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E_1928_Zeitung_Nr.047

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X« AU 1 UiViÜOiL-lvC V UC d) Das Dach der geschlossenen Wagen wurde früher fast stets aus Holz mit einem äusseren Blechbelag ausgeführt und gab daher den schönsten Resonanzkasten ab. Jetzt werden die Dächer deshalb aus einem über einige Streben aus Holz oder Blech gespannten Drahtgitter hergestellt. Das Gitter wird auf beiden Seiten mit einem wei* chen Material belegt und innen mit Stoff, aussen mit Segelleinen überspannt» Diese Dächer sind völlig geräuschlos« e) Resonanzgeräusche im Innern des Wagesn werden vermindert durch Oeffnen eines Fensters. Interessant und wenig bekannt ist, dass der Mensch ebenfalls Lärm absorbiert, und zwar im gleichen Ausmasse wie ein offenes Fenster von ^ Quadratmeter Fläche. So wird ein Wagen ruhiger, wenn um eine Person mehr darinnen sitzt* am lautesten ist er, wenn der Fahrer sich allein befindet. Der englische Major Tucker hat verschiedene Versuche und Beobachtungen angestellt über das Verhalten verschiedener Materialien als Lärmabsorbierer für den Bau von Flugzeugrümpfen. So fand eJ z. B., dass eine Wollfläche ein Absorptionsvermögen hat entsprechend einem offenen Fenster in der Grosse der halben Wollfläche. Einem dicken Plüschteppich entspricht ein Fenster vom Viertel der Teppichgrösse etc. Durch entsprechende Kombination der Materialien und gute Aufteilung der Flächen kann also eine Karosserie viel ruhiger und deshalb angenehmer gemacht werden, als eine andere vom gleichen Ausmasse. VA. Der Kompressor als Zubehör. Der Kompressormotor scheint nun doch allgemeineres Interesse zu erwecken, sonst hätte nicht eine englische Firma sich zur Herstellung eines Kompressors entschlossen, welcher nachträglich an jedem Motor angebaut werden kann. Bisher machte es immer Schwierigkeiten, den Kompressor vom Motor aus anzutreiben. Es traten ähnliche Schwierigkeiten auf, wie seinerzeit beim nachträglichen Einbau von Licht- und Startermaschinen, Schwierigkeiten, die beim modernen, gänzlich verkapselten Motor noch erheblich gesteigert werden. iDieser neue Kompressor bildet ein in sich vollkommenes Ganzes und besteht aus einem Gehäuse, in welchem eine Welle auf Kugel- F lagern gelagert ist. An einem Ende trägt diese Welle ein doppeltes Schaufelrad, welches als Turbine wirkt und vom Auspuff getrieben wird. Am andern Ende ein einfaches Schaufelrad, wie von einer Wasserpumpe, welches das Gasgemisch vom Vergaser ansaugt und durch die Ansaugleitung des Motors in die Zylinder presst. An der Seite der Auspuff-Antriebsturbine ist das Gehäuse für Wasserkühlung eingerichtet. Zur Montage wird das Auspuffrohr zerschnitten und der Kompressor zwischenhinein eingebaut; der Vergaser wird an der andern Seite direkt montiert und ein neues Saugrohr vom Kompressor zum Motor angefertigt. Ferner muss noch eine Zu- und Ableitung zum Kompressor von der Kühlwasserleitung gemacht werden und schliesslich von irgend einer Oelleitung des Motors eine kleine Abzweigung zur Schmierung der Welle. Der Preis dieses Whire-Supercharger soll so gehalten sein, dass der Apparat komplett montiert nicht über 500 Franken zu stehen kommt, was gewiss für viele Automobilisten einen Anreiz zum Einbau bieten würde. Die Versuche sind bereits abgeschlossen und dem Vernehmen nach die Serienfabrikation schon aufgenommen worden. V.A. Wie verhält man sich bei einem Vergaserbrand? Schlecht schliessende Einlassventile sind in der Regel Ursache von Vergaserbränden. Die Ventilfeder ist zu schwach geworden oder es hat sich zwischen Ventilsteller und Ventilsitz Oelkohle festgesetzt, die den richtigen Ventilschluss verhindert. Die Explosionsgase können daher durch das Ansaugrohr in den Vergaser gelangen und dort den Brennstoff entzünden. Bei Vergaserbrand ist zuerst die Brennstoffzufuhr zu schliessen. Den Motor lässt man mit Vollgas weiterlaufen, damit das noch in der Schwimmerkammer befindliche Benzin in den Verbrennungsraum eingesaugt und verbraucht wird. Daraufhin wirft oder wickelt man rasch ein Tuch über den Vergaser, um das Feuer zu ersticken. Nasse Tücher leisten bessere Dienste als trockene Tücher. Der Vergaser kann auch mit Erde oder Sand zugedeckt werden. Ereignet sich der Brand zufällig vor einem Wirtshause, so lässt der gerissene Automobilist sich unverzüglich eine Syphonflasche holen und spritzt damit gegen den Brandherd, denn die Kohlensäur© des Syphonwassers löscht eine Flamme leicht. Ein Feuerlöscher leistet vorzügliche Dienste und sollte daher zum eisernen Bestand einer zweckmässigen Ausrüstung des Automobils gehören. AuJf jeden Fall darf man nicht Wasser zum Löschen verwenden, denn das spezifisch leichtere Benzin schwimmt auf dem Wasser und brennt weiter. Wlt. Heilung für asthmatische Beleuchtungsanlagen. Es gibt Wagen, deren elektrische Beleuchtungs- und Anlasseranlage bei jeder auch nur einigermassen starken Inanspruchnahme erschöpft ist. Der Fahrer betrachtet dann das Uebel meist als einen- Konstruktionsfehler und findet sich damit ab, dass er die Batterie immer wieder zum Aufladen bringen muss. Mancher Öaragist hat dabei noch seine Freude an solch einem Dauerkunden. Abgesehen von den Fällen, in denen eine wirklich ausgebrauchte Batterie oder eine schlechte Anlage die Ursache der Schwäche darstellt, lässt sich aber das «Asthma» sehr oft heilen. Fast alle heute gebräuchlichen Dynamos arbeiten mit einer sogenannten dritten Bürste, die verschiebbar angeordnet ist. Durch Versetzen dieser Bürste kann man bewirken, dass der Ladestrom stärker oder schwächer wird. Zeigt es sich, dass die Batterie der Stromentnahme nicht gewachsen ist und häufig nachgeladen werden muss, so versuche man durch Verschieben der dritten Dynamo-Bürste den Ladestrom zu steigern. Ein guter Fachmann auf elektrischen Auto-Anlagen kann sofort Auskunft geben, ob das bei dem betreffenden System möglich ist oder nicht und die Neuregelung gegebenenfalls mit wenigen Handgriffen in ein paar Minuten ausführen. Gerade jetzt, wo so viele Automobilisten zur neuen Doppelfadenbeleuchtung übergehen, die etwas mehr Strom konsumiert, dürfte eine kleine Erhöhung der Ladestromstärke oft erwünscht sein. Allerdings hüte man sich dabei vor Uebertreibungen. Eine übermässige Ladestromstärke schadet der Batterie und kann auch für die Dynamo verderblich werden. Die vorliegenden Zeilen sollen also nur einen Hinweis auf die Möglichkeiten darstellen, die der Fachmann in 1 der Hand hat, nicht aber eine Anweisung für die eigenmächtige Vornahme der Veränderung sein. Frage 6775. Zweierlei Praxis beim Einfahren. Meine beiden Freunde A umd B sind Vertreter von 4» ausländischen Autamoibilmarkea. B holt als- Veri, tr&ter sehr oft die Wagen im Ausland bei der Pa forik selibst ab und sagt, das>s er das Tempo bei den? gekaufton Wagen nicht über 4ö km kommen lasse* um heimzufahren. Eine andere Meinung hat mein Freund A. Er sagt, dass er die Wagen am Bahnhof seines Wohnsitzes abhole, im 20 km-Tempo nach Hause fahre und daheim den Motor 20 Stun-; dien ununterbrochen laufen lasse, bevor er ihn dem Käufer abgebe. Dann kontrolliere er den Wägern gut und könne rür tadellosen feinen Gang garantieren. Es sei üoerhaupt Blödsinn, wenn man die ersten 800—1000 km in einem stärkern Tempo als 20—25 km fahre. Wenn jemand einen Wagen ha« ben wolle, der «rauh» laufe, so brauche er nur im Anfang unvernünftig 2u fahren. — Solche Aussagen scheinen sehr einleuchtend zu sein. Sie zeugen von einem festen Willen, einen Wagen nioht au verteufeln, sondern den Käufer zu (befriedigen. Es wäre' immerhin interessant, zu vernehmen, wie andere. Ansichten lauten. W. in Th. \ Antwort: Ein Autofahrer, der grosse Dinge auf eine lange Lebensdauer und auf einen ruhigen und ausgeglichenen Gang seines Wagens setzt, lässt den neuen Wagen die ersten 500—1000 km nie schneller als 20—45 km in der Stunde fahren. Was mehr ist als 50 km, schadet dem Wagen, denn alle Teile des Wagens, speziell die Zahniräder und die Lager, können siclh nur bei verhäitnismäissig niedem Tourenzahlen zweebmässig einschleifen. Es ist auch selbstverständlich, dass auch in den kleinen Gängen mit einer relativ hohen Geschwindigkeit und einer maximalen Tourenzahl gefahren werden darf. ' Es kommt aber nicht so sehr darauf an, oh der Wagen nur 20—50 km gefahren wird, wie der Vertreter A behauptet. Geschwindigkeiten bis zu der genannten obern Grenze, resp. die entsprechenden Tourenzahlen, vermögen dem Wagen keinen Scha-« den zuzufügen. Die Methode, die Ihr Freund A anwendet, hat aber manches für sich. Wenn er den Wagen in einem geringen Tempo nach Haiuse fährtund dort den Motor 20 Stunden laufen lässt, so will er damit das erste Einfahren dem Kunden erleiob> tern. Allerdings sollte nioht nur deT Motor, sondern auclh das Differential und die übrigen Antriebsorgane eine entsprechende Prozedur durchmachen.:" Dem Käufer wird dadurch eine Sorge abgenommen^ Wichtig ist auf jeden Fall das gründliche Schmieren des neuen Wagens. Fehler in der Schmierung rächen sich ebensosehr wie allzu rasches Fahren. wlt.: I Frage 6776. Neugummierung von Cordreifen, Wer hat schon mit der Neutgumimierung gut erhaltener Cordreifen Erfahrungen gesammelt? Wie viele Kilometer können die Reifen gefahren werden, wenn sie neu gummiert eind. In welchen Werkstätten lässt sich die Neuguimmierung ausführen^ M. Seh. in I. ) Antwort: Die Neuigummierung der Reifeo< hat, wenn, sie sorgfältig gemacht wird, nur Vorteile/* 1 Sie können aber dazu einzig Reifen benutzen, die nicht allzusehr abgenützt sind. Wird die Reparatur von einem Fachmann mit der nötigen Sorgfalt be-> sorgt, so können Sie mit demselben Reifen noch halb so viel Kilometer machen, wie sie bereits ge-*, fahren sind. ? Zur NeugummiDrung der Reifen möchten wff Ihnen die Werkstätten ernpfelhlen, die im Inseratenteil unseres Plattes zu finden sind. wlt. I hergestellt mit dem Schweizer Produkt von Travers ist nicht schlüpfrig, er ist der zweckmässigste, dauerhafteste und wirtschaftlichste aller Beläge für Verbürgen gefahrlose, uerlusffreie Einlagerung, zuverlässiges funktionieren,genaue Verbrauchs- und Vorrafskonfrolle E. R. ZETTER & Co. SOLOTHURN E—•""'" "" •»——— ' • JB mm Die Limousine, die geöffnet werden kann. Besser und billiger als alle flllwellerCairassßiien. Lizenz-Fabrikation durch: CarrosserißCHlöTTOtiE S.A. LUGANO and CarrQSS. A.RUCKSTUHL LUZERN PATENT. IÜU, Ptoii und He irch ko CARBA A,G. BERN ZÜRICH BASEL 10 und WM

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