel grösserem Kraftverlust möglich als beim Radantrieb. Die Erfindung hat heute nur Bedeutung als Experiment, /?.. 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