Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1928_Zeitung_Nr.040

E_1928_Zeitung_Nr.040

Sivassen

Sivassen 'SasfeiraösläxHewun^g (Referat des Herrn Ine. Wiesmann. Chefexperte in Bern, vom 7. Mai 1928, abends, im Clublokal des A. C. S., Sektion Bern.) Die Strassensignalisierung ist in der Schweiz, bezw. in den Konkordatskantonen, teilweise gesetzlich geregelt im Art. 39 der Konkordatsvorschriften, welcher lautet: < Für alle die Motorwagen und Motorfahrräder betreffenden polizeilichen Warnungen, einschliesslich der Zeichen für Zollstätten und Strassensperrungen, wird im ganzen Gebiet der Konkordatskantone ein einheitliches Modell verwendet; es besteht aus einer Tafel in der Form eines gleichseitigen, mit der Spitze nach oben gerichteten Dreiecks von 1 Meter Seitenlänge, das die schwarze Inschrift auf weissem Grunde enthält. Diese Form der dreieckigen Tafel darf für keine andern öffentlichen und privaten Signale oder Anzeigen Verwendung finden. Die Tafeln müssen quer zur Strasse in einer Entfernung von ungefähr 250 Metern von der zu bezeichnenden Stelle und in einer Maximalhöhe von 2,5 Meter aufgestellt werden. » Vorgeschrieben sind also die Qrösse, die Form und die Farbe der Tafel, nebst der Art der Anwendung. Das weisse Dreieck soll an und für sich bereits sagen : Vorsicht, Gefahr ! (weshalb alle Inschriften, z. B. Achtung, Vorsicht, Gefahr, schon an und für sich überflüssig sind). Die gegenwärtig für die Schweiz gültige internationale Uebereinkunft über den Automobilverkehr, datiert vom 11. Oktober 1909, bestimmt die vier Warnungszeichen : Kreuzungen, Kurve, Rinne bezw. Höcker, Bahnübergang. In bezug auf die Form der Tafeln sieht sie nichts vor. Die neue internationale Uebereinkunft, datiert vom 24. April 1926. Sie ist von der Schweiz allerdings noch nicht ratifiziert. Sie sieht vor, dass nur Gefahrenkennzeichen auf dreieckigen Tafeln anzubringen sind; sie hat ferner als fünftes Zeichen die Lokomotive vorgesehen für den unbewachten Bahnübergang. Ein weiteres Zeichen der Konkordatskantone, jedoch in der internationalen Uebereinkunft nicht enthalten, ist das Zeichen der Strassenabsperrung. Ferner sind vorgesehen die Aufschriften « Zoll» sowie maximale Geschwindigkeiten. Der Kanton Bern hat ca. vor vier Jahren ein neues Zeichen eingeführt, nämlich das Zeichen für den Ortschaftsbeginn und für das Ende der Ortschaft. Dieses Zeichen hatte bis heute leider nur kantonalen Charakter, obschon man ab und zu in andern Kantonen einige ähnliche Tafeln vorfindet. Ferner ist noch zu erwähnen die rechteckige Tafel der Strassennumerierungsgesellschaft, welche jeweils unter der Tafel des A. C. S. angebracht wird. Vor Jahresfrist wurden durch die Kommission des Schweizerischen Städteverbandes neue Warnungstafeln, speziell für Städte und für sämtliche Fahrzeuge entworfen. Es betrifft dies Tafeln in Kreisform, und zwar diejenigen für : Allgemeines Fahrverbot, nebst den einzelnen Verboten für Lastwagen, Radfahrer, Reiter, sowie «Strasse gesperrt», Der Glarner Entscheid. DIE RESULTATE Gesamtklassement: 1. Divo (Bugatti), 540 km in 7 Std. 20' 56,6" (Stundenmittel 73,478 km) ; 2. Gampari (Alfa Romeo), 7 Std. 22' 33.6"; 3. Conelli (Bugatti), 7 Std. 22' 50"; 4. Chiron (Bugatti), 7 Std. 27' 22,4" ; 5. Frau Juneck (Bugatti), 7 Std. 29' 20"; 6. Minoia (Bugatti), 7 Std. 53' 53" ; 7. Lepori (Bugatti), 7 Std. 54' 05"; 8. Foresti (Bugatti), 8 Std. 09' 39"; 9. Maserati (Maserati), 8 Std. 21' 12"; 10. Gräfin Einsiedel (Bugatti), 8 Std. 21' 25". • Schnellste Runde: Chiron (Bugatti), in 1 Std. 26' 29" über 108 km (Stundenmittel 74,927 km). Klassement nach Kategorien. 1100 ccm: 1. Riccioli (Fiat), 324 km = 3 Runden in 5 Std. 15' 23" (Stundenmittel 61,639 km) ; 2. Ralio (Fiat), 5 Std. 58' 35". Bis 3 Liter: 1. Divo (Bugatti), 540 km = 5 Runden in 7 Std. 20' 56,6" (Stundenmittel 73,478 km) ; 2. Frau Juneck (Bugatti), 7 Std. 29' 20" ; 3. Lepori (Bugatti), 7 Std. 5:4' 05". Bis 2 Liter: 1. Ghiron (Bugatti), 540 km = 5 Runden in 7 Std. 27' 22,4" (Stundenmittel 72,420 km) ; 2. Foresti (Bugatti), 8 Std. 09' 39"; 3. Maserati (Maserati), 8 Std. 21' 12.4" Bis 1500 ccm : 1. Campari (Alfa Romeo), 540 km = 5 Runden in 7 Std. 22' 33.6" (Stundenmittel 73,167 km); 2. Conelli (Bugatti), 7 Std. 22" 50"; 3. Minoia (Bugatti), 7 Std. 40' 21,6"; 4. Faccioli (Maserati), 7 Std. 43' 25".; 5. Dreyfuss (Bugatti), 7 Std. 53' 53,6; 6. Gräfin Einsiedel (Bugatti), 8 Std. 21' 25". Sämtliche Konkurrenten der 5 Liter-Klasse gaben auf. Wir werden in nächster Nummer den Verlauf des Rennens eingehend würdigen. y„ ferner Tafeln für den Rechtsverkehr, Parkplatz, «Vorsicht Baustelle », Orientierung über Fahrrichtung etc. Im Prinzip wurde aufgestellt die rote Tafel für alles, was ein Verbot betrifft, wobei spezielle Verbote (z. B. zum Stationieren) durch eine unter der Tafel angebrachte Aufschrift bezeichnet ist. Die blaue Tafel bezeichnet : Achtung, und es wird auch hier darunter die entsprechende Vorschrift bezeichnet. Seither hat der ständige Ausschuss des Völkerbundes für Strassenverkehr ebenfalls die Strassensignalisierung behandelt und entsprechende Beschlüsse in einer Broschüre, datiert vom Februar 1928, herausgegeben. Aus dieser Broschüre geht hervor, dass einmal nur für die Gefahrenzeichen die Dreieckform zur Verwendung gelangen soll und mit mindestens 70 cm Seitenlänge. Die weisse Tafel erhält die bestehenden internationalen Zeichen in schwarz, oder es können weisse Zeichen auf dunkelblauem Grunde gemalt werden. Der Ausschuss hat die Ansicht vertreten, es sei von Bedeutung, die Dreieckform ausschliesslich für die Kennzeichnung gefährlicher Stellen vorzubehalten; demgemäss empfiehlt er den zuständigen Behörden dringend, für alle andern Kennzeichen oder Angaben, Tafeln in anderer Form zu verwenden und allen Interessenten die Aufstellung dreieckigeT Tafeln am Strassenrande in allen Fällen zu verbieten, in denen sich eine Verwechslung mit der Kennzeichnung gefährlicher Stellen ergeben könnte. Der Ausschuss empfiehlt ebenfalls die allgemeine Anwendung der Bestimmungen von Art. 9 der erwähnten Uebereinkunft, wonach die fraglichen Kennzeichen im rechten Winkel zur Fahrrichtung und in einer Entfernung von mindestens 150 m und höchstens 250 m von dem Hindernis aufzustellen sind, sofern die örtlichen Verhältnisse nicht entgegenstehen. Wenn die Entfernung des Kennzeichens von dem Hindernis merklich weniger als 150 m beträgt, müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um die Nähe der Gefahr anzugeben. Maximal - Geschwindigkeiten sollen auf rechteckigen Tafeln mit mindestens 60 cm Seitenlang© bezeichnet werden, die Zahlen sollen mindestens 20 cm hoch sein. Farbe wie Dreiecktafeln. , 4 , Tafeln in runder Form, von 60 cm Durchmesser, ähnlich wie bei den Vorschlägen des Städteverbandes, sind vorgesehen für Durchfahrverbote, ferner für Stationierungsverbot, für Parkieren, für die Fahrrichtung etc. Die Kommission des Völkerbundes bezeichnet allgemein die Durchfahrtsverbote mit roten Tafeln, ein Stationierungsverbot durch blaue Tafeln mit rotem Ring. Die Stimmung für den Bau einer Strasse ins Maiental scheint sich erfreulicherweise doch zusehends zu bessern: die Not des Maientals ist eine offensichtliche; sie kann nicht bestritten werden. Es ist zugegeben, dass mit einem besseren Zugangsweg nicht alles getan ist, aber doch wird damit ein nützlicher Anfang gemacht, der der Bevölke- Die IX. Targa Florio. Die Strasse freigegeben. Die Glarner Landsgemeinde vom letzten Sonntag, die von etwa 5000 Stimmberechtigten besucht war, hat nach lebhafter Diskussion den Sonntagsverkehr für Motorfahrzeuge mit rung neuen Mut schafft. Das Volksbegehren zum grosser Mehrheit freigegeben. Die Landsgemeinde hat zudem einen Kredit für Strasgen Landsgemeinde besprochen, ist aber zur wei- Bau dieser neuen Fahrstrasse wurde an der gestriteren Ausarbeitung dem Regierungsrat überwiesen senverbesserungen im Betrag von 1, 700,000 worden.... Franken bewilligt. Damit wäre wiederum Die Strassenpflästerung in Erstfeld ist durchgeführt worden, und zwar Hess man die Strasse auf eine lästige und durch nichts begründete Schranke gefallen. Die Entscheide gereichen der ganzen Breite pflastern. Durch diese Pflasterung ist nicht nur der Staub und Schmutz entfernt dem fortschrittlichen Glarnervolke zu Ehre. worden, sondern durch diese Strassenarbeit bekam auch mancher Arbeitslose Beschäftigung. Also könnte man für den Bau einer Güterstrasse ins Maiental auch arbeitslose einheimische Kräfte einstellen, so würde diese notwendige Arbeit gleichzeitig eine soziale Wohltat! -ey. Eine wichtige touristische Neuerung. Sie Sektion Zürich des A.C.S. hat mit der Radiostation Höngg eine Vereinbarung getroffen, wonach die von der Sektion Zürich des A.G.S herauskommenden Bulletins über Strassendienst (Oeffnung und Schliessung der Alpenstrassen, Strassensperren, Strassenzustand usw ) sowie über andere wichtige autotouristische Mitteilungen jeden Freitag von 13.28 bis 13.35 radiophonisch durch den Höngger Sender bekannt geigeben werden. Es ist dies wohl das erste Mal, dass sich der Radio in den Dienst der Autotouristik stellt und dürfte dieses sehr verdankenswerte Vorgehen, wohl überall bester Aufnahme begegnen. Speziell im Hinblick auf die in den nächsten Wochen erfolgende Oeffnung deT meisten Alpenstrassen ist dieser neuartige Touristik-Informationsdienst sehr zu begrüssen. s. Die Rekurse gegen das Berner Dekret sind gegenwärtig noch beim Bundesgericht hängig. Nachdem nun die Berner Regierung Gelegenheit hatte sich zu den einzelnen Rekursen zu äussern, wurde auch den Rekurrenten in den letzten Tagen die Möglichkeit geboten, dem Bundesgericht ihre Erwiderungen zu übermitteln. Der Entscheid des Bundesgerichtes ist kaum vor Ende des Monates zu erwarten. fit. Autorechtliche Bildungskurse. Im betreffenden Leitartikel in Nr. 39 der «Automobil-Revue» hat sich leider ein sinnstörender Fehler eingeschlichen. In Spalte 2 muss die betreffende Stelle folgendermassen lauten: «Die Anregung hat viel für sich und verdient alle Beachtung. Doch gehört die Sache an die E.T.H. oder vielleicht noch besser an die Volkshochschule. Jedenfalls nicht an die Rechtsfakultäi » ÄUTOMOBIL-REVUE 1928 — N°40 Eine Riesen-Arbeit leistet sich gegenwärtig die bernische Polizei. Bekanntlich sind seit 1. Mai neue Vorschriften in Kraft getreten, die hauptsächlich Beleuchtung und Signal betreffen; diese Vorschriften sind den Lesern der «Automobil- Revue» aus früheren Veröffentlichungen zur Genüge bekannt. Jetzt wird eifrig kontrolliert, ob Jedes Automobil den neuen Vorschriften angepasst ist. Im Kanton Bern sind ca. 15.000 Automobile; die Kontrolle soll, wie man hört, bis Mitte Mai durchgeführt sein. Wenn das Fahrzeug nicht in allen Teilen den Vorschriften entspricht, erhält der Fahrer die Verpflichtung auferlegt, das Fehlende bis zum 14. Mai in Ordnung zu bringen und bis dahin seinen Wagen der Behörde vorzuführen. Erst dann wird ihm ein entsprechender Ausweis ausgestellt, der bestätigt, dass der betreffende Wagen mit den neuen Vorschriften im Einklang steht. Die Licht- und Signail-Lieferanten hatten in den letzten Wochen goldene Zeiten. Die Beleuchtungs-Vorschrift vor allem liegt im wohlverstandenen Interesse aller Fahrer und es ist von der Durchführung derselben für Nachtfahrten im Kanton Bern erhöhte Sicherheit in Zukunft zu erwarten. Allerdings haben die Fahrer von ausserhalb des Kantons hinsichtlich ihrer Beleuchtung sich lediglich an die Konkordats-Vorschriften zu halten, doch wird zweifellos diese Vorschrift bald auf andere Kantone übergreifen. Weniger angenehm ist die Vorschrift, dass nunmehr sämtliche Fahrzeuge eine Hupe haben müssen. Die vielen Besitzer geschlossener Amerikaner-Wagen werden von dieser Vorschrift besonders unangenehm betroffen, weil dieselben fast ausnahmslos nur ein elektrisches Signal-Horn führen, und es nicht leicht ist, das Hörnli mit dem Gummiball anzubringen. Darüber macht sich nun allerdings die hohe Obrigkeit keine Kopfschmerzen; sie verfügt und der Automobilist hat zu gehorchen! Ob dadurch sein Wagen mehr oder weniger verschandelt wird, kümmert die Behörde nicht. Also, ihr lieben Leser, merkt euch, wenn ihr von einer neuen Art Bussen inskünftig verschont bleiben wollt, so sorgt bald dafür, dass euer elektrisches Signalhorn noch von einer zweiten Stimme mittels Gummiballon begleitet wird, und bringt euern Wagen in die rechte Beleuchtung. Merkt euch ferner, dass die Lichtkontrolle zu nächtlicher Stunde funktioniert; passt ja gut auf, dass ihr die polizeilichen Haltezeichen nicht überseht. Denkt an den Vorfall in LangenthaJ, wo einem Autler, der bei Nacht nicht anhalten wollte, vier Dienst-Revolver-Kügelehen nachgesandt wurden! A Vor der Schaffung eines bernischen Automobilamtes. Mit dem von Jahr zu Jahjr enorm anwachsenden Automobilverkehr nehmen auch die Verwaltungsfunktionen, die mit seiner Regelung zu tun haben, in ebenso starkem Masse zu. Die grössten Kantone werden in den nächsten zwei bis drei Jahren gezwungen sein, eignene Automobilämter zu schaffen. Nicht nur, weil das Mass der Arbeit des Automobildienstes progressiv zunimmt, sondern weil dieser Verwaltungsdienst ausserordentlich viel Speziialkenntnisse erfordert. Fachpersonal, das im Automobilwesen gründlich beschlagen ist, soll mit diesen Funktionen betraut werden. Der Kanton Bern, als grösster Kanton der Schweiz, will nun vorangehen, indem er vorläufig durch Beschluss des Grossen Rates die Stellen eines Vorstehers und eines Adjunkten des Automobildienstes schaffen will. Mit diesem grundsätzlichen Beschluss wird der erste Schritt zur Gründung eines Automobilamtes getan.. Es wird dann Sache des Regierungsrates sein, alle Zweige des Automobildienstes in zweckmässiger Weise in ein Amt zu vereinigen. Gegenwärtig besteht in Bern ein Automobilbureau, das die Verkehry und Fahrbewilligungen, einschliesslich Bewilligungen für Versuchs-, Probe- und Lehrfahrten für alle Motorfahrzeuge auszustellen und die Steuertaxen in erster Instanz zu besorgen hat. Ferner besteht ein Expertenbureau (dem Automobilbureau angeschlossen), dem die Organisation und die Durchführung der Prüfungen für Fahrzeuge und Fahrzeugführer zusteht. Die Verkehrskontrolle wird durch besondere Organe der Polizeidirektion besorgt. Die Polizeidirektion erlässt auf dem Wege der Instruktion die Vorschriften für den Motorfahrzeugverkehr und erledigt alle laufenden rechtlichen Angelegenheiten, die nicht Sache der Gerichte sind. Die Automobilexperten werden ferner mit der Ausführung von gerichtlichen Expertisen beauftragt. Der Strassenpolizeidienst, der im Motorfahrzeugverkehr eine wichtige Rolle spielt, ist teilweise den Polizeiorganen, teilweise den Organen des Baudepartements überlassen. Das Automobilamt hätte nun alle Verwaltungsfunktionen zu übernehmen, während für alle gerichtlichen Funktionen spezielle Funktionäre bei den Gerichten am Platze wären. Dem Automobilamt würde somit folgende Verwaltungsfunktionen zugeteilt: Prüfung der Fahrzeuge und der Fahrzeuglenker; Erteilung und Rückzug von Verkehrs- und Fahr-* bewilligungen, Kontrolle der Nummernschilder und Steuereinzug; Verkehrskontrolle (Instruktion der Kontrollorgane, Durchführung der fliegenden Verkehrskontrollen, Strassensperren [Publikation]). Durch eine Zentralisation aller Funktionen lässt sich der Automobildienst der Polizei* direktion nicht nur vereinfachen, sondern auch moderner gestalten, d. h. dem heutigen, weit fortgeschrittenen Stande des automobilen Verkehrs anpassen. Es werden zwar noch Monate verstreichen, bis die Organisation des neuen Amtes vorbereitet und weitere Monate, bis sie durchge-' führt ist. Vom neuen Automobilamte darf man eine Vereinfachung der administrativen Funktionen und bedeutsame Erleichterungen für den Verkehr der Motorfahrzeuge erwarten, go. Die Walliser Vollziehungsverordnung. Ueber den Inhalt der neuen Vollziehungs- Verordnung des Kantons Wallis vom 27. Januar 1928 betreffend den Motorfahrzeiugverkehr ist in der «Automobil-Revue» bereits berichtet worden. Eine etwas eingehendere Prüfung derselben lässt nun ersehen, dass man es hierbei mit einer so ungenauen und unklaren Verordnung zu tun hat, dass man faktisch nicht weiss, was einzelne Artikel eigentlich sagen sollen. Und zwar finden sich solche unverständliche Bestimmungen nicht nur im deutschen, sondern auch im franzö-i sischen Text. So wird in Art. 18, Ziff. 2 unter «Bergstrassen », Alinea a, erwähnt, dass auf den Strassen Gletsch-Furka und Grimsel, sowie Brig-Simplon-Gondo nur Autocars und Autolastwagen, deren Gewicht neun Tonnen nicht übersteigt, fahren dürfen. Von Motorrädern und Personenautomobilen wird nichts er-i wähnt, so dass man logischerweise annehmen muss, diesen beiden Fahrzeugtypen sei das Befahren obgenannter Strassen verboten. Dies um so mehr, als unter lit. b und c verschiedene Nebenstrassen aufgeführt sind, wo der Verkehr mit Motorrädern, Sidecars, Automobilen (sollte wohl heissen Personenautos!), Kraftwagen bis 7500 kg Gewicht (sollte wohl heissen Lastautos!) etc. speziell gestattet ist. Bei den Taxen für Alpenstrassen (Art. 21) sind dieselben angegeben getrennt für Automobile und Motorfahrzeuge, z. B. für drei Tage : 5 Fr. für Automobile und 2 Fr. für Motorfahrzeuge. Was man hievon zu halten! hat, weiss kein Mensch. Sind Automobile keine Motorfahrzeuge? Es ist anzunehmen, dass es wohl anstatt Motorfahrzeuge, Motorräder heissen sollte; da dieser Irrtum aber dreimal hintereinander vorkommt, zeugt dies dafür, dass die Walliser Behörden mit den elementarsten Begriffen des Motorfahrzeuge wesens wenig vertraut sind. In Art. 18, Ziff. 2, lit c. ist unter 8 im deutschen Text als offene Strasse die Strasse Sembrancher-Chäbles, welche bereits in der Strassenaufstellung lit b figuriert, nochmals aufgeführt, während im französischen Text an deren Stelle die Strasse Martigny- Champex figuriert. Es ist wohl anzunehmen, dass letzterer Text massgebend ist. Man sollte annehmen dürfen, dass unser« Behörden beim Erlass solch wichtiger Verordnungen, wo man den Automobilisten bei Nichtbefolgung irgend einer Vorschrift, mag sie auch noch so unbedeutend sein, sofort Bussen in Aussicht stellt, etwas mehr Genauigkeit und Sorgfalt an den Tag legen und nicht in solch sorgloser Weise Vorschriften herausgeben, die ungenau und für deren Leser teilweise geradezu unverständlich sind. Die genannte Verordnung ist dringend revisionsbedürftig, und wäre es sehr wünschenswert, wenn die Sektion Wallis des A. C. S. die Regierung veranlassen würde, hier unverzüglich Remedur zu schaffen und die beanstandete Verordnung derart zu revidieren, dass sie allgemein verständlich ist, keine solche groben Fehler mehr aufweist und ihren Zweck wenigstens einigermassen zu erfüllen vermag. s. Ädressänderungen wolle man der Expedition unseres Blattes direkt anzeigen, sie besorgt die Avisierung der Poststellen selbst Eine Gebühr wird nicht erhoben. Man denke aber daran» dass auch die alte Adresse zum Abstrich angegeben werden muss. Bei Wegzug in eine andere Ortschaft muss die Expedition ohnedies die vorherige Postbedienungsstelle kennen. Die Abonnentenkarten werden nicht, wie vielfach angenommen wird, namenalphabetisch klassiert, sondern müssen aus postalischen Gründen ortschaftsweise regl* striert werden- Ist der bisherige Bedienungsort nicht bekannt, kann die Abonnentskarte zur Anbringung der Aenderung und Benachrichtigung der Poststellen nicht gegefunden werden. Der Vertat

1928 AUTOMOBIL-REVUE Die Generalversammlung der Sektion Bern des A.C.S. Heuer trafen sich die bernischen Automobilfahrer zu ihrer Jahresfeier am Thunersee; im schön gelegenen Parkhotel Gunten kamen etwa 200 Personen, um die 23. Generalversammlung mitzumachen. Das geschäftliche Traktandum, das unter dem Vorsitz von Dr. Mende abgewickelt Die Feststellung der Anlässe hat Sportswurde, nahm reichlich 2V2 Stunden in Anspruch. Kommissär Thommen in die Hand genommen, er schlägt vor, eine Pfingstfahrt in die Der Jahresbericht Bodensee u. Appenzeller Gegend, im Juni eine des Präsidenten zeigt, dass im Jahre 1927 Bergchilbi mit Radioverfolgung, im Juli einen viel gearbeitet wurde; einmal nahm der Badeausflug, im September eine Autavia und Kampf gegen das eidgenössische Automobilgesetz die Sektion in Anspruch, die sich hierfolgung abzuhalten. Das Gurnigelrennen fin- im Oktober eine Flugzeug- oder Ballonveran aktiv und finanziell stark beteiligte; dann det wie üblich in zweijährigem Turnus erst gab das bernische Automobildekret, das die wieder pro 1929 statt. Speichen des Verkehrsrades rückwärts drehen will, allerhand zu tun. Der Bericht erin- nicht nur für geschäftliche Dinge nach Gun- Die Zeiger der Zeit rücken vor, man ist nert an die vielen interessanten Vorträge belehrender und unterhaltender Art, welche Tische gedeckt, das Parkhotel macht seinem ten gefahren, drüben im grossen Saal sind die letztes Jahr in der Sektion abgehalten wurden; er verbreitet sich auch über den vorzüg- Ruf Ehre. Interessante Abwechslung bietet lichen Verlauf des Gurnigel-Wertbewerbes, der ohne Störung bei grösster Beteiligung mit Wi»*-»« Sie bestem Gelingen durchgeführt wurde. Das äussere Bild der Sektion zeigt einen Wahrend der Schönheitskonkurrenz für Zuwachs von 73 bei einem Bestand von 680 Automobile von Vence geriet unversehens Mitgliedern; davon wurden 31 Herren und eine junge Mutter mit ihrem Kinderwagen eine Dame Mitglieder auf Lebenszeit. Das unter die konkurrierenden Autos. Die Menge Rechtsbureau wurde fleissig benutzt, der spendete frenetischen Beifall und liess nicht Leiter, Dr. von Stürler, konnte in 65 Fällen ab, ehe ihr nicht einstimmig der erste Preis rechtliche Ratschläge erteilen, die den Mitgliedern gute Dienste leisteten. Die Tryptik- sehr hübsch. zugesprochen wurde. — Sie war zweifellos stelle, durch die Berner Handelsbank vorzüglich geführt, gab 604 Tryptiks aus, ein Beweis, « Der Salon für gebrauchte Wagen » wurde dass in der Sektion die Touristik gut gepflegt dieser Tage, organisiert durch den englischen wird. Automobilhändler-Verband, in London eröffnet. Die Schau, die nichts weniger als eine Die finanzielle Lage der Sektion ist wohlgeordnet, trotz der grossen Auslagen, welche die Sektion letztes Jahr für ihre nützliwicklungsstadien darstellt, sondern vorwie- historische Sammlung automobilistischer Entchen Dienste machen musste, hat sich das gend aus neueren und neuesten Modellen besteht, lässt sich als glänzender geschäftlicher Clubvermögen etwas erhöht. In 11 Sitzungen behandelte der Vorstand zahlreiche Geschäfte; der Präsident wies vor allem auf * Erfolg an. die grosse Arbeit, welche derselbe auf sich Anlässlich der Neuyorker Empfangsfeierlichkeiten für die « Bremen »-Besatzung wur- nehmen musste hin, sowie auf die grosse Bereitwilligkeit des Vorstandes, der sich zur den die Flieger von den Pressephotographen Förderung der Automobilsache stets willig gezwungen, ihre Ehefrauen ein dutzendmal zur Verfügung stellt abzuküssen. — Es geht doch nichts über den Der ausführliche und interessante Jahresbericht sowie die unermüdliche erfolgreiche amerikanischen Journalismus! Tätigkeit des Präsidenten wurde vom Senior Während vor 15 Jahren nicht weniger als des bernischen Automobilwesens, Herrn A. 350 Modelle auf den amerikanischen Automarkt gebracht wurden, werden heute nur •von Bonstetten, herzlich verdankt. noch 103 Modelle von insgesamt 47 Marken Ueber die Finanzen. referiert Kassier Leuenberger, er gibt eine übersichtliche Zusammenfassung der letztjährigen Abwicklung und legt der Generalversammlung sein Budget für das laufende Jahr vor. Die G. V. genehmigt einstimmig die Vorlagen. DER NEUE Infolge der neuen Zentralstatuten sieht sich die Sektion veranlasst, eine Statutenänderung vorzunehmen; die zahlreichen Paragraphen werden rasch durchgenommen, da es sich vorwiegend um formelle Punkte handelt, die neu zu ordnen sind, kommt man flott vom Fleck und genehmigt auch diese Vorlage ohne allzu starke Diskussion. Wahlen. Das Haupttraktandum der diesjährigen G. V. bildete die Neuwahl des Präsidenten und des Vorstandes. Dr. Mende führt seit 8 Jahren das Steuer der Berner mit hervorragendem Geschick und als Herr Oberst Marbach dessen Wiederwahl mit ein paar kernigen Wor- zum Preise ten empfahl und dabei die hervorragenden Verdienste von Dr. Mende um die Sektion hervorhob, erfolgte dessen Wiederwahl einstimmig durch begeisterte Akklamation. Bei der Neuwahl von 22 Vorstandsmitgliedern war es unverkennbar, dass dem Zuge der Zeit folgend sich da und dort jüngere Triebe regten, die der nun ins Mannesalter eintretenden Sektion frische Kräfte zuführen wollen. Der Präsident und der abtretende Vorstand brachten dieser Tendenz genügendes Verständnis entgegen, sodass im Geiste gegenseitiger Anpassung, ein allen Interessen Rechnung tragender Vorschlag zustande kam, der von den stimmberechtigten Mitgliedern in geheimem Wahlgang in der Hauptsache vollzählige Annahme fand. Der neue Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen : A. von Bonstetten, Fritz Christen, Karl Fortmann (neu), Georg Hamberger, K. Hamberger, Rud. Herren (neu), H. Hoffmann- Gerber, Fritz Hostettler, Hans Hunziker, Johann Leuenberger, R. A. Liithy (neu), Arnold Marbach, Ernst von Mühlenen, Gaston Perlet (neu), Walter Ruckstuhl, Ernst U. Rufener, Emil Schönholzer, R. von Stürler, E. H. Thommen, O. R. Wagner, Walther Wehrll (neu), Th. Wirth. Auch die Wahlen für die verschiedenen Kommissionen, die Vertretungen in den Kantonalverband und die Delegiertenversammlungen des A.C.S. gingen rasch vonstatteiiv Der Präsident gab der Versammlung noch Kenntnis, dass die Herren Hermann Bürki, Edmund v. Ernst, Hans Hunziker, Arnold Marbach, Hermann Marbach, Bernhard von der Gurnigel- und Klausenfilm; eine urfidel< Schnitzelbank glossiert launig und humorvol allerhand Vorkommnisse und Persönlichkei- Muralt, Dr. H. Serr heuer ihre 20jährige Mitgliedschaft feiern und infolgedessen das Veteranenabzeichen erhalten. Herr Dr. Serr, ein langbewährtes Vorstandsmitglied, der dasten; die interessanten Bibliothekaramt stets mit Umsicht verwaltete, hat auf eine Wiederwahl in den Vorstand anlässlich seiner 20jährigen Mitgliedschaft verzichtet. Anlasse. Helgen von Biber': Meisterhand aufs Papier geworfen, finden be einer Versteigerung reissenden Absatz zu guten Preisen. Schon stimmen die Musikanten zur Erledigung des tanzlustigen Teiles, aber noch gilt es, den Ehrengast der Sektion Herrn Zentralpräsident Dufour zu begrüssen, der auf einstimmige und dringende Einladung des Vorstandes in der Mitte der Berner weilt. Dr. Mende begrüsst Herrn Dufour, er spricht sicher im Namen der ganzen Sektion Bern und wahrscheinlich auch aus dem Herzen anderer Sektionen, deshalb glauben wir vielen unserer Leser eine Freude zu machen, wenn wir hier die trefflichen Ausführungen von Dr. Mende, die er dem Zentralpräsident widmet veröffentlichen: schon 3 konstruiert. — Zeichen erfolgreicher Konzen^ tration. Der Ozeanbezwinger Lindbergh wird diesen Sommer wieder auf einen «Sprung» zu uns herüberkommen. Da ein Besuch der meisten europäischen Hauptstädte vorgesehen ist, kann damit gerechnet werden, dass «the Boy» bei seiner Propagandareise auch dem Bärengraben und dem Remontendepot — eventuell dem Belper Moos als zukünftigem Flugplatz eine Stipvisite abstatten wird. Genf hat als erster Kanton dieser Tage ein Gesetz gegen «unbefugte Benützung» von Automobilen erlassen. Die vorgesehenen Strafen lauten auf Gefängnis von sechs Tagen bis zwei Jahren, wozu noch Bussen von 30 bis 2000 Franken hinzukommen können. — Damit wäre endlich eine gesetzliche Handhabe gegenüber den Autostrolchen geschaffen. Die Genfer Polizei rückt den Autoschwarzfahrern mit aller Energie zu-Leibe. So wurde letzte Nacht das ganze Kantonsgebiet von Polizeiposten eingeschlossen und die Identität jedes passierenden Fahrers geprüft. Die Razzia soll allen Erfolg gehabt haben, xi. ACHT ZYLINDER SECHS /ZYLINDERS Exklusiver Impost für die d«as Der wagen der den Anforderungen seiner Zelt voll und ganz genügt Sedan 5 pL t?r. 14 s 900.>- Schweiz; St. GALLEN In Linie ZÜRICH Ich freue mich, Herrn Dufour in unserm Kreise zu begrüssen; ich tveiss, dass er unserer Sektion wertvolle Dienste geleistet und derselben immer grosse Sympathie entgegengebracht hat und dass er öfters bei uns sein! würde, wenn seine intensive Bescnäitigung als Zentralpräsident es ihm erlauben würde. Heuta ist es gewissennassen, ein Abschiedsbesuch, den. er uns macht, wengstens ist das seine Meinung. Er hat seine Demission eingereicht, nachdem seine 'Aufgabe erfüllt war. Als er im Herbst dem Drängen seiner Freunde nachgab und sich wiederwählen liess, hat er damit dem A. C. S. einen grossen Dienst geleistet, der um so höher einzuschätzen ist, als er ihn unter den schwierigsten Verhältnissen geleistet hat. Er hat den. Glüh aus einer gefährlichen Situation gerettet, unter seiner zielbewussten Leitung hat sich die Lage bedeutend gebessert und wir könnten ruhig der Zukunft entgegensehen, wenn diese Demission nicht wäre. Wir sind überzeugt, dass, wenn Herr Dufour uns jetzt verlässt. der Sturm aufs neue losbrechen wird. Er würde einen geschwächten Organismus treffen, das könnte für unsern A. G. S. verhängnisvoll werden. Unser, Vorstand hat die Ueberzeugung. dass Herr Dufour der lichtige Mann am richtigen Platz ist und dass, wenn er aushält, unser Club durch ihn zu neuer Kraft kommen kann. Darum benütze ich die heutige Gelegenheit, um ihn im Namen unseres Vorstandes zu bitten, dass er trotz allem am Steuer bleiben möge, unsere Sektion bringt Ihnen, verehrter Herr Präsident, vollstes Zutrauen entgegen, Sie können auf unsere Unterstützung zählen. Hoffentlich können Sie diese wenigen Worte und die paar gemütlichen Stunden, die Sie mit uns zusammen sind, davon überzeugen, wie wir ea meinem Wir haben heute unsere Generalversammlung an den Thunersee rerlegt und ich glaube, Sie werden im allgemeinen unsern Entschluss gebilligt haben. Wenn auch der Wettergott uns einigermassen im Stich gelassen hat. der alte Vorstand scheint eben auch da/ nicht volles Verständnis gefunden, zu haben, so ist dennoch die Fahrt durch die Blütenpracht lohnend. Es hat allerdings mich Kopfschiitteln gegeben und man hat mir gesagt, wie seien nicht konsequent, dasa wir ins Oberland gehen, nachdem vor nicht allzulanger Zeit uns seine Zeitungen ziemlich unsanft angegriffen haben. Wir haben das allerdings nicht ganz vergesen, aber wir sind nicht nur dem Oberland zulieb hergekommen, sondern wir wollten unsern Thuner und Oberländer Kameraden einen Beweis unserer Anhänglichkeit geben und ihnen zeigen, wie sehr wir es zu schätzen wissen, dass sie uns treu zur Seite geblieben sind. Ein neuer Vorstand wird von heute ab die Geschäfte der Sektion führen, er ist glücklich zusammengesetzt, alte, bewährte Kräfte arbeiten zusammen mit jungen, tatenlustigen. Unsere Zeit zeigt ein interessantes Symptom, anfangs spielte im Clubleben die Geselligkeit die Hauptrolle, dann aber schien es, als ob dieser immer weniger Bedeutung zukommen sollte. Man wollte im Club sein, um dessen Vorteile zu geniessen» im übrigen legte man auf einen engern Znsammenschluss wenig Wert. Und gerade heute, ia der, Zeit, wo alles nüchterner zu werden droht, kommt das Bedürfnis zu grösserer Geselligkeit immer mehr auf, das haben unsere Tanzabende bewiesen, unser Maskenball, die Sternfahrt mit ihrer grossen Beteiligung, die uns so auch dea wohlverdienten Sieg gebracht hat. leb. begrüsso diesen neuen Zug, der aus alter Zeit zu UM herüber gekommen tat, ich hoffe, dato er immer mehr Boden fasse. Vielleicht sehen wir denn auch die Zeit kommen, wo unser Clublokal fröhlichen Betrieb sieht, so wie wir ihn uns gedacht haben, als wir dieses Heim schufen. Der neue Vorstand wird unter diesen Umständen mit Freude an seine Arbeit gehen, an Sie alle aber richte ich den Appell, uns zu unterstützen. Ich weiss, es gibt unter unsern Mitgliedern viele Köpfe, aus denen manch guter Gedanke entspringt, nur vergessen sie eines nicht, nämlich, dass wir im Vorstand alle nicht so hell sind, dass wir Gedanken lesen können. Darum kommen Sie zu uns mit Ihren Wünschen und Anregungen, bringen Sie uns Arbeit, sei es auf ernstem, sei es auf heiterem Gebiet, es wird uns nicht zu viel sein, wenn wir dafür zufriedene Gesichter sehen und wissen, dass in unserer Sektion gutes Einvernehmen und guta Kameradschaft bestehen. Es geht da und dort, in andern Sektionen eine böse Krankheit um, sie muss unserer Sektion fern bleiben, und zwar gibt es ein unfehlbares Mittel, um sie eu bekämpfen und das heisst: das offene Wort. Das offene Wort soll unsere Losunsr sein, damit unsere Sektion «ich einflussreich entfalten kacniu In diesem Sinne leere ich mein Glas auf daa Wohl der Sektion Bern des A.G.S. Herr Dufour gibt seiner grossen Freude über den herzlichen Empfang bei den Bernern Ausdruck; er erinnert an vieljährige Bande der Freundschaft und gemeinsamer Tätigkeit im Dienste des A.C.S., die ihn mit zahlreichen. Mitgliedern der Sektion Bern verknüpfen. Die Q. V. der Sektion Bern klingt in froher Geselligkeit aus; drüben an der Niesen- und' Stockhornkette drängt sich zwischen die Nebelfetzen ein heller Schimmer der Morgendämmerung, als die letzten Gäste des Park- Hotel bei summendem Motor im frühesten Maimorgen der Bundesstadt zueilen. Ein nachahmenswertes Beispiel Deutschland, vor allem der Stadt nannoer, gebührt das Verdienst, die Idee der autorechtlichen Bildungskurse lanciert und,; wie wir schon früher berichteten, auch praktisch durchgeführt zu haben. Der A. C von Deutschland hat nun die Durchführung von auitorechtlich - autotechnischen Gratiskursen für Richter und Staatsanwälte an die Hand genommen. Allein schon in Berlin besuchen gegenwärtig 50 Richter die Kurse. Wir werden in einer der nächsten Nummern, nachdem die Diskussion über speziell autorechtlich© Kurse in der «A.-R.» eingesetzt hat, och eingehender auf die Bedeutung rein autotechnischer Bildungskurse für unser zu sprechen kommen.